Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Meinungsfreiheit vor Gericht
#1
Meinungsfreiheit vor Gericht

Correctiv: Wenn Faktencheck zur Propaganda wird


TE und die undurchsichtige Organisation Correctiv streiten vor Gericht über Wahrheit. TE verliert vorerst das Verfahren, Correctiv seinen Ruf. In einem weiteren Verfahren steht Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth vor dem Richter. 
Wer darf sich Wissenschaftler nennen? Diese Frage wurde gerichtsnotorisch, seit TE eine nüchterne Nachricht vermittelte. 500 Wissenschaftler wandten sich brieflich an UN-Generalsekretär Guterres mit der Bitte, sich kritisch mit der Klimapolitik auseinanderzusetzen. Eigentlich keine große Sensation – alltägliches Nachrichtengewerbe. Zum Fall wurde die Nachricht, weil eine Organisation namens „Correctiv“, die mit Facebook zusammenarbeitet, den Beitrag mit dem Stempel „teilweise falsch“ versehen hat.

Es seien nicht alle 500 Wissenschaftler; einige seien von ihren Lehrstühlen emeritiert, andere in Unternehmen und nicht an Universitäten beschäftigt. Wir wundern uns: Ist etwa der norwegisches Physiker Ivar Giaever, der 1973 den Nobelpreis für seine Forschung erhielt, kein „Wissenschaftler“, weil er im hohen Alter des typischen Nobelpreisträgers nicht mehr im Hörsaal steht? Sind die exzellenten Wissenschaftler in den Laboren von Industrie, Frauenhofer-Gesellschaften und anderen halbstaatlichen Forschungseinrichtungen keine „Wissenschaftler“? 

So sieht es Correctiv. Sollen sie. Uns ist diese verengte Weltsicht fremd, aber was soll’s? Unter dem Himmel gibt es eben unterschiedlichste Sichtweisen. Was uns daran aber stört, ist, dass unsere Reichweite von Facebook dadurch massiv eingeschränkt und unsere Vermarktung behindert wird. Wir halten es für völlig ok, wenn Correctiv anderer Meinung ist – wir halten es für unfairen Wettbewerb, wenn deshalb Leser behindert werden und sich das von der Öffentlichkeit sonst wenig beachtete Correctiv an die sehr viel größere Reichweite und Leserschaft von TE buchstäblich anhängt – und sie zu verkleinern versucht. So spricht Correctiv-Geschäftsführer Schraven davon, dass er in der Lage sei, die Reichweite zusammen mit Facebook um mehr als 80 Prozent zu reduzieren. Und das, weil wir einen älteren Nobelpreisträger Wissenschaftler nennen und nicht Pensionär?................

weiter > https://www.tichyseinblick.de/tichys-ein...anda-wird/

Roland Tichy
…wir haben über den Brief der 500 berichtet, nicht deren jeweilige Position referiert oder geteilt. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Die „teilweise falsche“ Beurteilung bezieht sich auf die wissenschaftliche Qualifikation.
 
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste