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Propaganda des Tages (Korruption, Satire, Kommentare, Wahnsinn, Gerüchte, Ansagen)
Spanien:

1. März 2021 um 14:20
Oh Mann, wir werden hier so verblödet, so dermaßen verdummt hinterm Zaun gehalten! Genaueres erfährt man dann heutzutage in der „Ostpresse“
Zwar tauchte auch ab und zu mal in diesen Landen die Nachricht auf, dass die Spanier wegen „irgendso’m Rapper“ auf die Straße gehen …

… Aber nun (dank Netzfund bei Dr. A.Sosnowski, der auch bei https://kenfm.de/positionen-22/ zu erleben war – Danke, @Lulu) verstehe ich WARUM:
[Zitiert aus einem Song von ihm, habe ich aus dem Russischen von A.Sosnowski übersetzt, daher bestimmt Abweichungen zum Original, sry, und mein Spanisch ist nicht so gut]

Pablo Hasél – Rapper, Blogger, Politiker
„Bevor man über Stalin spreche und andere Bolschewiki,
mach Dir die Mühe ihre Schriften/Werke durch zu lesen.
Analysiere ihre Verdienste, ihre Ära, und nicht
die bourgeoisen Geschichten darüber und ihre Manipulation.
Schau, heute wurde noch eine Familie aus dem Haus geworfen.
Vorher ihnen abgestellt Wasser und Licht.
Der Kapitalismus ist Barbarei, das ist es, weshalb ich nach der UdSSR „nostalgiere“/nostalgisch bin.
Wenn hier eine Menge Geld verdient wird, sogar auf Särgen,
was soll man da noch über die Zukunft der Ärmsten und der unglücklichen Kinder sprechen?
Glaubst du dieser anti-linken „Dokumentalfilm-Saga“ über die Sowjetunion?
Sie ist auf Idioten ausgelegt, primitiv und mit dem Geld der Millionäre gemacht,
während sie den Planeten ausrauben.
Ich bin auch erwachsen/reif geworden und wurde betrogen. Eines Tages blieb ich stehen/hörte damit auf. Ich beschloss, mich selbst damit auseinander zu setzen —wie kann man all diese Mythen besiegen?
Sie haben unsere Solidarität und die Macht der Arbeiter so gehasst. Sie haben aus unseren Fehlern gelernt.
Lasst auch uns unsere Fehler studieren. Lasst uns die Lektionen der Geschichte aneignen.
Hör, dies ist unsere Pflicht gegenüber den Kameraden, denen sie das Leben nahmen,
bei der Jagd des Kapitals nach Profit.
Ich lese Lenin, mein Rap — das ist kein Film. Die Realität ist tausendmal härter.
Glaub mir, nur von dir und mir hängt es ab, ob es eine neue Sowjetunion geben wird!
Feuer auf Tyrannen-Kapitalisten! Alle auf zum Sturm aller „Winterpaläste“ auf der Erde.
Die UdSSR wird zurückkehren! Sie wird auf jeden Fall auferstehen!
Ohne Sozialismus gibt es keine Zukunft. Neue Völker kommen zum Kommunismus!
Ausbeuter – Euch einen Platz in Sibirien. Erz abbauen, so wird es sich ergeben.
Ich habe mich vergessen, gehe zu meinem zweiten Job. Kein Geld in der Tasche sogar für ein Busticket
Gelangweilt in diesem Zirkus, Sehnsucht nach der Union. Aber Nostalgie wird den Sozialismus nicht wiederbeleben. Also gehe ich in Arbeitskreise.
Ich treibe aufrührerische Ideen voran. Ich nähere mich dem Absturz dieser «märchenhaften Welt».
Ich freue mich darauf! Bei uns schlafen Gastarbeiter auf der Straße. Arbeitslos, jeder zweite junge Mensch.
Die Polizei und die Garde werden hinter dir her sein.
Hinter Gitter jeden stecken, der viel redet, der die Meinungsfreiheit schätzt.
Frauen handeln mit ihren Körpern, so verdienen sie bei uns ihr Brot.
Die (Staats-)Macht aber treibt dich zu Drogen, auf daß ihr Euch degradiert, damit Ihr Eure Werte vergesst.
Gesetze werden geschrieben von den verrückten Eliten. Du hast nicht für sie gestimmt,
aber sie sind an der Macht.
Unsere Freiheit liegt in der proletarischen Diktatur. Sie ist gegen diejenigen, die uns ausbeuten.
Unsere Demokratie ist unvereinbar mit wild(geworden)em Kapital, was uns unterdrückt…“

1. März 2021 um 15:23
Zu obigem Song:
„Der katalanische Rapper Pablo Hasél, dem befohlen wurde, ins Gefängnis zu gehen, hat am selben Tag, an dem die Frist für die Meldung im Gefängnis abgelaufen ist, eine neue Komposition veröffentlicht, die dem spanischen König Felipe VI. gewidmet ist.
Hasél hat diesen Freitag den Videoclip „Nicht einmal Felipe VI“ auf Youtube hochgeladen und er wurde bereits tausende Male
[heute zehntausende!!  ] angesehen. Das Video beginnt mit einem Redebeitrag des spanischen Monarchen, in dem er feststellt, dass „es ohne Meinungs- und Informationsfreiheit keine Demokratie gibt“. In seinen Texten spricht Hasel den König als „Tyrannen“ an und zielt auch auf Spaniens „sogenannte progressive Regierung“ ab, weil sie versucht, die Protestmobilisierung zu stoppen.
„Andere Aussagen Haséls in den Texten beschuldigen die spanischen Behörden, diejenigen zu sein, die die wahren Terroristen preisen und dass „die Geschichte uns freistellen wird“, wenn die „Herrschaft“ – von Felipe VI – endet. Er wirft ihm vor, ein „Faschist“ zu sein und warnt: „Wir sind nicht wie die domestizierten (Pablo) Iglesias“. Haséls lyrische Pot-Shots zielen auch auf die öffentlichen Ausgaben der spanischen Königsfamilie ab: „Jede Nacht werden zwölftausend Euro auf dem Campechano verschwendet“ – ein Hinweis auf die staatlichen Sicherheitsausgaben für den ehemaligen König Juan Carlos I. in seinem Exil im Nahen Osten im Gegensatz dazu „sind Renten geringer als die Kosten für eine Stunde der königlichen Familie“.
Hasel stellt fest, „dass seine Inhaftierung kein „Angriff“ gegen ihn persönlich ist, sondern gegen die Meinungsfreiheit und damit gegen die Mehrheit, der sie nicht garantiert ist, wie so viele andere demokratische Freiheiten auch. Wie der Rapper in einer Erklärung sagte, wenn sie eine Person unterdrücken, „tun sie es, um den Rest zu erschrecken“ und durch diesen „Terrorismus“ versuchen sie Menschen daran zu hindern, Verbrechen und eine Politik, die auf Ausbeutung und Elend basiert, zu benennen.
https://www.elnacional.cat/en/culture/ca...5_102.html
Pablo Hasel wurde, wie auch schon andere Rapper in Spanien vor ihm!!, wegen „Terrorismus“ [ja, klar, EU-Begriffskonform] und Beleidigung der Königsfamilie zu 2 Jahren 9 Monaten Gefängnis verurteilt.
Kein Wunder, schaut man sich auch andere Songs von ihm an, Bsp: Tod den Bourbonen https://lyricstranslate.com/en/muerte-lo...bonen.html
Mehr auch hier
„Like Pablo Hasél, Spain wants me jailed for rap lyrics – but artists must not self-censor“
https://www.theguardian.com/music/2021/m...elf-censor

1. März 2021 um 17:53
2,7 Mio. Menschen in der Region sollten doch reichen, um fuer Gerechtigkeit, Freiheit und koerperliche Unversehrtheit zu sorgen. Es geht nicht mehr anders. Die Bevoelkerung muss kompakt stehen und diese faschistischen Uebergriffe abwehren.
 
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