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Geiselnahme in Köln
#11
Noch am Montag wurde die Wohnung des Syrers in einer Flüchtlingsunterkunft im Kölner Stadtteil Neuehrenfeld durchsucht. Dort entdeckte die Polizei weiteres Benzin. An der Wand fanden sich den Angaben zufolge arabische Schriftzeichen, die sich zwar auf den Islam, nicht aber auf das Terrornetz "Islamischer Staat" beziehen. Sichergestellt wurden verschiedene Datenträger, darunter zwei Handys.
Der Syrer ist laut Polizei als Asylberechtigter anerkannt und besitzt eine Aufenthaltserlaubnis bis Juni 2021. In Deutschland lebte er nach Polizeiangaben seit 2015, fast ausschließlich in Köln. Seine Frau lebt noch in Syrien, sein Sohn und sein Bruder sind in Deutschland.
Seit 2016 ist der Mann selbst 13-mal straffällig geworden, unter anderem wegen eines Rauschgiftdelikts, Betrugs, Ladendiebstahls und Hausfriedensbruchs. "Die Strafbarkeit führt nicht zu einer Ausreisepflicht, solange jemand als Flüchtling anerkannt ist", teilte die Stadt Köln dazu mit.
Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete unter Berufung auf den Hausverwalter der Flüchtlingsunterkunft, dass der Mann in Syrien als politischer Häftling und Gegner des Regimes von Präsident Assad im Gefängnis gesessen haben solle. "Er sagte, dass er dort gefoltert wurde. Mit Stromschlägen, mit Wasser, mit Licht", sagte der Hausverwalter. "Das hat ihn psychisch krank gemacht. Er war hier in Köln deswegen auch in Behandlung." Die Polizei hat eigenen Angaben zufolge keine Informationen über eine Haftzeit in Syrien.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ko...33663.html
 
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#12
Geiselnahme am Hauptbahnhof 
Köln entging nur knapp einer Katastrophe
Köln -

Nach dem Brandanschlag und der Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof ist der mutmaßliche Täter außer Lebensgefahr. Er liege im Koma und konnte noch nicht vernommen werden, berichtete die Polizei. Die Ermittler wollen einen islamistischen Hintergrund der Tat, mit der der 55-jährige Syrer und anerkannte Flüchtling Mohammad R. offenbar möglichst viele Menschen treffen wollte, weiterhin nicht ausschließen.
Bezug zu islamistischem Terror nicht belegt
Einen eindeutigen Beleg für einen konkreten Bezug R.s zum islamistischen Terrorismus hat die Polizei zwar bislang nicht. Dennoch teilte ein Sprecher des Bundesgerichtshofs mit, die Generalbundesanwaltschaft werde vermutlich in Kürze die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft Köln übernehmen.
Der Polizei zufolge hatte R. am Montag mehrere Molotow-Cocktails in einem Koffer dabei sowie Behältnisse mit Benzin und Gaskartuschen, die mit Stahlkugeln befüllt waren. Wären die alle im McDonald’s-Café zur Explosion gebracht worden, wäre die Sprengwirkung „ungeheuer“ gewesen und der Schaden „ganz beachtlich“, betonte Kölns Kripochef Stephan Becker. „Er wollte offensichtlich viele Menschen schädigen.“

Molotow-Cocktail in Benzinpfütze geworfen
Letztlich zündete R. einen Molotow-Cocktail und warf ihn in eine Benzinpfütze, die er zuvor selbst im Verkaufsraum ausgebracht hatte. In einem Überwachungsvideo aus dem Schnellrestaurant, das die Polizei am Dienstag vor Journalisten abspielte, sind die dramatischen Szenen erschreckend deutlich zu erkennen. Eine 14-Jährige erlitt schwere Brandverletzungen und wurde am Dienstag erneut operiert.
Mohammad R. lebte seit 2015 in einem Apartmenthaus in Neuehrenfeld. Dort erzählte er Nachbarn, er habe in seiner Heimat in Syrien jahrelang als politischer Häftling und Gegner des Assad-Regimes im Gefängnis gesessen und sei dort gefoltert worden. Die Polizei weiß nach eigenen Angaben bisher nichts davon, bestätigte aber, dass der 55-Jährige in Köln zuletzt wegen psychischer Probleme in Behandlung war. Seit 2016 ist 13 Mal gegen ihn ermittelt worden, unter anderem wegen eines Rauschgiftdelikts, Betrugs, Ladendiebstahls und Hausfriedensbruchs.

Seit 2015 als Flüchtling anerkannt

„Die Strafbarkeit führt nicht zu einer Ausreisepflicht, solange jemand als Flüchtling vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannt ist“, teilte die Stadt Köln mit – und das war Mohammad R. bereits seit Mitte 2015. Laut Staatsanwältin Natalie Neuen seien einige Ermittlungsverfahren gegen den 55-Jährigen mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt worden. Nur eines wegen Betrugsverdachts gelangte zur Anklage, der Prozess steht noch aus.

Arabische Schriftzeichen an der Wand in der Wohnung
In der Wohnung von Mohammad R. fand die Polizei unter anderem Benzin, zwei Handys und arabische Schriftzeichen an einer Wand. Die Texte hätten zwar intensive Bezüge zum Islam, beinhalteten aber keine islamistischen Parolen oder ein Bekenntnis zum „Islamischen Staat“, heißt es. Während der Tat im Bahnhof hatte R. angegeben, der Terrororganisation Daesh anzugehören, eine arabische Bezeichnung für den IS.
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) äußerte sich am Dienstag „sehr bestürzt“ über die Tat. Er lobte die Arbeit der Polizei, die „durch ihr konsequentes und professionelles Einschreiten Schlimmeres verhindern“ habe können. Sebastian Fiedler von der Kripogewerkschaft Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sagte, der Täter von Köln habe offenbar einen Bezug zur islamistischen Szene in NRW gehabt.

Tatsächlich hatte Mohammad R. der Polizei vor längerer Zeit einen Mann gemeldet, der angeblich nach Syrien ausreisen wollte. Die Vielzahl der von R. begangenen Straftaten sowie die Tatausführung lasse „ein Stück weit auf seine Persönlichkeit schließen“, sagte Fiedler. „Solche Typen sind uns aus der islamistischen Szene nicht fremd.“

Polizei bittet um Hinweise:

Die Kölner Polizei hat unter der Nummer 0221/229 4444 ein Hinweistelefon eingerichtet. Wer im Zusammenhang mit der Geiselnahme etwas beobachtet hat, kann sich dort melden. Die Ermittler bitten auch diejenigen um Angaben, die den Täter vor der Tat, etwa auf dem Weg zum Hauptbahnhof oder möglicherweise schon an einer Tankstelle, beobachtet haben.
Der 55 Jahre alte Geiselnehmer habe längere graue Haare und einen Dreitagebart. Er sei dunkel gekleidet und alkoholisiert gewesen und habe einen verwahrlosten Eindruck gemacht.
https://www.ksta.de/koeln/geiselnahme-am...e-31450834
 
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#13
ein kleines "Mäntelchen" für Köln:

(bei google-news ganz oben und weit verbreitet > https://news.google.com/stories/CAAqOQgK...id=DE%3Ade

17.10.
Anschlagsziel Deutschland

Wie der IS Attentäter einschleusen wollte
Ein großer Anschlag in Deutschland - das war der Plan einer Gruppe deutscher Islamisten der IS-Terrormiliz. Doch der Plot scheiterte. Oguz G. war an den Plänen direkt beteiligt - Reporter von NDR, WDR und SZ sprachen mit ihm.

Von Volkmar Kabisch, Georg Mascolo und Amir Musawy

Er sitzt auf einem Plastikstuhl und sucht mit unruhigen Augen den Raum ab. Fast ein Jahr hat es gedauert, bis die Reporter von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" den Mann besuchen durften. Er heißt Oguz G., ist 39 Jahre alt, großgewachsen. G. stammt aus Hildesheim in Niedersachsen. Im Oktober 2017 ergab er sich kurdischen Kämpfern in den Gefechten um die syrische Islamistenhochburg Rakka. Seither sitzt er in einem Gefängnis in Nordsyrien und hofft sobald wie möglich nach Deutschland zurückkehren zu können.

"Ich bin da reingerutscht"
Oguz G. verließ Hildesheim 2015, war dann zunächst Kämpfer des "Islamischen Staats" im Irak. Später siedelte er mit seiner Frau ins syrische Rakka über. Dann wurde Oguz G. Teil eines mörderischen Plans. Gemeinsam mit Marcia M., seiner zum Islam konvertierten Frau, war er eine Art Quartiermacher der Dschihadisten, die in Deutschland einen großen Anschlag planten und ein verheerendes Blutbad anrichten wollten. "Ich bin da reingerutscht", sagt er heute. Als er vom eigentlichen Plan erfuhr, habe er versucht "aus der Sache wieder rauszukommen".
Die Geschichte beginnt im Jahr 2016. Damals, so schildern es deutsche Sicherheitsbehörden, entstand beim "Islamischen Staat" so etwas wie der Wunsch, Deutschland enger in den Fokus zu nehmen und auch hierzulande nach kleineren Attacken einen großen Anschlag zu versuchen. Zuvor, im November 2015, hatte es zunächst Paris und dann 2016 Brüssel getroffen. Es ist der Moment, in dem ein "Bruder" auf Oguz G. zugeht und von einer "Spezialmission" erzählt, für die er auserwählt worden sei. Der Niedersachse möge bitte Frauen in Deutschland suchen, die bereit seien, Kämpfer zu heiraten und zu beherbergen - zur Tarnung. Marcia M., inzwischen eingeweiht von ihrem Mann, nimmt mit Frauen in der norddeutschen Salafistenszene Kontakt auf.

Die Glaubensschwester arbeitet für den Verfassungsschutz

Was Marcia M. nicht weiß: Die angeschriebene Glaubensschwester in Deutschland ist eine Quelle des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Ein glücklicher Zufall für die Sicherheitsbehörden. "Für uns war die Faktenlage in diesem Fall sehr konkret und auch belastbar. Das ist häufig nicht der Fall", sagt Generalbundesanwalt Peter Frank im Gespräch mit NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung". Nun können die Ermittler, die mit dem Verfassungsschutz und dem Bundesnachrichtendienst zusammenarbeiten, recht genau nachvollziehen, was der IS plant. 

So schreibt Marcia M. im November 2016 der vermeintlichen Glaubensschwester: "Guck mal, es gibt Brüder, die jetzt kommen wollen." Daher solle sie ihr Handy von nun an nicht mehr abschalten. Die deutschen Sicherheitsbehörden fürchten, ein Anschlag könne unmittelbar bevorstehen. Im Gemeinsamen Terrorismus-Abwehr-Zentrum (GTAZ) bekommt der Fall höchste Priorität. Ende November schreibt Marcia M.: "Das Paket ist hängengeblieben." Es gab also offenbar Probleme.
Im Januar eine weitere Nachricht von Marcia M.: Das Paket sei "gerade am Ballern". Offenbar sind die vermeintlichen Attentäter noch in Syrien im Kampfeinsatz
Marcia M. und Oguz G. werden in Rakka verhaftet

Das ändert sich erst vor gut einem Jahr. Damals verhaften Kurden bei der Erstürmung Rakkas ein deutsches Paar - Marcia M. und ihren Mann Oguz G. Die beiden hatten sich in den letzten Tagen der Gefechte um die einstige Hauptstadt der Terrormiliz ergeben. Sie kommen wie viele andere Deutsche in Haft. Die beiden sagen zunächst gegenüber den Kurden, später auch vor Agenten des Bundesnachrichtendienstes aus. Sie gestehen ihre Beteiligung, nennen wichtige Fakten.

Einreise in drei Teams
Seither setzen Ermittler Stück für Stück ein Bild der Anschlagsplanung zusammen. Demnach sollten insgesamt drei Teams von Attentätern nach Deutschland reisen. Diese hätten konkrete Anweisungen erhalten, wie sie sich zu verhalten hätten. So sollten sie beispielsweise ihr Äußeres durch Haartransplantationen und durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln verändern, um bei der Einreise nach Deutschland nicht aufzufallen. Auf zwei in der Türkei verhaftete deutschstämmige Islamisten passt diese Beschreibung.
Die zweite Gruppe habe ebenfalls aus zwei Männern bestanden, darunter ein Mann, der sich Abu Qaaqa nannte. Dabei handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um den ebenfalls aus Hildesheim stammenden Dominik W. Er war bereits 2014 nach Syrien ausgereist und hatte sich dort dem IS angeschlossen. Nun sollte er nach Deutschland zurückkehren und töten. Im Interview mit NDR, WDR und SZ sagte Oguz G.: "Ich habe halt solche Sachen mitbekommen, dass man sich zum Beispiel tätowieren soll. Einfach Tarnung."  Am Ende habe es dann geheißen: "Geht zurück, um euch dann irgendwo in die Luft zu jagen."
Fahndung nach dem Chefplaner

Wer zur dritten Gruppe gehörte, ist bis heute unklar. Allerdings konnten Marcia M., Oguz G. und ein weiterer Zeuge eine Aussage treffen, wer als Chefplaner agiert habe. Ein Mann namens Abu Mussab al-Almani - der Deutsche also. Er soll es in der Abteilung für "Externe Operationen" der Terrormiliz, die auch hinter den Anschlägen in Paris und Brüssel stehen soll, weit gebracht haben. Fieberhaft ermitteln Fahnder. Inzwischen sind sie sich weitgehend sicher, dass der Deutsche gar kein Deutscher ist, sondern Schweizer. Thomas C. lebte aber bis zu seiner Ausreise 2013 in Frankfurt am Main. Vieles spricht dafür, dass Thomas C. inzwischen tot ist. Sicher ist das nicht. Deshalb laufen die Ermittlungen weiter. Und selbst wenn sich die Todesnachricht bestätigte, so ein Ermittler, wisse man nicht, ob einige der Beteiligten noch immer aktiv sind. Und womöglich weiter Anschläge planen.
"Wir versuchen weiterhin, aller Beschuldigten habhaft zu werden", sagt Generalbundesanwalt Frank. Gegen Oguz G. und Marcia M. wurde Haftbefehl erlassen, sie warten auf ihre Überstellung nach Deutschland.
https://www.tagesschau.de/ausland/anschl...s-101.html

Räuberpistole?

In Hildesheim war die DIK-Moschee, in der Abu Walaa Kämpfer für Syrien rekrutiert haben soll

Dodgy Dodgy Dodgy

(was stimmt nicht mit dem Täter von Köln? FSA-Rebell? Al-Kaida? Al-Nusra? Jemand vom IS eher weniger, weil die sich selbst nicht als "Daesh" bezeichnen würden)
 
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#14
Was ist denn da zuzeit in Kölle los?



Am Köln/Bonner Flughafen Weibliches Mitglied der IS-Terrormiliz verhaftet
  • 18.10.18, 05:45 Uhr


Köln -
Die Bundesanwaltschaft hat am Flughafen Köln/Bonn eine 46 Jahre alte Frau wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen.
Der Zugriff erfolgte am Mittwoch bei der Einreise am Flughafen aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs (BGH) vom Montag, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.

Frau soll Ende 2014 dem IS beigetreten sein

Der Deutschen wird vorgeworfen, sich am IS beteiligt und sich ein Haus im Irak angeeignet zu haben. Die Frau soll spätestens Ende des Jahres 2014 den Entschluss gefasst haben, sich dem IS im Kampf gegen das syrische Regime anzuschließen und am Aufbau eines islamischen Staates nach dem Vorbild der Scharia zu beteiligen.


Sie habe im Januar 2015 nach islamischem Recht von Deutschland aus per Videotelefonie ein Mitglied des IS geheiratet. Die Beschuldigte sei zu ihrem Ehemann erst in die Türkei und dann nach Syrien gereist.
Ihr Ehemann wurde bei Kämpfen getötet
Im Juni 2015 sollen beide nach Tal Afar im Irak umgezogen sein, wo sie ein Haus bewohnten, aus dem die rechtmäßigen Bewohner durch den IS vertrieben worden oder vor ihm geflohen waren. Nachdem ihr Ehemann wenig später bei Kämpfen getötet worden war, sei sie mehrmals in der Region umgezogen und dann schließlich nach Deutschland gereist, wo sie festgenommen wurde. (dpa)

https://www.ksta.de/koeln/am-koeln-bonne...t-31455672
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#15
Mittwoch, 17. Oktober

15 Uhr: Geiselnehmer forderte, zum IS nach Syrien ausreisen zu können

Die Bundesanwaltschaft hat neue Details zum Geiselnehmer und dessen Tat bekanntgegeben: Ihm wird versuchter Mord in zwei Fällen sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Der Geiselnehmer schüttete im Schnellrestaurant eine brennbare Flüssigkeit aus und setzte diese mit einem Molotow-Cocktail in Brand. Die 14-Jährige rutschte bei ihrer Flucht vor den Flammen auf der Benzinpfütze und fing Feuer. Während SEK-Beamte die Apotheke stürmten, um den Geiselnehmer zu überwältigen, verletzte dieser seine weibliche Geisel.

Nach dem bisherigen Erkenntnisstand lägen, so die Bundesanwaltschaft, mehrere Anhaltspunkte für einen radikal-islamistischen Hintergrund der Tat vor. Sie ergeben sich unter anderem aus Zeugenangaben. Danach soll der Beschuldigte die Freilassung einer Frau gefordert haben, deren Mann sich terroristisch betätigt haben soll. Zudem soll er geäußert haben, dass er Mitglied des sogenannten Islamischen Staates sei und zu diesem nach Syrien ausreisen wolle. Darum hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Sie will klären, ob der Mann das Attentat als Mitglied des sogenannten Islamischen Staates oder einer anderen terroristischen Vereinigung begangen hat oder aber unmittelbar vor oder während der Tat zu einem Mitglied einer Terrororganisation in Kontakt oder unter deren Einfluss stand. Auch wird der Frage nachgegangen, ob bislang unbekannte Tatbeteiligte oder Hintermänner in die Tat eingebunden waren.

https://www.ksta.de/koeln/newsblog-zur-g...n-31444410
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#16
(18.10.2018, 09:48)John Thomas schrieb: Mittwoch, 17. Oktober

15 Uhr: Geiselnehmer forderte, zum IS nach Syrien ausreisen zu können

Die Bundesanwaltschaft hat neue Details zum Geiselnehmer und dessen Tat bekanntgegeben: Ihm wird versuchter Mord in zwei Fällen sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Der Geiselnehmer schüttete im Schnellrestaurant eine brennbare Flüssigkeit aus und setzte diese mit einem Molotow-Cocktail in Brand. Die 14-Jährige rutschte bei ihrer Flucht vor den Flammen auf der Benzinpfütze und fing Feuer. Während SEK-Beamte die Apotheke stürmten, um den Geiselnehmer zu überwältigen, verletzte dieser seine weibliche Geisel.

Nach dem bisherigen Erkenntnisstand lägen, so die Bundesanwaltschaft, mehrere Anhaltspunkte für einen radikal-islamistischen Hintergrund der Tat vor. Sie ergeben sich unter anderem aus Zeugenangaben. Danach soll der Beschuldigte die Freilassung einer Frau gefordert haben, deren Mann sich terroristisch betätigt haben soll. Zudem soll er geäußert haben, dass er Mitglied des sogenannten Islamischen Staates sei und zu diesem nach Syrien ausreisen wolle. Darum hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Sie will klären, ob der Mann das Attentat als Mitglied des sogenannten Islamischen Staates oder einer anderen terroristischen Vereinigung begangen hat oder aber unmittelbar vor oder während der Tat zu einem Mitglied einer Terrororganisation in Kontakt oder unter deren Einfluss stand. Auch wird der Frage nachgegangen, ob bislang unbekannte Tatbeteiligte oder Hintermänner in die Tat eingebunden waren.

https://www.ksta.de/koeln/newsblog-zur-g...n-31444410

"Darum hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Sie will klären, ob der Mann das Attentat als Mitglied des sogenannten Islamischen Staates oder einer anderen terroristischen Vereinigung begangen hat oder aber unmittelbar vor oder während der Tat zu einem Mitglied einer Terrororganisation in Kontakt oder unter deren Einfluss stand. Auch wird der Frage nachgegangen, ob bislang unbekannte Tatbeteiligte oder Hintermänner in die Tat eingebunden waren."

Da muss man wahrscheinlich tiefer graben. Sieht so aus, als könnten die beschriebenen Fälle etwas miteinander zu tun haben. Alleine das Alter der hier beschriebenen macht etwas stutzig (39, 46, 55)
 
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#17
Geiselnahme am Kölner HauptbahnhofTäter hätte abgeschoben werden können - doch Bundesamt verpasste Fristen
Donnerstag, 18.10.2018

Der 55-jährige Geiselnehmer vom Kölner Hbf hätte längst abgeschoben werden können. Das erfuhr FOCUS Online aus Sicherheitskreisen. Im Jahr 2015 war Mohammad Abo R. aus Syrien in die Tschechei gekommen und auch dort als Asylbewerber registriert worden, dann soll er weiter nach Deutschland eingereist sein. 
Dort fiel sein Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) durch, weil er vorher schon im Erstaufnahmeland in der Tschechien registriert war. Nach dem Dublin-Abkommen hätte er nach Prag abgeschoben werden müssen, doch das Bamf verpasste die Fristen. Folglich musste er hierzulande geduldet werden bzw. erhielt ein Aufenthaltsrecht bis 2021.
Täter liegt weiter im Koma
Mohammad Abo R. liegt nach einem Kopfschuss weiter im Koma. Ob und wann er vernommen werden kann, ist noch unklar, wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Donnerstag sagte. Nähere Angaben wollte er nicht machen. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hatte den 55-Jährigen nach zweistündiger Geiselnahme überwältigt und durch Schüsse schwer verletzt. Ein Schuss traf ihn in den Kopf.

Die Bundesanwaltschaft schließt ein terroristisches Motiv für die Tat nicht aus. Sie ermittelt wegen zweifachen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung.....
https://www.focus.de/politik/deutschland...80751.html
 
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#18
Eingeschoben:
Hat man schon TATP und Rizin gefunden oder nur 'ne Tüte Glückskekse?

INP
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#19
(19.10.2018, 09:24)INP schrieb: Eingeschoben:
Hat man schon TATP und Rizin gefunden oder nur 'ne Tüte Glückskekse?

INP

Der Fall wird schon auf kleiner Flamme gekocht. Vor allem kursieren 3 verschiedene Storys. Die am Kölner Hauptbahnhof. die vom vereitelten Terroranschlag auf ein Musik-Festival und die Festnahme einer Frau am Flughafen Köln-Bonn. Interessant genug!
Man spielt das natürlich runter (Hessen-Wahl) und selbst die AfD scheint gemerkt zu haben, dass ihre Kampagnen in diese Richtung nicht mehr so richtig fruchten.Also nicht wie üblich ein großes Fass.

Was war der Anlass von Mascolo und seiner Crew jetzt die Story vom vereitelten Anschlag zu bringen?

Ist das den Ermittlungen durch den GBA geschuldet, dass keine Details/Hintergründe berichtet werden?

hast mit deinem RIZIN gleichmal wieder einen Treffer gelandet:

Kölner Geiselnahme:
18.10
Ermittler prüfen Verbindung zum Rizin-Bomben-Fall
Köln Die Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof könnte mit dem Fall des vereitelten Rizin-Bomben-Attentats im Stadtteil Chorweiler zusammenhängen. Die Ermittler prüfen eine mögliche Verbindung.
Nach dem Brandanschlag und der Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof prüfen die Ermittler der Bundesanwaltschaft Parallelen zu dem Fall des 29-jährigen Tunesiers Allah H., der im Juni im Kölner Stadtteil Chorweiler festgenommen worden war. Der Islamist hatte damals offenbar vor, eine Splitterbombe mit dem hochgiftigen Biokampfstoff Rizin zu bauen und damit einen Anschlag zu verüben. Seine Ehefrau Yasmin H. sitzt wie er in Untersuchungshaft – gegen die 42-Jährige wird wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie zur vorsätzlichen Herstellung von biologischen Waffen ermittelt.

Noch am Dienstag hatte ein Sprecher der Kölner Polizei auf Anfrage verneint, dass es eine Verbindung zum Chorweiler-Fall geben könnte. Nun werden nach Angaben eines Sprechers der Bundesanwaltschaft mögliche Zusammenhänge überprüft. Wie durch die Bundesanwaltschaft bekannt geworden war, soll der mutmaßliche Geiselnehmer Mohammad A.R. die Freilassung einer Frau aus Tunesien gefordert haben, deren Mann sich „terroristisch betätigt haben soll“, wie es hieß. Außerdem habe er seine Ausreise nach Syrien zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) gefordert.
Ob der 55-jährige Syrer mit der Geiselnahme Yasmin H. freipressen wollte, ist unklar, scheint aber Gegenstand der Ermittlungen zu sein. Die sechsfache Mutter stammt allerdings nicht wie ihr Mann aus Tunesien, sondern ist Deutsche. Sie ist seit 2015 mit Allah H. verheiratet und soll schon vorher immer wieder Kontakt zu Islamisten gesucht haben. Ihrem Mann soll sie unter anderem bei der Beschaffung der Materialien und bei Ausreiseversuchen nach Syrien geholfen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass er über die Türkei in das Herrschaftsgebiet des IS übersiedeln wollte. Das Paar soll außerdem das Gift Rizin an einem Hamster getestet haben, den Yasmin H. gekauft hatte.

Anfang Juni hatte Allah H. nach Angaben der Bundesanwaltschaft über einen Internetversandhändler 250 Metallkugeln gekauft, die er offenbar als Splittermaterial verwenden wollte. Auch Mohammad A.R. hatte Stahlkugeln verwendet, wie die Kölner Polizei am Dienstag bekannt gegeben hatte. Er hatte damit Gaskartuschen präpariert, die er im Hauptbahnhof bei sich hatte. Hätte er sie zur Explosion gebracht, wäre die Sprengwirkung eine „ungeheure“ gewesen, wie Kripo-Chef Klaus-Stephan Becker gesagt hatte.
https://rp-online.de/nrw/staedte/koeln/k...d-33841545

(Mohammad A.R,, Allah H.  Dodgy )

Interessant sind die unwilligen Reaktionen der Mainstreammedien. Man spürt deutlich das der Täter die falsche Nationalität und Vorgeschichte hat.(siehe ARD Fakten-Finder)
Das ist besonders auffällig wenn man es mit den Reaktionen auf die Chemnitz Berichterstattung vergleicht. Dort reichte bekanntlich ein 20 Sekunden Antifa Zeckenbiss Filmschnipsel aus um eine virale Regierungskrise plus medialen Empörungssturm auszulösen. Von der Chemnitzer Luftgewehr Terrorzelle fangen wir gar nicht erst an.
Die Story ist doch auch schon eingeschlafen. War wohl zu abenteuerlich.(allerdings sind die noch in Haft)
 
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#20
(19.10.2018, 09:58)Stafford schrieb: Ermittler prüfen Verbindung zum Rizin-Bomben-Fall

Die wollen anscheinend nur checken, wie groß der uns aufgebundene Bär werden darf, bevor ihnen die Story um die Ohren fliegt...

Popcorn
                                                        
„Es gibt eine Form der Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant.“ (Gabor Steingart)
Antworten


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