Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
AKK UND DIE YOUTUBER
#1
AKK UND DIE YOUTUBER

Warum die Aufregung? In Deutschland gibt es aus gutem Grund in Zeitungen keine Wahlempfehlungen. Das hat mit deutscher Geschichte zu tun und damit, dass Bürger für mündig gehalten werden
Über der Sache wuchs gerade schon das erste Gras, da musste Annegret Kramp-Karrenbauer noch einmal auf Rezos Video und die Folgen eingehen. Die Videos von 70 „Influencern“, die den Youtuber darin unterstützten, nicht CDU, nicht SPD zu wählen, veranlassten sie zu der Frage, was eigentlich passieren würde, wenn 70 Zeitungsredaktionen dazu aufriefen, zwei traditionsreiche demokratische Parteien nicht zu wählen. Gegen solche „Meinungsmache“ im Internet müsse es „Regeln“ geben.

Der Aufschrei war zu erwarten. Kramp-Karrenbauer wolle die Meinungsäußerungen „regulieren“, durch Verbote einschränken, hier drohe „Zensur“, die Meinungsfreiheit sei in Gefahr. Die CDU-Vorsitzende wolle das Grundrecht auf Pressefreiheit schleifen, hieß es gar. Was auch immer sich die Politikerin bei ihrem Ausflug in „demokratietheoretische“ Überlegungen gedacht hatte: Wenn sie eine Debatte haben wollte, wie sie im Internet üblich ist – mit Übertreibungen, Verdrehungen, Verkürzungen –, da hatte sie ihren Salat. Besser als eine Flucht ins Unterholz der Kommunikation wäre es gewesen, sich mit der Frage zu beschäftigen: Woran ist die CDU in dieser Wahl eigentlich wirklich gescheitert? 

Aber zurück zum Unterholz: Hat Kramp-Karrenbauer nicht recht? In Deutschland gibt es schon eine Regel, wenn auch eine ungeschriebene: Zeitungen geben keine Wahlempfehlungen. Sie rufen nicht dazu auf, eine Partei, eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu wählen. Angelsächsische Zeitungen gehen damit anders um. Es ist normal, dass sie in einem Kommentar vor einer Wahl offen aussprechen, warum es besser ist, diese oder jene Partei, diesen oder jenen Kandidaten zu wählen. In Deutschland ist das verpönt. Warum?
Große Aufregung herrschte lange Zeit, als die Katholische Kirche vor der Wahl von der Kanzel Hirtenbriefe verlesen ließ, die zur Wahl einer Partei aufrief – meist der CDU, bis sich dann die Kirche nicht mehr einig war. Nach dem Krieg wollten die Zeitungen und Verlage aber nicht, dass wieder Zustände herrschen wie in der Weimarer Republik, als sie Teil des politischen Kampfs geworden waren – und die demokratisch gesinnten Häuser gegen die publizistischen Feinde der Republik unterlegen waren. Der Name „Hugenberg“, dessen Medien-Imperium die Republik bekämpfte, steht für diese bittere Erfahrung.
(.....)
Daraus ergeben sich in der aktuellen Debatte drei Fragen: Sind „Influencer“ Journalisten? Halten sie ihre Zuschauer für Schafe? Und senden sie ihre Wahlempfehlung gegen Geld? Alle drei Fragen kann man verneinen. Ganz klar ist zumindest das eine aber nicht: Sie treten gerne, wie Rezo, wie Journalisten auf, auch wenn sie eigentlich Unternehmer sind. „Youtuber sind die Leitartikler unserer Zeit“, sagt Kevin Kühnert – das trifft die Sache durchaus. Dass es dabei ums Geldverdienen geht, kaschieren sie gerne – aber natürlich geht es auch und vor allem darum. Gegen Geldverdienen und steigende Einnahmen ist aber nichts zu sagen, auch wenn die Mittel, die dafür eingesetzt werden, gegen einen ungeschriebenen Kodex verstoßen. Jetzt müssen die Youtuber nur noch mit sich selbst ausmachen, ob sie ihre Zuschauer wie Schafe behandeln wollen.

Ginge es um 70 Influencer, die zur Wahl der AfD aufrufen, wäre die Diskussion in Deutschland sicher eine andere. Und würde sie Kühnert dann auch noch als „Leitartikler“ bezeichnen? Kramp-Karrenbauer mag eine Debatte losgetreten haben, die sie nicht gewinnen kann. „Absurd“, wie es jetzt heißt, ist ihr Vorstoß aber nicht. Er hat sein gutes Recht.

ganz hier > https://www.faz.net/aktuell/politik/inla...10462.html

Antworten
#2
REZO DARF DAS NATÜRLICH

„Regeln, die im Wahlkampf gelten“ – Das Demokratieverständnis der AKK

Lange dachten Parteien und Medien, auf YouTube und Instagram tobe sich eine entpolitisierte, wohlstandsverwöhnte Jugend mit Schminktipps und Musikvideos aus. Keine Gefahr für die gefühlten Meinungsmonopole. Und nun plötzlich der Schock namens Rezo.
Es ist noch nicht lange her, da feierten am 15. Mai die CDU-Hinterbänkler Elisabeth Winkelmeier-Becker und Carsten Müller den bislang heftigsten Angriff auf die Meinungsfreiheit, der in der Bundesrepublik seit deren Gründung zu verzeichnen ist. Jenes vom damaligen Bundesminister der Justiz, Heiko Maas, im Eiltempo durch den Bundestags gepeitschte Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG), mit dem erstmals originäre Aufgaben der Strafverfolgungsbehörden an private Institutionen übertragen wurden, welche gleichzeitig die Rolle von Staatsanwalt- und Richterschaft übernahmen, wurde nicht nur als wirkmächtig gefeiert – die beiden Hinterbänkler setzten gleich noch einen drauf, indem sie wissen ließen: „Die Unionsfraktion setzt sich für eine zeitnahe Anpassung des Gesetzes ein, um die Wirksamkeit des NetzDG weiter zu erhöhen.“ Übersetzt in verständliche Sprache: CDU und CSU im Deutschen Bundestag werden aktiv die Verschärfung der Zensur betreiben – und dieses möglichst schnell.
(....)
Ein alltäglicher Vorgang

Das alles ist nichts anderes als ein alltäglicher Vorgang, der in jeder Familie, jeder Bürogemeinschaft, jedem Verein stattfindet. Menschen tauschen sich aus, einer positioniert sich, andere diskutieren darüber. Völlig normal.
Und doch meint Annette Kramp-Karrenbauer, einen solchen, normalen Vorgang zum Anlass nehmen zu müssen, eine „medienpolitische und demokratietheoretische Diskussion“ veranlassen zu wollen. Denn eines – das wollen wir nicht unterschlagen – unterscheidet Rezos Zerstörungstrip eben doch von Speaker’s Corner. Der Querulant oder Diskutant im Hydepark erreicht vielleicht gerade einmal ein paar hundert Personen. Tritt er im Rahmen einer Großdemonstration auf, sind es vielleicht sogar ein paar tausend. Und wenn er großes Glück hat, dann berichten irgendwelche Medien darüber, picken zwei oder drei Sätze heraus, die dann einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.
Rezo aber brachte es innerhalb einer Woche auf satte 12 Millionen Aufrufe. Einmal abgesehen davon, dass das YouTube-Prinzip damit auch einige Talerchen in seine Kasse spült, sind zwölf Millionen deutlich mehr, als selbst im TV in einer Nachrichtensendung wie der ÖR-Tagesschau erreicht werden. Die freute sich beispielsweise am 27. Mai gerade einmal über 4,9 Millionen Zuschauer. Plasbergs „Hart aber …“ kam sogar nur auf 2,67 Millionen.
Wenn die Sicherungen durchbrennen …
Nun weiß kaum jemand, ob sich die Rezo-Klicker tatsächlich die gesamten 55 Minuten angetan haben. Aber das spielt auch keine Rolle, denn in der Community wurde das Zerstörungsvideo zum Großereignis. Rezo nahm – daran führt keine Erkenntnis vorbei – durchaus Einfluss auf das Denken und Handeln vor allem der jungen Generation. Und als dann noch zahlreiche andere YouTube-Heroen sich ihm anschlossen, müssen offensichtlich bei „AKK“ ein paar Sicherungen durchgebrannt sein.
Oder auch nicht? Denn tatsächlich betten sich die Äußerungen der CDU-Vorsitzenden perfekt ein in den Dauerangriff der etablierten Parteien auf die Meinungsfreiheit ihrer Bürger. Hintergrund ist, dass es nach Jahrzehnten eines gesunden Misstrauens zwischen Politik und Medien gelungen war, die veröffentlichte Meinung aus Print, Funk und TV auf Staatslinie zu bringen. Ob Tageszeitung oder Relotius-Press, ob Morgenmagazin oder Abendschau – ernsthafte, fundierte Kritik am Regierungshandeln fand seit Jahren kaum noch statt. Die etablierte Medienöffentlichkeit hatte sich zu einem Geleitzug entwickelt, in deren Mitte unangreifbar die Frau Bundeskanzler fuhr. Jeder Angriff auf ihr Handeln und dessen Konsequenzen wurde entweder zur FakeNews oder – wenn es ganz hart kam – zur HateSpeech.
(.....)
„Es ist absurd, mir zu unterstellen, Meinungsäußerungen regulieren zu wollen. Meinungsfreiheit ist hohes Gut in der Demokratie. Worüber wir aber sprechen müssen, sind Regeln, die im Wahlkampf gelten. #Rezo #Youtuber — Wenn einflussreiche Journalisten oder #Youtuber zum Nichtwählen oder gar zur Zerstörung demokratischer Parteien der Mitte aufrufen, ist das eine Frage der politischen Kultur. Es sind gerade die Parteien der Mitte, die demokratische Werte jeden Tag verteidigen. #Rezo“
Das Mantra der selbsthypnotischen Standortbestimmung als Partei der Mitte – immer nach dem Motto „Le midi cèst moi“ – wird als Beleg angeführt, dass man selbst dann nicht undemokratisch sein könne, wenn man die Demokratie abschafft. Denn genau darauf läuft der seit geraumer Zeit vollführte Angriff auf das Recht des Bürgers, seine Meinung in Wort, Bild und Ton jederzeit kundtun zu können, hinaus.
(....)
Hat jemand wie Rezo vorsätzlich oder auch aus Dummheit Lügen verbreitet, die Union oder deren Vertreter verleumdet oder beleidigt, dann steht der Union der Weg vor die ordentlichen Gerichte offen. Hat er es nicht, muss die CDU damit leben, dass Rezo sie nicht mag und das öffentlich kundtut. Sie kann gern zum Gegenschlag ansetzen und Rezos Argumente widerlegen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder ist ihr teurer PR-Apparat mit diesem neuen Medium überfordert – nun, dann ist es eben so.
(....)
ganz hier > https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/s...s-der-akk/

Antworten
#3
Artenschutz für CDU und SPD?
 
(Der Autor ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht) AKK will Meinungsfreiheit von YouTubern überprüfen. Ein rechtlicher Kommentar: Kronprinzessin AKK offenbarte auf einer Pressekonferenz interessante Einblicke in ihr Verständnis von Medienfreiheit. Es spricht viel dafür, dass ein solches Gesetz verfassungswidrig wäre, da es in den Wesensgehalt des Artikel 5 Abs. 1 des Grundgesetzes eingreifen würde. Denn fundamentaler Sinn und Zweck des Artikel 5 Abs. 1 GG ist die Kritik an der Obrigkeit, wie sie den Deutschen in bitterster Zeit verwehrt war. Eine Entscheidungshilfe zur vornehmsten Bürgerpflicht, nämlich der Wahl oder Abwahl der Regierungsparteien, ist ausdrücklich erwünscht. Rezo hat dem Grundgesetz genau das Geschenk gemacht, das es vor 70 Jahren bestellt hat......

https://www.heise.de/tp/news/Artenschutz...33562.html

(jetzt ist man genau wieder an dem Punkt: Was zählt die Meinung der "Guten" mehr gegen die "Hetzer und Ketzer, die Fake- News verbreiten und dafür gesperrt und zensiert werden, wenn es auch nur ernste Kritik z.b. an Merkels Flüchtlingspolitik und EU-Politik war.)

Wie viele Boykottaufrufe gab es schon zum Thema AfD?
Was wäre das Geschrei groß, wenn Restaurantbesitzer in Dresden Herrn Habeck nicht mehr als Gast bedienen würden, oder Städte wie Leipzig Frau Roth Hausverbot erteilen? Es gäbe schon Lichterketten, Sondersendungen und Konzerte gegen Rechts mit Campino und den FSFF. Bei der AfD scheint das alles aber völlig okay zu sein. Man ist ja schließlich auf der Seite der "Guten" und kämpft gegen das vermeintlich "Böse".
Und Boykottaufrufe gegen die AfD in den hiesigen Medien? Gab es auch schon zu genüge. Aber wehe es geht gegen einen selbst. Ja dann wird nach Reglementierung und Zensur gerufen.
Wie verlogen ist dieses Pack eigentlich? Entweder haben wir eine Demokratie mit all ihren pluralistischen Meinungen oder wir haben eine Gesinnungsdiktatur. Auch wenn uns einige Meinungen nicht gefallen, ist es dennoch ein im GG verbrieftes Recht, diese zu haben und zu äußern. Extremistische Meinungen, die klar gegen das GG verstoßen sind hierbei natürlich ausgenommen!
Sich aber gegen eine frauenfeindliche, mittelalterliche Kultur mir Polygamie, Zwangs- und Kinderehe zu stellen ist DEFINITIV nicht extremistisch, sondern in einem aufgeklärten Land wie Deutschland eine Bürgerpflicht.

Wäre es nur gegen die AfD gegangen, dann wäre es ihnen scheißegal gewesen
Aber jetzt, da die Altparteien ihre Felle davon schwimmen sehen, jetzt brennt natürlich die Hütte.
Recht so!
Ihr farbloses Berufspolitikergesocks könnt von mir aus besser heute als morgen im Orkus der Geschichte verschwinden.

Genau, was wäre wohl, wenn 70 Youtuber zur Wahl des
dritten Wegs aufrufen würden?
Da müssten dann doch die gleichen Regeln gelten?
Ich erinnere euch dran, ihr Musterdemokraten!
(Nicht weil ich den dritten Weg gut finde, sondern weil ich euch Heuchler schlecht finde!)

Konsequenz wie beim Strache-Ibiza Video?
AKK hat ihr wahren Verständnis von Demokratie und freier Meinungsäußerung offenbart und muss zurücktreten.
Entsprechende Enthüllungsartikel in Spiegel und SZ folgen.

(das sind die ersten, die in gebückter Haltung hinterherschleimen)


ja, wie verlogen ist dieses ganze Pack eigentlich? Unermesslich!

[Bild: D6cKdx6XsAAcFWh.png]

Antworten
#4
Die Petition:

Keine Zensur unserer Meinungsfreiheit, Frau Kramp-Karrenbauer!

Wir sind Marmeladenoma (87) und HerrNewstime (29). Auch wenn wir altersmäßig weit auseinander liegen, haben wir viel gemeinsam: Wir sind Youtuber & wir haben eine Meinung!Und ja, diese Meinung ist für viele bei der CDU oft ziemlich unbequem. Gemeinsam haben wir mit Millionen Menschen im Netz und auf der Straße lautstark gegen Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform protestiert. Endlich hat sich eine ganze Generation von jungen Menschen politisch engagiert – so wie es eine funktionierende Demokratie dringend braucht.Doch schon damals hat die CDU uns als Bots und „gekauft“ verunglimpft und ignoriert. Auch die Schülerinnen und Schüler der Fridays For Future werden immer wieder belächelt.

Doch die Nachricht heute toppt alles und hinterlässt uns fassungslos: Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will offensichtlich als Reaktion auf die millionenfach angesehenen Videos des jungen Youtubers RezoMeinungsäußerungen im Wahlkampf in Zukunft regulieren. In einer Pressekonferenz nach der Wahl am Sonntag sagte sie:
„Als die Nachricht kam, dass sich eine ganze Reihe von Youtubern zusammengeschlossen haben, um einen Aufruf zu starten – Wahlaufruf gegen die CDU und die SPD – da hab’ ich mich gefragt, was wäre eigentlich in diesem Land los, wenn eine Reihe von sagen wir mal 70 Zeitungsredaktionen zwei Tage vor der Wahl erklärt hätten, „Wir machen einen gemeinsamen Aufruf wählt bitte nicht CDU und SPD!“ Es wäre klare Meinungsmache vor der Wahl gewesen. Ich glaube es hätte eine muntere Diskussion in unserem Land ausgelöst. Und die Frage stellt sich schon mit Blick auf das Thema Meinungsmache: Was sind eigentlich Regeln aus dem analogen Bereich und welche Regeln gelten eigentlich für den digitalen Bereich?Das ist eine sehr grundlegende Frage über die wir uns unterhalten werden.“
Diese Äußerung zeigt deutlich, dass die Parteivorsitzende damit die Meinungsfreiheit angreift. Sollen unbequeme Videos in der heißen Wahlkampfphase etwa gefiltert werden? Videos, die sich zum Beispiel für Klimaschutz oder gegen Uploadfilter stark machen?
Wir sagen unmissverständlich: Nein, Frau Annegret Kramp-Karrenbauer! Mit diesem Eil-Appell rufen wir Ihnen laut und deutlich zu: Stoppen Sie die Zensur und den Angriff auf die Meinungsfreiheit!
Die HAZ titelte „Kramp-Karrenbauer erwägt Regulierung von Meinungsäußerungen“. Im Tagesspiegel war zu lesen: „AKK will im Wahlkampf Regeln für Influencer“. Schnell braute sich auf Twitter massiver Protest gegen die Pläne der Vorsitzenden zusammen. AKK reagierte prompt. Es sei absurd ihr zu unterstellen, Meinungsäußerungen regulieren zu wollen. Doch ihr Tweet bestätigt unsere große Sorge, denn sie schreibt weiter: „Worüber wir aber sprechen müssen, sind Regeln, die im Wahlkampf gelten. #Rezo #Youtuber“.
Müssen sich Videos wie die des Youtubers Rezo im Wahlkampf besonderen Regeln unterwerfen? Wir sagen: Nein! Keine Zensur, keine Regulierung der Meinungsfreiheit. 
Es stehen wichtige Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen an. Wir fordern Frau Kramp-Karrenbauer daher auf, ihre Ideen für Wahlkampf-Regeln zügig wieder zu begraben.

Wir lassen uns nicht zensieren!

https://www.change.org/p/keine-meinungs-...iheit-rezo

55.434 haben unterschrieben.(!)

(dann schauen wir mal hin, welche Überraschungen zu den Landtagswahlen ausgepackt werden)

Antworten
#5
T-Online (Stroer) twittert:

t-online.de‏Verifizierter Account @tonline_news 28. Mai 2019
“Wer definiert in diesem Land, was #Meinungsmache ist und wann diese letztendlich die #Demokratie gefährdet? Die #CDU?” – @franzikempis kommentiert die Äußerungen von @akk und fordert: "So darf die Partei nicht weitermachen." #KrampKarrenbauer #akk #Meinungsfreiheit


Antwort an @tonline_news @franzikempis @akk
http://T-Online.de  gehört zu Ströer, dem selben Unternehmen zu dem auch - Überraschung - Rezos Arbeitgeber Tube One gehört. Das, was ihr macht, ist tatsächlich professionelle Meinungsmache und hat nichts mit individueller Meinungsfreiheit zu tun.

Antwort an @tonline_news @franzikempis @akk
Wenn 40 % der „Journalisten“ #grüne No-Border, No-Nation wählen ist das sehr wohl Meinungsmache! #tonline ist bezahlt von Kunden, aber #gez eben Zwang, liebe #Rezovideo Stroer Gruppe

Antwort an @berlinpapers @tonline_news und 2 weitere
#stroer #rezovideo und #TOnline
Alles ein Club!

Antworten
#6
(29.05.2019, 10:24)Stafford schrieb: T-Online (Stroer) twittert:

t-online.de‏Verifizierter Account @tonline_news 28. Mai 2019
“Wer definiert in diesem Land, was #Meinungsmache ist und wann diese letztendlich die #Demokratie gefährdet? Die #CDU?” – @franzikempis kommentiert die Äußerungen von @akk und fordert: "So darf die Partei nicht weitermachen." #KrampKarrenbauer #akk #Meinungsfreiheit


Antwort an @tonline_news @franzikempis @akk
http://T-Online.de  gehört zu Ströer, dem selben Unternehmen zu dem auch - Überraschung - Rezos Arbeitgeber Tube One gehört. Das, was ihr macht, ist tatsächlich professionelle Meinungsmache und hat nichts mit individueller Meinungsfreiheit zu tun.

Antwort an @tonline_news @franzikempis @akk
Wenn 40 % der „Journalisten“ #grüne No-Border, No-Nation wählen ist das sehr wohl Meinungsmache! #tonline ist bezahlt von Kunden, aber #gez eben Zwang, liebe #Rezovideo Stroer Gruppe

Antwort an @berlinpapers @tonline_news und 2 weitere
#stroer #rezovideo und #TOnline
Alles ein Club!

Ja, es ist "Meinungsmache". Die nächste Generation der Techniken zur Meinungsmanipualtion, die von den herkömmlichen Massenmedien bisher ungestraft eingesetzt worden sind. Und jetzt soll "Meinungsmache" plötzlich gesetzlich eingeschränkt werden?

Vorsicht, der Feind greift von zwei Seiten an!
Antworten
#7
Klimaschutz wird Pop. Des Teufels muss das nicht sein.
Annegret Kramp Karrenbauer fühlt sich und ihre CDU nach der Europawahl als Opfer einer Kampagne von Youtubern und Netzprofis, die mit alle Medien durchdringenden Kampagnen die Union in der Endphase des Wahlkampfs in die Ecke gestellt hätten. Das fühlt sie zu recht. Genauso recht allerdings haben die Kritiker aus der Opposition und den Medien, die ihre spontanen und deshalb unausgegorenen Vorstellungen, wie man solchen Kampagnen beikommen könnte, als anrüchig und als Gefahr für die freie Meinungsäußerung bezeichneten. Was nun?
AKK – und nicht nur sie – hat offenbar eines vergessen: Man könnte solchen Kampagnen ja auch inhaltlich begegnen. Anders formuliert: Sie würden längst nicht so stark verfangen, wenn die Partei rechtzeitig ihren Standpunkt zu den Themen der absehbaren Kampagnen gefunden und deutlich gemacht hätte. Das aber traut sie sich nicht.
Alle reden vom Klima, nach diesem Wahlkampf zumal. AKK und die Union auch. Richtig, es ist ein Thema, und es macht keinen Sinn, es einfach zu ignorieren, wie es etwa die AfD vorführt und damit ins Leere läuft. Das heißt aber nicht, dass überhaupt kein Widerspruch mehr erlaubt wäre oder dieser politischen Schaden bereiten würde, womöglich ja genau das Gegenteil. Wenn die Grünen, Youtube-Rezo, Friday-Greta, die NGOs und, ja, auch die lautstärksten Wissenschaftler mit ihren apokalyptischen Warnungen heiß laufen, müssen die – so wie sie früher mal hießen – Volksparteien sich an diesem Massenlauf zu den wildesten Untergangsszenarien noch lange nicht beteiligen wie die Lemminge. Klimaschutz ist gut, aber man muss nicht jede hysterische Ökosau reiten, nur weil sie gerade von irgendeinem Jugendlichen durchs Dorf getrieben wird. 
Sie, vor allem die angesprochene CDU, dürften da schon mal leise nachfragen: Rezo, wo sind denn deine „ganzen Landstriche“ die bereits „untergegangen“ sind? Bist du dir wirklich sicher, dass die Wirbelstürme immer stärker werden, wollen wir da mal den Weltklimarat fragen? Und hast du eigentlich auch von all den Wissenschaftlern schon mal gehört, die längst nicht davon überzeugt sind, dass ausschließlich – oder auch nur zum größten Teil – der Mensch für die Erwärmung verantwortlich ist? Dass das beileibe nicht alles „Klimaleugner“ sind? Worüber sind sich eigentlich deine 97 Prozent aller Wissenschaftler überhaupt einig, hast du sie danach schon mal gefragt? Einig darüber, dass morgen schon der menschengemachte Weltuntergang bevorsteht, oder nur darüber, dass der Mensch überhaupt irgendwas mit dem Klima zu tun hat, irgendwo auf der Skala zwischen 1 und 10. 
Die Aura des politischen Selbstmords
Es geht nicht nur um das aktuelle Youtube-Video. Solche differenzierenden Fragen liegen in der ganzen Parteienlandschaft seit vielen Jahren in der Tabuzone, im „No ask – Bereich“. Ihnen haftet die Aura des politischen Selbstmords an. Man verzichtet daher auf diesen Diskurs und fällt lieber gemeinsam mit den Hohepriestern auf die Knie vor dem Götzen Apokalypse. Man stellt sich nicht offen der Diskussion, ob der Klimaschutz wirklich für absolut erklärt werden muss, jegliches Abwägen mit anderen politischen Zielen verboten sei.
Natürlich, im realpolitischen Handeln ist die Union dann sowieso immer wieder zu diesem Abwägen gezwungen. Aber jedes Mal opfert sie damit nach den Gesetzen der Wahlarithmetik, die sie widerstandslos von außen über sich ergehen lässt, viele Prozentpunkte bei der Auszählung am Wahlabend – eben deshalb, weil sie sich jener grundsätzlichen Debatte verweigert und so den Eindruck macht, sie würde nur herumdrucksen: Man wolle ja, aber könne nicht. Insofern hat jener Rezo mit dem Titel seines Videos sogar recht: „Die Zerstörung der CDU“ – allerdings anders, als er es gemeint hat.
Natürlich gibt es unzählige Christ- oder Freidemokraten, die einem im privaten Gespräch zustimmen würden, dass in der Klimaprognostik auch gehörige Übertreibungen im Raume stehen. Der Parteikörper als ganzer schweigt darüber stille, keiner will sich die Finger verbrennen. Wir kennen das auch aus anderen großen Umweltthemen, der Gentechnik etwa, früher beim Waldsterben. Das Vorsorgeprinzip ist sinnvoll, aber es läuft ins Leere, wenn es nur eindimensional angewandt wird. Handeln und Nichthandeln – beides muss in seinen Folgen abgeschätzt werden, in all seinen komplexen Zusammenhängen.
Grüne und NGOs treiben AKK und ihren Verein in der Klimafrage vor sich her, doch die Union kann diesen Wettlauf nicht gewinnen, weil sie auf eine Diskussion über die Spielregeln schlicht verzichtet. Wer aus noch so guten wirtschaftlichen Gründen an der Braunkohle festhält und gleichzeitig den Untergangspropheten recht gibt, nur um Schönwetter bei ihnen zu machen, darf sich zurecht Schizophrenie vorwerfen lassen. Wenn die „Friday-for-Future“-Bewegung Merkel attackiert und dafür von dieser anschließend wie selbstverständlich in höchsten Tönen gelobt wird, darf sich niemand in der CDU wundern, dass Jugendliche nicht nur enervierende Videos ins Netz stellen, sondern die Videos auch noch viral abgehen. Und dann auch Qualitätszeitungen mit erhobenem Zeigefinger darüber berichten, weil sie meinen, ihren Lesern damit einen Gefallen zu tun. 
Auf dem digitalen Ökobasar
Auch wenn sich jetzt die Jugend zu Wort gemeldet hat, so heißt dies nicht, dass deren Wahlprüfsteine sakrosant sein müssen. Und niemand verpflichtet den Rest der Gesellschaft, dem Nachwuchs in jeder gewünschten Richtung zu folgen, nicht einmal nur argumentativ. Widerspruch ist gestattet. Er ist bitter nötig, damit das Thema Umweltschutz nicht bald schon auf schiefer Ebene eine ungebremste Fahrt erfährt, angeschoben von Schule schwänzenden Kids und dankbar beschleunigt von einer Polit-Maschinerie, die auf die Kinderkirmesbahn aufspringt, um vor allem die Staatsquote zu erhöhen, mit anderen Worten: neue, steuerfinanzierte Programme zu ergattern, wie auch weitere Zuständigkeiten in alle Lebensbereiche hinein zu erheischen.
Man wird von dieser Altersklasse schon bald gehörig mehr hören, lesen und sehen. Vor allem, wenn auch Dritte realisieren, wie gut sich Greta oder Rezo und wie sie alle heißen, auf dem digitalen Ökobasar professionell vermarkten lassen. Die Konkurrenz zwischen ihnen und unzähligen Newcomern wird härter werden, und wir dürfen uns auf viel mehr Säue freuen, die in absehbarer Zeit durchs Dorf getrieben werden. Es ist zu bezweifeln, dass die Union da mithalten können wird, auch wenn „Mutti“ zurücktritt und AKK folgt. Es muss auch nicht sein. Es wird weiterhin genügend Raum geben für vernünftige, abwägende Diskussionen, auch wissenschaftskritische. Man muss ihn nur aufstoßen – und hineingehen.
Klimaschutz wird Pop. Des Teufels muss das nicht sein. Doch irgendwie hat AKK wohl festgestellt, dass sie im falschen Film saß. Wenn man das merkt, kann man auch einfach rausgehen. Und mit den Leuten vorm Kino darüber reden.

https://www.achgut.com/artikel/klimaschu...nicht_sein

(kann man sich schon mal ausdrucken und einrahmen)

einige Kommentare;

Lars Schweitzer 
Das einstündige Lärm-Video wird ja kaum jemand ganz gesehen haben, YT zählt ein Video bekanntlich bereits nach wenigen Sekunden als gesehen, Views kaufen kann man ohnehin. Die Journalisten haben es höchstwahrscheinlich auch nicht gesehen und trotzdem darüber geschrieben, denn eine tiefere inhaltliche Auseinandersetzung habe ich von der Seite nicht wahrgenommen. Die CDU aber hat es offensichtlich auch nicht gesehen, denn ansonsten hätte doch auch hier eine tiefere inhaltliche Auseinandersetzung stattgefunden. Das ist einfach ein blauhaariger Bengel, der völlig zusammenhangslos und unbedarft vor sich her schimpft und plappert. Es wäre ein Leichtes gewesen, dieses Video inhaltlich komplett zu demontieren, wie z.B. heute bei Hadmut Danisch zu lesen (lesenswert!). Rezo ist nackt! Irgendwer hätte das rufen müssen. Die Journalisten wollten es sich offenbar nicht mit der Werbewirtschaft verscherzen, die zumindest mittelbar dahinter zu stecken scheint, oder hatten keine Zeit für die einstündige Tirade. Aber was ist dann ihr Job? Und die CDU lässt sich von dem lächerlichen Machwerk eines Spätpubertierenden öffentlich an die Wand nageln?! Dann ist mit ihr in Tat nichts mehr zu wollen, aber anders, als im Video ausgeführt. Auf welchem Niveau befindet sich eigentlich die politische Kultur in Deutschland inzwischen?! Ich fasse es nicht!

Richard Kaufmann 
@Kulke: Das Wort “Klimaschutz” ist ein Unwort. Das sollten Sie in Ihrem Alter (wir sind gleich alt) wissen. Man kann die Umwelt schützen, die Tierwelt, die Pflanzenwelt, aber doch nicht das Klima. Solche Konstrukte entstehen allein in den kleinen Politikerhirnen, denen das Denken schon im frühen Kindesalter abhanden gekommen ist. Oder meinen Sie vielleicht, dass es einem deutschen Handwerker gelingen wird, den Golfstrom zu reparieren?!

María José Blumen 
Gesinnungsethik können Kinder eben besser. Die Infantilisierung der Politik durch Frau Merkel hat auch zur Folge dass die CDU nicht mehr als Anker der Seriosität und Verantwortung wahrgenommen wird. Wenn mit gesinnungsethischen Strategien auf Wählerfang gegangen wird, dann ist doch klar dass am Ende die hochkarätigen Gesinnungsethiker (=Grüne & Linke) das Rennen machen werden, nicht die gesinnungsethischen Leichtgewichte von der Merkel-CDU. Irgendwie merken die Leute dass Frau Merkel doch noch auf wirtschaftliche Interessen und innere Sicherheit Rücksicht nehmen MUSS - auch wenn sie bisher zunehmend die coole Tante gegeben hat, die zum Besuch bei den Kindern und Teenies so tut als ob sie Freitags Schule schwänzen toll fände . Echte Verantwortung wird von der CDU nicht mehr verkörpert und auch die Notwendigkeit zu unangenehmen Entscheidungen nicht mehr als Wert vorgelebt. Auf deutsch: alle konservativen Prinzipien wurden über Bord geworfen, weil Frau Merkel scheinbar nicht in der Lage ist verantwortlich im Sinne ihres Volkes zu entscheiden. Um gegen die eloquenten Schwätzer wie Rezo eine Chance zu haben, müsste man ja seine Werte tatsächlich erklären & aktiv verteidigen. Dafür ist aber von der CDU nicht mehr genug übrig.

Antworten
#8
Analyse: Rezo-Video und Streit um AKK im Licht der US-Interessen
https://www.anti-spiegel.ru/2019/analyse...nteressen/

Die EU-Wahl ist vorbei und nun beginnt das Nachspiel. Die Wahl könnte schon das Ende von AKK einläuten, anscheinend beginnt eine großangelegte Kampagne gegen sie. Der Versuch einer Analyse. Die EU-Wahl war nichts weiter, als eine große Meinungsumfrage in der EU, denn das EU-Parlament hat keinerlei Macht oder Entscheidungsbefugnisse, auch wenn die Medien mit viel … weiterlesen

Antworten
#9
LeFloid und die junge Generation zum GroKo-Desaster - Talkrunde bei Illner | ZDF




Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste