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Kurzfassung „NSU“
#21
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NSU-Skandal wird immer schlimmer

Zitat:
Neueste Meldungen zum NSU-CDU-CSU-Geheimdienst-Naziskandal:

+ Was für eine Farce: NSU-Prozess – Staatsanwaltschaft Karlsruhe prüft Ermittlungsverfahren gegen Bundesanwaltschaft
24.09.2016, 13:30 Uhr. >b’s weblog – blog.fdik.org – Die oberste Strafverfolgungsbehörde hat Unterlagen eines NSU-Beschuldigten vernichtet – Im Bundestagsausschuss neue Zweifel an Todesumständen von V-Mann “Corelli” Den Bericht gibt’s hier. Auf zum fröhlichen Aktenschreddern!… Ähnliche Meldungen

+ NSU-Prozess: Staatsanwaltschaft Karlsruhe prüft Ermittlungsverfahren gegen Bundesanwaltschaft
24.09.2016, 11:30 Uhr. Propaganda-Ticker – https: – http://www.heise.de/tp/artikel/49/49506//from/atom10… Ähnliche Meldungen

... NSU-Skandal wird immer schlimmer
Antworten
#22
Der unendliche Müll der Alternativen Medien zum NSU
Es ist unglaublich traurig, was sogenannte „alternative Medien“ zum NSU bringen, und der NSU ist da auch kein Einzelfall, wie im Parallelblog nachzulesen ist:
Woran die Alternativen Medien kranken
23. September 2016  10 Kommentare
Sie schaffen es nicht, den Quatsch und den Schwachsinn zu ignorieren. Sie vermischen alles mit allem, querbeet, Seriöses und Bullshit.
Das ist es.
Was folgt daraus: Es ist kinderleicht, die Alternativen Medien als Spinner zu diskreditieren. „Schau mal, was für Idioten“…
Zwei der Protagonisten haben prompt reagiert: Janich blockte fatalist bei Facebook, und Frank Höfer von nuoviso hat geantwortet.

[Bild: Zwischenablage13-1.png]

Natürlich habe ich dem Höfer dort geantwortet, gehört sich so, jedoch in der Sache konnte ich nicht nachgeben:
Man kann nicht erwarten ernst genommen zu werden, wenn man Ufo-Spinner promotet, und Schade ist dann, dass wissenschaftlicher Content wie der Klima-Vortrag durch Spinnerthemen auf dem Kanal gleich mit in die Tonne gekloppt wird.
Auch der unendliche Reichsbürgerschwachsinn geht bei Euch ohne jeden Widerspruch durch. Es gibt dazu keine kontroverse Diskussion, gar nichts, sondern Ihr verbrüdert euch mit dem „keine Person-Schwachsinn und BRD GmbH-Müll etc.“ von Grawe & Kulturstudio.
Tut mir leid, aber Ihr seid „überwiegend Spinner“, und Ihr wisst das auch, dass Ihr genau so wahrgenommen werdet.
LG
Ist vielleicht für den Einen oder anderen interessant, daher dieser kleine Schwenk hier im Hauptblog.
Das hier ist der mieseste Beitrag zum NSU, den ich seit Langem gelesen habe, und er stammt vom „Elsässer-Freund Mario Rönsch“, so ist zu vermuten. Er könnte wortgleich auch in der Frankfurter Rundschau oder bei NSU watch stehen, er ist unfassbar dumm und links und Schrott.

[Bild: Zwischenablage15-2.png]

Es wird strunzdumm und ohne jede Ahnung das linke Gedöns nachgeplappert, es ist grausam…
Kurz bevor das Gericht in München das Verfahren gegen Beate Zschäpe beenden will, stapeln sich in der NSU-Aufklärung die Widersprüche. Zu zahllosen anderen Fällen von verschwundenen Akten kommt nun ein neues Beispiel. Die Nebenklage versucht weiter, dem Verfassungsschutz seine Beteiligung an den Morden nachzuweisen.
Auch die Bundesanwaltschaft ließ in großem Umfang Unterlagen für das NSU-Verfahren vernichten. Wie der investigative Journalist Dirk Laabs aus dem Untersuchungsausschuss erfuhr, haben die Obersten Strafverfolger im November 2014 die Vernichtung von Asservaten veranlasst, obwohl die Dokumente eine Schlüsselfigur im NSU-Verfahren betreffen.
Die Akten betreffen den Chemnitzer Neonazi Jan Werner. Er ist seit dem Jahr 2012 Beschuldigter im NSU-Komplex. Laut Staatsanwaltschaft hatte er den Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe geholfen, in seiner Stadt Fuß zu fassen, als die drei gerade aus Thüringen geflohen waren.
In den betreuten Untergrund zum Spitzel Thomas Starke. Das fehlt natürlich, weil Laabs es seit Jahren mitvertuscht. Protokoll 66b, Bundestagsserver, da steht es. Seit Jahren veröffentlicht. V-Mann seit DDR-Endphase. GBA-bestätigter Spitzel, langjährig, für mehrere Dienststellen.
Wenn man sich schon zu Jan Werner auslässt, warum fehlt dann das Auffinden seiner Akte in der Frühlingsstrasse?
Es wurden Teile der Akte „Landser“ mit Aussagen von Jan Werner in der Frühlingsstrasse gefunden.
In dem Prozess belastete S. auch Jan W., einen ehemaligen Kompagnon. Im Schutt des von Zschäpe nach dem Auffliegen des NSU in Brand gesetzten Hauses in Zwickau fanden die Ermittler dann seltsamerweise eine Vernehmungsakte zu Jan W. Auch er ist ein mutmaßlicher Unterstützer des Trios gewesen.
Aushorchzelle… danach fragt Stolle selbstverständlich nicht. Er belässt es bei dummen Fragen. Kennt sich offenbar nicht aus.
Stattdessen wird nachgeplappert, was der Mainstream vorgibt.

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Genau dieses Grundnarrativ eines NSU wird gestützt, und sowas will „alternativ“ sein? Das ist kompletter Mainstream.
Zudem soll Jan Werner für die drei Waffen beschafft haben. Bei kaum einer Waffe, die dem NSU zugerechnet wird, konnte bislang ermittelt werden, woher sie ursprünglich stammt. Deswegen ist auch heute noch jeder mutmaßliche Waffenlieferant von großem Interesse.
Das ist a) falsch, und b) hat Werner laut Zschäpe die MP Pleter mit Schalldämpfer beschafft. Es gibt zahlreiche Belege, woher die Pumpguns stammten: Aus dem Spieleladen. Vom V-Mann Hermann Schneider, er und sein Chef Pierre Jahn sind ebenfalls Beschuldigte…
Als der Beauftragte des Bundesuntersuchungsausschusses Heintschel-Heinegg sich jedoch im Juli 2016 bei der Bundesanwaltschaft nach den bei Werner gefundenen Notizbüchern erkundigte, machte die Bundesanwaltschaft eine überraschende Feststellung: Ausgerechnet Bundesanwälte hatten angeordnet, ein Notizbuch und alle noch vorhandenen Asservaten aus dem Besitz Werners zu vernichten.
Zu dem Zeitpunkt bestand bereits seit zwei Jahren ein „Vernichtungsmoratorium“, ausgesprochen vom Bundesinnenministerium. Keine Akte mit möglichem Bezug zum NSU-Komplex darf seit Juli 2012 vernichtet werden.
Damals war publik geworden, dass nicht nur das Bundesamt für Verfassungsschutz, sondern auch andere Behörden in großen Umfang Akten geschreddert hatten, die Bezüge zum Umfeld des NSU hatten. Mehrere führende Verfassungsschützer waren damals zurückgetreten.
Siehe oben, das Notizbuch liegt in Kopie vor. 4 unwichtige Seiten. Steht auch bei DIE WELT.
Richtg wäre jetzt: Es gibt keine Tatortbeweise, dass ein wie auch immer geartetes „Netzwerk von rechten Kameraden“ auch nur einen einzigen der Morde begangen hat, oder in Köln Bomben legte.
Statt dessen Binninger-Thesen:
Besonders brisant macht die vermeintliche „Pleiten, Pech und Pannen“-Serie, dass bisher nicht klar ist, wie viele Täter sich wirklich an den Verbrechen beteiligten, die dem NSU zugerechnet werden. So liegen ernsthafte Hinweise vor, dass der Mord an der Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter am 25. April 2007 auf dem Festplatz Theresienwiese in Heilbronn von anderen Tätern begangen wurde.
Nicht nur, dass praktisch sämtliche Spurenbeweise gegen die BAW-Theorie von zwei Alleintätern sprechen. Während der Ermittlungen unterdrückte die Staatsanwaltschaft, dass mit den Phantombildern, die das Anschlagsopfer Martin Arnold anfertigte, nach den Tätern gefahndet wird.
Der Staatsanwalt tat das mit gutem Grund. Arnold hatte seinen Schützen auf einem Foto 2009 identifiziert, und das Phantom aus dem Jahr 2010 sah völlig anders aus. Daher ausgesondert. Andere Phantome kommen zeitlich nicht hin, stammten von mehr als 30 Minuten nach dem Mord. Da waren die Mörder lange weg. Die Moser-Schädigung des Autors ist sehr klar erkennbar.
Wie der Untersuchungsausschuss im Landtag Baden-Württemberg inzwischen herausfand, gab es zum Tatzeitpunkt ein wahres Stelldichein von Verfassungsschutzmitarbeitern und FBI-Agenten auf der Theresienwiese.
Das ist Müll. Es ist eben nicht bewiesen. Wer denkt sich solche Desinformationen aus?
Auch hier wieder linker Mist, der einfach so übernommen wird:
Auch bei dem vorherigen Mord durch den NSU, dem Anschlag auf den Kasseler Internetcafébetreiber Halit Yozgat im April 2006, sind mehr Fragen offen als geklärt. Bei dem Mord war der Beamte des Verfassungsschutzes Andreas Temme anwesend.
Niemand hörte 2 Schüsse, es muss wirklich schwierig sein, die trivialsten Dinge korrekt zu erfassen.
Auch das hier ist Bullshit:
Obwohl der Beamte die ermittelnden Polizisten immer wieder offensichtlich belog, und sich auch auf jede nur erdenklich Weise verdächtig machte, unterband der damalige Innenminister und heutige Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) weitere Ermittlungen.
Vor wenigen Tagen ließ die Nebenklage die Aussage überprüfen, dass Andreas Temme den Schuss „nicht gehört“ habe. Ergebnis: „Jeder, der so einen Knall hört, weiß sofort, dass Temme etwas gehört haben muss“, so der Nebenkläger Thomas Bliwier.
Niemand hörte 2 Schüsse, und das Lautstärkegutachten der Ceska 83 SD ist im BKA-Waffengutachten enthalten. Erstellt 7.12.2011.  Kennt der Anwaltsdarsteller Bliwier bestens, auch wenn er sich gern blöd stellt.
Auch bekommt man es nicht auf die Reihe zu schreiben, dass es um die 5 islamischen V-Leute Temmes ging, und das von Anfang an. Einen dieser islamischen V-Leute traf Temme beim Yozgat, das sagte der ex-VS-Präsident Hessens gerade erst mehr oder weniger deutlich aus.
Der ehemalige LfV-Präsident Roland Desch wollte den Abgeordneten wirklich helfen. Er hat es versucht. Aber es war zwecklos. Die wollen nicht, die dürfen nicht. Sie versagen ebenso wie die Medien.
  1. Desch hat ziemlich klar und deutlich ausgesagt, dass Temme bislang verschweigt, dass er im Cafe Yozgat war, um einen Informanten zu treffen.
  2. Dieser Informant war einer seiner islamischen V-Leute.
Das ist es. Temme war an jenem Tag sogar in 2 muslimischen Internetcafes, und Temme beobachtete dienstlich seit Jan 2006 eine dort befindliche Moschee. Offizielle Aussage Temmes 2006 bei der Polizei.
Man erwartet nicht viel von alternativen Medien in Sachen NSU, zurecht, aber es ist wirklich hoffnungslos, wie sehr dort nachgeplappert wird, was Mainstream und Linksverwirrer vorbeten.
Zahlreiche Zeugen, die im NSU-Komplex aussagen sollten, sind inzwischen verstorben. So wurde der V-Mann des Bundesamtes für Verfassungsschutz (VS), Thomas Richter, im April 2014 in Paderborn tot aufgefunden. Zu diesem Zeitpunkt lebte der Neonazi mit dem Decknamen „Corelli“ unter der Obhut des Verfassungsschutzes. Er hatte 18 Jahre für den VS in der militanten Neonazi-Szene gearbeitet. In dieser Zeit hatte er enge Kontakte zum NSU-Trio.
Nö. Komplett falsch. Offiziell hatte er nur 1995 mal einen Kontakt zu Uwe Mundlos beim Truppenarzt im Wartezimmer. Auch wir vermuten, dass Corelli wesentlich mehr Kontakt zu den Uwes hatte, aber das ist nicht belegt. Jerzy Montag und das BfV gaben sich alle erdenkliche Mühe, werteten Panzerschrankweise Handys etc aus, aber offiziell war da nichts…
Wieder nur dumm nachgeplappert.
Der Rest des Beitrags ist okay, jedoch wird kaum bei Corelli ein Mord nachgewiesen werden. Das würde wirklich überraschen, fände man Rattengift… das wird nicht geschehen. Das Zeug ist bereits wenige Stunden später nicht mehr nachweisbar, das wäre besser gewesen, es so zu schreiben, weil Corelli tagelang tot in der Bude lag, und laut Aussage seines alten Freundes jetzt vor Gericht bereits die letzte SMS „irgendwie nicht von ihm stammte“, weil sie so kurz war.

[Bild: Zwischenablage17-1.png]

Fazit:
Nur Gedöns und Nachplappern des linken Mainstreams beim Thema NSU, die Verdummung findet genauso statt wie beim Laabs in der Welt und in Heimatschutz. Dass Laabs selbst ein Antifa ist, hat der Autor wohl noch gar nicht mitbekommen, da NSU die Staatsräson von CDU bis ganz links aussen ist, ein Novum beim Schutz des Tiefen Staates.

(fatalist in gewohnter Manier)
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#23
"(fatalist in gewohnter Manier) "

Inhaltlich auf den Punkt, aber leider undifferenziert bei dem (worttechnisch übrigens genialen) Begriff "Linksverwirrer".
Schlicht: man mag es verdammen, ablehnen, bedauern usw., aber die sog. Linken sind weder ein homogener Block noch irgendwannn einmal zu der Erkenntnis gelangt, dass auch sie durch die Arena gezogen werden wie die Tanzbären, wenn "die Polizei" sagt, "der VS" habe dies oder jenes gesagt oder getan. Dass es in allen Behörden ehrliche und GG-treue Beamte gibt und zugleich auch Schwerverbrecher, ist zwar logisch vielleicht noch vermittelbar, aber konkret bedeutet es eben, ALLES zu hinterfragen und nicht sofort zuzubeißen, wenn einem ein Stöckchen hingehalten wird. Die Linken begreifen es nicht, und Fatalist begreift nicht, dass es die Linken nicht checken. Schade.
"Der Weg der Tugend ist recht schmal. Und dennoch herrscht überhaupt kein Gedränge."
(Hermine Hauß, Großtante)
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#24
[Bild: cropped-header-friedensblick12.jpg]
Friedensblick: NSU: Dritter Schuss widerlegt offizielle Darstellung zum Ableben Böhnhardts, Mundlos

Zitat:Laut Aussagen der Streifenpolizisten Uwe Seeland und Frank Mayer hätten sie 3 Schüsse gehört, als sie sich am 04.11.11 einem Wohnmobil in Stregda näherten. Der Ermittlungsbericht des damaligen Einsatzleiters Michael Menzel erwähnt jedoch nur zwei Schussgeräusche. Vor Ort hätten die Polizisten nur von zwei Schüssen berichtet, bezeugten führende Ermittler vor dem thüringer NSU-Untersuchungsausschuss. Erst als am 18.11. eine dritte Hülse im Wohnmobil gefunden wurde, wurde der dritte Schuss in die offizielle Darstellung aufgenommen. Doch fehlt bis heute das Projektil und der dazugehörige Schussdefekt. Befindet er sich im Kopf von Uwe Böhnhardt, in dem sechs Munitionsstücke gefunden wurden? Dann müssten die Abläufe im Wohnmobil umgeschrieben werden.
... Friedensblick: NSU: Dritter Schuss widerlegt offizielle Darstellung zum Ableben Böhnhardts, Mundlos
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#25
www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/ua/kw39-pa-3ua-nsu/442012

Dissens über die offenen Spuren im NSU-Ausschuss

Der Ausschuss setzte seine Zeugenbefragungen fort.

Die ermordete Polizistin Michèle Kiesewetter und ihr Kollege Martin Arnold seien Zufallsopfer der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) gewesen. So lautet die Einschätzung der Oberstaatsanwältin Anette Greger, die am Donnerstag, 29. September 2016, vor dem 3. Untersuchungsausschuss des Bundestags (NSU II) unter Leitung von Clemens Binninger (CDU/CSU) als Zeugin ausgesagt hat. Greger ist eine der Anklagevertreterinnen im NSU-Prozess gegen die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer am Oberlandesgericht in München.
Das letzte Opfer in der NSU-Mordserie

Der tödliche Überfall auf Kiesewetter und Arnold werfe noch immer Fragen auf, ob neben den bisher bekannten Tätern Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos nicht noch weitere Personen an der Tat beteiligt waren, sagte Binninger. Kiesewetter und Arnold waren am 25. April 2007 in ihrem Dienstwagen, den sie auf einem Parkplatz in Heilbronn geparkt hatten, von mindestens zwei Tätern überfallen worden.

Die Täter schossen den beiden aus kurzer Distanz in den Kopf und raubten anschließend unter anderem die Dienstwaffen der Beamten. Kiesewetter war sofort tot, sie ist das wohl letzte Opfer in der NSU-Mordserie. Arnold überlebte den Angriff schwer verletzt.
Sonderbare Zufälle und offene Spuren

Sie sei während der Ermittlungen selbst in Heilbronn gewesen, sagte Greger. Der Tatort habe sie beeindruckt: "Als Täter hätte ich niemals diesen Tatort und diese Tatzeit gewählt", gab sie zu Protokoll. Die Straßenbahn fahre in unmittelbarer Nähe vorbei. Tagsüber könne man sich keine 30 Sekunden unbemerkt dort aufhalten, ohne dass ein Passant vorbeikomme. Der Heilbronner Parkplatz sei - wie schon das Internetcafé in Kassel - eigentlich ein undenkbarer Ort für einen Mord. Hätten die Mörder ihre Tat geplant, hätten sie die Polizisten woanders abgepasst, sagte Greger.

Der Vorsitzende Binninger äußerte sein Misstrauen ob der vielen sonderbaren Zufälle und offenen Spuren im Zusammenhang mit dem Mordfall. So ist das Opfer Kiesewetter zum Beispiel in der gleichen Region in Thüringen aufgewachsen wie das NSU-Trio. Kiesewetters damaliger Gruppenführer bei der Polizei war ein Mitglied des rassistischen Geheimbunds Ku-Klux-Klan, der auch im Umfeld des Terrorgruppe eine nicht unbedeutende Rolle spielt.
Rätselhafter Polizistenmord in Heilbronn

Überhaupt passt der Fall nicht in die Serie der anderen NSU-Morde an neun türkisch- und griechischstämmigen Kleinunternehmern. Während bei diesen Attentaten offenkundig fremdenfeindliche Motive im Vordergrund standen, bleiben die Tatmotive des Heilbronner Polizistenmords bis heute völlig rätselhaft.

Die Abgeordneten befragten Greger unter anderem auch zu einer anonymen DNA-Spur, die im Rücken- und Brustbereich an Arnolds Dienstkleidung gefunden wurde. Sicher scheint bisher nur: Sie stammt nicht von Mundlos oder Böhnhardt. Gut möglich also, so lautete Binningers Hypothese, dass diese Spur von einem weiteren Täter stammt. Die Täter hätten ihre Opfer mit roher Gewalt geplündert, ihnen die Koppeln von den Hüften gerissen und sie dabei mehrmals bewegen müssen. Trotz allem wurde keinerlei DNA von Mundlos und Böhnhardt am Tatort gefunden.
"Keine Anhaltspunkte auf weitere Täter"

Wenn Böhnhardt und Mundlos wie bei ihren zahlreichen Raubüberfällen Handschuhe und Masken getragen haben, wäre das Fehlen von DNA-Spuren durchaus erklärbar, konterte Greger. Sie gehe bei der anonymen DNA-Spur nicht von einer Täterspur aus. "Wir haben, Stand jetzt, keine Anhaltspunkte, dass weitere Täter mit dabei waren", sagte Greger und blieb auch nach mehrstündiger Befragung bei ihrem Urteil. Mit offenen Spuren müsse man in diesem Verfahren mitunter leben. Sie habe keine Spur außer Acht gelassen und werde auch weiterhin neuen Hinweisen nachgehen, versicherte sie dem Ausschuss.

Trotz zahlreicher offener Spuren gebe es keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass an den Verbrechen der rechten NSU-Terrorgruppe weitere, bisher unbekannte Täter beteiligt waren, sagte Greger, die geladen worden war, um zu klären, ob es neben den drei bekannten Mitgliedern des NSU Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe noch weitere Täter gab und ob entsprechenden Hinweisen nachgegangen worden ist.
Neun weitere namentlich Beschuldigte

Neben den fünf Angeklagten im Münchner NSU-Prozess werde aktuell noch gegen neun andere namentlich Beschuldigte und eine unbekannte Person ermittelt, stellte Greger fest. Indizien dafür, dass diese oder andere Personen bei den Taten des NSU unmittelbar beteiligt waren, gebe es aber nicht. Dem NSU werden neben 15 Banküberfällen und zwei Sprengstoffanschlägen zehn Morde an türkisch- und griechischstämmigen Kleinunternehmern und einer Polizistin zur Last gelegt. Laut Greger gibt es nach wie vor keinen Augenzeugen von den Mordtaten.

Ausführlich befragte der Ausschuss die Zeugin zu den vielen anonymen DNA-Spuren, die an den insgesamt 27 NSU-Tatorten sicher gestellt wurden, bisher aber keiner Person zugeordnet werden konnten. Es sei nach wie vor nicht klar, wie mit diesen Spuren bei den Ermittlungen umgegangen worden sei, sagte der Ausschussvorsitzender Binninger. Greger antwortete: Nach ihrer Kenntnis seien alle Spuren, die im NSU-Komplex angefallen seien mit den DNA-Mustern der Beschuldigten abgeglichen worden.
Binninger kritisiert Ermittlungsarbeit

Das reichte Binninger aber offenkundig nicht. Bisher sind lediglich 19 der insgesamt 100 Verdächtigen im NSU-Fall in der DNA-Datenbank des Bundeskriminalamts (BKA) erfasst. 14 dieser Beschuldigten gelten als dringend tatverdächtig, nur sieben davon mussten bisher DNA-Proben abgeben. Auch von den vielen Personen, die an den Tatorten gearbeitet haben – also etwa Polizeibeamte und Mitarbeiter der Spurensicherung – lägen nur teilweise Proben vor. Er könne nicht nachvollziehen, dass zumindest von den dringend Tatverdächtigen noch immer keine Probe verlangt worden sei, sagte Binninger: „Wir finden, dass die DNA-Spurenlage nur sehr selektiv geprüft worden ist.“ Ebenfalls sei auffallend: An keinem der 27 NSU-Tatorte sind DNA-Spuren der mutmaßlichen Haupttäter Böhnhardt und Mundlos gefunden worden.

„Ihre Aufgabe als Staatsanwältin sei es, Beweismittel und nicht die Arbeit der Spurensicherung zu bewerten“, stellte Greger klar. Böhnhardt und Mundlos hätten offenkundig bei ihren Bankrauben Handschuhe und Masken getragen, was das Fehlen von DNA-Spuren erklären könnte. Bei den Morden sei davon auszugehen, dass die Täter das ebenso getan und sich nie lange am Tatort aufgehalten hätten. Sie hätten die Opfer nicht oder nur kurz angesprochen und dann sofort per Kopfschuss hingerichtet. „Dabei müssen nicht unbedingt Spuren hinterlassen worden sein“, sagte Greger.
Greger stellt fehlende Rechtsgrundlage fest

Für eine umfassende DNA-Abgabe aller Personen, die Zugang zum Tatort hatten oder mit den dort sicher gestellten Asservaten Kontakt hatten, fehle zudem die Rechtsgrundlage, erklärte Greger. Eine DNA-Abgabe sei ein rechtlicher schwerwiegender Eingriff, vergleichbar mit einer Hausdurchsuchung.

So etwas nur angeordnet werden, wenn ein schwerwiegender Tatverdacht bestehe und davon auszugehen sei, dass die beschuldigte Person auch in Zukunft schwere Straftaten verüben könnte. „Wir haben also keinerlei Anlass, an einem Tatort wie dem Internetcafé allen Zeugen DNA abzunehmen und dann alles mit allem zu vergleichen“, sagte Greger.
Binninger: Zu früh auf drei Haupttäter festgelegt

Zu vielen der anonymen Spuren – etwa einer Socke von Zschäpe sowie DNA-Funde an der Kleidung des angeschossenen Polizisten Arnold – hatten der Ausschuss spezifische Fragen. Einige dieser Spuren könnten durchaus von möglichen Mittätern stammen, so die Meinung der Abgeordneten. „Ich bewerte die offenen Spuren an der Socke und die Spuren am Polizisten Arnold nicht als Täterspur“, antwortete Greger. Mit offenen Spuren müsse man in diesem Verfahren mitunter leben.

„Uns wäre lieber, wenn sie mit den offenen Spuren nicht leben, sondern weiter ermitteln würden“, entgegnete Binninger. Seiner Auffassung nach hat sich die Staatsanwaltschaft zu früh auf die drei Haupttäter Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe festgelegt. Greger freilich sah das anders. So blieb es beim Dissens. Der 3. Untersuchungsausschuss soll offene Fragen zur Arbeit der staatlichen Behörden bei den Ermittlungen im Umfeld der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) klären und Handlungsempfehlungen erarbeiten.
"Aktion Konfetti"

Ergebnislos verlief die anschließende Befragung des Verfassungschützers Lothar Lingen, der schon einmal 2012 vor dem ersten NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages als Zeuge aufgetreten war. Lingen war jahrelang Referatsleiter der Abteilung 2B "Forschung und Werbung" im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und in dieser Funktion verantwortlich für die Rekrutierung menschlicher Quellen - insbesondere aus dem rechtsextremen Milieu. Er gilt als Hauptverantwortlicher für die Vernichtung mehrerer sensibler V-Mann-Akten, kurz nachdem der NSU im Jahr 2011 enttarnt worden war.

Der Vorgang wurde als "Aktion Konfetti" in den Medien bekannt. Zu den Gründen für die damalige Aktenvernichtung hat Lingen bisher geschwiegen. Nach wie vor ist unklar, wie nah der deutsche Inlandsgeheimdienst tatsächlich an den untergetauchten Rechtsterroristen dran war, ob er schon frühzeitig über deren Taten und Aufenthaltsorte informiert war und ob die geschredderten Akten womöglich Aufschluss darüber gegeben hätten.
Keine Aussage zur Schredderaktion

Die Hoffnung der Abgeordneten, dass Lingen die damalige Aktenvernichtung nun endlich erklären werde, wurde enttäuscht. Gleich zu Beginn ließ Lingen seinen Anwalt eine Erklärung verlesen. Er mache von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Zu der Schredderaktion werde er sich nicht äußern. Offensichtlich befürchtet Lingen, sich mit seinen Aussagen selbst zu belasten und damit weitere Ermittlungsverfahren gegen ihn loszutreten.

Dem Ausschuss blieb damit nur die Möglichkeit, einige allgemeine Fragen zu Lingens beruflichem Werdegang und zu allgemeinen Arbeitsabläufen im BfV zu stellen. Selbst bei diesen tat sich Lingen sichtbar schwer. Er sprach auffällig leise und wandte sich immer wieder fragend zu den anwesenden Mitarbeitern der Bundesregierung um.
"Ich war für die damaligen Fälle nicht zuständig"

Ob er denn selbst einen der sogenannten T-Fälle betreut habe, wollten die Abgeordneten wissen. (Lingen: "Nein, ich war für die damaligen Fälle nicht zuständig.") Ob er im Vorfeld der Schredderaktion mit anderen Behörden telefoniert habe? ("Wir waren in diesen Tagen intensiv mit der eigenen Aktenprüfung beschäftigt.") Ob er einen Panzerschrank im Büro stehen habe? ("Ja, einen sehr großen.") Viel mehr war aus Lingen nicht herauszubekommen. (fza/30.09.2016)
Liste der geladenen Zeugen

Anette Greger
Lothar Lingen
B.W., Bundesamt für Verfassungsschutz
Antworten
#26
www.welt.de/kultur/literarischewelt/article158463862/Warum-die-deutschen-Geheimdienste-boese-sind.html

Warum die deutschen Geheimdienste böse sind

Das Ende des NSU war nur ein Symptom. Harald Lüders macht aus dem verkommenen Zustand von Verfassungsschutz und Nachrichtendienst einen rasanten Thriller. Am Ende wird einem ein bisschen mulmig.

Weil man manchen Menschen ja immer alles dreimal erklären muss, wiederholen wir uns an dieser Stelle gern zum dritten Mal: Eines der bösesten Märchen der deutschen Nachkriegsgeschichte handelt von zwei Männern, die nach einem gelungenen Banküberfall am 4. November 2011 erschossen in einem in Eisenach-Stregda geparkten brennenden Wohnmobil gefunden werden.

Das Märchen heißt „Das Ende des Nationalsozialistischen Untergrunds“ und wird immer noch von deutschen Sicherheitsdiensten erzählt. Und zwar so, wie es garantiert nicht abgelaufen sein kann. Dass die zehnfachen Mörder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sich nämlich selbst erschossen haben.

Urszene des Misstrauens

Zum dritten Mal müssen wir das erwähnen, weil diese Urszene des Misstrauens in die Legalität der deutschen Inlandsgeheimdienste sozusagen auch die Urszene von „Dunkelmacht“ ist, dem ziemlich fulminanten Debütthriller des Fernsehreporters Harald Lüders.

Und weil vor ihm schon Wolfgang Eckert („Die schützende Hand“) und Horst Eckert („Wolfsspinne“) um diese offensichtliche Aufräumaktion des Verfassungsschutzes (oder des BND oder der Landeskriminalämter mehrerer Bundesländer, irgendwie hingen alle mit drin in dieser schmierigen Affäre) herum und in die grotesken Lücken der offiziellen Erklärung hinein erzählt haben.

Schon nach dem, was Schorlau und Eckert eng am zugänglichen Material erzählten, war erstens klar, dass nur grenzdebile Faktenleugner wirklich glauben konnten, was offizielle Lesart der Behörden war – Böhnhardt und Mundlos hätten sich nämlich selbst dann noch in die Schädel schießen müssen, als sie eigentlich schon tot waren, es gab eine abgefeuerte Patrone zuviel.

Zweitens war klar, dass es mit der demokratischen Kontrolle der Geheimdienste in Deutschland nicht mehr so weiter gehen kann, wie bis zu dem offensichtlich von den Diensten gesteuerten Mord an den offensichtlich von den Diensten selbst herangezüchteten Rechts-Terroristen.

Wer die dunkle Macht in „Dunkelmacht“ ist, wird verhältnismäßig schnell klar. Dem Frankfurter Fernsehjournalisten Matthias „Mitch“ Berger, 50, randverwahrlost, -verlassen, in einer Berufs- und Lebensfalle – wird eine DVD zugespielt, auf der man Böhnhardt und Mundlos im Wohnmobil sieht. Aber mit der Aufzeichnung durch eine versteckte Kamera kann etwas nicht stimmen. Jedenfalls nicht mit den Zeiten.

Der George Smiley vom Verfassungsschutz

Werner Dickmann wüsste, was daran nicht stimmt. Dickmann ist der, den Böhnhardt, das sieht man auf dem Band, anrief, kurz bevor die finalen Schüsse fielen. Dickmann ist Chef der Hauptabteilung 2 beim Bundesamt für Verfassungsschutz und als solcher für alles Rechtsextreme zuständig. Was er auf sehr eigene Weise interpretiert. Man muss ihn sich als eine ziemlich perfide, sehr deutsche und sehr böse Version von George Smiley vorstellen.

Die ziemlich alerte Spinne im Netz einer deutschnationalen Verschwörung, die meint in Notwehr handeln zu müssen, um das deutsche Vaterland vor „Überfremdung“ und „Umvolkung“ zu schützen. Und zwar nicht mittels Kleinaktionen wie dem Anzünden von Flüchtlingsheimen. Das Netz ist weitgespannt, reicht in alle Regierungsebenen. Ein „tiefer Staat“, Staatsbeamte, denen wechselnde Regierungen egal sind und die ihren so genannten Heimatschutz an allen demokratischen Sicherungssystemen vorbei durchziehen.

Aus – Lüders macht das gerade an der Figur von Dickmann ziemlich plausibel – einer unseligen Tradition und Folge eines Webfehlers der deutschen Nachkriegsgeschichte. Weil da braunverseuchte Beamte einfach weitermachen und ihre Bereiche mit Leuten ihrer Denkungsart besetzen konnten. Die Folgen sind heute noch spürbar.

Lüders bindet diesen Geschichtsunterricht und das Fernduell zwischen dem müden Wolf, in dem der alte journalistische Jagdinstinkt wieder erwacht, und dem zunehmend gejagten Jäger Dickmann in eine weit ausschweifende, nirgends durchhängende Hochgeschwindigkeitsgeschichte.

Ein gigantischer Anschlag auf ein Flüchtlingsheim wird geplant, Neo-Nazis werden missbraucht, ein aufrechter Verfassungsschutzvertreter mischt sich ein, ein amerikanischer Heckenschütze schießt scharf, die Geschichte einer syrischen Flüchtlingsfamilie wird erzählt, die Reißwölfe im Verfassungsschutz laufen heiß wie vorher bloß die der Stasi unmittelbar nach der Wende.

Berger rast solange mit einem roten Spider durchs Land, bis er auf der Flucht vor den Vertretern der Dunkelmacht geschrottet wird. Was der vielleicht traurigste Moment in dieser fulminanten Wirklichkeitssimulation ist.

In diesem Lande leben wir. Und so richtig wohl ist einem bei diesem Gedanken nicht.
Antworten
#27
Im drüber gelegten Text ist das ganze, kleine, simple, schmutzige Geheimnis über den NSU versteckt. Sie können nur alle nicht lesen. Sie haben alle ihren Verstand abgeschaltet.

Den NSU hat es nie gegeben, insofern konnten die Schnüffler auch keine Erkenntnisse über ihn haben.
[url= https://twitter.com/DirkLaabs/status/781...6057687040[/url]

www.heise.de/tp/artikel/49/49575/1.html

"NSU-Ausschuss deckt auf: Vorsätzliche Aktenvernichtungen beim Bundesverfassungsschutz
Thomas Moser 01.10.2016

Bundesanwaltschaft weiß Bescheid und unternimmt nichts
-----
Richtig, denn die kann erstens nur dann was unternehmen, wenn sie von anderen dazu animiert wird und zweitens eine Straftat vorliegt. Für Disziplinarverfahren ist sie nur in ihrem eigenen Hause zuständig.

Im übrigen ist die Bundesanwaltschaft auch dann zuständig, wenn keine Straftat vorliegt, dafür kreative Straftatsschriften gedichtet werden müssen. Da wurde sie allerdings aufgefordert, dies zu tun.

Nun ist auch geklärt, wo die einen Post drüber stehende Aussage her ist, die man so nirgendwo im Internet findet. Wird aber einer der nächsten Posts, dann findet man sie auch."

Sie stammt aus einer Vernehmung von Lingen beim BKA, wie Weingarten Moser verriet. Sehr schön. Verrat von Staatsgeheimnissen, §353.
link
Antworten
#28
Oberstaatsanwältin Anette Greger: Übereinstimmende DNA an drei Tatorten wahrscheinlich verunreinigt!
Der Untersuchungsausschuss des Bundestages befragte gestern Oberstaatsanwältin Anette Greger.
„Sie ist im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft seit Jahren mit der juristischen Aufarbeitung der Mordserie betraut.“
Sie bestätigte zwar, dass an den sogenannten NSU-Tatorten keine DNA des Trios Zschäpe, Böhnhardt, Mundlos gefunden wurde, sondern von anonymen Personen, das wäre jedoch kein Problem; auch bei drei Tatorten mit DNA-Übereinstimmung!
„An drei unterschiedlichen Tatorten in drei unterschiedlichen Bundesländern findet sich eine bislang unbekannte DNA-Spur wieder. Sollten die Ermittler nicht zumindest dieser einen anonymen Spur nachgehen?
Gregers Antwort – ernüchternd. Sie verwies darauf, dass die Spuren verunreinigt sein könnten. Soll heißen: An den Beweismitteln könnte zwar theoretisch die DNA eines weiteren Täters haften, aber genauso gut auch die DNA eines Ermittlers.“ (ARD-Blog)
Das ist eine abenteuerliche Aussage: An drei verschiedenen Tatorten. in drei verschiedenen Bundesländern, könnte ein identischer Ermittler von der Spurensicherung genommene DNA-Spuren verunreinigt haben! Das ist abwegig, da je nach Bundesland und Stadt unterschiedliche Ermittler tätig waren.
Es wurde die anonyme DNA-Spur „P 46“ gefunden, an einer Socke im Wohnmobil mit den erschossenen Böhnhardt, Mundlos. Diese Spur fand sich an drei weiteren Tatorten, die jedoch nicht dem NSU zugeordnet werden:
„Andererseits geht es um eine anonyme Person. Der Dateien-Vergleich ergab einen Bezug dieser Spur zu drei Taten in Hessen, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Proff mutmaßte, dass es sich um eine Kontamination handeln könne – womöglich durch Verbrauchsmaterial, das bei den Tatortuntersuchungen verwandt und von derselben Firma geliefert wurde. Schließlich lägen die fraglichen Delikte – schwer Diebstahl und schwerer Bandendiebstahl – „inhaltlich weit auseinander“ zum NSU-Komplex.“ (Bundestag)
mehr Infos: 
29 NSU-Tatorte ohne DNA/Fingerabdrücke von Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt
Oberstaatsanwältin Anette Greger beschwichtigte: Die Täter hätten ja keinen körperlichen Kontakt zu den Opfern gehabt, die Tat wäre schnell abgelaufen. Deswegen könnte der Täter auch gar keine DNA hinterlassen haben.
Beim Heilbronner Polizistenmord hatten die Täter körperlichen Kontakt zu den Opfern – das musste Oberstaatsanwältin Greger zugeben, jedoch:
„Und am Rücken eines Opfers befindet sich tatsächlich auch eine anonyme DNA-Spur. Also die Spur eines bislang unbekannten Täters?
Wieder kein Einlenken der Zeugin. Kein klarer Anhaltspunkt, dass die Spur vom Täter herrühre. Im Gegenteil: „Ich bewerte die DNA-Spur am Rücken nicht als Täter-Spur“, so Greger.“
Diese Darstellung ist sachlich nicht korrekt: Im Falle von Martin Arnold entriss der Täter mit großer Kraftanstrengung die Dienstwaffe des Polizisten, der außerhalb des Autos gefunden wurde. Arnold wurde im Zuge dessen aus dem Auto gezerrt. Es kann also sehr gut sein, dass der Täter den überfallenen Polizisten am Rücken anfasste.
NSU-Enttarnung stoppte DNA-Krimi gegen Kollegen von Kiesewetter/Arnold
Auszug aus dem Ermittlungsbericht:
„Nachdem es dem Täter auf der Beifahrerseite nicht gelingt die Waffe ordnungsgemäß aus dem Holster zu entnehmen, entscheidet sich dieser dafür, zunehmend auf seine Körperkraft und Gewalt zu setzen. Mit brachialer Gewalt reißt er an Holster, Waffe und Gürtel und zerstört hierbei nicht nur den Verschlussbügel des Holsters, sondern zieht damit auch den Rumpf des Opfers A. aus dem Fahrzeug.
Es ist offensichtlich, dass die Bundesanwaltschaft nicht gewillt ist, den NSU-Komplex aufzuklären. Da die Behörde Weisungen aus dem Justizministerium unterliegt, müsste Justizminister Heiko Maas zu fragen sein, ob eine Weisung aus seinem Haus vorliegt.
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#29
Bombenwetter in Dresden (1 von 5)
Ein Hauch NSU in Dresden und Die Linke Mitten drin, irgendwie komisch ist das schon!

Es ist immer erstaunlich, wie gut vorbereitet die rote Bambule ist, wenn in #Dresden eine Bombe hochgeht. Auf den Webseiten der #Die Linke wurde noch vor den Nachrichten informiert. Ein temporales Paradoxon?
Komisch ist es alle Mal, kaum geht eine „Bombe“ an einer Moschee hoch, eine zweite bei einem Kulturzentrum und später wurde eine Bombenattrappe an der Marienbrücke gefunden, jedoch Die Linke posaunte aus allen Rohren: Ein rechtsradikaler Anschlag. Erstaunlicher, dass umgehend auf die Internetplattform Indymedia Bezug genommen wurde, um zu erklären, dass ein dort erschienenes Bekennerschreiben eine Fälschung sei, weil die Gruppe Antifa Dresden sich nannte, Nur weil eine solche Gruppe nicht existiert, ist daraus nicht zu schließen, es handle sich um Neonazis. Denn kaum eine Gruppierung operiert unter der Bezeichnung Antifa... , dennoch wird allgemein von derartigen Bezeichnungen Gebrauch gemacht, um ein bestimmten gewaltbereites linksradikales Spektrum zu bezeichnen.
Später berichteten die Nachrichten, dass die Polizei in Dresden einen linksradikalen Anschlag nicht ausschließt. Worauf freilich ganz Radio Eriwan los trommelt: Verschwörungstheorie!
Nichts für ungut, aber so sehr, wie sich Die Linke bemüht, das #NSU-Märchen als vom Verfassungsschutz geführte Gruppe darzustellen, was nämlich auch eine Verschwörungstheorie ist, muss sie sich nicht wundern, wenn sich die Leute beginnen, Fragen zustellen.
Mal davon abgesehen, dass die angebliche Bombe, die noch nicht einmal die Tür der Moschee zerstören konnte, offenbar ein umgebauter Feuerwerkskörper war, gibt es einige andere Punkte zu untersuchen. Das Indymedia ist schonmal sehr interessant. Verfassungsfeindlich, wird aber von den deutschen Behörden dafür genutzt, um gegen Rechtsradikale zu ermitteln.
Indymedia ist leicht auffindbar im Netz. Viele wissen nicht, dass die Plattform auch eine Präsenz im Darknet hat, übrigens die meisten Antifagruppen und Rote Hilfe. Wirklich interessant werden diese Plattformen der Linksradikalen auch erst dort. Ein Besuch bei Indymedia im Darknet lohnt sich, dort wird aufgerufen zur Revolution, Systemsturz und zur Abschaffung der Verfassung. Es kommt noch besser. Indymedia war der Urheber der Verschwörungstheorie, dass der Mossad die Anschläge vom 11. September 2001 durchgeführt habe. Die Plattform verteilt seit 2002 auch die Protokolle der Weisen von Zion und Bauanleitungen für Bomben. Die Rosa Luxemburg Stiftung verlieh der Plattform hingegen einen Preis.
Wen wundert es schon, dass Die Linke umgehend auf das Thema NSU lenkt, daher sei es hier auch erlaubt, auf einige Ungereimtheiten hinzuweisen. Vielen ist es gewiss nicht bekannt, aber die ersten Hinweise auf das Trio Mundlos, Bönhardt und Zschäpe fanden sich auch auf einem radikalen Netzwerk. Diesmal auf Altermedia, das Anfang dieses Jahres durch die Behörden zerschlagen wurde. Auf dem besagten Netzwerk erzählte überraschenderweise bereits ab 2006 Lokalpolitiker der NPD-Jena, Uwe Luthardt, vom Trio und dass diese eigentlich wieder aus dem Untergrund auftauchen könnten, da ihre Tat inzwischen verjährt sei. 2006 hat der Normalsterbliche noch gar nichts von der NSU gehört.
Dass es bei der NSU nicht ganz mit rechten Dingen zugeht und wir hier mächtig gelinkt werden, ist dem Umstand zu entnehmen, dass besagter NPD-Politiker Luthardt inzwischen seine Partei wechselte. Nun ist er bei Die Linke. Nicht irgendein gemeines Parteimitglied, sondern im Kreisvorstand in Jena. In diesem Kreis sitzt er mit Katharina König, das ist die Tochter vom Antifapfarrer Lothar König. Der nach Behördenerkenntnissen auch mehrere Treffen mit Mundlos, Bönhardt und Zschäpe hatte. Allerdings ging es da um sein Projekt zur Unterwanderung der Anti-Antifa.
Die NPD wurde von Adolph von Thadden gegründet, ein Agent des britischen MI 6 und worauf Die Linke auch gerne hinweist. Aus irgendeinem Grund vergisst die Partei zu erwähnen, das die rechte Hand von Thadden, der Stasi Agent Lutz Kuche war, der SED Gelder für die NPD bereitstellte.
http://de.blastingnews.com/meinung/2016/...48117.html
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#30
Bombenwetter in Dresden (2 von 5)
Links-Rechts-Harmonie bei der Partei "Die Linke" im NSU-Ländchen Thüringen.

Zwischen den Königs, Luthardt und dem Die Linke-Ministerpräsidenten in Thüringen, Bodo Ramelow, gibt es Verbindungen zu Landtagsabgeordneten Frank Kuschel (Linke). Früher war er bei der STASI und zufällig bei der Abteilung XXII. Ramelow wollte ihn zum Minister machen. Das scheitere daran, dass seine STASI-Vergangenheit öffentliches Thema wurde. Dennoch deckte ihn Ramelow und wendete sich gegen den angebotenen Rücktritt. Vor seinem Antritt als Regierungschef erklärte Ramelow noch, dass in seiner Regierung es keine Zusammenarbeit mit STASI-Mitarbeitern geben wird.
Der Sohn von Kuschel heißt nicht ebenso, sondern Tony Xavier Fiedler. Jedoch machte er keine Karriere bei #Die Linke, aber bei Bürgerbewegung Pro NRW als Vorsitzender der Bewegung von Köln. Merkwürdige Karriere, denn er begann bei Die Republikaner und wechselte dann zur DVU. Immer taucht dieser Sohn von Kuschel bei Parteien auf, die von der Die Linke als Nazis bezeichnet werden. Immer legt er eine überraschende Karriere hin. Natürlich kann man da nun argumentieren, dass der Ex-STASI-Mitarbeiter Kuschel, spezialisiert auf die Unterwanderung der westdeutschen Neonazis, schließlich nichts dafür kann, was sein volljähriger Sohn macht. Aber interessant ist, dass selbiger Bodo Ramelow diesen Fiedler persönlich in die Regierung von Thüringen holen wollte. Und da fragt man doch, was ein Aktivist einer angeblichen Neonazigruppierung, in einer Die Linke-Landesregierung zu suchen hat.
Wie gut diese Partei die Landesmedien zu Radio Eriwan umfunktionierte, lässt sich auch diesbezüglich erkennen: In einem Artikel vom 9. Mai 2013 berichtete die Ostthüringer Zeitung, dass der Sohn von Frank Kuschel Referent am Thüringer Landtag werden sollte, auf Bestreben von Bodo Ramelow. Allerdings soll Frank Kuschel es gewesen sein, der das verhinderte. Die Gründe werden nicht genannt, doch erhielt Fiedler stattdessen eine Referentenstelle in Köln, wo seine Mutter, Andrea Kuschel, Oberbürgermeisterin werden wollte. Unverschämterweise lügt die Ostthüringer Zeitung im Artikel. Der Autor, Volkhard Paczulla, behauptete, dass Fiedler ein Politiker der FDP sei. Meine Anfragen an Paczulla, als auch an die Redaktion der Zeitung wegen einer gravierenden Irreführung trafen auf eine Mauer eisigen Schweigens. Während Kuschel übrigens einen Pro-Islam-Kurs fährt, hält sein Sohn stramm dagegen.
Katharina König profitierte vom Medienhype der NSU, wohlweislich immer ihre Verbindungen, insbesondere zu Beate Zschäpe, verheimlichend. Immer wollte sie den Kult installieren, dass die NSU lediglich Teil eines gewaltigen Neonazi-Netzwerkes sei. So postete sie auf Twitter am 13. März dieses Jahres, dass in Eisenach eine Bombe gefunden wurde. Nur war die vermeintliche Bombe eine Wasserpfeife, die da auch eine Woche rumlag, ehe sie als „Bombe“ erkannt wurde und die Polizei alarmiert wurde, die das alles irgendwie nicht ernst nahm. Immer mit dem Verweis, dass der Verfassungsschutz dahinter steckt.
Was uns zu dem Punkt bringt, wem das Theater eigentlich nutzt. Der Verfassungsschutz Thüringen stürzte in eine tiefe Krise und das NSU-Debakel sorgte für den Rücktritt des Thüringer Verfassungsschutz Chefs. Nachdem lange Zeit das Amt verwaist war, wurde dieses Jahr eine Person, Stephan Kramer, zum Chef erhoben, der aus dem Dunstkreis der Die Linke nahe stehenden Amadeu-Antonio-Stiftung, unter der STASI IM Anetta Kahane stammt. Statt durchzusetzen, das der Verfassungsschutz eliminiert wird, wie es Bodo Ramelow angekündigt hatte, wurde nun eine Person installiert, die zwar vollkommen inkompetent, aber ein Schoßhündchen der Die Linke ist.
Apropos: Inkompetente Personen stiegen erstaunlicherweise die Karriereleiter auf, in dem sie im Zusammenhang mit NSU und Sachsensumpf kläglich versagten. Nicht nur Thomas de Maizière, der Vetter von Stasi IM Lothar de Maizière. Da ist auch Bernd Merbitz, der als Leiter der SOKO Rex, auffällig oft nichts wusste, wo er eigentlich hätte wissen müssen (Protokoll Nr. 51 [31. Januar 2013, 10.00 Uhr]).
http://de.blastingnews.com/politik/2016/...42065.html
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