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Vertrauen in Medien am Tiefpunkt
#1
Hier:Frankreich

Frankreich: Vertrauen in Medien am Tiefpunkt

Dabei ist das Interesse an Nachrichten gestiegen. Journalisten werden als abhängig wahrgenommen
Medien müssen sich auch in Frankreich auf schwierige Zeiten gefasst machen, wie im aktuellen Medienbarometer von Kantar bemerkbar wird. Das Barometer soll das Vertrauen in Medien messen und damit schaut es auch in Frankreich nicht besonders gut aus, obwohl das Interesse an Nachrichten wieder angewachsen ist.
Aber das ist vielleicht gar nicht das am meisten beunruhigende Anzeichen. Beunruhigender zumindest für die traditionellen Medien ist, dass sich die jüngere Generation, die 18-bis 24-Jährigen von ihnen deutlich abwenden.
Es ist das mittlerweile 32. "Barometer des Vertrauens, das Franzosen in Medien setzen", berichtet die Zeitung La Croix, in deren Auftrag die Studie erstellt wird. Die Studie hat in Frankreich eine gewisse Tradition und dadurch auch einen Stellenwert. Das ausführliche Ergebnis wird erst hinter einer Zahlschranke präsentiert. Das Abo kostet im ersten Monat 1 Euro und später 11 Euro 90. Wer wird sich das später leisten? Jede der größeren Zeitung verfolgt mittlerweile dieses Modell. Wer ist noch dazu bereit, auf eine Zeitung allein zu setzen?

weiter > https://www.heise.de/tp/features/Frankre...87289.html



Kommentare:

Staatsabhängigkeit hat in FR noch eine ganz andere Dimension als in DE
Anders alhttps://www.bundestag.de/blob/412162/ead...f-data.pdfs in Deutschland werden die privaten(!) Printmedien in Frankreich direkt staatlich subventioniert:
https://www.welt.de/kultur/medien/articl...aates.html
Neben indirekten Maßnahmen wie einer besonders niedrigen MwSt. für Presseerzeugnisse (2,1%), erhalten z.B. die beiden größten Tageszeitungen (Le Monde und Figaro) pro Jahr je 18 Mio. € direkten staatlichen Zuschuss. Bei der Regionalzeitung „Ouest France“ waren es 2012 rund 12 Mio. €, was einem Zuschuss von 46 Cent pro verkauftem Exemplar bedeutet - einem Drittel des damaligen Verkaufspreises.
Hier noch ein (leider etwas veralteter) Abriss über nationale Presseförderungen in Europa:
https://www.bundestag.de/blob/412162/ead...f-data.pdf

Hier ein Artikel, der das aufschlüsselt
habe hier gestern einen guten Artikel zu dem Thema gefunden:
https://www.fischundfleisch.com/benni/jo...smus-53513
Was da steht ist nachvollziehbar und hat als Ergebnis, dass echter Journalismus nur kundenfinanziert auf freiwilliger Basis funktionieren kann.

In D führt die Presse selber so eine Umfrage durch. Ergebnis komischerweise
gaaaaaaaaanz anders...
Ich denke, das kann man nahezu 1:1 auf Deutschland übertragen.

Deutschland hatte diesen Medien-Tiefpunkt so 2014-2015 ...
... da ging das so ungefähr los. Ukrainekrise, Russlandsanktionen, Hetze gegen Russland.
Da haben sich viele schon gefragt, wo bin ich denn hier?
Interessanterweise gingen die neoliberalen Reformen davor aber einfach so durch: Hartz IV, Leih- und Zeitarbeit, Niedriglöhne.
Das lief ja auch unter breiter Unterstützung der Presse.
Die Hetze in den Medien gegen Hartz-IV-Empfänger und sozial Schwache dauert bis heute an!
Das haben die Deutschen einfach so mit sich machen lassen, ohne zu murren.
Ein Fehler.
Da sind die Franzosen schon schlauer und leisten rechtzeitig Widerstand.

Lösung ist einfach: 1 - Leser beschimpfen..
2 - die Nachrichten hinter Bezahlschranken verstecken
3 - Recherche, Innhalte, Streben nach Wahrheit, Glaubwürdigkeit zunehmend durch PR ersetzen
4 - und immer dran denken, Schuld ist das Internet, das uns in direkteren Kontakt zu unseren Lesern gebracht hat!!

Die Rolle der MSM ist doch lange geklärt.
Besitzstandswahrung, Machterhalt, eben das berühmte "weiter so".
Man hat sich nicht erst gestern in den Kopf gesetzt, die Verhältnisse zwischen arm und reich, zwischen Profiteuren und Verlierern in unserer Gesellschaft zu zementieren.
Natürlich ist Frankreich da genauso aufgestellt wie Deutschland.
Die Medien haben dabei nur die Funktion der Erziehung und Stimmungsmache. Diese Funktion versagt allerdings zunehmend, da dieses Mittel im härter werdenden Verteilungskampf stumpfer wird.

Deutschland: Vertrauen in Medien am Tiefpunkt
Die einzige Sendung im Fernsehen die ich noch schauen kann ist Russia Today
wobei die auch anfangen zu nerven..
Der deutsche Dreck ist bei mir inzwischen so verhaßt, das Einstellen der Zwangsgebührabgabe rückt eigentlich immer näher. (Erhöhung der Gebühren wird ihr Genickbruch)
Luxuspensionen für Deep State Speichellecker und Volksverdummer.
Deren Sendungen sind inzwischen so grottig geworden, das ich nach nach 10 sek anfange laut rumzubrüllen.. es ist einfach nur noch purer HaSS

Lüge
Eigentlich interessiert mich wenig, wie viele Menschen noch Vertrauen in das eine oder andere Medium haben. Wichtig wäre festzustellen, ob diese wahrheitsgemäss berichten - oder eben nicht. Jedes Medium hat sozusagen ein Anrecht auf eine politische Ausrichtung. Wobei bei den heutigen Besitzverhältnissen - in Frankreich z. B. gehören praktisch alle wichtigen Privatmedien den Reichsten im Land, die dazu in vielen Fällen aus anderen Branchen stammen - es kein Wunder ist, dass die Mehrheit neoliberal ausgerichtet ist. Aber das ist noch nicht einmal das Problem. Das kann man als Rezipient ja wissen und berücksichtigen. Das Problem ist die nackte Lüge. Also wenn objektive Tatsachen - ja doch, die gibt es und die kann man auch von Meinungen unterscheiden, wenn es auch nicht in jedem Fall einfach ist - falsch dargestellt werden.
Die Zürcher nzz gilt als äusserst seriöses Medium. Diesen Ruf verdient sie aber nicht, denn schon nur die Lektüre weniger Artikel täglich erweist - sie lügt, täglich. Heute z. B. wird im Lead zu einem Artikel über Venezuela gesagt, "Der eine [Guaido] ist international anerkannt, aber ohne echte Macht." Das ist so formuliert faktenwidrig. Egal wie man zur Maduro-Regierung steht. Mindestens zwei Sicherheitsratmitglieder - China und Russland - anerkennen Guaido nicht an. Von der Mehrheit der ca. 200 Staaten der Welt ganz zu schweigen.
Ich könnte eine umfängliche Liste an analogen Beispielen aufstellen, allein aus diesem noch jungem Jahr. Man kann unterschiedlicher Meinung sein, aber man muss sich an Fakten halten. Das tut die Relotius-Presse nachweislich nur nach Bedarf. Und das fällt offenbar immer mehr Menschen auch auf. Die deshalb, völlig zurecht, misstrauisch sind.

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