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Post-Merkel Ära eingeläutet (?)
#1
Kann Friedrich Merz die CDU retten?
Vera Lengsfeld
Veröffentlicht am 29. Oktober 2018

Gestern Abend, nachdem die Hessen-CDU 11 Prozentpunkte verloren und die Große Koalition mit insgesamt 20 % Verlust einen nicht zu übersehenden Denkzettel verpasst bekommen hatte, sah es so aus, als sollte weitergemacht werden, wie bisher.

Sowohl CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, als auch SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles schlossen personelle Konsequenzen aus. Angeblich wollten die Menschen nichts anderes, als eine Rückkehr zur „Sacharbeit“, weil sie keinen Streit mögen. Alles sah so aus, als würde außer ein paar Phrasen á la „Wir haben verstanden“ nichts passieren.

Die Medien zogen eifrig mit und verbreiteten die Legende, Bouffier hätte Merkel „gerettet“, weil er, wenn auch nur mithilfe der Grünen, Ministerpräsident bleiben könne.

Über Nacht und am frühen Morgen muss etwas passiert sein, was diese illusionären Planspiele obsolet gemacht hat. Was es war, werden vielleicht erst die Historiker erfahren.

Das Ergebnis ist jedenfalls die unerwartete Ankündigung des Rückzugs von Angela Merkel. Zwar nur als Parteivorsitzende, nicht als Kanzlerin. Aber verbunden mit dem Versprechen, bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr anzutreten. Außerdem schloss sie alle aus, noch einmal irgendwelchpolitischen Ämter anzustreben.

Kaum war Merkels Absicht in die Öffentlichkeit gelangt, präsentierten sich in kurzer Folge drei Anwärter auf den frei werdenden Posten des CDU-Vorsitzenden. Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und – das war die nächste Überraschung – Friedrich Merz.
Bei früheren Spekulationen über einen möglichen Merkel-Nachfolger wurde der Name Friedrich Merz immer mal wieder genannt. Der Mann war immerhin vor Angela Merkel kurzzeitiger Bundestagsfraktionsvorsitzender. In den Diadochenkämpfen nach dem Sturz von Wolfgang Schäuble in der CDU-Spendenaffäre war dem bislang nicht zum inneren Kreis gehörenden Merz unerwartet der Bundestagsfraktionsvorsitz zugefallen, nachdem Angela Merkel sich ebenso überraschend den Parteivorsitz gesichert hatte. Damit verwehrten die damaligen Möchtegern-Kanzlerkandidaten Merkel vorerst den Zugriff auf den Fraktionsvorsitz. Damals glaubte der Rest des berühmten, aber bereitslahmen „Andenpaktes“ jüngerer, ehrgeiziger CDU-Männer, sich noch aussichtsreiche Positionen für die Zeit nach der nächsten Kanzlerwahl sichern zu können. Die Rechnung war, dass Edmund Stoiber den Kampf um die Kanzlerkandidatur gewinnen würde und Merkel danach leicht als Vorsitzende zu stürzen wäre. Wie sehr die damaligen Vorgänge Merkel immer noch beschäftigen klang an, als sie in ihrer Presseerklärung überraschend darauf zu sprechen kam, dass sie seinerzeit Edmund Stoiber die Kanzlerkandidatur angeboten hatte.

Auch als sie Parteivorsitzende wurde, hatte „Kohls Mädchen“ noch niemand als ernsthafte Konkurrenz für die Kanzlerschaft gesehen. Merkels Stärke war immer, dass sie unterschätzt wurde. Mit ihrem Coup, nach Wolfratshausen zu Stoiber zu fliegen und ihm beim Frühstück die Kandidatur auf dem Tablett zu servieren, hatte keiner gerechnet. Nun war sie die Kanzlerkandidaten-Macherin und unangreifbar. In dieser Situation ließ sich Friedrich Merz, wie in der Unions-Bundestagsfraktion kolportiert wurde, von Stoiber versprechen, dass er nach der Wahl Fraktionsvorsitzender bleiben würde, angeblich sogar für den Fall, dass Stoiber verlieren sollte. Fakt ist, dass er es in den zwei Jahren als Fraktionsvorsitzender nicht vermocht hat, eine stabile Anhängerschaft zu gewinnen. Er war vor allem nicht Manns genug, um mit Merkel um diese Position zu kämpfen....

weiter > https://vera-lengsfeld.de/2018/10/29/kan...rZHpaUipfU
 
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#2
Alles, nur nicht Merz!
Angela Merkel wird nach 18 Jahren den Parteivorsitz abgeben. Das ist gut so. Via BILD brachte sich bereits wenige Sekunden nach dieser Meldung Friedrich Merz als möglichen Nachfolger ins Spiel. Merz wäre der wohl größte anzunehmende politische Unfall, der Deutschland passieren könnte. Er ist das personifizierte trojanische Pferd der Wall Street und der transatlantischen Netzwerke – eine politische Bordsteinschwalbe, die ihre Haut stets an den Meistbietenden verkauft. Der Deutschland-Repräsentant von BlackRock und Vorstandsvorsitzende der Atlantik Brücke hat schon immer die Interessen der Bürger für einen Judaslohn verschachert. Von Jens Berger.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
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#3
30. Oktober 2018 um 7:37
Im MoMa Interview Weide l- v. Haaren.
Thema: Merz … Merz … Merz !
Danach der Lokus-Gründer im Studio etwas geschickter: Merz … Merz … Merz !
Die Atlantik-Brücke soll es richten!

30. Oktober 2018 um 8:43
Ist doch laut ARDZDFMSM voll normaaaaaaaal, dass ein EHEMALIGER CDU-Mann von quasi Null zum PV, KK, Kanzler wird…
Bei Wiki stehet noch geschrieben:
„[…] und ehemaliger Politiker der CDU.“
„Seit 2009 ist Merz Vorsitzender des „Netzwerks Atlantik-Brücke“;[1] außerdem ist er Mitglied der Trilateralen Kommission von Europa und seit März 2016 als Aufsichtsratschef (active chairman) für den deutschen Ableger des weltweit größten Vermögensverwalters BlackRock tätig.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Merz

30. Oktober 2018 um 9:25
Unglaublich! Das haut einen schon vom Hocker, wie die zur Sache gehen!
Merz, der Markt-Faschist. Deutschland auf dem Weg zur Technokratenregierung.
Arme „Volkspartei“, arme CDUler.

30. Oktober 2018 um 9:05
Die ARD Tagesthemen sind voll auf Merkels Kurs der „Marktkonformen Demokratie“.
Am Ende der Tagesthemen kommt noch ein längerer Abstecher zur Börse und der Reaktion „Der Märkte“ auf Merkels erstens-zweitens-drittens Befehlsausgabe.
Ab Minute 25 ist zu lesen: „Kurse ziehen deutlich an“ so lautet die Einleitung, wobei das doch sehr seltsam wirkt, da Gott-Kanzlerin die Beste war/ist. Wieso steigen dann nach ihrem angekündigten Rückzug in Teilschritten ein Kursanstieg Wink) Dann kommt der ARD-„€xperte“ Markus Gürne.
„Die Ereignisse im politischen Berlin wirken sich auch an den Finanzmärkten aus. Und zwar ausgesprochen positiv. Das Börsen-Barometer legt so stark zu wie lange nicht mehr. Und die Euphorie der Investoren und Anleger hat einen Grund – und ein Gesicht: Friedrich Merz. Jener früherer Fraktionschef der CDU/CSU, der sich einst anschickte, die Steuererklärung auf einem Bierdeckel zu erledigen. […]“ Min. 25 ff
PS: Überzeugendes Foto 
https://www.tagesschau.de/multimedia/sen...-6349.html

[Bild: BlackRockFM.png]

30. Oktober 2018 um 9:42
Die Investoren und Märkte haben doch bisher ohnehin schon ihre Beute in Massen und bedenkenlos nach Deutschland gekarrt, da ist kaum noch Steigerung drin. Man zaubert für den Pöbel ein Leckerli aus dem Hut, damit alle fressen und verstehen, dass es mit dem verschollen geglaubten Merz sogar noch besser in Deutschland weitergehen wird, als bisher.
„Seit 2009 ist Merz Vorsitzender des „Netzwerks Atlantik-Brücke“;[1] außerdem ist er Mitglied der T r i l a t e r a l e n K o m m i s s i o n von Europa“, hier spielt die Musik, das ist das leise aber wirkungsvolle Instrument der europäischen Eliten.

30. Oktober 2018 um 10:58
Es macht einfach nur stutzig, dass jemand, der zwei Jahre „im Bundestag rumlungerte“, dann in die „Privatwirtschaft“ wechselte und damit aus der CDU-Tagespolitik verschwand, nun wie Phönix aus der Asche wieder ins „Machtzentrum“ dieser Partei kommen soll. Das ist doch absolut unlogisch, das kann nur ein Konstrukt von wem auch immer sein, an den braven Parteischafen der CDU vorbei, die sich nun wie deppert vorkommen müssen, aber brav die Schnauze halten.
Dass auch zwei andere Namen in den Ring geworfen werden, ist reines Täuschungsmanöver – Demokratie-Simulation.

(wird schon mal vorgebaut, wenn die Globalisten in den USA wieder das Ruder übernehmen)
 
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#4
Der CDU-Mittelstandsverein unterstützt Merz mit der Behauptung zur sozialen Marktwirtschaft zurückzukehren. 
https://deutsch.rt.com/meinung/78446-wil...-merz-cdu/ http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan...64137.html

Huh Confused Sad
 
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#5
Willy Wimmer zur Kandidatur von Merz für Parteivorsitz: CDU als Instrument für US-Interessen
Willy Wimmer, Parlamentarische Staatssekretär a.D. beim Bundesminister der Verteidigung, kommentiert die Kandidatur von Friedrich Merz, der Chefposten bei der Atlantik-Brücke und beim US-Finanzgiganten BlackRock inne hat, für den CDU-Parteivorsitz.
von Willy Wimmer
Die Kandidatur von Merz für den Parteivorsitz ist von langer Hand vorbereitet und am Samstag letzter Woche finalisiert worden. Vertraute im Lande wurden darüber unterrichtet, dass er im Fall einer Abwahl von Bouffier noch am Sonntagabend seine Kandidatur zum Parteivorsitz ankündigen werde, ansonsten zwei Wochen Bedenkzeit vorziehe.....
https://deutsch.rt.com/meinung/78446-wil...-merz-cdu/

Merz ist auch nicht besser. er wird in dieselbe Richtung marschieren, ganz braver Statthlater der Marionette BRD im Sinne der globalistischen US Eliten. er ist halt noch nicht so verbrannt wie Merkel oder Guttenberg

die lernen es nicht.
 
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#6
Aus 2007...trotzdem interessant

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...65136.html

"Michael Spreng war schon vieles: Chefredakteur der "Bild am Sonntag", Berater von Edmund Stoiber und Jürgen Rüttgers, Redaktionsleiter von Sandra Maischberger - jetzt ist er Kolumnist beim "Hamburger Abendblatt". Zusammen mit dem früheren "Stern"-Chefredakteur Michael Jürgs kommentiert er dort aktuelle Ereignisse. Am Donnerstag plauderte Spreng außer der Reihe ein wenig aus dem Nähkästchen. Anlass: Der Rückzug des CDU-Politikers Friedrich Merz aus der Politik. Spreng blickte zurück auf das schwierige Verhältnis zwischen Merz und Kanzlerin Angela Merkel - und verriet dabei ein pikantes Detail, das einen tiefen Einblick in die Abgründe der Union gibt.

Vor fünf Jahren war Spreng Stoibers Wahlkampfberater und dicht dran an den Größen von CDU und CSU. Im "Abendblatt" schildert er nun eine Begebenheit aus dem turbulenten Jahr 2000, als die Parteivorsitzende Merkel und der Fraktionschef Merz die Kohl-Spendenaffäre halbwegs gemeistert und überstanden hatten. Damals habe sich Merz als neuer CDU/CSU-Fraktionschef bei CSU-Chef Edmund Stoiber in München vorgestellt, schreibt Spreng in seinem Artikel mit Verweis auf eine Schilderung von Merkel. In Hochstimmung sei er von Stoiber zurückgekommen und habe Merkel erklärt: "Stoiber will nicht Kanzlerkandidat werden." Das mache dann eben er, Merz.

Offenbar verblüfft über seine eigene Kühnheit, habe Merz noch zu Merkel gesagt: "Aber Angela - was machst du dann?" Die Parteichefin sei klug genug gewesen, es in diesem Augenblick mit einem "Mach Dir mal keine Sorgen" bewenden zu lassen, schreibt Spreng.
...
Spreng erzählt dann weiter die allseits bekannte Geschichte vom kontinuierlichen Abstieg des Friedrich Merz: Wie dieser 2002 seinen Posten als Fraktionschef an Merkel verlor, weil sie und Stoiber das nach der verlorenen Bundestagswahl ausgemacht hatten. Wie der Finanz- und Steuerexperte Merz anschließend als Vize-Fraktionschef keine Gelegenheit ausließ, um Merkel bei Parteifreunden und Journalisten schlecht zu machen. Wie er immer wieder Angebote von Merkel ausschlug - zum Beispiel, in ihrer Wahlkampfmannschaft 2005 mitzumachen.

Merkel konnte ihm das Bundesfinanzministerium laut Spreng nicht zusagen, weil es wegen Stoibers damaliger Ansprüche auf ein Superministerium blockiert gewesen sei. Darum habe Merz ihre Avancen abgelehnt. Nach der Wahl dann habe Merz das Rennen "endgültig verloren", schreibt Spreng - im November 2005, als die Große Koalition ihre Arbeit aufnahm."

Die Beiden laufen im deutschen Köpfchen als Gegner, sogar Feinde auf.
Also wird Merz es ganz anders als Merkel machen....welch ein Trugschluss.
Ich denke, die dienen den gleichen Herren und sind nur im eigentlichen Rennen dann Konkurrenten, so wie im Sport.
Grad läuft das Tagesgespräch auf WDR5 .... die propagierte Geschichte scheint sich grösstenteils genau so festgesetzt zu haben wie gewünscht. Der Fachmann im Studio hat soviel Kreide gefressen, ich gerate beim Zuhören sofort in den Alpha Zustand :-)
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#7
Und der hier aus Dezember 2017 ist auch nicht schlecht....
frei nach dem Motto " Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fina...56935.html

"Hat man Sie um Ihren Rat gebeten?
Ich stehe mit dem ein oder anderen in Kontakt. Das ist aber keine Tätigkeit, der ich regelmäßig nachgehe. Und bevor die Frage kommt: Ich habe nicht die Absicht, in die aktive Politik zurückzukehren."
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#8
Ein Kommentar aus der Schweiz zum geplanten Teilrückzug vom Murksel und dem deutschen Medienecho auf die Ankündigung.
Die grosse Zauderin bleibt sich treu
https://www.nzz.ch/meinung/angela-merkel...ld.1432076
 
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#9
30. Oktober 2018 um 13:34
Die Auftragserteilung der Trilateralen Kommission ist durch.
Atlantikbrücke kann loslegen.
Pressemitteilung:
Merz kündigt offitiell Kandidatur für CDU-Vorsitz an
(Quelle: tagesschau24)
 
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#10
KANDIDATEN FÜR MORGEN UND VON GESTERN

Merkel: Ein Abschied, der keiner ist

Alle Medien sind voller Nachrufe auf Merkel. Aber es ist einer ihrer Tricks, vielleicht der letzte große: Sie bleibt Kanzlerin.
Nichts ist so schwer wie Abschied von der Macht. In der Nacht, in der er die Wahl verlor, trat Helmut Kohl auf die Bühne des Konrad-Adenauer-Hauses und gratulierte Gerhard Schröder zum Erfolg: „So ist Demokratie“.
https://www.tichyseinblick.de/tichys-ein...einer-ist/
 
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