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Clemens Arvay
#1
Interview mit Biologen Clemens Arvay

April 2, 2021 · von afainfoblatt · in Österreich, Diskussion. ·
Wir freuen uns euch folgendes Interview mit Clemens Arvay präsentieren zu können, einem Biologen der rund um die Covid-Impfungen vor allem unter jenen Bekanntheit erlangte, die Interesse an Aufklärung im Dienst der Volksgesundheit haben und der verfälschten Darstellung und verheerenden Politik der Herrschenden in der Gesundheitfrage etwas entgegensetzen möchten. Für seine Hartnäckigkeit erntet Arvay von Seiten der Herrschenden und des Mainstreams eine Schmutzkübelkampagne. Seine Videos auf Youtube haben teilweise über eine Million Klicks, was das große Interesse an seinen differenzierten Standpunkten zeigt und ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Debatte im Dienst der Massen sein kann. Clemens Arvay wird mit diesem Interview in nächster Zukunft mit mehreren Beiträgen als Gastautor des AfA-Infoblattes schreiben.
1. Lieber Clemens, könntest du dich kurz vorstellen und über deine Forschungs- und Aufklärungstätigkeit berichten?
Als Biologe und Sachbuchautor befasse ich mich mit zwei Themenfeldern. Mein »Urthema« als Autor ist die globale Lebensmittelgerechtigkeit und Ernährungssouveränität. Das bedeutet kurz gesagt, dass Landwirtschaft und Lebensmittel in den Händen der Basis sein und nicht von Konzernen dominiert werden sollten, wie das jetzt der Fall ist. Vor allem geht es bei diesem Anliegen um eine faire Verteilung von Ressourcen und Lebensmitteln weltweit. Wir erleben ja eine zunehmende Ausbeutung von Bodenressourcen in Ländern des Südens, auch durch europäische Agrarkonzerne, wenn beispielsweise tropische und subtropische Lebensräume zerstört und Menschen vertrieben werden, um dort Futtermittel für die industrialisierte Tiermast Europas anzubauen. Auf diese Weise werden noch mehr Ressourcen aus benachteiligten Weltregionen abgezogen und unserer kapitalistischen Überflussgesellschaft zugeführt. Ein Teufelskreis der sozialen Ungerechtigkeit.
So wie Lebensmittelgerechtigkeit eine faire Verteilung von Ernährungsressourcen anstrebt, hat die Gesundheitsgerechtigkeit eine ebenso faire globale Verteilung von Gesundheit im Sinne. In den letzten Jahren verlagert sich mein Schwerpunkt immer mehr auf dieses Thema, wobei Gesundheit natürlich eng mit Ernährung und Lebensmitteln verbunden ist. Ich befasse mich mit Zusammenhängen zwischen Ökologie und Gesundheit. Wie fördern zum Beispiel Schadstoffe die Entstehung von Krankheiten? Wie wirken sich ökologische und soziale Ausbeutungsstrukturen auf die globale Verteilung von Gesundheit und Krankheit aus? Aber auch: Inwiefern könnten intakte Ökosysteme und Lebensräume das Immunsystem und die öffentliche Gesundheit verbessern?
Von Anfang an fallen mir hier Zusammenhänge mit der COVID-19-Pandemie auf. So fördern etwa die Zerstückelung von Lebensräumen und der Schwund der Biodiversität und Nahrungsgrundlagen für Wildtiere nachweislich die Entstehung von Epidemien und Pandemien, weil durch die Zerstörung der Populationsstrukturen der Übersprung von Erregern zwischen verschiedenen Gattungen und Arten erleichtert wird, wobei dabei auch die Virulenz und Gefährlichkeit der Erreger ansteigt. Ein anderes Beispiel: Stickstoffeintrag in Gewässer und großräumige Zerstörung der Vegetationsdecke durch den Einfluss der Agrarindustrie führen in Malariagebieten dazu, dass die Fiebermücke andere Populationen von Stechmücken immer mehr verdrängt. Daher wären neben anderen Maßnahmen auch ökologische Verbesserungen in Malariagebieten nötig. Die Organisation Roll back Malaria sieht seit Jahrzehnten die Möglichkeit, durch einen Mix unterschiedlicher Maßnahmen die Malariasterblichkeit, die überwiegend Kinder betrifft, stark zu reduzieren, wenn das Geld dazu von der internationalen Solidargemeinschaft jährlich zur Verfügung gestellt werden würde. Bislang war es nicht möglich, ausreichend Mittel zu lukrieren. Es spricht auch fast niemand darüber, dass die Malariasterblichkeit aufgrund der weltweiten Lockdowns im Jahr 2020 signifikant angestiegen ist, weil Vorsorgeuntersuchungen aufgrund der einseitigen Ausrichtung des Gesundheitswesens auf SARS-CoV-2 nicht wie üblich stattgefunden haben. Dieselben Politikerinnen und Politiker, denen Gesundheitsgerechtigkeit bisher egal war, solange wir selbst nicht die Geschädigten waren, reden jetzt plötzlich davon, dass Gesundheit über der Wirtschaft stünde – aber offenbar nur bei Corona. Meine Kritik richtet sich vom Beginn der Pandemie gegen die unverhältnismäßige Einengung der politischen und medialen Aufmerksamkeit auf ein einziges Gesundheitsthema, was dazu führt, dass globale Gesundheitsgerechtigkeit in noch unerreichbarere Ferne rückt. Allein der Versuch, in Gesundheitsfragen wieder eine angemessene Verhältnismäßigkeit herzustellen und COVID-19 als eine Gesundheitsbedrohung von vielen zu betrachten, hat mir massive Anfeindungen eingebracht.
2. Seit Monaten läuft eine Schmutz- und Zensurkampagne gegen dich, die vor allem dazu dienen soll, dich als „Corona-Leugner“ darzustellen, oder als „Profiteur“ des Unvertrauens der Bevölkerung in die Covid-19 Impfstoffe. Wer hat Interesse daran dich zu diffamieren und was soll damit bezweckt werden?
Meine Beschäftigung mit Gesundheitsfragen, Konzernkritik und umstrittenen Biotechnologien hat mich auch zu den COVID-19-Impfstoffen geführt. Seit März 2020 recherchiere ich als Biologe intensiv darüber und trete als Kritiker der verkürzten Zulassungsfahren vor allem bei den genetischen Impfstoffen auf. Bisher wurden ja nur solche zugelassen. Ich bin aber kein Impfgegner. Ich halte Impfstoffe für eine wichtige medizinische Errungenschaft, aber ebenso die Impfstoffsicherheit. Die Standards der Impfstoffsicherheit wurden gegen den Lobbyismus der Pharmakonzerne erstritten und sollten nicht untergraben werden. Verkürzte, zusammengeschobene Testverfahren bei bisher wenig erprobten Impfstofftechnologien ohne ausreichende Langzeitbeobachtungen halte ich für einen schweren Verstoß gegen die erkämpften Standards, vor allem, weil nun Milliarden von Menschen geimpft werden sollen und auch politischer, sozialer und moralischer Druck ausgeübt wird, sich impfen zu lassen.
Seit ich mich kritisch zu den verkürzten Testverfahren geäußert und für die freie persönliche Entscheidung für oder gegen die Impfung ausgesprochen habe, erlebe ich ununterbrochen massive Anfeindungen. Dabei findet meistens keine inhaltliche Auseinandersetzung statt, sondern es wird mit Kampfbegriffen wie »Verschwörungstheoretiker« oder »Impfgegner« auf mich geworfen. So hat mich etwa die Wiener Zeitung Falter als »Impfkritiker« und »Corona-Trittbrettfahrer« bezeichnet, der mit seiner Kritik ein »Geschäftsmodell« verfolge. Und zwar in einem Artikel mit dem Titel »Globuli, Aluhut und Judenstern«, in dem es um rechtsradikale Bewegungen wie Q-Anon ging. Ohne jeden Bezug zum Inhalt wurde mein Name einfach beiläufig erwähnt und ich wurde unbegründet mit Impfgegnern und rechten Verschwörungstheoretikern in einen Topf geworfen.
In der Jungle World erschien ein Artikel über mich, der ebenfalls völlig frei von inhaltlicher Auseinandersetzung ist. Schon am Beginn des Artikels steht, ich würde »auf die Kraft der Naturliebe gegen das Virus« vertrauen, was völliger Nonsens ist. Dergleichen habe ich noch nie geäußert. Dieser Stil des Verächtlichmachens durchzieht den gesamten Artikel. Schon wenige Zeilen später wird unterstellt, dass rechte Verschwörungstheoretiker und Impfgegner ihre Fantasien auf meine Arbeit stützen würden – eine bloße unbelegte Hypothese, denn ich bin mein ganzes Leben lang von rechten Verschwörungstheorien distanziert. Sogar das Dokumentationsarchiv Österreichischer Widerstand (DÖW) hat 2013 meinen öffentlichen Aufstand gegen Reichsbürger und andere rechte Verschwörungstheoretiker dokumentiert. Damals war ich einem massiven Shitstorm durch die rechte Szene ausgesetzt. Es ist völlig absurd, mich mit rechten Verschwörungstheorien in Verbindung zu bringen, nur weil ich eine differenziert kritische Haltung zu den verkürzten Testverfahren bei genetischen Impfstoffen vertrete. Mir hat auch noch nie jemand einen Beleg vorgelegt, dass rechte Gruppierungen ihre Verschwörungserzählungen nennenswert mit meiner Arbeit zu unterfüttern versuchen. Das ist eine Unterstellung. Abgesehen davon bin ich nur für meine eigenen Aussagen verantwortlich. Als lebenslangen Linken trifft es mich sehr, dass mich einige ins rechte Eck schieben wollen, nur weil ich bei Impfstoffen und gegenüber der Pharmaindustrie eine differenziert kritische Position einnehme.
Das Absurde ist, dass solche Artikel wie aus Falter und Jungle World auch ausufernd lange in dem Wikipedia-Eintrag zu meiner Person zitiert werden, obwohl sie keinerlei Erkenntnisgewinn bringen, weil ihnen die Inhalte fehlen. Andererseits wurden neutrale und positive Bewertungen meiner Arbeit aus wissenschaftlichen Journalen aus dem Wikipedia-Eintrag entfernt, weil die Journale »nicht wissenschaftlich genug« seien. Seit mehr als einem halben Jahr bin ich diesem Online-Terror ausgesetzt – ständige Versuche, mich auf Wikipedia einseitig und tendenziös negativ darzustellen. Federführend bei diesem Umschreibprozess ist ein Account namens »Fiona B.«, von dem aus 365 Tage pro Jahr von morgens bis abends auf Wikipedia gearbeitet wird.
Die Anfeindungen gegen mich wurden im September 2020 von Holm Hümmler auf dessen Blog »Quantenquark« gestartet. Hümmler ist eine zentrale Figur der »Skeptiker-Bewegung« rund um die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), deren Vertreter ebenfalls oft für die Jungle World schreiben. In seinem Beitrag, der auf persönlicher Herabwürdigung beruht, versuchte er als erster, mich in die Nähe rechter Verschwörungstheorien zu rücken. Er behauptete, ich hätte der Deutschen Apotheker Zeitung (DAZ) »esoterische Artikel untergejubelt«, weil es darin um die therapeutische Wirkung von intakten Naturräumen ging – ein Thema, das ich evidenzbasiert abhandle, nicht »esoterisch«. Auch meine Ausbildung hat Hümmler diskreditiert und behauptet, ich sei Absolvent einer landwirtschaftlichen Schule. Tatsächlich aber ist die Universität für Bodenkultur ein renommiertes europäisches Zentrum der Biowissenschaften. Im Grunde lieferte Hümmler, der eine Firma zur Strategieberatung für pharmazeutische Unternehmen betreibt, eine Vorlage für die Diffamierungskampagne gegen mich, die seither auf Wikipedia und in soziale Medien teilweise fast wortgetreu umgesetzt wird. Das geht so weit, dass meine Herausgeber und beruflichen Kooperationspartner bereits E-Mails erhalten, in denen ich als Verschwörungstheoretiker diskreditiert werde, mit dem eindeutigen Ziel, die Zusammenarbeit mit mir zu torpedieren. Neulich schrieb mir jemand per E-Mail, er könne mir versprechen, dass ich beruflich keinen Fuß in die Türe mehr bekommen werde, und er wolle gemeinsam mit anderen dafür sorgen.
Es ist unfassbar, was ich seit vielen Monaten erlebe. Und das nur, weil ich noch Fragen und offene Problemfelder bei den im Eilverfahren zugelassenen genetischen Impfstoffen anspreche.....

mehr https://afainfoblatt.com/2021/04/02/inte...ens-arvay/
 
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