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Journalismus: Scheuklappenrealismus über Ländergrenzen hinweg
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Journalismus: Scheuklappenrealismus über Ländergrenzen hinweg
Marcus Klöckner 18.09.2016
Über die Medienkritik des US-amerikanischen Soziologen Charles Wright Mills
Die großen Medien sind eines der bedeutendsten Machtmittel, das den Eliten zur Verfügung steht. Die Medien verengen den öffentlichen Diskurs, sie sind in der Lage, die Wirklichkeitsvorstellungen von Menschen zu bestimmen und sie bedienen sich selbst einem "Scheuklappenrealismus". Sie sind nicht weit entfernt von einem Propagandisten, der auf die öffentliche Meinung bereits in ihrem Entstehungsstadium einwirkt.
Diese Medienkritik formulierte der große US-amerikanische Soziologe Charles Wright Mills 1956 als er seine Theorie der Machtelite entwarf. Heute, 60 Jahre später, stehen die Medien und ihre Berichterstattung nicht mehr nur im Fokus der Wissenschaft. Eine kritische Öffentlichkeit hat sich formiert, die Medien beobachtet und die Berichterstattung immer wieder hinterfragt. Was passiert, wenn Mills' Blick aus einer längst vergangenen Zeit auf die Medienkritik der Gegenwart trifft?
Den Stimmen aus der Vergangenheit darf man bisweilen eine eigene Kraft zuschreiben: Aus einer fernen Zeit machen sie sich bemerkbar und drängen an unser Ohr. Wie eine Anklage schallen sie plötzlich durch die Gegenwart und verweisen auf die Ignoranz gegenüber den Warnungen, die sie zu ihrer Zeit aussprachen. Die Auseinandersetzung des US-amerikanischen Soziologen Charles Wright Mills mit der Machtelite seines Landes kann als eine einzige große Warnung verstanden werden (Machteliten: Von der großen Illusion des pluralistischen Liberalismus) .
mehr:http://www.heise.de/tp/artikel/49/49424/1.html
 
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