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FFP-2 Masken
#31
Coronavirus: 25 Euro Strafe bei Nicht-Tragen einer FFP2-Maske

Verordnung des Gesundheitsministeriums. Gilt unter anderem im Handel, öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Dienstleistern.
Wer gegen die Tragepflicht einer FFP2-Maske verstößt, muss künftig mit einem Organstrafmandat von 25 Euro rechnen. Das sieht eine neue Verordnung des Gesundheitsministeriums vor, die am Freitag kundgemacht wurde.
Bereits am vergangenen Donnerstag hat der Hauptausschuss des Nationalrates die neue Verordnung zur Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns beschlossen. Neben der erweiterten Abstandspflicht von einem auf zwei Meter wurden damit die Ausgangsbeschränkungen auch um die Pflicht ergänzt, u.a. im Handel, öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Dienstleistern FFP2-Masken zu tragen. Mit der neuen Verordnung wird nun eine Strafe von 25 Euro für jene verfügt, die sich nicht an diese FFP2-Maskenpflicht halten. In Kraft treten die neuen Maßnahmen am Montag (25. Jänner).

> https://kurier.at/chronik/oesterreich/co...1611407977
 
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#32
[Bild: EseEwd0XYAEbP00?format=jpg&name=medium]
 
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#33
Verschärfte Maskenpflicht in Bus und Bahn RMV und NVV wollen Fahrgästen FFP2-Masken schenken

Wer ab Samstag mit Bus und Bahn unterwegs ist, muss eine medizinische Mund-Nase-Maske tragen. Die hessischen Verkehrsverbünde wollen den Fahrgästen zunächst entgegenkommen, Verstöße aber bald ahnden.
Von Marie-Cathérine Fromm
Derzeit bedecken viele Fahrgäste im Öffentlichen Nahverkehr Mund und Nase noch mit einem Schal, einem Tuch oder bunten selbst genähten Masken. Ab Samstag ist das nicht mehr erlaubt. Wer Bus und Bahn fahren will, muss eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske dabei haben.
Um das allen Fahrgästen zu ermöglichen, wollen die Verkehrsverbünde gratis FFP2-Masken verteilen. Das kündigten sie am Donnerstag an. Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) bereitet Aktionen an den wichtigsten Haltepunkten im Norden vor. Beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) geht es am Montagmorgen los: An der Frankfurter Hauptwache werden Mitarbeiter die ersten Gratismasken verteilen. Andere größere Stationen, Bahnhöfe und die Vertriebsstellen im Gebiet sollen folgen.
OP-Masken dauerhaft gratis
Der RMV hat nach eigenen Angaben mehrere Hunderttausend der verhältnismäßig teuren FFP2-Masken bestellt. Die Fahrgäste sollen sie zunächst kostenlos bekommen, doch müssen nach der Startphase dafür bezahlen. Der RMV will außerdem weiterhin die günstigeren OP-Masken verteilen. Sie soll es auch in Zukunft gratis geben.
Die Maskenpflicht wird streng kontrolliert, doch Bußgeld soll zum Start noch nicht verhängt werden. RMV und NVV haben eine Übergangsphase bis zum Ende des Monats angekündigt: Fahrgäste mit einer falschen Maske werden zunächst einmal ermahnt. Erst ab 1. Februar sollen bei Verstößen 50 Euro fällig werden. Maskenverweigerer müssen natürlich so wie bisher zahlen.
Auslastungsprognose bald in App
Außer auf Masken setzen die Verbünde in der Corona-Vorsorge vor allem auf Hygienemaßnahmen und das komplette Angebot an Bussen und Bahnen. Obwohl beim RMV im Moment 40 Prozent weniger Fahrgäste unterwegs sind als vor der Pandemie, will der Verkehrsverbund den Fahrplan nicht ausdünnen, damit die Fahrgäste besser Abstand halten können.
Der RMV hat eine Auslastungsprognose für das Smartphone entwickelt, die anzeigt, wie voll Busse und Bahnen sind. Noch ist sie nur auf der Internetseite abrufbar. Ende Januar soll die Prognose auch in der RMV-App funktionieren.
RMV: Keine Handhabe für Sprechverbot
Länder wie Spanien haben in Bussen und Bahnen ein Sprechverbot verhängt, damit sich möglichst wenig Aerosole in den Fahrzeugen verteilen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hält diese Maßnahme für sinnvoll und empfiehlt, Gespräche und Telefonate in vollen Bahnen zu vermeiden.
Auch RMV-Chef Knut Ringat befürwortet diesen Vorschlag. Doch die Entscheidung für eine Umsetzung liege bei Bund und Ländern und sei in den aktuellen Beschlüssen nicht enthalten, sagte er am Donnerstag. Was den Vorschlag angeht, ob für Geimpfte weniger strenge Regeln gelten sollten, sagte Ringat: "Es wird keine Diskriminierung von Fahrgästen geben." Alle Regeln gälten für alle.

https://www.hessenschau.de/wirtschaft/rm...v-100.html

(Maulkorb eben!)
 
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#34
Thema: Coronavirus
FFP2-Masken: Tipps für Privatpersonen
Um sich selbst zu schützen, möchten viele Menschen beim Einkaufen oder im Bus FFP2-Masken tragen. In Bayern sind sie sogar Pflicht ab dem 18. Januar 2021. Wir erklären, was man dabei beachten sollte

Die Infektionszahlen sind in Deutschland nach wie vor sehr hoch. Und grundsätzlich können überall dort leicht Ansteckungen erfolgen, wo sich Menschen nahe kommen – vor allem in geschlossenen Räumen. Kritisch kann es auch werden, wenn sich viele Menschen längere Zeit in einem Raum aufhalten, zum Beispiel beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr.
Bisher setzen die meisten Bundesländer deshalb auf die allgemeine Vorgabe, Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Auch eine Alltagsmasken aus Stoff zählte dazu. All diesen Masken ist gemeinsam, dass sie insbesondere andere Menschen vor den eigenen Viren schützen, falls man selbst infiziert ist. Manche mehr, die anderen weniger effektiv. Wenn das alle mitmachen, ergibt sich für jede Person ein gewisser Schutz, lautet die Überlegung dahinter. Aber man sieht in Bus, Bahn und Einzelhandel immer wieder Menschen ohne Masken, wo eigentlich Maskenpflicht herrscht. Beliebt ist auch der schlechte Kompromiss: Maske über dem Mund, die Nase unbedeckt. Das schützt niemanden mehr.
Um sich selbst besser zu schützen, greifen deshalb immer mehr Menschen zu den sogenannten FFP2-Masken. Und in Bayern sind diese Masken ab dem 18. Januar 2021 sogar Pflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln.
Was bedeutet FFP?
Die "filtering face pieces", partikelfiltrierende Halbmasken - wie FFP-Masken ausgeschrieben auf englisch eigentlich heißen -  wurden ursprünglich als Staubschutzmasken konzipiert. Im Arbeitsschutz sind sie Teil der sogenannten "persönlichen Schutzausrüstung".
Im medizinischen Bereich werden FFP-Masken schon länger eingesetzt. Für FFP-Masken und chirurgische (OP)-Masken hat sich der Oberbegriff "medizinischer Mundschutz" etabliert. Pflegekräfte oder ärztliches Personal können sich mit FFP-Masken schützen, wenn sie erkrankte Menschen behandeln und eng mit ihnen in Kontakt kommen.

Wie funktionieren FFP2-Masken?
Die FFP2-Masken dienen primär dem Eigenschutz des Trägers , wie etwa die Seite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) deutlich macht. In Tests werden die Masken dahingehend geprüft, wie viel Aerosol und kleinere Tröpfchen einer mittleren Größe von 0,6 Mikrometern durch die Maske gelangen. Ihre Schutzfunktion ist europaweit durch die Norm DIN EN 149:2009-08 normiert. Entsprechend dieser Norm müssen die FFP2-Masken 95 Prozent der Partikel abfiltern. In der Maske befindet sich eine spezielle Filterschicht, welche elektrostatisch aufgeladen ist. So werden nicht nur die größere Partikel abgefangen, sondern auch die deutlich kleineren, aber gefährlichen Aerosol-Tröpfchen aus der Ein- und Ausatemluft entfernt.
Es gibt FFP1, FFP2 und FFP3 Masken, wobei hier die Zahl für die unterschiedliche Filterleistung steht:
  • FFP1 Masken filtern 80% oder mehr der Schadstoffe in der Atemluft
  • FFP2 Masken filtern 94% oder mehr der Schadstoffe und Aerosole
  • FFP3 Masken filtern bis zu 99% der Schadstoffe und Aerosole
Dies ist eine vereinfachte Darstellung der Filterleistung. Um sich vor SARS-CoV-2 zu schützen, muss man mindestens eine FFP2 Maske verwenden.
"Für den Selbstschutz beim Einatmen sind diese Masken also effektiver als Alltagsmasken", sagt Dominic Dellweg, Chefarzt für Pneumologie am Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft. "Die Alltagsmasken müssen überhaupt keiner Norm entsprechen. Und sie variieren in ihrer Filterleistung auch stark", wie Dellweg in einer noch unveröffentlichten Studie zeigte.
Aber der Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, Christof Asbach, warnte nun auch vor falschen Vorstellungen bezüglich der Sicherheit von FFP2-Masken. Auch wenn sie perfekt passen würden, böten sie keinen hundertprozentigen Schutz, sagte Asbach der Deutschen Presse-Agentur. Wenn die Masken anforderungsgemäß 94 Prozent der Partikel filtern, gingen immer noch 6 Prozent durch. "Man muss sich auch generell von der Vorstellung freimachen, dass es eine einzige Maßnahme gibt, die das Risiko einer Infektion auf null senkt." Wichtig ist das Einhalten aller Hygienemaßnahmen.
(....)
Keine Masken mit Ventil verwenden!
Auch wenn sie primär dem Selbstschutz dienen, bieten die FFP2-Masken auch mehr Fremdschutz als Alltagsmasken. Das legte eine kürzlich im Fachblatt "Science Advances" veröffentlichte Studie nahe.  In der Untersuchung schlugen sich die in den USA für das Krankenhauspersonal reservierten Atemschutzmasken vom Typ N95 am besten. Sie entsprechen den FFP2-Masken in Europa. Die beim Sprechen ausgestoßenen Tröpfchen wurden bei diesen Masken auf weniger als 0,1 Prozent der Menge ohne Maske reduziert.
Allerdings galt das nur, wenn die Masken kein Ventil für das Ausatmen hatten. Denn die eher seltenen Masken mit Ausatmungsventil filtern nur die eingeatmete Luft und bieten daher weniger Fremdschutz. In der Studie schnitten chirurgische Masken insgesamt am zweitbesten ab. Dahinter kamen die Alltagsmasken aus Materialien wie Baumwolle mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.
(....)
Atmen mit FFP2-Maske ist anstrengender
Es gibt noch andere Gründe, die gegen einen generellen Einsatz der Masken sprechen: Bei der Atmung gibt es auf Grund des Filters einen erhöhten Widerstand. Die zusätzliche Anstrengung der Atemmuskulatur ist dem Atmen durch einen Schnorchel vergleichbar und zu einem Gefühl von Luftnot führen. Deswegen sollte man sich genau überlegen, welche Aktivität man mit der Maske vor dem Gesicht bewältigen will und über welchen Zeitraum.
"Bei einem Ausdauertraining würde die Maske einen wahrscheinlich ausbremsen bevor man überhaupt einen Trainingseffekt hat", so Dellweg.
FFP2-Masken wiederverwenden?
Offiziell kann man die Masken nicht wiederverwenden. Denn die Masken haben eine zusätzliche Filterleistung durch elektrostatische Kräfte einer speziellen Lage in der Maske. Sie sind also geladen. Sobald die Masken feucht werden, beispielsweise durch Atmung oder durch einen Waschvorgang, verringert sich ihre Filterleistung.
FFP2-Masken sind aber leider vergleichsweise teuer. Bisher wurden die Kosten durch die Gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. So schreibt etwa die AOK auf Anfrage: "FFP2-Masken zur Coronavirus-Prävention sind keine Hilfsmittel im Sinne der Vorgaben für die Gesetzliche Krankenversicherung."
Methoden zur Desinfektion
Die Fachhochschule (FH) Münster hat aber zusammen mit Expertinnen und Experten aus Virologie, Mikrobiologie, Hygiene und weiteren Fachbereichen die Wiederverwendbarkeit und Möglichkeiten zur Desinfektion von FFP2-Masken untersucht. Die Ergebnisse findet man hier. Das Team fand heraus, dass unter bestimmten Bedingungen eine Reinigung und Wiederverwendung der Masken möglich zu sein scheint.
Im Backofen erhitzen
Eine Methode ist die Trocknung im Backofen. Folgendes sollte man dabei beachten:
  • Prüfen Sie mit Hilfe eines Backthermometers, ob Ihr Ofen eine konstante Temperatur von 80° Celsius für eine Stunde hält. Einige Öfen variieren über die Zeit mit niedrigeren oder höheren Temperaturen. Beides schadet der Maske, beziehungsweise der Keimfreiheit.
  • FFP2 Masken so kennzeichnen (zum Beispiel mit Stift markieren), dass eine persönliche Zuordnung möglich ist. Auch gereinigte Masken sollten nicht unter verschiedenen Personen getauscht werden.
  • Masken nach dem Tragen mindesten bis zum nächsten Tag an der Luft trocknen lassen. Sie sollte nicht mit anderen Gegenständen oder Personen in Berührung kommen.
  • Masken auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder einen Rost legen. Ofen vorheizen auf 80° Celsius. Benutzen Sie keine Umluft/Heißluft, das könnte die Keime verwirbeln. Achten Sie auf ausreichende Vorheizzeit, da niedrigere Temperaturen die Viren nicht sicher abtöten (siehe oben).
  • Schieben Sie das Blech so in den Ofen, dass der Abstand zu Ober- und Unterboden mindestens zehn Zentimeter beträgt. Zu kleine Öfen eignen sich nicht für diese Methode.
  • Erhitzen Sie die Masken 60 Minuten im geschlossenen Ofen bei 80°. Die Tür sollte in der Zwischenzeit nicht geöffnet werden. Lassen Sie den Ofen nicht unbeaufsichtigt.
  • Nach 60 Minuten können Sie die Masken entnehmen und auf Blech oder Rost auskühlen lassen. Prüfen Sie die Maske und Haltebänder auf Schäden und ordnen Sie die Masken gegebenenfalls der richtigen Person zu.
  • Achtung: die FH Münster empfiehlt diese Methode der Aufbereitung maximal fünf mal durchzuführen. Danach sollten die Masken normal entsorgt werden.
  • Achtung: Masken, welche ein Ventil besitzen oder vorgeformt sind (sogenanntes Körbchenmodell) eignen sich nicht für diese Aufbereitung.
Die Ergbenisse der Untersuchungen zeigten, dass sich mit dieser Methode SARS-CoV-2 auf FFP2 Masken nahezu vollständig entfernen ließ, die körpereigenen Keime des Nasen-Rachen-Raumes, welche sich auf der Innenseite der Maske ansammeln können, wurden stark reduziert.
Trocknung an der Luft
Eine andere Möglichkeit ist, die Masken für sieben Tage durchgehend an der Luft trocknen zu lassen. Auch dies reduzierte die Keimbelastung von SARS-CoV-2 und eignen Keimen in den Untersuchungen deutlich. Achten Sie hierbei auf Folgendes:
  • Kennzeichnen Sie die Masken so, dass sie den Nutzenden sicher zugeordnet werden können. Es sollte kein Tausch der Masken unter verschiedenen Personen stattfinden.
  • Suchen Sie einen trockenen Ort, an welchem Sie die Masken mit ausreichend Abstand (sie sollten sich nicht berühren) nebeneinander aufhängen können - zum Beispiel an der Wand mit Nägeln oder Haken oder auf einer Wäscheleine. Küche, Bad und andere Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit eigenen sich hierfür nicht.
  • Kennzeichnen Sie jeden Platz mit einem Wochentag. So werden Verwechslungen vermieden.
  • Nun können Sie die Masken nach dem Tragen an dem entsprechenden Ort aufhängen. Dort muss die Maske sieben Tage hängen bleiben, bis Sie sie erneut verwenden können.
  • Achtung: die Masken sollten maximal fünfmal auf diese Weise getrocknet und wiederverwendet werden. Entosorgen Sie sie sofort, wenn die Maske defekt ist oder Sie direkt angehustet/angeniest wurden.
Die FH Münster forscht an weiteren Methoden zur Aufbereitung, die oben erwähnte Broschüre wird regelmäßig aktualisiert....

> https://www.apotheken-umschau.de/FFP2-Masken

(Ich berch jedesmal zusammen bei diesen ominösen Recycle-Ideen. Die Fa. Dräger, einer der führenden Hersteller, rät davon ab)
 
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#35
Krankmachender Aktionismus: FFP2-Masken bringen Gesundheitsrisiko
Nach Österreich hat nun auch Deutschland eine Verschärfung der Maskenpflicht beschlossen: Nach den gestrigen Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz in Berlin müssen die bisherigen Alltagsmasken ab 25. Jänner zwingend ersetzt werden durch medizinische Mund-Nasen-Bedeckungen („OP-Masken“) sowie FFP2-Masken. Vor allem letztere stellen jedoch ein umkalkulierbares Gesundheitsrisiko dar. Wohl noch nie in der jüngeren Geschichte haben Regierungen die eigene Bevölkerung so vorsätzlich und gewissenlos gezwungen, sich erheblichen Gefahrenherden auszusetzen, wie jetzt im Fall der FFP2-Masken.
Wer noch vor einem Jahr im Baumarkt oder in der Apotheke nach wirksamen Schutzmasken gegen Infektionen gefragt hätte, dem wäre wohl alles, aber sicher keine FFP2-Maske empfohlen worden. Schon gar gegen Viren. Doch was damals als verantwortungslose, nachgerade hirnrissige Schnapsidee abgetan worden wäre, ist nun, nach zehn Monaten Corona-Hysterie, geltendes Recht.
Nicht zum Schutz vor Viren vorgesehen
Als ein reines Arbeitsutensil für Fachberufe unterfallen die Feinstaub-Partikelfiltermasken („Filtering Face Piece“, FFP) den geltenden Arbeitsschutzbestimmungen. Zum Schutz vor Viren waren sie dabei nie konzipiert – nicht von ungefähr: Hersteller und Behörden rieten, aus guten Gründen, vom privaten sowie Alltagsgebrauch der Masken stets ausdrücklich ab. Denn sowohl hinsichtlich Tragezeit als auch möglicher Gesundheitsrisiken ist ihr Gebrauch generell nicht unproblematisch. Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) warnt vor schädlichen Folgen für Menschen mit Lungenerkrankungen sowie auch für ältere Menschen. Auch für Schwangere ist das Tragen jeglicher FFP-Schutzmasken absolut nicht zulässig, weil diese die Atmung erschweren. Das RKI weist zudem darauf hin, dass die Nutzung von FFP2-Masken für Laien nicht notwendigerweise einen besseren Eigenschutz bietet als die Alltagsmasken.
Sogar das RKI warnt
Dies ergibt sich schon aus der laxeren Handhabung durch nichtgeschulte Anwender. So müssen die Masken zum zweckmäßigen Gebrauch beispielsweise eng an der Haut ansitzen und dicht abschließen, weshalb zum Beispiel bei Bartträgern kein wirksamer Aktivschutz mehr gewährleistet ist. Auf diesen Aspekt hatte vergangene Woche der Münchner Virologe Dr. Christian Spinner vergebens hingewiesen. Die Politik ignorierte seine Einwände erwartungsgemäß.
Das ist längst noch nicht alles: Nicht ohne Grund erforderte die Verwendung von FFP2-Masken in den Berufsgruppen, wo diese bislang vor allem zum Einsatz kamen (Bau, Abfallwirtschaft, Medizin), grundsätzlich spezielle Unterweisungen der Träger. In Deutschland wurden diese etwa von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege definiert. Hinsichtlich Tragedauer, Pausen und Erholungsphasen existieren für die Schutzklassen FFP2 und FFP3 zudem ausdrückliche Vorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherungen (DGV), die eine Wissenschaft für sich darstellen.
„Unsachgemäße Verwendung kann zum Tod führen“
Diesen zufolge beträgt die maximale Tragezeit von FFP2-Masken „grundsätzlich längstens zwei Stunden mit anschließender Mindesterholungsdauer von 30 Minuten“; und bei FFP-Masken „ohne Ausatemventil ist die Maximaldauer sogar auf 75 Minuten beschränkt – bei anschließender „Mindesterholungsdauer von 30 Minuten“. Ferner wird in den DGV-Vorgaben jedem Anwender dringend das Studium der Gebrauchsanleitung empfohlen. Und was sich darin findet, selbst bei Produkten führender und umfangreich zertifizierter FFP2-Anbieter, lässt aufhorchen: „Die Nichtbeachtung der Einschränkungen bei der Verwendung dieses Produkts kann die Wirksamkeit der Atemschutzmaske verringern und zu Krankheit oder Tod führen“schreibt da etwa der Hersteller HM Müller Werkzeuge. Und im Beipackzettel der FFP2-Faltmaske des Herstellers Meditrade heißt es gar: „Falsche Anwendung oder Nichtbeachtung dieser Gebrauchsanleitung kann zu Krankheit, schweren Verletzungen oder Tod führen.“
Potentielle Lebensgefahr bei Falschanwendung
Konkret bedeutet dies also: Werden zum Beispiel Tragezeiten und Pausenvorgaben nicht eingehalten, kann es schlimmstenfalls (und je nach Grad der Überschreitung) tödlich ausgehen. Sogar das RKI gibt auf seiner Webseite an, dass beim bestimmungsgemäßen Einsatz von FFP2-Masken eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung im Voraus angeboten werden muss.
All dies soll also plötzlich keine Rolle mehr spielen. Wenn die Politik nun -zig Millionen Deutschen und Österreichern das permanente Tragen dieser Masken zwingend vorschreibt, die über all diese Sicherheitsvorschriften überhaupt nicht aufgeklärt werden, kann dies nur bedeuten: Entweder waren alle diese Vorschriften bislang völlig überflüssig. Oder die Politik nimmt jetzt ihre millionenfache Missachtung in Kauf, und setzt die eigene Bevölkerung Risiken aus, die für die meisten Menschen ungleich schwerwiegender sein könnten als Corona selbst.
Bislang strengstes Arbeitsrecht nun egal?
Genau dieser Bedenken wegen wandte sich letzte Woche ein Zimmermann aus dem fränkischen Ansbach (wo die FFP2-Pflicht schon seit 18. Jänner gilt) an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Der Handwerker bat um Aufklärung, wie sich denn die neue Regelung mit den der Tatsache vereinbaren lasse, dass in seinem Handwerksbetrieb zum Schutz der Beschäftigten bisher penible Vorschriften zum Tragen von FFP2-Masken galten? Nicht nur er als Arbeitgeber fühle sich leicht vergackeiert, dass alles, was bislang an strengen deutschen Arbeitsschutz-Richtlinien für ihn bußgeldbewehrt gegolten habe, für 83 Millionen Deutsche plötzlich nicht mehr gelten soll. Überflüssig zu erwähnen, dass Söders Staatskanzlei dem Handwerker keine Auskunft geben konnte oder wollte. Wo Populismus regiert, sind Faktenbezug und Logik eher hinderlich.
Über Tragezeiten wird nicht informiert
Klar ist: Für den jetzt vorgeschriebenen Massengebrauch in Bussen und Bahnen, in Geschäften sowie vor allem auch am Arbeitsplatz sind FFP2-Masken somit absolut ungeeignet. Die genannten Gebrauchsanweisungen, insbesondere die Tragezeiten, werden niemals eingehalten. Und über die richtige Anwendung werden die Bürger auch gar nicht erst informiert. Besonders fatal hierbei ist, dass die von Politik und Medien in Dauerpanik versetzten Angehörigen der Risikogruppen (Hochbetagte und Kranke) eifrig zu den neuen Masken greifen werden – weil sie sich von diesen wirksamen Schutz versprechen. Schon jetzt sieht man immer öfter Senioren in der Öffentlichkeit, die das Haus angsterfüllt nur noch mit Masken verlassen und diese im Freien dann durchgehend tragen; auch da, wo sie gar nicht vorgeschrieben sind.
Bei FFP2-Masken können derartige Fehlanwendungen für die vulnerablen Gruppen besonders verhängnisvolle Folgen mit sich bringen, wie auch bereits eine Seniorin in Wien den Medien schilderte. Und die (bereits bei den Alltagsmasken zu beobachtende) Gewohnheit, die Masken weit länger zu nutzen als hygienisch überhaupt sinnvoll, wirkt sich bei den FFP2-Masken ungleich gefährlicher aus: Kürzere Haltbarkeit, erheblich höhere Anschaffungskosten und mögliche künftige Versorgungsengpässe beim Nachschub werden zwangsläufig zu einer Verschärfung dieses Problems führen.
Szenen wie aus einem Katastrophenfilm
Dass die Regierenden all diese Gesundheitsgefahren bewusst in Kauf nehmen, zeugt von einer grotesken Verengung des Schutz- und Fürsorgeziels staatlicher Gesundheitspolitik ausschließlich auf Corona. Die sträfliche Vernachlässigung aller anderen gesundheitlichen Auswirkungen der Zwangsmaßnahmen erfüllt hier beinahe schon den Tatbestand vorsätzlicher Körperverletzung. Im weiteren Sinne könnte man gar eine Gefährdung bzw. Misshandlung Schutzbefohlener annehmen.
Kein Wunder, dass sich immer mehr Ärzte und Fachleute aus der Deckung kommen und die Stimme erheben. Als „Aktionismus“ prangert etwa der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene an der Universität Rostock, Professor Dr. Andreas Podbielski, die Versteifung der Politik auf die FFP2-Standard an. Solche Masken gehörten ausschließlich in medizinische oder fachliche Berufe, so der Experte; sie seien „belastend“ und brächten „haufenweise Risiken mit sich“.
Gefährliche Symbolpolitik für psychologische Wirkung
In erster Linie scheint es der Politik darum zu gehen, den Bürgern durch die neue Maskenvorschrift das Gefühl einer „echten Pandemie“ zu vermitteln. Mangels sonstiger Berührungspunkte mit dieser künstlichen Gesundheitskrise, so ganz ohne Übersterblichkeit und praktisch ohne Kranke, soll die stetig angedrohte, aber ausbleibende Katastrophe dann eben durch Szenen wie aus einem Katastrophenfilm ersetzt werden. Bei allen künftig noch erlaubten Masken handelt es sich nämlich um sichtbar „medizinisch“ wirkende Artikel: FFP-Masken mit Aktivschutz, ohne Aktivschutz, und daneben auch andere vergleichbare – aber eben nicht mit FFP2 identische – Maskenkategorien.
KN95 und N95 Masken streng genommen rechtswidrig?
Insbesondere sind dies chinesische Produkte der Norm KN95 (die derzeit in Österreich von vielen Firmen aber auch Behörden an ihre Mitarbeiter verteilt werden, obwohl in der Rechtsverordnung nur von FFP2 die Rede ist), sowie die US-amerikanische N95-Norm. Auch diese sind zwar partikelfilternde Halbmasken. Sie wurden vor Corona allerdings vor allem im industriellen und technischen Bereich genutzt.
All dies ist der Politik inzwischen unterscheidungslos recht, sofern es nur keine Stoff- und Alltagsmasken „Marke Eigenbau“ mehr sind. In Deutschland sind zusätzlich auch noch OP-Masken weiter zulässig. Hier verspricht man sich von den neuen Maskenregeln wohl vor allem den Abbau der riesigen Restbestände hunderter Millionen Masken, die Gesundheitsminister Jens Spahn im vergangene Frühjahr überteuert und ohne Qualitätsprüfung bestellt, aber nie abgenommen (und größtenteils auch nicht bezahlt) hatte. Wahllos wurde damals alles geordert: FFP2, KN95, OP-Masken. Es sind genau die Sorten, deren Tragen jetzt zur neuen Vorschrift wird. (DM).....

> https://www.presseteam-austria.at/krankm...itsrisiko/
 
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#36
Nebenbei: In Sachen FFP2-Masken hat das Bundesamt für Arbeitsschutz mal eben „über Nacht“ seine jahrelang geltenden Vorgaben mit Blick auf die private Nutzung geändert:*

„Dass das Institut von der privaten Nutzung solcher FFP2-Masken prinzipiell abraten würde, wie der rbb am Donnerstag zunächst berichtet hatte, stellte sich auf Nachfrage von rbb|24 als falsch heraus. Auf der RKI-Webseite [rki.de] stand bis Freitagnachmittag als Antwort auf eine der „häufig gestellten Fragen“ zu Corona: „In den ‚Empfehlungen der BAuA und des ad-Hoc AK ‚Covid-19‘ des ABAS zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 werden FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung empfohlen.“
Das RKI bezog sich in dieser Antwort vom vergangenen November also auf die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), tätigte diese Aussage gar nicht selber. Die BAuA rät in ihren besagten Empfehlungen aber gar nicht von der privaten Nutzung ab, sie wurden am Freitag aktualisiert [baua.de]. Ein Pressesprecher bestätigte rbb|24 am Freitag auf Nachfrage, dass die Bundesanstalt diese Aussage nicht treffe. Auf erneute Nachfrage aktualisierte das RKI die Antworten auf seiner Seite zu FFP2-Masken.“
 
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/20...tzung.html
 
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#37
Interessant
RKI ändert die Empfehlung von FFP2 Masken zur privaten Nutzung
Die politische Entscheidung war da bereits gefallen ist! https://rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html
 
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#38
25.01.2021, 16:18 Uhr

FFP2-Maskenpflicht: Kritik von Experten

Seit einigen Tagen müssen in Bayern beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr FFP2-Masken getragen werden. Wer sie dort nicht trägt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Doch Experten sehen die strenge Maskenpflicht in Bayern kritisch.
Bei ihrem Corona-Gipfel am vergangenen Dienstag, den 19. Januar, haben sich Bund und Länder neben der Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar auch auf eine strengere Maskenpflicht geeinigt. Bundesweit muss jetzt jeder in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr medizinische Masken tragen. Die selbstgenähte Stoffmaske ist verboten.
In Bayern gelten besonders strenge Regeln: Im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr sind hier die sogenannten FFP2-Masken Pflicht. Auch in Pflegeheimen müssen Personal und Besucher FFP2-Masken tragen. Seit Montag, 25. Januar, droht dem, der keine FFP2-Maske trägt, sogar ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Erlaubt sind neben den FFP2-Masken auch vergleichbare Masken mit dem Kürzel N- oder KN95. Doch Experten wie die Virologin Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und Leiterin des Instituts für Virologie der Technischen Universität München, halten die in Bayern geltende Pflicht von FFP2-Masken nicht unbedingt für sinnvoll. Die Münchner Virologin sieht im Wesentlichen drei Probleme. Die drei wesentlichen Defizite der FFP2-Masken
Erstes Problem: Die FFP2-Masken sind kein Medizinprodukt
FFP2-Masken seien "etwas, was aus dem Arbeitsschutz kommt", also nicht unter das Medizinproduktgesetz falle, sagt Protzer. Entsprechend werden FFP2-Masken nicht so strikt kontrolliert wie die OP-Masken.
Eine Folge der schlechteren Qualitätskontrolle bei FFP2-Masken kann dann sein, dass unter ihnen auch solche mit schlechterem Filtermaterial auf den Markt kommen - so wie jüngst im Landkreis Aschaffenburg geschehen. 1000 FFP2-Masken wurden dort wegen mangelnder Dichte zurückgerufen.
Zweites Problem: FFP2-Masken helfen nur, wenn sie seitlich dicht sind
Theoretisch sollen FFP2-Masken mindestens 94 Prozent aller Aerosole aufhalten, durch die das Coronavirus maßgeblich übertragen wird. Das gelingt aber nur, wenn die Maske an den Seiten dicht anliegt. Ist zum Beispiel ein Bart im Weg, ist auch die gute Filterwirkung passé. In diesem Fall schneiden sogar OP-Masken besser ab, denn ihr Stoff kann - wenn die Maske richtig getragen wird - vor bis zu 98 Prozent der Aerosole schützen.
Drittes Problem: Mit FFP2-Masken atmet sich´s schlecht - nicht jeder behält sie konsequent auf
Weil FFP2-Masken so eng am Gesicht anliegen, sind sie auch unangenehmer zu tragen. Nicht jeder Maskenträger nimmt das hin. Und genau darin sieht Virologin Protzer auch aus virologischer Sicht einen Nachteil der FFP2-Masken.
"[Man bekommt schlechter Luft] und dann neige ich dazu, sie mal kurz wegzuziehen vom Gesicht, und dann ist natürlich der ganze Effekt weg. Gerade wenn ich mich zum Beispiel anstrengen muss, wenn ich eine Treppe hochlaufe, dann ist es doch mit einer FFP-2-Maske schon unangenehm." Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und Leiterin des Instituts für Virologie der Technischen Universität München
Mit einer medizinischen OP-Maske könne man das hingegen gut machen, sagt Protzer. Wenn Menschen allerdings wieder anfingen, Aufzug zu fahren, anstatt Treppen zu laufen, dann sei "der ganze Effekt weg", meint die Virologin. "Weil in Aufzügen besteht eben eindeutig eine erhöhte Infektionsgefahr", so Protzer.
FFP2-Masken: Weitere Kritik an Bayerns Entscheidung
Vorsichtig kritisiert auch Christoph Spinner, Infektiologe an der TU München, die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, FFP-2-Masken beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln vorzuschreiben. Weil das Atmen mit der FFP2-Maske so schwer fällt, sei sie im Grunde nur was für gesunde Personen. Und selbst Menschen ohne gesundheitliche Probleme müssten bei FFP2-Masken regelmäßig Trage-Pausen einlegen, so Spinners Argument gegen die Verpflichtung von FFP2-Masken.
Die Entscheidung der anderen Bundesländer, auch die blauen OP-Masken zu erlauben, hält er für richtig. “Darüber bin ich sehr froh, dass die Politik hier entsprechend einen rationalen Zugang gefunden hat und in meinen Augen auch nicht überreagiert hat”, sagt Spinner dazu.
Auch das Robert Koch-Institut (RKI) hatte das Tragen von FFP2-Masken für Privatleute bis vor Kurzem nur unter "sorgfältiger Abwägung von potentiellem Nutzen und unerwünschten Risiken" empfohlen. Mittlerweile wurden die Hinweise dazu aber geändert.
WHO und andere Organisationen halten OP-Masken für ausreichend
Auch die WHO und die Deutschen Gesellschaften für Hygiene und Krankenhaushygiene halten die OP-Masken als Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus für ausreichend. Dass sie genauso gut vor einer Übertragung von Viren schützen wie die FFP-2-ähnlichen N95-Masken, wurde bereits in Studien zu Influenzaviren belegt.
Infektiologe: FFP2-Maskenpflicht bei erhöhter Infektionsgefahr
Der Münchner Infektiologe Spinner hält das Tragen von FFP2-Masken nur bei erhöhter Ansteckungsgefahr für sinnvoll.
"Bei uns in Deutschland sollten eigentlich FFP-2-Masken nur dort zum Einsatz kommen, wo ein besonders hohes Risiko einer Aerosol-Bildung besteht. Also beispielsweise beim Umgang mit Sars-Corona-Virus-2-Patienten. Oder bei Verdachtspatienten.“ Christoph Spinner, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin am Klinikum rechts der Isar der TU München

https://www.br.de/nachrichten/wissen/ffp...en,SN5yoc3
 
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#39
Experten und Forscher zweifeln am Wirkungsgrad von FFP2-Masken

Aerosol-Experten und Wissenschaftler haben Zweifel am hohen Wirkungsgrad von FFP2-Masken angemeldet. "Nicht alle Masken schützen so gut, wie es vielfach dargestellt wird", sagte Maximilian Weiß, Geschäftsführer der Karlsruher Firma Palas, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben). Problematisch sei die Norm, nach der die Atemschutzmasken getestet werden.
Palas produziert hochpräzise Geräte zur Messung von Partikeln in der Luft und hat nach eigenen Angaben die Wirksamkeit von mehr als 400 Masken in den vergangenen drei Monaten überprüft. Um die Masken verkaufen zu können, müssen Hersteller sie von Prüfstellen nach der Europäischen Norm EN 149 testen und zertifizieren lassen.
Den Bestimmungen zufolge dürfen die "filtrierenden Halbmasken" einen maximalen Durchlassgrad von sechs Prozent aufweisen. Dieser Wert bezieht sich aber auf Teilchen aus einem breiten Spektrum von Staubpartikeln und Aerosolen mit verschiedenen Größen. Es gibt keine spezielle Prüfung einzelner Kategorien von Partikelgrößen. Untersuchungen von Professor Achim Dittler, Experte für Gas-Partikel-Systeme am Karlsruher Institut für Technologie, haben ergeben, dass Teilchen verschiedener Größe unterschiedlich abgeschieden werden.
So könnten Masken zwar insgesamt 94 Prozent der Partikel aus den Test-Aerosolen abscheiden. Gleichzeitig könnten Teilchen "in einem Größenbereich, der nach heutigem Wissensstand Corona-Partikel in der Luft transportiert", nur um 80 Prozent herausgefiltert werden, sagte Dittler dem RND. Der Forscher hat die Ergebnisse seiner Studien im Dezember vorveröffentlicht und beim Fachblatt "Journal of Aerosol Science" eingereicht.
Die Begutachtung durch andere Experten läuft. Auch die Tests von Palas haben laut Geschäftsführer Weiß ergeben, dass bei 80 Prozent der Masken deutlich weniger als die 94 Prozent der Schwebeteilchen zurückgehalten werden. Weiß fügte hinzu: "Zugelassene und mit CE-Kennzeichnung versehene FFP2-Masken hatten zum Teil einen Durchlassgrad von mehr als 30 Prozent im Bereich der Viruspartikeln."
Roland Ballier, Arzt und Sachverständiger für Medizintechnik, spricht von einem Prüfchaos. "Eine vergleichende Bewertung von Schutzmasken ist nicht möglich und der bestmögliche Schutz durch Kauf von Masken mit den besten Prüfergebnissen ist nicht gewährleistet." Er fordert deshalb bessere Messverfahren bei den Tests.
Foto: Werbeplakat für Corona-Regeln, über dts Nachrichtenagentur

https://www.mmnews.de/politik/158887-exp...fp2-masken
 
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#40
Prüfchaos bei FFP2-Masken: Wie wirksam sind sie wirklich?
  • FFP2-Masken halten mehr über Aerosole transportierte Coronavirus-Partikel ab als Alltagsmasken.
  • Aber wie viel mehr genau? Klar ist, dass auch sie keinen absoluten Schutz vor Ansteckung bieten können.
  • Und nicht alle FFP2-Masken schützten so gut wie es vielfach dargestellt werde, kritisieren Experten.
Es ist derzeit vor aller Munde: Das Filtering Face Piece vom Typ 2. Auch FFP2-Maske genannt. Sie soll in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen getragen werden, um Corona-Ansteckungen zu verhindern. In Bayern ist sie sogar Pflicht. Doch wie wirksam ist sie wirklich? Tests zeigen, dass Halbmasken mit der offiziellen Zulassung teilweise mehr als 30 Prozent der Viruspartikel durchlassen können. Die Ursache dafür ist der Prüfstandard.

„FFP2-Masken filtern mindestens 94 Prozent der Aerosole“, so die Bundesregierung. Doch für Maximilian Weiß, Geschäftsführer der Firma Palas, ist diese Aussage zu pauschal: „Nicht alle Masken schützen so gut, wie es vielfach dargestellt wird.“ Palas produziert hochpräzise Geräte zur Messung von Partikeln in der Luft und hat mehr als 400 Masken in den vergangenen drei Monaten getestet. Das Ergebnis: Acht von zehn Exemplare würden bei kleinsten Aerosolpartikeln, mit denen auch Corona-Viren transportiert werden, deutlich weniger als die 94 Prozent der Schwebeteilchen zurückhalten.
Kritik an der Prüfnorm für FFP2-Masken gerechtfertigt?

Der Hintergrund: Hersteller, die den Mund- und Nasenschutz in Europa verkaufen wollen, müssen ihre Produkte bei zertifizierten Prüfstellen einer sogenannten Baumusterpüfung unterziehen. Die Kriterien für die Tests sind in einer Europäischen Prüfnorm (EN 149) definiert. Genehmigte Masken erhalten eine CE-Kennzeichnung mit einer vierstelligen Nummer, die für die überwachende Stelle steht. „Problematisch ist die Norm, nach der Atemschutzmasken getestet werden“, sagte Weiß des RedaktionsNetzwerk Deutschland. Der Typ FFP2 ist offiziell als „persönliche Schutzausrüstung“ (PSA) beispielsweise für Bauarbeiter klassifiziert und eigentlich für gröbere Staubpartikel und nicht für den Virenschutz ausgelegt.
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Aerosole fallen unterschiedlich groß aus

Weiß betont unterdessen, dass täglich in seinem Unternehmen Anfragen von Firmen und verunsicherten Kunden mit dem gleichen Problem eingingen: „Sie vertrauen den aktuellen Prüfungen von Masken nicht.“ So hätten Hersteller, die ihre Produkte bei mehrere Prüfstellen einreichten, für die gleichen Masken jeweils völlig andere Messergebnisse mitgeteilt bekommen. Das hat damit zu tun, dass Staub und Aerosole an Arbeitsplätzen in sehr unterschiedlichen Teilchengrößen vorkommen. Entsprechend breit ist auch das Spektrum des Partikel-Mixes, mit dem getestet werden darf. Werden bei der Prüfung viele große Aerosole eingesetzt, lässt eine Maske weniger durch als beim Testen mit ganz kleinen Aerosolen. Der Wert von 94 Prozent wird aber für alle Teilchen insgesamt errechnet, die beim Test eingesetzt werden. Es wird nicht nach verschiedenen Größengruppen differenziert.
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Roland Ballier, Arzt und Sachverständiger für Medizintechnik, spricht indes von einem Prüfchaos. „Eine vergleichende Bewertung von Schutzmasken ist nicht möglich und der bestmögliche Schutz durch Kauf von Masken mit den besten Prüfergebnissen ist nicht gewährleistet.“ Er fordert die bessere Messverfahren bei den Tests, „die zu eindeutigen, reproduzierbaren Ergebnissen führen“. Dittler argumentiert in die gleiche Richtung: „Die Aufnahme eines Fraktionsabscheidegrads, die genauere Definition der verwendeten Messtechnik bieten Potenzial in der Weiterentwicklung der Prüfnorm EN 149.“

Das Deutsche Institut für Normung betont hingegen, dass auch Corona-Viren in unterschiedlichen Dimensionen vorkommen, wobei große Teilchen eine hohe Virenlast mit sich führten. Dabei gebe es eine Überlappung mit dem Testspektrum der EN-149-Norm. Eine Prüfung von einzelnen Partikelgrößen gehe deshalb „an der Realität vorbei“, so ein Sprecher. Ballier widerspricht: Große Corona-Aerosole würden beim Husten und Niesen ausgeschieden. Beim Sprechen in Alltagssituationen würden hingegen just die kleinen Partikeln freigesetzt, die für die FFP2-Masken so problematisch seien.

mehr https://www.rnd.de/wirtschaft/ffp2-maske...BGQ4I.html
 
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