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Das Kantholz-Massaker unter echten Ersthelfern
#11
(11.03.2019, 15:12)Adelheid schrieb: Ich sammele hier mal  zu Sascha Hüsges und anderen Erst- oder Nothelfern.
(...)

Die Ali-Geschichte ist interessant wegen seiner Phantasie: 
- Dunkel am Breitscheidplatz
- Sieht zwei Tote
- Wurde an den Füßen gezogen
Hat er es, oder der Journalist, fantasiert?

Wie werden die Mitarbeiter des Sozialverbandes motiviert in solchen Spielen teilzunehmen?

---
EDIT Rantanplan: Zitat gekürzt
Antworten
#12
(11.03.2019, 20:42)Elias Davidsson schrieb: [...]

Wie werden die Mitarbeiter des Sozialverbandes motiviert in solchen Spielen teilzunehmen?

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EDIT Rantanplan: Zitat gekürzt

Es muß einen positiven Rahmen geben, um das Mitwirken zu erreichen. Die Verantwortlichen sind imo davon überzeugt, daß sie das Richtige und Notwendige tun im Sinne des Gemeinwohles (so wie sie es verstehen).

Meine These ist, daß diese Ereignisse als "lebensnahe" Terrorprävention kommuniziert werden (früher Katastrophenschutz). Die gemeinsam getragene Idee dahinter wäre, daß durch solche Inszenierungen wirkliche Terroranschläge verhindert werden. Natürlich ist dieses mutmaßliche Selbstverständnis eine totale Perversion von Gefahrenabwehr und Verachtung aller Rechtsbegriffe. Für den nicht unmittelbar betroffenen Bürger bleibt die Terrorwirkung diesselbe wie bei einem realen Anschlag.
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#13
(11.03.2019, 13:05)BSB schrieb:
(11.03.2019, 12:35)kalter hornung schrieb: Nur zur Sicherheit: Aus den diversen Meldungen entnehme ich, daß der Ersthelfer, der notiert haben will, Sascha Hüsges (?) sei von einem Passanten niedergeschlagen worden, ein Rettungssanitäter war, der zur Wohnung Hüsges gerufen wurde, nachdem sich der Zustand verschlechtert haben soll. Also kein Ersthelfer vom Weihnachtsmarkt, sondern ein Befund vom Hörensagen im Nachgang. Das heißt, das Paar Hüsges müßte diese Information an die Rettungssanitäter gegeben haben, verbreitete aber im Widerspruch dazu die Darstellung vom heruntergefallenen Balken (nunmehr #Kantholz). Einverstanden?

Ob die Geschichte mit dem herabstürzenden Balken von Hüsges kommt, weiß man nicht genau. Ich glaube, er ist in bezug darauf noch nie wörtlich zitiert worden. Es heißt meistens, die Entstehung seiner Verletzung sei mysteriös. Aber der Hinweis ist sehr wichtig. Selbstverständlich haben die Rettungskräfte nur das protokolliert, was der Patient oder sein Angehöriger ihnen erzählt hat. Der Ministerialrat hielt es also für klüger, auf seiner ursprünglichen Aussage nicht zu beharren.

Daß sich die Balken biegen, können wir jedenfalls festhalten.

Die Sache hat übrigens auch einen wirtschaftlichen Aspekt. Hartmut Hüsges möchte nämlich für Sascha eine Opferentschädigung haben und ihn den verstorbenen Opfern, was Entschädigungszahlungen angeht, gleichgestellt sehen. Zu diesem Zweck hat er sich einen Anwalt genommen, der auf Spiegel TV darlegen darf, dass Sascha Opfer eines "geplanten Mordanschlages" war und der herabstürzende Balken nicht nur ein unglücklicher Unfall war. So ab 12:45:


http://www.spiegel.de/video/angehoerige-...51696.html


Offenbar stammt die Geschichte mit dem herabstürzenden Balken nicht von Hartmut Hüsges, er kommt ja auch zu Wort.

Die Focus-Story hat also auch juristische Auswirkungen auf die Entschädigung - denn wenn sie stimmt, kann man den LKW-Fahrer nicht mehr für Saschas Verletzung verantwortlich machen, das war dann eindeutig der kantholzschwingende blaubehandschuhte Passant. Und ob das dann noch viel Entschädigung gibt...
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