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Soziale Ungleichheit: Beispiel Rente
#1
Prof. Stefan Sell  spricht Klartext über kommende und existierende Altersarmut

WDR: 2016.05 Ihre Meinung
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#2
Sahra Wagenknecht über Ungleichgewicht: 2015.05.15 SRF
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#3
Revolutionäres Sozialexperiment

Dauphin war "die Stadt ohne Armut"

Von Julian Vetten

Mitten im Nirgendwo startet die kanadische Regierung 1974 ein revolutionäres Sozialexperiment: Jeder Bürger erhält Geld vom Staat, einfach so. Das Experiment ist ein gewaltiger Erfolg - und verschwindet dann einfach in der Versenkung.

http://www.n-tv.de/panorama/Dauphin-war-...87556.html

So weit muss man gar nicht gehen, um die Auswirkungen sozialer Sicherheit zu untersuchen: die DDR bot eine soziale Grundsicherung - allerdings unter Bedingungen des Kalten Kriegs und der Propaganda aus Westberlin. Die dadurch entstehenden Zwänge wogen in der psychischen Befindlichkeit diverse entstandene Freiheiten wieder auf.
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#4
Die DDR hatte keine soziale Grundsicherung . . . Ich bin selbst in der DDR 4 Monate arbeitslos gewesen. Man wird nach 3 Monaten zu den Assozialen gezählt, und bekommt dann irgend einen Job, den man dann annehmen muß . . . Es hält sich auch die Mär, das die DDR 10,- DM Arbeitslosengeld zahlte . . . Nein, auch das gab es nicht. . . Da es keine Arbeitslosen gab, offiziell, gab es auch kein Arbeitslosengeld . . . Nach einem halben Jahr konnte man zu einer Arbeit gezwungen werden, dazu kam es leider bei mir nicht mehr, da ich meinen Traumjob nach 4 Monaten bekam, in dem ich immer noch arbeite, und das nun schon seit 32 Jahren . .
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#5
(05.06.2016, 18:42)Rainer Slade schrieb: Die DDR hatte keine soziale Grundsicherung .. . .

Ja, das war schon ein Elend  mit der DDR: überall lungerten die Obdachlosen und die Bettler herum, die Stocherei in den Papierkörben fiel jedem auf.Die Heroin- und Cracksüchtigen überfielen die West-Touristen, und die hohe Kinderzahl hing nicht etwa mit "Abkindern" von Krediten und besserer Zuteilung von Wohnungen, mit Kitas und Kindergärten zusammen, sondern nur mit dem Straßenstrich, auf den die Kinder geschickt wurden, um  die fehlende Rente einzubringen für die Opas und Omas. Es ist falsche Erinnerung, dass sich die Leute im Service alles, jede denkbare Grobheit gegenüber Kunden erlauben konnten (z.B. die "Sie werden plaziert"-Schilder der Kellner) im Bewusstsein der Arbeitsplatzsicherheit, und  die Besucher Westberlins aus der BRD konnten nicht etwa die "Arbeiterdenkmäler" an den Autobahnbaustellen besichtigen.
Nochmals: es handelte sich um Zeiten des "Kalten Kriegs" und um ein bitterarmes Land ohne Kohle- und Stahlindustrie des Ruhrgebiets, ohne Marshallplan, ohne Technologiezentren (Ausnahmen in Sachsen), dafür mit brain drain,  intensiven Reparationsleistungen etc. als Hypotheken.
Und dass die DDR anders "funktionierte" - darum geht es hier nicht. Ich habe einfach nur zur Ergänzung des  eingangs  geposteten Artikels u.a. zum Thema der psychischen Befindlichkeiten darauf hingewiesen, dass es verschiedene Modelle sozialer Sicherung auch in der Nähe gab und gibt. Ich könnte da auch die Dänemarks und der Schweiz anführen - die übrigens weder im Krieg noch im Kalten Krieg sonderlich litten. Ausgangsvoraussetzungen, der jeweilige gesamtgesellschaftliche Konsens bzw. Druck müssen mit diskutiert werden - und nicht einfach nur Einzelfakten und -Schicksale.

Ja, die DDR hatte keine Grundsicherung in dem  derzeit diskutierten Sinne. Bestimmt nicht wie in Kanada oder wie es im  heute abgelehnten Schweizer Vorschlag steht. Es geht darum, ob eine  - wie auch immer konkret ausgestaltete - soziale Sicherheit nicht einfach nur Grundrecht und BASIS des deutschen GGs ist, sondern, wie sie gestaltet werden kann und welche Auswirkungen sie auf die Psyche der Menschen hat - bis hin zu z.B. dem Gesundheits- bzw. Krankenstand.
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