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Augsburg/Weihnachtsmarkt - Tödlicher Streit in der Innenstadt
#11
Augsburg:

https://twitter.com/search?q=Augsburg&src=typed_query

Carlo Masala@CarloMasala1
15 Std.
Man könnte a) um den Toten trauern und den Angehörigen Beileid aussprechen b) darauf hinweisen, dass die Täter in DEU geboren wurden c) fragen, was bei 17 jährigen schief läuft und wie wir das zukünftig verhindern können

Oder d) rassistische Kackscheisse ablassen

(Gefühlt geht es in diesem Hashtag wiederum nur darum, dem jeweiligen politischen Gegner keinen Millimeter Raum zu geben.)
 
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#12
Boris Reitschuster:

"Tod durch Sturz"?
Updated: vor 5 Stunden
Vielleicht ist es naiv, vielleicht war ich zu lange in Moskau und Berlin (einer Mischung aus Sowjetunion und Westen): Im Vergleich zu diesen beiden Städten hielt ich meine Heimatstadt Augsburg immer noch für eine heile Welt. Bisher. Vor allem den wunderschönen Christkindlesmarkt dort auf dem Rathausplatz: Die weihnachtliche Romantik vor historischem Ambiente ist für mich der Inbegriff des Advents, der Jahreszeit des Friedens. Nicht nur wegen der Kindheitserinnerungen.....

weiter > https://www.reitschuster.de/post/tod-durch-sturz

Twitter dazu > https://twitter.com/reitschuster/status/...3044441088
 
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#13
(09.12.2019, 08:12)Rundumblick schrieb: Boris Reitschuster:

"Tod durch Sturz"?
Updated: vor 5 Stunden
Vielleicht ist es naiv, vielleicht war ich zu lange in Moskau und Berlin (einer Mischung aus Sowjetunion und Westen): Im Vergleich zu diesen beiden Städten hielt ich meine Heimatstadt Augsburg immer noch für eine heile Welt. Bisher. Vor allem den wunderschönen Christkindlesmarkt dort auf dem Rathausplatz: Die weihnachtliche Romantik vor historischem Ambiente ist für mich der Inbegriff des Advents, der Jahreszeit des Friedens. Nicht nur wegen der Kindheitserinnerungen.....
[...]

Ohne den Russen kommt der Idiot Reitschuster nicht aus. Wenn es in Augsburg bisher so idyllisch zuging, warum dann Überwachungskameras? BTW: Auch Reitschusters Kitsch liest sich wie Werbung für Augsburgs Christkindlmarkt. Ein Medienereignis und der peinliche Herrmann dabei; hm ...
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#14
Dirk Hafermann@DirkHafermann
7 Std.
Im Gegensatz zum Fake-Account dieser YouTube-Mama, ist der hier echt. Ein Theologe. "Der tote Feuerwehrmann könnte ja rechts™ gewesen sein, ...............

[Bild: ELVR7GJWwAAPUV-?format=jpg&name=small]
[Bild: ELVR7hfXUAA4Q18?format=jpg&name=small]
[Bild: ELVR7yaX0AAC0Ml?format=jpg&name=small]
 
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#15
Der Identitätsdiebstahl der „MamaZirkus”
> https://www.danisch.de/blog/2019/12/09/d...amazirkus/
 
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#16
Tötungsdelikt in Augsburg

„Der Schlag war unvermittelt, von der Seite und mit voller Wucht“

Gegen 22.40 trug sich die Tat am Königsplatz in Augsburg zu: Der Mitarbeiter der Augsburger Berufsfeuerwehr war am Freitagabend mit seiner Frau und dem befreundeten Paar auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs und anschließend in einem Restaurant.
Auf dem Heimweg gingen die beiden Frauen voraus, der 49-Jährige folgte mit seinem 50 Jahre alten Bekannten. Die Überwachungsvideos des Tatorts zeigen, wie die beiden Männer auf eine Gruppe von sieben Jugendlichen trafen und zunächst an ihnen vorbeigingen. Dann drehte sich das spätere Opfer aus einem noch unbekannten Grund Richtung der Gruppe um. Man sieht daraufhin nach Angaben eines Polizeisprechers, wie die Gruppe gestikuliert, auf den 49-Jährigen zugeht, ihn umringt und ein Schlag fällt.
„Der Schlag war unvermittelt, von der Seite und mit voller Wucht und hat zum Tode geführt“, sagte der Leiter Kriminalpolizei Augsburg, Gerhard Zintl, am Montag.
Die Gruppe der jungen Männer habe sich weiterbewegt und sei auf den 50 Jahre alten Begleiter des Opfers zugegangen, der seinem am Boden liegenden Bekannten zu Hilfe kommen wollte. Der 50-Jährige sei attackiert und im Gesicht schwer verletzt worden. „Der ganze Handlungsablauf hat wenige Sekunden gedauert“, sagte Zintl. Die Frauen blieben körperlich unverletzt. Sieben Verdächtige wurden seitdem festgenommen.............

> https://www.welt.de/vermischtes/article2...Wucht.html
 
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#17
daneben:

meinbezirk: Gmundner Jugend traut sich nicht mehr fortgehen
Verängstigte Jugendliche und verängstigte Eltern – so ist das Stimmungsbild derzeit in Gmunden. Gruppen junger Männer mit Migrationshintergrund machen die Innenstadt an den Wochenenden unsicher. Es gab auch bereits Verletzte, so erst am vergangenen Freitag. Die Gmundner Stadtpolitik sieht sich nun zum Handeln gezwungen.

Einfach zum Mitschreiben: Weil die Grenzen nicht bewacht werden, weil die (Asyl-)Gesetze nicht umgesetzt werden, weil der politischen Korrektheit und dem Multi-Kulti gehuldigt wird, müssen sich die Einheimischen zu ihrer eigenen Sicherheit im öffentlichen Raum filmen lassen, damit sie diesen überhaupt noch nutzen können. Mein Mitleid hält sich angesichts des Wahlergebnisses in Gmunden bei der Nationalratswahl in Grenzen: Grüne +10,3% (!).

13:04 | Der Kolumbianer zum "Südländer" von gestern
Was ist ein Südländer? Ein Südtiroler vielleicht? Wo sind all die Linksgrüninnen, die sonst so gerne Betroffenheit heucheln? Ach ja, es handelt sich ja nur um einen toten Deutschen. Der bayrische Innenminister lobt indessen die tolle Videoüberwachung - den getöteten Feuerwehrmann wirds freuen!
Mein Tipp: Die gefassten "Deutschen" haben von unserer Justiz nichts zu befürchten...
18:12 | Die Leseratte zum "Südländer"
Der Südländer, der uns als Italiener verkauft wurde, soll in Wahrheit ein Albaner sein. Damit wär er Moslem, was auch besser in die Gruppe passen würde, zum türkisch-libanesischen (also vermutlich kurdischen) Deutschen. Mittlerweise sollen alle 7 Mitglieder der Gruppe verhaftet worden sein. Und überall wird getrommelt, das sei NUR wegen der tollen Überwachungskameras dort möglich gewesen, deshalb brauchen wir davon noch viiiel mehr (der Tatort ist ein Drogenhotspot in Augsburg, deshalb gab es dort die Kameras). Leider wissen wir ja alle, dass Kameras gerne gerade dann defekt sind, wenn in ihrem Aufnahmebereich mal wieder ein Mord durch einen Zugereisten an einem Einheimischen passiert. Dass das jetzt in Augsburg anders war, hat etwas mit Panik bei den Oberen zu tun. Die wurden nämlich von der großen Anteilnahme der Bevölkerung überrascht und hatten angeblich Angst, dass aus Augsburg ein zweites Chemnitz wird. Deshalb der schnelle Fahndungserfolg! Das heißt noch lange nicht, dass sie auch verurteilt werden - einige sind ja ohnehin "polizeibekannt".

> https://bachheimer.com/einwanderungspolitik
 
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#18
Das Tatgeschehen
Aus den Videoaufnahmen vom Königsplatz konnte das Tatgeschehen wie folgt rekonstruiert werden.
  • Die beiden späteren Opfer waren ins Gespräch vertieft und liefen ein Stück hinter ihren beiden Frauen, die sich ebenfalls unterhielten.
  • Die zwei Männer trafen dann nicht direkt von vorne, sondern parallel laufend in spitzem Winkel auf die sieben männlichen Jugendlichen, die sich schon zuvor auffällig verhielten (JFB: wahrscheinlich herumkrakelten).
  • Die beiden Männer waren an der Gruppe der Jugendlichen bereits vorbei und einige Meter weiter, dann hat sich der Feuerwehrmann umgedreht. Die Gruppe schaute zu ihm hin und gestikulierte dabei wohl auch.
  • Dann lief der Feuerwehrmann, der sich die ganze Zeit vollkommen regelkonform verhalten hatte, zu den Jugendlichen zurück, die ihn sogleich zu siebt umringte.
  • Als er mit einem oder mehreren, die vor ihm standen, sprach, verpasste ihm ein anderer der sieben von der Seite, für das Opfer vollkommen unerwartet einen sehr kräftigen Schlag gegen den Kopf, so dass der Getroffene sofort zu Boden ging. Die Behörden gehen dabei davon aus, dass schon der Schlag an den Kopf von der Seite tödlich war, nicht erst der Sturz.
  • Derjenige, der von der Seite zuschlug, sei nicht sehr kräftig gebaut, habe aber mit voller Wucht zugeschlagen, vor allem aber für das Opfer völlig unerwartet. Und solche völlig unvermittelten und unerwarteten Schläge von der Seite an den Kopf wären durchaus nicht selten tödlich. Insofern wird man dem Täter hier wohl zumindest einen bedingten Vorsatz unterstellen, sprich dass er den Tod des Mannes billigend in Kauf genommen habe.
  • Dass ein Gegenstand im Spiel gewesen ist, darüber gibt es bisher keinerlei Hinweise.
  • Nun wollte sein Begleiter, ein 50-jähriger Mann, dem 49-Jährigen zu Hilfe eilen, worauf die Jugendlichen sofort auf ihn zugingen und auch ihn attackierten. Auch dieser Mann erhielt nun massive Schläge ins Gesicht, in seinem Fall sogar mehrere, was zu schweren Gesichtsverletzungen führte.
  • Der ganze Ablauf dauerte nur wenige Sekunden, geschätzt maximal 20 Sekunden.
  • Alle sieben Jugendlichen hatten dunkle Haare.
  • Die Zeugenaussagen bezüglich der Täter waren sehr unterschiedlich. Einige meinten, es könnte sich um Sinti oder Roma gehandelt haben, was sich in keiner Weise bestätigte. Andere sagten, es seien Deutsche gewesen. Dritte sprachen von einem möglichen osteuropäischen Dialekt.
Festnahme der Tatverdächtigen
  • In der Nacht von Samstag auf Sonntag erhielt die Polizei dann den entscheidenden Hinweis auf die Täter, so dass sie am Sonntag die Namen und Personen sukzessive identifizieren konnte.
  • Am Sonntag konnten dann alle sieben Tatverdächtigen festgenommen werden. Einer stellte sich dabei freiwillig in anwaltlicher Begleitung, nachdem einige seiner Bekannten bereits festgenommen worden waren.
  • Die Verdächtigen sind alle zwischen 17 und 20 Jahre alt.
  • Gegen fünf der sieben Jugendliche ist vom Amtsgericht bereits ein Haftbefehl erlassen worden. Zwei weitere Haftbefehle werden noch eröffnet.
  • Die sieben Jugendlichen kennen sich alle schon seit einiger Zeit: „mehr oder minder lang“.
Dringender Tatverdacht nicht wegen Körperverletzung mit Todesfolge, sondern wegen Totschlags bzw. Beihilfe zum Totschlag
  • Zunächst hatte es geheißen und war auch davon auszugehen, dass die Ermittlungen wegen Körperverletzung mit Todesfolge laufen sollten. Seit heute Nachmittag steht aber fest, dass in Bezug auf das erste Opfer gegen alle sieben Verdächtigen wegen Totschlags beziehungsweise wegen Beihilfe zum Totschlag ermittelt wird. Das heißt, dem Haupttäter wird mindestens bedingter Vorsatz (das billingende Inkaufnehmen des Todes des Opfers) unterstellt.
  • Ferner wird gegen alle sieben in Bezug auf das zweite Opfer wegen gemeinschaftlicher begangener gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
  • Nicht alle, aber einige der sieben Verdächtigen sind polizeibekannt wegen verschiedener Delikte, bei zweien unter anderem wegen Körperverletzung.
  • Der Haupttäter ist 17 Jahre alt und es gab in den letzten drei Jahren, seit er 14 und strafmündig ist, mehrere „jugendtypische Delikte“, unter anderem Körperverletzung.
Fünf von sieben haben einen türkischen Migrationshintergrund, einer einen italienischen
  • Alle sieben Festgenommenen sind in Augsburg geboren. Sechs von ihnen haben die deutsche Staatsangehörigkeit, einer hat nur die italienische Staatsbürgerschaft.
  • Fünf von den sieben haben aber einen türkische Migrationshintergrund und teilweise zusätzlich zur deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft. In einem Fall, bei dem mutmaßlichen Haupttäter, liegt sogar noch eine dritte, nämlich eine libanesische Staatsangehörigkeit, vor.
  • Insgesamt haben also sechs der sieben Verdächtigen einen Migrationshintergrund: fünfmal türkisch (plus libanesisch), einmal italienisch.
Polizei und Staatsanwaltschaft geben Pressekonferenz zu dem Tötungsdelikt in Augsburg

Tötungsdelikt in Augsburg - Polizei und Staatsanwaltschaft geben Pressekonferenz



 
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#19
Getöteter Feuerwehrmann: Augsburg lässt sich nicht aufhetzen

Ein Mann stirbt nach einem Fausthieb eines Jugendlichen. Das ist erschütternd und tragisch. Nun aber missbraucht die AfD die Tat für ihre ausländerfeindlichen Reflexe - und verkennt dabei die Ursachen von Gewalt.
Dass Menschen zusammengeschlagen werden, geschieht in diesem Land an jedem Abend; was den Vorfall auf dem Augsburger Königsplatz am Freitagabend so tragisch heraushebt, ist die unerwartete, vom Täter allem Anschein nach auch nicht intendierte Todesfolge schon nach dem ersten Faustschlag. Sein Opfer ging sofort zu Boden. Es verstarb kurz darauf. Das ist schockierend. Wie zerbrechlich das Leben ist; wie dieser Mensch, ein 49-jähriger Feuerwehrmann, der mit seiner Frau und zwei Freunden in der Stadt unterwegs war, sein Leben verloren hat, ist tieftraurig. Die Familie steht noch unter Schock. Die Stadt Augsburg hat gerade erst begonnen zu trauern.

Doch die Rechtspopulisten versuchen längst, politischen Profit aus den Ereignissen zu schlagen. Die AfD-Fraktionschefin Alice Weidel schrieb auf Twitter von "Migrantengewalt" und schwadronierte über eine "Umkehr in der Einwanderungspolitik". Derlei Instrumentalisierung ist nicht nur schockierend, sie ist ekelerregend. Würde der mutmaßliche Schläger von Augsburg, ein in Augsburg geborener 17 Jahre alter Deutscher, nicht noch zusätzlich über eine Herkunft aus einem anderen Land verfügen - Alice Weidel und ihre Konsorten würden seine Straftat, die schon schlimm genug ist, kaum noch zusätzlich reißerisch aufbauschen. Darum geht es ihnen: Der 17-Jährige hat auch noch die türkische und die libanesische Staatsbürgerschaft. Sein Freund, der bei der Tat dabei war und auch festgenommen wurde, ist ebenfalls in Augsburg geboren, 17 Jahre alt und hat eine italienische Staatsbürgerschaft.

Tut das irgendetwas zur Sache? Man kann, durchaus, darüber reden: Junge Männer mit ausländischer Herkunft fallen beim Thema Kriminalität auf, sie sind in den Statistiken durchweg "überrepräsentiert", wie die Kriminologen sagen. Das lässt sich nicht leugnen und es gibt auch keinen Grund dazu, nur sollte man sich auch Gedanken über die Ursachen machen.
Der soziale Hintergrund ist entscheidend - nicht die Nationalität
Der Satz "Ausländer sind halt krimineller" ist ein dumpfer Reflex. Die AfD-Politikerin Weidel lebt von diesem Reflex. Deshalb tönt sie mit Blick auf Augsburg von "Migrantengewalt". Fast klingt es wie ein Auftrumpfen. Und deshalb planen manche ihrer rechten Geistesgenossen im Netz schon "ein zweites Chemnitz", also eine Agitation wie nach dem Tötungsdelikt durch einen Flüchtling im August 2018 bei einem Stadtfest dort.
"Ob Jugendliche kriminell werden oder nicht, entscheidet nicht der genetische, sondern der soziale Hintergrund", so hat es - klug und nüchtern - gerade ein Autor der Augsburger Allgemeinen auf den Punkt gebracht. Das Risiko, auf die schiefe Bahn zu geraten, ist höher bei Jugendlichen, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Jugendliche mit Migrationshintergrund wachsen besonders oft in solchen schwierigen Verhältnissen auf. Das entschuldigt nichts, aber es erklärt die Statistik.
Gegen soziale Probleme kann man etwas tun - mit Bildungs- und Integrationspolitik. Kriminelle wie den Schläger vom Königsplatz kann man bestrafen - als Individuen, nicht als Repräsentanten einer etwaigen ethnischen Gruppe. Das ist die richtige Antwort auf die anschwellende AfD-Demagogie. Augsburg lässt sich nicht aufhetzen.......

> https://www.sueddeutsche.de/bayern/augsb...-1.4716185

"Jugendliche mit Migrationshintergrund wachsen besonders oft in solchen schwierigen Verhältnissen auf. Das entschuldigt nichts, aber es erklärt die Statistik"

(Und warum ist das so?)
 
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#20
Bluttat von Augsburg  

Identitätsdiebstahl: Unbekannte hetzen im Namen von junger Mutter
Bluttat von Augsburg  
Identitätsdiebstahl: Unbekannte hetzen im Namen von junger Mutter
undefined Von Lars Wienand
09.12.2019, 07:39 Uhr
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Der Tatort in Augsburg: Nach dem gewaltsamen Tod eines Feuerwehrmannes hat die Polizei weitere Verdächtige festgenommen und neue Erkenntnisse geteilt. (Quelle: dpa)
Unbekannte haben die Identität einer jungen Frau gestohlen, um in ihrem Namen den in Augsburg getöteten Feuerwehrmann auf unsägliche Art verächtlich zu machen. Die Frau hat eine Idee, wer die Beleidigungen und Todesdrohungen gegen sie losgetreten hat.
Am Sonntagabend konnte "MamaZirkus" nicht die Tränen zurückhalten. "MamaZirkus", so nannte sich bisher eine junge Frau im Netz. Den Namen will sie aber vielleicht nie wieder hören, weil er seit Sonntag mit Hass und Verachtung verbunden ist: Unbekannte haben unter dem Namen und mit ihren Bildern ein weiteres Profil aufgebaut. Was dort zum getöteten Feuerwehrmann in Augsburg zu lesen war, löste Wut und Empörung in sozialen Netzwerken aus. Und "MamaZirkus" musste weinend auf ihrem Instagram-Account versichern, dass sie nicht die Urheberin sei.
"Von einem deutschen Feuerwehrmann erwarte ich einen festen Stand", hieß es in einem Tweet von dem im Oktober angelegten Twitter-Account "MamaZirkus", dazu ein Screenshot aus einem Video vom echten YouTube-Account "MamaZirkus". In einem weiteren Tweet unter dem Account lautete es: "Nur weil man auf dem Feuerwehrfest beim Bratwurst-Wettfressen den ersten Platz gewonnen hat, heißt das halt noch lange nicht, dass man sich aufführen darf, als gehöre einem die Welt."
Über ihr YouTube-Konto hatten Nutzer dann auch den Klarnamen von "MamaZirkus" ausfindig gemacht und verbreiteten Screenshots mit den Informationen. "Ich bekomme jetzt auch Nachrichten, dass mein Arbeitgeber Bescheid weiß", berichtete "MamaZirkus" in ihrem Instagram-Account.
"MamaZirkus" wehrt sich in einer Stellungnahme auf Instagram
Das YouTube-Konto hatte sie wegen des aufziehenden Hasses geschlossen und auch den Instagram-Account zunächst völlig abgeschottet. Zugleich wurde ihr Twitter-Account gelöscht. Auf manche Nutzer wirkte diese Kombination wie ein Geständnis.
"MamaZirkus" entschied sich daher um – und postete öffentlich mehrere Instagram-Stories: Sie wollte der Welt mitteilen und zeigen, "dass ich so etwas nie schreiben würde, dass ich einfach ein ganz normaler Mensch bin." Wer ein bisschen nachdenke, wisse, dass das einfach nur Fake sei. "Das ist doch ein Todesurteil, da schaufelt man sich selbst das Grab." Sie selbst habe gar nicht mitbekommen, dass in ihrem Namen getwittert wurde. 
Nach dem ersten Entsetzen und Panik konnte sich die Frau im Laufe des späten Abends etwas beruhigen. Sie habe zwischenzeitlich etliche Reaktionen von Menschen bekommen, die ihr glaubten, berichtete sie in ihrer Stellungnahme auf Instagram. Auch die Polizei habe die Lage erkannt: Sie habe ihr den Besuch einer Expertin für Cybermobbing angeboten.
Wer könnte hinter der Aktion stecken?
"MamaZirkus" hat zu den Urhebern des Vorfalls eine Vermutung, für die es plausible Indizien gibt: Hinter der brutalen Fake-Aktion könnten Hater des "Drachenlords" stecken. Das ist das Pseudonym eines jungen Mannes, der Luftlinie etwa zehn Kilometer von ihr entfernt lebt. Er wurde mit seinen Videos und seinen Reaktionen auf Kritik zur Hassfigur und Zielscheibe zahlloser Attacken im Netz. Die bayerische Polizei hat in seinen Wohnort Emskirchen-Altschauerberg schon ihre Spezialeinheit USK geschickt, weil Hunderte Menschen trotz eines Versammlungsverbots zu einer Veranstaltung "Dem Drachen das Fürchten lehren!" vor sein Haus ziehen wollten.
Auch über Unbeteiligte versuchen manche Gegner des bei diversen Netzwerken bereits gesperrten Mannes, ihn komplett aus dem Netz zu drängen. Bei ihm gab es auch den ersten bekannt gewordenen Fall von "Swatting" in Deutschland: Über den Notruf wurde ein Großbrand in seinem baufälligen Anwesen gemeldet, 24 Feuerwehrleute rückten an, während er live streamte. Schon bei dem mutwilligen falschen Alarm handelte es sich um eine Straftat. Kurz nach aufsehenerregenden Straftaten werden im Netz auch immer wieder gezielt Fotos von ihm verbreitet und er wird als der Täter präsentiert. Die "Hater" sind keine organisierte homogene Gruppe, manchen von ihnen gehen solche Aktionen viel zu weit.
Jetzt könnte "MamaZirkus" Opfer einer solchen kriminellen Aktion geworden sein. Sie berichtete auf Instagram, in der Vergangenheit schon einmal "mega viele Hasskommentare von Hatern des Drachenlords" bekommen zu haben. Dabei ging es auch darum, dass ihre Kinder in Videos zu sehen sind. Reaktionen befeuern regelmäßig die Attacken noch weiter.
Bei den Hasskommentaren gibt es eine Verbindung
Zwischen Tweets gegen den Toten und den "Hatern" gibt es eine Verbindung: t-online.de liegt eine Liste vor, wer einen der empörenden Tweets geliked hat, bevor er gelöscht wurde. Die wenigen Likes kamen zum großen Teil von Nutzern, die sich früheren Tweets zufolge regelmäßig mit dem "Drachenlord" befassen. Auf eine Nachfrage reagierten sie zunächst nicht. In der Vergangenheit hatte auch eine angebliche "Antifa Emskirchen" mit absurden Tweets Hass auf die Antifa geschürt.Die rechte Hass-Seite, die die YouTuberin "fettes Stück Scheiße" und "frauenähnliches Wesen" tituliert hatte, löschte diese Beleidigungen und veröffentlichte eine knappe Bitte um Entschuldigung. Man sei "wie alle voll drauf reingefallen", kommentierte Oliver Flesch, YouTuber aus dem AfD-Umfeld und Autor des Portals. Im aktualisierten Artikel hieß es, der Täter müsse ein verdammt krankes Hirn haben und jemand sein, "der die Dame und auch Deutschland abgrundtief hasst". "MamaZirkus" hat sich auf Anfrage von t-online.de bisher noch nicht zu dem Vorfall geäußert.


> https://www.t-online.de/nachrichten/pano...utter.html

(so unter uns: da weiß aber jemand gut Bescheid)
 
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