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Bedrohte Journalisten
#1
Parteiischer DJV

Unterstützung für bedrohte Journalisten: links vor rechts

Der DJV fordert vom WDR Solidarität mit einem Mitarbeiter, der wegen seiner „Nazisau“-Entgleisung in Kritik geriet. Bei gefährdeten nichtlinken Journalisten reagiert der Verband sehr viel milder.
In der Nacht zum Montag verübten Linksextremisten in Berlin einen Brandanschlag auf das Auto des BZ-Kolumnisten Gunnar Schupelius. Schupelius gehört zu den wenigen Journalisten Berlins, die immer wieder die rot-rot-grüne Regierung und die linksradikale Szene der Hauptstadt kritisieren. „Angriffe auf Hassbrenner wie Schupelius sind als Akt antifaschistischer Notwehr zu sehen“, erklärten die Täter in einem Bekennerschreiben auf Indymedia. Und drohten dem Journalisten offen, künftig nichts Kritisches mehr gegen Links zu schreiben: „Ein kleiner Rat an Gunni, schreib lieber Backrezepte: Hasspropaganda wird immer für Gegenfeuer sorgen!“
Es handelte sich bereits um den zweiten Brandanschlag auf ein Auto von Schupelius.
Selbst SPD-Landeschef Jan Stöß sprach daraufhin von „SA-Methoden“. Wesentlich zurückhaltender äußerte sich der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes Frank Überall – und dazu noch mit verrutschter Rhetorik. Es sei „ein widerlicher Anschlag auf die Pressefreiheit“ und „mit nichts zu rechtfertigen“, schrieb Überall. Und schob nach: „Inhaltliche Kontroversen dürfen niemals zu Gewalt führen“ – so, als gäbe es zwischen Schupelius und der linksextremen Szene eine „inhaltliche Kontroverse“......

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#2
Dem Lokalcholeriker den SUV genommen. Gunnar Schupelius muss laufen.
von: Prinzessin Latte am: 31.12.2019 - 15:40
Themen: 
Antirassismus
Gender
Medien
Ökologie
Soziale Kämpfe
Regionen: 
Berlin
Gunnar Schupelius war schon lange bevor der Rassist und Blogautor “Don Alphonso” zu Axel Springer wechselte da. Er stellte seine rhetorischen “Fragen” bereits bevor das Deutsche Feuilleton diskutierte, ob es nicht auch diskutabel wäre, Seenotrettung für Geflüchtete zu unterlassen. Er ist der Franz Josef Wagner (Chefkolumnist der BILD) von Berlin. Gunnar Schupelius ist vielen ein Begriff. Die einen verdrehen die Augen und lesen seine täglichen Ergüsse in der B.Z. amüsiert, scheint er mit seinen notorischen Tiraden selbst gegen legale Graffiti-Flächen, Partys und gegen allerlei Fortschrittliches einfach aus der Zeit gefallen. Doch er ist mehr als ein Schleimbeutel, der das Reaktionäre verkörpert und dabei so schön uncharismatisch daherkommt.
Er meint das alles ernst.
G. Schupelius ist nicht nur der spießige Springerschmierfink, er macht Propaganda. Er dient als Stichwortgeber von Rassist*innen, Rechten und von Reaktionären auf allen Feldern. Er mobilisiert alljährlich zum „Marsch fürs Leben“ von Abtreibungsgegner*innen und macht immer wieder deutlich, was er von Frauen und ihren Aufgaben und Pflichten hält.
Der Junge Freiheit-Herausgeber Dieter Stein bezieht sich auf seine Kolumnen, so seien diese „Großartig“ und er spräche „Klartext“. Mit einem JF-Redakteur führte Schupelius schon 2013 ein Interview bei TV Berlin.
Irgendwo zwischen Werte-Union, Kirchengruppe und der AfD ist also sein Platz, sein „gerechter Zorn“, so ist seine Kolumne übertitelt, trifft die Feind*innen eben dieser ätzenden Melange.
Es sind jene Werte, die Schupelius verbreitet, die die Stützpfeiler rechts-theoretischer Argumentationen bilden. Als Vermittler zwischen gebildeter, rechts-konservativer Avantgarde und gemeinem Stammtischpublikum, sollen seine Propagandatexte die öffentliche Meinung weiter in Richtung christlich, patriarchaler Gesellschaftsordnung inklusive Ordnungswahn, wie sie Gauland, Weidel und Co. nicht drastischer formulieren würden, treiben.
Päpstlicher als der (aktuelle) Papst mutet seine christliche Wertevorstellung an, die annoncierte Nächstenliebe ist halt eben nur für diejenigen da, die sich dem Konzept von heteronormativen Weltvorstellungen unterwerfen.
Der Zorn des Schupelius fängt bei Werbung über Vibratoren an („erst konnte ich das Produkt gar nicht zuordnen, dachte an Salatbesteck. Aber dann las ich die Aufschrift“) und endet noch lange nicht bei Plakaten, die über HIV aufklären sollen. Allein das Suggerieren sexueller Befreiung macht ihm Angst. Geschickt stellt er seine Doppelmoral auch bei politischen Entscheidungen zur Schau, so nennt er die Forderung nach einem bezirklichen Verbot von sexistischen Plakaten: „Zensur von Werbung mit Frauen in Kreuzberg“. Darstellungen von Frauen, die auf ihn attraktiv wirken und wohl auch wirken sollen, sind in seinen Augen legitim, da sie Menschen wie ihm Freude bereiten. Der Vibrator hingegen hat für Gunnar und andere keinen Zweck und warum sollten sie Menschen, die andere Vorstellungen von Sexualität, Geschlecht und Freiheit haben, irgend etwas gönnen. Sein patriarchales Weltbild spiegelt sich in und zwischen jeder Zeile seiner Texte wieder.
Er  schafft es, seine Kolumne mit dem rechten Mord an Lübcke zu öffnen, aber mit der Forderung eines härteren Vorgehens gegen Linke zu schließen. Und beim Thema Migration und Flucht gehen bei ihm alle Sicherungen durch. Er ist einer der Vorreiter, wenn es darum geht sich über Müll zu beschweren, das größte Problem eines jeden Deutschen, und die Schuld für dieses Elend den Geflüchteten oder Sinti und Roma zu geben.
Er stellt sich immer gern auf die Seite der Stärkeren und wird am Ende den größten Nutzen für sich selbst daraus ziehen. Im Interview mit dem Immobilienverband IVD beklagt er „Vermieter sind die Minderheit, die Mieter sind die Mehrheit“ und agitiert gegen eine weitere „Belastung“ ersterer.
Da er den Klimawandel nicht für erwiesen hält und Autofahren keine Notwendigkeit sondern Sinnbild für persönliche Freiheit darstellt, haben wir entschieden dem selbsternannten Verteidiger dieser „Rechte“ diese Freiheit ein klein wenig zu beschneiden und ihn dort zu treffen wo es ihm weh tut: Bei seinem Auto.
Wir haben heute seinen SUV abgefackelt. Der BMW-SUV parkte vor seiner Wohnung in der Wiesbadener Straße in Berlin-Wilmersdorf kurz vor der Kreuzung zum Südwest-Korso.  Schupelius wohnt dort im Erdgeschoss mit seinen Kindern.
Erwarten dürfen wir jetzt: Kolumnen über zu dreckige Bahnhöfe, Zugausfälle, natürlich weitere über Graffiti und all das, was Gunni Schlumpfelius nun auf seinen Reisen mit dem Öffentlichen Nahverkehr inmitten des gemeinen Pöbels noch so entdecken wird.
Sie werden unseren Angriff als Angriff auf die Pressefreiheit bezeichnen, es sind aber die Gunnar Schupelius‘ dieser Welt, die Frauen, Migrant*innen, Homosexuelle angreifen.
Sie werden uns Terror gegen Menschen mit „anderen Meinungen“ vorwerfen. Dabei sind es eben jene, die den Terror gegen Frauen, Geflüchtete und auch all jene, die die Hoffnung auf eine freie Welt für alle noch nicht aufgegeben haben, den Weg bereiten. Solange Menschen an den EU Außengrenzen ertrinken, solange Frauen nicht selbst über ihre Körper bestimmen dürfen, solange werden wir den Agitatoren dieses Terrors nachstellen, sie zur Rechenschaft für ihre Propaganda des sozialen Kannibalismus ziehen.
Gunni, da es sich bereits um die zweite Abmahnung handelt, möchten wir dir dringend empfehlen den Job zu wechseln. Begreif deinen unmobilen Start ins neue Jahr als nachdrückliche Anregung zu einem Neustart abseits von Axel-Springer!
Liebe Grüße an die Feministischen Autonomen Zellen (FAZ)

> https://de.indymedia.org/node/57093
 
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#3
Berlin

Entsetzen über Anschlag auf Meinungsfreiheit
Linksextremisten fackeln das Auto eines Journalisten ab und drohen seiner Familie. Im Bekennerschreiben hetzen sie gegen dessen christliche Wertvorstellung und seinen Einsatz für den „Marsch für das Leben“. Berliner Bischöfe verurteilen den Akt der Einschüchterung.
Der katholische Erzbischof von Berlin, Heiner Koch, und der evangelische Bischof Christian Stäblein haben die Angriffe auf einen Journalisten in Berlin scharf kritisiert. „Wir verurteilen aufs Schärfste alle Akte der Einschüchterung und Gewalt gegen Andersdenkende“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Bischöfe vom Donnerstag. „Die Meinungsfreiheit und die Menschenrechte sind höchstes Gut in unserem Land“, betonen der Berliner Erzbischof und der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Sie seien schockiert und empört über die gewalttätigen Angriffe gegen den Journalisten und die Drohungen gegen dessen Familie, heißt es in der Erklärung, über die die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) berichtet.
Auf das Auto eines Journalisten der Boulevardzeitung „B.Z.“ war am Silvestermorgen ein Brandanschlag verübt worden. Laut „Berliner Morgenpost“ brannte der Wagen völlig aus. Zwei weitere Fahrzeuge seien beschädigt worden. Nach dem Brandanschlag tauchte im Internet ein Bekennerschreiben auf. In diesem Schreiben rühmen sich Linksextremisten des Anschlags und schreiben von einer „zweiten Abmahnung“. Zudem werden weitere Drohungen ausgesprochen und dabei auch die Wohnung und Kinder des Journalisten erwähnt. Ausdrücklich nimmt das Bekennerschreiben auf die christlichen Wertvorstellungen des Journalisten Bezug, der in der „B.Z.“ eine eigene Kolumne hat.
(.....)
„So nicht! Weder von Links noch von Rechts!“
Auch Sozialstadtrat Detlef Wagner (CDU) verurteilte den Anschlag. „Wes Geistes Kinder müssen die Attentäter sein? Sind wir in Deutschland wirklich nicht bereit, aus der Geschichte zu lernen?“, zitiert ihn die „Berliner Woche“. „Noch einmal zur Erinnerung: Die goldenen 20er waren gar nicht so golden. Der unsinnige Kampf zwischen Rechts- und Linksradikalen bereitete den größten Massenmördern der Geschichte den Boden, denn niemand stand auf, sich Menschenfeinden entgegen zu stellen.“ Wagner rief dazu auf, jetzt gemeinsam aufzustehen und in Wort und Tat zu erklären: „So nicht! Weder von Links noch von Rechts!“ Auf Twitter nannte der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Frank Überall, den Brandanschlag einen „widerlichen Angriff auf die Pressefreiheit“.

mehr > https://www.tichyseinblick.de/daili-es-s...sfreiheit/

einige Kommentare:

Lotus
Warum müssen der katholische Erzbischof von Berlin und ein evangelischer Bischof tun, was in einem funktionierenden Land die verdammte Pflicht des Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin wäre? Die gleichen Cliquen, die sich im „Kampf gegen rechts“ tagtäglich verausgaben, bringen bei linksextremer Gewalt die Zähne nicht auseinander, obwohl sich immer klarer abzeichnet, dass Demokratie und Grundgesetz von Linksfaschisten in gleichem Maße attackiert wird wie von Rechten. Für den EU-China-Gipfel, der im kommenden September in Leipzig stattfinden wird, haben die Links-Faschos übrigens schon die nächste Eskalationsstufe angekündigt

Harzbub
Der Ungeist der Braunen Täter von 1933-45 findet sich im Ungeist der Roten Anarchofaschisten wieder. Wie die Urgroßväter so die heutigen Urenkel. Der Ungeist der SS Schergen lebt in Gestalt der „Antifa“ wieder auf. Kurt Schumacher (SPD) nannte sie Rot lackierte Nazis.

Gerro Medicus
Solange die geistigen Brandstifter und Unterstützer dieser Gewalttäter mit in der Regierung und den Parlamenten sitzen,, wird sich nichts ändern. Der Augias-Stall Berlin müsste erst einmal ausgemistet werden, damit sich etwas ändern kann.
Das Gejaule von SPDlern ist daher völlig unglaubwürdig.
Dass sich Leute wie Seehofer nicht äußern, spricht Bände. Wer nur den angeblichen Rechtsextremismus auf dem Schirm hat und links blind ist, kann eben nicht anders reagieren, zumal, wenn seine Chefin die Parole ausgegeben hat, dass der Linksextremismus wichtig ist, um ihre Macht zu erhalten.

Gisela Fimiani
Wer hat diesen unseligen Geist aus der Flasche gelassen und sich seiner gern bedient? Journalisten…die Kirche….Politiker…usw. Die nunmehr entsetzte Kritik erscheint verlogen und hybride.

BOESMENSCH
Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Bürgerkrieg.
Die Saat eines Staates, in dem Bundespräsident und Aussenminister Bands wie „Feine Sahne Fischfilet“ huldigen, die Aufrufe wie „…lässt die Bullenhelme fliegen…“ verbreiten, ist aufgegangen.
Dieser Staat muss erst durch einmal der Tränen gehen – ein zurück zur Vernunft gibt es nicht.
 
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