Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Tödliche Schlägerei in Wittenberg: Prozess gegen jungen Syrer begonnen“
#1
28. Februar 2020 um 17:29
https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau...g-100.html
„Tödliche Schlägerei in Wittenberg: Prozess gegen jungen Syrer begonnen“
Ein junger Syrer schlägt einem Mann aus Wittenberg mit der Faust ins Gesicht. Das Opfer stürzt und stirbt wenig später im Krankenhaus an seinen Kopfverletzungen. Kurz darauf gibt es Demonstrationen in Wittenberg. Grund: Die Staatsanwaltschaft will das Verfahren einstellen; argumentiert, der Syrer habe aus Notwehr gehandelt. Ermittler räumen später Fehler ein. Jetzt hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen.
Er soll einen 30-Jährigen Wittenberger nach einem Streit mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Weil sein Opfer auf den Hinterkopf stürzte und noch am selben Tag verstarb, muss sich ein junger Mann aus Syrien seit Freitag vor dem Landgericht Magdeburg verantworten. (Dieses dämliche Opfer aber auch – was fällt es auch auf den Hinterkopf!]
Soviele Lügen, Manipulationen und Halbwahrheiten in einem so kurzen Absatz. Erst am Ende des Textes erfährt der Leser zumindest ein paar zutreffende Fakten. Unter einer „Schlägerei“ habe ich bisher immer verstanden, wenn zwei aufeinander einschlagen – das war es aber nicht. Wie im Video deutlich zu sehen ist, schlägt der Syrer dreimal massiv mit der Faust zu. Es lag auch keine Notwehrsituation vor. Ebenso wenig stimmt, dass das Verfahren eingestellt werden sollte – es gab gar keines, weil behauptet wurde, es lag Notwehr vor und dies obwohl der Täter nicht zum ersten Mal gewalttätig geworden ist. Auch eine Altersfeststellung fand nicht statt, so wurde das angebliche Alter von 17 akzeptiert, obwohl der Typ älter wirkt.
Mir fehlen langsam die Worte für das, was hierzulande geschieht. Man stelle sich nur einmal die umgekehrte Konstellation vor und welche Reaktionen es dann gegeben hätte. Deutsche sind anscheinend minderwertige Opfer zweiter Klasse. Mir geht es wie dem Vater des Opfers: mein Vertrauen in den „Rechtsstaat“ ist zerstört.
Zwei frühere Texte zum Thema, die die jetzigen Lügen des MDR belegen.
https://www.focus.de/regional/sachsen-an...29322.html
https://www.mz-web.de/wittenberg/tragoedie-vom-arsenal-vor-einem-jahr-starb-marcus-h–nach-einem-streit-mit-fluechtlingen-31356774
Das scheint das Video zu sein, man muss sich aber anmelden.





Panta rhei sagte:
28. Februar 2020 um 17:38
„Rechter Haken ohne Sturm. Vor einem Jahr starb in Wittenberg ein Deutscher bei einem Streit mit einem Syrer. Bundesweite Aufmerksamkeit fehlte – wieso?“
Die taz hatte hier sehr korrekt berichtet. Und es wird offensichtlich, wie die Staatsanwaltschaft lügt. Die haben das Video gesehen und da kann man nicht zu deren Einschätzung kommen.
In der Pressemitteilung schildert die Staatsanwältin den Vorgang anders. Demnach sei die Aggression von Marcus Hempel ausgegangen: „Im weiteren Verlauf versetzte der 30-Jährige dem Syrer erneut einen Faustschlag, woraufhin Letzterer unmittelbar reagierte und den 30-Jährigen seinerseits mit einem Faustschlag am Kopf traf.“ Laut Staatsanwaltschaft soll Hempel zweimal zugeschlagen haben, Sabri H. einmal. Im Video sieht man aber nur einen Schlag von Hempel und drei Schläge von Sabri H. Dass dieser als Erster schubst, erwähnt die Staatsanwaltschaft nicht, genauso wenig, dass Sabri H. Hempel vorher möglicherweise erkennt und den Mittelfinger zeigt.
Schon am Samstag, einen Tag nach der Tat und zwei Tage vor der Pressemitteilung, wertet ein Polizist das Überwachungsvideo aus. Das geht aus der Ermittlungsakte hervor. Der Polizist schreibt einen Bericht, er zählt die Schläge richtig, er schreibt auch, dass zuerst Sabri H. schubste, dass Hempel nur einmal zuschlug und Sabri H. dreimal. Warum die Staatsanwältin die Tat nach dem Polizeibericht anders darstellt, ist unklar.
https://taz.de/Instrumentalisierung-von-.../!5536462/
 
Antworten
#2
Zwei Jahre für Sabri H. Bewährungsstrafe für Wittenberg-Totprügler

„Ehrlich gesagt: Ich bin entsetzt, aber ich habe diese Urteil kommen sehen“, sagte Vater des getöteten Markus (30).
Magdeburg/Wittenberg – Am letzten Verhandlungstag kam das Geständnis. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit räumte der Totprügler vom Wittenberger Arsenal-Platz ein: „Ich war wütend, deshalb ich zugeschlagen.“ Dafür wurde Sabri H. am Donnerstag zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Zweieinhalb Jahre nach den tödlichen Faustschlägen vor dem Einkaufszentrum in der Lutherstadt Wittenberg fiel am Donnerstag vor der Jugendstrafkammer des Landgerichts Magdeburg endlich das Urteil gegen den jungen Syrer, dessen genaues Alter zur Tatzeit nicht festgestellt worden ist.
Nach eigenen Angaben will der Angeklagte zur Tatzeit erst 17 Jahre alt gewesen sein. Deshalb fand das gesamte Strafverfahren hinter verschlossenen Gerichtstüren statt.

https://www.bild.de/regional/sachsen-anh....bild.html
 
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste