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Ausschreitungen in Leipzig-Connewitz
#31
(04.01.2020, 17:42)A.Hauß schrieb: Aber bzgl. Leipzig sollte man die Kirche im Dorf lassen. Nicht dass da NICHTS passiert wäre, aber das Bemühen, aus diesen  "linken" Aggressionen politisches Kapital zu schlagen, wirkt lächerlich.

Als Einzelfall betrachtet ja,
in der Summe der Vorfälle der letzten Wochen macht das eine ganze Menge.Ich erinnere an die WDR-"Satire", den Reporter der BZ in Berlin, das Zusammenschlagen einer Frau in Leipzig, die im Immobiliensektor tätig ist, das Anzünden der Autokräne in Leipzig, gewisse Manifeste auf Indymedia (ob Fake oder nicht ist irrelevant, Äußerungen aus der Politik, Verschicken von Pistolenkugeln an eine FDP-Politikerin, Anzünden von Fahrzeugen von AfD- Politikern und mehr.
Geht das so weiter, kommt irgendwann das Verbot. Die halbe Gehirnzelle dieser pseudolinken Frontorganisation scheint steil darauf hinzuarbeiten. Mögen sie im Augenblick noch nützlich sein, wird sich das Bild, das da in der Öffentlichkeit entsteht stark verändern. Und dann wird die Politik gezwungen sein zu handeln. Die Deutungshoheit in den Medien hin oder her.
 
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#32
"Summe der Vorfälle "
Äpfel und Birnen und Pflaumen und Saft von Kiwis, alles gepresst und gemanscht, ergibt Obstbrei.
Da existiert jedoch kein Oberguru und eine stramme Organisation. Grüppchen und einzelne Verwirrte. Übrigens auch nicht sonderlich anders als auf der rechten Seite. Diskutieren, Medienkompetenz verbreiten, deeskalieren, "DEN" Staat erklären, Emotion und Sache trennen usw. - ob links oder rechts, nur so kommt man voran. Und glaubhaft nach der Wahrheit suchen und diese verbreiten...
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#33
(04.01.2020, 19:49)A.Hauß schrieb: Diskutieren, Medienkompetenz verbreiten, deeskalieren, "DEN" Staat erklären, Emotion und Sache trennen usw. - ob links oder rechts, nur so kommt man voran. Und glaubhaft nach der Wahrheit suchen und diese verbreiten...

Das interessiert den Hetz und Gewaltmob einen Scheiß, ihre Denker und Lenker in den Parteien, Medien und Organisationen ebenso. Ich kanns mir nicht immer aussuchen. Die Wahrheit kann man finden. Am Ende zählt, wer die Meinungshoheit hat und wer meint, Fakten biegen und umdeuten zu können.Da dagegen zu halten funktioniert nicht. Und das sind im Moment nicht etwa die LINKE, sondern Grüne und SPD, die hier das Mäntelchen drüberhalten. Dazu, abgesehen von einigen Hardcore-Antifas, ist die Linke viel zu klein, SPD mit ihrem Medienimperium und die Grünen auf ihrer Welle nicht.


ja, Sachlichkeit ist angesagt. Ich kanns mir nicht immer aussuchen. Da geht mir auch mal der Gaul durch
 
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#34
Journalist Heribert Prantl kritisiert Polizei und Medien nach umstrittenen Silvestereinsatz im Leipziger Stadtteil Connewitz
> https://www.deutschlandfunk.de/sachsen-j...id=1087264

stefanolix@stefanolix
Antwort an@Dwarsloper01
Ich höre mir den Beitrag gerade fassungslos an. Die Gewalt der Linksextremen gegen die Polizei kommt gar nicht vor. Die krisenhafte Situation in der Nacht wird gar nicht gewürdigt. Der DLF-Journalist fragt nicht danach und Heribert Prantl interessiert es nicht.

Ich finde diesen Beitrag über eine Stellungnahme des Journalisten Heribert Prantl sehr aufschlussreich. Und zwar nicht was darin steht, sondern was fehlt.
 
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#35
Bei Indymedia gibt es einen Beitrag aus Autonomensicht zu #Connewitz, der ganz offen die bewusste Gewalt gegen die Polizei thematisiert

[Bild: ENbu2nNX0AAylZX?format=png&name=900x900]

(Quelle linksunten-indymedia existiert nicht mehr)
 
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#36
Andrej Reisin

Silvestergewalt in Leipzig

„Notoperation“ in Connewitz: Medien als Echokammer der Polizei
3. Januar 2020
Ob die Leipziger Polizei mit ihrer Pressemeldung um 04:42 Uhr in der Silvesternacht bewusst auf eine große mediale Aufmerksamkeit setzte, ist reine Spekulation. Klar ist jedoch, dass sämtliche am 1. Januar spärlich besetzte Frühschichten in den Redaktionen das Thema pünktlich auf dem Tisch hatten und eifrig aufgriffen. Zumal die Darstellung in ihrer Dramatik nichts zu wünschen übrig ließ:
„Nachdem zuerst Silvesterfeuerwerk gezündet wurde, wurden gegen 00:15 Uhr Polizeibeamte an der Selneckerstraße und an der Wiedebachstraße massiv mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Eine Gruppe von Gewalttätern versuchte einen brennenden Einkaufwagen mitten in eine Einheit der Bereitschaftspolizei zu schieben und beschossen diese massiv mit Pyrotechnik. Ein Beamter (m/38) wurde dabei so schwer verletzt, dass er das Bewusstsein verlor und im Krankenhaus notoperiert werden musste. In diesem Fall ermittelt die Soko LinX wegen versuchten Totschlags.“
Die Staatsanwaltschaft ging später noch weiter und ermittelt seitdem wegen versuchten Mordes, weil die Täter dem Beamten den Helm vom Kopf gerissen hätten. „Es gab Gewalteinwirkung auf den ungeschützten Kopf“, sagte der Sprecher des Landeskriminalamts, Tom Bernhardt. „Der Kollege ist außerhalb der Lebensgefahr, er konnte befragt werden, hat aber schwere Aussetzer in der Erinnerung.“
Aus all dem schlossen sowohl Medien als auch die Öffentlichkeit selbstverständlich, dass der Beamte so schwer verletzt wurde, dass er in Lebensgefahr schwebte – und notoperiert werden musste. Entsprechend drastisch fiel die Berichterstattung aus: „Tag24“, das Online-Portal der „Dresdner Morgenpost“, schrieb unter anderem, „Chaotoen wollten Polizisten töten“, „Der Beamte erlitt lebensgefährliche Verletzungen“, und „nur eine Not-OP konnte das Leben des Polizisten retten“........

mehr > https://uebermedien.de/44967/notoperatio...r-polizei/
 
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#37
Destruktive Gretchenfragen

Connewitz Nach den Vorfällen der Silvesternacht dominieren wieder die Reflexe. Wo man in der Debatte den politischen Handlungsraum wiederfindet, zeigt Saskia Esken
Nun sag, wie hast du's mit der Polizei? Und mit den Linksradikalen? Wie so oft scheint auch nach der Silvesternacht in Connewitz die Diskussion wieder in eine Identitäts-Gretchenfrage zu münden. Rechte und Konservative verurteilen die Gewalt, die in Leipzig in der Silvesternacht von „Linksradikalen“ an Polizisten verübt worden sein soll; Linke kritisieren die Polizei selbst. Wer solidarisiert sich mit wem? Auf welcher Seite stehst du? Die Twitter-Debattenkultur dümpelt also ins Jahr 2020. Doch dann meldet sich am Freitag Saskia Esken zu Wort – und bringt eine wahrhaft linke Sicht in die Diskussion. Nicht, weil sie sich „mit der linken Seite“ solidarisierte. Oder sich gegen „die Seite der Polizei“ stellte. Sondern weil sie staatliches Handeln hinterfragt. Und damit den politischen Raum öffnet.

Doch eins nach dem anderen. Zunächst ist die öffentliche Auseinandersetzung mit den Vorkommnissen im Leipziger Stadtteil Connewitz durch eine Reihe von Versagen gesellschaftlicher Akteure schon auf einem grottigen Niveau gestartet. Am 1. Januar um 04:42 Uhr vermeldete die Pressestelle der Polizei Leipzig einen Angriff auf Polizeibeamte aus einer Menschenmenge der linken Szene heraus mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern. Ein Einkaufswagen sei in eine Gruppe Polizisten geschoben worden, ein 38-jähriger Beamter sei angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass „er das Bewusstsein verlor und im Krankenhaus notoperiert werden musste“. Die SoKo LinX ermittele wegen versuchten Totschlags.......

weiter > https://www.freitag.de/autoren/elsa-koes...chenfragen

einige Kommentare:

2020-01-03 16:03:33.914630
Macht man sich infohalber über die tatsächlichen Abläufe kundig (wie etwa mittels diesem und diesem Bericht im ND), wird die Chose noch desolater als von Saskia Esken vermutet. Was war los Silvester im Connewitz-Kietz? Folgt man dem ND-Bericht, war der als linkes Viertel bekannte Kietz Silvester ein grundrechtsbefreites Gebiet – Polizeihubschrauber, verdachtsunabhängige Personenkontrollen, Polizeigewalt gegen Unbeteiligte. All dies wohlgemerkt NICHT ALS REAKTION auf irgendwas, sondern rein präventiv, nach dem Motto: Polizeiliche Maßnahmen orientieren sich nicht an irgendeinem Sinn, sondern allein der Tatsache, ob die Polizei sie durchführen kann.
Dass sich selbst der und die Friedlichste nicht unbegrenzt herumschubsen lassen, liegt auf der Hand. Zusätzlicher Punkt hier dürfte sein, dass die sächsische Polizei allgemein als Vorreiter gilt, wenn es darum geht, mit den Rechten zu fraternisieren. Dass die grundlos herbeigeführte Polizeieskalation mittels nachträglich erfundener Fake News zusätzlich aufgebauscht wird, mag in der Natur der Sache liegen – Polizei & Politik sind im Südost-Bundesland eben notorisch rechts eingestellt und brauchen ihre entsprechenden Breaking News. Dass seriöse Medien wie Spiegel, Zeit, Süddeutsche und so weiter sich in diese durchsichtige Kampagne mutwillig einreihen, stellt jedoch erneut unter Beweis, dass die Medien im Zweifelsfall entlang politischer Vorgaben agieren und ihre Rolle als sogenannte »Vierte Gewalt« längst abgegeben haben.
Was bleibt, ist Ideologie pur: Der Feind steht eben nach wie vor links. Fakten braucht es dafür letztlich nicht.

2020-01-03 19:30:02.761171
Ich habe gestern bei WELT darüber gelesen, und mir fiel auf, daß sich Frau Nagel unter anderem darüber mockierte, daß die Polizei hin und her lief, um diverse Feuer zu löschen.
Auch wenn dafür die Feuerwehr zuständig ist, würde ich sagen, daß es richtig ist, wenn die Polizei dies ebenfalls tut, um größere Brände zu verhindern.
Die Polizei ist dazu da, um Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten, und darauf sollte auch deren Einsatztaktik ausgerichtet sein, und nicht primär auf die eigene Sicherheit.
Wie auch immer, nachdem ich den Artikel gelesen hatte, rief ich indymedia auf, weil mir bei Connewitz diese Seite https://de.indymedia.org/node/35549?fbcl...AtUxwpxbhg einfiel, und ich nachsehen wollte, ob ich dort etwas zu Sylvester erfahren könnte.
Auf https://de.indymedia.org/node/57373 fand ich jedoch nur einen Text, der unter anderem dazu aufrief, sich mit Schußwaffen einzudecken, na ja, und das übliche revolutionäre Links-Blabla.
Ich nehme an, es handelte sich um den "Schwarze Scharen"-Artikel, der heute als "false flag" deklariert wird.
Wenn Herr Seehofer diesen Text gelesen hat, kann ich durchaus verstehen, daß er von den RAF-Zeiten spricht, und auf der anderen Seite traue ich den Verfassern solcher Zeilen durchaus solche Attacken gegen die Polizei zu.
Also, nein, Frau Esken spricht mMn aus einer #gegenrechts-Blase heraus, welche den Haß auf der eigenen Seite entweder ignoriert, oder nicht sehen will.

2020-01-03 20:01:34.027121
Die Krokodilstränen die jetzt von rechtskonservativer Seite geheult werden um die ach so armen Polizisten sind heuchlerisch und widerlich. Man sollte die Sache untersuchen , und sollte die Polizeitaktik falsch und kontraproduktiv gewesen sein so müssen Innenminister und Polizeiführung dafür zur Rechenschaft gezogen werden, ein sogenannter Rechtsstaat muß und kann das verlangen. Mit dem Ergebnis muß allerdings dann auch jeder leben.

2020-01-03 21:02:18.273623
@ Referenzkommentar
Sehe ich ähnlich, bis auf:
"Dass seriöse Medien wie Spiegel, Zeit, Süddeutsche und so weiter sich in diese durchsichtige Kampagne mutwillig einreihen, stellt jedoch erneut unter Beweis, dass die Medien im Zweifelsfall entlang politischer Vorgaben agieren ..."
Ich glaube, dass es hier mal wieder eher kommerzielle Gründe sind. Ein privates, gewinnorientiertes Nachrichtenmedium muss halt viele Artikel mit mehr oder weniger aufmerksamkeitsheischendem Titel und Inhalt generieren. Jan Böhmermann hat das mal witzig thematisiert mit seinem Beitrag zur Aufmerksamkeitsökonomie in der ZDF-Sendung Neo Magazin Royal - kennen die meisten hier vielleicht bereits.
Quantität statt Qualität eben. Da wird dann zu wenig selbst recherchiert und hinterfragt. Ich vermute nicht, dass private Medien entlang politischer Vorgaben agieren (noch ist die AfD zum Glück nicht an der absoluten Macht). Jedes private Nachrichtenmedium hat seine eigene, selbstgewählte Ausrichtung. Mich nervt nur, dass viele diese nicht oft genug benennen oder klar zu dieser stehen und sich stattdessen mit Neutralität brüsten, was doch niemand, der bei allen mal des öfteren vorbeischaut, glauben kann. Ein hohes Niveau an faktenbasierter, wertfreier Berichterstattung erreichen meiner Meinung nach nur Nachrichtenagenturen wie dpa oder Reuters.
Mit dem Anspruch an Neutralität lese, sehe und höre ich Nachrichten auch gar nicht mehr. Kann man als Resignation oder Akzeptanz werten, ich bevorzuge letzteres ^^. Von Menschen wiedergegebene Geschichten sind meist nicht 100% "neutral/akkurat", was nicht bedeutet, dass ich der Meinung bin, dass alle Medien immer lügen (ich selbst bin bestimmt auch nicht 100% filterblasenresistent, da ich mich auf manchen Seiten, wie dieser hier, deutlich wohler fühle als auf anderen).
Ich habe weiterhin relativ viel Vertrauen in die ÖR, weiß aber mittlerweile auch, bei welchen Themen ich eine Augenbraue anhebe. Meist aufgrund des Umstandes, dass ich bei einigen Themen in der vermittelten Meinung wiederholt und regelmäßig Doppelmoral und Ausblendung bzw. einseitige, undifferenzierte Positionierungen zu erkennen glaube. Die eher subtilere Form solcher "Wissensvermittlung" wird dann leider oft nicht als Kommentar gekennzeichnet.
Dieser Hinweis fehlt mir hier auch (so sehr ich Frau Koesters Geschriebenem auch zustimme). Denn es werden ja nicht in 10 Zeilen trocken und wertfrei die Fakten wiedergegeben - wäre ja auch langweilig -, sondern sie vermittelt auch ihre persönliche Einordnung. Das übrigens in einem Stil, den ich ganz gut finde.
Andererseits lese ich den Freitag zu selten. Vielleicht ist diese Seite ja eher als Kommentarartikel-Seite konzipiert (was einleuchtend wäre), wodurch ein Kommentar-Tag zu jedem Artikel dann irgendwie überflüssig wäre. Aaaaaandererseits wirkt die Aufmachung mit den Rubriken schon wie eine "normale" Nachrichtenseite.
Hmm, eigentlich sind somit die meisten privaten, bekannten Nachrichtenmedien eher Nachrichtenkommentierungsmedien. Könnte man ja mal durchgehend so oder so ähnlich bezeichnen. Dann ist die Enttäuschung und Anspruchshaltung vielleicht nicht so groß. Werden die Betreiber womöglich aber nicht so geil finden, das würde ja etwas von dem Glanz des seriösen Anscheins nehmen.
Noch ein bisschen zum Thema an sich - will da jetzt nicht noch extra 'nen neuen Kommentar für erstellen:
Ich finde es schon erstaunlich, wie schnell unsere scheinbar bürgerlich Konservativen und Liberalen durchdrehen, wenn sie linke Gewalt vermuten und bei vermutlich rechter Gewalt erstmal alle Fakten abwarten und in alle Richtungen ermitteln wollen, sich mit Forderungen seeeeeeehr zurückhalten und gleichzeitig entsprechende Ereignisse zu verharmlosen versuchen etc. Wenn Nazis Ausländer jagen, sind diese ja nur Erlebenisorientierte bzw. dann war es ja gar keine Hetzjagd. Wenn jemand unnötige Polizeigewalt und Faschismus anprangert, ist er nach Wendt, Seehofer und dem Birnenkopp mit der kleinen runden Brille gleich linksextrem und somit Staatsfeind. Da sich das immer wieder wiederholt, kann man solche Leute nur als lernresistent bezeichnen. Dagegen wirkt die Bundeskanzlerin ernorm sympathisch und gelassen Smile.
Und wenn dem Sachsen die Kronjuwelen geklaut werden und er sich damit seiner ("männlich deutschen") Identität beraubt fühlt, dann ist aber die Kacke am Dampfen und der Anschlag auf Juden von Halle schnell Schnee von gestern. Ok, die Rethorik war jetzt unsauber von mir, da: "Aber die Anderen!"
Sry ^^, ist aber auch verlockend

2020-01-04 00:38:09.462728
Aussagen des Krankenhauses, in dem die angebliche Notoperation stattfand: Es gab keine Notoperation
Es gab auch keine lebensgefährlich Verletzten bei der Polizei wie es die braune Mischpoke in sämtlichen Foren schweißgebadet rumbrüllt. Auch der ominöse Einkaufswagen wurde nie in die Polizeitrupps gestossen.
mehr dazu hier (und in anderen Interviews auf der webseite)
https://www.freie-radios.net/99160

2020-01-04 02:54:14.200913
Es ist wohl jedem klar, dass die sächsischen Nazi-Bullen die paar Linken, die es in ihrem Bundesland überhaupt gibt, provoziert haben, und dass diese dumm genug waren, sich provozieren zu lassen. Letzteres sehr ärgerlich, weil die Sachsen jeden Anlass nutzen werden, von ihrem Nazi-Problem abzulenken und ausgerechnet "linke" Vollpidioten liefern ihnen dazu den Grund.Ich verbinde "links" mit Intelligenz und frage mich daher ernsthaft, wie "links" die Idioten von (u.a.) Connewitz eigentlich sind. Beachtlich klug indes die Reaktion von "Eskia", die mit dem Charme eines Bullterriers die sächsische Nazi-Bullentruppe der erneuten Unfähigkeit überführt. Furchtbares Sachsen.

Kommentare an anderer Stelle:

Deep South
03. 01. 2020, 21:40
Beide Seiten müssen sich da auf die Reihe kriegen. In Connewitz brodelt es schon lange. Das Vorgehen der Polizei ist da selten von deeskalierenden Gedanken geprägt. Großflächige Videoüberwachung, Gentrifizierung, Polizeigewalt, die rechten Randale, Pläne für ein Soko Links, etc. haben die letzten Reste an Vertrauen in den Staat gekillt. Und dass Typen wie Ulbig oder Wendt immer Öl ins Feuer gießen, ist auch nix Neues.

Für mich ist die Taktik da ziemlich billig durchschaubar.
Ändert nur nix daran, dass sich seit einigen Jahren Teile Szene zusehens radikalisieren, dabei zunehmend Grenzen überschreiten und damit den Zunder liefern, mit dem dann wiederum rigorosere Polizeieinsätze legitimiert werden. Das hat alles auch was mit dem Gefühl (der Gewissheit) zu tun, dass man eine Art (letzte) rote Trutzburg im (dunkel)braunen Sachsen ist.
Aber wem es nützen soll, wenn man sich auf Indymedia dafür abfeiern läßt, vermummt ne Frau verprügelt zu haben oder was zur Hölle eine Polizeieinsatzleitung erwartet, wenn man ein durch und durch linksalternativ bis linksradikal geprägtes Viertel zu Silvester in eine Art Belagerungszustand versetzt, kann man mit gesundem Menschverstand zumindest nicht mehr erklären.
Wie Radikalisierung, wie Eskalation, wie gesellschaftliche Entfremdung entstehen, wie sich daraus Gewalt entwickeln und wie daraus tatsächlich auch Terrorismus wachsen kann, ist eigentlich hinlänglich bekannt.

03. 01. 2020, 12:48
Natürlich war das mit Ansage, das Eskalationpotential steigt ja seit Jahren auf beiden Seiten zusehens. Klar provoziert da so ein martialischer Einsatz und klar steckt da Kalkül dahinter. Die Strategie, die die Polizei da fährt, hat mit Deeskalation zumindest null und nix zu tun. Man will zeigen, wer da Herr im Haus Haus ist. Dass es da geknallt hat, dürfte so manchem, der da jetzt aufgeregt schreit, durchaus genehm sein.
Und dass in Connewitz genügend Volltrottel raumlaufen, die dann auf Fingerschnippen genau das servieren, was auf der Karte steht, is nun auch nix Überraschendes. Da gibts zum Teil Leute, die haben schon lange keinen Blick mehr dafür, was der eigenen Sache noch nützt. Auch da ist grundlegendes Interesse an Eskalation vorhanden.
Da muss ich mir auch gar kein Gewäsch aus der Politik dazu anhören. Natürlich bellt da wieder jeder aus seinem eigenen Tunnel heraus. Die üblichen Lautsprecher von Wendt bis Dittfurth melden sich natürlich auch wieder alle zu Wort, wissen ganz genau, was da los war und natürlich ist das eigene Klientel wieder nur Opfer. Soweit, so normal.
Nur ist ist genauso selbstgerecht und durchschaubar, zu behaupten, das man gar nicht anders auf die Polizeipräsenz hätte reagieren können, wie es ist, pauschal von "gezielten Angriffen auf Menschenleben" zu schwadronieren. Das sind Worte, die nur weitere Gewalt legitimieren sollen, in einer Gewaltspirale, die sich immer schneller dreht.
Es wäre unbedingt angezeigt, dass mal ein paar Leute auf die Bremse treten. Ansonsten muss man demnächst nicht mehr anzweifeln, ob da nun irgendwer notoperiert werden musste oder nicht.
 
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#38
6. Januar 2020 um 16:38
Die Antifa Presse „ermittelt“ gerade zum Thema „Connewitz“:
„Angriff in Connewitz war offenbar nicht orchestriert
Ein ZEIT ONLINE vorliegendes Video weckt Zweifel an der Darstellung der Polizei. Es zeigt die entscheidenden Szenen aus der Silvesternacht in Leipzig.
(…)
Das Video zeigt die Szene gegen 0.15 Uhr in der Nacht, als der 38-jährige Polizist im Einsatz am Connewitzer Kreuz angegriffen wird, sein Bewusstsein verliert und von Kollegen abtransportiert werden muss. Die Situation ist unübersichtlich, es ist laut, Raketen fliegen. Durch die Lichtverhältnisse ist nicht immer sofort erkennbar, wer Polizist ist und wer Zivilist. Relativ klar zu sehen ist jedoch, dass es keinen orchestrierten Angriff einer großen Gruppe Linksextremisten auf die später verletzten Polizisten gab.
Okaay:
„(…)
Einige Anwesende sind vermummt und tragen schwarze Pullover und Hosen, und zählen offenkundig zum autonomen Spektrum. Einige so gekleidete Männer greifen Beamte an. Zu sehen sind Feuerwerksraketen, die auf Polizisten abgefeuert werden, Tritte gegen einzelne Polizisten und mindestens ein Wurf mit einem unbekannten Gegenstand, womöglich einem Stein. Ein Mann schubst einen Polizisten zu Boden, der aber wieder aufstehen kann.“
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges...zist-video

Na dann!

Ich denke spätestens Morgen wird Gensing vom Faktenfaker nachlegen. Hätte man mal so genau bzgl. der Vorgänge auf dem Maidan „ermittelt“!
 
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#39
Hier das Video von dem verletzten Polizisten

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#40
Michael Neuhaus@MichaNeuhaus8 Std.
Polizei #Leipzig will heute nach eigenen Aussagen deeskalieren. Dafür schafft sie einen #Kontrollbereich bis nach #Connewitz und stellt eine Demo mitsamt allen Teilnehmer*innen unter #Generalverdacht. Das ist mehr als unglücklich.

(muss man sich mal reinziehen, diesen Linken,,,,,siehe unten)


Helke Ellersiek@Helkonie12 Min.
Es knallt, dann heult eine Alarmanlage: ein Mercedes hat eine eingeschlagene Fahrerseite. Dann mehr Knaller, Aufruhr, Polizeiansammlung auf Konsum-Straßenseite, Steine und Pyrotechnik fliegen. Ordner rufen dazu auf, aufzuschließen um die Auflagen einzuhalten. #le2501

VIDEO

Martin Schöler@MartinSchoeler11 Min.
Geil, hauptsache der eigene Kiez in Südvorstadt und #Connewitz werden wieder mal zerlegt. Dafür hab ich als Anwohner null Verständnis. #le2501

die spielen doch nur:

Raphael Knipping@RaphaelKnipping
Massiver Einsatz von Pyrotechnik und Böllerwürfe bei #le2501 #leipzig #TagI
VIDEO

Freie Presse@freie_presse10 Min.
Die Demo in #Leipzig zur Unterstützung der verbotenen Plattform linksunten.indymedia ist beendet. Die Organisatoren lösten sie auf, nachdem aus den Reihen der Kundgebung Pyrotechnik gezündet und Steine auf die Polizei geworfen wurden. #le2501 #Indymedia

Die Polizei randaliert wieder in #Connewitz. Vermummte Demokratieverteidiger versuchen zu deeskalieren. Um das Eis zu brechen, veranstalten sie ein schönes Feuerwerk. Hoffentlich sehen die Polizisten von weiteren Eskalationen ab.
 
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