Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
2016 Afghanistan
#1
German Foreign Policy: Kabul / Afghanistan

Zitat:Beinahe 15 Jahre nach dem Beginn des NATO-Kriegs in Afghanistan und der unter starker deutscher Beteiligung durchgeführten Besatzung herrschen in dem Land katastrophale ökonomische und soziale Verhältnisse sowie eine miserable Sicherheitlage. Dem Krieg sind seit 2001 laut einer umfassenden Analyse mehr als 220.000 Menschen direkt oder indirekt zum Opfer gefallen. Die Sicherheitslage im Land hat sich zuletzt laut Einschätzung des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags "dramatisch verschärft". Soldaten müssen inzwischen, wenn sie von einem Standort zum nächsten wechseln wollen, aus Sicherheitsgründen fliegen, weil die Fahrt mit gepanzerten Autos auf der Straße als unvertretbar gefährlich gilt. Die Zahl der afghanischen Flüchtlinge wird von den Vereinten Nationen aktuell auf 1,1 Millionen geschätzt - mit steigender Tendenz. Wichtigster Wirtschaftszweig ist weiterhin der Opiumanbau; 39,1 Prozent der Afghanen leben nach nationalen Standards in Armut, 2,7 Millionen sind unterernährt. Lediglich die Bundeswehr kann positive Tendenzen erkennen und rät zu "Geduld und Ausdauer". - (Teil 2 einer Serie, in der german-foreign-policy.com - aus Anlass der Ankündigung Berlins, in Zukunft stärker "global" intervenieren zu wollen, auch militärisch - die Folgen der deutschen Kriege aus den vergangenen zwei Jahrzehnten bilanziert.)

mehr : German Foreign Policy: Kabul / Afghanistan
Antworten
#2
Ein endloser Krieg: Dinge, die Sie 15 Jahre nach der Afghanistaninvasion wissen müssen
Eine US-geführte Koalition hat am 7. Oktober 2001 Afghanistan angegriffen, weniger als einen Monat nach den 9/11-Terrorattacken. Was zunächst wie ein schneller Sieg über die Taliban aussah, entwickelte sich zu einem endlosen, blutigen Guerillakrieg.

Antworten
#3
Zitat:Deutliche Anzeichen dafür, dass von Seiten der USA ein militärisches Eingreifen in Afghanistan bereits vor den 9/11-Terroranschlägen geplant war, gibt es viele. Eines dieser Anzeichen besteht in der bis heute kaum bekannten National Security Presidential Directive Nr. 9.

Von Lars Schall

Es folgt ein Auszug aus einem Buch zum Thema 9/11 und Tiefenstaat, an dem ich derzeit schreibe.

Der Plan zum Angriff auf Afghanistan, der Anfang Oktober 2001 in Kraft trat, wurde bereits vor den Anschlägen vom 11. September in die Wege geleitet und abgeschlossen. General Franks, der Oberkommandierende des Central Command (CENTCOM), prüfte in dem Monat, als der Report der NEPDG veröffentlicht wurde – das heißt: im Mai 2001 –, „Kriegspläne, die für die kommende Kampagne in Afghanistan genutzt werden würden. Zu dieser Zeit … war die militärische Planung der USA zunehmend als Bereitstellung von ,Ressourcensicherheit als ihrer primären Mission‘ definiert worden.“ (1)
weiter:
15 Jahre Afghanistankrieg: Ein Blick auf NSPD Nr. 9

“NSPD-9: Combating Terrorism”
Antworten
#4
Mohn-Ernte und Opiumproduktion in Afghanistan immer erfolgreicher

Zitat:Für den Mohnanbau in Afghanistan und die Produktion von Opium gibt es erneut Rekordzahlen. Nachdem schon im Vorjahr Produktionsmengen wie zuletzt in den 1930-er Jahren erreicht worden waren, ist sowohl die Menge des produzierten Rauschgifts als auch die Anbaufläche erneut deutlich gestiegen, meldeten die UN-Agentur für Drogen und Kriminalität (UNODC) und das afghanische Anti-Drogen-Ministerium in einem am (heutigen) Sonntag in Kabul vorgelegten Bericht:


.. weiter..
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste