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Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg
#31
[Egon W. Kreutzer]
Grün in Brandenburg und Sachsen
SPD – Woidke in Brandenburg und CDU – Kretschmer in Sachsen sind die Wahlsieger, weil die schweren Verluste, die ihnen von den politischen Gegnern zugefügt wurden, eben doch nicht ausreichten, um ihre Regierungsbündnisse zu stürzen. Die Koalitionen müssen nur erweitert werden. Das Wahlergebnis hat mich nur an einem Punkt überrascht, nämlich damit, dass die SPD in Brandenburg nicht noch viel kräftiger verloren hat. Die SPD hält das ja für das Ergebnis eines unerschütterlich geführten Wahlkampfes, mögen sie mit dieser Selbsttäuschung glücklich werden. Für mich ist das vermeintliche Erstarken der brandenburgischen SPD gegenüber den weit schlechteren Prognosen nur das Ergebnis des Platzens der demoskopischen „Grünen-Blase“............
 
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#32
DIE CDU VERSAGT WEITER

Zeit der Wirren
Die Wahlen im Osten sind regionaler Ausdruck laufender und einsetzender Krisen in Deutschland, Europa und weltweit.
Die Ergebnisse der Landtagswahlen sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn sie von den ergrünten Medienschaffenden und den Allerweltserklärern in den Parteizentralen überhört wird. Soviel ist sicher: die Bundesrepublik segelt in unruhige Gewässer. Am Horizont droht eine Euro-Krise mit der Kraft eines Währungstsunamis und die Rezession ist kein Schreckgespenst, das von bösen Angstmachern an die Wand gemalt wird, sondern Ökonomen vermögen ihre Vorboten bereits zu messen. In der Finanzindustrie, in den Banken, in den Fonds, in den Versicherungen wissen die Klügeren längst, dass die drohende Euro-Krise keine Erfindung von Verschwörungstheoretikern oder politisch interessierten Panikmachern ist, sondern das Zeug hat, eine Weltfinanzkrise auszulösen. Mag es hierzulande an der Oberfläche noch ruhig aussehen, so toben bereits seismische Stürme.

Ein genauer Blick auf die Landtagswahlen in Brandenburg und in Sachsen spiegelt diese Situation wieder. Die etablierten Parteien delirieren über die Wirklichkeit hinweg und wirken seltsam alt, abgelebt, wirklichkeitsfern, während die einzigen, im wirklichen Sinne Oppositionsparteien, die FDP und die AfD, sich entweder an der Symptombehandlung abarbeiten oder politischen Gewinn aus ihr ziehen. Die wirkliche Dimension der Umbrüche verdrängt die Politik aus unterschiedlichen Gründen. Genau das aber zeigen die Wahlergebnisse, eine Unentschlossenheit zwischen Verdrängung, Beharrung, Trotz, Protest und dem Gespür, dass diejenigen, die das Landesschiff steuern wollen, womöglich über keine nautische Ausbildung verfügen.
(.....)
Wie in Brandenburg wollen die Grünen auch in Sachsen den sofortigen Kohleausstieg durchsetzen. Obwohl Michael Kretzschmer trotz erheblicher Verluste ein Wahlsieg gelang, sieht es momentan danach aus, dass dieser Wahlsieg zu einer Regierungsniederlage werden könnte. Eine Koalition mit der AfD, die wie in Brandenburg auch in Sachsen zweitstärkster Kraft geworden ist, in beiden Ländern weit über 20 %, hat Kretzschmer ausgeschlossen, eine Minderheitsregierung lehnt er ab. So hat er sich ohne Not im Vorfeld auf einen Koalition mit der SPD und den Grünen festgelegt. Die Grünen haben umgehend reagiert. Ihr Parteivorsitzender Robert Habeck erklärte im Fernsehen unmittelbar nach den ersten Hochrechnungen, dass sich die sächsische CDU ändern müsse, sollen die Grünen sich bereit finden, in die Regierung einzutreten. Heißt im Klartext, dass die Grünen einen aberwitzig hohen politischen Preis verlangen. Die 8%-Partei wird der mit 30 % die Bedingungen der Zusammenarbeit diktieren. Kretzschmer hat sich jeder Möglichkeit beraubt, das Ultimatum der Grünen abzulehnen.

Ob die sächsische CDU ihm hierin folgen wird, ob die Christdemokraten im Freistaat sich nach den Habeckschen Vorgaben „ändern“ wollen, wird man sehen. Geht die CDU in eine Kenia-Koalition, werden sich nicht wenige CDU-Wähler betrogen sehen. Dabei ist nicht einmal gesagt, dass diese Koalition hält. Sollte sich die AfD auf juristischem Weg durchsetzen, dass wegen der Verzerrung des Wählerwillens Neuwahlen angesetzt werden müssen, bekommt die CDU die Rechnung für diese Koalition eher präsentiert – und der Wahlsieg vom Sonntag würde zu einem flüchtigen Traum, der schnell vergeht. Zumindest kann ein Verfassungsgericht in dem Fakt, dass durch die willkürliche Begrenzung der Wahlliste der AfD durch den Landeswahlausschuss die Partei einen Abgeordneten weniger in den Landtag schicken darf, eine Verzerrung des Wählerwillens sehen.
Noch am Wahlabend nannte die Spitzenkandidatin der Grünen die AfD „Verfassungsfeinde“. Wenn Politiker die politische Konkurrenz nicht mehr mit Argumenten bekämpfen, sondern als Staatsfeinde wie in der DDR verbieten und verfolgen wollen, denn nichts anderes steckt hinter dem Begriff Verfassungsfeinde, müssen sie sich fragen lassen, ob sie selbst auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Sind das die vernünftigen, vorwärtsgewandten Leute, von denen Michael Kretzschmer am Wahlabend fabulierte, mit denen er regieren möchte? Wenn von der Spaltung der Gesellschaft gesprochen wird, so sind es zu einem nicht geringen Teil die Grünen, die gegenwärtig unser Land entzweien. Ihr Ton wird immer apokalyptischer, immer selbstherrlicher, immer totalitärer.

Es gilt, wer mit den Grünen auf Regierungsebene zusammenarbeitet, wer ihnen ideologisch hinterher läuft, kräftigt die Grünen und die AfD und wird selbst schwach. Ein Blick auf die Entwicklung der SPD belegt das.
Für Sachsen wäre es am besten, wenn die CDU eine Minderheitsregierung bilden würde. Kretzschmers politisches Temperament befähigt ihn sogar, diesen Kurs zu steuern. Es ist der einzige, der zum Erfolg führt.................

weiter > https://www.tichyseinblick.de/daili-es-s...er-wirren/

(sollte man ganz lesen!)
 
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#33
DEUTSCHE KONTINUITÄT

Regierung ohne Demokratie
Die Parlamente in Bund und Ländern sind zu Hilfsorganen der Regierungen geworden.
Für den Moment des Wahlabends setzt es ein Stammleser von TE treffend ins Bild: „Ist irgendwie schon ein bisschen wie Weihnachten nach der Bescherung. Die Geschenke sind ausgepackt, überall liegt Papier herum und jeder steht mit seinem Geschenk in den Händen da. Wirklich überrascht ist keiner, man wusste ja was drin ist.”

In der Tat konnte jeder vorher wissen, wie es kommen wird. So viele von den Parteien, die es länger gibt als die AfD, würden zusammen koalieren, wie nötig sind, um gegen sie zu regieren: Gleichgültig, was die einzelnen an politischen Inhalten zu vertreten behaupten. Ob das in den zwei Ostländern glatt läuft oder kompliziert, die Auswirkungen in der Bundespolitik eingeschlossen, so wie vor dem 1. September 2019 bleibt nichts, auch wenn die Zeitgeist-Kanzlerin erst mal weiter macht wie eh und je.

Alexander Wendt schreibt, was viele unterschreiben werden, „in Sachsen wählten zusammengenommen gut 60 Prozent der Wähler Mitte bis Rechts. Als Resultat bekommen sie eine deutlich linkere Regierung.”

Das dürfte dem Empfinden der Mehrheit der Wähler von CDU, FDP und Freien Wählern entsprechen, den Wählern der AfD sowieso. Doch das Verständnis der Funktionäre von CDU und FDP ist es ganz überwiegend nicht. Einfacher gesagt: Es gibt kein „bürgerliches Lager” mehr – und das übrigens spätestens seit dem Umzug der Bundeshauptstadt von Bonn nach Berlin. Das „bürgerliche Lager” ist Geschichte und liegt bildlich gesprochen auf dem wunderschönen Alten Friedhof in Bonn bestattet.

Doch eines ist aus Bonn mit umgezogen nach Berlin: Eine Republik, die der von Weimar folgt bei der Aushebelung des Parlaments durch die Regierung. In der Bonner Republik beginnend durch das Übergewicht der Regierung in der ersten Großen Koalition, in der Berliner Republik unter Angela Merkel vollendet durch den Parteienstaat, in dem eine Handvoll Leute an den Spitzen der Fraktionen des Bundestags über die Karrieren von hunderten Berufspolitikern und tausenden Funktionären entscheiden: Mit dem Ergebnis, dass der größte Teil des Parlaments sich freiwillig selbst ausschaltet.
Das setzt sich in den Länderparlamenten fort und reicht bis weit hinein in die größeren Städte und Gemeinden und ihre vielen kommunalen oder scheinprivaten Unternehmen. Die öffentlich-rechtlichen Medien seien hier nur der Vollständigkeit halber genannt. Sie und die Berufspolitik haben sich in ein wechselseitiges Abhängigkeitsverhältnis verstrickt. Beim weiteren Niedergang der Verkaufsziffern der Presse stehen Staatshilfen aus Steuern für diese sichtbar am Horizont. Noch wächst das Netz des Parteienstaats weiter.......

weiter > https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/g...emokratie/

einige Kommentare:

Hummel
Das Ganze konnte doch nur soweit kommen, weil es kaum demokratische Kultur gibt. Warum lassen sich Parlamentarier entmachten? Warum können ein paar wenige Parteifunktionäre den Kurs einer Partei bestimmen und alle Mitglieder rennen hinterher? Wie kann es sein, dass die Wähler einfach nachplappern, was ARD und ZDF vorbeten? Es ist die stark ausgeprägte Gruppendynamik. Wer da eine eigene Meinung vertritt, der stört, der muss auf Linie gebracht oder diffamiert werden. Es ist das Resultat einer tief verunsicherten, ja gestörten Gesellschaft, die in ständiger Angst lebt, und sich nichts zutraut. Die deswegen alle, die sich was trauen, neidisch diffamiert oder hämisch mit den Füßen tritt, je nachdem ob der Mutige erfolgreich war oder nicht. Schon Hitler war nicht eine Ursache sondern Symptom.
Nicht Diktatoren erschaffen Diktaturen sondern die Herden sind es.


Wacht auf
„Sie irren jedoch beide. Eine schwarzgrüne Bundesregierung wird nicht der Beginn einer Epoche der Herrschaft der Grünen, sondern das Ende der Herrschaft der Schwarzen. Und der Beginn vom Ende des Parteienstaats.“
Das sehe ich auch so. Und wieder hätte die deutsche Bevölkerung – die dieses Kartell zu einem Großteil immer noch wählt bewiesen – dass sie „Demokratie“ nicht kann. Für mich aber ein Lichtstreif am Horizont, wenn dieser „Laden“ endlich zusammenbricht. Weg damit auf den Kehrichthaufen der Geschichte.


Marcel Seiler
In gewisser Weise ist diese Republik demokratisch: Das Volk möchte eine Diktatur durch Angela Merkel und es möchte nicht, dass „die Politiker immer streiten.“ Es will nicht wissen (auch wenn es das leicht könnte) – genauso wenig wie die politische Klasse –, dass der jetzige Kurs (Einwanderung Ungeeigneter, „Klimarettung“, Eurorettung, Unterwerfung unter den Islam) desaströs ist. Es möchte auch keine Kontrolle der Regierung durch das Parlament.
Die Abschaffung der Demokratie ist der demokratische Wille des Volkes. Absolut furchtbar.


Misteredd
Schwarz Grün wird nicht das Ende der Parteien sein. An die Stelle der Alt Parteien tritt miondestens eine neue Partei – eher noch mehr. Wer ist denn neu? Die AfD – unbestritten. Aber es gibt ja auch die FWR die jetzt in zwei Landtagen sitzen und an einer Landesregierung beteiligt sind. Die Piraten hätten auch ganz gut funktioniert, wären sie nicht von Ultra Linken und hier vor allem Ex Grünen gekapert worden. Als schlechte Kopie brauchte sie keiner mehr. Was wäre aber ohne dieses Kapern gewesen? Dann gäbe es auch eine neue Linke Partei. Bis hier wieder etwas Neues kommt, ist es doch nur eine Frage der Zeit. Die sogenannte „Linke“ Partei tritt ab. Die SPD implodiert. Die klassisch links genannten Parteien vergehen. Da geht doch sicher eine Alternative ohne die Traditionslasten und die Funktionärskaste.


teanopos
Hat die vom Ende her „denkende“, „multitasking“ und bessergeschlechtliche, die selbstgeschaffene „Komplexität“ überblickende, einfache Lösungen scheuende und sich dafür zu schade seiende sich eigentlichschonmal wieder zu Wort gemeldet?
Nein? warum nicht?
Und ist es Merkels hintern oder der Stuhl auf dem sie sitzt, der so klebt?

Ob der geliebte Honecker auf seine letzten Tage genauso war?
Ich wette drauf, ohne es zu wissen.


Landdrost
Schöner Artikel. Explizit genannt werden sollten vielleicht noch staatlich finanzierte NGO´s für die Meinungsmache und Denunziation von Andersdenkenden (Amadeo-Antonio-Stiftung), die wahrscheinlich als „scheinprivate Unternehmen“ subsumiert sind, und natürlich die Straßentruppen von der Antifa, die die grobe Arbeit bei der Meinungsunterdrückung übernehmen, sei es durch massive Sachbeschädigungen oder körperliche Angriffe auf Politiker, Wahlkampfstände usw.


Herbert
Es ist schon obszön. Da steht am Wahlabend der sächsische 7,7% – SPD – Dulig vor der Kamera. Statt sich für das extreme Herunterwirtschaften seiner ehemaligen Volkspartei gehörig zu schämen und künftig sein Geld mit Arbeit zu verdienen, freut er sich schon auf die bevorstehende neue Regierungsaufgabe.
Für die von ihm propagierte Reform des sächsischen Schulwesens, von den Bürgern krachend abgewählt, darf er erwartungsgemäß in der neuen alten Regierung seinen Schwachsinn weiter betreiben und das Schulwesen in Sachsen endlich auch auf das Niveau von Berlin und Bremen „anheben“.
Ein närrisches Land, eine sehr „spezielle“ Demokratie und charakterlose Politiker.


Hummel
Das dachte ich mir gestern auch ständig. Es ist schon interessant, wie sich Parteien, die herbe Verluste eingefahren hatten, als Sieger feierten. AfD verhindern, nur darum geht’s. Man definiert sich also damit, wogegen man ist, und nicht wofür. Das ist nicht konstruktiv sondern destruktiv.
 
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#34
Der Demokratieforscher Michael #Lühmann (jeder dritte männliche Wähler hat mutmaßlich Scheiße im Kopf) durfte heute für das @zdf die Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg analysieren. Keine Pointe.#GEZ
[Bild: EDeyx0cWkAAv-jc?format=jpg&name=900x900]
 
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#35
Datt muss echt wichtig sein, im "Fall" Wiebke Binder schaltet sich die Bundesregierung ein.

[Bild: EDejQmdXUAEf69T?format=jpg&name=900x900]

MEGA-AUFREGER IN ARD-WAHLSENDUNG

Wer ist eigentlich diese Wiebke Binder?
MDR entschuldigt sich für Äußerung in Live-Sendung
Es war DER Aufreger in der Berichterstattung über die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg!

„Eine stabile Zweierkoalition, eine bürgerliche, wäre theoretisch ja mit der AfD möglich“ – dieser Satz von ARD-Moderatorin Wiebke Binder (39) hat eine politische Debatte ausgelöst und ihr einen Shitstorm eingebracht!
https://www.bild.de/politik/inland/polit....bild.html
 
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#36
PM schreibt:

2. September 2019 um 23:06

Diese dummen jungen AfD-Wähler und Innen! Ein Blick in die GröFAZ würde sie erkennen lassen, woran es in ihrer Heimat fehlt:
Nach den Wahlen : Der Osten braucht Einwanderung
Von Julia Löhr
02.09.2019
Viele Ostdeutsche sind gegen mehr Zuwanderer. Doch Ökonomen warnen: Ohne neue Arbeitskräfte aus dem Ausland geht es wirtschaftlich bergab.
Ökonomen sehen dies mit Sorge, schließlich ist die Wirtschaft in Ostdeutschland auf Zuwanderung angewiesen. Grund ist die Abwanderungswelle nach der Wende, rund 2 Millionen Menschen hat Ostdeutschland dadurch netto verloren. Das hat Folgen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/n...63048.html

2. September 2019 um 23:14
Unglaublich, diese NWO-Irren!
Abwanderungswelle
Erst das Land deindustrialisieren, dann die Infrastruktur und den Nahverkehr ausdünnen, den dort Lebenden Löhne und Renten kürzen, sich wundern, daß die Arbeitsfähigen wegziehen und es dann als Lagerort für die Billiglohnreserve nutzen wollen.
 
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#37
Bankrotterklärung auf Raten: Die ganz große "Koalition gegen rechts"

Die etablierten Parteien feiern ihre "Erfolge" bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen – und schließen sich zu einer ganz großen "Koalition gegen rechts" zusammen. Der hier inszenierte Kampf Gut gegen Böse wird kein einziges der vorhandenen Probleme lösen......

Exclamation Exclamation Exclamation
 
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#38
Hass und Hetze gegen die AfD pervertieren die Demokratie
Die Landtagswahl 2019 in Sachsen hat ein klares Ergebnis: 60 Prozent der Wähler wollen nicht von Parteien regiert werden, die der Antifa nahestehen. Dieses Ergebnis wird pervertiert, indem sie genau das erhalten werden, was sie nicht wollten. In Sachsen gibt es jetzt zwei „Volksparteien“, die zusammen fast 60 Prozent der Stimmen erhalten haben. Die CDU mit 32,1 Prozent und die AfD mit 27,5. Die Linke ist abgestürzt auf 10,4 Prozent, die SPD auf 7,7, während die Grünen auf 8,6 leicht zulegen konnten. Da kann man sich nur an den Kopf langen, wenn Herr Habeck von einem „phantastischen Ergebnis“ fabuliert. Dass die FDP wieder den Einzug in den Landtag verfehlt hat, ist nur logisch, denn erstens hat sie sich selbst überflüssig gemacht mit ihrem überholten Programm und zweitens sind die Gutverdiener in den Städten zu den Grünen übergelaufen.
 
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#39
EINE UNAUSGEWOGENE BETRACHTUNG

Die unbürgerliche Koalition von ARD und ZDF – und was sie deckeln könnte
Ein Überblick über nicht vorhandene journalistische Distanz wem und weshalb gegenüber. Und warum ein Deckel ein wunderbares Instrument sein kann.
Das Schlimmste muss befürchtet werden. Falls es nicht schon eingetreten ist. Dass faschistische Propaganda ihren Weg ausgerechnet über die ARD nehmen würde, hätten auch die besorgtesten Medienpersonen dieses Landes nicht ahnen können. Normalerweise steht der Faschismus immer nur vor der Tür, und kommt keinen Fußbreit weiter. Bis er dann aber am 1. September irgendwann abends in der ARD-Berichterstattung über die Wahlen in Sachsen und Brandenburg hastdunichtgesehen doch durchschlüpfte, jedenfalls nach der Analyse eines Matthias Dell in ZEIT Online.

„Der dezentralisierte Verbund der ARD ist einst nach der Erfahrung der NS-Diktatur von den West-Alliierten gegründet worden mit dem erklärten Ziel der ‚reeducation’, der journalistischen Mithilfe bei der Demokratisierung des nazistischen Deutschlands“, hebt Dell an. „Faschistische Propaganda sollte für die Zukunft verhindert werden. Ob die ARD diesen Auftrag heute noch lückenlos und kompetent erfüllt, dessen kann man sich nach einer Wahlberichterstattung wie der am Sonntag nicht mehr völlig sicher sein.“
Was war passiert? Für alle, die den Epochenbruch in der Eile nicht mitbekommen haben oder keinen Fernseher besitzen, hier eine kurze Rekonstruktion: Die MDR-Moderatorin Wiebke Binder sprach am Wahlabend mit dem sächsischen CDU-Politiker Marco Wanderwitz und fragte ihn, ob er auch eine „bürgerliche Koalition“ in Dresden für möglich halte – also ein Bündnis von CDU und AfD. Worauf Wanderwitz antwortete: „Eine Koalition mit der AfD wäre keine bürgerliche Koalition.“ Um das Maß voll zu machen, sagte Binder im Gespräch mit dem sächsischen AfD-Spitzenkandidaten Jörg Urban, der eine Medienkampagne gegen seine Partei beklagte: Es sei ja auch „viel Unterschiedliches“ über die AfD berichtet worden. Worauf Urban sagte: „Positives“. Und Binder wiederum: „Positives, genau.“
Kurz darauf war die Empörungswelle das erste Halbdutzend Protest-und-Distanzierungstweets gegen Binder schon durchgerollt, woraus wiederum im gleichen Schritt und Tritt mehr als ein halbes dutzend Medienberichte gefertigt wurden.
(.....)
Ganz kurz streifen wir auch nur die Frage, wie bürgerlich die Grünen gerade in dem Moment waren, als eine ARD -Journalistin Katrin Göring-Eckardt nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg auf der Dresdner Grünen-Wahlparty die harte, distanzierte Frage stellte: „Wie konnte ihre Partei punkten?“, und im Hintergrund  Louis Fürnbergs SED-Parteihymne „die Partei, die Partei, die hat immer Recht“ spielte:
Hier soll es vor allem um die Frage gehen, wie bürgerlich einige politische Vorschläge von SPD, Grünen und Linkspartei sind, und was öffentlich-rechtliche Journalisten dazu meinen. Den neosozialistischen und grundgesetzwidrigen Mietdeckel in Berlin führt ja nicht nur die Linkspartei ein, sondern eine Koalition von SPD, Linken und Grünen. Esther Neumeier vom RBB fand die Idee, mehr DDR zu wagen, in ihrem Tagesthemen-Kommentar kürzlich so dufte, dass sie gar nicht versuchte, noch so etwas wie journalistische Distanz vorzuspielen („Acht Euro und Deckel drauf… Die radikale Idee aus dem Experimentierlabor Berlin zeigt eines ganz deutlich: Hier gibt es klare Kante gegen Mietspekulanten.“). Apropos RBB: Es ist auch gar nicht so lange her, dass die RBB-Redakteurin Kristin Joachim in einem Tagesthemen-Kommentar ihre eigenen Ideen von Grundrechten entwickelte:
„Der Mensch funktioniert eben nicht über Freiwilligkeit. Er will gezwungen werden. Deshalb her mit der höheren Luftverkehrsabgabe! Oder am besten gleich mit einer Kerosinsteuer.
Dass das Flugbenzin innerhalb der EU nicht besteuert wird, ist sowieso ein Unding. (…) Apropos fair: Wer jetzt sagt, höhere Flugpreise seien unfair, dann könnten sich Menschen mit weniger Geld Fliegen nicht mehr leisten. Ja, das stimmt! Aber Fliegen ist auch kein Grundrecht.“
Doch, es gibt ein Grundrecht, sich das Verkehrsmittel selbst auszusuchen, bis jetzt jedenfalls noch. Und der Satz, der Mensch wolle gezwungen werden, ist entschieden unbürgerlich, das würden auch die rüstigen Genossen, für die das Lied der Partei damals ursprünglich gedichtet wurde, jederzeit bestätigen. Vor allem ist es dreist, von allen im Land Rundfunkgebühren zu kassieren, und dafür praktisch ungefiltert zur besten Sendezeit sozialistische beziehungsweise ökosozialistische Parteiprogrammbestandteile in den Äther zu tröten.
(.....)
Aber solange praktisch vor allem zwischen den Pressestellen linker Parteien und der ARD noch nicht einmal eine grüne Grenze besteht, solange jemand mit dem Sendungsbewusstsein wie Shahak Shapira bei ZDF Neo anschaffen kann

[Bild: Bildschirmfoto-2019-09-02-um-21.51.40.png]

bräuchte es nicht eine, sondern ein Dutzend Wiebke Binders, um das Gleichgewicht einigermaßen wieder herzustellen.....

weiter > https://www.tichyseinblick.de/feuilleton...n-koennte/
 
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#40
Plakataktion zur Landtagswahl 2019

Parteien in Nuthetal stellen sich gegen die AfD

SPD, CDU, Linke und Grüne starten eine gemeinsame Plakataktion, um einen Wahlsieg der Rechtspopulisten zu verhindern.
https://www.pnn.de/potsdam-mittelmark/pl...39950.html

[Bild: 68665192_434835650456334_860874412639492...e=5DCD6997]
 
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