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Afghanistan 2021
#11
Während unsere Medien immer noch verzweifelt versuchen, das Bild einer vorrückenden Taliban-Armee in Afghanistan zu zeichnen, die gewaltsam eine Stadt nach der anderen überrollt, sieht die Realität ganz einfach aus: Die Taliban ziehen von einer Stadt zur nächsten, wo sofort die anwesenden staatlichen Sicherheitskräfte entweder ihre Uniformen ausziehen und nach Hause gehen, während sie den Taliban sämtliche Waffen und Geräte schenken, die die NATO ihnen gegeben hat, oder sie schließen sich gleich nahtlos den Kampftruppen der islamistischen Stammesführer und Warlords an.
Nun kann man sich fragen, wie es kommen kann, dass nach Jahren und Jahrzehnten der Ausrüstung und Ausbildung hunderttausender Sicherheitskräfte diese schlicht und ergreifend keinen einzigen Handschlag tun, um die Taliban aufzuhalten. Aber die Antwort ist ganz einfach: Es hat (Nein – doch – oh!) nicht funktioniert, in eine mittelalterliche tiefreligiöse Stammesgesellschaft einen westlichen Demokratiedummie zu implantieren. Das wurde in der Masse der Bevölkerung nicht eine Sekunde wirklich gewollt, sondern nur akzeptiert, weil die Alternative mit Drohnen geliefert wurde und dazu führen konnte, dass man für eine ordentliche Beerdigung mit Besen und Schaufel zusammengekehrt werden musste. Also ertrug man die Fremdherrschaft ebenso wie die Herrschaft der heimischen Warlords oder der Religionsfanatiker. Jetzt, wo die Ungläubigen wieder abgezogen sind und ihre Bierkisten mitgenommen haben, betrachtet man sich einfach als von der Fremdherrschaft befreit und fügt sich wieder in die Heimherrschaft.
Die Frage, warum die ausgebildeten Sicherheitskräfte nicht kämpfen sondern einfach ihre Waffen abgeben, ist ganz einfach beantwortet: Erstens haben ihnen die Taliban angeblich Straffreiheit versprochen und zweitens gibt es keinen persönlichen Vorteil, für den es sich zu kämpfen lohnt. Warum abschießen lassen oder als Gefangener vor laufender Handykamera schariakonform geschächtet werden, wenn es am Ende keinerlei Vorteile für irgendwen bringt? Die einfachen Leute werden weiterleben wie bisher, denn, sein wir doch mal ehrlich: Wo waren denn im letzten Vierteljahrhundert im befreiten, demokratischen Afghanistan die noch vor siebzig Jahren normalen Straßencafes mit westlich berockten und unverschleierten Frauen? Wo war denn die freie offene Gesellschaft, die mit milder Rücksicht auf die Minderheit religionsfanatischer Fortschrittsverweigerer herablächelte? Es gab sie nicht, so wie es sie unter Herrschaft der Taliban nicht gibt. Für die einfachen Leute ändert sich genau gar nichts, egal wer gerade herrscht. Also wozu irgendwas gegen einen Machtwechsel unternehmen, wenn es sowieso egal ist, wer die Macht hat?
In Afghanistan kehrt man einfach wieder zur Normalität einer mittelalterlichen bäuerlichen Stammesgesellschaft zurück. Und mit den Taliban herrschen dort sogar religionsfanatische Kräfte, die aus einer amerikanischen Söldnertruppe hervorgegangen sind.
Die Frage ist, warum man jetzt genau verurteilte Straftäter nicht nach Afghanistan abschieben darf. Immerhin dürfte es bei den schariageleiteten Taliban ziemlich egal sein, wenn nicht sogar einen Pluspunkt bringen, die Ungläubigen und ihre gottlosen Gesetze so tief zu verachten, dass man sie für sich als ungültig und nicht vorhanden erklärt. Menschen, die ihrer angeblichen Schutz- und Aufnahmegesellschaft mutwillig schwer schaden und sie offen verachten, gehören in ihre Heimat zurückgeschickt, vor Allem dann, wenn sie mit ihren Handlungen sowieso eher den Geist der dortigen Machthaber widerspiegeln und sehr gut zu denen passen würden.
Gerade jetzt gehören alle, die Sympathien für Daesh oder Taliban zeigen, dorthin geschafft, wo sie hingehören: nach Kabul.

https://frafuno.blogspot.com/
 
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#12
Welt: Das todbringende Versagen in Berlin
Das deutsche Personal kann vermutlich aus Kabul gerettet werden, für Tausende afghanische Helfer gilt das womöglich nicht. Eine Notlage, die die Regierung in Berlin selbst heraufbeschworen hat. Der Preis dafür ist politische Demütigung, die Außenminister Maas den Job kosten könnte.

Mit US-Flugzeugen nach Katar gebracht ... das ist keine Demütigung, dass ist das Totalversagen der deutschen Regierung und allen voran der der Außenminister, der Kanzlerin, des Nachrichtendienstes ... und in weiterer Folge der EU, weil auch diese in diesem ganzen Theater ein unrühmliche Rolle gespielt hat.
Gestern um 12:00 Uhr kapitulierte Kabul ... und heute morgen retten die Amis die Deutschen. 

> https://bachheimer.com/deutschland
 
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#13
Kabul faktisch gefallen – Politik und Medien klammern sich an Kunstbegriffe

Während Afghanistans Präsident noch von Widerstand fantasiert, verkündet dessen Innenminister bereits die friedliche Übergabe Kabuls an die Glaubenskrieger. Für den Westen zeichnet sich ein zweites Saigon ab – Politik und Medien werfen weiterhin Nebelkerzen....
 
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#14
Erdogan alarmiert

Fluchtbewegung aus Afghanistan droht – Türkei will Kooperation mit Pakistan stärken
Angesichts einer drohenden Fluchtbewegung aus Afghanistan hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine verstärkte Zusammenarbeit mit Pakistan angekündigt. „Der Türkei droht eine wachsende Migrantenwelle von Afghanen, die über den Iran einwandern“, sagte Erdogan bei einem Treffen mit Pakistans Staatschef Arif Alvi am Sonntag in Istanbul. Ankara wolle sich für „Stabilität in der Region“ einsetzen und zu diesem Zweck die „Kooperation mit Pakistan stärken“.
„Wir sind entschlossen, alle zur Verfügung stehenden Mittel zu mobilisieren, um erfolgreich zu sein“, sagte Erdogan weiter. Wegen der erwarteten massiven Zunahme von Flüchtlingen aus Afghanistan hatte die türkische Regierung in den vergangenen Tagen bereits den Bau einer Grenzmauer zum Iran vorangetrieben. „Mit dieser Mauer werden wir die Ankunft von Migranten komplett stoppen“, betonte Erdogan am Sonntag.
Erdogan will Treffen mit Taliban-Führung
Pakistans Staatschef hielt sich anlässlich des Auslaufens eines Kriegsschiffs in Istanbul auf, das sein Land von der Türkei gekauft hatte. Die Atommacht Pakistan grenzt an Afghanistan und ist einer der zentralen politischen Akteure in der Region.
In Afghanistan sind noch mehrere hundert türkische Soldaten stationiert. Erdogan hatte angeboten, nach dem vollständigen Abzug der Nato-Truppen aus dem Land die Sicherung des internationalen Flughafens von Kabul zu gewährleisten, sollten die USA dies finanziell und logistisch unterstützen. Auch ein Treffen mit der Taliban-Führung hatte Erdogan vorgeschlagen.

mehr https://www.epochtimes.de/politik/auslan...80892.html
 
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#15
Der Westen flieht
Lage am umstellten Flughafen Kabul immer dramatischer: Afghanen klammern sich an startende Flugzeuge
Die Ereignisse in Afghanistan überschlagen sich. Nur der Flughafen Kabul ist noch unter westlicher Kontrolle - mehr oder weniger. Verzweifelte Afghanen stürmen das Rollfeld, springen auf startende Flugzeuge und stürzen in den Tod. Von Stunde zu Stunde wird das kolossale Versagen des Westens dramatisch offensichtlich.
 
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#16
"Heavy Shooting" As Kabul Airport Chaos Turns To Armed Confrontation With US Troops
Taliban have surrounded shuttered US Embassy chanting "Death to America"...
 
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#17
August 16, 2021

Afghanistan - Chaos Pictures Increase Fallout From U.S. Defeat
The Wall Street Journal describes the current situation at the Kabul airport as '‘Saigon on Steroids’
It indeed is as satellite pictures and a number of videos posted on Twitter show. Thousands of people rushed towards the airport. There was some panic at one of the entry gates and three persons there seem to have died in a stampede. Hundreds ran onto the runway. Other tried to climb fly bridges to get into planes.
On the military side of the airport the U.S. military fired shots to keep people from storming it. They later set up razor wire.
People ran along a departing C-17, a large military airplane. Some climbed onto the planes landing gear doors.
The plane started, the landing gear retracted and the doors closed. At least three people fell to their death. Some others were alledgedly overrun by a plane and died.
Those sad little stories are an aside in the larger picture but it does reflect how little control the U.S. has over the airport. Why was there no planing for this?
These pictures will dominate the news cycle and upset further evacuation plans:
Ruffini @EenaRuffini - 13:30 UTC · Aug 16, 2021
NEW: Situation at the airport is “tenuous” and consideration is being given to pulling all Americans out and leaving the Afghans behind. That decision has not been made but it is on the table and will need to be addressed if Us can’t get control of the airport. (Martin/Ruffini)
That would actually be good as the current chaos is totally unnecessary. There have been very few revenge acts by the Taliban around the country. They have clear orders to not commit any and they behave very disciplined. There is no proof that anyone's security in Kabul, be they diplomats or Afghan civilians of any stripe, is in danger.
The Taliban spokesman confirms this:
Suhail Shaheen. محمد سهیل شاهین @suhailshaheen1 - 15:15 UTC · 16 Aug 2021
We assure all diplomats, embassies, consulates, and charitable workers, whether they are international or national that not only no problem will be created for them on the part of IEA but a secure environment will be provided to them, Inshallah.
Still - the U.S. is sending even more soldiers and soon there will be 7,000 of them. They will hardly fit into the airport.
The city of Kabul was quiet today. Taliban patrol the roads and guard important offices. Men walked or drove around and did their jobs but few women were seen. The Talibs greeted friendly:

Cont. reading: Afghanistan - Chaos Pictures Increase Fallout From U.S. Defeat
 
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#18
Geordneter Machtwechsel in Afghanistan

Afghanen-Flüchtlinge dürfen zurück: Neue Taliban-Regierung will Frieden
Nachdem die westlichen Invasionstruppen seit Mai aus Afghanistan abziehen, konnten die Taliban, die seit 20 Jahren den militärischen Widerstand gegen die westlichen Besatzer organisieren, in Windeseile das Land erobern. Mit dem Einmarsch in der Hauptstadt ist ihr Sieg vollkommen. In einer Pressekonferenz im Präsidentenpalast wandten sie sich an die Weltöffentlichkeit und gaben sich besonnen, staatsmännisch und durchaus auch versöhnlich. Der vom Westen eingesetzte Marionetten-Präsident Ashraf Ghani war zuvor geflohen. Stattdessen haben die Taliban Maulana Abdhul Ghani als neues Staatsoberhaupt eingesetzt. Die konservativen Muslime sehen sich als Sieger und wollen die Werte ihrer Religion gegen den westlichen Kulturimperialismus hochhalten.
Von Berthold Krafft
  • Die Taliban versichern, dass niemandem etwas geschehen wird. Alle sollen zurückkommen.
  • Es gab fast keinen Widerstand nach dem Abzug der westlichen Truppen.
  • China und Russland haben die Taliban bereits als legitime Regierung anerkannt.
  • Der Krieg ist vorbei: Derzeit herrsche Ruhe und Frieden.
  • Endlich: Afghanische Flüchtlinge können heimkehren
Die US-Aggression ist gescheitert
Am 7. Oktober 2001 startete der NATO-Einsatz „Operation andauernde Freiheit“ (Operation Enduring Freedom). Der beschönigende Name wirkt rückwirkend noch lächerlicher. Wenn die „Freiheit“ zur Kriegserklärung wird: Weder ging es wirklich um die Freiheit, noch hat die Besetzung Afghanistans allzu lange gehalten. Der Westen kann sein Scheitern nicht länger leugnen. Der rein aus geostrategischen Interessen losgetretene angebliche „Krieg gegen den Terror“ wurde zu einer krachenden Niederlage. Schon seit vielen Jahren war klar, dass die Marionetten-Regierung in Kabul kaum wirkliche Macht besitzt. Auch die von den USA trainierte und ausgerüstete afghanische Staatsarmee hat sich jetzt als Chimäre herausgestellt. Sie konnte oder wollte sich gegen die mit einfachsten Mitteln kämpfenden „Gotteskrieger“ nicht verteidigen. Ist es unvorstellbar, dass Afghanen einfach nicht auf andere Afghanen schießen wollten? Die Scharade kann nicht länger aufrechterhalten werden: Die Mehrheit der Afghanen steht hinter den Taliban und nur eine Minderheit, die von der Kollaboration profitierte, unterstützte das Besatzungsregime. Für die importierten „westlichen Werte“ möchte offenbar kaum jemand sein Leben riskieren.
Taliban geben sich gemäßigt

mehr https://www.wochenblick.at/afghanen-flue...l-frieden/
 
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#19
Afghanistan

Seehofer erwartet bis zu fünf Millionen mehr afghanische Flüchtlinge
Bei einer Unterrichtung der Bundestags-Fraktionschefs sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU), er rechne damit, dass nach der Machtübernahme der Taliban damit, dass 300.000 bis fünf Millionen weitere Afghanen die Flucht ergreifen. Einen Zeitraum nannte er nicht. Mehr im Live-Ticker.
Bundesinnenminister Horst Seehofer rechnet nach der Machtübernahme der Taliban damit, dass 300.000 bis fünf Millionen weitere Afghanen die Flucht ergreifen. Das sagte der CSU-Politiker nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag bei einer Unterrichtung der Bundestags-Fraktionschefs. Einen Zeitraum nannte er demnach nicht. Auch der „Spiegel“-Journalist Matthias Gebauer berichtete auf Twitter über die Aussage Seehofers. In der Vergangenheit haben insbesondere Nachbarländer wie der Iran und Pakistan Flüchtlinge aus Afghanistan aufgenommen. Ein weiteres wichtiges Transit- und Zielland ist die Türkei.
Bundesinnenminister Horst Seehofer rechnet nach der Machtübernahme der Taliban damit, dass 300.000 bis fünf Millionen weitere Afghanen die Flucht ergreifen. Das sagte der CSU-Politiker nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag bei einer Unterrichtung der Bundestags-Fraktionschefs. Einen Zeitraum nannte er demnach nicht.
Auch der „Spiegel“-Journalist Matthias Gebauer berichtete auf Twitter über die Aussage Seehofers. In der Vergangenheit haben insbesondere Nachbarländer wie der Iran und Pakistan Flüchtlinge aus Afghanistan aufgenommen. Ein weiteres wichtiges Transit- und Zielland ist die Türkei....

mehr https://www.welt.de/politik/ausland/live...linge.html
 
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#20
Fehleinschätzung zu Afghanistan

Jetzt kommt Maas in Erklärungsnot
Die Union macht den Außenminister für die Verspätung bei der Evakuierung der afghanischen Hauptstadt verantwortlich. Tatsächlich hat das Auswärtige Amt unter Heiko Maas großen Anteil. Aber auch CDU und CSU schätzten die Lage falsch ein. Den Geheimdiensten drohen Konsequenzen.
Eine Feststellung war es beim Außenminister: „Wir alle haben die Lage falsch eingeschätzt“, sagte Heiko Maas (SPD) am Montag. Da gebe es „nichts zu beschönigen“. Das gelte „für die Bundesregierung, die Nachrichtendienste, die internationale Gemeinschaft“.
Handfeste Kritik aber war aus dem Inhalt jener Aussage schon einige Stunden zuvor geworden. Bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU): „Der Außenminister hat die Lage wirklich falsch eingeschätzt“, sagte die rheinland-pfälzische CDU-Landeschefin. Anschließend sagte im CDU-Vorstand nach WELT-Informationen der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen, Maas sei „einer der schlechtesten Außenminister, die Deutschland je hatte“....

> https://www.welt.de/politik/deutschland/...gsnot.html

(Einfach den Internen Kampf gegen rechts intensivieren und alles ist gut)
 
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