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Informationen zu Stephan Balliet
#21
(08.11.2019, 07:32)Boris B schrieb: [...]

Es gibt meiner Meinung nach zwei Kreisläufe: Der eine Kreislauf dient dazu, Bedrohungsszenarien zu erzeugen (indem mehr oder minder reale Handlungen provoziert werden). Die Phrase von der selbsterfüllenden Prophezeihung paßt i.d.Z. gut. Eine andere Metapher ist die von einem Mikrofon, daß vor den Lautsprecher gehalten wird: Die Rückkopplung erzeugt einen Lärm, den keiner hören will. 
Im zweiten Kreislauf springt dann ganz schnell jemand auf, um den ersten Kreislauf unter Kontrolle zu bringen...
Sobald hier die Kontrolle hergestellt ist bedarf es halt neuer Vogelscheuchen, um die Überlebenden zu lenken, zu beeeinflussen ... und dafür zu sorgen, daß sie sich willig (idelaerweise freiwillig) mehr Geld aus der Tasche ziehen lassen.

[...]

Aktuelles Beispiel, wie beides ineinandergreift:

FBI verhindert Anschlag auf Synagoge in Colorado

Zitat:Am Samstag sollte ein Bombenanschlag in der Stadt Pueblo stattfinden.

Wie zuerst von Lokalmedien vermeldet, hat das FBI am Freitag in Denver den 27-jährigen Richard Holzer festgenommen. Laut der Anklage waren Agenten der Bundespolizei seit September in Kontakt mit Holzer und identifizierten ihn als überzeugten Rassisten und Antisemiten. Das FBI beobachtete zudem Facebook-Konten, auf denen Holzer mit anderen Neonazis kommunizierte und dabei Attacken auf Juden und Angehörige farbiger Minderheiten diskutierte.

[...]

Ein FBI-Agent gab sich Holzer gegenüber als weisse Frau aus, die sich für «white supremacy» interessiere, die rechtsradikale Ideologie von der Überlegenheit der «weissen, kaukasischen Rasse». Holzer antwortete, er sei ex-Mitglied des Ku Klux Klan und Skinhead. Er prahlte dann damit, bereits vor einem Jahr einen Gift-Anschlag auf die Wasserversorgung des «Temple Emanuel» in der 150 Kilometer südlich von Denver gelegenen Stadt Pueblo geplant zu haben. Die Synagoge ist die zweitälteste in Colorado, wurde 1900 gebaut und dient heute einer Gemeinde von 30 Familien als Gotteshaus.

[...]

Holzer hat das Gebäude am 19. Oktober auch persönlich aufgesucht, um einen neuen Anschlag vorzubereiten. Nun wollte er die Gemeinde am Samstagfrüh mit Rohrbomben vollkommen zerstören. Die jüdische Gemeinde sei ein «Krebsgeschwür». Die Zerstörung des Tempels sollte die Gemeinde zur Flucht aus Pueblo bewegen. Sollte der Anschlag auf das Gebäude Menschenleben fordern, so sei ihm das gleichgültig. Holzer beschrieb die Tat als erste Aktion in einem «heiligen Rassen-Krieg». Seine FBI-Kontakte boten ihm daraufhin an, Dynamit zu besorgen. So kam es in den letzten Wochen zu mehreren Treffen von Holzer mit drei FBI-Agenten. Freitagnachmittag sollte die Übergabe des Sprengstoffs an Holzer stattfinden. Doch stattdessen wurde er von der Bundespolizei verhaftet.

Die Aktion hat in Colorado breite Zustimmung und Erleichterung weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus gefunden. Holzer wurde am Montag einem Haftrichter in Denver vorgeführt, gab dabei aber keine Erklärungen ab.

https://www.tachles.ch/artikel/news/fbi-...e-colorado

Hab die interessanten Stellen mal gefettet, daraus kann man einen typischen Dreizeiler machen. Mutmaßen wir mal, das FBI hat den FB-Chat nicht nur beobachtet, sondern "mitdiskutiert".

Aber jetzt kommt's: Ein Polizist gibt sich als Frau aus. Warum? Na, weil Holzer dann zum Testosteronbomber wird. Taten statt Worte und die Kumpels vom FBI, die nur "beobachtet" haben, wollen helfen.

Man kann spekulieren, ob die ganze Nummer gefakt ist, aber es wird genügend Trottel geben, die in solche Venus- oder Kumpelfallen tappen. Ohne diese Masche wäre Holzer wahrscheinlich ein Schwätzer geblieben. Der provozierte Anschlag wird "abgewendet" und das Publikum applaudiert.
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