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Gesundheitssysteme
#1
Europa: Mehr als 25.000 Pandemie-Tote infolge zerstörter Gesundheitssysteme
Am Sonntag schoss die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus erneut in die Höhe. Mehrere Länder verzeichneten den bisher höchsten Anstieg an einem Tag. Insgesamt meldeten die europäischen Staaten am Sonntagabend fast 400.000 Coronavirus-Infizierte. In nur sechs Wochen ist die Zahl der Todesfälle von Null auf über 25.000 angestiegen. In Italien stieg die Zahl der Toten am Wochenende um über 1.600 auf nahezu 11.000. Die Zahl der gemeldeten Infektionen nähert sich der 100.000-Schwelle und ist bereits höher als in China.
Es wird befürchtet, dass die ärmeren Regionen im Süden des Landes bald genauso unter Druck geraten werden wie der reichere Norden.
In Spanien kamen dieses Wochenende sogar noch mehr neue Todesfälle (1672 Fälle) hinzu als in Italien. Das Land verzeichnete am Sonntagabend eine Gesamtzahl von 6606 Todesfällen. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg auf fast 80.000.
Deutschland zählte am Sonntagabend fast 500 Tote und über 60.000 Infizierte. In Frankreich stieg die Zahl der Toten um über 600 auf 2.609. Die Gesamtzahl der Infizierten überschritt dort die 38.000. Mittlerweile sind in Frankreich 4.000 Menschen auf lebenserhaltende Maßnahmen angewiesen, und schon jedes zweite Bett mit Beatmungsgerät ist belegt. Die Regierung verlängerte die Ausgangssperre um zwei Wochen.
In Großbritannien stieg die Zahl der Toten ebenfalls bedenklich an; seit Freitagabend stieg sie um fast 500 auf 1.231, und die Zahl der bestätigten Infektionen betrug fast 20.000. Wie in den meisten Ländern, wird die Zahl der Infizierten durch den Mangel an Tests künstlich niedrig gehalten. Wie stark sich die Krankheit wirklich ausbreitet, verdeutlicht die Tatsache, dass Premierminister Boris Johnson, Gesundheitsminister Matt Hancock und der oberste medizinische Berater Chris Whitty allesamt positiv getestet wurden. Auch Prinz Charles hat sich bereits infiziert.
Nachdem die Regierungen in Europa die Gesundheitssysteme jahrelang dezimiert und der Ausplünderung durch die Privatwirtschaft überlassen haben, sind die mehr als 500 Millionen Einwohner des Kontinents leichte Beute für die COVID-19-Pandemie. Unmittelbar bevor Johnson positiv getestet wurde, war er vor seinem Amtssitz in der Downing Street noch an einer nationalen Demonstration zur Unterstützung der überlasteten Ärzte, Pflegekräfte und des Personals des National Health Service (NHS) aufgetreten. Um 20 Uhr kamen Millionen Menschen aus ihren Häusern, um ihnen zu applaudieren und auf Töpfe und Pfannen zu schlagen. Zuvor hatten die Nachrichten Berichte von überlasteten Krankenhäusern und überarbeitetem Personal gebracht, das ohne Schutzausrüstung arbeitet und sich deshalb ansteckt. Diese Szenen sind in Italien, Spanien und dem Rest Europas bereits allgegenwärtig.
Johnsons Teilnahme war ein Akt von ungeheurem Zynismus – nicht nur weil seine wochenlange Untätigkeit die Ausbreitung des Coronavirus ermöglicht hat, sondern weil der NHS während der letzten zehn Jahre von seiner Partei so kaputtgespart wurde, dass er der jetzigen Herausforderung nicht mehr gewachsen ist.
Die Gesundheitsausgaben pro Kopf sind in den sieben Jahren von 2009/2010 bis 2016/2017 um nur 0,6 Prozent gestiegen; zwischen 1996/1997 und 2009/2010 betrug der Anstieg noch 5,4 Prozent. Im Jahr 2015 wurde der NHS angewiesen, bis 2020 seine „Effizienz“ durch Einsparungen in Höhe von zweiundzwanzig Milliarden Pfund zu steigern. Im Jahr 2018/2019 waren 47 Prozent der NHS-Trusts und 67 Prozent der Trusts von Akutkrankenhäusern defizitär. Das Gesamtdefizit wird auf fünf Milliarden Pfund geschätzt.
Unter den Industrienationen ist die Zahl der Ärzte und Pflegekräfte pro Kopf nur in Polen noch niedriger als in Großbritannien. Der Durchschnittswert der OECD liegt bei 3,6 Ärzten und 10,1 Pflegekräften auf tausend Einwohner; in Großbritannien liegt er bei 2,8 bzw. 7,9. Es gibt derzeit 44.000 freie Stellen im Pflegebereich (zwölf Prozent der notwendigen Arbeitskräfte) und 10.000 freie Stellen für Ärzte. Insgesamt gibt es beim NHS 100.000 freie Stellen, d.h. etwa eine freie Stelle auf zwölf Arbeitsplätze................

weiter https://www.wsws.org/de/articles/2020/03...o-m30.html
 
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#2
Focus:  "Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen": Merkel mit deutlicher Ansage vor Ostern
Das Coronavirus stürzt Deutschland und viele andere Länder weltweit in den Krisenmodus. Das Robert-Koch-Institut, aber auch Vertreter der Bundesregierung melden sich regelmäßig zu Wort. Im Ticker von FOCUS Online verpassen Sie kein Statement zur aktuellen Corona-Lage - sowohl aus Deutschland, Europa und der Welt.

So ein Plappermäulchen unsere Kanzlerin der Herzen. Erkannte Fehler werden schön umschrieben, Schutz Masken werden in Zukunft in Deutschland gefertigt und bekommt die Kurve mit der aktuellen Kurve, die natürlich abgeflacht ist ... wo flach wie die Rede und wir müssen wie immer sehr konzentriert bleiben, weil man ist ja fragil. Leichtsinn kommt nicht mehr in Frage! Schützt das Gesundheitssystem und sucht keine Eier.
https://bachheimer.com/deutschland
 
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