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Corona-Sterblichkeit/Letalität/Übersterblichkeit
#31
(20.05.2020, 22:05)Rantanplan schrieb: Es gibt schon Abweichungen (die dann aber eben nicht so einfach erklärbar sind), zB Iran.

Noch was zu UK: Seit Beginn des Jahres sind schon 10% aller über 90-jährigen gestorben...

Was meinst du mit Abweichungen im Iran? Das es zahlreiche Parlamentsmitglieder getroffen hat?

die aktuellen Zahlen:

Iran:

Bestätigt
126.949
(+ 2.346)

Genesene
98.808

Todesfälle
7.183

Einwohner
: 82.Millionen (vergleichbar mit Deutschland)
 
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#32
(20.05.2020, 22:14)Rundumblick schrieb: Was meinst du mit Abweichungen im Iran? Das es zahlreiche Parlamentsmitglieder getroffen hat?

Big Grin

Nein, der Verlauf ist total untypisch - übrigens ähnlich untypisch, wie der in UK Mainland, aber anders.

Im Iran gehe ich von echten Zahlen aus - was es nur unverständlicher macht.

In UK scheinen die gerade ihre Bevölkerungsfortschreibung zu korrigieren.
Mehr Popcorn
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#33
Hallo Rantanplan,

zunächst Danke für die Zahlenanalyse.

Allerdings haben wir ein bißchen aneinandervorbeigeredet. Meine zutreffende Feststellung, daß in kurzer Zeit markant viel mehr gestorben sind, bezog sich nicht auf Deutschland. Das war für mich implizit im Kontext der Aussage Drostens klar, die sich auf Italien bezieht. Ich denke an die absoluten EuroMomo-Zahlen (nicht den dubiosen Z-Score), die es leider nur für die Gesamtheit der teilnehmenden Länder gibt, und aus Italien habe ich auch irgendwo eindeutige Zahlen gesehen.

Was Deutschland betrifft, stimme ich Dir voll zu.

Zitat:Und endlich ist 2020 wirklich Sptzenreiter. Da aber in den Wochen (und Monaten) zuvor weniger gestorben sind, hat der April evtl. das vorherige "Zuwenig" nur aufgeholt...

Ganz meine Meinung. Es ist logisch, daß eine Übersterblichkeitswelle unmittelbar in eine Untersterblichkeitswelle übergeht, weil ihr viele Menschen zum Opfer fallen, die sonst erwartungsgemäß wenige Wochen später gestorben wären. Da es 2020 in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren keine große Übersterblichkeitswelle gab, fällt auch die folgende Untersterblichkeit nicht so deutlich aus, und das erklärt die höhere Sterblichkeit im April. Wer das (direkt oder indirekt) Corona zuschreiben will, hat nicht mehr alle Latten am Zaun.
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#34
20.5.

Podcast

Der Blick auf Italien alarmiert Christian Drosten. Der Virologe spricht von einer „frappierenden Erhöhung“ an Coronavirus-Fällen.
(....)
Drosten: Coronavirus anders als Schweinegrippe
Weiter warnte Drosten davor, das Coronavirus mit der Schweinegrippe-Pandemie 2009 zu vergleichen und dabei auf ähnliche Effekte zu hoffen. Die WHO habe damals eine Warnung ausgesprochen, so der Forscher der Charité Berlin.
Man habe die Schweinegrippe damals als größere Gefahr eingeschätzt, als sie eigentlich gewesen sei, weil es bereits eine gewisse Herdenimmunität gegen den Erreger gegeben habe, so Drosten weiter. So seien die Viren mit einem Erreger verwandt gewesen, den es in Deutschland bereits gegeben habe. Das hatten die Forscher damals einfach nicht gewusst.

https://www.morgenpost.de/vermischtes/ar...erend.html
 
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#35
Coronavirus in Italien

Sterblichkeit in stark betroffener Gemeinde stieg um Faktor elf

In der italienischen Gemeinde Nembro sind einer Studie zufolge im März 2020 etwa elf mal so viele Menschen gestorben wie im Vorjahresmonat, die Hälfte davon wurde als Corona-Tote erfasst. Trotzdem stehe der gesamte Anstieg im Zusammenhang mit der Pandemie, sagte der Epidemiologe Tobias Kurth im Dlf.
Über 315.000 Corona-Tote weltweit zählt die Johns-Hopkins-Universität mittlerweile. Doch spiegelt diese Zahl tatsächlich wider, wie viele Todesopfer auf das Konto des Erregers gehen? Einen Hinweis darauf könnte die italienische Gemeinde Nembro liefern, ungefähr zehn Kilometer nordöstlich von Bergamo. Elf- bis zwölftausend Menschen leben dort. Die Struktur der Bevölkerung ist verhältnismäßig stabil. So wie auch die Zahl der Menschen, die normalerweise in der Gemeinde versterben. In den vergangenen Jahren waren das durchschnittlich neun bis zehn pro Monat.
Der Corona-Ausbruch in Norditalien hat diese Zahlen deutlich nach oben schnellen lassen, denn die Gemeinde gehörte zu den Brennpunkten der Epidemie in der Region.
Forschende aus Italien und Deutschland haben sich diese Zahlen näher angeschaut und nun im Fachblatt BMJ veröffentlicht. Zu ihnen gehört Tobias Kurth, Direktor des Instituts für Public Health an der Berliner Charité.
Arndt Reuning: Welche Informationen haben die Forschenden in den Zahlen gefunden?
Tobias Kurth: Sie haben gefunden, dass im März diesen Jahres die Zahl der Todesfälle deutlich nach oben geschossen ist. Es sind ungefähr elfmal so viele Menschen gestorben in diesem Monat wie in dem Vergleichsmonat davor, und es sind mehr Menschen diesen Monat gestorben als im gesamten vorigen Jahr oder den vorhergehenden Jahren, sodass hier eine deutliche Erhöhung der Sterblichkeit stattgefunden hat.
Arndt Reuning: Das war die Gesamtsterblichkeit, die war in den ersten Monaten dieses Jahres deutlich erhöht, sagen Sie. Wissen Sie denn, wie viele Menschen davon offiziell als COVID-19-Todesfälle gemeldet waren?
Kurth: Ja, von dem Zeitraum, von dem wir Daten bekommen haben, sind 166 Menschen verstorben, und 85 davon hatten einen positiven Test auf das SARS-CoV-2-Virus. Das heißt, diese Menschen wurden dann auch klassifiziert als COVID-19-Todesfälle, sodass ungefähr die Hälfte der Todesfälle mit COVID-19 in Verbindung gebracht werden konnte.
COVID-19 oft auch als indirekte Todesursache 
Reuning: Das heißt, es sind deutlich mehr Menschen gestorben, als offiziell als COVID-19-Todesopfer gelten.
Kurth: Das ist richtig. Das ist nicht ungewöhnlich und auch war dies so zu erwarten. Das hat zum einen damit zu tun, dass eben nicht alle Patienten, die verstorben sind, getestet werden konnten beziehungsweise auch nach dem Tod nicht getestet wurden. Wir wissen ja auch, dass andere Erkrankungen nach wie vor vorhanden sind und Patienten vielleicht etwas weniger ins Krankenhaus gegangen sind beziehungsweise gar nicht mehr vor die Haustür gegangen sind, sodass es hier eine Mischung aus direkten Folgen der Pandemie, eben durch die Virusinfektion, beziehungsweise indirekten Folgen durch andere Erkrankungen oder Einschränkungen des Gesundheitssystems hier zu der Erhöhung der Todeszahlen geführt hat.
Reuning: Wir haben ja immer wieder diskutiert, wie verlässlich diese COVID-19-Todeszahlen wirklich sind, und ein Argument dabei lautet, dass die Verstorbenen zum großen Teil doch sehr alt sind – das gilt auch für die Zahlen in Nembro –, und dass sie möglicherweise nicht an COVID-19 verstorben sind, sondern an einem anderen altersbedingten Leiden und dass sie fälschlicherweise zu den Corona-Opfern gezählt werden, dass sie also nicht an dem Virus gestorben sind, sondern mit ihm. Wie sehen Sie denn dieses Argument, wenn Sie Ihre Zahlen betrachten?
Kurth: Hierzu haben wir keine genauen Daten, weil die Gründe des Todes im Prinzip nicht erfasst wurden beziehungsweise auch nicht in den Datenbanken erhältlich sind. Es ist natürlich auch die Frage, inwieweit man jetzt von einem Virus direkt sterben kann oder eben andere Gründe, zum Beispiel jetzt Versagen eines bestimmten Organes, dann zum Tode führen. Das ist eine Diskussion, die sicherlich für einige Aspekte der biologischen Funktion interessant ist, aber im Sinne der Pandemie ist es schon wichtig, auch zu sehen, dass wenn man jetzt Daten hat aus den vorhergehenden Jahren und ungefähr abschätzen kann, was passieren wird, wie viel Tote eben erwartet werden, und man eine deutliche Erhöhung hat, kann dies eigentlich nur mit der Pandemie in Zusammenhang gebracht werden. Ob sie nun direkt an einem Virus gestorben sind oder eben nicht, ich glaube, dazu brauchen wir noch viel detailliertere Daten, die im Moment einfach nicht zur Verfügung stehen.
"Hier müssen einfach andere Daten dann zur Verfügung stehen"
Reuning: Lassen sich denn diese Zahlen aus der italienischen Gemeinde hochrechnen, um weltweit darauf schließen zu können, wie stark unterschätzt denn die offiziellen Zahlen zu den Todesopfern sind, oder sind die Zahlen aus Italien dafür einfach viel zu klein?
Kurth: Es geht nicht darum, dass die Zahlen zu klein sind, es geht darum, dass Sie eigentlich ein regionales Geschehen nicht hochrechnen können auf ein Ländergeschehen oder weltweites Geschehen. Dazu ist die Zusammensetzung der Bevölkerung auch ganz anders. Wir wissen, dass die Pandemie eben regional sehr stark die Bevölkerung trifft, zum Beispiel erst in Nembro und dann in anderen Städten – zum Beispiel im Süden des Landes passierte gar nichts, und wir sehen ja auch Ähnliches in Deutschland. Sie können jetzt also nicht Daten aus Nembro oder aus der Heinsberg-Studie nehmen und von Heinsberg auf Deutschland hochrechnen und von Nembro auf Italien, das ist nicht möglich. Hier müssen einfach andere Daten dann zur Verfügung stehen – diese Studien laufen –, dass Sie repräsentative Daten dann aus einer größeren Region beziehungsweise aus einem Land dann zur Verfügung haben, um das dann bestimmen zu können..............

mehrhttps://www.deutschlandfunk.de/coronavir..._id=476912
 
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#36
Nochmal Drosten und Nembro und warum ich unsere Zahlen festgezurrt habe. Rundumblick hatte ja geschrieben "dreimal lesen" - eben!

Zitat:Die Studie zeige am Beispiel der kleinen norditalienischen Gemeinde Nembro, dass die gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie deutlich über die offiziellen Covid-19-Sterbezahlen hinausgehen könnten.

Also: Nembro ist nur ein Beispiel für Corona im Allgemeinen.
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#37
aus:
Es sterben in Italien nicht mehr Menschen, als in den Jahren zuvor
http://friedensblick.de/29972/es-sterben-in-italien-nicht-mehr-menschen-als-in-den-jahren-zuvor/

Mai 19, 2020 um 9:39 pm Uhr
@kaiuwehgr
„Ich warte trotzdem noch mit meinem Beitrag zu Dr. Wodarg und Co., bis sich die Datenlage weiter verdichtet hat. Bemerkenswert auch, dass Euromomo vom Wunderland Germany keine aktuellen Daten geliefert bekommt.“
Die neue Variante der seit über 40 Jahren bekannten humanen, saisonalen, Coronaviren ist nun ja „durch“. Epi/Pandemien mit solchen „Atemwegsviren“ dauern in der Regel um die 10 Wochen, 5 Wochen Anstieg und dann 5 Wochen Abstieg, abflauen. Deutschland kam trotz vieler m i t und nicht an Corona Verstorbener (Prof.Püschl) relativ gut weg und machte die unsinnigen Totallockdown Maßnahmen des korrumpierten Epidemiologen Neil Ferguson leider mit, und manche Kinder gehen immer noch nicht zur Schule .
https://www.rubikon.news/artikel/die-corona-korruption
Bis auf die Weltherrschaft Behauptung ist der Artikel im wesentlichen korrekt.
Das Virus wurde von Drosten und Co (inkl. Kekule) als Killervirus mit 10x höherer Letalität dargestellt, was kompletter Unsinn ist.
Es bestand und besteht eine Grund/Basis z.T. Kreuzimmunität in der Bevölkerung gegen humane Corona Viren und auch gegen die neue Variante. Anders sind die vielen asymptomatischen und wenigsymptomatischen Verläufe (die Mehrzahl der Fälle!) nicht zu erklären. Wäre das Virus wirklich neu, würden die Menschen sterben wie die Fliegen, ähnlich der indigenen Bevölkerung in Südamerika als die Konquistatoren kamen und z.B. Masernviren mitbrachten. Drosten und Kekule haben das leider nicht verstanden, Wodarg und Bakhti schon. Die Idee (von Drosten/Merkel) 60 % -70% der Bevölkerung müssten eine spezifische Immunität gegen SarsCov19 aufbauen ist also falsch, ca.70 % haben bereits eine eine Basisimmunität und sind dadurch relativ gut geschützt, nur die Risikogruppen, ältere und multimorbide Menschen haben keine bzw. minimale Basisimmunität und können schwer erkranken bis hin zum Tod.
Warum es nun in I,ES,FR,BE, NL zu vier bis fünfmal so hohen Sterbefällen (meistens mit aber auch ) an Coroana kommt ist noch nicht klar. Es gibt da viele Möglichkeiten, bis hin zur Mangelversorgung der Alten und Pflegeheime während der Krise, weil die Manche aus Angst nicht mehr arbeiten gingen, oder die Grenzen dicht gemacht wurden (vgl. Tessin und Norditalien) . Wodarg hat also für Deutschland und 17 der 24 auf euromomo gelisteten Länder vollkommen Recht behalten.
Bei den restlichen (vgl. oben) zeigt sich beim Blick auf euromomo.eu dass die Excessterblichkeit (an der nicht nur Corona beteiligt war!!) gepoolt (!) in Europa in etwa der von 2018 entspricht und gesamteuropäisch(!) Wodarg ebenfalls Recht behalten hat. Auf graphs und pooled deaths all ages gehen.
Den peak und die Fläche unter dem peak betrachten und mit dem Berg z.B. von 2018 (und der Fläche darunter!) vergleichen und erkennen daß europaweit (bei 24 Ländern) Wodarg auch Recht behalten hat. 2018 war es mindestens genauso schlimm in manchen Ländern und kein Hahn (auch nicht der Geschäftsmann Gates) hat danach gekräht!

Mai 20, 2020 um 11:30 am Uhr
In der Tat muss man für eine abschließende Beurteilung bis Jahresende warten. Es zeichnet sich allerdings ab, dass Dr. Wodarg vollkommen richtig – und ich demzufolge falsch lag. Habe ich überhaupt kein Problem damit, dass einzuräumen.
 
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#38
Spekulationen vom Statistischen Bundesamt
Wieder eine neue Sonderauswertung zu den Sterbefallzahlen, wieder dieselbe unbelegte Mutmaßung. Das Statistische Bundesamt konstruiert auch in der aktuellen Pressemitteilung zur neuesten Sonderauswertung vom 08.05.2020 für den Zeitraum 01. Januar 2016 bis 19. April 2020 einen angeblich naheliegenden Zusammenhang zwischen leicht erhöhten Sterbefallzahlen seit Ende März 2020 und Corona. Es bleibt damit seiner unseriösen, manipulativen Linie treu. Denn ein solcher Zusammenhang liegt nicht zwingendnahe.
Wie schon an dieser Stelle dargelegt, lässt sich die leichte Übersterblichkeit auch ohne Corona mit den unterdurchschnittlichen Sterbefallzahlen bis Ende März 2020 und demographischen Erwägungen erklären. Diesen naheliegenden Erklärungsansatz verschweigt das Bundesamt – genauso wie den sehr bedeutsamen Fakt, dass die leichte Übersterblichkeit nur die Altersgruppe ab 80 Jahre betrifft. Man merkt die Absicht und ist verstimmt.
Hier zunächst die vom Statistischen Bundesamt verlautbarten Fallzahlen gemäß Sonderauswertung vom 15.05.2020 zu den Sterbefällen vom 01. Januar 2016 bis 19. April 2020:
Rumpf-Jahr 01.01.-12.04.:
2016: 290.641   (Altersgruppe ab 80 J.: 157.273)
2017: 315.576   (Altersgruppe ab 80 J.: 180.498)
2018: 330.152   (Altersgruppe ab 80 J.: 189.109)
2019: 301.558   (Altersgruppe ab 80 J.: 172.709)
2020: 304.354   (Altersgruppe ab 80 J.: 178.073)
nur Zeitraum 30.03.-19.04. 
2016: 53.987  (Altersgruppe ab 80 J.: 29.031)
2017: 51.050  (Altersgruppe ab 80 J.: 27.884)
2018: 58.095  (Altersgruppe ab 80 J.: 32.843)
2019: 54.579  (Altersgruppe ab 80 J.: 30.986)
2020: 59.024  (Altersgruppe ab 80 J.: 34.991) 
Keine Übersterblichkeit bisher im Jahr 2020
Demnach ist im Zeitraum 01.01. bis 19.04.2020 keine erhöhte Sterblichkeit zu erkennen – weder bei der Gesamtbevölkerung noch bei den über 80jährigen. Erst recht nicht, wenn man berücksichtigt, dass das Jahr 2020 einen Tag mehr hatte als die Jahre 2017-2019.
In dem 3-Wochen-Zeitraum vom 30.03. bis 19.04.2020 ist zwar eine über dem Durchschnitt liegende Sterblichkeit zu verzeichnen. Sie betrifft aber nur die Altersgruppe ab 80 Jahre. Die Altersgruppen bis 80 Jahre sind nicht betroffen, nicht einmal die Altersgruppe 75-80 Jahre. 
Wenn Menschen aus der Altersgruppe ab 80 Jahre sterben, dann naturgemäß häufig an Krankheiten.  Auch an COVID-19 selbstverständlich. Aber eine – besorgniserregende –Übersterblichkeit ergibt sich daraus nicht. Ohnehin gibt es einige andere Gründe, die die erhöhten Sterbefallzahlen bei über 80jährigen seit Ende März 2020 erklären können.
Erklärungen für leichte Übersterblichkeit bei der Altersgruppe 80plus
Einer der Gründe ist der Nachholeffekt. Vom 01.01. bis 29.03.2020 starben nämlich bei den über 80jährigen erheblich weniger Personen (143.082) als im Durchschnitt desselben Zeitraums der Jahre 2017 bis 2019 (150.201), obgleich das Jahr 2020 sogar einen Tag mehr hat. Das gleicht sich jetzt augenscheinlich an.
Ein anderer Grund ist die starke Zunahme der Anzahl der Personen in der Altersgruppe über 80 Jahre. Mehr sehr alte Menschen bedeuten zwangsläufig mehr Tote in dieser Altersgruppe. Das ist der natürliche Lauf der Dinge. Laut dieser Auswertung des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der über 80-jährigen wie folgt gestiegen:
31.12.2012:  4.348.282
31.12.2015:  4.766.190
31.12.2018:  5.396.249
31.12.2019:  noch nicht veröffentlicht
Da sich die Lebenserwartung kaum noch erhöht, wäre eine signifikante Zunahme der Sterbefälle bei den über 80jährigen gegenüber dem Durchschnittswert der Vorjahre nicht einmal ungewöhnlich, sondern im Gegenteil statistisch sogar erwartbar, und rechtfertigt daher weder gegenwärtig noch zukünftig blinden Aktionismus.
Sogar die Corona-Gegenmaßnahmen selbst könnten eventuell ein Grund für eine Übersterblichkeit sein. Wie dem Corona-Papier eines Referenten des Bundesinnenministeriums aus dem Referat Kritische Infrastrukturen zu entnehmen ist, gibt es Schätzungen über mehrere tausend mögliche zusätzliche Sterbefälle (insbesondere unter Pflegebedürftigen), weil zur Freihaltung von Kapazitäten für COVID-19-Fälle zahlreiche Operationen und Behandlungen verschoben wurden oder unterblieben sind.
Fazit
1. Es ist unseriös und spekulativ, einen Zusammenhang zwischen leicht erhöhten Sterbefallzahlen seit Ende März 2020 und COVID-19 herzustellen, wie es das Statistische Bundesamt tut. Das gibt die Statistik schlicht nicht her.
2. Es versteht sich von selbst, dass auch umgekehrt aus der Sterbefallzahlen-Statistik nicht ableitbar ist, dass Corona ungefährlich sei. Allerdings lässt sich das Regierungs-Narrativ von einem Killervirus, das ohne Rücksicht auf Verluste zu bekämpfen ist, nicht aufrechterhalten.
Auch wenn naturgemäß nicht feststellbar, wie sich die Sterbefallzahlen ohne die Corona-bedingten notstandsähnlichen Maßnahmen entwickelt hätten: Eine außerordentlich hohe Gefährlichkeit des Virus müsste sich trotz aller getroffenen Maßnahmen auch statistisch irgendwie bemerkbar machen (auch bei den Jüngeren). Denn die getroffenen Maßnahmen reduzieren weder die sozialen Kontakte vollständig noch werden sie von allen Bürgern beachtet.
Insofern lassen sich mit den Sterbefallzahlen per 19.04.2020 keine (weiteren) Grundrechtseinschränkungen wegen Corona begründen. Zumal die Beweislast für die Aufrechterhaltung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen bei denen liegt, die sie getroffen haben.  
3. Die bei isolierter Betrachtung seit Ende März 2020 bestehende leicht überdurchschnittliche Sterblichkeit betrifft nur die Altersgruppe ab 80 Jahre. Hierauf nicht deutlich hinzuweisen, ist ein schweres Versäumnis des Statistischen Bundesamts. Denn daran haben sich die Überlegungen zu orientieren, welche Altersgruppen besonders zu schützen sind und welche Maßnahmen dazu sinnvoll und erforderlich sind.
4. Auch die neuen Zahlen wurden erst mit fast vier Wochen Verzögerung veröffentlicht. Während Unternehmer in vielen Branchen neue Mitarbeiter sofort am Tag der Arbeitsaufnahme melden müssen, lassen sich die Behörden bei Sterbefällen offenkundig ganz viel Zeit. Es ist als multiples Organisationsversagen der Bundesregierungen (mit ihren Bundesinnenministern als obersten Dienstherren des Statistischen Bundesamtes) sowie der Landesregierungen zu bewerten, trotz regelmäßiger Warnungen vor möglichen Pandemien kein solches Meldewesen für Sterbefälle installiert zu haben, das den politischen Entscheidungsträgern eine zeitnahe Datengrundlage bietet.

https://www.achgut.com/artikel/spekullat..._bundesamt

Dr. Kai Schöneboom / 19.05.2020
Beim statistischen Bundesamt auf der Seite destatis.de lassen sich die Sterbefälle pro Tag und Monat der letzten Jahre abrufen, als PDF oder Excel-Datei. Ich habe da mal summiert. Beispielsweise vom 12. März bis 12. April 2018 sind 119712 Personen in Deutschland gestorben. Im selben Zeitraum 2020 vom 12. März bis 12. April 2020 (hohe Corona-Zeit) sind in Deutschland 89973 Personen gestorben.

Leo Hohensee
/ 19.05.2020
Diese Statistiktricks von offizieller Seite sind nichts anderes als Betrügereien - quasi regierungsamtliche Betrügereien. Solange diese Betrügerbande in Verantwortung steht, solange wird sie auch weiter machen damit, das Staatsvolk zu verdummen und zu betrügen, zu verängstigen und einzuschüchtern. Wir Wähler und Bürger müssen auf die Straße!
 
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#39
GAME OVER: CDC Puts the Covid-19 Fatality Rate in the Ballpark of the Seasonal Flu

CDC's "current best estimate" is that Covid-19 fatality rate is 0.4% for symptomatic cases, 0.26% overall
New estimates released by the Centers for Disease Control and Prevention indicate that COVID-19 may have an infection fatality rate as low as 0.26%, a number that is double the seasonal flu but significantly lower than earlier estimates.
Determining the infection fatality rate of the illness has been a critical goal of scientists around the world since the discovery of the disease in late November. Infectious disease experts were shocked at the end of last year and into 2020 at both how quickly the disease spread and how many of those who became ill ultimately died.
In early February, modelers at Imperial College London estimated that around 1% of infections of COVID-19 would ultimately result in death. That number, which is about 10 times higher than the seasonal flu, shocked much of the world, including the U.K. government and most of the 50 U.S. state governments, into shutting down major swaths of their economies and placing many of their citizens under strict stay-at-home orders...................

https://www.anti-empire.com/this-is-huge...sonal-flu/
 
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#40
ZAHLENUPDATE - Statistisches Bundesamt veröffentlicht neue Zahlen. Steigt die Sterberate nun an?



 
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