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FFP-2 Masken
#1
Nochmal laut und deutlich:

Welche Funktion bzw. Einsatzbereiche haben FFP2-Masken außerhalb der Indikationen des Arbeitsschutzes?
Das Tragen von FFP2-(bzw. FFP3-)Masken durch geschultes und qualifiziertes Personal wird z.B. im medizinischen Bereich im Rahmen des Arbeitsschutzes vorgeschrieben, wenn patientennahe Tätigkeiten mit erhöhtem Übertragungsrisiko durch Aerosolproduktion, z.B. eine Intubation, durchgeführt werden. Siehe hierzu auch die „Empfehlungen der BAuA und des ad-Hoc AK „Covid-19“ des ABAS zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2“.
Beim bestimmungsgemäßen Einsatz von FFP2-Masken muss eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung im Voraus angeboten werden, um durch den erhöhten Atemwiderstad entstehende Risiken für den individuellen Anwender medizinisch zu bewerten. Der Schutzeffekt der FFP2-Maske ist nur dann umfassend gewährleistet, wenn sie durchgehend und dicht sitzend (d.h. passend zur Gesichtsphysiognomie und abschließend auf der Haut, Nachweis durch FIT-Test) getragen wird. Bei der Anwendung durch Laien ist ein Eigenschutz über den Effekt eines korrekt getragenen MNS hinaus daher nicht zwangsläufig gegeben. In den „Empfehlungen der BAuA und des ad-Hoc AK „Covid-19“ des ABAS zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2“ werden FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung empfohlen.
Gemäß Vorgaben des Arbeitsschutzes ist die durchgehende Tragedauer von FFP2-Masken bei gesunden Menschen begrenzt (siehe Herstellerinformationen, i.d.R. 75 Minuten mit folgender 30-minütiger Pause), um die Belastung des Arbeitnehmers durch den erhöhten Atemwiderstand zu minimieren. Bedingt durch den zweckbestimmten, zielgerichteten Einsatz sind keine Untersuchungen zu den gesundheitlichen, ggf. auch langfristigen Auswirkungen der Anwendung von FFP2-Masken außerhalb des Gesundheitswesens z.B. bei vulnerablen Personengruppen oder Kindern verfügbar. Bei Gesundheitspersonal sind Nebenwirkungen wie z.B. Atembeschwerden oder Gesichtsdermatitis infolge des abschließenden Dichtsitzes beschrieben. Beim Einsatz bei Personen mit z.B. eingeschränkter Lungenfunktion oder älteren Personen sind gesundheitliche Auswirkungen nicht auszuschließen.
Die Anwendung durch Laien, insbesondere durch Personen, die einer vulnerablen Personengruppe angehören (z.B. Immunsupprimierte) sollte grundsätzlich nur nach sorgfältiger Abwägung von potentiellem Nutzen und unerwünschten Wirkungen erfolgen. Sie sollte möglichst ärztlich begleitet werden, um über die Handhabung und Risiken aufzuklären, einen korrekten Dichtsitz zu gewährleisten, die für den Träger vertretbare Tragedauer unter Berücksichtigung der Herstellerangaben individuell festzulegen und gesundheitliche Risiken/Folgen zu minimieren. Weiterhin sollten FFP2-Masken grundsätzlich nicht mehrfach verwendet werden, da es sich i.d.R. um Einmalprodukte handelt.
Es ist darauf hinzuweisen, dass im Kontext der allgemeinen Infektionsschutzmaßnahmen das Tragen einer Alltagsmaske eine wichtige Maßnahme darstellt, die allerdings einzeln angewendet nicht so effektiv sein kann wie die Kombination von mehreren Maßnahmen im Sinne eines Maßnahmenbündels. Deshalb sollte der Einsatz von Masken nicht dazu führen, dass andere Komponenten der AHA+L-Regeln vernachlässigt werden oder sogar Risiken bewusst in Kauf genommen werden (z.B. durch Erhöhung der Personendichte in geschlossenen Räumen mit schlechter Belüftung, oder Erhöhung der Zahl der nicht zwingend erforderlichen Kontakte).
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass bei fortschreitendem Infektionsgeschehen es zudem nicht auszuschließen ist, dass es wie zu Beginn der Pandemie zu Engpässen in der Versorgung mit FFP-Masken im Gesundheitswesen, kommen könnte. Siehe auch die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie.
In der Allgemeinbevölkerung ist die Mund-Nasen-Bedeckung eine akzeptierte, verfügbare und einfach zu handhabende Maßnahme (siehe auch die Frage Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zu beachten?).
Stand: 18.11.2020

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html
 
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#2
Hygienearzt Zastrow
So erkennen Sie eine gefälschte FFP2-Maske
Von Thomas Klug
Hygienearzt Klaus-Dieter Zastrow begrüßt die FFP2-Masken-Pflicht. Doch wie kann man eine echte FFP2-Maske von einer Fälschung unterscheiden? Das CE-Zeichen reicht dabei nicht aus. (Video, 5:05 Min).

https://www.welt.de/vermischtes/plus2242...Maske.html

(wie kann man etwas begrüßen was für die private Anwendung nicht empfohlen wird, unter die Arbeitsschutzverordnung fällt. wo Trage und Ruhezeiten festgelegt sind?)
 
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#3
Eine FFP2-Masken, die zu 100% falsch getragen werden und kein Mensch durch die Maske atmen wird, ist ein schlechteres Faceshild. Und wenn Sie richtig getragen werden, dann helfen sie nicht einmal!

[Bild: EruKBOTXMAsqZYX?format=png&name=small]
 
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#4
Ich halte die Anordnung FFP2-Masken zu tragen schlicht für rechts- und verfassungswidrig. Es ist erwiesen, dass FFP2-Masken einen erhöhten Atemwiderstand haben und im Arbeitsrecht eine solche nicht ohne ärztliche Untersuchung angeordnet werden darf und zwingende Tragezeitbegrenzungen gelten. Die europäische Kommission hat hierzu auch noch einmal deutlich Stellung bezogen.
Was Herr Söder hier macht, ist schlicht unverantwortlich.


Laut Umfragen halten in der Altersgruppe der 30 - 59jährigen die Maßnahmen für übertrieben. Insgesamt bis zu 35 Prozent.
Wenn sich alle in Bayern, die diese Auffassung vertreten, an dem Volksbegehren beteiligen, kann es das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sein, dass der Souverän von seinem Recht, eine Regierung auch wieder abzuwählen, Gebrauch macht.

Es liegt an uns allen, endlich Grenzen aufzuzeigen und dafür zu sorgen, dass die wirklich gefährdeten Gruppen geschützt werden. Kein Bundesland hat so schlechte Zahlen, wie Bayern.
Wenn alle mithelfen, können die Initiatoren erfolgreich sein.

Hier ein interessanter Artikel:

https://munkeltman.de/?p=993
 
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#5
Wird jetzt mal beobachten, ob das@rki_de
den Text zu den FFP2-Masken aus gegebenem Anlass auf Wunsch geistig und moralisch verarmter deutscher Politiker abändern wird.

(ändert aber nichts, weil es an anderer Stelle in der Arbeitschutzverordnung auch steht.)
 
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#6
Wie lange sollte eine Schutzmaske maximal getragen werden?

News 09.11.2020 COVID-19-Pandemie
Erst war es nur die Pflegebranche, die Schutzmasken getragen hat. Seit der Maskenpflicht in Bus und Bahn, Fußgängerzonen, Geschäften und an den unterschiedlichsten Arbeitsplätzen will jeder wissen: Wie lange schützt die Maske bzw. wie oft muss sie gewechselt werden?
Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) hat anhand von mathematischen Simulationen ermittelt, dass vor allem die Tätigkeit eine Rolle spielt. Ist die Maske durch vieles Reden oder körperlich anstrengende Arbeit durchfeuchtet, schützt sie nicht mehr. Sondern im Gegenteil: dann wird sie sogar zum Risiko.
Bei starker körperlicher Belastung muss 5x öfter gewechselt werden
Die Angaben der Hersteller zur Tragedauer sind nur Richtwerte. Die Berechnungen des Fraunhofer ITWM haben ergeben, dass sich die Tragedauer einer Maske bei anstrengender körperlicher Arbeit verringert. So müssen z. B. Pflegekräfte je nach Tätigkeit die Maske 5x öfter wechseln als Beschäftigte in der Klinikverwaltung.
Durchfeuchtete Maske wird zur Infektionsbrücke
Ist die Maske durchfeuchtet, schützt sie nicht mehr sicher vor einer Infektion – egal, ob es sich um eine selbstgenähte Mund-Nasen-Bedeckung (MNB), einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) wie z. B. eine OP-Maske oder eine FFP-2-Schutzmaske handelt. Je feuchter die Maske durch Atmen oder Schweiß wird, desto mehr lässt ihre Filter- und Schutzwirkung nach. Im Gegenzug nimmt die Verkeimung zu. Das bedeutet, das die durchfeuchtete Maske zur Infektionsbrücke wird, wenn beim Niesen oder Husten Tröpfchen von der Außenfläche in die Umgebung geschleudert werden.
Empfehlungen von Tragezeiten orientieren sich an FFP2-Masken
Aktuell gibt es hinsichtlich des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel keine Empfehlungen zu Tragezeiten. Da es aber Hinweise gibt, dass Masken aus Baumwolle, Leinen oder Seide (MNB) sowie medizinische Gesichtsmasken (MNS) ähnliche Atemwiderstände wie partikelfiltrierende FFP2-Halbmasken mit Ausatemventil aufweisen können, empfiehlt der Koordinierungskreises für Biologische Arbeitsstoffe (KOBAS) der DGUV in einer Stellungnahme, sich bei den Tragezeiten an der DGUV Regel 112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“ zu orientieren.
Diese Empfehlung, die Anfang Oktober 2020 aktualisiert wurde, bezieht sich ausschließlich auf den Geltungsbereich des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und nicht z. B. auf das Tragen von medizinischen Gesichtsmasken zum Patientenschutz im Gesundheitsbereich.
FFP2-Masken erschweren das Atmen
FFP2-Masken schützen mit ihrer Filterwirkung auch den Maskenträger. Der Filter erschwert allerdings das Atmen. In der DGUV Regel "Benutzung von Atemschutzgeräten" finden sich deshalb Angaben zu Trage- und Pausenzeiten. Diese sind bei einer Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen.
Nach spätestens 3 Stunden Tragezeit werden 30 Minuten Erholungspause empfohlen
Für filtrierende FFP2-Halbmasken mit Ausatemventil wird eine Tragedauer von 120 Minuten, bei leichter Arbeit bis zu 3 Stunden empfohlen. Darauf sollte eine Mindesterholungspause von 30 Minuten folgen. Insgesamt sind so max. 3 Einsätze pro Arbeitsschicht möglich.
Für filtrierende FFP2-Halbmasken ohne Ausatemventil verkürzt sich die Tragedauer auf 75 Minuten. Die Einsätze können dann bis zu 5 pro Schicht betragen. Die Pausendauer bleibt bei 30 Minuten.
Bei einer kürzeren Tragedauer ergibt sich eine entsprechend kürzere Erholungsdauer.
Sind zwischendurch Tätigkeiten ohne Maske möglich, können diese als Erholungszeit gewertet werden.
Was mache ich mit einer gebrauchten Maske?
Eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) kann theoretisch mehrere Stunden getragen werden. Allerdings empfiehlt sich ein Wechsel, sobald sich die MNB feucht anfühlt, spätestens jedoch arbeitstäglich. Wird sie sofort nach dem Tragen z. B. bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine und mit Vollwaschmittel gewaschen, kann sie danach erneut zum Einsatz kommen. Zum hygienischen Transport eignet sich ein Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss.
Gesundheitsexperten nennen für den Mund-Nasen-Schutz (MNS) eine Gesamttragedauer von 3 bis 4 Stunden, wenn er nicht durchfeuchtet ist. Da Waschen oder Bügeln nicht möglich sind, ist das Einmalprodukt nach dem Tragen zu entsorgen.
FFP2-Masken im privaten Gebrauch mehrfach nutzbar
FFP2-Masken können nicht gewaschen werden, eine Wärmebehandlung ist bisher umstritten. Manche Experten sehen allerdings kein Problem darin, die Masken im privaten Gebrauch mehrfach zu nutzen. Dafür sollte die Maske laut RKI zum Trocknen frei an der Luft hängen. Ideal ist eine Bestrahlung durch UV-Licht, z. B. durch die Sonne. Um Keimen und Erregern „auszutrocknen“, braucht es mindestens 72 Stunden, so die US-amerikanische Seuchenbehörde CDC. Wer also täglich eine FFP2-Maske nutzen will, sollte sich am besten eine für jeden Wochentag zulegen.

https://www.haufe.de/arbeitsschutz/siche...16946.html
 
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#7
Der plötzliche Schwenk auf FFP2-Masken

hat das etwa hiermit zu tun?

Plus Minus – Zum Thema FFP 2 Masken





Maskendebakel - Wer zahlt die teure Beschaffung des Bundes? 16.09.2020 ∙ Plusminus ∙ Das Erste Ein weiteres, massives, Versagen der Regierung / des BGM Spahn und in Höhe von ca. 6 - 9 Mrd. €, zu Lasten der Bevölkerung. Bitte schauen Sie sich diese offiziellen Film von -plusminus- einmal in aller Ruhe an! Unabhängig der massiven rechtlichen Problematik / der zu prüfenden Rechtsbrüche des Bundesgesundheitsministeriums und damit des BGM Spahn, erscheint es doch real so, als ob die neuen Bundesanweisungen / über Merkel / Spahn / Söder usw., zur FFP2 Pflicht nichts anderes ist, als eine Maßnahme, eine staatlich versuchte Zwischenfinanzierung über die kostenpflichtige Abgabe an Dritte zum Erwerb der FFP2 Masken, die eigenen aufgelaufenen und vor allem bisher der bisher staatlichen, unbezahlten Rechnungen / Kosten zu bezahlen / bezahlen zu können! Wohlbemerkt, wir reden hier von einer Größenordnung von staatsseitigen Verpflichtungen in Höhe von 6 - 9 Mrd. € für "Nothing"! Unmöglich und als Kaufleute, wie Politiker, untragbare Diletanten und vor allem wirtschaftsethisch, eine unterste Schublade. Wer bestellt, bezahlt, so einfach ist das! Herzlichst Ihr Thomas H. Stütz

( In Österreich hat die Regierung ähnliches vollbracht mit dem Millionen.teuren Erwerb von Corona-Tests, Die man jetzt versuch durch "Freitesten" oder "Reintesten" irgendwie noch an den Mann/Frau zu bringen)
 
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#8
KikiiRose@RoseKikii
Mein Held. Zu FFP2 Masken


VIDEO
 
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#9
Unterschied zu Alltagsmasken

So können Sie FFP2-Masken wiederverwenden

Anders als Alltagsmasken sollen FFP2-Masken nicht wiederverwendet werden. Da sie recht teuer sind, benutzen viele Menschen sie trotzdem mehrfach. Dabei sollten jedoch einige Dinge berücksichtigt werden.
Welche Besonderheiten gelten beim Tragen einer FFP2-Maske?
FFP2-Masken - ebenso wie ähnliche hochwertigere Atemschutzmasken der Klassen N95 oder KN95 - sind dichter als Mund-Nase-Masken. Sie filtern somit mehr und auch kleinere Partikel und bieten daher mehr Schutz für den Träger. Allerdings ist der Schutzeffekt nur dann umfassend gewährleistet, wenn die Maske durchgehend und dicht sitzend getragen wird.
Das dichtere Material erhöht den Atemwiderstand. Gerade für ältere Menschen oder Kinder kann das gesundheitliche Auswirkungen haben. Deshalb sollten FFP2-Masken nach allgemeiner Empfehlung maximal 75 Minuten durchgehend getragen werden - mit anschließender 30-minütiger Pause.
Ursprünglich sind solche Masken für den Arbeitsschutz gedacht, zum Beispiel im medizinischen Bereich. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin rät daher von der privaten Nutzung ab. Das RKI empfiehlt, FFP2-Masken "grundsätzlich nur nach sorgfältiger Abwägung von potentiellem Nutzen und unerwünschten Wirkungen" zu tragen.

Ein Problem haben Bartträger. Denn die Luft nimmt beim Ein- und Ausatmen immer den einfachsten Weg. Wenn sie ungefiltert an den Seiten der Maske vorbeiströmt, dann schützt die FFP2-Maske nicht vor einer Ansteckung mit dem Sars-CoV-2-Erreger. Dann "ist sie nicht wirksamer als eine einfache Maske", erläutert Christof Asbach, Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung. "Im Grunde bleibt eigentlich nur die Möglichkeit, sich zu rasieren."

Außerdem sollten FFP2-Masken grundsätzlich nicht mehrfach verwendet werden, da es sich in der Regel um Einmalprodukte handelt - zu erkennen am Aufdruck NR. Das steht für "non-reusable", zu deutsch nicht wiederverwendbar.

Können FFP2-Masken wiederverwendet werden?

Sie sind dafür nicht konzipiert. FFP2-Masken sind für den Arbeitsschutz gemacht und halten in der Gesamtsumme mindestens acht Stunden. Man kann die Zeit beim Tragen auch aufaddieren - etwa wenn man sie nur beim Busfahren und beim Einkaufen trägt. Ein Problem: Die Fasern der FFP2-Masken sind elektrisch geladen, um den Filtereffekt zu vergrößern. Mit der Zeit nutzt sich die Ladung aber ab.

Da FFP2-Masken recht teuer sind - in Apotheken werden sie dieser Tage meist zu einem Stückpreis von rund fünf Euro verkauft -, nutzen viele Laien die Masken oft mehrfach und auch an mehreren Tagen. Das wissen auch die Experten, die davon eigentlich abraten.

Deshalb förderte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) an der Fachhochschule (FH) und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein Projekt, das die Wiederverwendbarkeit untersuchte. Die Forscher prüften Verfahren, die das Infektionsrisiko bei der Mehrfachverwendung verringern sollen. Die Ergebnisse haben sie in einem anschaulichen Flyer veröffentlicht, der als PDF auf der Seite der FH Münster abrufbar ist.

Was muss beim Wiederverwenden beachtet werden?
Wer FFP2-Masken wiederverwendet, sollte dazu immer seine eigene Maske nehmen. Oberste Regel laut der Münsteraner Forscher: keine Masken tauschen, auch nicht innerhalb der Familie. Jeder Träger hinterlässt Erreger der eigenen Nasen-, Rachen- und Hautflora auf der Maske. Die lässt sich kaum vernichten.
FFP2-Masken können de facto nicht gereinigt werden. Mit den Maßnahmen, die die Forscher vorschlagen, werden Schmutz oder Körperflüssigkeiten nicht entfernt. Wenn die Masken jedoch desinfiziert werden, funktionieren sie immer noch. Allerdings ist das keine Dauerlösung. Deshalb sollten FFP2-Masken nach maximal fünf Desinfektionen nicht mehr verwendet werden. Wichtig ist auch, dass eine Maske insgesamt nicht länger als etwa acht Stunden getragen wird. Und auch wenn sie durchfeuchtet ist, muss sie entsorgt werden.

Wie können FFP2-Masken desinfiziert werden?
Das Coronavirus hält sich bei Raumtemperatur erstaunlich lang auf Oberflächen, auch auf einer FFP2-Maske. Daher sollte man eine FFP2-Maske idealerweise nur einen Tag lang nutzen und sie anschließend eine Woche lang zur Seite legen. "In dieser Zeit verlieren potenziell auf den Masken befindliche Viren weitestgehend ihre Infektiosität, so dass anschließend eine Wiederverwendung möglich ist", erklärt Stephan Ludwig, Direktor des Uni-Instituts für Molekulare Virologie in Münster.
Für einen geschlossen Kreislauf sind demnach sieben Masken pro Person notwendig. Die Forscher empfehlen, die Masken zum Beispiel an einem Haken oder Nagel an der Wand aufzuhängen - bei mehreren Personen im Haushalt streng getrennt nach Maskenträger. Wichtig: Küche oder Bad eignen sich nicht zum aufhängen, da dort die Raumluft in der Regel zu feucht ist. Man kann die Masken auch auf einer Wäscheleine aufhängen.

Wer die Regenerationszeit von einer Woche verkürzen will, ohne dass der Schutz gegen das Coronavirus verloren geht, kann laut der Studie die Maske bei 80 Grad Celsius erhitzen. "Sars-CoV-2 zählt zu den behüllten Viren, und diese reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen", erläutert Martin Kreyenschmidt, Leiter des Instituts für Konstruktions- und Funktionsmaterialien der FH Münster. Um die Viren, nicht aber die Masken zu zerstören, ist es am besten, wenn FFP2-Masken für eine Stunde konstant bei 80 Grad Celsius thermisch behandelt werden.
Kann ich die Masken im Backofen erhitzen?
Ja, allerdings sollte die Maske zuvor mindestens einen Tag lang an der Luft trocknen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die 80 Grad auch durchgehend eingehalten werden. Das lässt sich zum Beispiel mit einem guten Bratentherometer kontrollieren. Temperaturen unter 80 Grad machen dem Coronavirus nichts aus. Auch andere Bakterien oder Pilze können bei niedrigen Temperaturen nicht unschädlich gemacht werden.
Der Backofen sollte allerdings auch nicht auf deutlich mehr als 80 Grad erhitzt werden. Viele FFP2-Masken verformen sich schon ab 90 Grad und erleiden Materialschäden, die nicht sichtbar sind. Das Forscherteam empfiehlt, den Backofen auf Ober- und Unterhitze einzustellen. Bei Umluft hingegen könnten sich die Sars-CoV-2-Erreger im Ofen durch den Luftzug verbreiten.

Auch die Desinfektion mit einem elektrischen Reiskocher ist wohl möglich. Die US-Wissenschaftsgesellschaft ACS hat dazu N95-Masken im Reiskocher ohne Wasser eine Stunde lang erhitzt. Die Masken müssten dabei auf einem Handtuch liegen, schrieben sie. Denn sonst würde die Bodenplatte des Kochers ohne Wasser deutlich heißer als 100 Grad werden, was die aufliegende Maske nicht überstehen würde. Die Maske habe diese Prozedur mehrmals ohne Beeinträchtigung der Filterleistung überstanden, hieß es. Unklar ist jedoch, wie oft der Reiskocher den Trockenbetrieb mitmacht, denn dafür ist er nicht konzipiert.
Forscher in Münster haben die Reiskocher-Methode nicht selbst getestet. "Wir können daher keine Aussage dazu machen, ob die Filtrationsleistung der FFP2-Masken nach Anwendung der jeweiligen Methode nachlässt", erklärten sie. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach empfahl seinen mehr als 340.000 Followern auf Twitter diese Methode.

Was ist mit Mikrowelle, Waschmaschine oder UV-Lampe?
Die sind alle nicht geeignet. Denn die Wirkung einer Mikrowelle hängt davon ab, wie feucht die Maske ist. Sie erzeugt unterschiedliche Temperaturen in unterschiedlichen Materialien. Daher ist eine gleichmäßige Desinfektion nicht gewährleistet. Zudem können nicht sichtbare Materialschäden verursacht und die Filterleistung beeinträchtigt werden.
In der Waschmaschine werden die Masken sehr stark mechanisch belastet und kommen mit Waschmittel in Kontakt. Beides kann die Masken beschädigen oder die Filterleistung des Vlies beeinflussen. Ähnliches gilt auch für Spülmaschinen. Dabei können sich Schaumstoffpolster lösen und die Elastizität der Haltebänder beeinträchtigt werden.

UV-Licht inaktiviert zwar die Erreger, es wirkt aber nur bei direkter Lichteinstrahlung und daher nur auf der Maskenoberfläche. Viren, die sich in der Maske befinden, werden kaum inaktiviert. Zudem kann das UV-Licht negative Auswirkungen auf die Kunststoffe der Maske haben.
Auch andere Methoden sind bei der FH Münster durchgefallen: Die FFP2-Masken sollten daher auch nicht im Kochtopf desinfiziert werden, weil das die Materialien schädigt.
Was muss man sonst noch zu FFP2-Masken wissen?
Welche Vorteile FFP2-Masken bieten, wie sie richtig getragen werden oder woran geprüfte Masken zu erkennen sind, haben wir in einem gesonderten FAQ bereits beantwortet.

https://www.tagesschau.de/faktenfinder/f...n-105.html

(Sie sollen nicht wiederverwendet werden, aber dann irgendwie doch, nachdem an der Luft getrocknet und im Backofen gebraten. Dodgy )

FFP2 Masken. Also da gibt es zwar kein Gesetz, aber eine klare Empfehlung des Arbeitsschutzes (das ist eine Behörde), dass man diese Maske am Stück nur 70 Minuten tragen darf, und dann soll man 30 Minuten keine (!) Maske tragen. Weil sonst der Atemapparat zu sehr belastet wird. Sind die Politiker nicht in der Lage das zu berücksichtigen? Was sollen die Leute denn jetzt machen nach 70 Minuten, um 30 Minuten ohne Maske zu sein?`
Natürlich sagen sie jetzt, es ist ja kein Gesetz, keine Verordnung, nur eine Empfehlung. Aber der Arbeitsschutz hat sich das gewiss nicht aus Spaß ausgedacht. Hier sehe ich ein Problem, wo die Leute im Stich gelassen werden. Es ist geradezu unerhört oder einfach nur dumm.
 
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#10
16. Januar 2021 um 18:47
Schiffmann hat im Bushido des Tages Video aus den Nutzungshinweisen des RKI zum Umgang mit Masken der Kategorie FFP2 zitiert. Söder wie immer keine Ahnung. Hauptsache den Hardliner mimen. Zeit dass Söder in den Lockdown geht, für immer.
https://de.rt.com/inland/111859-teure-be...asken-auf/
Geschieht dem Dummvolk recht. Solln se von mir aus 6.- pro Maske kassieren. die Leute kriegen was sie gefordert haben. Selber schuld.
 
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