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Regierungspräsident Lübcke offenbar durch Kopfschuss getötet
"Das hat der Angeklagte nicht gewollt": Nach Rausschmiss im Lübcke-Prozess: Jetzt spricht der Ex-Verteidiger von Neonazi Ernst

Frank Hannig war Pflichtverteidiger des Neonazis Stephan Ernst, der den CDU-Politiker Walter Lübcke ermordet haben soll. Jetzt wurde er abberufen. In einem Exklusivbeitrag für FOCUS Online nimmt der Rechtsanwalt erstmals Stellung zu seinem Rausschmiss. Dabei erhebt er schwere Vorwürfe gegen seinen Mitverteidiger und den Richter.
Im Prozess um die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) ist es an diesem Dienstag zu einem Eklat gekommen. Frank Hannig, einer der beiden Verteidiger des Hauptangeklagten Stephan Ernst, wurde entpflichtet. Einen entsprechenden Beschluss gab das Oberlandesgericht Frankfurt am siebten Verhandlungstag bekannt.
Richter bezweifelte "wirksame Verteidigung" von Ernst
Es folgte damit einem Antrag von Hannigs Mitverteidiger, dem Kölner Anwalt Mustafa Kaplan. Dieser hatte erklärt, das Vertrauensverhältnis seines Mandanten zu Hannig sei dauerhaft zerstört. Der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel folgte dieser Darstellung. Zuvor hatte der Richter bereits vielsagend erklärt, man müsse sich Gedanken machen, ob Ernst noch eine „wirksame Verteidigung“ habe.
Grund waren mehrere Anträge von Hannig, die nach Meinung des Gerichts nicht im Interesse seines Mandanten waren. So wollte Hannig die Vernehmung weiterer Zeugen erreichen, die womöglich ebenfalls am Tatort waren. Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses in Nordhessen erschossen worden. Stephan Ernst soll ihn aus rechtsextremen Motiven getötet haben.
Anwalt Hannig: Beschwerde gegen seine Absetzung eingelegt
Unmittelbar nach seiner Abberufung hatte Hannig die Entscheidung der Kammer auf seinem Youtube-Kanal scharf kritisiert. Aus seiner Sicht lägen keine besonders schwerwiegenden Umstände vor, die seine Abberufung gerechtfertigt hätten. „Vielleicht ist es auch so, dass man einfach seine Ruhe haben will und den unbequemen Verteidiger, der unbequeme Fragen stellt, nicht haben will.“ Am heutigen Freitag hat der Anwalt beim OLG Frankfurt Beschwerde gegen seine Absetzung eingelegt.
In einem exklusiven Beitrag für FOCUS Online legt der Rechtsanwalt aus Dresden nun nach. Darin schildert er ausführlich, wie intensiv er seine Aufgabe als Pflichtverteidiger von Stephan Ernst wahrgenommen hat und welch großes Vertrauensverhältnis zwischen den beiden herrschte. Zugleich übt er massive Kritik an der Rolle seines früheren Mitverteidigers Mustafa Kaplan, der erst viel später in das Verfahren eingestiegen war und ihn nunmehr ausgebootet hat.
Abrechnung mit Mitverteidiger und Vorsitzendem Richter
Auch das Verhalten des Vorsitzenden Richters Thomas Sagebiel rügt Hannig mit deutlichen Worten. Der „mit allen Wassern gewaschene“ Jurist habe etwas gemacht, was er „nie und nimmer hätte tun dürfen“. Er habe „den Pfad der Neutralität“ verlassen, „das Gebot der Unbefangenheit“ missachtet und den Angeklagten in unzulässiger Weise „beeinflusst“. Auf diese Weise habe der Richter „rechtswidrig den Entpflichtungsbeschluss durchgepeitscht“ und die Hauptverhandlung fortgesetzt – ohne „den lästigen Verteidiger“.
In seinem Kommentar für FOCUS Online betont Hannig, aus seiner Sicht habe der von „Verzweiflung, Angst, Depression und Verunsicherung“ beherrschte Stephan Ernst die Abberufung „nicht gewollt“. Er habe lediglich dem Druck des Gerichts nachgegeben – und das sei ein „bedenkliches Zeichen“ für den Zustand des Rechtsstaats........................

https://www.focus.de/politik/gerichte-in...69445.html
 
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Unfassbar dieser Dreckstall!

Als RA Hannig bei einem anderen Thema nachfassen will, wird er aus dem Verfahren geschmissen.
Es war genau das Thema, das der Buschfunk von Beginn favorisierte und offenbar anfangs auch die Polizei, siehe Tatortreiniger und nachfolgendem SEK-Einsatz.
Doch weiter oben wurde abgeblockt und ein Dummy gefunden,
..
der jetzt gestanden hat:

Als Stephan Ernst wegen des Mordes an dem Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke festgenommen wird, gesteht er zunächst die Tat.
Doch dann widerruft er sein Geständnis, schiebt einem anderen die Schuld zu.
Jetzt rudert der Angeklagte abermals zurück.


Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Ernst-gesteh...53387.html

Was bekommt man für das Gestehen eines Mordes geschenkt oder bezahlt?
Das weitere eigene Leben, nur halt für 15 Jahre im Knast?  Huh

"Ich habe geschossen", ließ der 46-Jährige vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main von seinem Anwalt erklären. Ernst zeigte Reue für die Tat. "Was ich und H. Ihnen angetan haben, wird immer unentschuldbar bleiben", erklärte er an die Familie Lübcke gerichtet und bezog dabei seinen mitangeklagten mutmaßlichen Komplizen Markus H. ein. "Was wir getan haben, war falsch. Niemand sollte sterben, weil er eine andere Meinung hat." Er habe sich von "falschen Gedanken" leiten lassen und übernehme dafür Verantwortung. Die Tat bezeichnete er als "feige und grausam".

Sehr seltsamer Typ, der Herr Ernst.
Erst läßt er mehrere Jahre verstreichen, um „spontan“ zur Tat zu schreiten, weil der Lübcke sehr lange zuvor ziemlichen Dünnschiß erzählt hatte und dann bereut er zutiefst etwas, was er getan, nicht getan und dann wieder doch getan hat.
Ach ja, und dann geisterte noch sein eigener Suizid-Versuch durch die BILD, um den es dann aber auch merkwürdig still wurde.

Und das nennt man dann tatsächlich Rechtsstaat?  Angry

mfG   
nereus
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Rätselhaft....... von vorn bis hinten

3 x Geständnis, jeweils ein wenig abgewandelt. Tastete man sich vor, auf der Suche einer Geschichte, die dann passend erscheint? Warum die 3 Anläufe?

Neben der nicht aufgeklärten Tatortreinigung noch einmal dieses Detail. Der Mann links im Bild, auf den ersten Blick dachte ich an die Silhouette von Ernst...kann aber natürlich nicht sein! Wer mag das nur sein....

https://www.bild.de/bild-plus/politik/in....bild.html

"Bei den Ermittlungen in dem Mordfall wurde auch das Handy (iPhone X) von Jan-Hendrik Lübcke ausgewertet und zum Beispiel auch Chat-Verläufe aus der Zeit vom Januar 2015 bis zur Mordnacht am 2. Juni 2019 ausgelesen. So dokumentierte der Sohn etwa nach der Bürgerversammlung am 15. Oktober 2015, die der Angeklagte Stephan Ernst als Auslöser seiner Mordabsichten genannt hat, mit Hilfe von gespeicherten Bildschirmfotos den Hass, der seinem Vater im Netz entgegenschlägt – und riet ihm, die Polizei einzuschalten.

Rätsel gibt den Ermittlern vor allem ein Video auf. Darin zeigt „eine unbekannte männliche Person“ auf einer Feier den Hitler-Gruß, im Hintergrund ist das schon von der Wehrmacht genutzte „Fallschirmjägerlied“ zu hören."

Hochgeladen wurde das Video von einem „Marcel“ (Name ist der Redaktion bekannt) in einer Chat-Gruppe („Osterfeuer 2019“; 57 Mitglieder), der auch Jan-Hendrik Lübcke angehörte. Dies soll bereits am 21. April 2014 um 11.30 Uhr passiert sein.

Kommentare zu dem Video fanden die Ermittler nicht, weder Empörung noch Zustimmung oder etwa Hinweise, dass es sich um einen schlechten Scherz handeln könne. Auch nicht von Lübcke-Sohn Jan-Hendrik.
Er könne sich an das Video nicht erinnern, sagte „Marcel“ auf BILD-Anfrage. Wenn es dazu Fragen gebe, „müssen sich die Leute (von der Justiz – a.d.R.) an mich wenden, aber nicht Sie“. Offenbar gab es bislang keine Nachfragen.

Der zweite Nazi-Post stammt vom 15. April 2014 (19.53 Uhr) aus einer noch kleineren (namenlosen) Chat-Gruppe, die neben Jan-Hendrik Lübcke nur elf weitere Teilnehmer hatte. Das gepostete Foto zeigt einen offenbar benutzten Partytisch mit weißer Einmal-Papiertischdecke oder eine Art Tischunterlage, auf die ein Hakenkreuz gemalt ist. Darunter ein Tor ebenfalls mit Hakenkreuz und der Aufschrift „Arbeit macht frei“.

Absender ist Sascha R. (Name ist der Redaktion bekannt), der sich auf BILD-Nachfrage ebenfalls nicht an den Post erinnern kann und sich gegenüber BILD nicht äußern möchte. Diese eindeutige Nazi-Botschaft bleibt in der Chat-Gruppe ebenfalls völlig unkommentiert – auch Lübcke meldet sich in beiden Fällen nicht zu Wort. Die Ermittler haben offenbar in beiden Fällen nicht nachgeforscht – obwohl die Urheber bekannt waren.


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Prozess nach Lübcke-Mord Das neue Geständnis des Stephan Ernst

Erst wollte er Einzeltäter sein, dann nur Komplize, jetzt soll es eine Mischung aus beidem sein: Vor Gericht hat Stephan Ernst eine neue Version des Lübcke-Mordes geschildert - und von seiner schwierigen Jugend berichtet.
(.....)
Mit leichenblasser Miene betritt Stephan Ernst den Saal, die Hände auf den Rücken gefesselt. Er bespricht sich kurz mit seinem Verteidiger - um 10.34 Uhr ist es dann so weit: Knapp 50 Minuten lang verliest Kaplan im Auftrag seines Mandanten 15 Punkte zu Ernsts Leben und den Anklagevorwürfen. Warum Ernst nicht selbst redet, erklärt er damit, dass es diesem schwerfalle, vor allen zu sprechen. "Aber Sie alle haben Anspruch darauf zu erfahren, was passiert und wie es dazu gekommen ist."..........

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/f...e49cb486d0
 
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So fand der Sohn seinen erschossenen Vater

Er muss den Mörder seines Vaters nur knapp verpasst haben. Auf dem Rückweg von der Kirmes fällt ihm damals kurz nach Mitternacht als Erstes auf, dass das Licht in der Küche brennt und die Tür zur Terrasse offen steht. Den Vater findet er wie so oft im Gartenstuhl, wo er gern am iPad Nachrichten durchgeht.

Walter Lübcke hat im Garten gearbeitet, er trägt noch immer die abgenutzte Hose und ein kariertes, kurzärmeliges Hemd.
Er hat die Hände auf dem Schoss, in der einen glimmt eine Zigarette, den Kopf an die Hauswand gelehnt. Der erste Gedanke: Der Vater ist eingenickt.
Ein Mord? der Gedanke kommt ihm nicht

Er fasst den Arm an, klopft auf Bauch und Wange – keine Reaktion vom Vater. Panik erfasst langsam Jan-Hendrik Lübcke.
Der zweite Gedanke: Herzinfarkt. „Er war ja nicht der Schlankste, wir haben ihm oft gesagt, er sollte abnehmen.“

Dass der Politiker an Nase und Mund blutet, kriegt der Sohn erst später mit , auch dann hegt er keinen Mordverdacht. Der Gedanke ist unvorstellbar.

Quelle: https://www.waz.de/politik/bewegende-aus...14052.html

Komisch.
Hatten die Bordell-Medien nicht darüber berichtet, daß Lübcke angeblich von rechts bedroht worden sein soll?
Und dann findet der Sohn den Vater und bekommt erst "später" mit, daß aus Nase und Mund blut laufen.
Wollen die uns VERARSCHEN!

Das meldete damals der SPIEGEL:

Lübcke wurde demnach gegen 0:30 Uhr von einem Angehörigen aufgefunden. Alle Reanimationsversuche blieben erfolglos.
Gegen 2:30 Uhr sei in einer Klinik der Tod des 65-Jährigen festgestellt worden. "Die Obduktion hat ergeben, dass Dr. Lübcke an den Folgen einer Schussverletzung verstorben ist", sagte Streiff.

Der Schuss sei aus einer Kurzwaffe und aus nächster Nähe abgegeben worden und habe den Regierungspräsidenten in den Kopf getroffen.

Von einem Angehörigen?
Das war nicht falsch, klingt aber sonderbar verschwurbelt.

Und das stand in einem Link von @Rundumblick:

Allerdings gerät das politische Motiv aus Sicht der Ermittlungsbehörden derzeit immer weiter in den Hintergrund. Schon am Montag hatte LKA-Präsidentin Sabine Thurau gesagt, es gebe keinen Hinweis darauf, dass das Gewaltverbrechen an Walter Lübcke im Zusammenhang stehe mit den Geschehnissen vor vier Jahren. Der stellvertretende Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber berichtete, dass Lübcke explizit als Person gerade von sogenannten Reichsbürgern immer wieder bedroht worden sei. Aber auch diese Spur scheint aus Sicht der Ermittler nicht weiterzuführen und darauf hinzudeuten, es könne sich um eine politisch motivierte Tat handeln.  

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/r...21855.html

Und dann hatten wir noch dies.

Wie Nachbarn der Welt berichteten, habe der Politiker bis etwa 23 Uhr auf der Terrasse seines Hauses gesessen, offenbar mit einem Gast. Seine Ehefrau habe zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Enkelkind im Haus geschlafen.
Gegen 00.35 Uhr habe der jüngere Sohn des Paares dann seinen Vater auf der Terrasse aufgefunden.
Er alarmierte offenbar umgehend die Einsatzkräfte. Und auch einen Freund, der Spuren am Tatort verwischt haben soll.


Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/...nicht.html

Das er sich nicht umgezogen hat, vor dem Empfang des Gastes, erscheint mir möglich.
Aber die Auffindesituation finde ich sonderbar nach einem Kopfschuss, zumal auch die Blutlache anderes indiziert.

Mafia-Staat Deutschland im Jahr 2020!

mfG
nereus
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August 8, 2020 um 2:59 pm Uhr

Zwischen Lübcke-Prozess (benannt nach dem Opfer) und NSU-Prozess (benannt nach der vermeintlichen Täter-Bande) gibt es trotz vieler Unterschiede ein paar markante Gemeinsamkeiten:
– ein langes schriftliches, anwaltlich verlesenes Geständnis …
– … das erst mit der zweiten Garnitur von Zschäpes Anwälten bzw. Ernsts dritten Anwalt möglich wurde;
– neben der Hauptangeklagten Zschäpe gab es die ganz und gar nicht harmlosen „Neben-“ Angeklagten Andre E(minger), Holger G(erlach) und Carsten S(chultze), deren vollständige Nachnamen aber (warum auch immer) so „schutzbedürftig“ gewesen sein sollen, dass die Mainstream-Presse sie dem Publikum zunächst vorenthielt; aktuell im Lübcke-Prozess genießt Stephan Ernsts Mittäter Markus H. diesen Schutz bis auf weiteres und auch hier ist keine vernünftige Erklärung ersichtlich (abgesehen von der brisanten Hypothese einer „schützenden Hand“, die beim NSU ja als gesichert betrachtet werden kann).
Markus H. durfte (versehentlich?) legal Waffen besitzen, obwohl er schon seit vielen Jahren als Neonazi in den Akten geführt wird und 2009 zusammen mit Stephan Ernst und anderen Rechtsradikalen eine DGB-Demo tätlich angriff. Ernst musste damals sitzen, H. blieb (versehentlich?) auf freiem Fuß.
In der Ablehnung der Haftbeschwerde Anfang 2020 wird H. vom Gericht (das dieses Wort von H.s früherer Lebensgefährtin übernahm) als „Macher“ bezeichnet.
„Der Lebensstil von Markus H. soll auf Verheimlichung angelegt gewesen sein. Mehrfach soll er nicht unter Klarnamen aufgetreten sein.“ Das sollte eigentlich genügen, dass sein Familienname nicht als schützenswerter betrachtet wird als der von Stephan Ernst – außer, wenn nicht nur H. allein, sondern auch staatliche Stellen an der „Verheimlichung“ seines Lebenswandels interessiert oder sogar beteiligt waren.
Ernst, der in Kindheit und Jugend unter einem äußerst gewalttätigen Schwerstalkoholiker als Vater litt, will eigentlich aus der rechten Szene ausgestiegen sein, schaute letztes Jahr als 46-jähriger Familienvater (verheiratet mit einer Russin) aber immer noch schier hörig zur Vaterfigur in Gestalt des „Machers“ Markus H. auf und ließ sich von ihm eine „Aktion“ gegen Lübcke in den Kopf setzen. Aktuell zeigt er einigermaßen glaubhaft „Reue“ hinsichtlich seiner Tat und er wolle sich seiner Verantwortung stellen.
Reue und Übernahme einer Mitverantwortung ist dagegen von Markus H. bestimmt nicht zu erwarten – die eingelegte Haftbeschwerde zeigt deutlich seine Was-gehen-Ernsts-Taten-mich-an-Einstellung.
Daher ist nach derzeitigem Stand folgende Rollenverteilung durchaus plausibel: Ernst als labiler und beeinflussbarer Täter wurde angestiftet von einem eiskalt agierendem Leithammel Markus H, der (wieder einmal) Ernst als Trottel nutzte und vor sich hertrieb, um ihn für sich morden und in den Knast gehen zu lassen. H. müsste daher gleichberechtigt als Täter neben Ernst sitzen oder noch viel mehr als beim Duo Wohlleben/Schultze sogar als der kriminellere der beiden betrachtet werden.
Im Gegensatz zu Zschäpe war Markus H. am Mord-Tatort dabei und das weder zufällig noch ahnungslos.
Seine Anstiftung ist so glasklar ersichtlich wie die des Peter Urbach in RAF-Zeiten. Und Urbachs Rückendeckung durch den Staat, der sich dadurch als Auftraggeber des Anstifters erwies, zeichnet sich auch bei Markus H. ab.
Und so wie beim Buback-Mord bestimmte staatliche Stellen über die Vollzugsgehilfin Verena Becker nicht nur eine böse RAF dem Volk vorführen wollten, sondern eigene Motive zur Beseitigung eines lästig gewordenen Buback hatten, so ist auch dieses Kapitel bei Lübcke noch längst nicht ausermittelt.
Ernst macht geltend, bei seinem ersten Geständnis habe er auf Anraten seines damaligen Verteidigers Dirk Waldschmidt Markus H. aus dem Geschehen rausgehalten. Auch hier wie bei Zschäpes Anwälten die dringende Frage: Wen verteidigen die eigentlich?
https://www.hna.de/welt/mord-luebcke-ste...18139.html
https://www.hna.de/kassel/frankfurt-proz...19660.html
 
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Reportagemagazin STRG_F

Mordfall Lübcke: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Vernehmungsvideos

FRANKFURT/MAIN. So etwas hat es in Deutschland noch nicht gegeben: Das Reportageformat STRG_F,  ein Online-Angebot für junge Menschen von ARD und ZDF, veröffentlichte Ende Juli Ausschnitte aus Vernehmungsvideos des wegen Mordes an dem früheren Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke angeklagtem Stephan E.. Die Videos sind echt – keine Frage. Doch was zu einem Publikumshit werden sollte, ist jetzt ein Fall für die Staatsanwaltschaft.
„Ich kann Ihnen den Eingang einer entsprechenden Strafanzeige bestätigen“, erklärte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen gegenüber JUNGEN FREIHEIT. „Aufgrund dieser Anzeige ist hier ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet worden. Wir ermitteln unter anderem wegen Paragraf 201 Strafgesetzbuch, der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes.“
Rückblick: Stephan E. wird seit Juni vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main wegen Mordes an dem ehemaligen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) der Prozeß gemacht. In der Hauptverhandlung wurden mehrstündige Vernehmungsvideos von dem Beschuldigten durch Beamte des Landeskriminalamtes gezeigt. Ausschnitte dieser Videos veröffentlichte STRG_F am 28. Juli auf seinem YouTube-Kanal, nachdem sie in der Verhandlung gezeigt worden waren. Der Titel der Sendung: „Nazi-Terrorist im Verhör“, bisher wurde es 666.686 Mal aufgerufen.
Material sei den Journalisten zugespielt worden
Es soll sich um Zusammenschnitte aus verschiedenen Vernehmungsvideos handeln. Zu sehen ist in dem fast halbstündigen Film unter anderem, wie Stephan E. die Tat schildert und ein Geständnis ablegt.
Wie die Autoren von STRG_F an die Videos gekommen sind, wollen sie nicht sagen. Die Deutsche Presseagentur schreibt, das Material sei den Journalisten zugespielt worden.
Charlotte Rau, Pressesprecherin des Oberlandesgerichts Frankfurt, sagte gegenüber der JF: „Wir gehen angesichts der Qualität der Aufnahmen davon aus, daß es sich nicht um einen Mitschnitt aus dem Gericht handelt. Niemand hat dort jedoch heimlich gefilmt. Der Senat geht auch nicht davon aus, daß seitens der derzeitigen Verfahrensbeteiligten eine Weitergabe des Materials erfolgte. Auf den weiteren Verlauf des Prozesses hat die Veröffentlichung des Materials keinen Einfluss, da es schon in die Hauptverhandlung eingebracht worden ist.“ Der Pressesprecher der Bundesanwaltschaft, Markus Schmitt, sagte: „Zur Berichterstattung äußern wir uns nicht.“

https://jungefreiheit.de/kultur/gesellsc...ngsvideos/
 
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Lübcke-Prozeß: Die Bundesanwaltschaft glaubt Ernst nicht

Jetzt hat der Ernst bereits 4 Geständnisse abgelegt, und „die ganze Wahrheit“ ist offenbar immer noch nicht gestanden:

[Bild: Zwischenablage01-768x602.jpg]

Ernst kann offenbar den Tathergang nicht erklären, und die Widersprüche und Unmöglichkeiten kamen jetzt im Prozeß zur Sprache:
Warum sollte H. wie von E. beschrieben den rund 15 Meter breiten Garten Lübckes im hellen Lichtkegel eines Bauscheinwerfers durchquert haben? E. antwortete, dass H. das so machen wollte.
Mögliche Erklärung: Einer geht durch das Licht und lenkt den Lübcke ab, der andere kommt aus dem Dunkel und erschiesst ihn…
Problem der Anklage: Den H. gab es ja gar nicht am Tatort, so steht es in der Anklage. Davon will die Bundesanwaltschaft sicherlich nicht abweichen.
warum sie keine Handschuhe getragen hatten, obwohl sie Lübcke schlagen und treten wollten. „Es war abgesprochen, dass es sehr schnell geht“, erwiderte E.
Bullshit-Antwort. JEDER planende Täter hätte sich vermummt und Handschuhe getragen auf dem Grundstück. Schon allein wegen eventuell vorhandener Überwachungskameras.
„Warum waren Sie nicht maskiert und gingen durchs Licht der Scheinwerfer?“, setzte der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel nach. „Weil ich schießen wollte – ich werde schießen, so oder so“, gab E. zur Antwort. Mit seinem Nachsatz ließ er die Fragen wieder offen: „Ich wusste nur nicht, ob ich es schaffe.“
Bullshit-Antwort. Wer unbemerkt wieder verschwinden will, der geht nicht unmaskiert durch die Scheinwerferkegel und der verwendet keine Schusswaffe ohne Schalldämpfer. Gleichzeitig stattfindende Kirmes hin oder her…
Einen Widerspruch gab es auch bei der genauen Beschreibung des Tatorts. Der Sohn des Getöteten, Jan-Hendrik Lübcke, beschrieb als Zeuge, dass sein Vater wie immer neben einem Tisch und einem weiteren Stuhl saß. Oberstaatsanwalt Killmer hielt E. vor, dass er für die von ihm beschriebenen drei Schritte zurück von Lübcke einen Halbkreis um Tisch und Stuhl hätte herumgehen müssen, um dann als Rechtshänder horizontal Lübcke in den Kopf schießen zu können. E. gab an, sich nicht an die Möbel zu erinnern.
Vielleicht war ja Ernst gar nicht der Schütze? War es etwa ein Linkshänder?
Problem der Anklage: Ernst sei allein am Tatort gewesen, so steht es in der Anklage, und die zu ändern wird man unter allen Umständen vermeiden wollen. Einen Linkshänder kann man daher nicht aus dem Hut zaubern.
Interessante Frage: Ist Markus H. Linkshänder?
E. hatte angegeben, am Tatabend mit einer umgehängten Wärmebildkamera das dunkle Umfeld des Gartens nach Personen abgesucht und dabei versehentlich den Auslöser betätigt zu haben. Killmer hielt ihm vor, dass Sachverständige den Zeitpunkt des Bildes auf die Nacht davor, auf ein Uhr am 1. Juni datierten. Außerdem habe eine Zeugin an diesem späten Abend dort einen Mann mit Auto, Rucksack und Kamera gesehen. E. blieb bei seiner Aussage, das Bild erst am Tatabend gemacht zu haben.
Das wäre ja ein Ding, wenn Ernst eine Nacht zu früh am Tatort gewesen wäre, und man dann seine DNA an der Kleidung des Opfers fand, die man aus dem Müll des Krankenhauses gefischt hatte.
Holla die Waldfee, was wäre denn, wenn jemand die Kleidung ausgetauscht hätte im Müllcontainer (oder gar auf dem Weg ins Labor)?
Und kann es sein, dass der Tatortreiniger vom Sohn des Opfers im Rahmen dieser „Beweisnachfindung“ eine Rolle spielte?

[Bild: tatortpuzzer.jpg]

Irgendwie hat man den Ernst ungenügend gebrieft, und deshalb kann der die Tatnacht nicht nachvollziehbar schildern. Er scheitert immer wieder neu an „der ganzen Wahrheit“.

Wirklich suboptimal, dieser „Einzeltäter“.

http://arbeitskreis-n.su/blog/2020/08/16...nst-nicht/
 
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Die Netzwerke, die Netzwerke:

Lübcke-Prozess: "Es ging in die Richtung Prepperszene und Uniter"

22. August 2020 Thomas Moser

Im Oberlandesgericht Frankfurt/M. stellt sich der geständige mutmaßliche Täter den Fragen der Familie des Ermordeten und belastet Markus H. erneut der Mittäterschaft
Im Prozess vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt/M. hat Stephan Ernst, der geständige mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, am jüngsten Verhandlungstag die Fragen der Familie des Ermordeten beantwortet. Dabei machte er deutlich, dass die Tat aus seinem rechtsradikalen Hintergrund heraus geschah. Zugleich beschuldigte er erneut den Mitangeklagten Markus H., er sei dabei gewesen.
H. bestreitet das. Seine Rolle ist nach wie vor unklar. Das bezieht auch den Verfassungsschutz mit ein. Das hessische Landesamt (LfV) soll in der Vergangenheit mindestens zwei Mal versucht haben, H. als Informanten anzuwerben. Der soll genauso oft abgelehnt haben.
Die Bundesanwaltschaft hat H. nicht der Mittäterschaft angeklagt, sondern nur der geringeren Beihilfe.
In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2019 war der CDU-Politiker auf der Terrasse seines Hauses in dem Ort Wolfhagen-Istha ermordet worden. Den tödlichen Schuss soll Ernst abgegeben haben. Der hatte das in seiner ersten polizeilichen Vernehmung eingeräumt. Später zog er das Geständnis zurück und bezichtigte Markus H. - versehentlich - geschossen zu haben. Im Prozess vor dem OLG Frankfurt, der Mitte Juni 2020 begann, gab Ernst eine dritte Version ab. Danach will erneut er Lübcke mit einem Kopfschuss getötet haben, Markus H. sei dabei gewesen................

weiter https://www.heise.de/tp/features/Luebcke...75963.html

Kommentare:

Kann es sein, daß Lübke
ohne den mutmaßlichen VS-Mitarbeiter Markus H. noch am Leben und Ernst kein Mörder wäre?
Wie kommt die Staatsanwaltschaft auf das schmale Brett mit der "geringeren Beihilfe" durch H? Er war doch scheinbar der Planende, und die Ausführung der Tat geschah gemeinschaftlich, wenn man den Ausführungen von Stephan Ernst Glauben schenken darf.
Die Anklage gegen Markus H. müßte also mindestens auf "gemeinschaftlich begangenen Mord" lauten.

Jede Menge Trigger, die in der Befragung ausgerollt werden:
Jede Menge Trigger, die in der Befragung ausgerollt werden:
Hass, AfD, Flüchtlingspolitik, Merkel, Chemnitz, Chats (Internet), Prepperszene, Uniter ...
Eine politische Steilvorlage für Ermächtigungsgesetze aus dem Gerichtssaal heraus..............
 
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Lübcke-Attentat: Ehefrau des mutmaßlichen Täters bekräftigt Vorwürfe gegenüber Anwalt
Im Prozess um den ermordeten CDU-Politiker Walter Lübcke haben die Ehefrau des Hauptbeschuldigten sowie weitere Zeugen ausgesagt. Die Rolle des wegen Beihilfe angeklagten Markus H. bleibt weiterhin offen. Und auch die Rolle des Verfassungsschutzes bleibt zweifelhaft.
Im Prozess um den ermordeten CDU-Politiker Walter Lübcke hat die Ehefrau des mutmaßlichen Täters, Anna Ernst, die Vorwürfe gegenüber dem inzwischen abberufenen Anwalt Dirk Waldschmidt bekräftigt.
Der Hauptangeklagte Stephan Ernst sagte bereits aus, dass Waldschmidt finanzielle Vorteile versprochen hätte. Im Gegenzug dazu sollte Ernst den nun wegen Beihilfe angeklagten Markus H. nicht belasten.
Aufgrund des Angebotes von Waldschmidt, so Stephan Ernst, habe er in seinem ersten, inzwischen widerrufenen Geständnis Markus H. nicht genannt. Die Frau des Angeklagten sagte nun aus, dass wenige Tage nach der Festnahme eine Nachricht Waldschmidts auf dem Anrufbeantworter gewesen sei, in welcher der Anwalt ihr versicherte, dass sie sich um Finanzen keine Gedanken machen müsse, da es sogenannte "Kameraden" als Unterstützung gäbe.
Anna Ernst gab an, aus Angst die Nachricht gelöscht zu haben. Sie hätte kein Geld von den sogenannten "Kameraden" annehmen wollen, bei welchen es sich um rechte Kreise handeln soll.
Waldschmidt war selbst lange führendes Mitglied der NPD und wurde in der Vergangenheit bereits wegen Strafvereitelung und Nötigung angeklagt. Er soll versucht haben, einen ehemaligen Landesvorsitzenden der NPD vor einer Anklage zu schützen, wurde jedoch freigesprochen.
Markus H. wurde inzwischen der Beihilfe zum Mord angeklagt und befindet sich ebenfalls in Untersuchungshaft, er soll "psychische Beihilfe" geleistet haben.
Stephan Ernst gab an, von Markus H. beeinflusst, manipuliert und aufgehetzt worden zu sein. Beide Männer nahmen regelmäßig an Schießübungen teil. Außerdem gehen die Ermittler davon aus, dass Markus H. dem Hauptangeklagten den Waffenhändler vermittelte, von welchem die Tatwaffe erworben wurde.
Laut Aussage von Habil A., einem Freund von Stephan Ernst, sei Markus H. stets deutlich der politisch "rechtere" von beiden gewesen, wobei er sich bei seinem Freund Stephan auch nicht vorstellen könne, jemanden getötet zu haben.

Bereits 1998 versuchte der Verfassungsschutz, Markus H. als V-Mann anzuwerben, der soll dies jedoch abgelehnt haben. Beide Personen, sowohl Stephan Ernst als auch Markus H., tauchten in einem Bericht des Verfassungsschutzes auf, Markus H. darin als "Führungsperson"...............

https://deutsch.rt.com/inland/106247-lub...er-anwalt/
 
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