Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Abteilung Lug und Trug
#11
20. Dezember 2018 um 20:23
Mich würde bei diesem Selbstreinigungs-Fake nicht mal wundern, wenn Reloadius die Spiegelartikel selbst geschrieben hätte, die mit ihm brutalstmöglich abrechnen.

Antworten
#12
jetzt kommt doch langsam was rutschen in dieser Medienwelt:





kackbraune Brühe mit richtig großen Brocken dabei Big Grin

Antworten
#13
20. Dezember 2018 um 19:49
„Der Medienwissenschaftler Horst Röper lobte das Vorgehen des Magazins als vorbildlich. Der transparente Umgang mit dem Betrug sei absolut richtig und notwendig, da die Glaubwürdigkeit des Magazins „mehr als angekratzt“ sei, sagte Röper dem HR. „Dadurch gewinnt der ‚Spiegel‘ nun wieder an Glaubwürdigkeit, weil er sehr offenlegt, was los ist, ohne dass die Redaktion ja jetzt schon das gesamte Ausmaß kennt“, erklärte der Geschäftsführer des Dortmunder Formatt-Instituts für Medienforschung und Medienökonomie.“
https://www.tagesschau.de/inland/spiegel...g-103.html

Ironie

Antworten
#14
20. Dezember 2018 um 22:13
Tag 1 nach Relotius, und SpOn macht munter weiter:
„Assads Kinder machen PR: Das nette Gesicht der schrecklichen Familie“
…und schalten auch noch die Kommentarfunktion frei!
Lesenswert:
http://www.spiegel.de/forum/politik/assa...843-1.html
Die paar einsamen NWO-Kämpen unter den Kommentatoren wirken da erfreulich deplaziert.

Antworten
#15
> Fall Relotius: Journalismus als Schönheitsoperation

Kommentare:

Wer noch ein Gewissen hat, der haut in den Sack
Relotius ist ja nur die Spitze eines Eisberges, nein die Spitze eines von vielen Eisbergen, aus denen die Medienlandschaft des Qualitätsjournalismus besteht. Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Die vom Bundespresseamt vorgegebene Sprach- und Interpretationsreglung wird konsequent an den dummen Endverbraucher durchgestellt. Und man ist der Meinung, dass dieses gelogene Gesülze auch flächendeckend geglaubt wird.
Journalisten, auch aus dem Moskauer Büro des Spiegels, die diesen verlogenen Scheinjournalismus nicht weiter mittragen wollten und es offensichtlich nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten, haben rechtzeitig das sinkende Schiff verlassen. Aber wie viele andere gibt es, die sich morgens aus Scham nicht mehr im Spiegel anschauen können, aber offensichtlich auch nicht den Mut haben, persönliche Konsequenzen aus diesem Lügenjournalismus zu ziehen und sich eine anderen Arbeitgeber zu suchen. Der Spiegeljournalist hat es vorbemacht. Es klappt, wenn man nur will!

Wird es wie immer laufen, wenn die Jauche an die Oberfläche drängt?
Oder ist es nur ein unglaublicher Zufall, dass die Veröffentlichung zu Beginn der Weihnachtsferien und kurz vor dem Wochenende erfolgte, an dem die meisten Menschen mit den Vorbereitungen für Weihnachten beschäftigt sind oder in den Winterurlaub fahren. Man darf gespannt sein, ob das Thema nach den Feiertagen noch in den Medien Beachtung findet.

Ist aber irgendwie geil...
wie sich der Spiegel selbst feiert. Ein Beitrag nach dem Anderen. Wie ein Hersteller von Anti-Virensoftware, der seinen eigenen Trojaner als erster geschafft hat in Quarantäne zu setzen.
Peinlich...

Antworten
#16




Am 07. Mai 2015, sprachen die beiden Reporter Claas Relotius & Roland Schulz mit Daniel Puntas Bernet, Chefredaktor REPORTAGEN, zum Thema «Das Geheimnis des Erzählens» im FREITAG Store Hamburg.


Tags: #relotius
Antworten
#17
Schadensbegrenzung:


Nun die Empörung ist groß, andere sind dabei die Spuren zu verwischen.

CR hat nicht nur beim Spiegel seine Artikel veröffentlicht.

TAZ, Die Welt , Cicero und andere.

Bei der Welt ist mir aufgefallen, das die Artikel nicht mehr aufrufbar sind.
   
Antworten
#18
Die Lüge als Machtinstrument
Autor Vera Lengsfeld
Veröffentlicht am 21. Dezember 2018
Was für eine Bescherung! Unser „Sturmgeschütz der Demokratie“, so die arrogante Selbsteinschätzung des SPIEGEL in besseren Zeiten, musste eingestehen, dass die Reportagen seiner vielfach preisgekrönten Edelfeder Claas Relotius nicht viel mit der Realität zu tun haben. Sie sind, um es neudeutsch auszudrücken, Fakes. Freilich war die vielgelobte Offenbarung nicht ganz freiwillig. Wochenlang galt der Kollege Juan Moreno, der versucht hatte, hausintern auf die Fälschungen aufmerksam zu machen, als ein lästiger Störenfried. Erst als klar war, dass es im Ausland eine Enthüllung der Fake-Stories geben würde, entschloss sich das Magazin zur Vorwärtsverteidigung.
Nun wird von den Qualitätsjournalisten eifrig in die Tasten gehauen, um den nächsten Fake, bei Relotius handele es sich um Betrug und einen Einzelfall, in die Köpfe der Medienkonsumenten zu hämmern. Dabei ist das Gegenteil der Fall. In Merkel-Deutschland ist die Lüge ein Machtinstrument.
Relotius hat nur mit viel Phantasie und Schreibtalent die Norm erfüllt, die von unserer Kanzlerin selbst immer wieder vorgegeben wird.
Erinnern wir nur an zwei gravierende Beispiele: Im August dieses Jahres wurde Chemnitz aufgrund eines Wackelvideos der “Antifa Zeckenbiss” von der Kanzlerin und ihrem Regierungssprecher Steffen Seibert weltweit an den Medienpranger gestellt mit der Behauptung, es hätte in der Stadt „Hetzjagden“ auf Ausländer gegeben. An dieser Legende wird eisern festgehalten, obwohl inzwischen alle Tatsachen, die beweisen, dass diese Verleumdung nichts mit der Realität zu tun hat, bekannt geworden sind.
Ein Beispiel: Am 29.08.2018 berichtete der TAGESSPIEGEL online: „Chemnitz wurde zwei Abende in Folge von Gewalt erschüttert. Tausende rechte Demonstranten machten am Montagabend Jagd auf Migranten, Journalisten und Gegendemonstranten”.
Gegen diese Falschbehauptung hat sich ein Dresdner Bürger erfolgreich zur Wehr gesetzt.
Der Beschwerdeausschuss des Presserates kam mit Entscheidung vom 6.12.2018 zu dem Ergebnis, dass TAGESSPIEGEL online mit der streitgegenständlichen Veröffentlichung gegen die journalistische Sorgfaltspflicht nach Ziffer 2 des Pressekodex verstoßen hat. Allerdings soll der TAGESPIEGEL sich weigern einzugestehen, dass er einen Fehler gemacht hat. Schließlich hält auch die Kanzlerin an ihrer Aussage fest. Mir ist kein demokratisches Staatsoberhaupt bekannt, das, wie Merkel, sein eigenes Volk vor der Welt verächtlich gemacht hat. Im Vergleich damit ist Relotius ein kleines Licht. Alle Mainstream-Medien sind auf die Chemnitz-Story aufgesprungen. Wenn sie eingestehen würden, ohne Prüfung einem Fake aufgesessen zu sein, müßten sie den größten Medienskandal dieses Jahrhunderts eingestehen. Dazu sind sie weder bereit, noch fähig. Also wird weiter so getan, als wäre in Chemnitz tatsächlich geschehen, was fälschlich behauptet wurde.
Das zweite Beispiel ist die Berichterstattung über den UNO-Migrationspakt. Nachdem die offenbar bevorzugte Taktik, Stillschweigen darüber zu bewahren, ihn hinter dem Rücken der Öffentlichkeit anzunehmen, gescheitert ist, wurde die Legende in die Welt gesetzt, der Pakt sei rechtlich nicht bindend und gut für Deutschland, weil er alle anderen Länder dazu verpflichte, deutsche Standards in der Versorgung von Migranten einzuhalten. Man machte sich weder die Mühe zu erklären, warum alle anderen Länder zu etwas verpflichtet sein sollten, wenn der Pakt rechtlich nicht bindend ist, noch wie die ärmeren Länder der EU Migranten nach deutschem Standard versorgen können sollen, wenn Hartz IV über dem Durchschnittslohn liegt, der in diesen Ländern erarbeitet werden kann.
Statt dessen wurde mit einem massiven Propagandafeldzug die Botschaft verbreitet, dass alle berechtigte Kritik am Pakt Hass, Hetze und Falschinformation sei. Trotzdem wurde der Widerstand so stark, dass der Bundestag, was ursprünglich nicht geplant war, sich mit dem Pakt beschäftigen musste. Er war sogar gezwungen, einen Entschließungsantrag zu verabschieden, in dem die rechtliche Unverbindlichkeit des UN-Paktes festgeschrieben wurde. Der Entschließungsantrag soll ins Englische übersetzt worden und UNO-Generalsekretär António Manuel de Oliveira Guterres zugeschickt worden sein. Angeblich soll dieses Verfahren wirkungsvoller sein, als eine Protokollnotiz gleichen Inhalts, die dem Pakt beigefügt worden wäre.....

weiter > https://vera-lengsfeld.de/2018/12/21/die...nstrument/

(diesen Gau haben sich diese "Haltungsjournalisten redlich verdient!)
Popcorn

Antworten
#19
21. Dezember 2018 um 11:57
Und die Show geht weiter – bei der FAZ:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m...52403.html
„Jetzt, da viele es schon immer gewusst und selbst noch nie Fehler gemacht haben wollen. Jetzt, da alle, die jemals einen Text von Claas Relotius gebracht haben (die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte drei von ihm), noch einmal prüfen müssen, ob seinerzeit alles richtig war. Jetzt, da für manche die Stunde der Häme schlägt, könnte man auch darauf verweisen, was und wer den Betrüger zu Fall gebracht hat: guter Journalismus.“
Damit wird aus dem für jeden Trottel nun ofenkundigen Skandal, der nur die oberste Schneeflocke eines immer noch beflissen verborgenen Eisberges darstellt, schon mal pflichtschuldigst und vorauseilend der berühmte „Einzelfall“ gemacht. Ein „Fehler“. Zur Strecke gebacht vom „guten Journalismus“, der hier zwar nicht explizit, aber doch unterschwellig unmißverstänbdlich zum weiterhin geltenden „Normalfall“ des „seriösen Journalsimus“ verklärt wird…
Die Betrüger beschweren sich, daß sie betrogen wurden, von einem Lohneschreiberling, der – statt brav die Lügen aus transatlantischen Denkpanzern und von interessengesteuerten Agenturen wie Reuters, dpa und AFP abzuschreiben (wegen der „seriösen“ und „überprüfbaren“ Quelle!), die Inhalte seiner Hammerstorys gleich selbst erfand was ja immerhin einen Sonderpreis für Kreativität verdient hätte. Schrieb er doch sonst exakt dasselbe, was alle anderen schrieben und immer noch abschreiben – und deshalb auch im Falle Relotius bereitwillig glaubten.

Antworten
#20
Gesinnungsjournalismus

Ein Zitat zur Causa Relotius:
Helmut Markwort auf Focus Online:
„… Wir müssen feststellen, dass Relotius ein Erfinder und erzählerisch begabter Fantast ist, der sich mit den Mühen der Recherche wenig gequält hat. Etliche seiner Preise bekam er wohl weniger für Fakten als für seine Gesinnung.“
Gut, das hinterher festzustellen, ist leicht. Beachtlich wäre es gewesen, das zu sagen, bevor Relotius aufflog.

Aber genau das ist wohl der springende Punkt: Relotius war/ist nicht der singuläre Betrüger, als den man ihn jetzt hinstellt, der die sonst so saubere Weste des Journalismus besudelt habe.
Wir haben es schon lange nur noch mit einem ideologischen Drecks- und Propagandajournalismus zu tun, in dem Gesinnung alles und sonst fast nichts mehr zählt. Wie oft habe ich das schon von Journalismuskonferenzen wie denen von Netzwerk Recherche im NDR (und die Tagesthemen-Mannschaft mittendrin) schon berichtet? Wie oft habe ich darüber geschrieben, dass ein korrupt-verlogener Ideologiejournalismus den Genderquatsch hochpumpt und jeden, der in irgendeinem Detail anderer Meinung ist, sofort in eine rechte Nazi-/Sonstwas-Ecke stellt?
Jetzt tun sie alle so enttäuscht und entsetzt, betonen alle, wie da ein einzelner die Redaktionen und Preis-Jurys getäuscht und hinters Licht geführt habe, dass die Jury ja auch nicht besser prüfen könne als die Redaktion, bla bla bla…

Der Mann hat gelogen.
Aber er hat nicht betrogen.
Er hat geliefert wie bestellt.
Er hat das geschrieben, was sie alle haben und sehen wollten, wofür sie Preise verliehen haben. Haltung, Gesinnung, Konformität zeigen.
Warum?
Weil der Wunsch nach der utopischen Gesellschaft, nach der Wunsch-Welt einen größeren Bestätigungsbedarf mit sich brachte als die Realität an Bestätigungen lieferte. Wie ein Warenterminhandel, wie Leerverkäufe an der Börse. Man verkauft etwas, was man nicht hat, zum geforderten Termin für den gebotenen Preis, und spekuliert darauf, dass es sich nachlaufend schon finden werde. Der Journalismus hat die Welt nicht akzeptiert, wie sie ist, um dann auch gegen die eigene Überzeugung zu berichten, sondern wollte eine Welt beschreiben, die mit den ideologischen Vorstellungen und Idealen konform geht. Die Ideologie, nicht die Realität war der Maßstab. Und das kann nicht funktionieren.
Man sollte sich die genau ansehen, die sowas ausgezeichnet haben. Und warum.

> http://www.danisch.de/blog/2018/12/20/ge...rnalismus/

Relotius ist das "Fake-News-Gate" der Transatlantiker
Jahrelang haben uns die Transatlantiker das Märchen von den vermeintlichen "Fake News" erzählt. Diese "Fake News" waren eine vermeintlich neue Art von Bedrohung, die man von heute auf morgen plötzlich entdeckt hat.
Vermeintliches Opfer dieser Fake News waren Bürger, die beim Internet-Surfen fahrlässig die Filterblase der mit dem transatlantischen Gütesiegel "Qualitätsmedium" verlassen hatten, und so mit unwahren Informationen konfrontiert wurden, ohne diese als solche erkennen zu können.
Als der Prototyp, als quasi DAS Beispiel für "Fake News" schlechthin, gilt bis heute der "Fall Lisa" - bei dem ein Mädchen aus Angst vor der Reaktion ihrer Eltern eine Vergewaltigung durch einen Asylanten erfunden hat, um ein einvernehmliches sexuelles Erlebnis mit einem Bekannten zu vertuschen. Von Lisa selbst nur als kleine Notlüge für ihre Eltern gedacht, erregte der Fall dummerweise viel mehr öffentliche Aufmerksamkeit, als Lisa lieb war - und irgendwann berichteten Journalisten der von den transatlantischen "Qualitätsmedien" als Feinde betrachteten Medien über den Fall; und machten den Fehler, Lisas Aussagen unkritisch für bare Münze zu nehmen.
Ein kleiner Fehler, der aber von den transatlantischen "Qualitätsmedien" genüsslich ausgeschlachtet wurde: wochenlang trieb man die "Fall Lisa Fake News"-Sau durch's Dorf.
Schnell wurden Umfragen entwickelt, die zu dem gewünschten Ergebnis kamen, dass eine Mehrheit der Bürger "Fake News" als eine zumindest kleine Gefahr empfindet, vor der sie sich nicht 100%ig geschützt fühlen.
Um den deutschen Michel vor solchen furchtbaren Bedrohungen zukünftig zu schützen, haben die transatlantischen Qualitätsmedien in ihrer unendlichen Güte und Liebe zur Wahrheit grosse Anstrengungen unternommen, um uns vor "Fake News" zu schützen:
- unzählige Artikel, YouTube-Videos etc., die dem vermeintlich doofen und naiven deutschen Michel lehren sollen, wie man "Fake News" erkennen kann
- Einrichtung ganzer "Faktenchecker"-Abteilungen, die selbst die kleinsten Unwahrheiten wittern und sofort laut anschlagen
Tja, und nun, angesichts der Relotius-Enthüllungen, wird klar:
die mit Abstand schlimmsten, weil einflussreichsten "Fake News" haben die transatlantischen "Qualitätsmedien" selbst verbreitet. Und sie waren nicht wie im "Fall Lisa" nur kleine Verletzungen der journalistischen Sorgfaltspflicht, sondern von vorne bis hinten komplett erlogene Geschichte, und zwar dutzende davon.
Und die gleichen Leute, die uns weis machen wollen, wir wären im Gegensatz zu ihnen zu doof um "Fake News" zu erkennen, weshalb sie uns mit Engelszungen über Fake News "aufklären" wollen, waren ganz offensichtlich selbst völlig unfähig, "Fake News" zu erkennen - obwohl es offenbar zahllose Indizien gab, die einen misstrauisch hätten werden lassen müssen.
Schlimmer noch: Sie haben laut Beifall geklatscht und Baron Münchhausen peinlicherweise mit Journalisten-Preisen geradezu überhäuft.
Und die ganzen unzähligen Horden von "Faktencheckern", die es mittlerweile gibt, haben ganz offensichtlich niemals auch nur ein einziges Detail von Relotius' zahllosen Lügenmärchen überprüft, sondern sich ausschliesslich darauf beschränkt, den Splitter im Auge der Feindbilder zu suchen.

Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste