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Framing-Manual der ARD
#11
Dieses Manual sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Noch eine Blüte:

Zitat:Der Begriff „Beitragseinnahmen“ suggeriert, die ARD habe Einnahmen im Sinne
eines Unternehmens. Tatsächlich aber „nimmt“ die ARD kein Geld „ein“, son-
dern verwaltet schlichtweg das Rundfunkkapital der Bürger, die sich in
Deutschland seit jeher auf diese Weise ihren gemeinsamen, freien Rundfunk
ARD ermöglichen.
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#12
18. Februar 2019 um 09:12
Aus dem ARD-Manual: „Nur durch die ständige Wiederholung neuer sprachlicher Muster über längere Zeit hinweg ist es möglich, den neuen Frames kognitiv Geltung zu verschaffen und sie damit zu einer realistischen Wahrnehmungsalternative werden zu lassen.“ Eine sehr elegante Formulierung für „Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, damit sie zur Wahrheit wird.“

18. Februar 2019 um 09:19

Warum heißt das Ding eigentlich nicht: „ARD – Mein Kampf“?
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#13
Hier finden Sie Links, Downloadmöglichkeiten und weitere Ressourcen rund um das Framingmanual der ARD.

Originaltext Beiträge > https://www.severint.net/2019/02/18/link...ng-manual/
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#14
Twitter > #framingmanual

> https://twitter.com/hashtag/framingmanua...4595036161
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#15
ARD und das »Framing Manual« – hilflos, fehlerhaft und doch erschreckend
Man weiß nicht, was am »Framing Manual« für die ARD schockierender ist: Dass so offen Propaganda-Ideen diskutiert werden, dass es so plump ist – oder die gravierenden Denkfehler darin!
Als ich noch Kunden beriet und Seminare zur politischen Sprache gab, kam es vor, dass Politik-Mitarbeiter verschiedener Parteien sich meine Schulungsaufsätze besorgt hatten, sie lasen und anwendeten, und nachdem Talking Points erschienen war (beim Frankfurter Westend Verlag, inzwischen im Selbstverlag), passierte es, dass Politikprofis, die ich zufälligerweise traf, das Buch nicht nur durchgearbeitet hatten, sondern auch ganze Passagen daraus sinngemäß zitieren konnten. – Ich erlebe heute etwas Ähnliches, etwas Schräges, auch wenn ich wahrlich nicht sicher bin, dass und ob die Akteure es gelesen haben (geschweige denn verstanden).
Alles im Rahmen
Das Lager der »Guten« präsentiert nun schon seit Jahren eine Sprachexpertin namens Dr. Elisabeth Wehling. Sie tritt im TV und auf Konferenzen auf, und ihr großes Schlagwort ist »Framing«.
Eine Zeit lang galt »Framing« als etwas, das vor allem die »Bösen« tun (siehe etwa »Wer vom Framing redet, will nur den Fakten ausweichen«). 2017 dachten sich aber wohl die Chef-Guten, »wenn du sie nicht besiegen kannst, schließ dich ihnen an«, und beauftragten bei eben jener Expertin eine Ausarbeitung zum Framing, und – Grundgütiger! – das entstandene Machwerk ist bemerkenswert.
In Deutschland wird aktuell Wehlings laut ARD 2017 entstandene »Framing Manual – Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD« diskutiert (siehe zum Beispiel tichyseinblick.de, 15.2.2019). Ich hatte die Gelegenheit, hineinzublicken.
Als ich das Lachen, das Staunen und das Fremdschämen einigermaßen bewältigt hatte, war mein erster Gedanke: Das wirkt, als ob jemand meine Talking Points und Orwells 1984 nebeneinandergelegt hätte, dann beides gründlich missverstand, und schließlich aufschrieb, wie er sich so vorstellt, dass Propaganda aussieht.
Als jemand, der sich ein wenig mit politischer Sprache, rhetorisch eingesetzter Ethik und wirksamen Formulierungen auskennt, erlaube ich mir, Ihnen einige Notizen aus meiner Perspektive vorzulegen.
Moral, alles Moral
Ein zentraler Ratschlag des  Framing Manuals ist, dass die ARD ihre »Kommunikation immer in Form von moralischen Argumenten stattfinden« lässt (S. 3).
Gut, auf den ersten Blick klingt es auch danach, was ich in Talking Points und Relevante Strukturen behandle. Das erste Problem: Welche Theorie von »Gut und Böse« hat Wehling?
Auf fast 90 Seiten werden Behauptungen aufgestellt und Vorschläge gemacht, es wird »moralische Dringlichkeit« (S. 3) und »moralische Perspektive« (S. 3) empfohlen, ohne allerdings offenzulegen, was theoretische Grundlage der Moral sein soll.

weiter > https://dushanwegner.com/framing-manual-ard/
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#16
Publikumskonferenz‏ @St_Publikon 12. Feb.
Wofür braucht die #ARD denn ein #FramingManual? Sie können doch schon framen wie die Weltmeister. https://meedia.de/2019/02/12/wofuer-braucht-die-ard-denn-ein-framing-manual-generalsekretaerin-susanne-pfab-ueber-den-viel-diskutierten-sprach-leitfaden/ … via @meedia

Publikumskonferenz‏ @St_Publikon 20 Std.Vor 20 Stunden
Offensive würde ich es nicht nennen, wenn nur die Sorge darüber grassiert, dass "Rechte" das Pamphlet instrumentalisieren könnten. Mittlerweile regt sich Jeder darüber auf, der noch nicht mitbekommen hat, dass die ARD diese Methoden bereits seit Jahren anwendet. #FramingManual
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#17
Öffentlichkeit
Wir veröffentlichen das Framing-Gutachten der ARD
Die ARD hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die eigene Kommunikation zu verbessern. Das Gutachten wurde bisher nicht veröffentlicht, ist aber bereits Teil einer öffentlichen Debatte. Wir veröffentlichen das Gutachten, damit sich alle Beitragszahlende aus der Originalquelle informieren können und an der Debatte informierter teilhaben können.....
> https://netzpolitik.org/2019/wir-veroeff...n-der-ard/

Stefan Slaby‏ @publizistikon 19 Std.Vor 19 Stunden
Wir veröffentlichen das #FramingManual der #ARD wohl unter der Auflage, das Papier mit einem Angriff auf Kritiker des ÖRR zu verbinden und es mit ziemlich absurden Argumenten zu rechtfertigen. #Kommunikation

Antwort an @publizistikon
Wenn ich schon lese, daß die Nichtveröffentlichung seitens der ARD den rechten Narrativen in die Hände spielt - mehr muß ich über die Haltung der Autoren nicht wissen.

Antwort an @publizistikon
Stimme Ihnen zu. Die publizistische Halbbildung bei http://netzpolitik.org  zeigt sich auch darin, dass Paul #Watzlawick mit dem #Framing-Handbuch in einen absurden Zusammenhang gebracht wird. Ein plumper Versuch, die ARD-Verantwortlichen reinzuwaschen.

Antwort an @publizistikon
Die bösen bösen Rechten kritisieren die #Gemeinwohlmedien. Netzpolitik macht sich mit deren Intention & Ansichten also gemein. Gut zu wissen.

Lob Hobo‏ @LobHobo 8 Min.Vor 8 Minuten
Okay, jetzt mal ehrlich: Das ist doch ein ganz schlechter Fake von irgendwelchen AfD-Nasen. #FramingManual

[Bild: DzsiH9oX0AAY2jA.png]
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#18
Beobachtung:
Hatte die Frau Wehling vor längerer Zeit mal in einer Diskussionsrunde gesehen. Aus meiner Sicht fiel es schwer, der Frau Wehling zuzuhören. Zu abgehoben oder umständlich der Ausdruck. Die betont wissenschaftlichenn Formulierungen verwirrten auch die anderen Teilnehmer der Diskussion, oft musste der Moderator nachfragen, was mit einem Satz gemeint war. Diese Rolle schien ihr jedoch zu gefallen. Eindruck: starker Drang zur Selbstdarstellung, der hier auf fruchtbaren Boden fiel. Sorry.
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#19
noch so eine Blume:

18. Februar 2019 um 14:06
Ich finde das so unglaublich frech und verlogen, was diese Wille so von sich gibt.
https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresd...e-100.html
Im Gespräch mit MDR KULTUR erklärt sie, warum gerade dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk hierbei eine besondere Rolle zukommt. Für sie braucht eine gute Demokratie aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger – und genau darin sieht sie den Kern der Arbeit des MDR. Es sei dessen Aufgabe, das zu ermöglichen und es gehe darum, dass der MDR als Medienhaus „Journalismus so gestalte, dass die Menschen ihre eigene Meinung bilden können.“ Dies könne darüber geschehen, dass die Medien über die vielfältigen, gesellschaftlichen Themen berichten und die Lebenswirklichkeit der Menschen differenziert darstellen. Hier sieht Wille auch eine große Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Medienvertreter müssten sehr viel nachdenken, was sie für den Zusammenhalt der Gesellschaft tun könnten – gerade öffentlich rechtliche Medien.
https://www.mdr.de/kultur/karola-wille-d...e-100.html
Damit war die Rednerin in der digitalisierten Medienwelt zwischen Fakten und Fake-News-Debatten angelangt und bilanzierte: „Wir erleben derzeit, dass der Geltungsanspruch der Wahrheit durch belegbare Tatsachen in Frage gestellt wird. Wir geraten damit ein Stück weit hinter die Aufklärung zurück.“ Wille verwies mehrfach auf Fake-News-Debatten in den USA. Zudem zitierte sie die politische Theoretikerin Hannah Arendt, für die „der ideale Untertan totalitärer Herrschaft“ Menschen sind, „für die der Unterschied zwischen Fakten und Fiktion, wahr und falsch, nicht länger existiert“. Der demokratische Diskurs müsse vielmehr auf Tatsachen und nachvollziehbaren Argumenten beruhen. Alle relevanten Entwicklungen, Fragen und Probleme einer Gesellschaft müssten in den Medien abgebildet werden, damit sich die Bürger informieren könnten.
https://www.publicomag.com/2019/02/sie-w...ihrer-ard/
Sie werden geframt: von Ihrer ARD. Mit einem geheim gehaltenen Sprachreglungs-Katalog will die Senderfamilie die öffentliche Stimmung beeinflussen. Interessant ist, unter welcher Intendantin das „Framing Manual“ entstand

18. Februar 2019 um 14:23
So klingt das halt, wenn ein Knallfrosch der ARD in postfaktischen Zeiten hochgeht.

18. Februar 2019 um 14:37
Man sollte die Ohren noch mal ein wenig mehr spitzen, denn es wird lustig in der nächsten Zeit, zu sehen und zu hören, wie die ARD und ihre angeschlossenen Scheißhäuser krampfhaft versuchen werden, ihr Neugelerntes umzusetzen.

18. Februar 2019 um 14:50
Am geilsten sind ja die Beispiele für Parolen am Ende des Gutachtens. damit werden sie dann die Funkhäuser behängen.
Am freien Rundfunk zerplatzt jeden Tag um 20 Uhr die Filterbubble.
Menschlich. Exzellent. Deins.
Am liebsten selbst denken. Dank kritischen Nachfragern.
Kontrollierte Demokratie statt jeder wie er will. (Das ist ziemlich ehrlich, oder?)
https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/20...en_ard.pdf

18. Februar 2019 um 14:50
…veröffentlichte sie zusammen mit einem Geheimdienstoffizier im besonderen Dienst die Zusammenfassung zur Internationalen Konferenz zu aktuellen Fragen des Revanchismus in der BRD, in welcher u. a. zu lesen ist: „Im politischen und ideologischen Arsenal der aggressivsten und reaktionärsten Kräfte des Monopolkapitals nimmt der Revanchismus einen gewichtigen Platz ein …

[Bild: qf4rk8t8.jpg]

> https://de.wikipedia.org/wiki/Karola_Wille
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#20
GreegyToo‏ @HeyHoHeyyy 11 Min.Vor 11 Minuten
Die dümmsten unter den Schafen haben bereits begonnen, #FramingManual zu relativieren statt begreifen zu wollen, dass sie es schon lange mit Meistern von Desinformation, Zersetzung und Propaganda zu tun haben.
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