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Medien und Blogs zum Thema
#31
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www.heise.de/newsticker/meldung/Anschlag-in-Halle-US-Techriesen-wollen-Verbreitung-des-Taeter-Videos-verhindern-4551177.html

Anschlag in Halle: US-Techriesen wollen Verbreitung des Täter-Videos verhindern

Facebook, Google, Microsoft und Twitter haben ein Krisenprotokoll aktiviert. Eine Hash-Datenbank soll es unmöglich machen, das Halle-Video hochzuladen.

Das in Ego-Shooter-Manier gedrehte Live-Video des Anschlags auf eine Synagoge und einen Döner-Laden in Halle vom Mittwoch soll sich nicht viral über große Internetplattformen verbreiten können. Das „Global Internet Forum to Counter Terrorism“ (GIFCT), das Facebook, Google, Microsoft und Twitter 2017 gegründet haben, hat nach eigenen Angaben noch am gleichen Tag ein einschlägiges „Vorfallprotokoll“ in Gang gesetzt. Das Gremium betonte: „Wir entfernen aktiv den von dem Täter erstellten Inhalt mit Bezug auf die Attacke.“

Laut der Mitteilung haben die Mitglieder des Forums auch Hashwerte des Videos gebildet, um Merkmale daraus wie Farben oder Bilder automatisiert erkennen zu können. Diese Kennungen würden in einer gemeinsamen Datenbank geteilt, damit die Aufnahmen des Täters auf den angeschlossenen Diensten nicht hochgeladen beziehungsweise sofort wieder gelöscht werden könnten. Die beteiligten Konzerne versichern, dass sie im engen Austausch untereinander stünden. Gemäß der Intention des Forums werde man weiter daran arbeiten, „die Online-Verbreitung gewalthaltiger und extremistischer Inhalte zu unterbrechen“.
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#32
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Twitter-Strang:

Politkritiker_
Wie bitte? Der ehemalige Generalsekretär des Zentralrats der Juden ist jetzt Präsident des Landesverfassungsschutzes in Thüringen und erkennt überall vermeintlichen Rechtsextremismus?!
Wurden da eigtl. Interessenkonflikte abgewogen?!
#Illner

Antwort an @Politkritiker
Macht ihn glaubwürdiger als ein ehemaliger Vorsitzender Maaßen.

Inwiefern?

Der Verfassungsschutz hat sich über Jahre hinweg nicht adäquat gegen rechte Strukturen stark gemacht, sondern z.T. noch unterstützt. Das wird Stephan Kramer nicht unterstützen.

Halte ich für eine bösw. Unterstellung. Welche Beweise gibt es dafür? Hätte Maaßen das alleine veranlassen können? Würden Sie Maaßen auch Versäumnisse bzgl. islam. Terrors unterstellen, weil es zu Anschlägen kam? Inwieweit ist der neue Gegen-Rechts-Präsident Haldenwang verantw.?

Antwort an @Politkritiker
Wo ist der Konflikt?

Na er setzt die Schwelle bzgl. des Rechtsextremismus offensichtlich möglichst niedrig an. Er würde wohl am liebsten schon AfD-Wähler beobachten lassen. Und was tut er gegen linken/religiösen Terror?

Philipp Menn@PhilippMenn13 Std.
Wer jahrelang mit Begriffen wie „Umvolkung“, „Schuldkult“ oder „Genderwahn“ Hass schürt, sollte jetzt nicht so tun, als trage er keine Verantwortung wenn ein Rechtsterrorist aus rassistischen, antisemitischen und misogynen Motiven zwei Menschen erschießt.

Antwort an @Politkritiker
#AfD und die Brandstifter #Höcke #Gauland #Brandner #Bystron
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#33
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Danisch hat auch was dazu:

“Niete€ €“ „Loser€ €“ „Versager€

Knabberkram für Psychologen.
Es heißt, der Täter von Halle habe als Einzeltäter gehandelt.
In seinem Video nennt er sich selbst „Versager€, „Loser€, etwas schwer verständliches könnte man als „Niete€ interpretieren.
Bei der Durchsuchung der Drei-Zimmer-Wohnung des Halle-Attentäters Stephan Balliet hat die Polizei im sachsen-anhaltinischen Benndorf nach Informationen von WELT im Bettkasten des Schlafzimmers einen Spaten, eine leere Flasche und einen Zettel mit der Aufschrift „Niete“ gefunden. In der Küche entdeckten die Ermittler einen weiteren Zettel mit der gleichen Aufschrift („Niete“).
Ist es möglich, dass sich jemand selbst so für einen Versager hält, und sich auch selbst immer wieder so nennt, sogar Zettel aufhängt, und sich so in eine Versagerrolle reinsteigert, dass er letztlich in einer lebensabschließenden Aktion bei einer Art Mord-Wettbewerb noch eine hohe Punktzahl in Zahl von Toten erreichen wollte?
Oder ist es denkbar, dass ein anderer ihn so intensiv als Versager beschimpft hat, bis der schließlich gemacht hat, was er sollte?
Sowas gibt es ja immer wieder, dass man einen als unfähig oder Feigling beschimpft, bis der schließlich irgendeine Dummheit begeht. Das Schema kam ja schon in Erich Kästners Das Fliegende Klassenzimmer vor, als der kleinste Schüler, der immer gehänselt wurde, schließlich mit einem Regenschirm als Pseudofallschirm vom Schulgebäude springt und sich dabei die Knochen bricht.
Auf mich wirkt der weniger, wie einer der will, als einer der soll, und dabei völlig versagt, die Tür nicht aufkriegt, sich selbst einen Platten €“ eigentlich wie in den Fuß €“ schießt, die Stelle auch nicht richtig ausgekundschaftet hatte, so, als ob ihm einer gesagt hätte „dann gehst du da€¦€, und als der dann da global gescheitert ist und eine Frau, die zufällig vorbeikam, wegen einer verärgerten Bemerkung abknallt, und sich dann, weil er nun gar nichts von seinem Plan (oder seiner Aufgabe) geschafft hat, einen Dönerladen vornimmt, an dem er rein zufällig vorbeikam.
Schwierig.
Zum einen musste der davon ausgehen (und das sagte er auch), dass das sein letzter Tag ist, er keinen zweiten Anlauf nehmen können. Und man darf nicht unterschätzen, und welchen Erfolgsdruck sich Leute selbst setzen, wenn sie sich nur filmen, das GoPro-Syndrom. Die Polizei hat schon verschiedentlich berichtet, dass überproportional viele Leute, die sich durch Leichtsinn oder Risiko selbst umgebracht haben (besonders Motorradfahrer, da gibt es ja immer wieder mal selbstgedrehte Videos über die letzten Lebensminuten), mit einer laufenden GoPro sterben. Es schon vor sich selbst nicht hinbringen, etwas nicht zu tun und dann die eigene Feigheit auf Video zu haben, und deshalb unter selbst gesetztem Leistungsdruck stehen. Und hier war es ja noch schlimmer, das wurde ja live übertragen, war nicht mehr abzubrechen, die Blamage nicht mehr abzufangen und die strafrechtlichen Folgen auch nicht. Der kann sich gut selbst ausmanövriert haben. Deshalb wohl auch der Angriff auf den Döner-Imbiss.
Jemand, der das Ding vorher selbst ausbaldowert hätte, der hätte wohl erstens gewusst, dass die Tür zu ist, und wäre zweitens einfach über die Mauer gestiegen und darauf vorbereitet gewesen. Einfacher Blick auf Google Maps.
Wäre es denkbar, wäre es möglich, dass den jemand als „Versager€ bearbeitet hat, bis der das machte? Und da doch mehr dahinterstecken?
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#34
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Jörg Tauss@tauss1 Std.
War zu erwarten, dass die Schwätzer jetzt wieder den „rechtsfreien Raum Internet“ entdecken.... #SPD- Innenpolitiker im Interview: Nach #Halle: Boris #Pistorius fordert „Vermummungsverbot“ auch im Internet.....

SPD-INNENPOLITIKER IM INTERVIEW
Nach Halle: Boris Pistorius fordert „Vermummungsverbot“ auch im Internet

Der SPD-Vorsitzkandidat und niedersächsische Innenminister Boris Pistorius sagt: „Es muss endlich Schluss damit sein, dass das Internet in weiten Teilen ein rechtsfreier Raum ist.“
Osnabrück. Strafen im Schnellverfahren bei Beleidigungen, hohe Bußgelder auch für Betreiber, Server in Europa und keine Anonymität mehr auf Online-Plattformen: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius will nach Halle radikal gegen Hass im Netz vorgehen, erklärt er im Interview......
> https://www.noz.de/deutschland-welt/poli...ssion=true
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#35
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Während die deutsche Lügenpresse sich vor lauter Schnappatmung fast selbst inhaliert und so tut als wäre mal wieder 1933 im Quadrat hier mal ein nüchterner Bericht der Dinge aus der „Westpresse“ ...

«100 Prozent Fail»: Das Video von Halle zeigt einen armseligen Wirrkopf


Stephan B. wollte für ein rechtsextremes Publikum zum Helden werden. Im Film, den er live ins Netz übertragen hat, sieht man einen von sich und der Welt überforderten Menschen.


Marc Felix Serrao, Berlin
10.10.2019

Stephan B. hat davon geträumt, für ein rechtsextremes Publikum im Internet zum Helden zu werden. Das Vorbild des 27-jährigen Attentäters von Halle war offenbar Brenton T., der im vergangenen Frühjahr im neuseeländischen Christchurch in zwei Moscheen fünfzig Menschen ermordet hatte. Genau wie dieser filmte Stephan B. seine Taten selbst und übertrug das Ganze live ins Netz. Dabei sprach er sein imaginäres Publikum direkt an, mal auf Deutsch, mal in gebrochenem Englisch.
Der NZZ liegt der 36-minütige Film vor. Er zeigt einen jungen Mann, der mit schwerer, teilweise selbstgebauter Bewaffnung ein Massaker begehen will. Dass dies am Mittwoch, dem diesjährigen Jom-Kippur-Feiertag, nicht gelungen ist, verdankt die jüdische Gemeinde der Stadt wohl einzig den verriegelten Eingängen der Synagoge. Drinnen befanden sich zur Tatzeit etwa sechzig Menschen. Wäre B. hineingelangt, hätte es wahrscheinlich einen Massenmord gegeben.

Schüsse in den Rücken
Zu Beginn des Videos verkündet B. eine Art antisemitisches Manifest. Er schaut von schräg oben in seine Helmkamera und erklärt, den Holocaust habe es nie gegeben, Feminismus sei der Grund für sinkende Geburtenraten im Westen, und das wiederum sei eine Ausrede für Massenmigration. «Die Wurzel all dieser Probleme ist der Jude», sagt er. Dann macht er Musik an und fährt zur Synagoge. «Bitte lasst die Tür offen stehen», hört man ihn sagen €“ doch das Gelände ist verschlossen. B. schiesst auf die Tür, er lässt einen Sprengsatz am Tor der Einfahrt detonieren, doch beide Eingänge bleiben intakt. Was folgt, ist ein etwa 15-minütiger Blutrausch, der immer wieder von selbstmitleidigen Monologen unterbrochen wird.
B. ermordet als Erstes eine Passantin, die zufällig an der Synagoge vorbeiläuft und ihn anspricht; die Szene kann man kaum anschauen. «Schwein», sagt er, nachdem er der Frau mit einer automatischen Waffe in den Rücken geschossen hat. Später schiesst er ein weiteres Mal auf den leblosen Körper. Davor und danach läuft er schnaufend hin und her und führt deutsch-englische Selbstgespräche. «100 Prozent Fail», ruft er, als er feststellt, dass er auch über eine benachbarte Einfahrt nicht in die Synagoge gelangen kann.
Auf der Strasse hat unterdessen ein kleiner Lieferwagen gehalten, und ein Mann ist ausgestiegen. Er steht neben dem Leichnam der Frau. Was das denn solle, hört man ihn fragen. «Wie bitte?», brüllt B. und richtet seine Waffe auf den Mann. Man hört ein Klicken, aber es löst sich kein Schuss. Der Mann steigt in seinen Lieferwagen und kommt mit dem Leben davon.

Selbstmitleid im Blutrausch
Als B. irgendwann einsieht, dass er nicht in die Synagoge gelangt, setzt er sich wieder ins Auto und fährt los. Sein Zustand wirkt nun maximal instabil. «Versager, Mann», ruft er, und es ist nicht klar, ob er seine Bewaffnung, sich selbst oder beides meint. Er schaltet aus Versehen den Scheibenwischer an, biegt ab und richtet sich wieder an sein Publikum. «Sorry, Leute», sagt er. Er sei ein «fucking Niet». Er habe versucht, Menschen zu töten, und er werde wohl selbst sterben, «als der Verlierer, der ich bin».
Am Ende der Strasse angelangt, erblickt B. den Imbiss. «Döner!», ruft er. Und: «Nehmn wa!» Er hält an, läuft über die Strasse und wirft einen seiner Sprengsätze durch die Tür. Als kurz darauf ein Mann im Türrahmen erscheint, eröffnet B. das Feuer. Der Mann flieht nach hinten und versucht, hinter einem Kühlschrank Schutz zu suchen. Vergebens. B. lädt seine Waffe und drückt ab.
Anschliessend läuft er zurück zum Auto, um eine weitere Waffe oder Munition zu holen. Ein junger Mann läuft vorbei. Als B. seine Waffe auf ihn richtet, rennt er los. Der Schuss geht daneben. B. flucht, setzt sich ins Auto und entschuldigt sich erneut beim Publikum. Er fährt ein kurzes Stück und erblickt dann auf dem Gehweg ein paar junge Männer; im Video sieht es aus, als hätten sie einen Migrationshintergrund. B. macht eine 180-Grad-Drehung und hält an. Die Männer beginnen zu rennen. Der Attentäter läuft hinterher und schiesst, ohne jemanden zu treffen. Anschliessend läuft er ein weiteres Mal in den Imbiss und feuert auf den reglosen Körper des Gastes.
Wieder im Auto stellt B. fest, dass die Polizei ein paar hundert Meter entfernt die Strasse gesperrt hat. Er steigt abermals aus und schiesst jetzt auf den Polizeiwagen. Die Beamten feuern zurück. B. steigt erneut ins Auto und fährt los. Nach einer Weile nimmt er den Helm ab. «Sorry, Leute», sagt er. «Alle Waffen haben versagt.» In der Nähe hört man Polizeisirenen. B. erzählt, dass er blute und am Hals angeschossen worden sei. Die Wunde tue aber nicht sehr weh, sagt er, das liege wohl am Adrenalin.
Gegen Ende des Videos richtet B. die Kamera ein zweites Mal auf sich selbst. Sein Gesicht ist schweissnass. «So Guys, das war€™s», sagt er. «Ich bin ein totaler Verlierer, ich bin widerlich.»

> https://www.nzz.ch/amp/international/hal...ssion=true
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#36
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Spiegel:

Anschlag in Halle

Der Sturm, vor dem wir euch gewarnt haben
Deutschland ist ein Land, in dem der Hass auf Andere mühelos vom Wahlkreuz in die Vernichtung übergeht. Es genügt nicht, ein paar Sicherheitskameras bereitzustellen - wir brauchen einen antifaschistischen Konsens. Ein Gastbeitrag von Max Czollek
(....)
In Buenos Aires gab es 1994 den schwersten Bombenanschlag der Geschichte Argentiniens auf die Zentrale der jüdischen Gemeinde, damals kamen über 80 Menschen ums Leben. Gestern hat uns nur eine stabile Tür vor dem möglicherweise schlimmsten Anschlag auf Juden und Jüdinnen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg geschützt. Das ist ein großes Glück. Wir sollten nicht ein weiteres Mal darauf vertrauen.
Es ist klar, wie es jetzt weitergeht: die Sicherheit vor den Synagogen wird verstärkt werden, wie der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Halle (Saale), Max Privorozki, gefordert hat. Die Juden werden damit einmal mehr so behandelt, als seien sie wertvolles Porzellan, das in Deutschland besonderer Pflege bedarf, ich kenne das. Meine gesamte Kindheit und Jugend über ging ich auf eine Schule mit Sicherheitszaun und Wärmekamera. Das war normal für mich und meine Freunde und Freundinnen. Obwohl das als Zustand natürlich überhaupt nicht in Ordnung ist. Nach Halle wird es unvermeidbar sein, noch mehr Kameras zu installieren, Gebäudeschutz zu beauftragen und bessere Sicherheitstüren in die Synagogen und jüdische Schulen zu bauen. Mir fällt ja auch nichts Besseres ein.
Aber was ist das für ein Zustand?

In einem Statement kurz nach dem Angriff sprach die CDU Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer von einem „Alarmzeichen“. Aber das ist kein Alarm, das ist die Katastrophe. Alarmzeichen waren es, als halbe Schweinehälften vor die Synagogen geschmissen wurden, Menschen auf der Straße angepöbelt oder ein Politiker von einem Vogelschiss sprach. Das hier ist der Sturm, vor dem wir euch gewarnt haben. Und wir, das sind die, die seit Jahren die Gefahr rechter Angriffe unterstreichen, die den NSU, die Ermordung von Walter Lübcke, den Aufstieg der AfD, die Hetzjagd von Chemnitz und die brennenden Asylunterkünfte als Zeichen deuteten.
An dieser Stelle zeigt sich einmal mehr diese deutscheste aller Weigerungen, anzuerkennen, dass es sich bei rechten Morden wie dem in Halle zwar um den Angriff eines einzelnen Mannes handeln mag, aber nicht um einen Einzeltäter. Allein, weil der Terrorist eine Helmkamera trug, den Anschlag also für ein reales Publikum ins Internet übermittelte. Nazismus und Hass auf Andere, der mühelos den Schritt vom Wahlkreuz zur Vernichtung geht, gehört zu diesem Land. Anderes lässt sich aus der Geschichte bis heute - bis Halle - schwerlich lernen.
Es ist keine Option, Nazis zu umwerben
Das Video der Helmkamera des deutschen Attentäters von Halle zeigt, wie der Mann mehrfach über „Juden“ und „Kanaken“ schimpft und zwei Leute erschießt, einen davon in einem Dönerladen. Bin ich der einzige, der dabei an den NSU denkt, an die jahrelang unerkannt gebliebenen neonazistischen Morde an Migranten? Wir sollten uns noch einmal vor Augen führen, was ein Rechtsextremer hier in aller Deutlichkeit demonstriert hat: Die neu-alten Rassisten meinen auch Juden. Wer ein Deutschland ohne Kanaken oder Muslime will, will auch eins ohne Juden.

An dieser Einsicht müssen die politischen Strategien und Bündnisse nun ausgerichtet werden. Halle hat sichtbar gemacht, dass die neue Rechte, deren deutlichstes Symptom die AfD ist, eine Bedrohung für alle Menschen darstellt, die nicht ihrer Vorstellung von Deutschtum entspricht. Das kommt nicht von ungefähr, sondern es hat lange Tradition in Deutschland. Aber mindestens so lang ist die Tradition dagegen. Auch das sehe ich in den Reaktionen auf Halle.......
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#37
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Generalbundesanwalt zu Halle: „Was wir gestern erlebt haben, war Terror“
Vier Schusswaffen, Sprengsätze, Bekennervideo und ein „Manifest“: Der rechtsextremistische Schütze von Halle plante ein Massaker in der Synagoge mit weltweiter Wirkung und wollte Nachahmer finden, so die Ermittler. Es handele sich bei dem Anschlag um Terror.

Der Todesschütze von Halle Stephan Balliet wollte nach Einschätzung der Ermittler mit seinem Terrorangriff auf eine Synagoge ein Massaker anrichten und Nachahmer für solche rechtsextremistischen und antisemitischen Taten finden. Mit seinem Bekennervideo und einer Art „Manifest“ im Internet sei es dem Schützen dabei um weltweite Wirkung gegangen, teilten Generalbundesanwalt Peter Frank und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) in einer gemeinsamen Stellungnahme am Donnerstag in Karlsruhe mit. Die Bundesregierung garantierte der jüdischen Gemeinde am Tag nach dem Anschlag dauerhaft Schutz und Sicherheit.
„Bei unserer Geschichte darf so etwas in Deutschland eigentlich nicht passieren“
Innenminister Horst Seehofer (CSU) versprach in Halle, „dass die Juden in unserem Land ohne Bedrohung, ohne Angst leben können“. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Josef Schuster sprach von einer „neuen Qualität des Rechtsextremismus“.
Generalbundesanwalt Frank beantragte Haftbefehl gegen Balliet wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes in mehreren Fällen. Er war am Mittwoch festgenommen worden, nachdem er vor der Synagoge eine 40-Jährige aus Halle und in einem nahe gelegenen Dönerladen einen 20 Jahre alten Mann aus Merseburg erschossen hatte.

Zuvor hatte er vergeblich versucht, die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen €“ es gelang ihm jedoch nicht, die Tür zu zerstören. Mehr als 50 Menschen hatten sich zu dem Zeitpunkt in dem Gotteshaus aufgehalten und das wichtigste jüdische Fest Jom Kippur gefeiert.
Auf der Flucht verletzte der Täter zudem eine 40 Jahre alte Frau und deren 41 Jahre alten Mann mit Schüssen. Das Paar wird im Krankenhaus behandelt............
(....)




> https://deutsch.rt.com/inland/93403-gene...ar-terror/

(Video ist ein Muss!)

einige Kommentare:


-Im Grunde ist dieser radikale Täter ein typisches Opfer, wie sie immer wieder benutzt wurden.
Und das steht auch so in den Guidelines solcher Organisatoren.

Und wer ein bisschen Empathie trotz allem anwesenden Wahn aufbringen kann, der sah ja in der Langversion einen innerlich aufgewühlten „Looser“, der sich schämte und entschuldigte  den anderen nicht die „versprochene?“ Show zu liefern.
Das waren die Momente wo man gern zum Täter gesagt hätte: „Stop, bist Du des Wahnsinns?“.

Es gibt jetzt viele die Angst haben, dass die Suche nach Realität und Wahrheit radikal eingeschränkt wird. Das ist begründet. Aber es gibt jenseits dessen die Chance die Motivation des Täters wie auch der welche jenen instrumentalisieren nüchtern zu hinterfragen - denn einige haben sich ja selber sehr weit rausgelehnt, um ihre Agenda voranzutreiben.
Warum da nicht nüchtern nachfragen?

-“Ein zweiter Beschuldigter ist uns nicht bekannt, wir gehen davon aus, dass es ein Einzeltäter war, immer im juristischen Sinne, sagte er am Donnerstag auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz in Halle.“
Was soll das bedeuten? Und nicht im juristischen Sinne waren es zwei oder drei?


-Soll heißen: Anschließend werden noch andere beschuldigt werden, aber nicht juristisch sondern politisch.

-“Bei unserer Geschichte darf so etwas in Deutschland eigentlich nicht passieren.“
Bei euren Geschichten passiert es aber.


-Ich fasse zusammen:
Der EU-Türkei-Flüchtlingsdeal steht unmittelbar vor dem Scheitern, wenn er überhaupt noch gerettet werden kann.
Türkisches Militär tritt in Nord-Syrien gemeinsam mit Al-Quaida-Milizen der FSA die nächste große Flüchtlingswelle los und befreit die Waffenbrüder vom IS aus kurdischer Haft. Die Bitte der USA, die inhaftierten IS-Europäer in den kurdischen Lagern zurückzunehmen und deren sichere Verwahrung zu sichern, hatten EU und Europäer abgelehnt.
Die sauberes Klima-Sau, die den ganzen Sommer über durchs mediale und politische Dorf getrieben wurde, wurde tags zuvor von der GroKo klammheimlich beerdigt.
Eine Rezession ist seit 9 Monaten Realität und neuerdings bricht die Exportindustrie, insbesondere Autoindustrie und Maschinenbau, ein. Die Technologieführerschaft Deutschlands ist in fast allen Branchen Geschichte. Schulen, Universitäten, Netzabdeckung und Infrastruktur wurden unter dem Zepter der schwarzen Null erfolgreich an die Wand gefahren. Die Sozialkassen kollabieren unter millionen zugewanderten Armutsflüchtlingen, Obdachlosigkeit grassiert aufgrund massenhaft privatisierter Sozialwohnungen, explodierender Mieten und Immobilienkosten, seit Jahrzehnten stagnierender Löhne und einem rasant wachsenden Niedriglohnsektor und informellen Arbeitsmarkt, der durch den forcierten Zustrom eines südeuropäischen und außereuropäischen Subproletariats befeuert wird.

In dieser Situation gelingt es einem einsamen rechten Idioten, mit selbst gemachtem Schwarzpulver und falsch gebastelten Schusswaffen und einem gescheiterten Anschlag auf eine Synagogentür die politische Agenda zu diktieren und ab sofort den Kampf gegen alles rechts der CSU, den Schutz jüdischer Kultur und  Einrichtungen und die Verantwortung vor der Geschichte zur ersten und einzigen Staats- und Bürgerpflicht zu machen. Da ein Attentäter, der weder beim Verfassungsschutz noch beim Staatsschutz zuvor aufgefallen ist und der sich seine Waffen und Munition nicht beschafft sondern zuhause zusammenbaut und -braut per se nicht polizeilich verhindert werden kann, läuft alles Gerede von schärferen Gesetzen, besseren Diensten, zusätzlicher Zensur und Überwachung auf eine willkürliche Einschränkung demokratischer und bürgerlicher Freiheiten und parlamentarischer Rechte hinaus. Die „wehrhafte Demokratie“ zerlegt sich selbst und bereitet durch die Verengung des zulässigen Meinungskorridors den Boden für den nächsten Gesinnungs(atten)täter.
Nach dem Motto: Jetzt erst rechts!


-“Generalbundesanwalt zu Halle: „Was wir gestern erlebt haben, war Terror“„


... war? Höchstens: sollte ein antisemitischer Terroranschlag werden! Stattdessen meldeten Medien und Behörden zwei wahllos/zufällig erschossene Deutsche. Deshalb ist aus dieser Aktion eher ein ungeplanter Amoklauf geworden.
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#38
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‘Rundumblick’ pid=‘45028’ dateline=‘1570716747’ schrieb:ZUM ANSCHLAG IN HALLE
Nach dem Anschlag von Halle: Deutsche, Juden und Israel


https://www.tichyseinblick.de/tichys-ein...Kommentare

einige Kommentare:

Stefan Tanzer
Mich als säkularen Juden macht es zutiefst betroffen, wie mit diesem Anschlag umgegangen wird.
Vom Zentralrat ist man ja nichts anderes gewöhnt als puren Aktionismus, um bloß nicht den riesigen Elefanten im Raum benennen zu müssen. Fehlender Polizeischutz? Ist es nicht wesentlich schlimmer, das man überhaupt am Jom Kippur Polizeischutz benötigt? Und die anderen? Machen ihr privates politisches Scharmützel daraus, indem sie gegen die AfD hetzen. Mir persönlich macht aber eine Partei wesentlich mehr Angst, die Antisemitismus millionenfach importiert und damit das Leben als Juden spürbar unangenehmer gemacht hat. Noch schlimmer als dieses ganze drum herum ist aber der Umgang mit den Anschlag an sich. Kein Wort zu den Opfern oder deren Familien, lediglich Namenlose irgendwelchen Alters, die der Täter wohl aus reiner Willkür oder Wahnsinn erschossen hat. Und das macht mich wirklich traurig. Sind diese Opfer nichts wert, oder ist es mehr wert, das der Täter sich an der Tür einer jüdischen Synagoge versucht hat? Denn genau so schaut es offenbar aus, zumindest politisch. Noch heuchlerischer wird das Ganze allerdings, wenn man bedenkt, das diese Regierung mitunter jede Chance genutzt hat, gegen Israel zu hetzen, im eigenen Land diese religiösen Spinner am Al-Quds-Tag, und ihre widerwärtigen antisemitischen Hasstiraden duldet, und sich sonst auch überhaupt nicht um Juden geschert hat, sondern nur dann, wenn sie gerade gut genug waren, um instrumentalisiert zu werden. Spielt ja offenbar keine Rolle, das No-Go-Areas sich ausbreiten. Spielt ja offenbar keine Rolle, das viele im Westen nicht mehr sicher sind und nach Israel gehen, weil sie dort wenigstens geschützt werden. Und es spielt offenbar keine Rolle, wenn die achso-hofierten Linken um ein Vielfaches häufiger ausfallend werden oder sich zu noch Schlimmeren hinreißen lassen, genauso wie die immer häufiger auftretenden Islamisten.
Der jetzige Anschlag? Einer. Straftaten im Jahr gegenüber Juden, jüdischen Einrichtungen mit offen antisemitischen Hintergrund? Von 1.400 im Jahr 2015 sind wir mittlerweile beim traurigen Stand von 1.800 Straftaten im Jahr 2018. Das heißt, jeden Tag gibt es fast 5 solcher Straftaten. Und teilweise werden unter haarsträubenden Begründungen milde Urteile verhängt, wenn die Täter erst mal gefasst sind und nicht ins gewünschte Schema passen.
Und es sind genau diese doppelten Maßstäbe, diese Heuchlerei, die mich hier wirklich ankotzt!


fatherted
Gerade kam Steinmeiers Betroffenheits-Rede im TV€¦.ich weiss ja nicht ob er der richtige dafuer ist€¦.ein Bundespraesident der der Iranischen Regierung zum Jahrestag der Revolution gratuliert€¦.einem Staat dessen erklaertes Ziel es ist Israel und alle Juden zu vernichten €¦.
Erstaunlich auch€¦.Blumen werden von ihm vor der Synagoge in Halle niedergelegt€¦..die beiden Ermordeten scheinen schon aus dem Gedaechtnis gestrichen€¦.wurden von Steinmeier auch nur im Nebensatz erwaehnt€¦.scheinbar sind die ermordeten Opfer nicht so wichtig und treten vor der beabsichtigten, aber gluecklicherweise verhinderten Tat, zurueck. Von Seehofer auch kein Wort zu den ermordeten zwei Menschen€¦jedenfalls nicht im vom TV uebertragenen Vortrag.


Wolf Koebele
Eine junge Frau wird durch zwei Schüsse in den Rücken ermordet, ein Imbißstandgast kaltblütig niedergestreckt, zwei andere zufällig Anwesende verletzt. €“ Von denen spricht keiner, weil es keine Juden waren? Kein einziger Jude kam zu Schaden, vier Unbeteiligte mußten dran glauben. Aber Merkel und ganz Deutschland rennen zur nächstgelegenen Synagoge! €“ „Es sind die doppelten Maßstäbe!“ (Danisch)


toad
€¦ und es kann nicht sein, daß man in Chemnitz gewaltbereite Neonazis herbeiphantasiert und sich in Halle empört gibt, dass solche Idioten tatsächlich existieren.


GUMBACH
Das kann alles sein. Es kann aber auch sein, dass dieser Staat Tote einkalkuliert, um seine Ziele zu erreichen. Diese Gesellschaft wird immer wieder vielfach gespalten, die zwei Toten sind jetzt ein weiteres Kapitel. €šTeile und herrsche€˜ wird in diesem Staat und von diesem Staat perfekt orchestriert. Wer profitiert am Ende davon? Wer?




Horst
Mit dem letzten Satz bin ich nicht einverstanden. Ich bin nämlich nicht verantwortlich! Meine Verantwortung ist es, ein produktives Mitglied dieser Gesellschaft zu sein und dieser Verantwortung komme ich seit fast 50 Jahren jeden Tag nach. Es sind die Politiker, die seit vielen Jahren nicht in der Lage sind, das Schicksal dieses Land zu führen, dazu gehört es auch, der geistig moralischen Verwahrlosung entgegen zu treten. Ihre absolute Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit haben die deutschen Politiker ab 2015 aller Welt deutlich sichtbar vor Augen geführt. Daher wehre ich mich dagegen, als Staatsbürger dieses Irrenhauses auch noch für diese Versager in die Verantwortung genommen zu werden.
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#39
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Forum Kiwi-Farm (Australien) diskutiert den Halle Stream:

Halle, Germany Shooting -
> https://kiwifarms.net/threads/halle-germ...ing.62100/
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#40
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11. Oktober 2019 um 07:06

Im Mainstream wird ausschließlich von einem antisemitischen Angriff berichtet. Tödliche Opfer sind aber zwei Deutsche, die keinen jüdischen Bezug hatten. Von den Verletzungsopfern ist bislang nichts bekannt. In der Berichterstattung wirken die beiden ermordeten Deutschen irritierend bedeutungslos. Für sie scheint es keine Interessenvertretung zu geben. De facto handelt es sich aber um einen Anschlag, dem nicht-jüdische Deutsche zum Opfer fielen.

Tagesdosis 10.10.2019 €“ Die unbekannten Toten aus Halle





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