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Abteilung Lug und Trug
#21
Elend des Haltungsjournalismus

Die neue «Spiegel»-Affäre – Die Wahrheit im Auge des Betrachters

Dem deutschen Nachrichtenmagazin ist ein journalistischer GAU passiert. Ein hoch angesehener, vielfach ausgezeichneter Reporter hat seine Storys gefälscht. Jahrelang, unentdeckt.....
> https://www.tichyseinblick.de/feuilleton...trachters/

Wolf
C.R. hat sich jetzt für den Job des Regierungssprechers für AKK qualifiziert, wenn Seibert seinen nächsten Job antritt.

Neusiedl
Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer hat die geilste Lügengeschichte im ganzen Land.
 
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#22
es passt halt doch ..





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#23
> Fall Relotius: Journalismus als Schönheitsoperation

Relotius ist kein Einzelfall. Das ist ein System
Wenn man die Textwüsten des Spiegels zum Fall Relotius liest, sticht ins Auge wie sehr der Spigel sich als Opfer und Relotius als Täter präsentiert. Die Schreiber überschlagen sich geradezu in "Haltet den Dieb!"-Rufen, dabei hat Reltius nur das geschrieben, was sie selbst hören wollten und weil das meist ihrer eigenen Propagandalinie folgte, nahmen sie es mit der Überprüfung von Belegen und Fakten nicht so genau.
Aber der Spiegel lenkt damit von den weltpolitisch bedeutenden Relotiussen ab, derer er sich bedient. Da ist die antirussische Propagandaplattform Bellingcat, deren Angaben der Spiegel übernimmt, weil sie der Propagandalinie folgen. Für Syrien hat der Spiegel gleich mehrere Relotiusse in petto.
Da ist die Syrische Beobachtungsstelle für Menschnrechte genannte Propagandaplattform, die aus England twittert, was angeblich in Syrien geschehen soll.
Noch ein Relotius, dessen sich der Spiegel bedient, sind die so genannten Weißen Helme, gegründet von einem britischen Ex-Geheimagenten, die von westlichen Staaten mit mehr als hundert Millionen Dollar finanziert wurden, wo niemand weiß wie das Geld verwendet wurde und die Giftgasanschläge inszenieren, bei einer solchen Inszenierung womöglich ein Kind getötet haben und die der Propagandarm des IS-Terrorismus sind.
Und der dritte Relotius war nicht männlich, sondern weiblich und sieben Jahre alt und hörte auf den Namen Bana. Sprach angeblich gutes englisch, kennt angeblich Wörter wie POTUS, Holocaust und findet, dass der Dritte Weltkrieg schon eine förderliche Sache sei. Die Tweets von Bana erzeugten bei den meisten für Heiterkeit. Die Redaktion des Spiegels spürte das Gelächter in ihrer Filterblase nicht und repetierte die gefühlsduseligen Tweets allen Ernstes. Und jetzt beschweren sie sich, von Relotius getäuscht worden zu sein. Dabei haben sie doch jahrelang um solche gefühlsschwangeren Fakes gebettelt und und alle Augen geschlossen, wenn kritische Prüfungen angesagt waren.
Claas Reltoius ist kein Einzelfall. Claas ist nur einer der vielen Relotiusse, deren sich der Spiegel bedient, um seine Propaganda glaubwürdig erscheinen zu lassen.

Der Neoliberalismus braucht seine Märchenerzähler
Die Märchenerzähler des Neoliberalismus sitzen am Bett der Bürger und lesen ihnen Gute-Nacht-Geschichten vor, und während die einschlafen wird ihnen das Fell über die Ohren gezogen.
Da gibt es die Geschichte vom bösen Riesen, der im Morgenland kleine Kinder frisst; aber keine Sorge, Kindchen, die, die über dich wachen, die werden gegen ihn kämpfen und besiegen. Du kannst ruhig einschlafen.
Dann die Geschichte, die "Trickle Down" heißt: Die vom gütigen König, der will, dass alle im Land reich und glücklich sind. Eines Tages ruft er seinen Untertanen zu: "Ihr sollt alle reich und glücklich sein. Arbeitet viel und fleißig für mich und meinen Hofstaat, denn: Je reicher wir werden, desto reicher werden alle". Und wenn sie nicht gestorben sind...
Wem fallen noch andere Märchen ein, die ihm erzählt worden sind?

Ist es eine Täuschung oder erleben wir gerade
ein neues 1968?
Damals wurden allerhand Lügen vom ach so sauberen Deutschland aufgedeckt und angeprangert.
Überall wird nur noch Schindluder getrieben, kommt Unglaubliches ans Tageslicht. Ikonen wanken, Leuchttürme erlöschen. Man kommt gar nicht mehr mit im germanischen Abwrackwettlauf.
Und leid tut es mir nicht, wenn ich schreibe: Deutschland ist in allen Bereichen nur noch peinlich. Das größte Übel ist dann noch die ständige Moralisiererei und der noch immer präsente Hochmut, wie gut man doch wäre.
Die Medien sind oft nur noch kindische, überhebliche und das Publikum für blöde haltende Meinungsposaunen. Als Gewerkschafter drehe ich mich nur noch weg, wenn ich die tägliche Propaganda zum Fachkräftemangel höre, die mittlerweile nordkoreanische Dezibelstärken erreicht hat.
Im Bekanntenkreis gibt es tatsächlich noch Menschen, die sich tagtäglich die Zeitung kaufen, nur um dann stundenlang mit missmutiger Miene in selbige hineinzugrunzen und die Lektüre als überflüssig zu beschimpfen.

(Vorgezogenes Weihnachten, die Kommentare überall das Festessen. Merry Crash-mas, Schmierfinken der Medien)
 
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#24
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> https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/d...Riekel.pdf

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#25
Angry

Der Fall ist nicht mal die Spitze des Eisbergs

Frank‏ @Kittypunk7 1 Std.Vor 1 Stunde
Der Fall #Relotius wird in der Presse oft mit dem Tom Kummer verglichen. Das ist unzulässig. Kummer war unpolitisch, aber unser SPIEGEL-Held half nach Kräften mit bei der Installation der rotgrünen Meinungsdiktatur.

Linke früher: "Du sollst nicht alles glauben, was in den Medien gesagt wird!" Linke heute: "Wer nicht alles glaubt, was in den Medien gesagt wird, ist ein rechtsextremer Verschwörungstheoretiker!" #Relotius
 
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#26
Rubikon‏ @RubikonMagazin 20. Dez.
Das Bauernopfer Der Spiegel trennt sich von einem seiner Fake News-Produzenten, um vom eigentlichen Skandal abzulenken. von Mathias Bröckers

> https://www.rubikon.news/artikel/das-bauernopfer
 
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#27
Sawsan Chebli‏ @SawsanChebli
Liberty Award geht an @claasrelotius. Er porträtiert Menschen, die ihrer Freiheit brutal beraubt wurden. @DerSPIEGEL
12:45 - 22. März 2017

Sonnenanbeter‏ @Markus_G_Punkt 30 Min.Vor 30 Minuten
Sonnenanbeter hat Sawsan Chebli retweetet
@DerSPIEGEL und @SawsanChebli von der #SPD...passen zusammen! kann meine Freude über das Entlarven des Lügen-Gerüst vom preisgekrönten linksbunten Meinungsmacher und Asylanten-Freund #Relotius nicht verbergen. #Luegenpresse is real Deswegen #BoykottMSM und #SPDversenken

(die Olle lässt aber auch kein Fett-Näpfchen aus. kommt davon , wenn man so dermaßen unkritisch gepolt ist)
 
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#28
„Sagen, was ist”

Spieglein, Spieglein, an der Wand, wer ist der größte Schwindler im ganzen Land?
Man erinnere sich daran, wie arrogant, überheblich und selbstgerecht die Presse, das Fernsehen, die Medien schlechthin in den letzten Jahren ihren Krieg gegen die angeblichen „Fake News” geführt haben. Mit welcher herablassenden selbsternannten Richterlichkeit sie über jeden, der ihnen nicht gefiel, mit „Faktenchecks” und ähnlichen Herabwürdigungen richtete, urteilte, sich selbst auf die inhaltliche und moralische Stufe des Maßgeblichen stellte. Und nie bereit war, die Sicht des anderen zu betrachten, die Möglichkeit eines einfachen Irrtums – auf eigener oder fremder Seite – einzuräumen. Was immer man an echter oder vermeintlicher Unwahrheit fand, es war immer gleich der totale Beweis für die grenzenlose Verkommenheit und Verlogenheit all derer, die nicht der einzigen heiligen Meinung waren. Der Angeklagte wurde dazu nie gehört, das Urteil stand von vornherein fest. Schuldmindernde Gründe oder Pardon wurden nie gewährt, Gefangene machte man auch nicht. Man gefiel sich in der Rolle des Ermittlers, Anklägers, Richters und Scharfrichters in einer Person. Und wie ich es auf diversen Konferenzen erlebt habe, füllte man diese Rolle mit einer Überheblichkeit, Arroganz und Selbstgefälligkeit aus, die ich nicht angemessen auf Papier oder Webseite zu bannen vermag – der Monitor würde trüb.
Es wäre zwar in seiner Gesamtheit falsch, aber immerhin noch von einer inneren Stringenz gewesen, hätte man sich nun nach der Causa Relotius selbst mit denselben Maßstäben gemessen, die man die letzten Jahre an andere angelegt hat.
Doch wie immer erweist sich der Journalismus als notorischer Anwender der Doppelmoral, gelten für sich und andere immer so ganz unterschiedliche Maßstäbe.
Der SPIEGEL macht sich nun selbst zum Thema seiner morgigen Ausgabe, mit der Titelzeile „Sagen, was ist”, und gibt den zugehörigen redaktionellen Teil ausnahmsweise mit dem Werbe-PDF kostenlos heraus. Man hat es sehr eilig, sich als Opfer darzustellen, und die geschrumpfte Schar zahlender Leser reicht nicht mehr als Adressaten.
So heißt es im Editorial nicht etwa „Wir haben das Schlimmste getan, was eine Redation tun kann”. Sondern „Uns ist das Schlimmste passiert, was einer Redaktion passieren kann.” Oooh, uns armen Hascherln ist sowas Schlimmes passiert. Könnt Ihr uns nicht in den Arm nehmen und trösten?
Wer, bitte, ist denn die Redaktion, wenn nicht die, die die Texte schreiben? Ist es nicht quer durch Anspruch und Rechtsprechung der Punkt, dass die Redaktion nicht nur für den Inhalt und dessen Geschreibe zuständig und verantwortlich ist, sondern erst dadurch überhaupt zum „Redaktionellen” wird? Wenn ich als Blogger vor einem Verwaltungsgericht Auskunftsansprüche durchsetzen will, muss ich darlegen, dass ich den Inhalt meiner Webseiten selbst schreibe und den Inhalt selbst steuere, nicht nur fremde Texte durchreiche, damit ich rechtlich als „redaktionell” angesehen werde und Auskunftsansprüche geltend machen kann. Für mich als kleinen einzelnen Feierabendblogger gilt die Anforderung, dass ich Auskunft nur bekomme, wenn ich redaktionell arbeite, und das nur tun kann, wenn ich die Inhalte selbst festlege, selbst Sachverhalte (wie etwa durch Auskunftsklagen) prüfe.
Wie kann das sein, dass die Rechtsprechung an einen kleinen, einzelnen Hobbyblogger, der dies nicht als Beruf erlernt oder studiert hat, und der nicht mal einen Presseausweis bekommt, soviel höhere Anforderungen stellt, als die Redaktion des SPIEGELs an sich selbst?
Warum bin ich für das, was auf meinen Webseiten steht, voll verantwortlich, während die Redaktion des SPIEGELS als weltweit publizierende Entität mit großem Verlagshaus die Verantwortung für sich selbst von sich weist?
Juan Moreno haben wir viel zu verdanken. Er zeigte eine der wichtigsten Eigenschaften von Journalisten: Misstrauen. Manchmal braucht man sie leider auch gegenüber Kollegen.
So?
Wird uns nicht seit 5, 10, 20 Jahren völlig ungeprüft und kritiklos jeder noch so dämliche „linksversiffte” Blödsinn aufgetischt? Gender Pay Gap, der ganzen Genderschwachsinn, das Migrationshurra? Wo man jedes Misstrauen sofort attackiert, verboten, mit Hinrichtung bestraft hat? Jeder ein Sexist, ein Nazi, ein Rechtspopulist, der an irgendwas auch nur das leiseste Misstrauen erkennen ließ?
War es nicht Stammthema weiter Teile der Presse, dass man etwa einem Vergewaltigungsvorwurf niemals misstrauen dürfe, dass man immer der Frau, dem Opfer blind glauben müsse? Hätte überhaupt jemals jemand in der Mainstreamjournalie Misstrauen gegenüber Feminismus, Genderismus, oder überhaupt diesem ganzen linken Mainstreamkomplex aufgebracht? Wenn Misstrauen doch eine der wichtigsten Eigenschaften eines Journalisten ist, warum halten sie sich dann für Journalisten?
Muss man unserer ideologisierten Presse nach deren Erzeugnissen der letzten 10 Jahre nicht generell eine tiefgreifende Faktophobie, die schiere Realitätsablehnung, die Utopie als Maßstab der Wahrheit unterstellen?
Schaut man sich die Seiten an, die der SPIEGEL gerade als kostenlosen Auszug der neuen Ausgabe herausgibt, kommt man sich vor wie im falschen Film: Der SPIEGEL stellt sich als das betrogene Opfer dar, dass nur durch heldenhaften hochqualitativen Superjournalismus in der Lage war, sich selbst aufzuklären. Als hätte Nixon Watergate als seine Leistung gefeiert.
Hätte man Donald Trump zugestanden, dass er nur das Opfer seiner Informationen ist? Oder hält man da daran fest, dass der Präsident für sich selbst verantwortlich ist?
Diente nicht das ganze Fakten- und Fake-News-Gequatsche letztlich nur der Diffamierung anderer und der Selbsterhöhung des Journalismus? Hoch gepokert und nichts auf der Hand?
Der SPIEGEL-Auszug endet mit einem Interview der Bewohner von Fergus Falls in Minnesota, die sich die Lügen nicht gefallen lassen wollten und die Unwahrheiten aufgedeckt haben. Sie sagen, er sei „mit einer vorgefertigten Idee im Kopf” gekommen. Ich habe Journalisten, eigentlich alle Geisteswissenschaftler, auch Richter, fast nie anders erlebt.
Die Süddeutsche ballert heute auch einen Artikel nach dem anderen zur Causa raus. Und so heißt es in einem:

Seine Geschichten erfüllen auf elegante Art Erwartungen und Vorstellungen, und sie haben vor allem immer einfache Erklärungen. Wenn man als Reporter aber eines lernt: Es ist immer grau, nie schwarz oder weiß. Aber so wütend ich war, dass ich da gegen Wände gerannt bin: Wäre mir das als Chef auch passiert? Vielleicht. […]
Das fällt alles wunderbar zusammen in seinen Geschichten, die haben etwas Tröstendes. Es ist totaler Zeitgeist. Die Reportage hat sich in den letzten Jahren massiv Richtung Kurzgeschichte, Richtung Literatur entwickelt. Wenn man in eine Geschichte wie “Jaegers Grenze” schreibt, die Zahl der Flüchtlinge hat sich in den letzten Jahren aber um 85 Prozent reduziert, zerstört das den ganzen Mood.

Erfüllen Erwartungen und Vorstellungen. Ich habe gestern geschrieben: „Gelogen, nicht betrogen. Geliefert wie bestellt”. (Ich bezog das auf die Redaktion, nicht die Leser, die hat er schon betrogen, aber der Redaktion hat er einfach geliefert, was die haben wollten.) Egal, ob es stimmt. Man will Safe Spaces, man will nicht mit der garstigen Realität konfrontiert werden, sondern sich wohlfühlen, das lesen, was einem passt und schmeckt. Dazu hat er nicht nur die Unwahrheit geschrieben. Er hat auch Mails gefälscht.
Die Widerlichkeit der Sache ergibt sich, wenn man etwas Abstand nimmt und sich die Gesamtheit der Fälle ansieht. Denn die Lügen gingen, soweit ersichtlich, immer in dieselbe politische Richtung: Das heilige Linke gegen alles, was man für das garstige Rechte hielt. Es war, was der Mainstream verlangte, synthetische Bestätigungen der Utopie, die in der Realität nicht zu finden waren. Man hat regelrecht dafür gezahlt und Preise vergeben, dass man belogen wurde. Wahrheit wird nicht mehr honoriert, sie wird im gegenteil gekündigt und gefeuert. Schaut Euch nur all die widerlichen Preisverleihungen in Presse und Rundfunk an, bei der es nur noch um Political Correctness geht. Diese widerliche schmierige Lubrikanz, diese ölige Selbstgefälligkeit und Selbstgerechtigkeit, die sich durch den gesamten Journalismus und vor allem dessen Preisauszeichnungen zieht. Die Branche ist im Ganzen so widerlich, und findet sich darin auch noch gut. Widerlich über das beschreibbare Maß hinaus.
Mit welchen Mitteln – die in der Moralüberschwemmung als durch den Zweck geheiligt erschienen – man dabei vorging, wird etwa am Interview mit der uralten, letzten Überlebenden der Widerstandsgruppe „Weiße Rose” deutlich, der man Aussagen in den Mund legte, die sie nie gesagt hatte und das auch ausdrücklich bestritt.

Auf Neonazis in Chemnitz bezogen, zitiert Relotius sie so: “Deutsche, die streckten auf offener Straße den rechten Arm zum Hitlergruß, wie früher.” Die Sätze in der vierten Antwort habe sie nie benutzt, sagt Lafrenz. Sie habe auch nie aktuelle Fotos in US-Zeitungen von entsprechenden Aufmärschen in Deutschland gesehen.

Der heilige Kreuzzug gegen alles, was man für „rechtspopulistisch” oder sowas hält, adelt, heiligt, erlaubt alles und selbstverständlich auch die Moralkeule mit unanzweifelbaren Autoritäten wie einer Überlebenden einer Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus. Wenn die sagt, dass es in Chemnitz wie bei Hitler ist, dann ist das moralisch absolut und nicht mehr anzugehen. Nur dass sie es eben nicht gesagt hatte. Man sah eben an Chemnitz, dass das Monopol des linken Mainstreams bröckelte und dann war kein Hammer groß genug, um draufzuhauen.
Vielleicht ist das auch einfach das technologische Ende des Print-Journalismus, eben des indirekten Journalismus, der immer nur indirekt wiedergibt, was jemand gesagt haben soll. Man wird in Zukunft Videoaufnahmen fordern – bis auch da die Deep Fakes und faulen Schnitte überhand nehmen. Ein Journalist erklärte mir mal unter der Hand, dass man zur Negativdarstellung von Pegida unbedingt einen brauchte, der sich bedroht fühlte, möglichst schwarz, aber keinen gefunden hat. Als hat man einen dafür bezahlt, dass der ihnen vor der Kamera einen armen Angstneger darstellt, der um Leib und Leben fürchte. Allzuweit bringen einen im Zeitalter der Miet- und Gewerbsopfer auch Videoaufnahmen nicht in Richtung Wahrheit.
Telepolis gilt gemeinhin als nicht gerade journalistisch. Obwohl auch das als linksgrün versifft verschrien ist, war da immerhin eine gesottene Kritik am Umgang der Presse mit sich selbst zu finden: Die Aufregung um Claas Relotius ist Heuchelei Liegt sicherlich daran, dass es von einem Anwalt und nicht von einem Journalisten geschrieben ist, Markus Kompa.....

weiter > http://www.danisch.de/blog/2018/12/22/sagen-was-ist/
 
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#29
elly
es ist das Elend des Auftragsjounalismus der selbständigen Journalisten und das nicht nur alleine. Merkel war erfolgreich: „Nudging: Die neuen Strategien der Bundeskanzlerin“
https://www.welt.de/wirtschaft/article13...iehen.html
erfolgreich manipulierte, nützliche Idioten schreiben für Spiegel, Welt, focus, Bild, SZ, faz usw.

Wichtig ist nur der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk
Anders als bei allen anderen Revolverblättern kann man sich der Zwangsalimentierung der GEZ-Medien nicht entziehen. Das muss aufhören, das ging früher auch. Die anderen werden folgen müssen.

"Solange das Narrativ stimmt, ist Recherche entbehrlich"
Nicht ganz korrekt, es sollte heißen:
Solange das Narrativ stimmt, ist Recherche unerwünscht.

Die Scheinheligkeit des Spiegel ist Top
Als jemand der 1962 gegen die Besetzung des Spiegel-Verlagshauses auf die Strasse gegangen ist, dann jahrelang Abonnent bzw. Käufer des Spiegels war (Betonung auf "war") und heute noch fast täglich auf SPON schnuppert (mit seit Jahren sinkender Verweildauer), kann ich die Aussage des Spiegel Redakteurs Fichtner, der, bezogen auf Relotius feststellt, der Spiegel sei auf seinem 70-jährigen Tiefpunkt angekommen, nicht nachvollziehen.
Der Spiegel wandelt bereits seit mehr als einem Jahrzehnt von Tiefpunkt zu Tiefpunkt und unterscheidet sich von BILD etc. nur noch durch Format und Sprachwahl. Inhaltlich und tendenziös sind kaum Unterschiede zu vermerken. Der Informationswert geht gegen null, alles was nicht vom "Mainstream" (Synonym für Atlantiker und politisches, militärisches und wirtschaftliches Establishment) abgesegnet ist findet keinen Platz.
Die Zusammenfassung von Albrecht Müller in den Nachdenkseiten (hier zu finden)
https://www.nachdenkseiten.de/?p=47960
trifft den Kern: Manipulativ eingesetzte Inhalte vernebeln den Zugang zu den wirklich wichtigen Fragen. Alternative Denkansätze: Fehlanzeige!
Denken überhaupt: Fehlanzeige? Glaub ich nicht. Die müssen schon ganz viel darüber nachdenken wie sie den nächsten Journalistenpreis einheimsen können.

Auch die Geschichte von Bana muss offziell zu Fake-News erklärt werden.
So schrieb der Textkünstler über eine dschihadistische Propagandistin, die ihre kleine Tochter als politische Botschafterin inszenierte, ein jeglichem journalistischen Handwerk spottendes Rührstück.
Dabei halluzinierte der stern „Worte aus dem Mund einer Siebenjährigen“, obwohl diese nachweislich weder englisch verstand noch über das Vokabular der getwitterten Texte verfügte. Stattdessen plädierte sie für den 3. Weltkrieg und feuerte „Manchester United“ an. Der professionelle Journalist tat auf Twitter sogar kund, für Bana zu beten. Seine Gebete wurden erhört, denn Menschenfreund Erdogan ließ Bana ausfliegen, um ebenfalls mit ihr schöne Propaganda zu machen.
Hier sollten echte Journalisten tätig werden und die Hintergründe dieser Lügengeschichte beleuchten. Aber ich befürchte, das wird nicht passieren, da die wertewestliche Version des Syrienkrieges systemrelevant ist.

(die Liste der "faulen Geschichten und Quellen ist schier endlos)

Lieber Herr Kompa
man müßte Sie küssen für diese Zusammenfassung á la "MSM in a Nutshell":
"Solange das Narrativ stimmt, ist Recherche entbehrlich"

messerscharf und deutlich
ein sehr guter Text.
Ich persönlich bin auch für ein Ende der Straffreiheit der Medien.

Klaus Metzger

Der Spiegel steht für die sogenannten Qualitätsmedien. Dazu zählt auch das Gebühren-TV. Scripted Reality wo man hinsieht. Und dazu zählen nicht nur die erfundenen Geschichten. Auch durch gezielte Auswahl von Fällen ohne echte Relevanz und durch die Auswahl von vermeintlichen Experten wird sie erzeugt.

Tomsen
NZZ folio hat Relocius schon 2014 rausgeschmissen,weil Unstimmigkeiten bekannt wurden.
https://folio.nzz.ch/2014/februar/blondi...7vSnLEOtJk
Der Spiegel hat das wohl ignoriert.

Bummi
Journalimus hat doch inzwischen nur noch im Ausnahmefall etwas mit Fakten zu tun. Man schaue sich nur die Fakten zur Flüchtlingskrise an oder zum Hasi Video in Chemnitz.
PS. Kommentar bei Focus Online abgelehnt, Meinungsfreiheit im selbsternannten Faktenmagazin im Jahr 2018

Kaltverformer

So leicht kommt der Spiegel und der Rest der **, verlogenen Bande nicht davon.
Genau diese Artikel wurden verlangt, weil sie alle nach Haltung und PC schreien.
Wer Kritik übte, der wurde verfolgt und sozial geächtet.
Wenn ich mir die Berichterstattung des Spiegels über „nicht genehme Menschen“ ansehe, wo wirklich alles, bis ins kleinste unwichtige Detail aufgebauscht und übertrieben wurde und hier soll der Spiegel nur „getäuscht“ worden sein?
Nein! In Deutschland steht eine ganze Legion an **, linksgrünen Schreiberlingen Gewehr bei Fuß, um die Wirklichkeit vor den Bürgern zu verdrehen.

lange00c
Der plötzliche Wechsel in der Chefredaktion ,sowie der ebenso plötzliche Abgang von Jakob Augstein als SPON Kommentator bekommt nach dieser Affäre einen Sinn. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

UtaBuhr
Der Spiegel,angeführt von einem arroganten, selbstgefälligen und die Realität geflissentlich leugnenden Herausgeber, hat sich gerade selbst in beide Knie geschossen. Ich empfinde keinerlei Mitleid mit diesem zum Käseblatt degenerierten ehemaligen Sturmgeschütz der Demokratie. Wen verwundert es, dass so ein Verlag Journos vom Schlage eines Claas Relotius – ist das sein richtiger Name oder auch ein Fake – heranzüchtet und ihm nicht ein einziges Mal auf die Finger klopft. Und dies obwohl seine rührseligen Stories über ehrliche Finder aus 1001 Nacht und tränenreiche Geschichten über kulleräugige Migrantenkinder so dick aufgetragen waren, dass selbst der Naivste unter den Lesern hätte merken müssen, dass hier vieles nicht stimmen kann. Die Larmoyanz, mit der die Redaktion jetzt verzweifelt versucht, den Schaden zu begrenzen, ist mehr als peinlich. Immerhin hat das Blättchen von einem willfährigen Mitarbeiter das bekommen, was es bestellt hatte. Das Juste Milieu wurde mit dem beliefert, was es gern liest. Hätte nicht ein mutiger Kollege den Mund aufgemacht, wäre alles weiter gelaufen wie gehabt. Es verhält sich hier wie mit dem Dieb, der nicht bereut, dass er geklaut hat, sondern der sich grämt, weil er erwischt wurde. Ich bin einmal gespannt auf die neuesten Auflagezahlen des Spiegel. Da ist ja noch etwas Luft nach unten.

Sabine Friedl
Ich weiß gar nicht, warum sich so viele Verschwörungstheoretiker an diesem Einzelfall abarbeiten. (Ja genau, jeder seiner gefälschten Artikel war für sich ein tragischer Einzelfall, wie so vieles andere auch.) Und sicherlich stand der arme Herr Relotius sehr unter Druck, angesichts des gesellschaftlichen, dringend zu korrigierenden Zustands und der Tatsache, dass man als freier Schreiberling oftmals nicht allzu gut verdient. Und der Spiegel (und andere Veröffentlichende) kann ja auch nichts dafür, schließlich ist er ja selbst betrogen worden und kann daher nicht für die Verfehlungen eines seiner Autoren zur Verantwortung gezogen werden – nur weil er die Artikel unter seinem Banner veröffentlicht hat. Diese einmalige Sache stattdessen wieder für rechte Zwecke zu instrumentalisieren, spielt nur wieder der AfD in die Hände, die ja sogar die Demokratieabgabe kritisiert. (Man stelle sich das mal vor!)
Hinzu kommt noch, dass man Herrn Relotius (und seinen ähnlich vorgehenden Kollegen) zugute halten muss, dass er im Dienste einer guten Sache gehandelt hat. Er hat nämlich nichts weniger als die Demokratie verteidigt – und das zu einer Zeit, in der sich immer mehr Bürger rechts von Links positionieren. Wie soll der Wähler ansonsten wissen, wie er sich an der Urne zu entscheiden hat? Als Journalist trägt man eben eine besondere, grundgesetzschwere Verantwortung und hat eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Bürger, der nicht durch Fakten verwirrt werden soll. Sowas nennt man Zivilcourage und ich bin mir sicher, dass Herr Relotius dafür in nicht allzu ferner Zukunft auch die entsprechende Anerkennung bekommen wird.
 
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#30
Sündenbock statt Selbstkritik

Weshalb DER SPIEGEL nichts lernen wird
DER SPIEGEL wird zukünftig versuchen, seine Märchen etwas näher an der Wirklichkeit anzubinden. So lange man dort aber nicht begreift, dass man selbst diese Märchen erschafft, wird der nächste Fall Relotius nur eine Frage der Zeit sein. 
Eigentlich wollte ich mich aus dem „Fall Relotius“ raushalten. Eigentlich. Doch dann las ich erst die Eloge des Spiegel-Redakteurs Ullrich Fichtner, dann den Selbstverteidigungsversuch der Chefredakteure Steffen Klusmann und Dirk Kurbjuweit. Und dann war es vorbei mit dem guten Vorsatz.
Weshalb DER SPIEGEL nichts lernen wird
Vorab vielleicht einige Zeilen zur Historie. Nein, nicht der Historie des SPIEGEL-GAUs, sondern der, wie ich davon erfuhr.
Es war der 18. Dezember um 18.04 h, als mich die knappe Email eines guten Bekannten erreichte. Sie lautete: „Alles was der Mainstream gerne lesen wollte, wurde gedruckt. Heute schreibt SPON, dass viele Sachen von Relotius damals schon zweifelhaft waren. Ach, sie haben aber das Weltbild der neuen Deutschland-ist-ein-gutes-Land-Religion gestützt. Ich könnte kotzen.“......

weiter > https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/s...rnen-wird/

Monika Medel
Ja, es trifft absolut zu – die Romantik der Rotgrünprogressiven wurde exakt bedient. Der Spiegel ist ihre Heilige Schrift, fundamentalistisch verstanden. Der Spiegel, die Bestätigung der eigenen moralisch-intellektuellen Überlegenheit. Der Fall Relotius, ein Volltreffer in das Narrativ dieses Milieus. Aber zum Einsturz kommt es deswegen noch lange nicht. Randständige und Nichtmehrganzzufriedene werden mit „Man kann eben keinem mehr glauben“ reagieren, Gutgläubige reagieren mit Schmerz, aber ihr Narrativ werden sie nicht überdenken. Ansonsten Verdrängung, „es hätte ja wahr sein können, das gibt es bestimmt so, er hätte sich nur mehr Mühe bei der Suche machen sollen“. Unter-den-Tisch-kehren, wütende Polemik gegen „Instrumentalisieren“. Trotzdem: Das Sturmgeschütz des Milieus hat einen Volltreffer erhalten.
 
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