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Großmachtversessene mit Hintergedanken
#1
 
Werte Damen und Herren Rundfunkräte, werter Herr Intendant,
folgt man der Berichterstattung der ARD-aktuell über Motiv und Aussichten der Reise der Bundeskanzlerin Merkel nach Afrika (Mali, Niger, Äthiopien), so könnte man zu dem Schluss gelangen, es gehe der Bundesregierung ausschließlich um rein humanitäre Hilfe, wenn auch ein Motiv dafür die Eindämmung der Massenflucht aus den afrikanischen Ländern nach Europa ist, speziell nach Deutschland, und das auch ausdrücklich gesagt wird.
Was hingegen in allen Nachrichtenausgaben der ARD-aktuell-Redaktion verschwiegen wurde, ist die Absicht der Bundesregierung, eine ständige Militärbasis in Niger einzurichten. Sie soll Versorgungsstützpunkt für die Bundeswehrgarnison in Mali sein.
Quelle u.a.: http://www.zeit.de/news/2016-10/05/deutschland-deutschland-baut-in-niger-militaerbasis-zur-unterstuetzung-von-un-mission-in-mali-05170803
http://news.dkp.suhail.uberspace.de/2016...ger-bauen/
Selbstverständlich gilt dieses militärische Engagement nicht nur der „Stabilisierung“ Malis in dessen Kampf gegen terroristische Dschihadisten, einem zwar völkerrechtskonformen, jedoch objektiv grundgesetzwidrigen Auslandseinsatz, der schwerlich als notwendig zur deutschen Landesverteidigung ausgegeben werden kann. Die Militärpräsenz Deutschlands – die UN-Mission in Mali wird derzeit von der Bundeswehr angeführt – soll in Mali und Niger ebenfalls einen Beitrag zur „Flüchtlingsabwehr“ leisten. Entscheidender ist jedoch der Hintergedanke: Niger verfügt über die reichsten Uranvorkommen in Afrika. Das gibt einer Bundeswehrbasis dort einen ganz anderen Stellenwert bei. Die Bundesregierung entwickelt ihren Großmachtwahn ungehemmt weiter. Dasr „Adabei"-Motiv ist nicht zu übersehen.
Das Verschweigen der militärischen und geopolitischen Aspekte, denen die Kanzlerinnenreise fraglos mindestens ebenso folgt wie die vorgeblich rein humanitären Überlegungen, ist ein Verstoß gegen die Programmgrundsätze. 
Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer.
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