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Expertenmeinungen
#1
Dirk Müller: Jetzt wird alles in Frage gestellt!



 
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#2
Ökonom Kenneth Rogoff:
Es droht eine Weltwirtschaftskrise wie 1929
Das sei wie Krieg, mein der prominente Ökonom Kenneth Rogoff. Es werde eine tiefe Rezession geben. Europa und die USA müssten die Wirtschaft mit jeweils einer Billion Dollar unter die Arme greifen.
Das sei wie Krieg, mein der prominente Ökonom Kenneth Rogoff [siehe Interview und Bericht »n-tv«]. Es werde eine tiefe Rezession geben.
Der Schock für die Bevölkerung und Wirtschaft sei einzigartig, lediglich mit der Spanischen Grippe von 1918/19 vergleichbar. Diese Krise werde globaler und umfassender ausfallen als die Finanzkrise von 2008 oder die Asienkrise der 1990er. Der Vergleich, der am ehesten zuträfe, wäre jener mit der Weltwirtschaftskrise von 1929.
Der Schock käme aber nicht von den Börsen, sondern träfe zuerst die reale Wirtschaft, die Börsen reagieren dann. Denn die Coronavirus-Krise greift direkt in das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben ein.
Die Regierungen müssten zu gewaltigen Summen greifen, um das wirtschaftliche Leben über diese Krise hinwegzuhelfen. Mit welchen Dimensionen muss man rechnen?
Dazu meinte Kenneth Rogoff [»n-tv«]:
»Das ist wie im Krieg. Die USA sollten eine Billion Dollar ausgeben, ohne mit der Wimper zu zucken. Und das ist vermutlich nur der erste Schritt. Die Reaktion in Europa reicht noch nicht aus, das muss angesichts dieser Krise mehr sein. Auch Europa müsste bis zu eine Billion Dollar ausgeben.«

https://www.freiewelt.net/nachricht/es-d...-10080700/
 
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#3
Offener Brief an die Deutsche Bundesregierung vom 29.03. 2020

Corona-Virusinfektion – statt Demokratie und Wirtschaft mit falschen Annahmen zu zerstören jetzt Regierungsverantwortung für das Richtige übernehmen



Deutschland befindet sich in einem Ausnahmezustand, der so in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht vorgekommen ist. Kindergärten, Schulen, Schwimmbäder, Turnhallen und viele Arbeitsplätze wurden geschlossen; Grund ist die Ausrufung einer Pandemie, die durch einen von führenden Virologen als neu eingestuftem Grippe-Erreger verursacht wird. Die Gefährlichkeit des Virus kann zurzeit aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Daten nicht wirklich beurteilt werden.

Bisherige Pandemie-Erfahrung:



Im Jahr 2009 wurde die große Angst vor der “Schweinegrippe-Pandemie“ medial inszeniert. Das ist heute vergessen, da nach der ausgebliebenen Katastrophe hierzulande nicht aufgearbeitet wurde, welche Irrtümer bei der Bewertung der H1N1 Grippevirus-Infektion begangen wurden. Die Gefährlichkeit der “Schweinegrippe“ wurde völlig überschätzt; sie verlief schlussendlich milder als viele saisonalen Grippen der Vorjahre (lediglich 258 Tote wurden berichtet, im Gegensatz dazu starben z.B. an der Grippe 2017/2018 laut Robert Koch Institut (RKI) 25.000 Menschen). Obwohl von vielen Public Health Experten damals gefordert, hat das RKI es versäumt, eine bevölkerungsbezogene Infektionsepidemiologie aufzubauen. Ein folgenschweres Versäumnis, wie sich aktuell zeigt und was sich so nicht mehr wiederholen darf.



Die ausgerufene Corona-Pandemie



Viele Menschen denken, dass die ergriffenen drastischen Maßnahmen in der neu ausgerufenen Covid-19 Pandemie überzogen sein könnten und fühlen sich ungerechtfertigt in ihrer Freiheit eingeschränkt. Im Gegensatz zu schweren Grippewellen, bei denen Millionen Menschen ernsthaft erkranken und tausende Menschen versterben, wie z.B. im Winter 2017/2018, kennen die allermeisten Menschen im Bekannten- oder Freundeskreis keinen von der Coronavirus-Infektion Betroffenen. Viele Personen, bei denen der von Prof. Drosten, dem Virologen der Charité, entwickelte Covid-19 Test positiv ausfällt, haben keine oder kaum Symptome. Damit ist der bisherige Verlauf der Covid-19 Ausbreitung vergleichbar mit den schon in den 1960er Jahren sehr gut untersuchten Corona-Virus Infektionswellen in der Tecumseh-Studie[1], bei einer Zufallsstichprobe von Familien in Michigan, USA, und der Centers for Disease Control (CDC) Langzeitstudie[2] an Kindern, wo in den Jahren 1960-1967 bei der Hälfte der Studienteilnehmer mit Corona-Virus positiven Antikörperanstiegen im Blut keine respiratorischen Krankheitssymptome auftraten.



Risikofaktoren beweisgestützt ermitteln – Vorbild Island



Angesichts der absehbaren dramatischen sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen besteht die Notwendigkeit, epidemiologische (epi demos, was über das Volk kommt), also bevölkerungsbezogene Erkenntnisse zur aktuellen Virusprävalenz, zu Neuinfektionen und zu den methodisch korrekt ermittelten Sterberisiken zu gewinnen. Wie diese Evidenz bei der aktuellen Corona-Virusinfektion sehr zeitnah zu bekommen ist, macht uns Island gerade vor.



Auch Deutschland hält am RKI Abteilungen vor, die das Know-how und die technischen Voraussetzungen für die Untersuchung der benötigten großen Zufallsstichproben haben. Der Nationale Gesundheitssurvey und die KiGGS Studie (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) erheben in regelmäßigen Intervallen Daten zur Häufigkeit chronischer Erkrankungen und deren Risikofaktoren in Zufallsstichproben der gemeldeten Wohnbevölkerung. Umschriebene Erkenntnisse wie z. B. aus der angekündigten Studie zu „Heinsberg“ (Daten zu Übertragungswegen und Dunkelziffer), können die entscheidende Frage nicht beantworten, wie die ausgerufene Covid-19 Pandemie für die Bevölkerung einzuordnen ist, d.h. wie gefährlich die jetzige Corona-Virusepidemie wirklich ist und welche Maßnahmen gegenüber der Gesellschaft und Wirtschaft für wie lange gerechtfertigt werden können und welche eben nicht.

Wir fordern daher die Bundesregierung auf:
•Umfangreiche Covid-19 Testungen (etwa 160.000) zeitnah zu beginnen.


•Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass diese Testungen im Rahmen von Zufallsstichproben aussagkräftige, vergleichbare und damit wissenschaftlich gesicherte Daten zur Validität und Zuverlässigkeit der angewendeten Tests (Abstriche, RT-PCR und verschiedene serologische Antikörpertests) ans Licht bringen. Im Rahmen dieser Erhebung fordern wir die Bundesregierung auf, auch Daten zum natürlichen Verlauf der Erkrankung mit unterschiedlichen Schweregraden, weiteren Risikofaktoren für schwere Verläufe und zur Dynamik der Ausbreitung möglichst umgehend transparent zu machen.


•Wir fordern die Bundesregierung auf, solche notwendigen bevölkerungsbezogenen Zufallsstichproben in 16 Landesländern, jeweils etwa 10.000 symptomlose, nicht hospitalisierte Personen aller Altersgruppen, beim Robert Koch Institut (RKI) umgehend in Auftrag zu geben.


•Wir fordern die Bundesregierung auf, den Abteilungen des RKI, die für den regelmäßigen Nationalen Gesundheitssurvey und die Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) zuständig sind, die angekündigten 200.000 Testkapazitäten und weitere notwendige Ressourcen für die serologische Validierung der Testergebnisse (auch für Kreuzreaktionen mit bekannten humanen Corona-Viren) zur Verfügung zu stellen.



· Wir fordern die Bundesregierung auf, Auskunft zu erteilen, wie lange es dauern wird, bis die Testergebnisse, die Validierungsergebnisse und die Prävalenz des Erregers Covid-19 und die verschiedenen Erkrankungsverläufe in der Zufallsstichprobe ermittelt sind?


•Wir fordern von der Bunddesregierung sofortige umfassende Maßnahmen, um den jetzigen Ausnahmezustand schnellstmöglich zu beenden - jeder Tag zählt!



· Wir fordern von der Bundesregierung Klarheit über die Eignung bereits für den Pandemiefall eingelagerter Medikamente (Tamiflu und Relenza) und darüber, ob aktuell weitere antivirale Medikamente oder Impfstoffe entwickelt werden.



· Wir fordern die Bunddesregierung auf, umgehend die Ermittlung bevölkerungsbezogener Daten über die tatsächliche Gefahrenlage zu veranlassen und damit wieder handlungsfähig zu werden, um alle nicht evidenz-basierten Maßnahmen sofort beenden zu können.



· Im Falle der Nichterfüllung des vorliegenden Antrags würden jetzt und zukünftig keine transparenten und nachvollziehbaren Entscheidungsgrundlagen für die eingeschlagenen weitreichenden Quarantänemaßnahmen und die Lähmung des gesamten öffentlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens vorliegen.



· In letzteren Fall fordern wir die Bundesregierung auf, die Folgen solcher Intransparenz einzuschätzen und die Höhe der potentiellen langfristigen wirtschaftlichen Schäden zu beziffern. Gleichzeitig möge die Regierung angeben, welche Konsequenzen sie in Bezug auf die soziale und demokratische Rechtsstaatlichkeit (Einschränkungen unserer Freiheits- und Persönlichkeitsrechte - sogar bis zu zwei Jahren wurden schon vorgeschlagen) zu verantworten hat. Wie viele Existenzen werden voraussichtlich vernichtet? Mit welcher Zunahme von Armut rechnet die Bunddesregierung nach unmittelbarer Beendigung des Lock-down, nach Beendigung des Lock-Down zum 19. April, nach weiteren 3 Monaten, nach weiteren 6 Monaten, nach weiteren 12 Monaten, nach den vorgeschlagenen zwei Jahren?





Ulrich Keil, Dr.med., PhD, Professor für Epidemiologie und Sozialmedizin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Helga Ebel, Initiative Regionale Krankenhausinfrastruktur erhalten

Angela Spelsberg, Dr. med. Mittglied AG Gesundheit Transparency International, Deutschland

Matthias Burchardt, Dr. phil. Universität zu Köln











[1] Arnold S. Monto and Sook K. Lim. The Tecumseh Study of Respiratory Illness. VI. Frequency of and Relationship between Outbreaks of Coronavirus Infection. THE JOURNAL OF INFECTIOUS DISEASES • VOL. 129, No.3· MARCH 1974


[2]H.S. Kaye, H.B. Marsh, and R.W. Dowdle. Seroepidemiologic Survey of Corona Virus (Strain OC 43) related infections in a children’s population. Am J Epidemiol 94:43-49, 1971
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#4
„Mr. DAX“ Dirk Müller



 
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#5
Ernst Wolff: Coronakrise, Finanzcrash, Profiteure, die WHO und die Rolle von Bill Gates



 
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#6
120 Expertenstimmen zu Corona
„Er untersucht mit seinem Team in Hamburg die Corona-Opfer: Nun hat der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel an Kanzlerin Angela Merkel appelliert, Deutschland langsam wieder aufzumachen. ‚Jetzt ist der richtige Zeitpunkt‘, sagt Püschel dem ‚Hamburger Abendblatt‘. Er fügte hinzu: ‚Die Zeit der Virologen ist vorbei. Wir sollten jetzt andere fragen, was in der Coronakrise das Richtige ist, etwa die Intensivmediziner.‘ Nach seinen Erkenntnissen ist Covid-19 ‚eine vergleichsweise harmlose Viruserkrankung‘. Die Deutschen müssten lernen, damit zu leben, und zwar ohne Quarantäne. Die von ihm untersuchten Todesopfer hätten alle so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie, ‚auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären‘, sagte Püschel“ (2).
Professor Dr. Klaus Püschel ist Rechtsmediziner und Chef der Hamburger Rechtsmedizin
„‚Wir kommen zu einem viel niedrigeren Wert von 1,6 Promille. Wenn wir also 1.000 Dänen haben, die diese Infektion hatten, dann gibt es ein bis zwei, die damit gestorben sind.‘ (…) Zusammen mit Kollegen führte er Blutuntersuchungen von knapp 1.500 Blutspendern durch (…) Das Blut wurde verwendet, um auf Coronavirus-Antikörper zu testen, und vorläufige Ergebnisse werfen ein neues Licht auf die Anzahl der Infizierten“ (3).
Professor Dr. Henrik Ullum, Rigshospitalet Kopenhagen, Dänemark, Section for Transfusion Medicine, Centre of Diagnostic Investigation
„Was wir brauchen, ist die Panik zu kontrollieren‘, sagte er. Im Großen und Ganzen wird es uns gut gehen. (…) Aber er wirft den Medien auch vor, unnötige Panik zu verursachen, indem sie sich auf die unerbittliche Zunahme der kumulativen Zahl der Fälle konzentrieren und Prominente ins Rampenlicht rücken, die sich mit dem Virus infizieren. Im Gegensatz dazu hat die Grippe seit September 36 Millionen Amerikaner erkrankt und schätzungsweise 22.000 getötet, so die CDC, aber diese Todesfälle werden weitgehend nicht gemeldet” (4).
Professor Dr. Michael Levitt, Professor für Biochemie, Stanford University, USA. Nobelpreis für Chemie 2013
„Persönlich würde ich sagen, dass der beste Ratschlag ist, weniger Zeit mit dem Anschauen von Fernsehnachrichten zu verbringen, die sensationell und nicht sehr gut sind. Ich persönlich halte diesen Covid-Ausbruch für eine schlimme Wintergrippeepidemie. In diesem Fall hatten wir im letzten Jahr 8000 Todesfälle in den Risikogruppen, d.h. über 65% Menschen mit Herzkrankheiten usw. Ich glaube nicht, dass der aktuelle Covid diese Zahl überschreiten wird. Wir leiden unter einer Medienepidemie!“ (5).

>>> weiterzulesen bei: https://www.rubikon.news/artikel/120-exp...-zu-corona
oder als PDF bei: http://blauerbote.com/wp-content/uploads...Corona.pdf
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#7
Freidenker-Brief EXTRA April 2020: Die sogenannte Corona-Krise 
16. April 2020

Eine Stellungnahme des Deutschen Freidenker-Verbandes
Freidenker-Brief EXTRA April 2020

 
Das „neuartige Corona-Virus“ (SARS-CoV-2) und die dazugehörige Infektionskrank­heit CoViD-19 lösen weltweit Besorgnis und Ängste aus, die von Regierungen und Gesetzgebungsorganen mit dem erklärten Ziel der Eindämmung der Virusausbreitung verhängten Maßnahmen greifen tief in das Leben der Menschen und ihre Rechte ein. Über die vom Virus ausgehenden Gefahren gibt es unterschiedliche Einschätzungen, ebenso über die Zweckmäßigkeit und Motivation der staatlichen Maßnahmen.
Der Deutsche Freidenker-Verband befürwortet Diskussionen, die rational und erkenntnisfördernd sind, die kontrovers sein dürfen, aber im Geist des gegenseitigen Respekts und der Toleranz geführt werden, als kulturvoller Meinungsstreit. Wir beteiligen uns daran mit der Überzeugung, dass wir nicht schon alles ganz genau wissen, und sagen könnten, wer Recht hat und wer falsch liegt. Deshalb warnen wir auch vor Unduldsamkeit und den aus Glaubenskriegen resultierenden Spaltungsgefahren. Jenen, die in dieser Situation (wie jüngst zum „Klima“) den Kampf „jung gegen alt“ befeuern wollen, muss Widerstand entgegengesetzt werden.

Freie und rationale Diskussion – keine Panik!
Wir kritisieren die unzureichende und widersprüchliche Informationslage: ohne flächendeckende Tests gibt es keine belastbare Ausbreitungszahl, die ungenaue Unterscheidung zwischen Infizierten und Erkrankten bei Verzicht auf repräsentative Tests macht Prognosen zumindest unsicher, unterschiedliche Zählweisen und mangels Obduktionen fehlende exakte Angabe von Todesursachen führen zu einem Statistik-Hokuspokus, der manipulativ ist und Verunsicherung und Spekulationen nährt. Virologie, Epidemiologie und Immunologie sind prinzipiell empirische, exakte Wissenschaften. Wo ihnen Daten und gesicherte Zusammenhänge fehlen, müssen sie auf Vermutungen zurückgreifen. Die Diskussion über Eigenschaften und Gefahren von SARS-CoV-2 und CoViD-19 muss auf fachwissenschaftlicher Ebene weitergeführt wer­den, ohne Politisierung und Ideologisierung. Wir lehnen eine Verengung des „erlaubten“ Meinungsspektrums ab, das freie, wissenschaftsbasierte Denken ist auch in der Virus-Debatte gegen Verdächtigungs-„Kultur“ wie Gleichschaltung zu verteidigen.
Wir nehmen die Ängste und Befürchtungen von Menschen um die eigene Gesundheit und die ihrer Angehörigen und Freunde ernst und bekräftigen ihren Anspruch auf Schutz und maximale Gesundheitsvorsorge. Ebenso nehmen wir die Befürchtung ernst, dass unter der Flagge des „Gesundheitsschutzes“ Grund- und Menschenrechte einschließlich sozialer Rechte dauerhaft außer Kraft gesetzt oder eingeschränkt werden können. „Angst ist ein schlechter Ratgeber“ – die alte Volksweisheit muss nach beiden Richtungen hin bedacht werden, sowohl gegenüber der Parole: wir müssen unser Überleben sichern, koste es, was es wolle; als auch gegenüber der Beschwörung: der neue Faschismus kommt im weißen Kittel.
Wir wollen nicht, dass „Ihr in Panik geratet“ – Panik ist der Feind des vernünftigen Denkens. Wir unterstützen zielgerichtete und effektive Schutzmaßnahmen, aber lehnen unspezifische Notstandsmaßnahmen ab.
Die Gefahren eines reaktionären Staatsumbaus sollten nicht unterschätzt werden, unabhängig davon, wie man die Gefahren durch CoViD-19 einschätzt.
Eine Frontstellung entlang medizinischer Fragen aufzubauen, kann uns bei anstehenden gesellschaftlichen Kämpfen nur hindern. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Strategie der Spaltung der Bevölkerung zu durchkreuzen.

Was hilft?
Diskutiert werden kann und muss die Sinnhaftigkeit von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, denn drohende Armut und die Unsicherheit, ob der Arbeitsplatz erhalten oder die Miete bezahlt werden kann, die Angst um die wirtschaftliche Existenz – das sind alles keine gesundheitsförderlichen, sondern erwiesenermaßen krankmachende Faktoren. Sie können auch Depressionen und die Suizidgefahr fördern, gerade auch bei den als besonders virusgefährdet geltenden Älteren. Soziale Isolation ist gerade im Alter ein ernstzunehmender Risikofaktor, sie fördert nicht das Immunsystem und den Überlebenswillen, sondern schwächt die Resilienz und führt zu kürzerer Lebenserwartung.
Auf keinen Fall jedoch dürfen solche Maßnahmen zur schärferen Ausbeutung der Lohnabhängigen, zur Existenzbedrohung für Erwerbslose und Hartz IV-Empfänger, Alleinerziehende, Rentner und Behinderte, für Selbstständige, Künstler und Kleingewerbetreibende, zur Umverteilung von unten nach oben genutzt werden, was bereits jetzt im Gange ist.
Freidenker widersprechen der herrschenden Ideologie, dass es sich beim „neuen Corona-Virus“ um eine „Naturkatastrophe“ handelt, wie dies von Merkel bis Kipping behauptet wird. Wir widersprechen auch jenen Kritikern, die in spiegelbildlicher Verkehrung die Ungefährlichkeit des Virus als Naturphänomen behaupten, und damit dem falschen Schein, der verkehrten Perspektive auf Natur und Gesellschaft verhaftet bleiben. Beim Grad der Gefährlichkeit handelt es sich wesentlich um eine gesellschaftspolitische, keine naturwissenschaftliche Kategorie. Bis heute ist es der Bundesregierung nicht gelungen, das medizinische Personal in Kliniken, Arztpraxen, Altenheimen und Pflegediensten mit sämtlichem notwendigen Material zu versorgen. Die Strategie der „Verlangsamung“ statt des „Stoppens“ der Infektionen hat lediglich das Ziel, das Gesundheitssystem nicht kollabieren zu lassen. Dass es in Deutschland angeblich genug Intensivbetten gäbe, wird jetzt stolz von denselben verkündet, die noch letztes Jahr „Überkapazitäten“ in der stationären Versorgung abbauen wollten. Die Bertelsmann-Stiftung als Lobby-Presse-Abteilung der Bundesregierung forderte die Schließung von 800 der 1400 Kliniken.

Gesundheitssystem am Limit
Deutschlands Regierende haben das Gesundheitssystem in den letzten Jahren systematisch geschwächt. Kliniken wurden privatisiert, zu Profitcentern umgebaut oder geschlossen. Das gesamte Gesundheitswesen der „westlichen Welt“ wurde in den letzten Jahrzehnten nach dem Maßstab der Gewinnmaximierung ausgerichtet und organisiert, Gesundheit wurde immer mehr zur Ware. Freidenker verbinden Dank und Anerkennung für die Menschen in Heil- und Pflegeberufen mit der Forderung, sie endlich besser zu bezahlen, die Arbeitsbedingungen zu erleichtern, mehr Personal einzustellen, genügend Schutzausrüstung und Arbeitsmaterial zur Verfügung zu stellen.
Wir unterstützen die Kämpfe aller Berufsgruppen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen für diese Ziele. Freidenker unterstützen Initiativen, Proteste wieder auf die Straße zu tragen – seien es die Forderungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen, seien es Proteste gegen Kriege und Forderungen zur Umlenkung der Rüstungsmilliarden in die Daseinsvorsorge, seien es Proteste gegen den Ausbau des Überwachungsstaates und die Aushebelung des Demonstrationsrechts.
Wie sehr das Gesundheitssystem bereits selbst auf der Intensivstation liegt, zeigt die „katstrophenmedizinische“ Debatte, was im Fall der „Überlastung“ zu tun ist.

Triage
Aus Italien und dem Elsass wurde berichtet, dass Notfallpatienten, die älter als 80 Jahre, teilweise 75 Jahre sind, nicht mehr beatmet wurden, sondern eine „schnelle Sterbebegleitung“ mit Opiaten und Schlafmitteln erhielten. Unter dem Stichwort der „Triage“ kehrt ein aus der Kriegsmedizin stammender Begriff (auslesen, sortieren) ins zivile Gesundheitswesen ein, mittels dessen entschieden werden soll, welche Behandlung noch „lohnt“. Damit befindet man sich nahe beim Missbrauch der Euthanasie durch die Nazis mit ihren „Ballastexistenzen“ und „unnützen Essern“, heute „sozialverträgliches Frühableben“ genannt.
Während Verfassungsrechtler Hans-Jürgen Papier vor Grundrechtsverletzungen bei „Selektionen in Krankenhäusern“ warnt, kommt im „alternativen“ Online-Magazin Rubikon ein Zyniker zu Wort, der ernsthaft meint „über 80-jährige mit drei Vorerkrankungen und frischer Lungenentzündung behandeln wir nicht auf Intensivstationen, die schicken wir zum Sterben nach Hause, denn sterben müssen ja alle,“ und darin gar Vorteile angesichts der „Ressourcen- und Klimaproblematik“ erkennt. Das ist „Sterbehilfe“ gegen den Willen des Patienten für das „größere Glück der Mehrheit“, entsprechend des Utilitarismus des „Bio-Ethikers“ Peter Singer und seiner dem „neoliberal“ genannten Imperialismus auf den Leib geschneiderten Ethik: „Profit oder Tod“.

Big Pharma
Wissenschaftlicher Streit kann von außerwissenschaftlichen Interessen beeinflusst sein. So ist die konstante Warnung vor Pandemien seit Jahren ein einträgliches Geschäftsmodell von Bill Gates, der durch Großspenden die Weltgesundheitsorganisation und zahlreiche nationale Gesundheitsinstitute in Abhängigkeit gebracht hat, der über die Rockefeller-Stiftung mit der privaten Johns Hopkins Universität verbunden ist, die sich selbst als „CIA-Partner-Universität“ bezeichnet. In den Vorständen der Gates- und Rockefeller-Stiftungen geben die Vertreter großer Pharmakonzerne den Ton an, die – siehe die „Schweinegrippe“ von 2009 – mit weltweiten Impfkampagnen ihre Profite steigern wollen. Der Einfluss von „Big Pharma“ auf Politik und Wissenschaft muss zurückgefahren werden, Gesundheit ist ein Menschenrecht und keine Ware, Gesundheitswesen gehört auf kommunaler, Länder- und nationaler Ebene wieder in staatliche Hand. Wir unterstützen die Forderungen von Attac: „Gates raus aus der WHO! Daseinsvorsorge in öffentliche Hand!“

Solidarität – im Westen ein Fremdwort
Eine besonders üble Rolle spielt die EU: Zuerst zwang sie Italien zu drastischen Sozialkürzungen mit Schließung von 15% der Krankenhäuser im Land – ein Spardiktat mit tödlichen Konsequenzen. In der aktuellen Notlage verweigert sie den besonders hart „coronageprüften“ Ländern Südeuropas EU-Staatsanleihen („Eurobonds“), mit denen sie sich Geld am Kreditmarkt ohne Risikozuschläge leihen könnten. EU – no grazie!
Zuerst verboten Deutschland, dann andere EU-Länder die Ausfuhr von medizinischen Hilfsgütern, jetzt erhalten Nicht-EU-Länder keine Unterstützung, mit den USA rauft man um Atemschutzmasken. Während dessen liefern Russland, China und Kuba das dringend benötigte Material – nach Italien, Spanien und Serbien, sogar in die USA, und sie schicken Hunderte Ärzte. Es verwundert nicht, dass westliche Geheimdienste und Medien wieder in russophobe und antichinesische Wallung geraten, und den Hilfsleistungen eigennützige, propagandistische Zwecke unterstellen. Sie erfinden Fakes über russische Fake-News, aber scheuen sich, von der Bundesregierung zu fordern, dem russischen Beispiel zu folgen: Ein Monat arbeitsfrei bei vollem Lohnausgleich!

NATO-Ostfront unbeeindruckt
Das US-Manöver „Defender 20“, bei dem fast 50.000 Soldaten den „schnellen Sprung“ an Russlands Grenzen üben sollten, wurde zwar bis auf Weiteres „eingefroren“, aber das „Defender“-Manöver im Pazifik gegen China steht für Herbst weiterhin im Kalender. „Das Virus ändert alles“, nur nicht das Feindbild und die Stoßrichtung des „Wertewestens“.
Trotz Corona lässt die NATO einen Kriegsschiffsverband im Schwarzen Meer aufkreuzen. Die Orientierung auf „Regime Change“ in „ungehorsamen“ Ländern wird fortgesetzt, wie die Kanonenboot-Politik gegen Venezuela oder erneut verschärfte Sanktionen gegen den Iran zeigen.
Wir unterstützen die Initiativen, alle Sanktionen aufzuheben, die der Bekämpfung von SARS-CoV-2 im Wege stehen. Die Bundesregierung muss die selbst verhängten Sanktionen beenden und sich aktiv gegen die mörderischen Zwangsmaßnahmen gegen Iran, Syrien, Russland, Kuba und Venezuela einsetzen.
Mitten in der Krise und angesichts der sich abzeichnenden scharfen Rezession appelliert der NATO-Generalsekretär Stoltenberg, nicht bei der weiteren Steigerung der Kriegsausgaben nachzulassen. Das sind genau die Gelder, die gerade für Beatmungsgeräte fehlen, deshalb ist ein Austritt aus der NATO in vielerlei Hinsicht eine lebensrettende Maßnahme.
Die Bevölkerung will Frieden mit Russland, Deutschland soll kein Aufmarschgebiet gegen Russland sein. Freidenker unterstützen die Forderung nach Abzug der US-Atomwaffen und aller ausländischen Truppen durch Kündigung des Stationierungsabkommens. Eine Lehre soll über „Corona“ hinaus gelten: dauerhafte Quarantäne fürs Militär!

Weltwirtschaftskrise
Die sogenannte Corona-Krise hat außer der virologischen und rechtlichen noch eine weitere Dimension – die ökonomische, die nächste zyklische Welt­wirtschaftskrise, die aktuell ausschließlich als virusverursacht wahrgenommen wird.
Doch spätestens seit Herbst 2019 war der Beginn des Abschwungs erkennbar: die Produktion im produzierenden Gewerbe lag über 5 Prozent und die Auftragseingänge um 7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres – Überangebot trifft auf strukturelle Nachfrageschwäche: untrügliche Zeichen einer Überproduktionskrise.
Unternehmerverbände forderten schon „vor Corona“ eine flexible Handhabung des Kurzarbeitergeldes. Chinas vorübergehender Exportstopp und Produktionsunterbrechungen in Europa lösten eine weltweite ökonomische Kettenreaktion aus und gaben der Krise zusätzlichen Schwung.
Wenn das Produzierte nicht gewinnbringend vermarktet werden kann, heißt eine Krise Überproduktionskrise, und um danach wieder auf die Seite des Profitschlagens zu kommen, muss das Überschüssige, muss erstmal Kapital vernichtet werden, dann wird mit „Rettungsprogrammen“ geholfen, und zwar in „unbegrenzter Höhe“, wie Finanzminister Scholz verspricht.
Sicher ist nur: sie fließen nicht in die Sozialetats, sondern zum Finanzkapital. Und selbstverständlich soll „Corona“ dafür verantwortlich sein. Als Sofortbeitrag zur Überwindung der globalen Rezession müssten die dem Staat zur Verfügung stehenden Instrumente der Wirtschaftsplanung genutzt und ausgebaut und die öffentliche Kontrolle über strategische Sektoren der Volkswirtschaft, angefangen bei der Gesundheit, gestärkt werden.
Sara Flounders, Antikriegsaktivistin und Co-Direktorin des International Action Center in New York, kommentiert:

Todbringendes System
„Der ungeplante und wettbewerbs­orientierte Charakter der kapitalistischen Produktion verzerrt jegliche soziale Interaktion, auch die medizinische Versorgung existiert für den Profit. Wer zahlt und wer profitiert, ist die grundlegende Frage, wilde Spekulationen und Blasen des schnellen Profits sind die Norm, auch bei lebenswichtigen Gü­tern. Was am meisten benötigt wird – um die Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen – ist nicht Teil der Berechnung. Das Profit-System schafft die Katastrophe, gerade in der Pandemie zeigt der Imperialismus seinen vernichtenden, todbringenden Charakter. Während China eine „Gesundheits-Seidenstraße“ aufbaut, hat keines der imperialistischen Länder dem Rest der Welt etwas anzubieten. China schickt Ärzteteams und medizinisches Material in alle Welt, u.a. in viele Länder Afrikas, es teilt Diagnose- und Behandlungspläne sowie andere technische Dokumente mit 180 Ländern, mit internationalen und regionalen Organisationen. Wie konnte China das Virus unter Kontrolle bringen? Wie ist es nun in der Lage, anderen Ländern auf globaler Ebene massive Hilfe zu leisten?
Es liegt auf der Hand, dass die sozialistische Planung und das kollektive Eigentum an großen Industrien, einschließlich der medizinischen Industrie, entscheidend waren. Sogar in kleinen Entwicklungsländern gibt die sozialistische Planung der Wirtschaft die Möglichkeit, den heimischen Bedarf zu decken und sogar wichtige Beiträge für andere Länder zu leisten, die durch die wirtschaftliche Vorherrschaft der USA und archai­sche soziale Beziehungen gefangen sind. Kuba, ein Land mit nur 11 Millionen Einwohnern, schickt mehr Ärzte in die Entwicklungsländer als die Welt­gesundheitsorganisation.“
*
Wir begrüßen die internationalistische Solidarität und Hilfe Chinas, Kubas, Russlands und Vietnams in der aktuellen Krise und danken ihnen dafür. Anstelle der Ignoranz und Arroganz des „Wertewestens“ und seines dümmlichen China- und Russland-Bashings ist es Zeit für eine partnerschaftliche internationale Zusammenarbeit, diskriminierungsfreien Handel und den freien wissenschaftlichen Austausch auf Grundlage des Völkerrechts und der Anerkennung der Souveränität und Gleichberechtigung aller Länder. Wir brauchen Völkerverständigung und Völkerfreundschaft und natürlich den Verzicht auf Kriege, Kriegsdrohungen, Sanktionen und andere Gewaltakte.

https://www.freidenker.org/?p=7928
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#8
Markus Krall: Großangriff auf die Freiheit





"eine gesellschaft , die verlernt hat , selber zu denken "………………... mein gott , was soll man von einer gesellschaft auch erwarten, deren betreutes denken fest im griff der mehr oder minder unverfroren manipulierenden herrschaftsmedien sein dasein fristet . selten eine solch messerscharfe analyse der gegenwärtigen polit-ökonomischen verhältnisse
 
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#9
Interview
Ökonom Stefan Homburg über Corona-Maßnahmen: „Das Ganze ist ein reiner Hype“
Der Ökonom Stefan Homburg beklagt, dass die Angst vor Corona als "Herrschaftsinstrument" missbraucht werde. Ein Gespräch über den Wissenschaftsbetrieb als "drittmittelfixiertes Biotop" und eine Gesellschaft von Merkel-Anhängern und Aluhut-Trägern.
Stefan Homburg ist Direktor des Institutes für öffentliche Finanzen der Leibniz Universität Hannover. Ein Posten, dem zunächst wenig Medienwirksames anhaftet, wenn nicht gerade eine Finanzkrise passiert. Damals fiel Homburg der Presse auf mit der Forderung, die Banken Pleite gehen zu lassen und das Geld lieber den Sparern zu geben. Er konnte sich bekanntlich nicht durchsetzen. Ein Rebell allerdings möchte der Professor aus Hannover gar nicht sein, lange hielt er sich selbst für den prototypische Mainstream-Ökonom und sagt im Interview mit TE, er wäre immer in der Mitte und immer an der Ratio orientiert.
Warum wir jetzt von Home-Office zu Home-Office sprechen – und dreimal so lange, als ursprünglich geplant war? Weil sich Stefan Homburg mit großem Widerhall über die Corona-Politik der Bundesregierung aufregt und deren medizinischen Beratern im Robert-Koch-Institut Schlechtleistung und Panikmache in der Corona-Frage vorwirft. Die Aussganssperren beispielsweise nennt er “Isoloationshaft“. Homburg glaubt zwar nicht an Verschwörungen, schon, weil er selber zu sehr Teil des Systems sei. Woran er aber glaubt, ist, „dass sich Politiker eigeninteressiert verhalten und nicht gemeinwohlinteressiert.“ Bereits im April stellte Homburg seine Überlegungen in TE vor. Sie wurden von einer Reihe etablierter Zeitungen und von dpa verbreitet und zunächst diskreditiert. Aber nicht lange: Erstaunlicherweise haben fast alle Richtigstellungen im Sinne Homburgs nachgereicht, nur die so genannten Faktenfinder von Correctiv.org beharren weiter stur auf der zweistufigen Pinocchionase, die sie Homburg verpasst hatten. Aber auch hier geht der Professor schon in Angriffsstellung. Auch dazu berichtete Homburg gegenüber TE.
TE: Sie sind auch keine zwanzig Jahre mehr, wie groß ist aktuell ihre Sorge, ernsthaft zu erkranken? Wie viele schwer an Covid-19 Erkrankte haben Sie in ihrem Bekanntenkreis, um deren Wohlergehen Sie sich sorgen?
Stefan Homburg: Inzwischen zeigen die Daten weltweit, dass das Coronavirus in seinen Wirkungen dem Influenzavirus ähnelt. Beide können in Einzelfällen schlimme Krankheiten auslösen und in wenigen Fällen auch töten, das ist die individuelle Perspektive. Sozialmedizinisch kommt es aber auf einen anderen Gesichtspunkt an, nämlich, ob die Zahl der Erkrankten das Gesundheitssystem überlastet. Das ist bei uns evident nicht der Fall, während in anderen Staaten wie Italien auch in den Vorjahren Zustände herrschten, die wir uns hier nicht vorstellen können. Bedenkt man, dass weltweit über 2 Millionen Menschen allein an Atemwegsinfektionen sterben, erschrecken auch die bisher gut 200.000 Opfer mit positivem Coronatest keineswegs. Persönlich kenne ich niemanden mit der Erkrankung.
Vorab, was macht eigentlich ein Professor? Wie erklärt man das dem Bürger, warum es so wichtig ist für unser Land, Ihnen und ihren Kollegen ein Gehalt zu bezahlen? Was bekommen wir dafür?
Was die Wissenschaft insgesamt angeht, bekommen die Bürger eher weniger als früher. Weshalb ich bald in den Ruhestand gehen werde.
Warum?
Weil neben dem Medienbetrieb auch der Wissenschaftsbetrieb inzwischen stark von monetären Erwägungen getrieben wird. Für mich war bei der Berufswahl vor 40 Jahren der britische Volkswirt David Ricardo ein Vorbild, der als junger Mann zu Wohlstand gelangte, sich ein Landgut kaufte und den Rest seines Lebens zweckfreie Wissenschaft betrieb, statt Drittmitteln, Zitationen, Preisen und Twitter-Likes nachzujagen.
Und das wollen Sie auch?
Ja, lebe aber in einem drittmittelfixierten Biotop. Diese Jagd nach Geld verdrängt Erkenntnisinteresse und unterwirft Wissenschaftler einer externen Steuerung. Und damit sind wir auch schon beim Thema. Zwar schreiben mir zahllose Mediziner und Kollegen „Bitte bleiben sie standhaft, machen sie weiter. Stoppen sie den Wahnsinn.“ Andere jedoch, das sieht jeder im Fernsehen, sind politisch pflegeleicht und verkünden am nächsten Tag das exakte Gegenteil dessen, was sie am Vortag gesagt haben. Beispiel Masken.
Wo in der Wirtschaftspolitik von Bundeskanzler Gerhard Schröder, den Sie beraten hatten, finden sich Fingerabdrucke von Stefan Homburg?
Diese Beratungstätigkeit spielte in meinem Leben eine untergeordnete Rolle, ebenso andere Tätigkeiten, die in meinen Wikipedia-Artikel hineingeschrieben wurden, um mich irgendwie in eine rechte Ecke zu rücken.
Das Phänomen allerdings kennen heutzutage viele kritische Geister …
Klar, gerade heute gibt es nur noch Merkel und Aluhut. Corona zerstört Familien, Ehen und Freundschaften, spaltet die Gesellschaft. In Wirklichkeit ist es so, dass ich gerade mit Herrn Schröder am wenigsten Kontakt hatte...................
 
weiterhttps://www.tichyseinblick.de/meinungen/...iner-hype/
 
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#10
indubio – Lockdown: Keiner hat’s gewollt
Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Keiner hat’s gewollt – Professor Stefan Homburg, Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen der Universität Hannover, glaubt, dass die Regierungen ohne Ziel und Zweck in den Lockdown hineingestolpert sind. Im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich berichtet er auch, wie hoch der Durchseuchungsgrad von Desinformation in den Panikmedien ist. (29 Minuten)

https://www.achgut.com/artikel/indubio_l...ts_gewollt

(Audio)
 
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