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Augenzeugen - Videos und Berichte
#1


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#2
Zeuge aus dem Dönerimbiss ab min. 01:21:



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#3
Zeugin in der Synagoge
Video weiter unten im Artikel

https://www.morgenpost.de/politik/articl...semit.html
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#4
Ohrenzeugen für auffällige Ereignisse ein paar Tage vor der Tat:

https://www.bild.de/bild-plus/news/inlan....bild.html

IN SEINEM HEIMATORT BENNDORF
Übte Stephan Balliet nachts für den Synagogen-Terror?
In den Wochen vor dem Anschlag hörten Nachbarn des Neonazi-Killers von Halle Knallgeräusche am Spielplatz


von: JÖRG VÖLKERLING
veröffentlicht am
11.10.2019 - 11:14 Uhr

Am Mittwoch versuchte Stephan Balliet (27), einen Terror-Anschlag auf die Synagoge von Halle zu verüben. Als er schon an der Tür scheiterte, tötete er eine Passantin und später einen Mann (20) in einem nahe gelegenen Dönerladen. Auf seiner Flucht schoss er einen Mann und eine Frau nieder, raubte ein Taxi. Am Donnerstag suchten die Ermittler in seinem Wohnort in Benndorf nach Spuren des Täters, seinen Vorbereitungen, nach Mittätern.

Benndorf (Sachsen-Anhalt) – Probte der Doppelmörder Stephan Balliet sei­ne Tat in seinem Heimatort Benndorf? BILD sprach mit mehreren Augen- und Ohrenzeugen in dem 2500-Seelen-Dorf. Sie berichten von rätselhaften Knallgeräu­schen in den vergangenen Wochen…

Denny (44) sagt: „Vor drei Wo­chen gab es nachts eine Ex­plosion auf dem Spielplatz an der Friedensstraße. Ich war beim Bund, daher bin in si­cher: Das war eine Handgra­nate!“

[Bild: 1,w=1489,q=low,c=0.bild.jpg]

Balliet hatte laut Behörden rund vier Kilogramm Sprengstoff in seinem Auto, als er festgenommen wurde. Es handelt sich dabei um selbst gebastelte Sprengkörper, die auch in dem Video, das er von seiner Tat live streamte, zu erkennen sind.

Offenbar bastelte Balliet seine Mordwaffen selbst im heimischen Keller. Um 12.15 Uhr rückten daher am Donnerstag Bomben-Ent­schärfer von BKA und LKA in dem Wohnblock an, in dem Balliet mit seiner Mutter seit circa fünf Jahren lebte. Zur Si­cherheit erweiterten die Polizisten extra die Absperrun­gen.

[Bild: 1,w=1489,q=low,c=0.bild.jpg]

Während die Beamten arbei­teten, holte die junge Mutter Steffi M. (19) ihr Kind aus dem Hort ab. Sie sagte BILD: „Auch ich habe nachts Knall­geräusche gehört. Da zitter­ten die Wände. Aber ich dachte, das seien Böller.“

Nachdem sie die Nachrichten aus Halle sah und ihr ein ortsansässiger Neonazi die live ge­streamten Bilder des Täters aufs Handy schickte, denkt sie anders darüber: „Es ist eine krasse Vorstellung, wenn der hier seine Tat geübt hat. Ich kann nicht vergessen, wie der Mann im Video um sein Le­ben bettelte und sich ein an­derer vor den Täter stellte und versuchte, ihn zu beruhi­gen.“

Zum Einsatz kamen die improvisierten Sprengmittel am Mittwoch an der Synagoge und bei dem Angriff auf den Döner-Imbiss. An dem Gotteshaus versuchte er unter anderem, mit einer dieser selbstgebauten Bomben das Tor der Einfahrt zum jüdischen Friedhof aufzusprengen – ohne Erfolg.


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#5
https://www.bild.de/bild-plus/news/inlan....bild.html

KILLER-NAZI ÜBERFIEL KFZ-MECHANIKER, RAUBTE TAXI
„Der Killer hielt mir eine Pistole vors Gesicht”
In Wiedersdorf wechselte Balliet den Fluchtwagen

von: PETER HELL UND KAI FRANZKE
veröffentlicht am 10.10.2019 - 15:42 Uhr

BILD ist in Wiedersdorf auf der Spur des Killer-Nazis Stephan Balliet (27). In dem kleinen Ort im Umland von Halle raubte er auf seiner Flucht ein Taxi, ließ seinen Mietwagen zurück. Die BILD-Reporter trafen den Kfz-Mechaniker, dem Balliet mit vorgehaltener Waffe ein Auto zur weiteren Flucht gewaltsam abnahm, und beschreiben, wie der Schrecken in das Dorf kam.

Halle – Stephan Balliet tötete zwei Menschen. An einer Synagoge starb eine Frau, in einem Dönerimbiss ein Mann. Der Täter mit Kampfmontur und Stahlhelm machte Jagd auf Juden. Der Killer von Halle filmte seine abscheulichen Taten mit einer Kamera, sendete die Bilder live ins Internet, flüchtete in einem Leihwagen. Die Polizei suchte ihn für Stunden.

Die Wahnsinnsflucht! Unterwegs brauchte Balliet ein neues Auto – und fiel in Wiedersdorf, 15 Kilometer von Halle entfernt, ein. Bis heute Morgen war der kleine Ort eine Sperrzone. Polizisten suchte die ganze Nacht nach Spuren.

Auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug stoppte er an einem Hof, fuhr durch das Tor an einem Haus vorbei, stellte den Wagen an einem Hintereingang ab. Bewohner Andreas S. (50) sagt: „Ich habe sofort gesehen, da stimmt was nicht. Ich bin vorne durch die Haustür abgehauen und weg.“

[Bild: 2,w=1489,q=low,c=0.bild.jpg]
Durch dieses Tor in Wiedersdorf raste der Killer mit seinem Wagen
Foto: Peter Hell

[Bild: 2,w=1134,q=low,c=0.bild.jpg]
Zeuge Andreas S. (50)
Foto: Peter Hell

Und Stephan Balliet? Er flüchtete zu Fuß weiter, rannte durch den Garten und gelangte vor das Haus von Elektriker Jens Z. Zeugen berichten: Der Killer brüllte den Mann an: „Gib mir dein Auto!“ Der Elektriker stand neben seiner Freundin Dagmar und weigerte sich standhaft. Daraufhin zog der Killer eine Waffe und feuerte auf das Paar – beide wurden schwer verletzt. Jens Z. erlitt einen Treffer am Hals. Seine Eltern zu BILD: „Er ist außer Lebensgefahr.“

[Bild: 2,w=1489,q=low,c=0.bild.jpg]
Polizisten sind an dem Haus im Einsatz
Foto: Peter Hell

Kurz darauf entdeckte Stephan Balliet eine Kfz-Werkstatt im Ort, lief rund 80 Meter zu der Firma, in der ein Taxi geparkt stand.

Mechaniker Kai H. (36) zu BILD: „Er ist hereingestürmt, blutete stark am Hals. Er sagte mit vorgehaltener Waffe: ,Gib mir einen Wagen, ich bin ein gesuchter Schwerverbrecher.‘ Dabei hielt er mir eine Pistole vors Gesicht. Und sagte weiter: ,Die da hinten habe ich schon erschossen, gib mir den Schlüssel vom Taxi.‘“

[Bild: 2,w=1134,q=low,c=0.bild.jpg]
KFZ-Meister Kai H. (36)
Foto: Peter Hell

Der Kfz-Mechaniker rückt ihn raus. Kai H.: „Dann hörte ich schon Polizei-Sirenen. Er raste aus der Werkstatt. Er warf noch zwei 50 Euro Scheine aus dem Fenster. Danach ging ich zu den Verletzten und leistete Erste Hilfe.“

Balliet flüchtete weiter, über die A9 an der Anschlussstelle Zeitz fuhr er auf die B91 ab und wurde in einen Unfall mit einem Lastwagen verwickelt. Festnahme.

https://www.youtube.com/watch?v=XCReSU__iFg
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#6
Transcript der Tatzeugenaussage zum Geschehen im Dönerimbiss:

"Neben mir waren bestimmt noch 5 oder 6 andere Gäste drinne; vielleicht 4 und halt das Personal, und ich bin wie alle anderen auch die Treppe hoch. Es gibt nur einen Weg in den hinteren Bereich. Alle anderen Gäste haben versucht, einen Hinterausgang zu finden oder ein Fenster, wo sie hinten rausklettern können, zum Hof. Ich habe die Toilette gesehen und habe mich in der Toilette eingesperrt. - Dann habe ich noch mal einen weiteren lauten Knall gehört, ich habe weiterhin laute Rufe gehört - Tja und dann habe ich gewartet, ich habe noch mal meinen Eltern und meiner Familie geschrieben und dann hat auch irgendwann die Polizei den Tatort gesichert. Ich habe gerufen, daß ich in der Toilette bin. Die Polizei hat mich dann halt noch mal durchsucht, ob ich auch keine Waffen dabei habe; ja und dann stand ich auch schon draußen und mir wurde erzählt, daß eine andere Person, die hinter mir war, die hat's nicht geschafft. Der ist wohl erschossen worden. Und das ist richtig Scheiße."

Quelle: https://youtu.be/SCWQIG-NQck
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#7
Transcript der Zeugenaussage einer Synagogenbesucherin:

"Wir waren gerade mitten im Gebet, mitten in der Toralesung eigentlich; ich saß hinten in der Synagoge. Ich habe zuerst einen lauten Knall gehört, Rauch gesehen am Fenster; zweiter lauter Knall, Rauch am Fenster und bevor ich eigentlich noch überlegen konnte, was überhaupt los ist, hat unser Kantor eine wahnsinnig tolle Reaktion gezeigt: hat auf dem Bildschirm gesehen, was hier draußen passiert. Er hat durch die Übertragung der Kamera gesehen, daß hier draußen ein bewaffneter Mann in voller Kampfmontur ist; daß wohl auch jemand erschossen auf der Straße gelegen ist - super schnell reagiert: hat sich um(gedreht?); Okay, alle raus, in den Hinterraum, nach oben, in die Küche, auf den Boden, weg von den Fenstern!. Das haben wir auch gemacht.

In der Zwischenzeit hat er gemeinsam mit ein paar anderen Gemeindemitgliedern die Vordertüre verbarrikadiert, weil sie sagten, [er] hat auch versucht, in die Synagoge einzudringen. Die Polizei wurde in der Zwischenzeit natürlich schon gerufen - und dann hat es gute 15 bis 20 Minuten gedauert, bis tatsächlich jemand gekommen ist - was krass war! Das ist schon schlimm, daß es so lange dauert, bis die Polizei kommt. Ich hab mich ursprünglich schon gewundert, daß hier keine Polizei vor der Türe stand, aber ... okay."

https://www.morgenpost.de/politik/articl...semit.html
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#8
https://de.linkedin.com/in/christina-feist-2a948b14a

Hier kann man vielleicht hören, wie sie ausgerechnet in die Synagoge in Halle kam:

https://www.profil.at/shortlist/ausland/...t-11166454
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#9
(12.10.2019, 17:36)BSB schrieb: https://de.linkedin.com/in/christina-feist-2a948b14a

Hier kann man vielleicht hören, wie sie ausgerechnet in die Synagoge in Halle kam:

https://www.profil.at/shortlist/ausland/...t-11166454

Obwohl, so abwegig ist das angesichts des Promotionsthemas nicht...
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#10
(12.10.2019, 17:36)BSB schrieb: https://de.linkedin.com/in/christina-feist-2a948b14a

Hier kann man vielleicht hören, wie sie ausgerechnet in die Synagoge in Halle kam:

https://www.profil.at/shortlist/ausland/...t-11166454

Profil-Mitarbeiterin - Medienvertreterin also; guter Fang! Sie ist mit einer kleinen Gruppe von Freunden und Bekannten und einer Organisation aus Berlin (!) nach Halle gefahren, um dort Jom Kippur zu feiern. Sie waren am Vortag angekommen.

Übrigens beschreibt sie die Situation während des Anschlages mit sehr ähnlichen Worten wie im Interview oben.

Nach der Evakuierung und einer herzlichen Betreuung im Krankenhaus hat die Gemeinde dort weiter Gottesdienst gefeiert - wörtlich: "irrsinnig gefeiert" - gemeinsam mit dem Personal, weil die Gefahr überstanden war. Offiziell ging es ja nicht für alle so glimpflich ab, auch nicht für Jana L. direkt vor der Synagoge. Naja.

Der Moderator macht sich am Ende ein wenig Sorgen um Christina Feist, weil sie ja schon beim Brand von Notre Dame vor Ort war.

Btw: der Zeuge aus dem Dönerladen wirkt auf mich ähnlich medienaffin und "ausdrucksstark".
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