Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Wie man Opposition steuert
#1
CeiberWeiber

Wie man Opposition steuert

Zitat:„Manufacturing Consent“ ist ein von Noam Chomsky geprägter medienkritischer Begriff.
Man kann jedoch auch Dissens künstlich erzeugen, indem man dafür sorgt, dass nur gelenkte scheinoppositionelle Stimmen zu Wort kommen.
Ich werde dies anhand von Alice Schwarzers und Gloria Steinems Werben für Hillary Clinton und der Geschichte der Grünen erklären.

Im Jahr 1971 gründeten Gloria Steinem und Dorothy Pitman Hughes Ms. zunächst als Beilage des New York Magazine. Der Wikipedia-Eintrag zu Ms. bezeichnet Steinem als „second wave feminist“, also als Aktivistin, die sich in das Engagement anderer einklinkte, was nicht an ihrem Alter liegen kann, denn sie wurde 1934 geboren. Steinem gründete 2005 mit Jane Fonda und Robin Morgan das Women’s Media Center, das Frauen verstärkt in die Medien bringen will.

Ms. hatte wie andere feministische Magazine damit zu kämpfen, zwar ziemlich bekannt zu sein, dies aber nicht immer mit finanzieller Basis zu verknüpfen. Seit 2001 fungiert die Feminist Majority Foundation als Herausgeberin, die u.a. wegen der Unterstützung des Kriegs gegen Afghanistan nicht unumstritten ist. Es überrascht nicht, dass die Foundation von den Open Society Foundations des George Soros unterstützt wird, der für die Agenda der Globalisten („One World Government“) auch die feministische Szene instrumentalisiert. Die Gründung von Ms. erklärte Gloria Steinem damit, dass es Anfang der 1970er Jahre nichts für Frauen auf dem Zeitschriftenmarkt gab, das auch von Frauen kontrolliert wurde. Der Name „Ms.“ war auch gleich Programm, da Frauen damit dem „Mr“ gleichgestellt wurden, statt zwischen „Miss“ und „Mrs.“ zu unterscheiden.






Dass Gloria Steinem zeitweise (?) für die CIA arbeitete, ist bekannt und auch Thema des oben verlinkten Videos. Wenn sie jetzt in der neuen Emma, die nach dem Vorbild von Ms.1977 in Deutschland gegründet wurde, den Gegnerinnen Hillary Clintons „Selbsthaß“ unterstellt, überrascht dies nicht. Zur Präsidentenwahl 2008 sagte sie etwa laut Wikipedia: „Both Senators Clinton and Obama are civil rights advocates, feminists, environmentalists, and critics of the war in Iraq … Both have resisted pandering to the right, something that sets them apart from any Republican candidate, including John McCain. Both have Washington and foreign policy experience; George W. Bush did not when he first ran for president.“

Das Weblexikon vermerkt zur Wahl 2016: „In an HBO interview with Bill Maher, Steinem, when asked to explain the broad support for Bernie Sanders among young Democratic women, responded, ‚When you’re young, you’re thinking, ‚Where are the boys? The boys are with Bernie.‘ Her comments triggered widespread criticism, and Steinem later issued an apology and said her comments had been ‚misinterpreted‘.“ (auch hier nachzulesen) Ms. erscheint übrigens vierteljährlich und hat auf dem aktuellen Titel den Gender Gap bei den Wahlen. Natürlich sieht frau in einer Präsidentin Hillary Clinton einen historischen Schritt, um die gläserne Decke zu durchbrechen.

Sechs Jahre nach der Gründung von Ms. kam die Emma auf den Markt; auch hier der Titel ein Wortspiel, nämlich mit Emanzipation. Als Jahrgang 1942 ist Alice Schwarzer ein bisschen jünger als Gloria Steinem, wuchs in Wuppertal auf und ging als junge Journalistin nach Paris. 1971 gehörte sie dort mit Frauen wie Monique Wiitig zu den Gründerinnen des Mouvement pour la libération des femmes (MLF), das u.a. ein öffentliches Bekenntnis prominenter Frauen im Novel Observateur initiierte, dass sie abgetrieben haben. Diese Idee brachte sie nach Deutschland mit, wo eine Ausgabe des Stern mit der Titelgeschichte „Wir haben abgetrieben“ erschien. Auch Schwarzers erstes Buch befasste sich mit dem Schwangerschaftsabbruch, das nächste mit „Frauenarbeit – Frauenbefreiung“ und schließlich mit dem „kleinen Unterschied und seinen großen Folgen“.

[Bild: emmaclinton.jpg?w=604]

Der „kleine Unterschied“ machte Schwarzer weit über Deutschland hinaus bekannt, basierte er doch auf Gesprächen mit unterschiedlichen Frauen, die fast alle Erfahrungen mit Gewalt und Unterdrückung durch Männer gemacht haben, freilich auch im Kontext der Auswirkungen von Krieg und Armut. Schwarzer sprach bereits damals, im Jahr 1975, von „Zwangsheterosexualität“, passend zur Ausrichtung der „grünen“ Heinrich Böll-Stiftung, für die jede/r Heterosexuelle einem künstlichen Konstrukt aufsitzt und „homophob“ ist. Freilich gehörte Böll, der die Gründung der Grünen unterstützt hat, zu jenen deutschen Kulturschaffenden, die der CIA zuarbeiteten, sodass die Schwerpunkte der nach ihm benannten Stiftung nachvollziehbar sind.

Im „Kleinen Unterschied“ betont Schwarzer: „Angelpunkt der Frauenfrage. Sexualität ist zugleich Spiegel und Instrument der Unterdrückung der Frauen in allen Lebensbereichen. Hier fallen die Würfel. Hier liegen Unterwerfung, Schuldbewusstsein und Männerfixierung von Frauen verankert. Hier steht das Fundament der männlichen Macht und der weiblichen Ohnmacht.“ An heftigen Reaktionen hat sich seit den ersten Buchvorstellungen wie im Spiegel 1975 nichts geändert, wie man bei den Rezensionen auf Amazon sieht, wo eine besonders ausführlich auf den Inhalt eingeht: „Ein Motiv für Alice Schwarzer Kritik am ‚Sexmonopol‘ der Männer dürfte auch ihr Bedauern darüber sein, dass es insgesamt so wenige Lesben gibt. Nach einer statistischen Untersuchung, welche Mitte der 90er Jahren in den USA durchgeführt wurde, beträgt dort der Anteil der Homosexuellen beiderlei Geschlechts (je nach Definition) nur zwischen 3 und 6 Prozent, was in der Tat ja nicht gerade viel ist. Hoffnung auf eine Besserung der Verhältnisse scheint es da nur zu geben, wenn die sexuelle Orientierung eben wirklich nur eine Sache des theoretischen Glaubens und des hierauf gründenden gesellschaftlichen Zwanges ist.“

Schwarzer schwebt vor, dass die Gesellschaft etwa zu gleichen Teilen aus Homo- und Heterosexuellen beiderlei Geschlechts besteht, was man vielleicht auch „Zwangshomosexualität“ nennen kann. es passt hervorragend in die Agenda der Globalisten, die u.a. über US-Stiftungen und Think Tanks daran gehen, nationale und persönliche Identität aufzulösen, um ihr diktatorisches „One World Government“ durchzusetzen. Interessanter Weise verrät uns der zitierte ziemlich lange Wikipedia-Eintrag nichts über Alice Schwarzer privat, obwohl sie 2011 verriet, mit einer Frau zusammenzuleben. Auch der Rechtsstreit mit der ehemaligen Partnerin Waltraud Schade um deren Buch über die lange zurückliegende Zeit mit Schwarzer wird nur verschleiernd erwähnt, indem Schade als „Exfreundin“ fungiert.

Wikipedia verrät aber, welche Rolle Schwarzer bei der Wahl des (globalistischen) Bundespräsidenten hatte: „Die nordrhein-westfälische CDU entsandte Schwarzer zur 15. Bundesversammlung zur Wahl Joachim Gaucks im Rahmen der Wahl des 11. deutschen Bundespräsidenten am 18. März 2012.“ Etwas weniger kontrovers als der „Kleine Unterschied“ wurde ein Buch aufgenommen, dass kritische Analyse mindestens ebenso sehr verdient hätte: „Schwarzer schrieb wieder vermehrt Bücher, politische Essays und Biografien. 1993 erschien ihre Fallstudie über den Tod von Petra Kelly und ihrem Lebensgefährten Gert Bastian als Faction-Prosa. Bastian erschoss die schlafende Kelly und beging anschließend Selbstmord. Schwarzers Buch Eine tödliche Liebe. Petra Kelly und Gert Bastian war 2001 Vorlage für die TV-Verfilmung Kelly Bastian – Geschichte einer Hoffnung, für die sie auch das Drehbuch mitschrieb.“

[Bild: kelly.jpg?w=604]

Petra Kelly war 2014 eine Ausstellung gewidmet

TIll Bastian hat keine Zweifel an der offiziellen Version, dass sein Vater Kelly und dann sich selbst getötet hat, ist jedoch darüber empört, wie Schwarzer den Tod der beiden auszubeuten versuchte: „Nachdenklich stimmt mich der besondere Ingrimm, mit dem Alice Schwarzer Frau Kelly bis übers Grab hinaus verfolgt – warum? Ich gebe unumwunden zu, daß ich Petra Kelly nie sonderlich gemocht habe. Aber Abneigung gegen eine lebende Person ist etwas ganz anderes als der Versuch, eine Tote mit allen journalistischen Mitteln zu diffamieren. Kellys Strategie sei ‚Feminismus zum Anstecken‘ gewesen, schreibt Alice Schwarzer (Seite 97) – klar, ‚richtiger‘ Feminismus findet eben nur auf den Seiten von Emma den korrekten Ausdruck. So bekommt die tote Rivalin jetzt ihr Fett weg: Eine Frau, die Fassadenfeminismus betreibt (‚Sie spielt feministische Kraft- oder Drohgebärden, bleibt aber *ganz Frau*…‘, Seite 97) muß ja eines Tages ein schlechtes Ende nehmen – selbstverständlich durch Männerhand.“

Was Bastian als Mann vielleicht nicht so wahrnimmt, lässt sich aber daraus erklären, dass Kelly wie auch Kanzlerin Angela Merkel und zahlreiche junge Frauen, die als Sprecherinnen oder Abgeordnete gepusht werden, mit „Niedlichkeit“ spielt, mädchenhaft wirken will. Dies mag Schwarzer irritiert haben, weil es ein indirekter und manipulativer Weg der Einflußnahme ist. Bastian meint auch: „Frau Schwarzer ist, und deshalb hat sie die Beziehung zwischen Gert Bastian und Petra Kelly so stimmig nachfühlen können, den beiden Toten wesensverwandt: Wie diese duldet sie keine Halbheiten, Zwischentöne, sondern kennt allenfalls Schwarz und Weiß – Unsicherheit und Bedenken werden stets durch ein vollmundiges ‚So muß es gewesen sein!‘ niedergebügelt. Und eben deshalb ist dieses Buch ein zwar atmosphärisch passender, aber äußerst destruktiver Abgesang auf die Toten: wortgewaltig, vereinfachend, selbstgerecht und gewaltschwanger. Denn ein unzureichend bewiesener, gleichwohl lauthals verkündeter Mordvorwurf ist letzten Endes nichts anderes als – Rufmord…“

Dazu trägt auch bei, dass sie Bastian und Kelly so schildert, als wäre sie stets live dabei gewesen, und z.B. Till Bastian zitiert, ohne je mit ihm geredet zu haben. Vergegenwärtigt man sich diese Kritik, erscheint nicht mehr so empörend, wie das Missy Magazine auf Alice Schwarzers neuestes Buch „Der Schock“ über die Übergriffe zu Silvester in Köln reagiert: „Das Perfide an dem Buch ist, dass es so viele Behauptungen aufstellt zu so vielen Themen, von denen so viele Menschen so wenig Ahnung haben, und deswegen so verunsichernd ist.“ Und so viel neues und extra Verfasstes gibt bes auch nicht (was man bereits von anderen Schwarzer-Büchern oder Emma-Serien kennt): „Immer wieder werden die Haare der Opfer beschworen, die blond und lang sind – lang und blond – im Gegensatz zu den knapp 150 Seiten des Buches, das hauptsächlich aus recycelten Artikeln aus der EMMA besteht – und zwar aus den letzten 14 Jahren. Anscheinend hat Alice Schwarzer nicht genug zu sagen zu der Silvesternacht 2015/16.“

weiter .. Wie man Opposition steuert
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste