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Abteilung Lug und Trug
#31
Affäre Claas Relotius

Tröpfchen auf dem heißen Berg

Eine viel zu späte und engsichtige „Einsicht“

Was soll das heißen, „Tröpfchen“? Nimmt der Autor dieser das jüngste Schauspiel um einen von zahllosen Betrugsfällen am Leser ehrlich gesagt nur noch gelangweilt zur Kenntnis nehmenden Zeilen etwa einen Journalisten in Schutz, der Geschichten und Akteure für seine Reportagen frei erfunden haben soll? Ist das denn kein Skandal?
 
Doch, sicher. Ja, es ist nicht okay, wenn ein Journalist sich so verhält. Und jetzt?
 
Entschuldigung, aber ich ziehe hiermit – ja, jetzt schon – in Zweifel, dass dieser Vorfall tatsächlich ein größeres Umdenken, einen „Richtungswechsel“, eine „Selbstein‑“ oder gar „Rückkehr“ zu ernster genommenen journalistischen Tugenden bewirken wird. In Einzelfällen sicher, das sei nicht in Abrede gestellt. Es wird Schreiber und Funker geben, die sich diesbezüglich ihre Gedanken machen und vielleicht wirklich etwas besser darauf achten werden, ob sie auch in Zukunft stur und gebetsmühlenartig so manches schon vor Jahren widerlegte Narrativ nachbeten sollen.
 
Egal ob es dabei um das Kindermärchen geht, es gehe bei „Auslandseinsätzen“ (gleich Kriegen) um „Demokratie, Frieden und internationale Stabilität“, um die „Verteidigung unserer Werte“ oder „humanitäre Hilfe“. Eine fromme Lüge, die ungeachtet ihrer Lächerlichkeit Lesern und Zuschauern nach wie vor in die Köpfe gepaukt wird. Egal ob man die Bevölkerung mehr oder weniger dazu aufruft, sofort die Luftschutzbunker aufzusuchen, wenn Putin nach einer etwas zu herb gewürzten Mahlzeit unter Flatulenzen leidet. Egal ob die von unlängst nicht etwa von dilettantischen Dummschwätzern, sondern mehreren Lungenfachärzten zu Recht in Zweifel gezogenen, übertriebenen „Grenzwerte“ für Stadtluftbelastung lustigerweise als „Klimaschutz“ verkauft werden sollen, obwohl es um eine vorsätzliche Einschränkung der Mobilität der Bürgen unter ökologischen Vorwänden geht.
 
Egal ob man Wissenschaftler, die nicht etwa anhand intuitiver Eingebungen, drogengeschwängerter Tagträume und kruder Spekulation, sondern auf Basis belastbarer Daten und vernünftiger, nachvollziehbarer Argumente die Propaganda vom CO2 als „menschengemachter“ Ursache des Klimawandels (den es in der Tat gibt, nur wandelte sich das Klima durch die Weltgeschichte schon immer) anzweifeln, in gewissen (irre‑) führenden Fischröckchen erst gar nicht zu Wort kommen lässt, weil es schließlich eine Agenda zur Deindustrialisierung und ökonomischen Prekarisierung ins „öffentliche Bewusstsein“ zu peitschen gilt, die der damalige Präsident des Internationalen Währungsbetrugsfonds (IWF) namens Jacques de Larosière am 30. September 1979 in Belgrad in die ziemlich eindeutigen Worte fasste, es gehe um: „die Neuordnung der Welt auf Kosten einer Schrumpfung des Arbeitsniveaus und des Lebens in den industrialisierten Ländern“ (zitiert nach E.R. Carmin, „Das schwarze Reich“, Seite 382).
 
Egal ob die „freie Presse“ ihren Kunden dabei geschmeidig verschweigt, dass die Leitlinien dieses Politricks im trojanischen Kohlenstoffbauch schon vor Jahrzehnten ausgearbeitet wurden, was ich keineswegs frei erfinde, sondern in den Arbeitspapieren zum Beispiel der Trilateralen Kommission schwarz auf weiß nachzulesen ist, bitte schön: Es „ist angemessen, wenn die trilateralen Länder verschiedene Mechanismen zur Erhöhung der Preise in Betracht ziehen würden. Wir empfehlen dringendst jeder trilateralen Regierung, ihre Steuerstrukturen zu überprüfen und spezifische Energiesteuern einzuführen.“
 
Deutschland ist übrigens ein solches „trilaterales Land“ mit einer, naja, überwiegend „trilateralen Regierung“. Das glauben Sie nicht? Dann recherchieren Sie doch mal zur sogenannten „German Group“ dieser Kommission und staunen sie, wie viele (irre‑) führende Politrickser – und zwar über alle Parteien verteilt – durch die letzten Jahrzehnte in eben dieser Kommission saßen und heute sitzen. Sie werden ihren Augen nicht trauen. Doch das wäre nicht nur einen eigenen Artikel, sondern eigentlich schon wieder ein ganzes Buch wert.
 
Aber die gibt es ja schon! Also, Bücher zu diesen „Netzwerken der Macht“. Tja. Und jetzt werfen Sie mal einen Blick auf die alljährlichen „Lektüreempfehlungs“- und „Bestseller“-Listen der Qualitätspresse. Sie werden kein einziges dieser Werke darauf finden. Muh, Relotius.
 
Egal ob man dabei verschweigt, worum es bei diesen „Mechanismen“ zur (derzeit rein zufällig an vielen Fronten zu beobachtenden) „Erhöhung der Preise“ (!) wirklich geht. Und noch ein wunderhübsches Zitat: Es „steht außer Zweifel, dass für die internationalen Ziele in den künftigen Jahren immer mehr Geld benötigt werden wird“ (die obigen beiden Zitate entstammen dem trilateralen Papier „Energy: Managing the transition“, erschienen 1978, zitiert nach Carmin, „Das schwarze Reich“).
 
Und genau diese Dukaten sollen den Bürgen nun für die globalistischen Ziele mittels eben zitierter PR-Stunts aus der Nase gezogen werden.
 
Egal ob man schon vor knapp 28 Jahren in einem schrecklich kruden Buch, das ganz selbstverständlich zu „unseriös“ war, es auf „unsere“ Leselisten zu schaffen, über den weiteren Fahrplan dieser Prekarisierungs‑, Enteignungs‑, Nötigungs- und Freiheitsberaubungspolitik lesen konnte, es gehe um die Zerstörung des Immobilienmarktes, der – aufgemerkt bitte – Auto‑, Stahl- und Schwergüterindustrie.
 
Ich finde es übrigens sehr erfreulich, dass eine zunehmende Zahl von Kommentatoren sich darob den Hinterkopf kratzt: Woher plötzlich diese massiven Angriffe auf die Autoindustrie? Was soll das? Das kann doch kein Zufall sein!? Es wirkt doch irgendwie „merkwürdig“ orchestriert? Ja, ist es. Immerhin wurde erst kürzlich sogar auf einem „Mainstream-Kanal“, nämlich den „Tagesthemen“, vor einem „Kahlschlag“ gewarnt.  

Aber muh, Relotius. 

Egal ob ein vielbeachtensrenommerkenswertes Blatt dieses Landes sich in einem Artikel zur Situation in der Ukraine auf einen bekanntermaßen etwas psychotischen, notorischen Kriegshetzer bezieht, der in seinem eigenen Artikel im „Focus“ ganz unverhohlen zu einem zweiten Russlandfeldzug blies (denn Putin verstehe nur eine Sprache...) und diesen Wahnsinnigen, diesen Irren dabei tatsächlich, kein Witz, als „Russland-Experten“ vorstellte (was in gewisser Hinsicht ja gar nicht falsch ist, nämlich gewiss aus Nato-Sicht).
 
Egal ob nicht nur vor Abschluss, sondern sogar Aufnahme von Ermittlungen im Falle eines angeblichen Giftgasanschlags in England eine Medienfront geschlossen aufmarschiert und den Schuldigen bereits klar benennen kann – ja, das alles ist nicht nur aus kriminalistischer, sondern auch psychologischer Sicht schon sehr verblüffend.
 
Ich meine die Art, in der seit vielen Jahren journalistische Standards und Tugenden komplett außer Kraft gesetzt, umgangen, kastriert, gevierteilt, geteert und gefedert werden. Was aber nie zu einem Aufschrei führte oder gar zu eigentlich bitter nötigen Entschuldigungen gegenüber den mit solchem – Verzeihung, wenn ich in der Vorweihnachtszeit schimpfe – Propagandadreck dauerbeworfenen Lesern und Zuschauern (denen im Falle der Veröffentlicht-Unredlichen die Finanzmittel für diese Prawdasysteme auch noch unter Androhung der Piratengewalt des Staates gestohlen werden).
 
Egal ob gegen politisch unerwünschte Figuren flugs Schmier- und Hetzkampagnen, sprich Menschenjagden veranstaltet werden.
 
Nun gut. Sie merken es sicher schon: Da hat sich jemand warmgeschrieben. Weshalb ich es aus Rücksicht auf die Ruhe und Besinnlichkeit des bevorstehenden Festtagsgenusses auch vermeide, erst so richtig in Wallung zu kommen und heißzulaufen, denn an brennenden Weihnachtsbäumen hat ja niemand Freude.
 
Jetzt entschuldigt man sich.
 
Frohes Fest, ihr Lichtgestalten.

ef-magazin.de/2018/12/21/14197-affaere-claas-relotius-troepfchen-auf-dem-heissen-berg
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#32
22. Dezember 2018 um 09:51
Und auf Zeit.de beginnt schon die große Reinwaschung des „ansonsten ja guten Journalismus“:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges...ettansicht
Ein Fälscher unter vielen Tausend sauber arbeitenden Journalistinnen und Journalisten ist hinreichend, um ein ganzes Gewerbe unter Generalverdacht zu stellen. In jeder Branche passieren Fehler. Aber der Journalismus ist keine Branche wie jede andere. Ihm kommt eine Wächterfunktion zu und damit eine besondere Verantwortung.“

Tageslügel auch dabei: „Trump muss weg!“
https://www.tagesspiegel.de/politik/der-...92882.html
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#33
Relotiert“ - neues Verb in der deutschen Sprache. Definition: „Erweitertes Storytelling anhand des Einfügens von dramatisierenden Attributen und/oder Charaktereigenschaften in Medieninhalten.“ Beispiel: „Willst Du den Text relotieren oder soll ich?“
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#34
22. Dezember 2018 um 17:57
 
https://www.heise.de/tp/features/Wenn-da...itrag.atom
Wenn das Narrativ stimmt, sind Fakten zweitrangig
22. Dezember 2018 Mathias Bröckers
Schon vor 16 Jahren gab es im „Spiegel“ große Fake-Reportagen über das „Was 9//11 wirklich geschah“
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#35
Fall Claas Relotius Wir ziehen unsere Lehren
Claas Relotius hat die Leser und die Macher des SPIEGEL getäuscht. Doch wir als Haus haben auch in einem erheblichen Ausmaß versagt. Das wird Konsequenzen haben...
> http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaf...45228.html

und wie die Lehren ziehen:

Ausschreitungen in Chemnitz
Wie Politik und Polizei versagten 
Nach dem Tod eines Deutschkubaners erobern im Sommer die Rechten die Straßen von Chemnitz. Obwohl die Polizei vorgewarnt ist, unterschätzt sie die Lage massiv. Eine Rekonstruktion....
> http://www.spiegel.de/plus/ausschreitung...0161498502

Natürlich wieder mal die Polizei, die Medien selbst nie und nimmer.
Die Polizei in Chemnitz hat sich besonnen verhalten, die Medien von Hetzjagden fabuliert, ein quasi Fake-Video verbreitet, eine ganze Stadt und Region für einige rechte Spinner in Sippenhaft genommen, die Kanzlerin und ihre Lüge gestützt und vieles mehr.
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#36
FAZ.NET‏Verifizierter Account @faznet 30 Min.Vor 30 Minuten
Der ehemalige #Spiegel-Redakteur Claas #Relotius hat nicht nur seine Berichte gefälscht, er täuschte in Zuge dessen offenbar auch Leser mit einem Spendenaufruf. Das Geld landete auf seinem Privatkonto.

(dafür, dass man jetzt damit von seinen Geschichten ablenkt, hätte man jetzt doch gerne Beweise. Immerhin haben die Redaktionen in den Medien, für die Relotius schrieb, seine Story abgekauft und gesendet und ihn für seine Haltung mit Preisen ausgezeichnet.
Jetzt will man aus ihm einen Kriminellen machen in der Hoffnung, dass das eigene Versagen unter den Tisch fällt und man den Fall deckeln kann)

dennoch:

Antwort an @faznet
Genau so Typen machen heutzutage Karriere in den Medien und in der Politik und bezeichnen harmlose und besorgte Bürger als Nazis.

Antwort an @faznet
Herrlich. Es ist nur die Spitze des Eisberges, die ganzen "selbsternannten" Haltungsjournalisten sollten mal überprüft werden.

[Bild: DvDCotwWoAAfHsp.jpg]
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#37
Journalistische Standards: Der sogenannte Fall Relotius
Die Enthüllung über gefälschte Artikel wirft die Frage auf: Wie funktioniert Kontrolle im Journalismus? Es gibt Methoden, Betrug einzudämmen. Man muss sie nur anwenden.
Ein Kommentar von Karsten Polke-Majewski
> https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-12...2#comments

merkwürdige Überschrift bei ZON, aber gute Kommentare dabei
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#38
Ein Riss in der Matrix

Der aktuelle Fall Relotius dürfte im deutschsprachigen Raum einer der größten Journalismus-Skandale der letzten Jahrzehnte sein. Doch den wahren Grund für den langjährigen Erfolg des Protagonisten wird man in den Medien nicht erfahren: Relotius lieferte besten Matrixjournalismus.
Zu seinen bekanntesten Texten zählen (angebliche) Reportagen über den Graffitibuben, der den Syrienkrieg ausgelöst haben soll; die vor Assad geflohenen Geschwister, die von Angela Merkel, der »Königin Europas«, träumen; einen Kinderterroristen des IS; den Guantanamo-Häftling, der das Foltergefängnis der Freiheit vorziehe; die letzte Überlebende der Weißen Rose, die Chemnitz kritisiert; Trumps hinter­wäld­lerische Wähler; Trumps Migrantenjäger; und diverse Hollywoodstars.
Das ist keineswegs »Linksjournalismus«, wie einige konservative Kommentatoren glauben; das ist klassischer Matrixjournalismus, der sich gerne mal eines rührenden Narrativs bedient. Dies gilt insbesondere auch für das geostrategisch relevante Migrationsthema.
Seine vielen Auszeichnungen – vom Europäischen Pressepreis bis zum CNN Journalist of the Year – offenbaren dabei einmal mehr, wie es um das abendländische Mediensystem inzwischen steht.
Doch fürs eigentliche Lügen sind hier immer noch die Geheimdienste und Regierungen zuständig: erstere sind kaum belangbar, letztere einfach austauschbar. Eingebettete Medien dürfen diese Lügen zwar unkritisch weiterverbreiten, dabei jedoch nicht selbst lügen: denn dies würde ihre Funktion als scheinbar glaubwürdige Kommunikationsinstrumente unterminieren. Wie nun geschehen.
Mit anderen Worten: Hätte Relotius seine erfundenen Syrien-Geschichten statt für den Spiegel für die Schlapphüte geschrieben und den Medien via White Helmets und Aleppo Media Center zugespielt, so wäre er wohl heute noch ein gefeierter Star. Nur wüsste die Öffentlichkeit nichts davon.

> https://swprs.org/ein-riss-in-der-matrix/
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#39
Einen Scheißdreck hat der Spiegel kapiert!
Zitat Spiegel: "Dieses Haus ist erschüttert. Uns ist das Schlimmste passiert, was einer Redaktion passieren kann. ..."
Richtig wäre: „Wir haben das Schlimmste getan, was eine Redaktion tun kann”.
Sogar jetzt noch spielen die Leute vom Spiegel die Unschuldigen, die Opfer.
Wer bitte ist denn die Redaktion? Sind es nicht sie, die die Texte schreiben? Ist es nicht die Redaktion, die nicht nur für den Inhalt zuständig und verantwortlich ist, sondern erst dadurch überhaupt zum „Redaktionellen” wird?
Nö, Spiegel, so nicht! Nehmt euer relativierendes Geheuchel und steckt es euch in den Arsch!

Roland Tichy‏Verifizierter Account @RolandTichy 17 Std.Vor 17 Stunden
Statt aufzuklären spielen die betrogenen Betrüger beim SPIEGEL jetzt den Aufklärer - und machen gleich wieder mit ihren journalistischen Dreckwerfern weiter. Nichts gelernt, den Rest vergessen - die peinlichste Nummer des Jahres.

[Bild: xaE3mkWT?format=jpg&name=600x314]

stefanolix‏ @stefanolix 12 Std.Vor 12 Stunden
Tägliche Erinnerung: Zur Manipulation werden nicht nur #Relotius-Geschichten und gefälschte Interviews eingesetzt. Sondern auch: tendenziöse Auswahl der Nachrichten und Zahlen, Pseudo-Studien, geschickt geschnittene Bilder und manipulative Diagramme/Grafiken.
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#40
Lückenpresse
Einen Vorwurf muß man Mathias Bröckers bei allen (und das sind viele) Verdiensten machen:
Die häufige Verwendung des verharmlosenden Begriffes "Lückenpresse".
Zumindest in meinem Universum hat er diesen Begriff eingeführt.
Egal, ob Spiegel oder Tagesschau: Es ist keine Lückenpresse.
Das Wort Lücke impliziert, das außenrum noch was anderes ist.
Ich denke, der Wetterbericht zählt hier nicht.
Mag vor 20 Jahren anders gewesen sein, heute ist das Datum die einzig verläßliche Information in den Konzern- und Staatsmedien. (Wetter war schon immer etwas unzuverlässig.) Den Kalender schaue ich mittlerweile häufiger an. Könnte ja...
Die richtigen Begriffe sind:
Lügenpresse und Fake News - oder kurz und altmodisch: Propaganda.
"Propaganda" stammt aus der Zeit der Gegenreformation. War schon damals ein Mittel im Kampf um Köpfe.
"Lügenpresse" ist je nach Zählung entweder 3 oder 80 Jahre alt.
"Fake News" ist jünger - aber besonders interessant: es ist die Reaktion der Konzern- und Staatsmedien auf die verlorene Deutungshoheit - und beschreibt unfreiwilligerweise exakt den Kern jener Medien.
Einige Leute schreiben hier empört von "Nachtreten".
Beim ehemaligen Nachrichtenmagazin sollte man in der Tat nicht einfach nur nachtreten.
Man sollte solange darauf einschlagen, bis das Wurstblatt nicht mehr zappelt.
Wird Zeit, bei allen Konzern- und Staatsmedien die jeweiligen Hitlertagebücher auszubuddeln und öffentlich zu machen.
Die Welt soll schließlich irgendwann mal besser werden.
Die "Aktuelle Kamera" ist ein gutes Vorbild. Die ist weg.
Hat die Welt aber nicht wirklich verbessert.
Es reicht nicht, wenn nur der "Spiegel" im Lokus verschwindet.
Es braucht viel mehr.
Heugabeln z.B. Verdammt viele.
Hinter Spiegel und Tagesschau (und all den anderen) stehen reale Menschen mit eigenen - wirtschaftlichen und ideologischen Interessen, die Heugabeln im Hintern nicht mögen.
Die mögen uns auch nicht. Sie verbreiten mit viel Geld ihre Propaganda, damit wir sie nicht sehen - und im Zweifelsfall in die falsche Richtung schauen.. Nach Osten z.B.
Osten - Eurasien - Kernland - Dominanz ist ein eigenes Thema.
Der Spiegel wurde ganz früher mal als "Sturmgeschütz der Demokratie" bezeichnet. War damals schon "Fake News". "Sturmgeschütz der Neoliberalen" ist neute passend. Statt "Neoliberale" kann man auch ganz klassisch "Kapitalisten" sagen.
Kapitalisten mögen Heugabeln genau so wenig wie der Adel seinerzeit.
Heugabeln im Hintern sind schmerzhaft. Gelbe Westen nerven bestenfalls.
Aber, wem Heugabeln zu radikal sind, kann ja mal mit der Warnweste anfangen.
Besser wenig, als gar nichts.
P.S:
Es gibt richtig gute gelbe Warnjacken. Man kann die Ärmel abnehmen ("Weste") und innen ein Winterfell. Heugabel ist schwieriger. Aber im Gartenmarkt gibt es "Grabegabeln". Die Zinken sind stabiler. Ab 10€.
Revolution muß nicht teuer sein.
Grabegabel gewinnt ganz sicher gegen Schlagstock. Bessere Reichweite. Die Leute in Paris waren schlecht vorbereitet.
Das Problem ist hierzulande die Bahnsteigkarte.
Der Optimist sagt: "Wegen der Bahnsteigkarte diskutieren wir in 10 Jahren immer noch das Gleiche."
Der Pessimist sagt: "In 10 Jahren diskutieren wir nicht mehr. Weil es keinen Ort zum diskutieren mehr gibt."
Der Realist sagt: "Fünf vor Zwölf war gestern."
Die letzten Worte des "Feine Sahne" Linken waren: " Aber die Querfront..." Dann holten sie ihn auch ab.
Hab ich hier irgendwas wirklich neues geschrieben? Nein.
Geschichte wiederholt sich. Gern auf neuem Niveau. Hegel rotiert im Grab, Marx sitzt fassungslos daneben.
Gute Nacht.

(Klasse! Shy )
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