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Geiselnahme in Köln
#1
Geiselnahme in Köln:

Montag, 15.10.2018, 18:47

Am Montagmittag kam es im Kölner Hauptbahnhof zu einer Geiselnahme. Laut Angaben der Polizei hat ein Sondereinsatzkommando (SEK) den Täter überwältigt. Dem REDAKTIONSNETZWERK INFORMER liegen brisante Informationen vor über den Mann vor. Der Täter könnte Mitglied der Terrororganisation IS sein.
Der Mann sei vermutlich arabischer Herkunft und habe vor der Geiselnahme eine 14-Jährige am Bein angezündet, heißt es aus Sicherheitskreisen. Danach sei er mit gezogener Faustfeuerwaffe in eine Apotheke in der Ladenzeile des Hauptbahnhofs geflüchtet.
In der Apothekehatte der Mann offensichtlich eine Frau als Geisel genommen. Laut den vorliegenden Informationen habe er die Freilassung von Frauen aus dem Gefängnis gefordert und zudem einen sicheren Flug in seine angeblich syrische Heimat. Dabei habe er selbst angegeben, Mitglied der "Daesh" zu sein. "Daesh" ist ein Akronym für "IS", dessen Verwendung die Mitglieder der Terrororganisation aber ablehnen. 
Durch einen Zugriff der Beamten des SEK wurde der Täter überwältigt und anschließend festgenommen. Hinweise auf weitere Mittäter gebe es nicht.
Der Beitrag Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof: 14-Jährige angezündet. Täter könnte dem IS angehörenerschien zuerst auf INFORMER online.

Kölner Geiselnehmer gibt sich als Sympathisant der Terrormiliz IS aus
Montag, 15.10.2018, 18:14

Erst zündete er ein junges Mädchen in einem Fast-Food-Restaurant an, dann verschanzte er sich offenbar bewaffnet in einer benachbarten Apotheke, der Mann drohte damit, seine Geisel und sich selbst in Brand zu stecken. Daraufhin erfolgte der Zugriff durch Spezialeinheiten der Polizei.
Seine Drohungen stieß er auf Arabisch aus. Der Geiselnehmer vom Kölner Hauptbahnhof ließ keinen Zweifel an seine Absichten. Offenbar wollte er ein Fanal setzen. Zunächst soll der Mann, dessen Identität die Polizeiam späten Nachmittag noch nicht preisgab, die Schuhe und Beine eines 14-jährigen Mädchens mit einem Feuersatz in einem McDonald's-Restaurant in Brand gesetzt haben.
Anschließend war der Täter, vermutlich mit einer Schusswaffe in der Hand, in die gegenüber liegende Apotheke geflohen, dort verschanzte er sich mit einer weiblichen Geisel in den hinteren Räumen.

Wie FOCUS Online aus Sicherheitskreisen erfuhr, soll der Kidnapper kurz vor 13 Uhr bei der Kontaktaufnahme mit der Polizei gedroht haben, die Frau anzuzünden, sollte sich die Polizei nähern. Ferner soll er sich als Sympathisant von „Daesh“ ausgegeben haben. Einem Synonym fürdie Terror-Miliz Islamischer Staat“ (IS) in Syrienund im Irak.
Terrorakt oder Tat eines Wirrkopfes?
Angesichts der bedrohlichen Lage der Geisel, stürmte ein Spezialeinsatzkommando der Polizei gegen 15 Uhr die Apotheke. Zwei Detonationen rührten von Blendgranaten, ein Trupp schwerbewaffneter Einsatzkräfte drang in das Objekt. Nach wenigen Minuten war die Operation beendet. Der Geiselnehmer wurde lebensgefährlich verwundet, sein Opfer kam mit leichteren Verletzungen davon.
Noch ist unklar, ob es sich um einen islamistisch motivierten Terrorakt handelt oder um die Tat eines Wirrkopfes, der angeblich im Namen des IS agiert haben will.
Täter verschanzte sich zwei Stunden mit Frau: Geiselnahme legt Kölner Hauptbahnhof lahm

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#2
Geiselnahme in Köln

Viele Gerüchte und Spekulationen

Stand: 15.10.2018 17:04 Uhr
Rund um die Geiselnahme in Köln sind zahlreiche Gerüchte verbreitet worden. Medien berichteten von Schüssen, einem Anschlag und Hinweisen auf ein terroristisches Motiv.

Von Patrick Gensing, ARD-faktenfinder

Die Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof ist medial von Spekulationen und unbestätigten Berichten begleitet worden. Man müsse vorsichtig sein, hieß es bei dem Fernsehsender ntv, aber man höre, dass es Schüsse und einen Brandanschlag gegeben habe.

Ein Reporter behauptete sogar, der Täter aus einem Land im Nahen Osten habe zunächst zwei Frauen in seiner Gewalt gehabt, eine sei mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet worden. Der Mann habe freies Geleit zu seinen Kampftruppen gefordert. Quelle für diese Behauptungen: unklar.

Schüsse als Schlagzeile

Bereits kurz nach den ersten Eilmeldungen über eine "Bedrohungslage" und einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr blühten die Gerüchte und Spekulationen. Oft waren es bekannte Medien, die unbestätigte Berichte verbreiteten, die daraufhin von Nutzern in den sozialen Medien aufgegriffen wurden.

Mehrere Medien meldeten beispielsweise faktisch, es seien Schüsse gefallen. Quelle für diese Meldungen sollen Augenzeugen gewesen sein. Unter anderem der russische Staatssender "Sputnik Deutschland", "Focus Online" und die "Schweriner Volkszeitung" schrieben in ihren Schlagzeilen von Schüssen.

Auch die Gewerkschaft der Polizei NRW twitterte, es sollen Schüsse gefallen sein. Später räumte die GdP ein, man hätte sich wohl zurückhalten sollen.

Von einem 15-jährigen Mädchen, das verbrannt worden sei, war zudem auf Twitter die Rede. Quelle dafür war offenkundig die Berichterstattung von ntv.

Einige Nutzer spekulierten umgehend über mutmaßliche Täter. Der Hauptbahnhof werde wohl gerade "kulturell bereichert", kommentierte ein Mann. Dieser Sprachcode wird im rechtsradikalen Milieu für Flüchtlinge und Zuwanderer benutzt. Ein Nutzer aus dem rechtsradikalen Milieu twitterte: Egal ob Beziehungstat oder terroristischer Hintergrund - dies sei jetzt "Alltag in Bunt-Deutschland".

Polizei warnt vor Spekulationen

Für die Polizei ist es längst Alltag, mit solchen Spekulationen konfrontiert zu sein. Die Kölner Polizei dementierte Meldungen über Schüsse umgehend und rief dazu auf, keine Gerüchte und Spekulationen zu verbreiten.

Auch zahlreiche Nutzer riefen zur Zurückhaltung auf. Der Journalist Hanning Voigts erinnerte zudem an einige Grundsätze, die in Live-Situationen wichtig seien - nicht nur für Journalisten.

Geiselnehmer schwer verletzt

Bestätigt ist bislang: Es gab eine Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof. Der Täter wurde beim Zugriff durch die Polizei schwer verletzt und wurde laut Polizei reanimiert. Eine Frau wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Während der Geiselnahme wurde zudem ein verletztes Mädchen ins Krankenhaus gebracht. Ob diese Verletzung in einem Zusammenhang mit der Geiselnahme stehe, müsse noch untersucht werden, sagte eine Polizeisprecherin.

http://faktenfinder.tagesschau.de/inland...f-111.html

[Bild: DpkAX_fWsAIETVn.jpg:large]

6 Min.Vor 6 Minuten
1. #Pressekonferenz in #Köln re #Geiselnahme am #Hauptbahnhof: Täter
- hatte ein #Molotovcocktail im #McDonalds eingesetzt
- Hatte auch Gas dabei
- eine weibliche Geisel genommen (an ihr das Gas befestigt)
- gesagt er sei von "Daesh"(#AlQaeda)

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#3
ARD-Hauptstadtstudio: Kein Terror

Ein Polizeisprecher sagte am Nachmittag dem WDR, die Tathintergründe seien noch ungeklärt. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios deutet nichts auf einen terroristischen Hintergrund hin, eher auf einen verwirrten Einzeltäter.
Zeugin: Feuer im Schnellrestaurant
Einsatzwagen am Kölner Hauptbahnhof
In einer Filiale eines Schnellrestaurants in unmittelbarer Nachbarschaft der Apotheke soll es zuvor eine Rauchentwicklung gegeben haben. Eine Zeugin berichtete dem WDR von einem Streit und einem Feuer in dem Schnellrestaurant.
Demnach rannte eine Frau mit einem brennenden Schuh aus dem Restaurant. Passanten seien zu Hilfe geeilt. Die Polizei bestätigte, dass ein schwer verletztes Mädchen in ein Krankenhaus gebracht worden sei. Ob diese Verletzung mit der Geiselnahme zusammenhänge, müsse aber erst noch untersucht werden, sagte eine Polizeisprecherin.
Weiter Probleme im Bahnverkehr
Der Hauptbahnhof war mehrere Stunden komplett gesperrt worden. Züge wurden großräumig umgeleitet. Einige Züge endeten vorzeitig. Da auch die Schnellstrecke nach Frankfurt nach einem ICE-Brand gesperrt ist, stand am Nachmittag nahezu der komplette Bahnverkehr rund um Köln still. Am Montagabend wurde der Kölner Hauptbahnhof wieder für Reisende freigegeben. Die Verzögerungen können sich laut Bahn aber noch bis zum Dienstagmorgen ziehen.
https://www.tagesschau.de/regional/nordr...f-101.html

#Köln: "Nach BILD-Informationen soll der Angreifer einen Molotowcocktail in eine #McDonald’s im #Hauptbahnhof geworfen haben. Offenbar erlitt eine 14-Jährige durch die entstandenen Flammen Brandverletzungen an Gesäß und Oberschenkel."
https://www.bild.de/regional/koeln/koeln-aktuell/geiselnahme-in-koeln-person-wird-in-apotheke-festgehalten-57840506.bild.html …

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#4
Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof 

Polizei schließt Terror als Motiv nicht aus

Von Jonas Mueller-Töwe, Lars Wienand
15.10.2018, 20:38 Uhr

Eine Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof ist von der Polizei gewaltsam beendet worden. Der Täter hatte einen Brandsatz in einem Restaurant gezündet. Er könnte ein terroristisches Motiv gehabt haben.

Nach der Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof schließen Polizei und Staatsanwaltschaft einen Terroranschlag nicht aus. "Wir ermitteln in alle Richtungen", erklärten die Ermittler bei einer Pressekonferenz. Vor der Geiselnahme hatte der Mann in einer McDonalds-Filiale einen Brandsatz gezündet, sagte Einsatzleiter Klaus Rüschenschmidt von der Polizei Köln.
Laut Polizei habe der Täter Passanten zufolge gesagt, er gehöre zur Terrorgruppe "Daesh". Neben Brandbeschleuniger hatte er auch Gaskartuschen bei sich, in der McDonalds-Filiale wurden weitere Molotowcocktails gefunden, die der Mann offenbar dort zurückgelassen hatte.

Daesh
Daesh ist eine andere Bezeichnung für den IS. Es ist ein Name, der im arabischen Raum geringschätzig für die Terrororganisation verwendet wird. IS-Anhänger lehnen diese Bezeichnung eigentlich ab, in IS-Gebieten war die Verwendung verboten. 
Nach Gesprächen mit dem Täter griffen Spezialeinsatzkräfte um etwa 15 Uhr zu. Der Mann hatte dort brennbare Flüssigkeiten verteilt, das war laut Polizei der Zeitpunkt des Zugriffs. Er habe auch noch versucht, in der Apotheke die als Geisel genommene Frau anzuzünden. Drei Beamte der Spezialeinsatzkräfte der Polizei NRW feuerten, mehrere Körpertreffer stoppten den Mann. Eine Notärztin der GSG 9 begann sofort mit der Versorgung des Mannes. Er wurde am Abend notoperiert, so die Polizei.

Täter ist möglicherweise Syrer
Bei ihm könnte es sich um den Inhaber eines Ausweises handeln, den die Polizei in der Apotheke gefunden hat. Dieser gehört einem 55 Jahre alten Syrer, der seit 2016 in Köln lebt und eine Duldung bis 2021 erhalten hat. Der Inhaber der Papiere sei durch Diebstähle und Körperverletzungen polizeibekannt.
Als Islamist sei die Person aber nicht bekannt gewesen, so der Einsatzleiter der Polizei. Zudem sei es derzeit auch noch unklar, ob der Täter tatsächlich die Person ist, zu der die Papiere gehören. Die Polizei hat Hinweise, dass er eine im McDonalds zurückgelassene Tasche und freies Geleit forderte und die Freilassung einer Tunesierin forderte. Das gibt der Polizei auch noch Rätsel auf. Er habe nicht einmal einen Namen genannt, so ein Sprecher zu t-online.de.

Kunde in anderer Apotheke sprach mit Geiselnehmer
Der Kontakt zum Täter lief über Telefon – über einen Kunden in einer anderen Apotheke. Die Apotheke im Hauptbahnhof steht in Verbindung mit der nahen Dom-Apotheke, dort war zufällig gerade ein Kunde gewesen, der arabisch spricht. Dieser Mann wurde für die Polizei zum Draht zu dem Geiselnehmer. 
Beim Zugriff waren Explosionen zu hören. Dabei handelte es sich um Blendgranaten der Polizei. Das bedeutet mindestens anderthalb Sekunden Zeit, um den abgelenkten Täter zu überwältigen. Augenblicke später hatte die Polizei auch gemeldet, der Täter sei unter Kontrolle. Sie schob dann nach: Er wurde bei dem Zugriff schwerst verletzt und musste wiederbelebt werden. 
Eine Frau, die er in einer Apotheke als Geisel genommen hatte, überstand das schreckliche Erlebnis mit mittelschweren Verletzungen, so ein Sprecher der Feuerwehr. Die Feuerwehr hatte beim Eintreffen das Problem, dass sie zunächst nicht wusste: Können Sie überhaupt Droht vielleicht noch ganz andere Gefahr als vom Feuer? Das war beim Eintreffen bereits erloschen. 


Stewardess schilderte dramatischen Moment
Als die Geiselnahme noch lief, hatte ein TV-Sender bereits gemeldet, der Täter habe ein Mädchen mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Von der Polizei gab es dazu Antwort erst am Abend. Vorher hieß es: "Bitte warten Sie auf offizielle Informationen und verbreiten Sie keine Gerüchte und Spekulationen!" 
Stewardess Larissa da Silva Lima (25) hatte der dpa berichtet, sie habe vom Platz vor dem Bahnhof aus plötzlich "mehrere Schreie, sehr hysterische Schreie" gehört. Sie habe sich umgedreht - und dann habe sie Flammen gesehen in einem Bahnhofsrestaurant. Es ist in direkter Nachbarschaft der Apotheke in dem Teil des Bahnhofs, der vom Dom abgewandt ist.

[Bild: die-apotheke-liegt-direkt-an-einem-ausga...t-ist-.jpg]

Dann seien zwei Mädchen aus dem Restaurant gerannt, so die Augenzeugin. Bei einem der Mädchen habe der Schuh gebrannt. Die Flammen hätten bis zur Hüfte geschlagen. "Dann kam auch schon ein Passant und hat versucht, dem Mädchen zu helfen." Irgendwann habe der Passant es geschafft, dem Mädchen den Schuh auszuziehen. 

Es ist die 14-Jährige, von der die Polizei dann am Abend in der Pressekonferenz berichtete. Die Polizei erklärte dort, dass der Mann in dem Fast-Food-Restaurant Benzin vergossen und entzündet hatte, dazu eine Schusswaffe dabei gehabt habe. Ob es eine scharfe Schusswaffe war, konnte die Polizei zunächst nicht sagen

Der Kölner Hauptbahnhof – direkt neben dem Dom – ist einer der größten Bahn-Knotenpunkte der Republik. Täglich durchfahren ihn rund 1300 Züge, bis zu 280 000 Reisende drängen sich auf den elf Gleisen. Entsprechend groß war das Chaos. Da auch die Schnellstrecke nach Frankfurt nach dem ICE-Brand vom Freitag gesperrt ist, stand nahezu der komplette Bahnverkehr rund um Köln still.

Während der Einsatz lief, mahnte die Polizei in sozialen Medien: "Posten Sie keine Fotos/Videos vom Polizeieinsatz! Streamen Sie nicht live, damit unterstützen Sie den Täter!" Nach dem Ende des Einsatzes hofft die Polizei nun auf Bilder, die mehr zum Ablauf beitragen könnten. Sie hat gebeten, Videos und Bilder auf dem Hinweisportal hochzuladen.


https://www.t-online.de/nachrichten/pano...t-aus.html
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#5
Kriminalität

Geiselnahme in Köln - Hinweis auf syrischen Täter

(...)

Die Polizei gab am Abend Details des Hergangs bekannt. Danach hatte der Täter zunächst in einem Schnellrestaurant einen Molotow-Cocktail entzündet. Dabei wurde ein 14-jähriges Mädchen verletzt. Nachdem die Sprinkleranlage auslöste, flüchtete der Mann in die gegenüberliegende Apotheke, nahm dort seine Geisel und verschanzte sich. Beim Zugriff der Sondereinsatzkräften hatte der Täter nach Angaben der Polizei noch versucht, mit brennbaren Mitteln die Frau anzuzünden.

Von einer Ärztin der GSG9 wiederbelebt 

Die Polizeibeamten eröffneten daraufhin das Feuer auf den Mann, der schwer verletzt und anschließend von einer Ärztin der Sondereinheit GSG9 wiederbelebt wurde. Er hatte nach Angaben der Polizei mehrere Gas-Kartuschen, Brandbeschleuniger und eine Pistole dabei. Um welche Schusswaffe es sich handelt, ist noch nicht klar.

Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde am Tatort ein Ausweisdokument gefunden, das auf einen 55 Jahre alten Mann aus Syrien ausgestellt wurde. Dieser habe eine Duldung bis Mitte 2021 erhalten. Ob es sich bei dem Geiselnehmer tatsächlich um den Syrer handelt, ist noch nicht klar. Er hatte, wie die Polizei bekanntgab, gegenüber Zeugen vor Ort angegeben, einer Terrorgruppe anzugehören.
Wie auf der Pressekonferenz am Abend weiter mitgeteilt wurde, war der Ausweisinhaber mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, etwa im Zusammenhang mit Körperverletzung, Diebstahl und Drogendelikten. Der Täter habe während der Geiselnahme mehrere Forderungen gestellt, unter anderem einen freien Abzug und die Freilassung einer aus Tunesien stammenden Frau verlangt, wie der leitende Polizeidirektor Klaus Rüschenschmidt erklärte.

(...)

https://www.dw.com/de/geiselnahme-in-k%C...a-45893353
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#6
Geiselnahme in Köln

Polizei prüft Terror-Hintergrund
Nach der Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof prüfen Ermittler einen Terrorverdacht. Der angeschossene Geiselnehmer liegt laut Polizeiangaben auf der Intensivstation.
Im Kölner Hauptbahnhof werden am Morgen nach der Geiselnahme noch Spuren gesichert. Die Polizei versucht fieberhaft herauszufinden, ob die Tat wirklich einen terroristischen Hintergrund hat. Passanten zufolge soll der Geiselnehmer gerufen haben, dass er zur Terrorgruppe IS gehöre.
Die Ermittler suchen nach Hinweisen auf Kontakte des Geiselnehmers zu der Terrororganisation IS. Deshalb gab es Durchsuchungen. Handy, Computer, Chats, E-Mails: Alle verfügbaren Daten müssten jetzt ausgewertet werden, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen (16.10.2018) dem WDR.
Zeugen können Fotos und Videos hochladen

Über Twitter rief die Kölner Polizei am Dienstagmorgen Zeugen dazu auf, "Fotos und Videos hochzuladen, die in möglichem Zusammenhang mit dem Tatgeschehen stehen könnten".

Mehrere Verletzte

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hatte die Geiselnahme am Montagnachmittag (15.10.2018) nach zwei Stunden gewaltsam beendet. Der Geiselnehmer wurde dabei "schwerst" verletzt. Eine weibliche Geisel erlitt leichte Verletzungen. Außerdem wurde eine 14-Jährige schwer verletzt.

Wie die Polizei am Montagabend bei einer Pressekonferenz bekannt gab, zündete der Täter zunächst einen Molotowcoktail in einem Schnellrestaurant. Dabei erlitt das 14 Jahre alte Mädchen schwere Brandverletzungen. In der gegenüberliegenden Apotheke nahm er eine Frau als Geisel.

Mann wollte Geisel anzünden
Neben Brandbeschleuniger und Gaskartuschen hatte der Mann nach Polizeiangaben auch eine Schusswaffe bei sich. Während des SEK-Zugriffs habe er versucht, die Geisel in der Apotheke anzuzünden, sagte der Einsatzleiter. Die Beamten gaben daraufhin mehrere Schüsse ab und trafen den Täter mehrfach.

Papiere eines polizeibekannten Syrers gefunden

Am Tatort wurden Papiere eines 55 Jahre alten Syrers gefunden, der bis Mitte 2021 in Deutschland geduldet ist. Der Geiselnehmer sei mit "hoher Wahrscheinlichkeit" der Passinhaber.
Die Ermittler betonten gleichzeitig, dass die Identität des Täters noch nicht eindeutig geklärt sei. Der Inhaber des Dokumentes sei wegen verschiedener Delikte wie Diebstahl und Bedrohung bekannt.
https://www.tagesschau.de/regional/nordr...f-101.html

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#7
Terrorverdacht: Polizeibekannt und skrupellos – das ist über den Geiselnehmer von Köln bekannt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach der Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes gegen den überwältigten Täter. Der 55-jährige Syrer ist offenbar schon mehrfach aufgefallen.
(...)
Weil der Geiselnehmer neben einer Schusswaffe auch Brandbeschleuniger und Campinggas-Kartuschen dabei hatte, bestand die Gefahr, dass er eine Explosion herbeiführen oder seine Geisel anderweitig verletzen oder gar töten könnte. Als der Täter begann, den Brandbeschleuniger zu verteilen, eröffneten die Kölner Spezialkräfte das Feuer und befreiten die Geisel aus der Gefahrenzone. "Der Täter hat in dieser Situation die Geisel massiv bedroht und wohl noch versucht, sie anzuzünden", sagte Einsatzleiter Klaus Rüschenschmidt.

Geiselnahme nach mehreren Stunden beendet
Mehrfach von Kugeln der Polizei getroffen, sackte der Täter zusammen. Er wurde von einer Ärztin der Anti-Terror-Einheit GSG9 versorgt, reanimiert und kam zur Not-OP in ein Kölner Krankenhaus. Er werde dort weiterhin intensivmedizinisch versorgt, teilte die Polizei mit. Auch die bei dem Zugriff verletzte Geisel und die durch den Brandsatz verwundete 14-Jährige werden demnach weiter in der Klinik betreut.
Der Geiselnehmer sei seit 2016 "relativ umfangreich in verschiedenen Deliktfeldern kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten", erläuterte Kölns Kripo-Chef Klaus-Stephan Becker, unter anderem wegen Diebstahls, Betrugs, Bedrohung, Körperverletzung und Hausfriedensbruchs. "Er ist jedoch noch nicht vorbestraft", sagte Staatsanwältin Natalie Neuen dem stern unter dem Vorbehalt, dass es sich bei dem Verdächtigen tatsächlich um den Besitzer des aufgefundenen Dokuments handelt. Der Mann gilt damit weiterhin als unschuldig. Somit sind auch noch keine ausländerrechtlichen Maßnahmen ergriffen worden. 
Im Bereich der islamistisch motivierten Kriminalität fiel der Geiselnehmer nach Polizeiangaben bislang nicht als Verdächtiger auf, im Gegenteil: Er habe vor einiger Zeit einen Terrorverdachtshinweis auf eine andere Person an die Polizei gegeben, woraufhin ein sogenannter Prüffall Islamismus für diese Person eröffnet worden sei, so Kripo-Chef Becker.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 55-jährigen Syrer nun wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes in zwei Fällen, gefährlicher Körperverletzung und Geiselnahme. Die Strafverfolger wollen in Kürze einen Haftbefehl beantragen......

https://www.stern.de/panorama/stern-crim...03442.html

(das gibt wieder Auf(ge)schrei)

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#8
DETAILS ZUR KÖLNER GEISELNAHME:

„Die Sprengkraft wäre ungeheuerlich gewesen“

Der Geiselnehmer vom Kölner Hauptbahnhof liegt im Koma. Durchsuchungen zeigen: Hätte sein eigentlicher Plan funktioniert, hätte er erheblichen Schaden anrichten können.
Nach der Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof prüft die Polizei einen terroristischen Hintergrund der Tat. Der Geiselnahme ging ein Brandanschlag voraus, mit dem der Täter offenbar möglichst viele Menschen treffen wollte. Es sei großes Glück, dass nicht viel mehr Menschen verletzt worden seien, betonte der Kölner Kripochef Klaus-Stephan Becker am Dienstag.

Die Polizei ist sich jetzt ganz sicher, dass es sich bei dem Täter um einen 55 Jahre alten Flüchtling aus Syrien handelt. Er war „psychisch nicht in der Lage zu arbeiten“, sagte Becker. Die Bundesanwaltschaft kündigte an, dass sie das Verfahren wahrscheinlich übernehmen werde.

Der schwer verletzte Täter war am Dienstag nach einer mehrstündigen Operation außer Lebensgefahr, lag aber im Koma und konnte nicht verhört werden. Gegen ihn erging ein Haftbefehl. Mehrere Schüsse der Polizei trafen ihn. Der Mann musste reanimiert werden.

Kunden der Apotheke hatten Glück

Der Mann hatte am Montagmittag große Mengen Benzin über den Boden eines Schnellrestaurants im Bahnhof gekippt. Eine Überwachungskamera hielt dies fest. Kurz darauf zeigt das Video eine dramatische Explosion: Man sieht nur noch einen einzigen grellen Feuerschein.

Das Video mache deutlich, dass die Kunden in der Filiale überwiegend großes Glück gehabt hätten, sagte Becker. Lediglich ein 14 Jahre altes Mädchen erlitt schwere Verbrennungen. Die Jugendliche sollte am Dienstag nochmals operiert werden. Nach der Tat ließ der Mann einen Koffer und eine Aktentasche mit Gaskartuschen und Brandbeschleuniger in der Filiale zurück und flüchtete in eine Apotheke.

Dort nahm er eine Angestellte als Geisel. Als er sie mit Benzin übergoss, griff die Polizei ein. Die Angestellte, die einen Schock erlitt, sollte am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Hätte der Täter seine Gaskartuschen zur Explosion gebracht, wäre der Schaden beachtlich gewesen, sagte Becker: „Die Sprengkraft wäre ungeheuerlich gewesen.“ Dafür bedürfe es jedoch großer Hitze. Ob das mitgeführte Benzin dafür ausgereicht hätte, darüber könne bislang nur spekuliert werden. Die Kartuschen waren mit Stahlkugeln präpariert, was die Wirkung verstärkt hätte.
Noch am Montag wurde die Wohnung des Syrers in einer Flüchtlingsunterkunft im Kölner Stadtteil Neuehrenfeld durchsucht. Dort fand die Polizei weiteres Benzin. An der Wand fanden sich arabische Schriftzeichen, die sich zwar auf den Islam, nicht aber auf das Terrornetz Islamischer Staat beziehen. Die Frau des 55-Jährigen lebt noch in Syrien, sein Sohn und sein Bruder sind in Deutschland. Seit 2013 ist der Mann selbst 13 mal straffällig geworden, unter anderem wegen eines Rauschgiftdelikts, Betrugs, Ladendiebstahls und Hausfriedensbruchs.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtete unter Berufung auf den Hausverwalter der Flüchtlingsunterkunft, dass der Mann in Syrien als politischer Häftling und Gegner des Regimes von Präsident Assad im Gefängnis gesessen haben solle. „Er sagte, dass er dort gefoltert wurde. Mit Stromschlägen, mit Wasser, mit Licht“, sagte der Hausverwalter der Zeitung. „Das hat ihn psychisch krank gemacht. Er war hier in Köln deswegen auch in Behandlung.“ Die Polizei hat nach eigenen Angaben keine Informationen über eine Haftzeit in Syrien.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/...41185.html

[Bild: Bild4.jpg]
Diesen Koffer ließ der Täter in einem Schnellrestaurant am Kölner Hauptbahnhof zurück.
(Foto: Polizei NRW)

Geiselnehmer außer Lebensgefahr: Täter von Köln ist identifiziert

Über mehrere Stunden hat ein Mann im Kölner Hauptbahnhof eine Frau in seiner Gewalt. Spezialeinsatzkräfte können die Geisel befreien, der Täter wird mit mehreren Schüssen schwer verletzt. Nun steht fest, um wen es sich handelt.
Der Geiselnehmer von Köln ist identifiziert. Bei dem Täter handele es sich zweifelsfrei um den Mann, dessen Papiere die Polizei am Tatort gefunden hatte, sagte der Kripo-Chef Klaus-Stephan Becker bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Staatsanwaltschaft. Er sei ein 55 Jahre alter Syrer mit offiziellem Flüchtlingsstatus. Er habe eine Aufenthaltsgenehmigung bis zum Juni 2021. Seine Frau lebe nach wie vor in Syrien. Zwei ihrer Anträge auf Einreise wurden von deutschen Behörden bislang abgelehnt. Der Sohn und der Bruder des Täters befinden sich ebenfalls in Deutschland. Einer von ihnen wurde bereits von den Ermittlern befragt. Diese wollen unter anderem herausfinden, ob der Mann Mittäter hatte.
(....)
Der 55-Jährige ist der Polizei bereits durch mehrere Delikte bekannt - etwa durch Diebstahl, Betrug und Hausfriedensbruch. Ingesamt ist er 13 Mal kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten. Eine Klage liege derzeit am Amtsgericht Köln wegen Betrugs in mehreren Fällen vor. Entgegen erster Annahmen hielt sich der Mann bereits seit 2015 in Deutschland auf. Er wohnte in einer Flüchtlingsunterkunft in Köln. Einer Arbeit ist er den Ermittlern zufolge nicht nachgegangen, weil er dazu nicht in der Lage gewesen sei. Grund dafür könnten psychische Probleme sein.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung seien größere Mengen Benzin gefunden worden. "Die Ausdünstungen waren so intensiv, dass die Feuerwehr erst einmal lüften musste", sagte Becker. Es wurden arabische Schriftzeichen mit muslimischem Bezug gefunden. Darunter etwa "Gott ist groß". Es gebe dabei aber keinen konkreten islamistischen Bezug, insbesondere nicht zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat.....
https://www.n-tv.de/panorama/Taeter-von-...74190.html

Antworten
#9
Holger Schmidt‏Verifizierter Account @terrorismus
Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen nach der Geiselnahme von #Köln übernommen. Wegen der besonderen Bedeutung des Falls. Das bestätigte eine Sprecherin gegenüber @SWRAktuell

Frank‏ @Kittypunk7
Der #ARD Faktenerfinder und Faktenverhinderer war ja gestern wieder ganz groß in Form zum Thema "Köln". Schnitzler wäre neidisch geworden.

Antworten
#10
17. Oktober 2018 um 9:09

Jetzt beginnt die Vertuschung!
Erinnert sei an den Ausrutscher bei der gestrigen PK, daß eine Verfolgung der Straftaten wegen „anderer Vorschriften“ nicht möglich war.
Sowas passiert denen nicht noch mal.
[Bild: ntu4qmnb.png?zoom=2]

17. Oktober 2018 um 9:24
Der Typ wird jetzt in einigen Lügenpresse-Medien als Folter-Opfer von Assad dargestellt. Da sollte man genau hinschauen. Natürlich ist es gut möglich, dass er gefoltert wurde, aber dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er schon in Syrien ein Islamist mit Hang zur Gewalt war (was die Lügenpresse sicherlich verschweigen würde).

17. Oktober 2018 um 9:31
Jetzt wird auf die Tränendrüse gedrückt.
Irgendwo kam gestern schon, dass er leicht verwirrt und traumatisiert war.
Bei der 14-Jährigen ist es ähnlich.
Erst gab es in den Medien keine weiteren Verletzten. Dann war es eine Verletzte.
Bei der PK haben sie dann erstmals gesagt, daß die Kleene „schwer verletzt“ ist.
Das sie verbrannt wurde, haben sie bis jetzt nicht gesagt.

(Wer ist der Täter wirklich?)

Antworten


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