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Das Kantholz-Massaker unter echten Ersthelfern
#1
Bekanntlich hatte der Opferbeauftragte Beck schön öffentlich beklagt, Ersthelfer seien zurück gewiesen  und behindert worden.
"Es gab einige grobe Ungeschicklichkeiten", sagte der ehemalige SPD-Chef der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch). "So hat mir ein Betroffener geschildert, dass er einer sterbenden Frau helfen wollte, er aber von einem professionellen Helfer weggezerrt wurde." Entsprechende Fälle müssten aufgearbeitet werden. "Es gilt, aus dem Anschlag in Berlin zu lernen, damit wir vorbereitet sind, auch wenn es hoffentlich nie wieder zu so einer Tat kommen wird."
https://www.aerztezeitung.de/politik_ges...chlag.html

Der Fall Sascha Hüskens wird durch den Focus-Artikel nun  breiter bekannt.
Dort hatten, nachdem er benommen  von seinem Mann Hartmut nach Hause gebracht wurde, die ihn dann  dort abholenden Sanis protokolliert, er sei von "Passanten" mit einem Kantholz geschlagen worden.
Meines Wissens kam er dann in das Bundeswehrkrankenhaus.

Ist der Fall Saschas in Deckung zu bringen mit diesem hier berichteten?:

"Ein Mann half unmittelbar nach dem Attentat den Verletzten, so gut er es konnte. Er hat keine medizinische Ausbildung. Aber beim Helfen hat ihn ein Balken im Genick getroffen. Er kam in das Virchow Klinikum der Charité. "
https://www.tagesspiegel.de/politik/nach...71792.html

Eine weitere Klinik-Erwähnung ist mir noch im Gedächtnis:
"Sascha Hüsges liegt auf der Intensivstation, Diagnose: starke Hirnblutung. Die Ärzte in der Schlosspark-Klinik in Charlottenburg haben ihn in ein künstliches Koma versetzt"
https://www.tagesspiegel.de/politik/nach...71792.html

Schloßpark ist nicht Virchow ist nicht Bundeswehr ist nicht Charité.



Und nun das posting von Adelheid mit der Frau in Min 1.49:
"In dem Moment bin ich niedergeschlagen worden - durch eine zusammenfallende Bude..."
https://geomatiko.eu/forum/showthread.ph...4#pid38034

Adelheid fand das schon bemerkenswert, und ich ergänze: niemand würde je sagen, er sei von einer Bude niedergeschlagen worden. Von einer Sache, einem Gegenstand wird man allenfalls "getroffen", man stößt dagegen o.ä. Aber nieder schlagen, das ist ein Ausdruck, der auf Menschen zutrifft. Also folgere ich: die Dame wurde geknüppelt, sah natürlich den Angreifer so wenig wie die anderen, aber gab sich dann im Nachhinein mit der ihr angebotenen Erklärung "von einer Bude" mangels anderer Erklärung zufrieden. Auf mich wirkt der zusammenhängende Satz wie Versatzstücke aus zwei Erzählungen.

Es gibt noch einen weiteren Kantholz-Unfall: da berichtet Schwartz, er sei  mit dem Rücken bei einem fall auf so ein Teil gefallen. Das aber zähle ich nicht dazu, es wird hier m.E. ge-Andreas-Schwartzt".
Ich bewerte das so, dass diese m.E. Ersterwähnung eines Kantholzes bei A.S. seiner bisherigen Strategie  entspricht,  sich bei den Opfern durch Erwähnung "aktueller" Begriffe einzureihen.
Antworten
#2
(10.03.2019, 18:26)A.Hauß schrieb: Es gibt noch einen weiteren Kantholz-Unfall: da berichtet Schwartz, er sei  mit dem Rücken bei einem fall auf so ein Teil gefallen. Das aber zähle ich nicht dazu, es wird hier m.E. ge-Andreas-Schwartzt".
Ich bewerte das so, dass diese m.E. Ersterwähnung eines Kantholzes bei A.S. seiner bisherigen Strategie  entspricht,  sich bei den Opfern durch Erwähnung "aktueller" Begriffe einzureihen.

Ja, vorher sprach man von Balken, seit einigen Wochen heißt es 'Kantholz'. Mit dem unbekannten Helfer wäre man  dann bei 4 x Balken/Kantholz.

Andreas Schwartz fiel drauf
Ali D. fiel es in den Rücken
Sascha H. wurde damit am Kopf getroffen
Einem Helfer fiel der (damals noch) Balken ins Genick
Antworten
#3
(10.03.2019, 18:26)A.Hauß schrieb: Bekanntlich hatte der Opferbeauftragte Beck schön öffentlich beklagt, Ersthelfer seien zurück gewiesen  und behindert worden.
"Es gab einige grobe Ungeschicklichkeiten", sagte der ehemalige SPD-Chef der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch). "So hat mir ein Betroffener geschildert, dass er einer sterbenden Frau helfen wollte, er aber von einem professionellen Helfer weggezerrt wurde." Entsprechende Fälle müssten aufgearbeitet werden. "Es gilt, aus dem Anschlag in Berlin zu lernen, damit wir vorbereitet sind, auch wenn es hoffentlich nie wieder zu so einer Tat kommen wird."
https://www.aerztezeitung.de/politik_ges...chlag.html

Der Fall Sascha Hüskens wird durch den Focus-Artikel nun  breiter bekannt.
Dort hatten, nachdem er benommen  von seinem Mann Hartmut nach Hause gebracht wurde, die ihn dann  dort abholenden Sanis protokolliert, er sei von "Passanten" mit einem Kantholz geschlagen worden.
Meines Wissens kam er dann in das Bundeswehrkrankenhaus.

Ist der Fall Saschas in Deckung zu bringen mit diesem hier berichteten?:

"Ein Mann half unmittelbar nach dem Attentat den Verletzten, so gut er es konnte. Er hat keine medizinische Ausbildung. Aber beim Helfen hat ihn ein Balken im Genick getroffen. Er kam in das Virchow Klinikum der Charité. "
https://www.tagesspiegel.de/politik/nach...71792.html

Eine weitere Klinik-Erwähnung ist mir noch im Gedächtnis:
"Sascha Hüsges liegt auf der Intensivstation, Diagnose: starke Hirnblutung. Die Ärzte in der Schlosspark-Klinik in Charlottenburg haben ihn in ein künstliches Koma versetzt"
https://www.tagesspiegel.de/politik/nach...71792.html

Schloßpark ist nicht Virchow ist nicht Bundeswehr ist nicht Charité.



Und nun das posting von Adelheid mit der Frau in Min 1.49:
"In dem Moment bin ich niedergeschlagen worden - durch eine zusammenfallende Bude..."
https://geomatiko.eu/forum/showthread.ph...4#pid38034

Adelheid fand das schon bemerkenswert, und ich ergänze: niemand würde je sagen, er sei von einer Bude niedergeschlagen worden. Von einer Sache, einem Gegenstand wird man allenfalls "getroffen", man stößt dagegen o.ä. Aber nieder schlagen, das ist ein Ausdruck, der auf Menschen zutrifft. Also folgere ich: die Dame wurde geknüppelt, sah natürlich den Angreifer so wenig wie die anderen, aber gab sich dann im Nachhinein mit der ihr angebotenen Erklärung "von einer Bude" mangels anderer Erklärung zufrieden. Auf mich wirkt der zusammenhängende Satz wie Versatzstücke aus zwei Erzählungen.

Es gibt noch einen weiteren Kantholz-Unfall: da berichtet Schwartz, er sei  mit dem Rücken bei einem fall auf so ein Teil gefallen. Das aber zähle ich nicht dazu, es wird hier m.E. ge-Andreas-Schwartzt".
Ich bewerte das so, dass diese m.E. Ersterwähnung eines Kantholzes bei A.S. seiner bisherigen Strategie  entspricht,  sich bei den Opfern durch Erwähnung "aktueller" Begriffe einzureihen.

Sehr interessant. Gab es Schläger am Ort? So klingt es in meinen Ohren...
Antworten
#4
Ist zwar schon längst erwähnt worden von fhh...
aber wiederholen kann bei  Aktualität nicht schaden.


Es ist für uns und müsste doch auch für die deutschen Ermittlungsbehörden von Interesse sein,

wer die "3 verhafteten DEUTSCHEN STAATSBÜRGER mit Ursprung im Nahen Osten" sind,
die im März 2017 in Istanbul und Izmir festgenommen wurden.

http://www.hurriyetdailynews.com/three-s...ort-111023
[Bild: 59c9b79a45d2a027e83e0759.jpg]

...Police caught Lebanese-origin German citizen suspects, identified as Mohammad Ali Khan, Bilal Yosef Mahmoud and Youssef Darwiche, at Istanbul’s main airport upon intelligence that they would try to go to Europe, the ministry stated.

A truck plowed into a crowded Christmas market in the German capital on Dec. 19, 2016, killing 12 people and wounding 49 others.

The jihadist group had claimed responsibility for the truck rampage one day later.

The suspects’ apprehension comes one week after police in the western province of İzmir caught an ISIL militant who allegedly ordered the attack.

The Jordanian-origin German man, identified only by the initials W.D., had arrived in Turkey via illegal means to cross into Greece after the attack. He was suspected of giving the order of the attack to Tunisian-origin ISIL militant Anis Amir, who was killed in Milano and subsequently arrested.

According to examinations of Amir’s phone, some suspected names were in Turkey.

On March 11, a Syrian-origin ISIL suspect, identified only by the initials M.A.K., was also believed to be in İzmir and was caught in a raid on the hotel where he was staying.

M.A.K. said he arrived in İzmir to cross into Greece and was reportedly planning to stage attacks in Europe.

He was also arrested pending trial by a Turkish court on March 20.

Previously, two other suspects had been apprehended in Istanbul after police established their connections with Amir and they were later arrested.
----------------

In anderen, ausnahmslos türkischen Meldungen finden wir es leicht abgeändert, jedoch nicht weniger interessant wieder.
Ich belasse es vorläufig mal beim Google Kauderwelsch...jeder kann das selber noch vertiefen. Wenn man Satz für Satz übersetzen lässt, kommt oft Sinnvolleres heraus.

http://www.sacitaslan.com/berlin-eylemin...eri-286832


"Bilal Yosef Mahmoud und Youssef Darwiche wurden in Istanbul festgenommen und Mohammed Ali Khan in Izmir.

Die Inhaftierung der zwei Verdächtigen, die am 7. März auf ihrem Weg aus dem Atatürk-Flughafen in Istanbul festgenommen wurden, wurde 12 Tage lang geheimgehalten.

Die Operation wurde durch die Koordinierung der Geheimdienstabteilung der türkischen Nationalpolizei und der Sicherheitsdirektion von Istanbul durchgeführt.

Bilal Yosef Mahmoud, 19, ist ein Verdächtiger. Bei einer privaten Sicherheitsfirma namens "Gladio" in Berlin verdient er mit einem Monatsgehalt von 450 Euro an zwei Tagen in der Woche Geld als Wachmann. Libanesische Abstammung Seine Mutter ist Hausfrau, sein Vater ist Automechaniker. Vier Brüder von den gleichen Eltern.

Abiturient. Sein Name ist der deutschen Polizei bekannt.. Weil vor einiger Zeit die örtliche Polizei, sein Bruder Ahmad Mahmoud, die eine Durchsuchung in seiner Wohnung in Zusammenhang mit Verteilung von ins Deutsche übersetzten Koran durchgeführt hat.

Nemer El Nemer, 21, ein enger Freund der Familie, ist bekannt, vor 6 Monaten ISIS beigetreten zu sein.

Mahmoud, der das Internet nutzt, konnte sich keine der mehreren E-Mail-Adressen in der Abfrage merken!

Mahmouds Vater, der sagte, er habe seinen Facebook-Account seit zwei Jahren nicht als "Bilal Abu Schake" verwendet, reichte am 17. Januar einen Antrag auf Schadensersatz ein, da sein Sohn zu ISIS gegangen war.

Er kennt den Angreifer, der gemeinsam in Berlin angegriffen hat. 

Youssef Darwiche, der zweite Verdächtige, ist 22 Jahre alt. Er war libanesischer Herkunft wie Mahmoud. Er arbeitet bei einer privaten Sicherheitsfirma namens KST in Berlin mit einem Monatsgehalt von 480 Euro. Abiturient. Seine Mutter, die Hausfrau, arbeitet in einer Firma, die vatersicheres Material produziert.

7 Geschwister derselben Mutter und ihres Vaters. Eine der deutschen Polizei bekannte Familie.

Vater ist seit einem Jahr in einem Berliner Gefängnis inhaftiert.

Zwei Onkel wegen Drogenhandels verurteilt.

Obwohl Darwiche das Internet nutzte, konnte er sich nicht an seine eigenen E-Mail-Adressen wie Mahmoud erinnern, die Kontonamen, die er in den sozialen Medien verwendete, und die Telefonnummern, die er verwendet hatte, bis er in der Polizeistation festgehalten wurde!

Dies ist das Profil der beiden Verdächtigen, die auf dem Weg nach Ägypten festgenommen wurden, weil sie Verbindungen zu dem von Daesh in Auftrag gegebenen ISIS hatten.

Mahmoud, Darwiche und Darwiches Cousin Mohammed Ali Khan, der am 17. Januar nach Istanbul kam, wollte nach Adana. Zwei Verdächtige, die Türkei zu ‚touristisch‘ Zweck wurde gesagt , sie kamen. Sie blieben 3-4 Tage in einem Hotel in Sultanahmet. Wir reisten durch das Sultanahmet-Gebiet und den Galata-Turm. Sie mochten die Stadt jedoch nicht und beschlossen, Ankara zu betreten. Darwiche, nach Ankara gegangen, sagte Mahmoud in seinem Zeugnis, nach Ankara zu gehen.

Eines Abends plante der Tripel in Ankara, diesmal erneut über das Internet nach Bursa zu reisen. Bursa wurde mit dem Bus übergeben. Sie blieben zehn Tage in einem Hotel in Osmangazi. Dann verbrachte ein anderes Hotel in der gleichen Region für weitere 20 Tage dreifach in Uludag. Die Verdächtigen, die das Hotel verlassen wollten, mieteten mit Hilfe eines syrischen Bürgers TOKI eine Wohnung über einen Immobilienmakler. Mahmoud, Darwiche und Khan blieben vier bis fünf Tage in diesem Haus und zogen etwa einen Monat von Bursa nach Bursa.

In Bursa diskutierten Mahmoud und Darwiche mit Khan. In seinen beiden Behauptungen behauptete er, Khan sei in Bursa und zwei Leute seien nach Izmir gegangen. Nach dem Erwerb des Filmmaterials am 1. März am Busbahnhof Bursa änderte Darwiche jedoch seine Aussage und akzeptierte die Wahrheit, als drei Personen nach Izmir kamen.

Triple ging nach Izmir und verbrachte 4 Tage in einem Hotel in Konak. Später, nachdem die Diskussion begonnen hatte, kehrten Mahmoud und Darwiche mit dem Bus nach Istanbul zurück. Sie wurden von der Polizei festgenommen, als sie am Flughafen ankamen, um nach Ägypten einzureisen.

Wie man sehen kann, wanderten die drei im Zusammenhang mit ISIS aus Deutschland ausgetretenen Verdächtigen für fast 50 Tage über die Strecke Istanbul-Ankara-Bursa-Izmir-Istanbul, ohne trotz ihrer sehr geringen Einkommen in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu geraten."


Fragen über Fragen
Warum haben unsere Medien darüber nicht berichtet...die Festnahmen der Journalisten etc waren ja auch ständig Thema.

Wo sind diese 3 Personen heute...hat es eine Verhandlung in der Türkei gegeben oder wurden sie nach Deutschland abgeschoben?

Wenn diese Personen bei Sicherheitsfirmen in Berlin angestellt waren, waren sie möglicherweise auf dem Breitscheidplatz?

Wie wir erfahren, hat Bilel Josef Mahmoud  mit Familie"Abu Shake" zu tun oder gehört sogar dazu. Wie kann das sein, daß so etwas hier nicht einmal erwähnt wurde in den Medien?

Welche Sicherheitskräfte waren eigentlich an diesem Abend auf/rund um dem Weihnachtsmarkt anwesend? Davon muss es ja Namenslisten geben.

Warum spricht die junge Frau in dem Video ( Waleed Adnan) davon, daß sie Sicherheitskräften nicht mehr trauen kann?
Da der Ton des Videos beschädigt ist, können wir da nur noch auf die Untertitel zurückgreifen...aber es steht so da.

Wenn auf dem Breitscheidplatz Menschen durch Kanthölzer und andere Schläge verletzt wurden, dann muss auch dies unzweifelhaft ermittelt werden.

... Fortsetzung folgt
Antworten
#5
"Zu diesen Ersthelfern gehörte auch die Ärztin Pelsin Bars. Auch für die überlebenden „First Responder“ war ihr spontaner Rettungseinsatz nicht ungefährlich, so wurde Sascha Hüsges von einem Holzbalken einer einstürzenden Weihnachtsbude getroffen. Seitdem ist er durch eine schwere Gehirnblutung vom Hals ab gelähmt und kann nicht einmal mehr sprechen, sondern nur noch mit den Augen blinzeln. Seine medizinischen Behandlungskosten im Krankenhaus in Tegel beliefen sich allein im Jahr 2017 auf rund 750.000 Euro"
https://www.milfors.de/Breitscheidplatz.htm

In Tegel. Krankenhäuser in Tegel?
https://www.google.de/search?ei=riyGXMN7...Cf6VZkb5t4



"Patient war auf dem Weihnachtsmarkt und hat einen starken Schlag von Passanten abbekommen." - so wurden die Ersthelfer bei RT zitiert.
https://deutsch.rt.com/inland/85226-brei...ben-ammar/

Hinweis: Der Platz war relativ leer ausweislich des Kontraste-Videos, verständlich angesichts eines Montagabends eine Stunde vor Schließung.
Zum Bikinihaus und zur Straße hin war der Platz durch die Buden, den verkehr und den Zaun sichtgeschützt, zum Tauentzien/Kudamm durch Kirche, Buden, Zaun, so auch zur Kant. Sicht von außen auf den Platz einzig durch die offiziellen Öffnungen.
Wenn diese aber durch "zufällig" anwesende Polizei- und andere Einsatzkräfte versperrt werden, kann es nur wenigen Spontanhelfern gelingen, die vermeintliche Lage zu erkennen und zu den Gummipuppen und Simulanten hin zu stürzen.
Und diese wurden dann von den Holzbuden verprügelt. So meine Interpretation.

Übrigens tut eine Verlegung Saschas von einem Krankenhaus ins andere oder das Hinzuzählen des Virchow zur Charité so recht nichts zur Sache. Das ist alles insgesamt sehr unklar.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Name Waleed Adnan nicht der Name der Budenverprügelten ist im Video, sondern dass er weiter unbekannt ist - so ein schriftlicher Untertitel kann auch zeitversetzt sein. Der Name Adnan hat in Charlottenburg ausweislich der Promi-Presse einen zweifelhaften Ruf.
Antworten
#6
Nur zur Sicherheit: Aus den diversen Meldungen entnehme ich, daß der Ersthelfer, der notiert haben will, Sascha Hüsges (?) sei von einem Passanten niedergeschlagen worden, ein Rettungssanitäter war, der zur Wohnung Hüsges gerufen wurde, nachdem sich der Zustand verschlechtert haben soll. Also kein Ersthelfer vom Weihnachtsmarkt, sondern ein Befund vom Hörensagen im Nachgang. Das heißt, das Paar Hüsges müßte diese Information an die Rettungssanitäter gegeben haben, verbreitete aber im Widerspruch dazu die Darstellung vom heruntergefallenen Balken (nunmehr #Kantholz). Einverstanden?
Antworten
#7
(11.03.2019, 11:47)A.Hauß schrieb: Ich könnte mir vorstellen, dass der Name Waleed Adnan nicht der Name der Budenverprügelten ist im Video, sondern dass er weiter unbekannt ist - so ein schriftlicher Untertitel kann auch zeitversetzt sein. Der Name Adnan hat in Charlottenburg ausweislich der Promi-Presse einen zweifelhaften Ruf.

Waeel Adnan ist ein Syrer aus Aleppo, 28 Jahre, zum damaligen Zeitpunkt seit 3 Monaten in Berlin. Er ist in einigen Videos zu sehen, berichtet, er habe die Szene aus einer gewissen Entfernung beobachtet. Ich denke  auch, er dürfte mit der Kantholzgeschichte nichts zu tun haben.

https://www.vg.no/nyheter/utenriks/i/MQb...ekelsesbil


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#8
(11.03.2019, 12:35)kalter hornung schrieb: Nur zur Sicherheit: Aus den diversen Meldungen entnehme ich, daß der Ersthelfer, der notiert haben will, Sascha Hüsges (?) sei von einem Passanten niedergeschlagen worden, ein Rettungssanitäter war, der zur Wohnung Hüsges gerufen wurde, nachdem sich der Zustand verschlechtert haben soll. Also kein Ersthelfer vom Weihnachtsmarkt, sondern ein Befund vom Hörensagen im Nachgang. Das heißt, das Paar Hüsges müßte diese Information an die Rettungssanitäter gegeben haben, verbreitete aber im Widerspruch dazu die Darstellung vom heruntergefallenen Balken (nunmehr #Kantholz). Einverstanden?

Ob die Geschichte mit dem herabstürzenden Balken von Hüsges kommt, weiß man nicht genau. Ich glaube, er ist in bezug darauf noch nie wörtlich zitiert worden. Es heißt meistens, die Entstehung seiner Verletzung sei mysteriös. Aber der Hinweis ist sehr wichtig. Selbstverständlich haben die Rettungskräfte nur das protokolliert, was der Patient oder sein Angehöriger ihnen erzählt hat. Der Ministerialrat hielt es also für klüger, auf seiner ursprünglichen Aussage nicht zu beharren.

Daß sich die Balken biegen, können wir jedenfalls festhalten.

Noch eine andere Frage, vielleicht gibt es hier ja ein paar Gewalttätige: Seit wann sind eigentlich Kanthölzer das Mittel der Wahl, um jemand niederzuschlagen? Es handelt sich ja meistens um leichteres Holz und gut in der Hand liegen sie auch nicht. Ich denke an den Fall Magnitz, wo die Tatwaffe ja vorher ausgewählt worden sein mußte. (Und dann weiter von Magnitz zu Magnizkij, wenn die Assoziation noch nicht zu weit hergeholt erscheint.)
Antworten
#9
Die AfD war mit einem nicht existenten Kantholz erfolgreich. Vll. ist es das Archaische, Rustikale des Holzstückes, das die Phantasie der Journaille anregt. Normalerweise assoziieren wir mit Moslems die Verwendung von Stichwaffen, aber da wäre der medizinische Befund weniger frei interpretierbar. Wink
Antworten
#10
Ich sammele hier mal  zu Sascha Hüsges und anderen Erst- oder Nothelfern.

Besonders Ali D. ist von Interesse....
der schon seit 1997 hier lebende Libanese hat zum einen Familie in Berlin ( Bruder, Neffe, Cousine...), er hat reichlich Probleme mit sich und seiner Existenz und die Lähmung kann sich keiner erklären.
Die Geschichte mit der Gasflasche in der Hütte muss auch nochmal richtig betrachtet werden.
Der große Polizist, der ihn an den Füßen zieht und so über den Boden schleift.....
nimmt man jemand nicht eher bei den Schultern? Das ist wieder so ein Brachial-Bild, was dazu in unseren Köpfen entsteht.
Möglicherweise war Ali D. schon kriegsgeschädigt aus dem Libanon gekommen? Ich habe damals mehrere junge Männer kennengelernt, die nur noch ein Bein hatten, oder das Augenlicht durch Bomben verloren hatten usw.



http://www.spiegel.de/spiegel/ueberleben...81353.html

Sorge
Der 19. Dezember 2016 hat Hartmut Hüsges ein Rätsel hinterlassen. Hüsges und sein Mann Sascha waren unverletzt, als der Sattelschlepper zum Halten kam. Hüsges' Mann sagte: "Pass du auf den Hund auf, ich schau mal, ob ich irgendwie helfen kann." Wenig später kehrte er kreidebleich zurück. Irgendetwas, vielleicht ein Teil einer Weihnachtsmarktbude, muss ihm auf den Kopf gefallen sein. Die Ärzte in der Schlosspark-Klinik diagnostizierten eine schwere Hirnblutung, Sascha wurde ins künstliche Koma versetzt und operiert.
Bis heute konnte er nicht nach Hause zurückkehren, das Jahr hat er in Krankenhäusern und Rehakliniken verbracht. Er hat seit diesem Tag kein Wort gesprochen, sich nicht aus eigenen Stücken bewegt. Was in ihm vorgeht, weiß Hüsges nicht, Sascha kann mit den Augen blinzeln und ein bisschen die linke Hand bewegen. Der Rest des Körpers ist gelähmt.
"Sein Leben ist versaut", sagt Hüsges.
Hüsges ist 61 Jahre alt und leitender Beamter im Finanzministerium, er ist verantwortlich für die jährliche Steuerschätzung. Er ist kein Wutbürger, niemand, der sich aufregen möchte, um sich besser zu fühlen. Einmal ging er zu einem Treffen mit anderen Opfern, danach nie wieder, weil ihm dieser Abend zu emotional war. Er weint nicht gern.
Hüsges sagt, er habe schnell verstanden, dass sein Mann nicht mehr der Alte sein wird und dass er wahrscheinlich für immer gepflegt werden muss. Hüsges begann sich darauf vorzubereiten.
Er kaufte ein Haus, in das er mit seinem Mann irgendwann einziehen kann. Es ist ein Bungalow, das ist wichtig, denn Sascha wird keine Treppen mehr steigen können. Das Haus wird nun behindertengerecht umgebaut. Hüsges kaufte ein neues Auto, in das man einen Rollstuhl einladen kann. Er wird Pflegekräfte einstellen, die sich um seinen Mann kümmern werden.

Die Kosten würden sich auf eine dreiviertel Million Euro belaufen, sagt Hartmut Hüsges, das meiste davon werde er wohl nicht ersetzt bekommen.
Viele der Angehörigen erzählen Geschichten, die von Geld handeln. Es gibt in Deutschland verschiedene Töpfe, aus denen Opfer Hilfe erhalten können.
---------------------

Hier kommt Hüsges nicht blutend, sondern kreidebleich zurück. Es wird nicht von einem Schlag, sondern von etwas Herabfallendem gesprochen.  Es ist die Schlosspark-Klinik, die eine schwere Hirnblutung diagnostiziert.
https://www.schlosspark-klinik.de/

Höre ich bei dem Satz "Viele der Angehörigen erzählen Geschichten, die von Geld handeln" eine ganz versteckte Kritik heraus?
------------------------
https://www.tagesspiegel.de/politik/ansc...17140.html

Die Bundesanwaltschaft ging Anfang 2017 noch einem weiteren Verdacht nach, er hängt mit dem tragischen Fall des Sascha Hüsges zusammen. Dieser war zur Tatzeit am Breitscheidplatz. Hüsges blieb zwar vom Lkw verschont, rannte aber zum Tatort, um zu helfen. Wenige Minuten später kam er benommen zurück, etwas hatte ihn am Kopf getroffen. Kurz darauf brach er zusammen. Hüsges ist heute gelähmt, kann nicht sprechen, nur mit den Augen blinzeln. Der Verdacht der Bundesanwaltschaft: Amri selbst oder jemand, der ihm half, habe Hüsges mit einem stumpfen Gegenstand verletzt, um Amri die Flucht zu ermöglichen. Die Bundesanwaltschaft beantragte einen DNA-Vergleich zwischen Hüsges und den Spuren an Amris Waffe, der aber nichts ergab.
---------

Bastian Sorge vom SWR hat über FB extra einen Text an Sascha Hüsges gerichtet, der das aber gar nicht lesen kann.....also eher für uns im Off.
https://www.facebook.com/SWR3/posts/das-...934147330/

SWR3
24. Dezember 2016 ·
Das Posting der Woche an Sascha Hüsges, einen der Helfer des Anschlags in Berlin, der sich bei seinem Einsatz schwer verletzt hat:
Lieber Sascha Hüsges,
anstatt Weihnachten zu Hause in Berlin mit ihrem Mann und ihrem Hund feiern zu können, müssen Sie im Krankenhaus um ihr Leben kämpfen. Sie tragen unendlich viel Leid davon - weil Sie anderen im Moment höchster Not zur Seite gestanden haben, und dadurch selbst zum Opfer geworden sind.
Herr Hüsges, ich bewundere Ihren Mut. Sie haben, nur Momente nachdem der Dutzende Tonnen schwere Sattelzug durch den Weihnachtsmarkt gefahren ist, den natürlichen Fluchtinstinkt überwunden. Es muss sie Kraft gekostet haben, nicht weg – sondern im Gegenteil sogar mitten in das ausbrechende Chaos zu laufen. Sie konnten in dem Moment nicht wissen, ob von dem LKW oder dem Terroristen noch Gefahr ausgeht. Sie haben einfach gehandelt – in vollendeter Selbstlosigkeit.
Und als Sie wiederkamen, waren Sie von irgendetwas – bisher weiß noch keiner, wovon –am Kopf getroffen worden. So hat es ihr Mann Hartmut dem Berliner Tagesspiegel erzählt. Zuhause sind Sie zusammengebrochen, kamen mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus . Die Ärzte mussten Sie ins künstliche Koma versetzen.
Seit Jahren setzen Sie sich für andere ein, berichtet ihr Mann. Sie haben sich um Flüchtlinge gekümmert, mit ihnen Deutsch gelernt, sie bei Behördengängen begleitet. Und das, obwohl Sie selbst schwer herzkrank sind – deswegen können Sie auch nicht mehr als Restaurantfachmann arbeiten, jetzt schon, mit 44 Jahren.
Ich frage mich: Wenn ich an Ihrer Stelle gewesen wäre, was hätte ich getan?
Um ehrlich zu sein – ich glaube, ich hätte meinen Mann und meinen Hund genommen und hätte gesagt: Komm, wir müssen hier ganz schnell weg.
Aber Sie nicht Sascha Hüsges! Sie waren für so viele Menschen ein selbstloser Helfer im Moment größter Not.
Dass Sie deswegen so leiden müssen, dass ihre Lieben und Angehörigen so bangen müssen, dass macht mich betroffen – und wütend.
Werden sie schnell und vollständig wieder gesund, das wünsche ich Ihnen. Und dass Sie beim nächsten Mal, wenn Hilfe gebraucht wird, wieder so selbstlos ganz vorn mit dabei sind.
Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest.
Ihr
Bastian Sorge

Kommentar:
Johannes Bleiel : "einen der Helfer des Anschlags" ist vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt.

Auch hier wird keine blutende Verletzung erwähnt....getroffen worden und dann zuhause zusammengebrochen.
Eine Hirnblutung ist ja eine innere Blutung, die nicht sichtbar ist.

Warum muß der Bastian Sorge extra erwähnen, daß der Ehemann Hartmut diese Geschichte dem Berliner Tagesspiegel erzählte? Aus Werbegründen oder um sich abzusichern wegen falscher Behauptungen?
-----------

 https://www.morgenpost.de/berlin/article...oerer.html

„Er hat gute Augen. Ich habe ihm sofort geglaubt, als er mit mir sprach“, sagt Ali D.* „Er hat nichts versprochen, er hat gesagt, was möglich ist.“ Dass Kurt Beck 18 Jahre Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und zwei Jahre Vorsitzender der SPD war, habe er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gewusst. Der 41-jährige Ali D. ist eines der Opfer des Terroranschlages auf dem Breitscheidplatz. Kurt Beck besuchte ihn im Krankenhaus.

Beck weilte gerade in seiner Funktion als Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kenia. Er hat einen Schlaganfall hinter sich, hätte sich eigentlich mit weiteren Aufgaben zurückhalten müssen.

Er habe sich ein Konzept erarbeitet, sei damit zu den Verantwortlichen gezogen: Bundesinnenminister Thomas de Maizière, die damalige Arbeitsministerin Andrea Nahles und Heiko Maas; involviert war auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller. Becks Bedingung war, „unabhängig zu sein, nicht weisungsgebunden, damit ich kritische Dinge nicht abstimmen muss, sondern sie aus meiner Verantwortung zusammen mit meinen Mitarbeitern bearbeiten kann“. Diese Forderungen wurden sofort akzeptiert.

Und dann ging es auch gleich los. „Wir haben noch am selben Tag im Justizministerium eine Geschäftsstelle aufgebaut und am nächsten Tag die Anschreiben fertig gemacht, um alle Betroffenen zu erreichen“, sagt er. „Das ist in aller Eile aus dem Boden gestampft worden. So etwas hat es vergleichbar in der Bundespolitik noch nicht gegeben.

Das alles führte anfangs zu Irritationen – zumindest in Berlin. Denn hier gab es mit dem Rechtsanwalt Roland Weber schon seit Oktober 2012 einen Opferbeauftragten des Senats. Der 51-Jährige war nach dem Attentat und dem anfänglichen Chaos von sich aus auf Verletzte und Angehörige zugegangen. Und er hatte sehr früh darauf hingewiesen, dass es Probleme bei den Entschädigungszahlungen geben würde, weil der Anschlag mit einem Lkw durchgeführt wurde. Und das Opferentschädigungsgesetz nach Angriffen mit einem Fahrzeug nicht angewendet werden kann. Drei Monate später kam Kurt Beck.

Die Erstarbeit habe meist RA Weber geleistet, so Beck. Als Beispiel nennt er die Vermittlung von Traumata-Behandlungen an die Charité oder an andere Fachkliniken. „Solche Dinge hat Weber eingefädelt, und mein Team und ich haben dann die Entschädigungsfragen geregelt“, sagt Beck.

„Einige können bis heute nicht in ein Auto, einen Bus oder eine Bahn steigen, weil sie sofort Attacken kriegen“, sagt Beck. Er schätzt die Zahl seiner Gespräche auf 80, „vielleicht auch mehr“.

Friederike Herrlich hat beobachtet, „wie schwer es Herrn Beck manchmal gefallen ist und wie tief bewegt er war“. Die 67-Jährige hat bei dem Terroranschlag ihren Sohn verloren. Christoph Herrlich war 40 Jahre alt, promovierter Jurist, erfolgreich im Beruf. Am 19. Dezember traf er sich mit einer Kollegin auf dem Weihnachtsmarkt. Er hatte die junge Frau noch hastig wegschieben und ihr so das Leben retten können, als der Lkw herandonnerte. Für ihn selbst blieb keine Zeit mehr. Seine Mutter und sein Bruder gehörten zu den Initiatoren des offenen, sehr kritischen Briefes an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

So war es sein dringender Wunsch, Schwerstverletzte wie Sascha Hüsges zu besuchen. Der 44-Jährige hatte am 19. Dezember auf dem Breitscheidplatz nur helfen wollen. Er wurde dabei am Kopf verletzt, brach wenig später zusammen. Diagnose: schwere Hirnblutung. Seitdem ist er vollständig gelähmt, kann nur noch die Augenlider bewegen. Beck stand im Krankenhaus tief bewegt an Hüsges Krankenbett. Neben ihm der Mann des Opfers, Hartmut Hüsges. Der sagt, dass er mit Beck „gute Gespräche“ geführt habe. Finanziell jedoch müsse noch vieles geklärt werden.Als Beck von Sascha Hüsges erzählt, wird seine Stimme ganz leise. Das Gegenteil ist der Fall, als das Thema auf die Polizeipannen im Umgang mit dem Terroristen Anis Amri kommt.

„Wir haben noch viele laufende Fälle und schwierige Detailfragen“, sagt er. Und es melden sich noch weitere Opfer. Vor wenigen Tagen habe ihn ein Arzt aus München angerufen, der eine schwer traumatisierte Frau behandelt. „Sie war bisher auf keiner Liste. Wir vermuten, dass sie damals geschockt in den Zug gestiegen und nach München gefahren ist.“ Bis in den November hinein war sie stationär in Behandlung. Jetzt ist sie ein Fall für Beck.


(*Name auf Wunsch des Betroffenen geändert)

Zuerst einmal auffällig.....nur Ali D.´s Name wurde geändert, "auf seinen Wunsch".
Kurt Beck hatte gerade erst einen Schlaganfall hinter sich, also eigentlich nicht wirklich belastbar.
Das Konzept stellt vor allem sicher, daß Gelder usw ausgezahlt werden können, "ohne kritische Dinge abstimmen zu müssen".
RA Weber vermittelt die Traumatherapien usw, Beck zahlt.
Neu für mich : Friederike Herrlich und ihr anderer ungenannter Sohn sind die Initiatoren des Offenen Briefes, der dann aber doch anonym blieb.
Und auch hier:
Sascha Hüsges wurde "am Kopf" verletzt....die Verletzung wird aber nicht beschrieben...und bricht wenig später zusammen.
Ein Hammer ist ja die sich 1 Jahr später meldende "Traumatisierte" aus München, die noch mit dem Zug heimfuhr und dann ohne Meldung fast 1 jahr stationär behandelt wird. Und der Arzt ruft zu diesem Zweck Herrn Beck an.....kein Schriftverkehr, keine vorherige Meldung?
Au weia....


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https://www.morgenpost.de/berlin/article...ueckt.html

Ali D.* kann die Geschichte immer noch nicht richtig erzählen. Er fängt an zu zittern, wenn er versucht, sich zu erinnern. Sein rechtes Knie wippt, und er versucht, es mit beiden Händen festzuhalten. Der Rollstuhl vibriert. Aber er will jetzt loswerden, was er erlebte, und sich auch nicht abhalten lassen von seinem Zuhörer, der ihm erschrocken gegenübersitzt und ihn zu beruhigen versucht.

Es sind Erinnerungsfetzen: wie er am 19. Dezember vergangenen Jahres am Kurfürstendamm die U-Bahn verlässt und bei Karstadt ein Weihnachtsgeschenk für seinen zwölfjährigen Sohn kauft. Der Weg führt ihn anschließend in Richtung Breitscheidplatz. Er hört plötzlich ein lautes Rumsen, sieht noch, wie der Lkw zum Stehen kommt. Der Strom ist unterbrochen. Es ist dunkel. Er schaltet an seinem Handy die Lampe ein. Geht hin zum, wie er denkt, Unfallort. Will helfen. Betritt eine Weihnachtsbude, die schief steht, weil sie von dem Lkw getroffen wurde. Sieht in dem Licht seiner Handy-Lampe Menschenkörper liegen. Bei zweien erfasst er sofort, dass sie tot sind. Eine dritte Person – er weiß nicht mehr, ob Mann oder Frau – schleppt er nach draußen.

Auf dem Tisch ist ein Zettel, auf dem Ali D. skizieren wollte, von wo er kam und wo sich alles abspielte. Es wird keine Skizze. Sein Hand rast auf und ab, es sieht am Ende aus wie die Ausdruck eines Seismografen. Er spricht von diesem Feuer, das er plötzlich entdeckt. Eigentlich nur eine zuckende Flamme. Direkt an einer Gasflasche. „Ich habe nur noch gedacht, ich muss hin und die Flasche zudrehen“, sagt er und atmet heftig, als stünde da immer noch und neben ihm die brennende Propangasflasche. „Ich dachte, ich muss das jetzt tun, sonst geht das Ding hoch wie eine Bombe.“ Er schafft es auch noch, das Ventil zuzudrehen, verbrennt sich dabei an den Händen, will die Bude verlassen, kommt bis zur Tür – dann bricht das Häuschen über ihm zusammen. Er weiß noch, dass er an den Füßen in ein Zelt geschleift wurde, glaubt, sich an „einen riesengroßen Polizisten, der mich an den Füßen zog“ zu erinnern. Dann ist alles dunkel. Tage später erwacht er im Krankenhaus aus dem Koma. Seitdem ist Ali D. gelähmt, kann sich nur im Rollstuhl bewegen, hadert mit dem Schicksal. Er ist 41 Jahre alt, ein schlanker, sportlicher Mann.

Der Opferbeauftragte Kurt Beck spricht bei Ali D. von einem „schwierigen Fall“. Es sei nicht klar, warum er sich nicht mehr bewegen kann. Ärzte sprechen in solchen Fällen von einer „traumabedingten Lähmung“.

Bei Ali D. , der immer wieder depressive Schübe hat und antriebslos ist, ging in den letzten Monaten vieles schief. Er kam 1997 mit 20 Jahren als Kriegsflüchtling aus dem Libanon nach Berlin, hat in einem Büro eines Steuerberaters gearbeitet, später bei einem Verwandten auf dessen Autoplatz ausgeholfen. Zuletzt führte Ali D. ein eigenes, kleines Geschäft, mit dem er mehr schlecht als recht über die Runden kam.

Die meiste Hilfe bekommt Ali D. von einer Cousine

2001 hatte er eine Berlinerin geheiratet. Sie haben sich schon seit Jahren auseinandergelebt, seit 2009 hat er in Friedrichshain eine eigene Wohnung. Auch die Scheidung lief schon vor Dezember 2016. Aber es hat ihn dann doch hart getroffen, als vor drei Wochen der Brief vom Familiengericht im Krankenhaus ankam, mit der Information, dass sie jetzt offiziell geschieden seien.

Bei einem Bruder wohnte Ali D. im Sommer einige Wochen, bevor er wieder ins Krankenhaus kam. Es war ein Test, wie es klappen kann ohne die Schutzhülle Krankenhaus. Der Test ging daneben.

Ali D. hätte einen geschulten Einzelhelfer gebraucht, der alles koordiniert, die amtlichen Briefe an Ali D. liest, beantwortet und fristgerecht auf Forderungen eingeht. So hätte verhindert werden können, dass Mietschulden entstehen und Ali D. die Wohnung gekündigt wird. Das macht ihm schwer zu schaffen. Auf seinem Konto flossen Spendengelder ein. Es gab keinen Grund für Schulden. Er selbst nahm das aber gar nicht wahr.

Seit einigen Wochen kümmern sich Mitarbeiterinnen des Sozialverbandes VDK Berlin-Brandenburg um ihn. Sie helfen Ali D. bei verschiedensten Antragsverfahren. Das reicht von der Anerkennung als Schwerbehinderter über die Weiterführung des Opferentschädigungsverfahrens, die Festlegung des Pflegegrades, Zahlungen der Unfallkasse, die ihm als Nothelfer zustehen, bis hin zur Beratung über eine Rente für Erwerbsunfähigkeit und dem Antrag auf Ausstellung eines Wohnberechtigungsscheines .

Und es gibt noch ein Verfahren, das Ali D. sehr am Herzen liegt: Er möchte die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Bislang hat er nur den Status einer Duldung

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