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Regierungspräsident Lübcke offenbar durch Kopfschuss getötet
#31
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kassel und der Sonderkommission "Liemecke" des HLKA


Nach dem Tötungsdelikt am 2. Juni 2019 im Stadtteil Istha von Wolfhagen zum Nachteil des Präsidenten des Regierungspräsidiums Kassel, Herrn Dr. Lübcke, haben Einsatzkräfte der Sonderkommission "Liemecke" am gestrigen Samstagnachmittag eine männliche Person in Gewahrsam genommen und mit dem Ziel der Informationsgewinnung bis in die späten Abendstunden befragt. Die Befragung ergab keine Anhaltspunkte, die eine Tatbeteiligung stützen. Aus diesem Grund wurde er heute in den frühen Morgenstunden wieder entlassen.

Um die betreffende Person und die weiteren Ermittlungen zu schützen, bitten wir um Verständnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen bekannt gegeben werden. Ebenso aus diesem Grunde wird darum gebeten, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen, um nicht den Eindruck einer Vorverurteilung zu erwecken. Sie schaden insgesamt den Ermittlungen. Insbesondere mit dem Blick auf die aktuelle Medienberichterstattung bitten wir zudem darum, nur validen Informationen der Staatsanwaltschaft Kassel und der im Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel hierfür eingerichteten Außenstelle des Hessischen Landeskriminalamtes zu vertrauen.

https://www.presseportal.de/blaulicht/nr/44143
 
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#32
Tagesdosis 8.6.2019 - Sie „hängen nicht nur Plakate“





"KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln"

(sei froh, Ken. Falls das nach hinten losgeht und der Mord sich mehr im privaten Bereich abgespielt hat. Die Kommentare unter dem Video sprechen eine klare Sprache.)

Michael Müller
Als echter Humanist bin ich entsetzt über ihre Hexenjagd Frau Bonath. Der Täter und sein Motiv wurden noch nicht ermittelt, unterlassen sie bitte ihre Unterstellungen und Vermutungen.
 
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#33
Erstaufnahme Asyl RP Lübke Kassel Lohfelden 14.10.2015





Der 65 Jahre alte CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht zum Sonntag mit einer Schusswunde auf der Terrasse seines Wohnhauses in dem Dorf Wolfhagen-Istha (Kassel) gefunden worden. Die Ermittler suchen jetzt mit einer 20-köpfigen Sonderkommission nach dem Täter, zum Motiv gibt es noch keine Erkenntnisse. In den Medien und im Internet wird umso eifriger über mögliche Motive für die Tat spekuliert - zum Beispiel über einen rechtsradikalen Hintergrund.
Denn Lübcke nahm kein Blatt vor den Mund und hatte zu vielen Themen eine klare Haltung. Er war kein Beamtentyp, ganz im Gegenteil. Der Vater von zwei Söhnen galt als sehr bürgernah, bodenständig und offen.
Auf einer Bürgerversammlung in Lohfelden im Jahr 2015 sagte der langjährige Kasseler Regierungspräsident, man müsse Flüchtlinge aufnehmen. Er begründete das mit christlichen Werten wie Hilfsbereitschaft. Jedem, dem das nicht passe, stehe es frei, Deutschland zu verlassen, sagte Lübcke. Diese Haltung brachte ihm auch Feinde ein. Er erhielt im Anschluss an die Versammlung im Internet und per Post etliche Drohbriefe und Todesdrohungen. Lübcke bekam sogar zeitweise Polizeischutz.
Rechte verspotten Lübcke nach seinem Tod
Nach Bekanntwerden des Todes von Lübcke tauchten auf sozialen Medien Hasskommentare auf, unter anderem von Rechtsextremen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, dass die Ermittler Kommentare über soziale Medien gegebenenfalls "auf strafrechtliche Relevanz überprüfen werden".
Vor Lübckes Tod gab es laut den Ermittlern keine konkreten Drohungen gegen den Regierungspräsidenten. "Es gibt im Moment keine Hinweise auf einen rechtsradikalen Hintergrund", sagte die Präsidentin des Landeskriminalamtes, Sabine Thurau, bei einer Pressekonferenz am Montag.
Nicht nur die Flüchtlingsfrage mit ihrem Höhepunkt im Herbst 2015 rief Gegner auf den Plan. Auch die Energiewende, die Lübcke vorantreiben wollte, sorgte bei manchen für Kritik. Es ist Aufgabe des Regierungspräsidiums, wenn irgendwo ein Windrad gebaut werden soll, die Genehmigung dafür zu erteilen. Das rief in Nord- und Osthessen immer wieder Anwohner auf den Plan. Diese protestierten zum Teil lautstark und wütend gegen den Bau neuer Windräder. Solche Konflikte gab es in Lübckes Amtszeit immer wieder.
Umstrittene Genehmigungsverfahren
Das Regierungspräsidium war unter seiner Leitung an einigen umstrittenen Genehmigungsverfahren beteiligt. Dazu gehörten nicht nur Windkraftanlagen im Reinhardswald (Kassel), sondern auch die Planung einer Pipeline für Salzabwässer von Ost- nach Nordhessen durch den Salz- und Düngerproduzenten K+S, die Genehmigung der Ableitung von Salzabwässern in die Werra sowie der Ausbau des Regionalflughafens Kassel-Calden.
Und doch war Lübcke in Nord- und Osthessen insgesamt sehr beliebt. Er war so etwas wie ein Mini-Ministerpräsident und mit zehn Jahren Amtszeit ungewöhnlich lange als Regierungspräsident im Amt. Lübcke war verheiratet und hatte zwei Söhne. Im vergangenen Jahr wurde Lübckes Enkelsohn geboren.
https://www.hessenschau.de/politik/walte...e-100.html

(Optimales Framing nach der Tat. Nicht der Tod wird thematisiert, sondern die Reaktionen darauf von der rechten Seite. Das könnte der Täter aber einkalkuliert haben.
Doch das Motiv ist weiter unklar (?)
 
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#34
Fall Walter Lübcke: Verdächtiger stammt wohl doch nicht aus privatem Umfeld

Der Tod des hessischen Regierungspräsidenten Lübcke bleibt rätselhaft. Die FAZ will Details zu einem Tatverdächtigen erfahren haben – die Ermittler äußern sich nun kritisch dazu.


Update 9. Juni, 11.38 Uhr: Laut der FAZ (siehe unten) soll der in Gewahrsam genommene Mann in einer persönlichen Beziehung zu dem Walter Lübcke gestanden haben. Das Landeskriminalamt (LKA) Hessen verneint das jedoch. „Ich habe diese Informationen bereits gestern den ganzen Abend dementiert“, sagte LKA-Sprecher Dirk Hintermeier gegenüber der Bild. „Die männliche Person, die in Gewahrsam genommen wurde, wurde gestern bis in den späten Abend hinein befragt.“ Für Hintermeier sei es „unklar“, woher diese Details stammen, zitiert ihn die Bild.
Update vom 9. Juni, 7.17 Uhr: Der im Fall des erschossenen Kasseler Politikers Walter Lübcke (CDU) in Gewahrsam genommene Mann ist wieder entlassen worden. „Er wurde befragt und konnte danach gehen“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Mehr Details gab er nicht bekannt. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte zuvor berichtet und von einer Festnahme gesprochen.
Es handele es sich um einen jüngeren Mann, der in privater Beziehung zu dem 65-jährigen CDU-Politiker gestanden haben solle, berichtete die FAZ unter Berufung auf Ermittlerkreise. Auf die Spur des Mannes sei die Polizei durch die umfangreiche Auswertung privater Daten des Getöteten gekommen. Dazu habe dem Vernehmen nach auch die Auswertung seines Mobiltelefons gehört, schrieb die FAZ weiter.......

https://www.merkur.de/politik/walter-lue...42984.html

(also zwischen privatem Umfeld und privater Beziehung ist es schon ein kleiner Unterschied ?)
 
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#35
Leser-Zuschrift "Mordfall Lübcke"

Zitat aus:[url= https://www.merkur.de/politik/walter-lue...42984.html] https://www.merkur.de/politik/walter-lue...42984.html[/url]
Update vom 5. Juni 2019, 15.50 Uhr: Der Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wirft weiter viele Fragen auf. Nun analysierte der Profiler Axel Petermann die bisher bekannten Fakten im Gespräch mit der Bild. Da Lübcke mit einer Kleinkaliberwaffe aus kurzer Distanz in den Kopf geschossen wurde, tippt Petermann nicht auf einen Profi. „Ein erfahrener Täter, der so eine Tat plant, bewaffnet sich wohl eher nicht mit einem Kleinkaliber“, so der Profiler zu dem Blatt.

Die Polizei sollte es besser wissen... Einige der erfahrensten Profis überhaupt verwendeten genau solche Waffen. 
Youtube Link: https://www.youtube.com/watch?v=ZgGuJEGdzUg

https://bachheimer.com/deutschland
 
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#36
Die Behörden gehen offenbar nach wie vor von einem persönlichen Motiv aus.[...]
Ein Polizeisprecher sagte der F.A.Z., es sei nicht so, „dass die Ermittlungen wieder von vorn beginnen“.[...]
Inoffiziell ist zu hören, die Rolle des Mannes sei noch immer nicht hinreichend geklärt. Es gebe gewisse Verdachtsmomente. Diese hätten aber nicht ausgereicht, um den Verdacht einer Tatbeteiligung erhärten zu können.[...]
Aus Sicherheitskreisen war zu hören, man sei „überrascht“ darüber gewesen, dass die Festnahme durchgesickert war – nur wenige Stunden, nachdem sie erfolgte.[...]
Die Möglichkeit, es könne sich um eine gezielte Tat einer rechtsextremistischen Person handeln, war von den Ermittlungsbehörden von Anfang an als eher unwahrscheinlich eingestuft worden.[...]
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/r...29525.html

Kommentare:

-Meine Vermutung ist dass sich relativ schnell auf andere Weise ein Verdacht ergeben hat und man gehofft hatte, der Verdächtige würde sich durch sein Aussageverhalten weiter belasten. Das hat leider nicht funktioniert, aber man musste es versuchen. Wenn es gelungen wäre, säße der Mann jetzt in Untersuchungshaft. 

Es ist offensichtlich, dass die Polizei hier fast übervorsichtig zu Werke geht und eine große Angst davor hat Fehler zu machen, weil der Fall so hoch hängt (gestern habe ich sogar auf BBC einen Bericht über den Fall gehört). Genau deshalb kann man aber auch davon ausgehen dass die Ermittler explizit kommuniziert hätten, wenn der Verdächtige nicht als Täter in Frage komme (wenn also z.B. ein Alibi vorläge).

Selbstverständlich hat die FAZ inoffizielle Informationen veröffentlicht - die müssen deshalb aber noch nicht falsch sein. Es fällt ja auch auf dass in den offiziellen Meldungen diese Infos nicht direkt dementiert wurden. Es heißt nur, die Infos seien nicht offiziell an die Presse gegeben worden.

Aus alledem schließe ich, dass nach wie vor ein "jüngerer Mann" aus dem "persönlichen Nahbereich" des Opfers 
verdächtigt wird.-

-An einer anderen Stelle (ich glaub, es waren die Nachdenk-Seiten) hat sich ein Experte das auch gefragt. Er meinte, dass dieses Haus mit Überwachungskameras ausgestattet sein MÜSSTE. Schon sehr ungewöhnlich, dass der Täter wusste, dass es - abweichend von der Norm - keine gab bzw. diese abgeschaltet waren.-

Das Haus:

   
 
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#37
Überleitung:

WANGEROOGE-FÄHRE GESTOPPT

SEK-Einsatz im Mordfall Lübcke!
https://www.bild.de/bild-plus/regional/h....bild.html

SEK stoppt Inselfähren: Ermittlungen im Rahmen des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten

Viele Spekulationen auf der Insel Wangerooge.

WANGEROOGE/HARLESIEL
 – 
Bei einem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos auf Wangerooge und in Harlesiel am Sonnabend ging es um Ermittlungen im Rahmen des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten, Walter Lübcke. Das haben Recherchearbeiten des Jeverschen Wochenblatt ergeben.

Lübcke ist am 2. Juni im Stadtteil Istha von Wolfhagen (Hessen) ermordet worden. Aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Person gibt die Polizei keine weiteren Details zum SEK-Einsatz bekannt.

Fakt ist aber: Ein Mann wurde in polizeiliches Gewahrsam in Harlesiel genommen, er wurde zum Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke befragt und später wieder auf freien Fuß gelassen. Die Befragung habe keine Anhaltspunkte ergeben, die eine Tatbeteiligung stützen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kassel und der Sonderkommission (Soko) „Liemecke“ des Hessischen Landeskriminalamtes.

Der Sprecher der Soko, Torsten Werner, sagte gegenüber des Jeverschen Wochenblatt: „Zu keiner Zeit bestand Gefahr für Menschen.“ Er wiederholte: „Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt es aber keine weiteren Details.“

Viele Gäste, die über das lange Pfingstwochenende auf die Insel fahren wollten, mussten am Samstag am Anleger in Harlesiel warten. Denn zwischen 14.30 Uhr und 17.30 Uhr sind keine Fähren gefahren. Warum, das wurde den Gästen vor Ort nicht mitgeteilt.

Zeugen berichteten gegenüber unserer Zeitung, dass gar keine Ansagen gemacht worden sind bzw. auch nicht gemacht werden durften. Erst gegen 18 Uhr fuhren die Fähren dann wieder und brachten die Gäste Richtung Insel.

Noch am Samstagabend hatte die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland dann mitgeteilt, dass die Maßnahmen, bei denen Kräfte aus Niedersachsen eingesetzt waren, für ein anderes Bundesland stattfanden – aber keine weiteren Details bekannt gegeben werden.

Daraufhin gab es viele Spekulationen auf der Insel: So hieß es unter anderem, dass es eine Bombendrohung gab, dass Ermittlungen im Rahmen einer großangelegten Drogendurchsuchung liefen – und sogar, dass die drei gesuchten RAF-Terroristen auf der Fähre festgenommen wurden. Das stellte sich jedoch alles als unwahr heraus.

https://jeversches-wochenblatt.de/Nachri...sidenten-2

Ein SEK Einsatz auf einer Urlaubsfähre zur Insel Wangerooge soll angeblich im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke stehen. Das berichtet die Bild-Zeitung. Zeugen wollen gesehen haben, dass drei Personen, zwei Männer und eine Frau, von den Einsatzkräften abgeführt worden waren. Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagnachmittag.
Quelle
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/m...29924.html

Kommentar:

Das mit den Terroristen war reine Spekulation der Wartenden: 
https://jeversches-wochenblatt.de/Nachri...s-am-kasse...
Aber eben keine haltlose - weil zum einen die Zusammensetzung der Gruppe passt und zum anderen eben auch die Größe der Polizeiaktion.

Von diesen Aspekten abgesehen, würde ein Mord Lübckes durch die RAF aber so gar keinen Sinn machen - die verbliebenen Reste sind mittlerweile mit Subsistenzkriminalität ausgelastet, um es mal kreativ auszudrücken.. 

Unabhängig davon, ist es schon eine überraschende Entwicklung dass jetzt gleich 3 Personen im Zusammenhang mit Lübckes Ermordeung festgenommen wurden. Wobei es mich wiederum weniger wundern würde, wenn die 3 zumindest teilweise in einem familiären Zusammenhang stünden...

9.6.

09.06.2019 – 11:17

Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel
POL-KS: Tötungsdelikt zum Nachteil von Herrn Regierungspräsidenten Dr. Lübcke: Mann nach Befragung wieder entlassen

Kassel (ots)

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kassel und der Sonderkommission "Liemecke" des HLKA
Nach dem Tötungsdelikt am 2. Juni 2019 im Stadtteil Istha von Wolfhagen zum Nachteil des Präsidenten des Regierungspräsidiums Kassel, Herrn Dr. Lübcke, haben Einsatzkräfte der Sonderkommission "Liemecke" am gestrigen Samstagnachmittag eine männliche Person in Gewahrsam genommen und mit dem Ziel der Informationsgewinnung bis in die späten Abendstunden befragt. Die Befragung ergab keine Anhaltspunkte, die eine Tatbeteiligung stützen. Aus diesem Grund wurde er heute in den frühen Morgenstunden wieder entlassen.
Um die betreffende Person und die weiteren Ermittlungen zu schützen, bitten wir um Verständnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen bekannt gegeben werden. Ebenso aus diesem Grunde wird darum gebeten, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen, um nicht den Eindruck einer Vorverurteilung zu erwecken. Sie schaden insgesamt den Ermittlungen. Insbesondere mit dem Blick auf die aktuelle Medienberichterstattung bitten wir zudem darum, nur validen Informationen der Staatsanwaltschaft Kassel und der im Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel hierfür eingerichteten Außenstelle des Hessischen Landeskriminalamtes zu vertrauen.

(also ein und derselbe?)

Kommentar:

Hier steht "erneute" Festnahme. 

Alles etwas verwirrend zur Zeit. Mal abwarten was noch kommt.



Erneut nehmen die Ermittler im Mordfall Lübcke Verdächtige fest. Dieses Mal greift ein SEK-Team einem "Bild"-Bericht zufolge auf einer Wangerooge-Fähre zu. Genaueres zu dem Einsatz und den Festgenommenen will die Polizei derzeit nicht preisgeben.

Im Mordfall Walter Lübcke hat es Medienberichten zufolge erneut Festnahmen gegeben. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, stoppten Spezialeinsatzkräfte der Polizei eine Fähre zur Nordseeinsel Wangerooge noch vor der Abfahrt im Hafen von Harlesiel in Niedersachsen.

Zeugen berichten dem Blatt, dass am Samstagnachmittag alle Passagiere gebeten wurden, das Schiff wieder zu verlassen. SEK-Beamte hätten dann aus der Menge der überraschten Urlauber zwei Männer und eine Frau abgeführt. Die Männer seien sofort weggebracht worden, die Frau sei noch länger am Hafen festgehalten worden. Anschließend sei das Schiff durchsucht worden, bevor es drei Stunden verspätet ablegen durfte.

Offiziell wollte die Polizei nur die einsatzbedingten Verspätung des Fährschiffes bestätigten. Die genauen Hintergründe wurden jedoch nicht bekannt. Auch die Passagiere im Hafen wurden im Unklaren über das Ziel des Einsatzes gehalten. Laut "Bild"-Zeitung besteht jedoch ein Zusammenhang mit dem Fall Lübcke. Das Blatt zitiert einen Sprecher der Mordkommission, der "aus ermittlungstaktischen Gründen" derzeit keine Angaben zu dem Einsatz in Harlesiel machen will.


SEK-Einsatz auf Nordseefähre: Polizei nimmt Verdächtige im Fall Lübcke fest - n-tv.de
https://www.n-tv.de/politik/Polizei-nimm...77308.html

(Presseberichte....ein Grausen. Aber eindeutig Verdächtige in der Mehrzahl !)
 
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#38
Fähre zur Insel Wangerooge  

Augenzeugen berichten von SEK-Einsatz im Mordfall Lübcke

Die Polizei nimmt einen Verdächtigen fest und lässt ihn wieder frei. Nun soll es laut einem Medienbericht einen SEK-Einsatz auf einer Fähre gegeben haben. Die Ermittler kämpfen gegen Spekulationen.

Nach der Freilassung eines Mannes hat die Sonderkommission zum Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten am Montag weiter ermittelt. Die mehrstündige Vernehmung des Mannes in der Nacht zu Sonntag hatte keine Anhaltspunkte für seine Tatbeteiligung ergeben. Aus ermittlungstaktischen Gründen machte die Polizei am Montag aber keine Angaben zu möglichen Fortschritten bei der Untersuchung des gewaltsamen Todes von Walter Lübcke.

Ein Polizeieinsatz bereits am Samstagnachmittag auf zwei Fähren zur Insel Wangerooge soll laut "Bild" im Zusammenhang mit dem Fall gestanden haben. Eine Augenzeugin berichtete der Zeitung, dass die Polizei mit Spezialeinsatzkräften (SEK) vor Ort waren und dass zwei Männer und eine Frau weggeführt worden seien. Dem Bericht zufolge durchsuchten Ermittler die Fähre "Wangerooge" in Anschluss an die Festnahmen.
In einer Mitteilung der Polizei in Wilhelmshaven hatte es am Samstag geheißen, der Einsatz habe für ein anderes Bundesland stattgefunden. Um das laufende Verfahren nicht zu gefährden, könnten keine weiteren Auskünfte erteilt werden. Auch der Nachrichtenagentur AFP gegenüber wollte sich das hessische Kriminalamt nicht äußern. Ein Sprecher der zuständigen Sonderkommission kündigte demnach aber für Dienstagvormittag weitere Informationen zu dem Fall an.......

https://www.t-online.de/nachrichten/deut...ebcke.html
 
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#39
ERSCHOSSENER POLITIKER

Staatsanwaltschaft beklagt „arg viele Spekulationen“ im Fall Lübcke
Am Wochenende vernahm die Polizei einen Mann im Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Es habe aber keine Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung gegeben. Am Dienstag sollen neue Informationen bekannt gegeben werden.
Nach der Freilassung eines Mannes im Zusammenhang mit dem Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat die Sonderkommission am Montag weiter ermittelt. Aus ermittlungstaktischen Gründen machte die Polizei keine Angaben zu möglichen Fortschritten bei der Untersuchung des gewaltsamen Todes des CDU-Politikers.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll ein Polizeieinsatz auf zwei Fähren zur Insel Wangerooge am Samstagnachmittag im Zusammenhang mit dem Fall Lübcke stehen. Der Zeitung zufolge berichtete eine für die Fähre nach Wangerooge gebuchte Urlauberin, zwei Männer und eine Frau seien am Samstagnachmittag von der im Hafen Harlesiel liegende Fähre abgeführt worden. „Die beiden Männer wurden sofort weggebracht. Die Frau war noch länger vor Ort“, berichtete demnach die Urlauberin.

In einer Mitteilung der Polizei in Wilhelmshaven hieß es, der Einsatz habe für ein anderes Bundesland stattgefunden. Um das laufende Verfahren nicht zu gefährden, könnten keine weiteren Auskünfte erteilt werden. Auch ein Sprecher der „Soko Liemecke“, die im Fall Lübcke ermittelt, machte am Montag aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben. Die Sonderkommission (Soko) arbeite auch am Pfingstmontag intensiv an der Auswertung der bisherigen Spuren.


In den frühen Morgenstunden entlassen

Ein Sprecher der zuständigen Sonderkommission des hessischen Kriminalamts wollte sich am Montag ebenfalls nicht äußern. Er kündigte für Dienstagvormittag weitere Informationen zu dem Fall an.
Die mehrstündige Vernehmung des seit Samstagabend befragten Mannes habe keine Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung gegeben, hieß es. „Aus diesem Grund wurde er heute in den frühen Morgenstunden wieder entlassen“, erklärten die Staatsanwaltschaft Kassel und die Soko in einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung. Auch zu dem Mann selbst wurden mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz auf Anfrage keine weiteren Angaben gemacht.
(....)
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, Andreas Thöne, erklärte zu dem Appell, es seien „arg viele Spekulationen“ im Umlauf. „Das ist schon besonders.“ Diese Mutmaßungen brächten „unheimlich Unruhe“. Sie könnten Ermittlungen erschweren und sogar zerstören.
Medienberichte, wonach sich die Ermittler sicher gewesen sein sollen, den Täter gefasst zu haben, nannte er nicht zutreffend. „Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Ermittlungslage, dass wir uns mit der Täterschaft sicher sind“, sagte Thöne am Sonntag. Trotz der Freilassung des Befragten könne man nicht sagen, dass die Ermittlungen wieder von vorne anfangen müssten. „Wir haben immer betont, dass wir verschiedene Stränge verfolgen und in alle Richtungen ermitteln. Also stehen wir nicht wieder bei null“, erklärte Thöne.........

https://www.welt.de/politik/article19504...ungen.html
 
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#40
FALL LÜBCKE:

SEK-Einsatz ist Teil der Ermittlungen

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Tod des Kasseler Regierungspräsidenten kommt es auf einer Fähre zum Einsatz von Spezialkräften. Wen die Beamten dort festgenommen haben, wird offiziell nicht bestätigt.
Wenn Familie, Freunde und Wegbegleiter sowie Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft am Donnerstag in der Kasseler Martinskirche um Walter Lübcke trauern, dann könnte immer noch quälend ungewiss sein, wer den Kasseler Regierungspräsidenten in der Nacht zum 2. Juni tötete und weshalb. Die Tat ist, seitdem vor 13 Jahren die Mordserie der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund in Kassel endete, das rätselhafteste Verbrechen in Hessen.
Am Wochenende stellte sich allerdings heraus, dass die Polizei schon weiter mit ihren Ermittlungen ist, als es nach außen hin scheint. So wurde, wie in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung berichtet, am Samstagnachmittag bekannt, dass die Beamten einen Mann in Gewahrsam genommen hatten, der laut Sicherheitskreisen dem persönlichen Umfeld des getöteten CDU-Politikers zuzuordnen ist.

Staatsanwaltschaft und Polizei waren bemüht, die sich rasch verbreitende Nachricht, es gebe einen Verdächtigen, wieder einzufangen. Am Ende verständigten sich Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt auf die offizielle Formulierung, man habe den Mann zur „Informationsgewinnung“ in Gewahrsam genommen, was auch immer darunter zu verstehen ist. Zugleich baten die Behörden, die Persönlichkeitsrechte des Mannes schützen, um eine Vorverurteilung zu vermeiden. Bis zum späten Samstagabend wurde der Mann befragt. Anschließend setzten ihn die Ermittler wieder auf freien Fuß, weil sich eine Tatbeteiligung nicht erhärten ließ. Nur bei einem dringenden Tatverdacht hätte man gegen ihn einen Haftbefehl beantragen können. Aus Sicherheitskreisen ist jedoch zu hören, die Rolle des Mannes sei trotz der Freilassung nicht geklärt. Es blieben Fragen offen.

Ein Polizeisprecher sagte später, es sei nicht so, „dass die Ermittlungen wieder von vorn beginnen“. Die Auswertung unter anderem von Fotos und Videos werde fortgeführt. Zu weiteren Spuren äußerten sich die Ermittler nicht. Aus ihren Kreisen ist aber zu hören, man befinde sich in einer „sehr dynamischen Phase“ der Ermittlungen.
Dazu gehörte auch der SEK-Einsatz, der sich am Samstagnachmittag 400 Kilometer von Kassel entfernt auf einer Fähre abspielte, die im niedersächsischen Harlesiel bereit stand, um zur Insel Wangerooge abzulegen. Drei Stunden lang wurde der Fährverkehr lahmgelegt. Ein Hubschrauber kreiste über dem Gebiet. Nach Angaben von Zeugen wurden drei Personen von der Fähre geholt, zwei Männer und eine Frau. Mutmaßlich handelt es sich bei einer dieser Personen um jenen Mann, der am Samstag stundenlang verhört worden ist...........

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/f...29924.html
 
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