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Drohnenkrieg/Terror: Pakistan, Somalia usw..
#11
Heise: Gutachten für den NSA-Ausschuss: Töten mit Handydaten und Drohnen geht doch

Zitat:Zeugen aus Geheimdiensten beteuerten im NSA-Untersuchungsausschuss immer wieder, dass sich mit Mobilfunk- oder IMSI-Nummern potenzielle Drohnenopfer nicht genau orten ließen. Eine Informatikerstudie legt das Gegenteil nahe.

Wie ein Mantra wiederholen Zeugen aus dem Bundesnachrichtendienst, dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und der Politik im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags immer wieder, dass deutsche Geheimdienste den US-Drohnenkrieg nicht beflügelten. Es würden zwar etwa Handynummern von Verdächtigen an die NSA oder die CIA weitergeben, hören die Abgeordneten. Diese seien aber zu ungenau, um mögliche Drohnenopfer zu lokalisieren.

Mobilfunk- und IMSI-Nummern
Der Hamburger Informatikprofessor Hannes Federrath kommt nun in einem Gutachten für den Ausschuss, das dieser vor allem auf Drängen der Opposition im Frühsommer in Auftrag gab, zu einem anderen Ergebnis. Schon Telefonnummern von Mobilfunknutzern sowie die internationale Teilnehmerkennung IMSI könnten aktuell und "konnten während des Untersuchungszeitraums weltweit zur Ortung eingesetzt werden", schreibt der Experte in dem von Netzpolitik.org veröffentlichten Papier. Voraussetzung sei es, dass "in der jeweiligen Region eine Funkabdeckung gegeben ist".

...Heise: Gutachten für den NSA-Ausschuss: Töten mit Handydaten und Drohnen geht doch
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#12


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#13
VieR.TeN.OR sagte:
27. Dezember 2016 um 20:22
Danke!
Heute, die einzige MSM-Meldung, dazu von n-tv:
13:41 Uhr
Whistleblower: Berlin trägt Mitschuld an Drohnenkrieg

*Ein ehemaliger Techniker der US-Luftwaffe hat der Bundesregierung eine Mitverantwortung für die umstrittenen Drohnenangriffe der USA vorgeworfen.
Auf dem Hackerkongress des Chaos Computer Clubs (CCC) in Hamburg sagte der Whistleblower Cian Westmoreland, Datensammlung und -übermittlung für die Drohnenangriffe hätten ihr Zentrum auf dem pfälzischen US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein und damit auf deutschem Boden. Damit sei die deutsche Regierung „mitschuldig an allem, was wir tun“.
In der Kriegführung mit Drohnen werde die Verantwortung für die Tötung von Menschen auf ein System mit mehreren Beteiligten übertragen und damit die Schwelle für Angriffe gesenkt, sagte Westmoreland.
Die Einheit DGS-4 (Distributed Ground System 4) in Ramstein sei „das Gehirn der Drohne“. Die Technik vermittle aber oft ein falsches Verständnis der tatsächlichen Situation vor Ort und führe vielfach zum Tod von Unbeteiligten.*
Jung, bitte über nehmen Sie. Wink
Hier das Video:
https://media.ccc.de/v/33c3-8425-the_glo...ation_grid
LIVE: The Global Assassination Grid #drone #uav #Obama https://t.co/cBZCxrUu8q
— WikiLeaks (@wikileaks) December 27, 2016



 
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#14
passender Kommentar von Fefe

Zitat:Mein erster Vortrag auf dem 33c3 war The Global Assassination Grid, von einem US-Militär-Whistleblower aus dem Drohnenmordprogramm. Mich hat an dem fasziniert, wie der immer noch voll unter der Militär-Indoktrinierung stand, obwohl er schon große Schritte genommen hatte, um das abzuwerfen. Der Talk war im Wesentlichen eine Liste von Gründen, wieso Drohnen als Mordwerkzeug Empathie im Soldaten verhindern, indem sie möglichst viel Abstand zwischen Mörder und Opfer tun. Dann hatte er ein paar psychologische Effekte, und argumentierte, dass die dem Knopfdrücker zur Verfügung stehenden Daten überhaupt keine Analyse ermöglichen, ob das da jetzt gerade ein gültiges Ziel ist oder nicht.

Aber so Fragen wie "wieso ermordern wir hier eigentlich überhaupt gerade Menschen in fremden Ländern, denen wir nie den Krieg erklärt haben" stellen sich ihm nicht. Am Ende kam eine Zwischenfrage in die Richtung, auf die er dann antwortete, Terrorismus sei ja kein guter Begriff für die Bewertung von so Situationen. Aber zwei Sätze vorher hatte er selbst noch von der Radikalisierung von Menschen gesprochen, was ja genau der Entstehungsmythos des Militärs für Terrorismus ist, und der Rechtfertigungsansatz für die Ermordung. Die sind radikalisiert, völlig ohne Grund, und mit denen kann man nicht mehr reden.

Für Deutschland interessant waren noch seine Ausführungen zu Ramstein. Er zitierte dafür von Wikipedia ("just mentioning this to cover my ass in relation to the Air Force") und bestätigte damit deren Ausführungen, dass Ramstein nicht nur eine Relaystation ist sondern dort Targeting gemacht wird, und Daten für Targeting-Unterstützung gesammelt und koordiniert werden. Und er sagte, er habe das ja vor dem Deutschen Bundestag so zu Protokoll gegeben vor ein paar Monaten.

Nun kann es sein, dass er da die Details durcheinanderbringt, wem er da tatsächlich im Bundestag das gesagt hat, aber wenn er tatsächlich einem offiziellen Gremium diese Mitteilung vor ein paar Monaten gemacht hat, dann hat die Bundesregierung dem Tilo Jung in der Bundespressekonferenz schlicht dreist ins Gesicht gelogen.
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#15


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#16


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#17
Signature Kills: Unverhofft kommt oft
Zitat:Während man die Hoffnung hegen konnte mithilfe des technischen Fortschrittes die dringendsten Probleme der Welt zu lösen, entwickelt sich eine immer ausgefeiltere Tötungsindustrie. Drohnen, Roboter der Cyberspace, einfach alles wird einbezogen im Kreuzzug gegen die Menschlichkeit. Das Ausmaß der Kollaterälschaden ist erschütternd. Eine Abkehr von dieser Praxis in weiter Ferne.

Das US-Establishment bevorzugt die Bezeichnung „Signature Targets“ während ehrliche Beobachter es treffend mit „Signature Kills“ beim Namen nennen. Dazu später mehr.
.. weiter ..
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#18
aktualisierter YT - Link :



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#19
Edward Snowden: Israels Drohnen von NSA und GCHQ angezapft?

Zitat:In einem geheimen Programm mit dem Codenamen „Anarchist“ des britischen Government Communications Headquarters (GCHQ) zusamme mit der National Security Agency (NSA) wurden systematisch zielgerichtete israelische Drohnen von einer Bergspitze auf der Mittelmeer Insel Zypern angezapft. Durch Edward Snowden geleakte GCHQ-Dateien beinhalten eine Reihe von „Anarchist Snapshots“, Miniaturansichten von Videos von Drohnen-Kameras aufgenommen.

[Bild: spies-in-the-sky-the-intercept.jpg]
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#20




US-Drohnenkrieg: Regisseurin Sonia Kennebeck über "National Bird" - Jung & Naiv: Folge 307
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