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Rassimus und Menschenfeindlichkeit - Die Propaganda
#1
was will der Artikel sagen?

Verachtung von Mitmenschen
Hass, für den es keine Worte gibt

Wer Ressentiments gegen Minderheiten genauer betrachtet, stößt auf eine Erkenntnis: Es gibt keine Ausländerfeindlichkeit in Deutschland. Wie bitte?

[Bild: image-1360839-860_poster_16x9-fpoe-1360839.jpg]

Schließen Sie kurz die Augen und stellen Sie sich einen Ausländer vor. Wen sehen Sie? Vielleicht eine französische Austauschstudentin? Einen polnischen Grundschullehrer? Einen Hipster aus New York?


Laut einer repräsentativen Studie der Universität Leipzig vertritt fast jeder dritte Deutsche ausländerfeindliche Positionen, also wahrscheinlich auch Menschen in Ihrem Bekanntenkreis. Wie erklären Sie sich diesen Hass gegen Franzosen, Polen, Amerikaner?
Schon klar, es geht um andere Ausländer. Wer zum Beispiel schwarz oder arabisch aussieht, das steht nicht erst seit dieser Studie fest, der muss in Deutschland mit Anfeindungen rechnen - selbst dann, wenn sie oder er seit Langem einen deutschen Pass hat.
Genau genommen geht es gar nicht um Ausländer; die Staatsangehörigkeit spielt eine höchstens untergeordnete Rolle. Im vergangenen Jahr etwa waren die meisten Ausländer, die nach Deutschland kamen, Polen - die aber spielen in der Einwanderungsdebatte keine Rolle.

Es gibt also, zugespitzt formuliert, keine grassierende Ausländerfeindlichkeit in Deutschland - aber durchaus ein Phänomen, das landläufig (und eben auch von renommierten Forschern) so benannt wird. Das mag nach einem Pseudoproblem aus dem Elfenbeinturm klingen, ist es aber nicht: Wie soll eine Gesellschaft ein erwiesenermaßen großes Problem angehen, ohne darüber vernünftig reden zu können, weil die passenden Wörter fehlen?
"Wir müssen die Vorurteile benennen"
Für ihre alle zwei Jahre erscheinende Studie wollten die Leipziger Forscher die Ansichten der Befragten ermitteln. Dafür sollten die Teilnehmer etwa angeben, wie sehr sie folgender Aussage zustimmen: "Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet."
"Überfremdung" ist ein Kampfbegriff der rechten Szene, und warum hantieren Wissenschaftler überhaupt mit einem so uneindeutigen Wort wie "Ausländer"? "Das ist ein Reizwort", sagt Studienleiter Oliver Decker, "auf das die Leute reagieren." Nur so lasse sich die Verbreitung von Ressentiments erheben: "Wir müssen die Vorurteile benennen und abfragen, sonst können wir sie nicht messen."

Doch gegen wen richten sich die augenscheinlich massiven Vorbehalte?....

weiter > http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...37601.html

(warum wurde dieses gänzlich zum Text unpassendes Bild aus dem Archiv ausgewählt? )

Kommentare:

11. Sau blödes Titelbild.
Wenn zu einem Artikel zur Ausländerfeindlichkeit ein solches Titelbild eingestellt wird, facht es das Feuer an anstatt es zu löschen. Es signalisiert nämlich "kriminelle Ausländer nicht raus". Ich bin ehrenamtlich bei der Flüchtlingsfürsorge meiner Gemeinde tätig. Und die Aussage "kriminelle Ausländer raus" wird sogar vom größten Teil der Flüchtlinge mitgetragen, weil jede neue kriminelle Tat zu Lasten ihrer Reputation geht.

12. ich erkenne mich da wieder
ich z.B. habe nichts grundsätzliches gegen Polen, Italiener, Amerikaner, usw, ich kann die Leute mit dieser Herkunft genauso leiden oder nicht leiden wie Leute aus meinetwegen dem Ruhrpott.
Ich habe auch nix grundsätliches gegen Arbeitsmigranten, eine thailändische Krankenschwerter oder eine rumänische Pflegekraft sind die meisten Leuten wie mir vermutlich eher hoch willkommen.
Grundsätzlich sind mir auch Religionen egal, ich selbst kann mit den Märchengeschichten weniger anfangen, aber wenn es andere glücklich macht, warum nicht. Wichtig ist, dass das Privatsache bleibt.
Aber ich habe ein ganz gravierendes Problem mit einem bestimmten Menschenschlag und darunter gehört z.B. der 25-jährige männliche ungebildete Zuwanderer mit hohen Ansprüchen an seine Versorgung, ohne nutzbare Ausbildung, ohne Willen zur Ausbildung und zur Arbeit, dafür aber mit all dem, was er so aus seinen mittelalterlichen patriarchalen failed state Gesellschaften mitgebracht hat. Failed states die das nicht sind, weil sie irgendein böses Schicksal getroffen hat, sondern weil sie von genau diesem Menschentyp zu failed states gemacht wurden.

Wegen mir sollen auch diese Leute ihre Art zu Leben irgendwo ausleben, aber meiner Meinung nach nicht bei uns.

Ich bin sehr viel in der Welt herum gekommen. Es hat schon seine Gründe, warum manche Länder nichts auf die Reihe bekommen. Die, die über die Stachelzäune klettern sind idR nicht die Opfer sondern die Täter. Sie werden auch hierzulande überwiegend keine produktiven Mitglieder unserer Gesellschaft für eine buntere Gesellschaft werden, sondern sie werden Täter bleiben.

Für die, die berechtigt Asyl suchen oder Wirtschaftsmigranten die unserem Land nutzen bin ich gerne bereit, das Land auch zu öffnen, und diese tatsächlich und halbwegs unbürokratisch zu unterstützen, auf dass sie einen passablen Aufenthalt (Asyl) und eine gute Bleibeperspektive (Migranten) haben mögen.

Die Illegalen und die Täter will ich in diesem Land aber nicht haben, auch nicht dulden.

Gehöre ich jetzt zu den 1/3 "ausländerfeindichen"?

19. Ah ganz toll
"Schließen Sie kurz die Augen und stellen Sie sich einen Ausländer vor." 

Ich empfehle Ihnen nicht zu fantasieren, sondern einfach mal einen Spaziergang in einer Großstadt zu machen. Muss nicht mal groß sein. Gehen sie nach Bremerhaven und erzählen Sie mir mal wo sie dort eine französische Austauschstudentin, einen New Yorker Hipster und einen polnischen Lehrer antreffen.

20. Ausländer vs. kriminelle Ausländer
Das Titelbikd irritiert mich Seit vielen Jahren lebe ich in den USA, seit zwei Jahren habe ich eine Greencard. Sollte ich als Visums- bzw. Greencard-Inhaber kriminell werden, kann ich ausgewiesen werden. Sind die Amerikaner deshalb ausländerfeindlich? Nein, ich finde das eine gesunde Haltung, die auch den Deutschen gut zu Gesicht stünde. Mir ist nicht klar, was daran ausländerfeindlich sein soll.

22. O je, Herr Maxwill...
In der Rubrik die Worte "Verachtung von Mitmenschen" und "Hass, für den es keine Worte gibt". Darunter als Belegbild ein Mann, auf dessen T-Shirt "Kriminelle Ausländer raus!" geschrieben steht.

Bitte, Herr Maxwill, inwiefern läßt die (nicht strafbare) Ansicht, daß kriminelle Ausländer unser Land verlassen sollten, darauf schließen, daß Vertreter dieser Ansicht diese Ausländer "verachten" beziehungsweise für sie "Haß, für den es keine Worte gibt" empfinden?

Kann man andererseits aus Ihrer Darstellung schließen, daß Leute, die sagen: "Kriminelle Menschen gehören vor Gericht gestellt und bestraft, z. B. mit dem Entzug ihrer Freiheit", ebenfalls dadurch ihrer "Verachtung" und ihrem "Haß" Ausdruck geben?

Aus Islamkritikern werden heutzutage automatisch Islam"hasser" (starker, emotionalisierender Ausdruck, diskreditiert den Adressaten sofort, stempelt ihn ab), Leute, die sich berechtigterweise gegen eine allseits wahrzunehmende Überfremdung wehren, wird flugs "FremdenFEINDlichkeit" unterstellt.

Ich kann's einfach nicht mehr hören.

26. Ja, und nu?
Also, wir haben ein Problem, wie es scheint, aber niemand kann sagen, wie es aussieht und auch nicht, wie man damit umgehen soll, und benennen kann es gar keiner. Aber wir können ohne große Schwierigkeiten ein mit diesem Problem verbundenes Vokabular verwenden, um unseren politischen Gegnern eins auf den Hut zu geben, indem wir sie etwa fremdenfeindlich oder so nennen. Daher: Sozialpädagogen an die Front!

39. Hass, für den es keine Worte gibt?
"Den Wissenschaftlern kann man das nicht zum Vorwurf machen, ihre Studie hat das Ziel erreicht: herauszufinden, wie groß die Ressentiments sind." Doch, man kann den Wissenschaftlern vorwerfen, dass sie sich nicht um klare Kategorien bemühen und die Begriffe nehmen, mit denen sie auch etwas interpretieren können. Das ist die Kernaufgabe von Wissenschaftlern und man sollte schon erwarten können, dass sie über die Kategorien, mit denen sie "die Welt abbilden" wollen, auch nachdenken. Stattdessen reproduzieren sie gesellschaftliche Missstände. Übrigens auch beim Begriff des Migrationshintergrundes: damit wird nichts erklärt, aber Menschen in eine Kategorie hineingepfercht, die es soziologisch eigentlich gar nicht gibt. Insofern verstehe ich auch die Überschrift zum Artikel nicht, der ja behauptet, es gebe gar keine Begriffe: doch, es gibt Worte für diesen Hass. Der Autor nennt sie doch selbst: Islamhass, Rassismus, Judenhass etc.

43. Ein Anfang! Aber leider nicht mehr
Ich finde den Beitrag einen Anfang, einen notwendigen, aber einen der zu kurz springt. Schon das Titelbild leitet die zugehörige Debatte fehl. Ist jemand mit einem TShirt "alle KRIMINELLEN Ausländer raus" ein "Hasser" wie der Titel suggeriert oder einer der eine dringend notwendige Forderung postuliert? Ist Fremdenfeindlichkeit wirklich das Gleiche wie "Hass"? Ich hätte da erhebliche semantische Probleme. Hass kommt oft grundlos daher, Feindlichkeit hat Argumente, auch wenn diese falsch sind! Ja und wieso beschwert sich niemand über die größte fremde Minderheit in unserem Staat, die Polen? Ziemlich einfach, die integrieren sich. Diese Frage sollte dringend in diesem Kontext mit debattiert werden. Kein Mensch erwartet, daß Migranten alles hinter sich lassen und sich vollständig assimilieren. Aber ebenso wenig kann die Debatte sich nur um zum Teil sogar begründete Ressentiments (Parallelgesellschaften, Frauenfeindlichkeit, Hassprediger) drehen und eine Integrationsstaatsministerin (Özoguz) behaupten, es gäbe hier keine Werte und Kultur. Die dringend notwendige gesellschaftliche Debatte hätte im übrigen in die politische Debatte einfließen müssen, sowohl zur Fremdenfeindlichkeit, zur Aufnahmebereitschaft wie aber auch zu Integrationsverpflichtungen BEVOR man die Grenzen aufmacht! Das ist allein Merkels Fehler. Sich hinterher über Fremdenfeindlichkeit zu beschweren ist zu billig, die "Feindlichen" hatten nicht um die Migration nach Deutschland und offene Grenzen gebeten, es wurde ihnen aufgezwungen. Zwang ist immer die schlechteste politische Lösung.

insgesamt doch recht interessante Kommentare pro und contra
http://www.spiegel.de/forum/panorama/ver...717-1.html
 
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