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La France en marche? GiletsJaunes
#1
FRANKREICH-„ Die Linke protestiert für sich selbst “

INTERVIEW MIT CHRISTOPHE GUILLUY  
Die heftigen Proteste der gelben Westen in Frankreich setzen Präsident Macron unter Druck. Der französische Gesellschaftsanalyst Christophe Guilluy sprach bereits Anfang 2018 über die innere Spaltung seines Landes und das mangelnde Problembewusstsein der Eliten
Herr Guilluy, die Tageszeitung Figaro nennt Sie „den Mann, der alles vorausgesehen hat“ … 
… (lacht) Das ist wohl ein bisschen übertrieben.

Schon Anfang der 2000er-Jahre beschrieben Sie die Spaltung Ihres Landes: in ein neues urbanes Bürgertum und ein abgehängtes „peripheres Frankreich“. Letzterem verdankte der Front National in jüngster Zeit seinen Aufstieg. Erkennen Sie eine ähnliche Dynamik hinter dem Erfolg von Trump oder der AfD?

Ja. Es gibt deutliche Parallelen, weil alle westlichen Länder historisch die gleichen Vorzüge und nun die gleichen Probleme haben. Mit dem globalisierten Wirtschaftssystem kommt die Welt zu uns. Die einheimische Mittelschicht wird nicht länger gebraucht, um Wohlstand zu schaffen; dank der internationalen Arbeitsteilung übernehmen das Menschen in China oder Indien. Die Leute haben Probleme, einen Job zu finden, für sie gibt es keinen Platz mehr in der Gesellschaft. Angehörige dieser Schicht wurden aus den Metropolen verdrängt, wo die Gewinner der Globalisierung zu Hause sind. Man findet sie stattdessen auf dem Lande, in kleinen und mittelgroßen Städten. Der Populismus ist ein Symptom dieser Entwicklung. Für den Brexit hat das „periphere England“ gestimmt, für Geert Wilders das „periphere Holland“.
Deutschland steht wirtschaftlich hervorragend da, trotzdem sitzt die AfD im Bundestag.
Das Phänomen AfD ist tatsächlich komplexer. Andererseits: Deutschland hat eine niedrige Arbeitslosenquote, jedoch enorm viel prekäre Beschäftigung. Es ist die gleiche Spaltung.

Die populistischen Parteien wenden sich gegen Zuwanderung und den Islam. Geht es ihren Wählern nicht vorrangig um Fragen der Identität?

Die spielen natürlich eine Rolle. Die unteren Schichten trennen sich entlang ethnokultureller Linien. Wenn die Immigration aus dem Maghreb oder Subsahara-Afrika in einem Arbeiterviertel der französischen Städte ein bestimmtes Niveau erreicht, tendieren die Einheimischen dazu, das Quartier zu verlassen. Nicht unbedingt aus Rassismus, sondern weil niemand gern Minderheit ist. Denn als solche ist man auf das Wohlwollen der Mehrheit angewiesen. Die anderen haben eigene Gebräuche und Codes; zwar kann das Zusammenleben trotzdem funktionieren, aber man weiß eben nie. Die unteren Schichten sind viel stärker von den Auswirkungen der Zuwanderung betroffen: Sie konkurrieren um günstigen Wohnraum, und sie können ihre Kinder nicht auf eine Privatschule schicken. Mit einem Monatseinkommen von 1000 Euro stellt sich Multikulturalismus ganz anders dar, als wenn man 10.000 Euro verdient.
(....)
Herr Guilluy, sehen Sie wie andere französische Intellektuelle die Gefahr einer „Wiederkehr der dreißiger Jahre“, mit Extremisten von links und vor allem von rechts?
Mit dieser Analogie macht man es sich zu einfach. Dann würde es genügen, Antifaschist zu sein, und gut. Doch es handelt sich um eine ganz andere Entwicklung.

Wirklich? Die politischen Ränder erstarken, während die Volksparteien im Niedergang begriffen sind. Frankreichs Sozialistische Partei ist klinisch tot, CDU und SPD haben bei der Bundestagswahl historisch schlechte Ergebnisse erzielt.
All diese Parteien folgen derselben Logik. Ihr Erfolg basierte auf der Verankerung in der breiten Mittelschicht. Mit deren Verschwinden verlieren die natürlich ihre Wähler. Meine These ist, dass wir keine Gesellschaft mehr haben, dass wir in einer Nichtgesellschaft leben. Unter- und Mittelschichten haben sich völlig losgesagt von den Eliten. Wenn sie nicht für die Populisten stimmen, gehen sie mehrheitlich gar nicht erst wählen. Letzteres verbindet übrigens die Autochthonen und die Franzosen mit Migrationshintergrund. Die neue Bourgeoisie lebt in ihrer kleinen Welt, die Immigranten leben in ihrer kleinen Welt, das periphere Frankreich lebt in seiner kleinen Welt. Der Front National ist heute proletarischer, als es die Kommunistische Partei selbst in den sechziger Jahren war.
Die Kommunisten zogen viele Intellektuel­le an. Die sucht man beim Front National vergeblich.
Genau, ein Indikator für das größere Problem. Denn eine Gesellschaft braucht die Verbindung von oben und unten.
In Frankreich diskutiert man gerade darüber, dass Politiker von ganz links statt bei Arbeitern gezielt bei Muslimen punkten wollen, etwa mit Kritik an Israel.
Linke Parteien signalisieren den Migranten auch gerne: Vorsicht, es droht Gefahr von rechts, wenn ihr nicht uns wählt, kommen die an die Macht und schmeißen euch aus dem Land! Außerdem werden sie vermutlich stärker gewählt, weil sie großzügiger bei Sozialleistungen sind. Diese Verbindung ist oberflächlich und wird nur so lange halten, bis es mehr präsentable Vertreter der muslimischen Community gibt. Was die Werte angeht, sind die Muslime Lichtjahre entfernt von den Linken. Das zeigt sich bei Themen wie der Homo-Ehe und beim Widerstand an einigen Schulen gegen die Gendertheorie. Hinter vorgehaltener Hand sagen einem übrigens auch linke Bürgermeister in den Vorstädten, dass wir einen Migrationsstopp brauchen.
Den würden Sie begrüßen?
Ja, und es sollte kein Skandal sein, einen solchen zu fordern. Er würde zur Befriedung der Gesellschaft beitragen. Die unteren Schichten wollen bewahren, was sie an sozialem und kulturellem Kapital besitzen. Sie suchen Stabilität. Die Entscheidung von Kanzlerin Merkel, ohne Abstimmung eine Million Menschen ins Land zu lassen, war insofern ein Akt enormer Brutalität. Mit einem Stopp könnte man den Mittel- und Unterschichten vermitteln: Wir haben eine multikulturelle Gesellschaft, und auch wenn das nicht immer einfach ist, könnt ihr doch davon ausgehen, dass sich eure Viertel, eure Städte in den nächsten 20, 30 Jahren nicht massiv verändern werden.
Ein heikles Versprechen, selbst ohne Einwanderung.
Jedenfalls glaube ich, dass die Zukunft unserer Gesellschaft von der Fähigkeit der Politik abhängt, auf die Bedürfnisse der Unter- und Mittelschicht einzugehen. Dafür müssen die Eliten aufhören, die Realität zu verleugnen und jede Meinung, die ihnen nicht passt, mit einem moralischen Diskurs abzuwürgen.

ganz hier > https://www.cicero.de/aussenpolitik/fran...uwanderung
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#2
WIE RECHTE DIE GELBE-WESTEN-AKTION VEREINNAHMEN-Gelb ist das neue Braun
VON ANTJE HILDEBRANDT am 30. November 2018
Die Bewegung der „gilets jaunes“ ist aus Frankreich nach Deutschland geschwappt. Für den 1. Dezember rufen Gelbe-Westen-Träger zu Demos in ganz Deutschland auf. Der Protest gegen Dieselfahrverbote ist aber nur vorgeschoben. AfD und Rechte wollen den Schwung für ihre Zwecke nutzen......
https://www.cicero.de/innenpolitik/gelbe...egida/plus

Kommentare:

Frau Hildebrand
Ich denke, auch Sie bauen sich Ihre eigene Realität. Nun, die Realität wird uns bald einholen, wie diese aussehen wird, wissen Sie doch wohl ebensowenig, wie wir alle. Gelb ist das neue braun, dämlicher geht es kaum. Ein bisschen mehr differenziertes Denken dürfte man (Verzeihung - frau) wohl erearten dürfen. Ansonsten assoziere ich mit diesem Artikel zwar braun, hat aber nichts mir räächts zu tun

gelbe westen
befremdlicher kommentar
auf cicero
schade
hier in frankreich ist es die grundidee der geplünderten gg macron
das so herunterzuziehen, halte ich fuer eine beleidigung einer ganzen Nation.
macht nachdenklich
auch du, jetzt, mein sohn brutus.....?

Jeder kocht sein Süppchen

Na und? Ob rechter oder linker Eintopf, an "Verve" mit dem die Franzosen ihre Anliegen demonstrieren, kommen wir Deutschen nicht im mindesten heran. Da wird an der Zapfsäule geflucht und gewettert, aber das man die dafür Verantwortlichen ausmacht und wie in anderen Ländern auf die Straße dagegen geht und denen mal auch nur versucht zu zeigen "wo der Frosch die Locken hat", kein Gedanke! Liegt uns wohl nicht in den Genen. Bleiben halt die üblichen "Verdächtigen" , die von der Autorin als "Instrumentalisierer und Abkupferer" ausgemacht werden und ihre linken Gegendemonstranten denen die Spritpreise auch peripher vorbeigehen. Hauptsache gegen rechts, Rassismus und in dem Fall eventuell gegen das Kapital und seine Schergen. Also nichts Neues im Westen. MfG

Vom Groben zum Detail
Sie übersehen etwas Grundsätzliches: Merkel ist das Gesicht, das Flaggschiff dieser Politik in Deutschland und der EU. Sie wird aber von allen Parteien - außer der AfD - getragen. Nationalstaaten haben ihre Verantwortung - bis auf wenige - längst abgegeben. Nein, nicht an die EU. Da irren Sie sich. Die Vereinten Nationen haben die Regie, die Weltherrschaft im Einklang mit den Größten der Wirtschaft übernommen. Schauen Sie einfach vom Groben zum Detail (Sie machen es umgekehrt - Merkel ist eher ein Detail), gehen Sie mit Verstand heran, dann erkennen Sie die Zusammenhänge. Verklärt wird das humanitär.

Und genau darauf kommt es an
Man muß nicht jeden Schuh anziehen, der einem hingehalten wird. Wenn ich dieses Kesseltreiben gegen die AfD beobachte (siehe das skandalöse Verhalten bei der Wahl des Bundestagsvize), drängt sich bei mir mehr und mehr der Gedanke in den Vordergrund, dass ich die auch wählen würde, wenn ihre Inhalte mich nicht überzeugten. Die Reaktionen unserer "Eliten" sind es, die mich überzeugen. Bin halt von Natur aus ungezogen (und unerziehbar). Den Versuchen, diese Partei als Paria zu behandeln, darf kein Erfolg beschieden sein. Wir brauchen sie dringender als das Mehrheitsmeinungskartell.

Es wäre
hilfreich zu wissen, welche Form des Protestes möglich/legitim ist, um nicht als rechts zu gelten.
(Ich hoffe die Ironie ist erkennbar.)
Ein gutes hat aber dieses diffamierende kategorisieren: in Bälde stehen immer mehr Bürger zu ihrer kritischen Haltung, ohne einen Gedanken an die moralischen Sittenwächter zu verschwenden.

Gelbe Westen und Rote Brille
Wie man es dreht und wendet, es wird in Deutschland nie so etwas wie in Frankreich geben: insofern läßt sich die "Gelbe-Westen-Bewegung" nicht instrumentalisieren, würde auch garnichts bringen, würde den braven konservativen Bürger nur verschrecken. Der Vorteil am französischen Mehrheitswahlrecht ist, daß man mit einer Wahl das gesamte politische System in die Luft sprengen kann, was Macron gelungen ist und den Franzosen jetzt langsam bewußt wird. Das deutsche Verhältniswahlrecht wurde inzwischen von Frau Merkel auf der Angebotsseite so modifiziert, daß die amtierende Regierung im Prinzip nie mehr abwählbar ist, das ist demokratisch legitimierter Totalitarismus: solange die AFD unter 50% bleibt, muß sich kein Linksautoritärer Sorgen machen.

Bekannt....
und keineswegs überraschend ist das Handeln der AfDler. Wann immer es sich anbietet, "Volkes Zorn" parteipolitisch einzukassieren ist man zur Stelle - vorausgesetzt natürlich, dieser Protest ist ideologisich schmackhaft - Proteste gegen Klimaerwärmung, Sozialabbau und Finanzkrisen sind beispielsweise grundsätzlich ausgenommen.
Nur ist Volkes Zorn im Sinne der AfD nun einmal begrenzt: Die Hoffnung, es könnte sich eine bundesweit bedeutsame Pegida-Bewegung nach Vorbild der "DDR-Demonstrationen" entwickeln, ging buchstäblich in Rauch auf. Auch die Versuche, durch "Mobilisierung der Strasse" die bekannten Gewaltdelikte in Chemnitz oder Kandel als politischen Funken zu nutzen, mit dem der Bürger endgültig das verhasste "System" sprengen würde, blieben nicht mehr als Wunschdenken aus dem rechts-revolutionären Ideologiekosmos.
Letzendlich war es - eben wie jetzt in Frankreich - nur der harte rechte Kern, der auf die Strassen fand.

Proteste in Frankreich
Sehr geehrter Herr Lenz,
was Sie hier schreiben, ist reine Diffamierung (und passt somit zu diesem Artikel, der zu meiner Verwunderung im Cicero erscheinen konnte). Die Franzosen, die auf die Straße gehen bzw. aus Solidarität eine gelbe Weste in der Windschutzscheibe liegen haben, sind kein "harter rechter Kern", sondern die von den Machteliten vergessenen und oft sogar verhöhnten einfachen Arbeitnehmer besonders außerhalb der großen Metropolen, denen durch immer höhere Abgaben und Lebenshaltungskosten das Leben schwergemacht wird. Jetzt ist auch noch, wie bei uns, der Krieg gegen den Diesel dazugekommen. Hierzulande sind viele Bürger in der gleichen Lage; aber statt sich ihrer Anliegen anzunehmen, dreschen Medien und Politiker lieber auf 'unbotmäßige' Bürger ein. Sie, Herr Lenz, sind vielleicht von all diesen Dingen nicht persönlich betroffen und schließen sich lieber vom bequemen Sessel aus der Verleumdung ihrer Mitbürger an. So jemanden nennt man Mitläufer; wollen Sie das sein?

Wow
Mir imponiert Ihre Nonchalance, wer - "eben wie jetzt in Frankreich" - gegen steigende Steuern auf die Straße geht, ist ein harter Rechter, alle Achtung.
Selber habe ich es mit der Straße auch nicht so, ich wähle ganz bequem im Lokal AfD, da gehen Protest und Überzeugung Hand in Hand.
Den Artikel finde ich übrigens eher wenig bemerkenswert, wobei: "Rechte" basteln sich eine eigene Realität... da bin ich fast neidisch, denn so sehr ich mich anstrenge, meine Fantasie zu bemühen, mein Gehaltszettel sieht einfach immer gleich aus. Andere können das gerne anders handhaben, aber für mich ist mein Gehaltszettel die - und das schreib ich jetzt fett - MAßGEBLICHE Realität. Alles andere ist nachrangig, liebe "Linke".

Warum denn nicht ?
Warum sollen diese Leute nicht ihre Interessen artikulieren ? Was macht das sogenannte "linke Spektrum" ? Demonstrieren gegen "Rechts" gegen Kohle, gegen Atomenergie usw. usw.. da wird gestört, blockiert, randaliert, eingeschüchtert und nun macht es die andere Seite auch. Nur eben für ihre Interessen. Und ?

Opposition ist demokratisch!
Die Opfer von Gewalttaten werden von Rechts instrumentalisiert. Der Energieumbruch wird von Rechts instrumentalisiert. Und, und, und wird instrumentalisiert. Und jetzt noch die gelben Westen? Eine richtige Opposition, inner- und außerparlamentarisch, das geht ja wohl gar nicht, Frau Hildebrandt. Ein Rechtsextremer ist vielleicht mit dabei? Eine "rechtssaubere" Demonstration ist dadurch nicht möglich! Alles wieder abblasen! Wir machen uns mit diesen Leuten nicht gemein. Ja aber wann können wir denn nun mal demonstrieren? Überhaupt nicht. Das wollen wir nicht. Unsere Politik ist menschenfreundlich, umweltfreundlich, und, und, und- freundlich, ist gut und alternativlos #, Punkt!

Die Gelben Westen sind eine französische
Kreation, die systemgegnerisch, ohne Parteibindung oder sonstiger weltanschaulicher Überzeugung die Regierung in die Defensive zwingen - mit Erfolg. Im Gegensatz zu der italiensichen 5-Sterne-Bewegung haben sie keine politische Ambitionen. Sie wollen einfach keine Geld-Nöte mehr zum Monatsende haben, sie wollen von ihrer Arbeit anständig leben können, sie wollen wieder einen Öffentlichen Dienst, der gut funktioniert, ein Gesundheitswesen, das erschwinglich ist......, schliesslich zahlt man immer mehr Steuern. Auch in Frankreich hat man vereinzelt von einer "peste brune" gesprochen, der braunen Pest - das ist natürlich eine bösartige und dumme Verleumdung. Die Leute ertragen einfach die immer tiefere Spaltung der zerbröselnden Gesellschaft nicht mehr, sie sehen sehr klar, dass die "Eliten" dies in die Wirtschaftsglobalisierung und den Hyperkapitalismus "eingepreist"haben, also indifferent gegenüber dem exponierten Bevölkerungsanteil sind. Auch das macht die Menschen wütend.

Gelbe Westen als Querfront
Gelbe Westen in Frankreich stehen für unten gegen oben. Das ist eine Veränderung der Konfliktlinie um 90 Grad. Unten-oben statt links-rechts. Der Politikforscher Prof. Patzelt aus Dresden hat gesagt, Globalisierung ist die neue Konfliktlinie, darum würden Grüne und AfD die SPD und CDU ablösen.
Frau Wagenknecht würde bei uns ebenfalls die Gelben Westen unterstützen, die Grünen hingegen Macron. Die Gelben Westen haben in Frankreich 80% Zustimmung in der Bevölkerung. Das ist nicht mit links-rechts erklärbar, sondern nur mit unten-oben.

Frau Hildebrandt, wie geht politisch korrekter Protest?
statt immer nur zu kritisieren, dass jeder Protest gegen die Regierungspolitik und ihre unakzeptablen Folgen für die Bürger in jedem Fall braun ist, kommen Sie doch mal mit konstruktiven Lösungen.
Wie kann man sein verfassungsrechtlich garantiertes Demonstrationsrecht wahrnehmen, ohne von Medien und Politikern aufs Übelste diffamiert zu werden. Die Politik rät den Bürgern ja (besonders zu beobachten nach Chemnitz), gar nicht mehr zu demonstrieren, dass könne immer missbraucht werden. Das ist aber mit den Werten unserer Verfassung gar nicht zu vereinbaren. Also, wie geht politisch korrekter Protest? Gibt es bestimmte Themenfelder, bei denen sich jeder Protest ohnehin verbietet? Wenn ja, welche? Könnte die Regierung im Zusammenwirken mit den Medien Schutzräume einrichten, in denen nach Ausweiskontrolle und unter Aufsicht demonstriert werden darf? Für eine Anleitung dankt Ihnen ganz herzlich.
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#3
Dora zwitschert‏ @DoraGezwitscher
Das Time Magazine spricht angesichts der Bilder aus Frankreich von Bürgerkrieg. #Macron hat in nur 19 Monaten weite Teile der französischen Bevölkerung gegen sich aufgebracht. undefined #Spaltung #GiletsJaunes

Antwort an @DoraGezwitscher
Diese Bewegung ist mittlerweile viel zu diffus um sich ihr gegenüber klar zu positionieren. Da ist mittlerweile alles vertreten, inklusive der Antifa und den „Krawallos“ aus den Banlieues. Geht es da nur noch gegen Macron oder schon gegen Staat und Gesellschaft im Allgemeinen?

Ich denke inzwischen, davon sollten wir uns freimachen, immer alles klar durchschauen zu wollen.
Die oben sorgen dafür, dass das nicht geht, damit sie vor uns Ruhe haben.
Die werden jede volksseitige Bewegung versuchen zu stoppen mit allen,auch solchen,Mitteln.


Antwort an @DoraGezwitscher
Kleine, aber feine Spritpreisdemo

Antwort an @DoraGezwitscher
Macron hatte Scharfschützen auf Dächern positioniert. Noch Fragen in welche Richtung es geht?

Antwort an @DoraGezwitscher
Krasse Bilder. Frankreich ist Deutschland um einige Jahre voraus. Der Wille der nativen "schon länger dort Lebenden" spielt dort genauso wenig eine Rolle wie hier zu Lande.

Antwort an @DoraGezwitscher
Präsident Macron ist erledigt. Das Volk wird siegen, und das Land auf den rechten Weg zurückführen.


Antwort an @DoraGezwitscher
Diese Bilder zeigen nicht „die französischen Demonstranten“, sondern zum Großteil die vermummten Linksfaschisten der Antifa mit ihren PoC Freunden. #GilletsJaunes #linkerHass


Antwort an @DoraGezwitscher
ALLEZ LES BLEUS!
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#4
1.12. (und früher)

PARIS: Erneut Krawalle bei «Gelbwesten»-Protest an Champs-Élysées




Frankreich: Über 400 Verhaftungen bei Demos der "Gelben Westen" in Paris




Le Zap des Gilets Jaunes : (débordements, accidents, danses,etc..)




L'émeute des gilets jaunes à Paris / barricades sur les Champs-Elysées - 24 novembre 2018




Toulouse: violents incidents pendant la manif des gilets jaunes




Dijon : Face à face tendu entre policiers et Gilets Jaunes devant la préfecture




Gelbwesten in Paris: "Sind entschlossen"




Gelbwesten in Frankreich: Zorn auf Präsident Macron | Fokus Europa




(Kommentare lesen unter dem letzten Machwerk!

"Es ist überall das ähnliche Bildnis. Die städtische Mischpoke vernichtet mit ihrer linksintellektuellen Seuche das Land, um dann den Menschen auch noch mit Ignoranz und dummen Kommentaren zu begegnen. Völlige degenerierte Affenkotze. 

Belgien: Brüssels "Gelbwesten"-Proteste enden in Ausschreitungen


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#5
Dieses Video zeigt, wie die Gelbwesten Provokateur-Agenten der Macron-Regierung enttarnen und des Feldes verweisen http://blauerbote.com/2018/12/02/video-agents-provocateurs-bei-den-demonstrationen-in-paris/ … #Macron #Paris
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#6
Macron Attacks Nationalism | Wants EU Army | The Most Dangerous Man In Europe



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#7
"Gelbwesten"-ProtesteFrankreich erwägt Ausnahmezustand

Nach der Eskalation der Proteste in Paris stimmen Frankreichs Präsident Macron und Ministerpräsident Philippe geeignete Maßnahmen ab - und fordern die "Gelbwesten" zum Dialog auf. Doch die haben noch gar keine Führung.....
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ge...41529.html

France In Chaos; Macron Considers State Of Emergency Amid "Yellow Vest" Protests; "All Options" Considered
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#8
Eric Thielen ||*||  ?‏ @ericCthielen 46 Min.Vor 46 Minuten
Sicher ist's unschön, wenn sich jetzt rechts-radikale Gruppen einklinken. Aber Widerstand war noch nie homogen, sondern stets - in allen Jahrhunderten - heterogen. #Macron ist der Präsident der Groß-Bourgeoisie, des Kapitals; er will #Frankreich neoliberal umbauen. #giletsjaunes

Freiheitstube‏ @freiheitstube 6 Std.Vor 6 Stunden
Erste wurde Macron als Hoffnungsträger gefeiert, nun lässt er mit Scharfschützen auf Demonstranten ziehen. Am Ende sind alle Herrscher radikal. #GiletsJaunes #gelbwesten

Elnino‏ @El_nino55 5 Std.Vor 5 Stunden
Frankreich zeigt eins mmn deutlich.
Politiker werden niemals freiwillig ihre Macht abgeben
Sie werden sich mit brutaler Gewalt gegen jeden Freiheitsdrang wehren.
Sie setzen staatl. Institutionen gegen die Bürger ein die dieser auch bezahlt.
#GiletsJaunes

David Gümbel‏ @chuispasla 4 Std.Vor 4 Stunden
Die Demonstrationen in Frankreich gestern, von #Giletsjaunes & solchen die sich für welche halten,  haben eine üble Bilanz:
263 Verletze, davon
5 Schwerverletzte & insg.
81 verletzte Sicherheitskräfte

Demonstrieren ist ein Grundrecht, zerstören und verletzen nicht. (Le Monde) 

Fernschreiber‏ @Fern_Schreiber 5 Std.Vor 5 Stunden
"#Macron hat als Konsequenz aus den Ausschreitungen in Paris eine Krisensitzung einberufen. Bei dem Treffen solle über mögliche Gegenmaßnahmen gesprochen werden."

Änderung seiner Politik ist sicher nicht um Katalog. #GiletsJaunes

Oliver Emme‏ @OliverEmme 6 Std.Vor 6 Stunden
Antwort an @juertiss
Nicht die #GiletsJaunes randalieren, es sind die kriminellen Chaoten, die sich stets unter die Demonstranten mischen (siehe G 20 in HH). Das wissen die Verantwortlichen, auch in Paris. Im Übrigen ist die Bevölkerung in Frankreich überwiegend d'accord mit den Protesten.

neues deutschland‏Verifizierter Account @ndaktuell 2 Std.Vor 2 Stunden
#Macron ist von seiner Mission überzeugt, #Frankreich durch Reformen modernisieren zu müssen, egal welche Opfer das 

[/url]Bürgerkriegsähnliche Szenen in [url=https://twitter.com/hashtag/Bordeaux?src=hash]#Bordeaux: Zunächst demonstrierten Hunderte friedlich für den Rücktritt von Präsident #Macron. Danach eskalierte die Situation und es kam zu Straßenschlachten im Stadtzentrum. undefined #GiletsJaunes #Gelbwesten pic.twitter.com/PLQ8miyFGA

Antwort an @Tagesspiegel
Habe den Eindruck, die  Franzosen wollen einfach nicht von ihm regiert werden. Er hat es vermasselt.
#Macron
#GiletsJaunes #Gelbwesten

Berliner Wassertisch‏ @BWassertisch 7 Std.Vor 7 Stunden
Eskalieren, eskalieren, eskalieren: #Macron's neoliberaler Staatsumbau steuert weiter unbeirrt auf den Ausnahmezustand zu. Profitieren wird der #Rechtspopulismus Sad  https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-12/proteste-gelbwesten-paris-frankreich-krisentreffen-unruhen-champs-elysees … #Frankreich #Neoliberalismus #GelbeWesten #GiletsJaunes

nils minkmar‏ @nminkmar
Die #giletsjaunes sind der erste Aufstand der Autofahrer gg den ökologischen Umbau, quasi der bewaffnete Arm des ADAC.

Wenn du wirklich gar nichts verstanden hast.
Es geht nicht um politische Entscheidungen für oder gegen Ökologie.
Es geht um ein Leben am Existenzminimum.
#GiletsJaunes #Gelbwesten

Und tausende „Neufranzosen“ sind aus der Banlieue gestürmt, um die friedliche #Giletsjaunes zu diskreditieren. Viele Provokateure von der Regierung selbst auch gesandt.
Das wissen alle.

ZEIT ONLINE‏Verifizierter Account @zeitonline 9 Std.Vor 9 Stunden
In der Theorie hat Emmanuel #Macron einen effizienten Weg gefunden zu regieren. In der Praxis zünden Menschen in gelben Westen die Bistrostühle vor den Cafés der Champs-Élysées an. #GiletsJaunes

Das Time Magazine spricht angesichts der Bilder aus Frankreich von Bürgerkrieg. #Macron hat in nur 19 Monaten weite Teile der französischen Bevölkerung gegen sich aufgebracht. undefined #Spaltung #GiletsJaunes pic.twitter.com/O4nItaT4mJ

Cohn-Bendit war 1968 übrigens einer der Köpfe des gewaltsamen (n.b.) Protests gegen das französische Establishment. Heute berät er #Macron. Aber ist der besser als de Gaulle damals? Nicht die Bohne. #giletsjaunes #Frankreich #France

#Amazon möchte mir eine #GelbeWeste verkaufen. Die Sache läuft jetzt auch in Deutschland an?
#GelbeWesten #GiletsJaunes

[Bild: DtX1zxrWkAE1a19.jpg]
Antworten
#9
http://www.spiegel.de/politik/ausland/da...41388.html

Super Interview mit Cohn-Bendit. Fazit: die armen Bauerntrottel sollen sich nicht so haben, weil ja die Welt gerettet werden muss.

"Ich stelle fest, dass sich ein Teil Frankreichs neu artikuliert, der sich vergessen fühlt und mit der Dynamik der modernen Gesellschaft nicht zurechtkommt."

"Die Leute, die demonstrieren, sagen ihm, sie kommen mit ihrem Geld bis zum Monatsende nicht aus. Oft ist das nachvollziehbar. Andere sagen ihm, sie fürchten das Ende der Menschheit, wenn man nicht mehr fürs Klima tue. Also diskutieren die Franzosen heute, ob sie mehr Angst vorm Ende des Monats oder dem Ende der Menschheit haben."

Ende der Menschheit, Ende des Monats. Dany hat´s drauf!

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=476275
Antworten
#10
taz‏Verifizierter Account @tazgezwitscher 24. Nov.
Proteste in Paris: Demonstranten in gelben Westen spielen derzeit Katz und Maus mit der Polizei. Unter ihnen sind zahlreiche Rechtsextreme (aktualisiert). #Giletsjaunes

(würde mal sagen, da ist von allem was dabei, Linke ebenso wie Migranten. Leider kann (will) das die blinde TAZ nicht erkennen)
Antworten


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