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Saubere Luft- Dieseldebatte
#11
Lungenärzte gegen Diesel-Hysterie

»Über 100 renommierte Lungenfachärzte erklären den totalen Unsinn der Grenzwerte und damit der Diesel-Fahrverbote«, schreibt der verkehrspolitische Sprecher der FDP, Oliver Luksic. Einer der Ärzte erklärt: »Wenn die Luftverschmutzung so gefährlich wäre, müsste sie ein typisches Vergiftungsmuster verursachen. Das völlige Fehlen dieses Musters spricht gegen eine Gefährdung.«
Jetzt steigt auch die BILD ein und nimmt zur Kenntnis, dass die Grundlage der Diesel-Hysterie ziemlich kritikwürdig ist. Mehr als 100 Ärzte wenden sich gegen die Hysterie: »Ärzte-Aufstand gegen Feinstaub-Hysterie«.
Sie präsentieren eine Unterschriftenliste, in der sie eine Überprüfung der Grenzwerte fordern. Klinikchefs, Chef- und Oberärzte, niedergelassene Fachärzte, alle Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) tun damit etwas ziemlich unüblich Gewordenes und verweisen auf Realitäten.
BILD fasst zusammen, was Lungen-Experten sagen:
»Wir sehen keine wissenschaftliche Begründung für die aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und NOx (Stickoxide).«
»Wenn die Luftverschmutzung so gefährlich wäre, müsste sie ein typisches Vergiftungsmuster verursachen. Das völlige Fehlen dieses Musters spricht gegen eine Gefährdung.«
»Durch NOx sollen 6000 bis 13 000 und durch Feinstaub 60 000 bis 80 000 zusätzliche Sterbefälle im Jahr entstehen. Das wurde auch vom Umweltbundesamt hochgerechnet. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die wissenschaftlichen Daten, die zu diesen hohen Todeszahlen führen, einen systematischen Fehler enthalten.«.....

weiter > https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft...-hysterie/

Kommentare:

Indigoartshop
Cem Özdemir hatte bei Plasberg sofort erkannt, daß er gegen fundiertes Expertenwissen keinen Stich bekommt, weshalb er auch das Thema wechseln wollte hin zur „betrügerischen Automobilindustrie“ und „darüber muß man jetzt reden“. Doch diesmal war Plasberg auf dem Quivive, nix da.
Die weitere Konterstrategie von Grünlinken und L-Presse zeichnet sich bereits ab
a) Lächerlich machen
b) Kritik runterspielen und
c) Anderer Hut, gleiches Kaninchen
Voran das Relotiusblatt, welches Prof. Dr. med Köhler einen „Social Media Zombie“ nennt. Im weiteren der Focus eine“Minderheit“ am Werke sieht, deren Kritik „unter Fachleuten“ umstritten sei. Und letztlich – ad c – gehe es zuerst und zuvorderst doch um den „von Menschen gemachten“ Klimawandel, weshalb die“individuelle“ Mobilität einzuschränken sei (=verbieten, siehe DUH)

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#12
Ärger im grünen Paradies?

FAZ Politik‏Verifizierter Account @FAZ_Politik
In Stuttgart brauen sich größere Proteste gegen #Diesel-Fahrverbote zusammen. Der Ton der Debatte verschärft sich. Rollt nach „Stuttgart 21“ die nächste Protestwelle auf die Stadt zu?

[Bild: utyxfdmq?format=jpg&name=600x314]

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#13
Grenzwerte für Vernunft

Demonstrieren in Stuttgart tausende „Reichsbürger“?

Die Debatte um Dieselfahrverbote zeigt: Auch Grenzwerte und technische Normen sind politsiert, wer dagegen argumentiert, wird mit der N-Keule bedroht. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ausschließlich grün. 
In Stuttgart wird die Lage unübersichtlich. Mehrere Dutzend Demonstrationen gegen das Dieselfahrverbot sind für dieses und kommende Wochenenden angekündigt. Um den Porsche-Arbeiter Ioannis Sakkaros wollen heute wieder Hunderte auf die Straße gehen; er bildet ein überparteiliches Protest-Forum wie schon am vergangenen Wochenende. CDU und FDP werden gemeinsam demonstrieren; wobei die CDU ja bekanntlich als Juniorpartner in einer Koalition mit den Grünen steckt.
Selbst in dieser Liebesbeziehung hängt der Haussegen schiefen: Gerade hat der grüne Verkehrsminister Lastenfahrräder als Beitrag zur Verkehrswende subventionieren lassen; eine besonders gute und nachhaltige sowie menschenfreundliche Idee in der Stadt mit den vielen Hügeln und Steilstrecken. Und jetzt wirft der Landesgeneralsekretär der CDU, Manuel Hagel, den Grünen vor, sie würden agieren wie der „politische Arm der Deutschen Umwelthilfe.“ Die AfD hat schon häufiger und als erste Partei gegen die Fahrverbote demonstriert – und ärgert sich jetzt, dass sie von den anderen überholt und teilweise sogar ausgegrenzt wird. Recht kriegt nicht immer der, der als erster Recht hatte.....

weiter > https://www.tichyseinblick.de/daili-es-s...hsbuerger/

Popcorn

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#14
Hans-Christoph Schlüter‏ @HCSchlueter 2 Std.Vor 2 Stunden
Die Luft in Deutschland wird immer schlechter? Nein. Seit 1990 hat sich der Ausstoß von NOx mehr als halbiert.

[Bild: Dx7hMQdX0AAdbgj.jpg]

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#15
Wenn die Regie nicht klappt

Bei Anne Will: Diesel-Fahrverbote – Mumpitz aus politischem Kalkül
Alle Dieselfahrer warteten auf Dieter Köhler, auf dass er ihnen die Absolution erteile. Gastgeberin Anne Will versuchte einiges, um ihn zu diskreditieren. Und dann zanken sich die Ärzte, die Grüne redet dazwischen.

In letzter Zeit zeigt der rot-grün-ökonomische Komplex einige Schwächen. Wie konnte es zum Beispiel passieren, dass inmitten der Enteignungsprozesse deutscher Dieselfahrer Lungenärzte an die Öffentlichkeit treten konnten mit der eindeutigen Aussage: Kein einziger Dieseltoter ist zu beklagen, die Grenzwerte sind Mumpitz mit politischem Kalkül. Diplom-Journalistin Anne Will bemühte sich nun nach Kräften die Reihen wieder zu schließen. Zwar hatte sie den Rädelsführer der Pneumologen, Dieter Köhler, eingeladen, aber ihn entsprechend eingehegt. Soweit die Regie. Aber bekanntlich kommt es im Leben anders, wenn die Menschen nicht so wollen wie die göttliche Regie einer öffentlich-rechtlichen Talkmasterin
Wir sind weder Arzt noch Ingenieur, weder Fachmann noch Dieselfahrer, also wäre es in unseren Augen ratsam, zunächst die Experten zu Wort kommen zu lassen. Sprich Annalena Baerbock. Die Politologin ist Fachfrau für grüne Außen- und Sicherheitspolitik, im Völkerrecht zu Haus und Expertin für Verbote aller Art. Die Grenzwerte seien geltendes Recht, die Konzerne sollen umrüsten, außerdem habe sie Gesinnungsgenossen in der EU und bei der WHO und die haben alle gesagt Hau weg den Diesel. Außerdem geht es ihr nur um die Menschen, die Alten, die Schwangeren, die Kleinkinder und die Asthmatiker.
Überraschung aus der Hauptstadt der Irrationalität
Steffen Bilger, Staatssekretär im Verkehrsministerium, hat uns überrascht. Wir hatten die CDU schon weitestgehend aufgegeben und als Merkel-Applausverein der SPD in den Abgrund folgend gesehen, aber der junge Herr Bilger ließ sich auch vom leicht ins Keifende fallenden Annalena-Ton nicht beeindrucken, erklärte der Grünen so geduldig wie vergebens, dass die Luft so sauber ist wie seit Jahrzehnten nicht, dass inzwischen 98% der Betrugsfälle nachgerüstet seien und Nicht-Betrugsfälle vom Rechtstaat kaum geahndet werden können. Mal sehen, wie sich der junge Herr Bilger in Zukunft schlägt, denn Verbote sind für Grüne offensichtlich das, was für Raubkatzen ein schönes Stück Fleisch ist, und davon lassen beide kaum durch Argumente ab......

weiter > https://www.tichyseinblick.de/feuilleton...m-kalkuel/

Karl Napf
Folgt man den Gruenen konsequent, kommt raus, dass Atmen an sich das Problem ist.
Den Linken ist das als grosskapitalisitische Gewohnheit ohnehin verdaechtig.
Die SPD hat keine Meinung, aber ist im Prinzip gegen das was die CDU sagt, beschliesst aber fleissig mit.
Die FDP findet Atmen muss sich wieder lohnen und will Atmen im Osten billiger machen als im Westen
Die CDU meint, sie habe Atmen erfunden und nur sie weiss damit umzugehen.
Die AfD kommt bei dem Bloedsinn nicht mehr mit und faellt aus dem Talksshow-Gaesteraster.
Mission accomplished – Wir haben Wahljahr.

eifelerjong
„Mission accomplished – Wir haben Wahljahr.“ Und es mag sehr gut möglich sein, dass der als Dummkopf angesehene Wähler nicht heller ist, als die Propagandaabteilung und doch tatsächlich das Kreuzchen anders macht, als dort, wo er hingeführt werden soll.

obog
Lieber Forumteilnehmer!
Nachdem ich alle 74 Kommentare durchgelesen habe,stelle ich euch folgende Fragen, mit der Bitte um faktenorientierte Antworten;
Würden sie ähnlich argumentieren ,wenn sie selbst an der A8 in Stuttgart wohnen würden?
Da sie alle mit Herzblut für unbegrenztes Individualverkehr plädieren,möchte ich von euch wissen,wo für sie die Grenzen des immer weiter wachsenden Autoverkehrs,Abgasausstößes derselben,nichtendenden Lärmbelästigung ,un damit zusammenhängenden Tempolimits überhaupt liegen?
Sich nur über Annalena lustig zu machen.ist mir einfach etwas zu billig.

F.Peter
Wie wäre es denn, einmal die Entwicklung in der Vergangenheit zu betrachten und dann perspektivisch zu denken?
Es ist wohl absehbar, dass die Spitze der Fahrzeuge auf unseren Straßen erreicht ist. Ebenso darf man getrost feststellen, dass sowohl der von PKW`s verursachte Lärm als auch die Luftbelastung deutlich zurückgegangen ist.
Dass politisch gewollt heute die Lagerhaltung der Industrie auf der Straße stattfindet und damit überproportional viele LKW auf unseren Straßen unterwegs sind – mit entsprechender Luft- und Lärmbelastung , die ein vielfaches des PKW-Verkehrs ausmacht – wird nicht thematisiert.
Über Tempolimits dürfte gerne konträr diskutiert werden und letztlich auch welche eingeführt werden. Denn die tatsächlich zu fahrende Geschwindigkeit auf unseren Straßen – mal von den ewig schnellen Rasern abgesehen – wird alleine durch den Verkehr schon begrenzt. Dennoch ist es z.B. sehr angenehm, auf französischen Autobahnen unterwegs zu sein, weil man eben nicht damit rechnen muss, dass auf einmal ein Fahrzeug von hinten wie eine Kanonenkugel angeflogen kommt!

Gerro Medicus
Selbst wenn Deutschland mit all seinen Ressourcenverbräuchen und seinen Immissionen und Emissionen plötzlich wegfallen würde, wäre das am Weltklima nicht zu bemerken. Es würde sich weiter so verhalten wie es sich eben verhält.
Das, was Deutschland mit all seinen idio…logischen Maßnahmen bewirken würde, ist ein Mückenfurz in einem Tornado!
Das muss sich jeder klarmachen, vor allem diejenigen, die das alles mit überhöhten Strompreisen, überhöhten Spritpreisen, Verlust des Arbeitsplatzes oder Verlust des Autos usw. bezahlen.
Deutschland – erwache endlich!

Hadrian17
Ich habe immer gedacht, die betreffende Dame ist eine ideologisch verblendete Mittzwanzigerin, die den entsprechenden vorgegebenen Worthülsen nachläuft. Da müsste man dann schon Nachsicht üben oder Mitleid zeigen … .
Aber weit gefehlt, wir haben es mit einer bestens ausgebildeten Enddreissigerin mit 2 Kindern und Ehemann zu tun, die eine beachtliche Wissenskarriere hinter sich hat:
Abitur am Humboldt Gymnasium
Bachelor Politikwissenschaft und öffentliches Recht, Hamburg
Master International Law, London School of Economics
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Annalena_Baerbock
Das sind doch eigentlich die besten Voraussetzungen für ein zu differenzierendem Denken befähigtes erwachsenes berufliches Leben.
Und dann diese Auftritte? Unbegreiflich!

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#16
[QPress]
Ab 2025 wird das grüne Dampf-Auto Pflicht
Nicht alles was grün ist, muss auch grün bleiben. Manchmal kann das pechschwarz enden. Derzeit ist es viel wichtiger richtige Etiketten zu kleben, statt korrekt mit Umwelt und Natur umzugehen. Wenn man dem neuerlichen E-Auto-Hype mal nachspürt, dann wird das alles ziemlich dreckig. Da muss noch eine Menge Propaganda gemacht werden, bis auch die letzten Hirne grüngewaschen sind. Sodass die Erkenntnis sitzt, dass das nächste Profitmassaker auch der Umwelt richtig gut tut.....

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#17
De-Mobilisierung geht voran:

Feinstaub

Benziner sind dreckiger als Diesel

Autos mit Ottomotor durften jahrelang mehr Ruß ausstoßen als Diesel. Jetzt zeigt sich: Nicht die Selbstzünder sind die größten Dreckschleudern.
Von Joachim Becker
 
Luftverschmutzung wird als Gesundheitsgefahr deutlich unterschätzt. Das zeigt nicht nur die aktuelle Leopoldina-Studie im Auftrag der Bundesregierung. Alarmierende Zahlen veröffentlichte im März auch das Max-Planck-Institut für Chemie zusammen mit der Universitätsmedizin Mainz: "Verschmutzte Außenluft fordert mehr Opfer als Rauchen", so die Ergebnisse des Wissenschaftlerteams. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Europäer werde dadurch um rund zwei Jahre verringert. In mindestens der Hälfte der Fälle sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Todesursache. Feinstaub in der Luft stellt dabei offenbar ein größeres Gesundheitsrisiko dar als bislang angenommen.
Feinstaub ist aber nicht gleich Feinstaub. Meist verbindet man damit die graue Rußwolke aus alten Dieselfahrzeugen oder den Staubbelag auf der Straße. Doch diese relativ groben Partikel sind nur der sichtbare Teil der Gefahr. Unsichtbar bleiben beispielsweise Stickoxide (NOx), die seit vielen Monaten im Zusammenhang mit möglichen Dieselfahrverboten diskutiert werden. Studien zeigen darüber hinaus, dass Kleinstteilchen aus dem Auspuff zusammen mit anderen Aerosolen einen besonders schädlichen Giftcocktail bilden. Dieser Ultra-Feinstaub mit minimalem Gewicht und Durchmesser ist gefährlich, weil er in den Atemwegen nicht herausgefiltert wird, sondern direkt in die Blutbahn eindringen kann. Moderne Partikelfilter reduzieren den Ausstoß von Feinstaub um über 99 Prozent - und sie erfassen selbst Partikel mit einem Durchmesser von lediglich 2,5 Mikrometern. Standard ist der Filter aber noch nicht.....

weiter > https://www.sueddeutsche.de/auto/feinsta...ket-newtab

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#18
Recht und Urteil sind oft zweierlei

BGH: Abmahnverein Deutsche Umwelthilfe (DUH) darf weiterkassieren

Eine weitere Ohrfeige für hart arbeitende und vom Dieselskandal bedrohte Autohändler. Das grüne Netzwerk funktioniert engmaschig. 
Der umstrittene Abmahnverein »Deutsche Umwelthilfe e.V.« darf voraussichtlich weiter Unternehmen abmahnen und abkassieren. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe heute nach ersten Beratungen verkündet.
Ein Autohändler aus Fellbach bei Stuttgart hatte unterstützt von der KfZ-Innung Stuttgart geklagt. Die DUH betreibe Rechtsmissbrauch, wenn sie Autohändler abmahne. Denn der Verein habe es vorrangig auf finanziellen Gewinn abgesehen. Die DUH mahne pro Woche 30 Verstöße ab und führe rund 400 Gerichtsverfahren im Jahr. 2,2 Millionen Euro betrug laut DUH das »Betriebsergebnis« allein im Jahr 2017. 2015 und 2016 waren das immerhin fast fünf Millionen Euro. Um Verbraucherschutz gehe es der DUH also nicht.
Der Autohändler weigerte sich, auf eine Abmahnung hin zu zahlen. Die Vorinstanzen gaben jedoch dem Abmahnverein Recht, das Oberlandesgericht Stuttgart ließ Revision beim BGH zu. Doch jetzt sehen die BGH-Richter kein rechtsmissbräuchliches Verhalten und keinen Anlass, die Klagebefugnis infrage zu stellen, wie der Senatsvorsitzende Thomas Koch in Karlsruhe sagte. Das Urteil mit Begründung wird in den nächsten Wochen verkündet.
Alles rechtens also. Ein anderer Spruch aus Karlsruhe wäre auch eine echte Überraschung gewesen. Gleichzeitig wären damit auch die engen Verflechtungen zwischen DUH, Ministerien und Umweltbundesamt ins Wanken geraten.
Es ist nicht erstaunlich, dass der BGH der DUH ihr Millionengeschäft nicht versalzen wollte.....

weiter > https://www.tichyseinblick.de/daili-es-s...kassieren/

Kommentare:

Alois Hingerl
Es gab heute weitere Entscheidungen des BGH zu verkünden: So darf ein Kabelnetzbetreiber ein öffentliches WLAN auf Routern freischalten, ohne dass die Kunden, bei denen diese Router betrieben werden, zuvor ihre Erlaubnis erteilen müssten und die Kinder von Anton Schlecker, die damals im elterlichen Drogeriekonzern mitarbeiteten, müssen – anders als ihr persönlich voll haftender Vater, der mit einer Bewährungsstrafe davon kam – ins Gefängnis.
Der einst gute Ruf des BVerfG hat schon gelitten, möchte der BGH da nun nachziehen?

M.E.S.
Die DUH surft seit 2013 auf dem unter Juristen umstrittenen Urteil des BVerwG : https://www.bverwg.de/de/050913U7C21.12.0
Man kann die umstrittenen Urteile des BVerwG in Sachen DUH-Unterstützung an einer Perlenkette aufziehen. Das BVerwG hat auch in Sache Messstellen und Fahrverbote für eine EU-weit einmalige Ausgangssituation geschaffen, der Grund, warum Deutschland trotz besserer Luftqualität Diesel aussperrt.
Nun auch der BGH. Ein Bollwerk der Rechtssprechung. Dass aber 0 g/km CO2-Angaben bei Elektroautos nicht nur unabsichtliche Etikettierung, sondern gewollter Etikettenschwindel sind, hat die DUH bisher nicht gestört.

Joe
Wer noch die Hoffnung hat, dass jedenfalls die dritte Gewalt im Sinne eines echten Rechtsstaates funktioniert, sieht die Zeichen der Zeit nicht. Die Gerichte, die an die Gesetze gebunden sind, werden in Zukunft immer weniger ihre Spielrräume bei der Auslegung zugunsten freier, offener und pluraler Entscheidungen nutzen. Der rot-grüne Marsch durch die Institutionen hat nämlich auch die Basition erreicht. Willfährige Richter selbst am Verfassungsgericht wie Harbarth sind wenig mehr als stramme Parteisoldaten und haben mit den frühreren großen Staatsrechtslehrern wie Herzog, Kirchhof oder Papier nur die rote Robe gemein. Das GEZ-Urteil und die Entscheidung zur AfD-Organklage zeichen den Weg.

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#19
"Neuer Reform-Furz"

08. Mai 2019  Reinhard Jellen

Winfried Wolf über Elektromobilität, Teil 1
E-Mobilität wird von Teilen der Politik als Gebot der Stunde propagiert. Winfried Wolfhält das in seinem Buch "Mit dem Elektroauto in die Sackgasse" für falsch.
 Herr Wolf, Sie schreiben in Ihrem Buch, dass es bei der E-Mobilität nicht um Umweltverträglichkeit geht. Worum geht es dann?
Winfried Wolf: Es geht im Grunde um drei Dinge. Erstens aus Sicht der Öl- und Autokonzerne um einen neuen Reform-Furz, mit dem sie ihre Glaubwürdigkeitskrise - Stichwort: Dieselgate und Feinstaub-Belastung - überwinden und einen neuen Autoboom, stark von staatlichen Subventionen gepampert, starten können. Zweitens geht es den politisch Verantwortlichen in Berlin und Brüssel darum, es der wichtigsten politischen Lobby recht zu machen und gleichzeitig in der Öffentlichkeit das Gesicht wahren zu können, indem anscheinend ein "Weg aus der fossilen Wirtschaft" beschritten wird. Drittens geht es um China beziehungsweise um die Industriepolitik der chinesischen Führung.

"Neuer Boom der Autoproduktion"

 Dann eines nach dem anderen. Was hat es mit diesem höchst anrüchigen Reformsurrorgat auf sich?
Winfried Wolf: Ich beobachte seit Mitte der 1970er Jahren, dass die Autoindustrie in allen großen Krisen - ökonomische Krisen und Glaubwürdigkeitskrisen - es immer wieder geschafft hat, ein Reformprojekt zu propagieren, das die Öffentlichkeit und meist auch ein größerer Teil der Umweltbewegung immer dankbar aufnahm - das jedoch am Ende immer auf ein- und dasselbe hinauslief: es kam zu einem neuen Boom der Autoproduktion und zu einer weiteren Steigerung der Pkw- und Kfz-Dichte.
Wir hatten da Mitte der 1970er Jahre - Stichwort: Ölkrise 1973 und Autokrise 1974/75 - die Katalysator-Debatte. Wir hatten nach der Autokrise 1980-82 die Debatte über das "Waldsterben" mit dem "Großversuch Tempo 100". In den 1990er Jahren gab es die Reformidee "Swatch-Car": der Schweizer Milliardär und Uhren-Zampano Nicolas Hajek wollte, ähnlich der lustigen bunten Swatch-Uhr, lustige bunte kleine Elektro-Autos, "swatch-cars", bauen lassen.
Querdenker wie Frederic Vester und Daniel Goeudevert (Ford) propagierten das querparken in den Citys. Und Züge, die die kleinen netten Stadtflitzer transportieren sollten (natürlich auch mit Bahnsteigen, auf denen man quer in die Züge rollen würde können). Daraus wurde dann der profane Benziner-Smart mit einer homöopathischen Dosis von Elektro-Smarts. In den Nuller-Jahren war es dann der "Bio-Sprit" - Kraftstoffe auf agrarischer Basis sollten die CO2-Belastung reduzieren - sogar der Weltklimarat ist darauf ein paar Jährchen lang hereingefallen.
 Und jetzt nach der massiven Krise der Weltautobranche 2008/2009 kam die "Elektromobilität"?
Winfried Wolf: Genau. Ich nenne das einen Reformfurz. Dieser riecht auch wirklich abgestanden. Vor 110 Jahren, als Henry Ford mit der Serienproduktion von Pkw begann, gab es weit mehr Elektroautos als Verbrenner. Der mit Benzin betriebene Pkw obsiegte - aus nachvollziehbaren Gründen. Es gab auch in den 1980er und 1990er Jahren massive Investitionen in Elektro-Pkw. Die Elektro-Pkw konnten sich aber weder vor 110 Jahren noch vor 25 Jahren durchsetzen - im Grunde aus den gleichen Gründen, die dieser Technik auch heute im Weg steht: es sind noch schwerere Autos. Sie sind deutlich teurer. Es gibt lange Ladezeiten. Es bleibt bei kurzen Reichweiten. Es kommt zu massiven neuen Abhängigkeiten von knappen Rohstoffen.
Heutzutage sieht es allerdings anders aus. Die Elektro-Autos werden sich wohl als Stadt-Autos in wichtigen Industriestaaten durchsetzen - einfach weil es eine derzeit gut verkaufbare Reformidee ist. - Und weil es den Faktor China gibt.
"Rebound- oder Bumerangeffekte"
 Ist die E-Mobilität überhaupt in einem relevanten Ausmaß umweltverträglich?
Winfried Wolf: Nein. E-Mobility in Form einer großen Zahl von Elektro-Autos wird immer umweltzerstörend, stadtbelastend und den Klimawandel beschleunigend sein. Dazu sechs Stichworte: Erstens gibt es diesen "ökologischen Rucksack": die Herstellung jedes E-Pkw ist mit massiv mehr CO2-Verbrauch verbunden als die Herstellung eines herkömmlichen Pkw. Zweitens ist der Strom-Mix in Deutschland und weltweit absehbar auf längere Zeit in erheblichem Maß von fossilen Energieträgern geprägt. Hierzulande können wir froh sein, wenn in drei Jahren, wenn die letzten AKW - hoffentlich! - vom Netz gehen, die Erneuerbaren dann soweit ausgebaut sein werden, dass sie die aktuell dreizehn Prozent Atomstrom ersetzen können. Doch es bleibt dann zunächst einmal bei 40 Prozent Braunkohle- und Steinkohle-Strom.
Drittens führt eine größere Zahl von E-Autos zu einer gesteigerten Stromnachfrage. Damit aber verschärft sich die genannte Problematik des Strom-Mixes mit hohen Anteilen von Kohlestrom. Darüber hinaus übt dies einen massiven Druck aus in Richtung Ausbau der Atomstrom-Kapazitäten. In China zum Beispiel droht die Verdopplung der Zahl der Atomkraftwerke (von knapp 40 auf rund 80). Viertens gibt es die Rebound- oder Bumerang-Effekte: E-Autos sind zu mehr als 50 Prozent Zweit- und Drittwagen. Mit ihnen wird ausgerechnet in den Städten der Autoverkehr noch mehr verdichtet. Die Krise des Öffentlicher Personennahverkehrs vertieft sich, da potentielle Öffentlicher-Personennahverkehr-Nutzer nun mit "grünem Gewissen" mit dem E-Pkw durch die City surfen, dann noch fröhlich Bus-Spuren und Gratis-Strom nutzend.....

weiter > https://www.heise.de/tp/features/Neuer-R...13769.html

Kommentare:

Schafspelz
Das ist besonders perfid. Ein Wolf im Schafspelz. Die Autoindustrie, die einen schickt, der die Autoindustrie kritisiert, um, wie sie es seit Jahrzehnten tut, weiteren Sand ins E-Getriebe zu streuen.
Merke: Kein traditioneller Autokonzern hat auch nur die geringste Motivation auf Elektroantrieb umzusteigen. Das invalidiert riesige Investitionen und jede Menge Know how. Und wenn ein Konzern etwas hasst, ist es Investitionen tätigen zu müssen.
Als ich zu dieser Behauptung kam...
die Herstellung jedes E-Pkw ist mit massiv mehr CO2-Verbrauch verbunden als die Herstellung eines herkömmlichen Pkw.
... bin ich definitiv wütend geworden. Das ist eine plumpe Lüge. Dem Mehraufwand für den Akku steht ein Minderaufwand beim Motor gegenüber. Jetzt, da die Konzerne in der Defensive sind, geben sie zu, dass die Herstellung eines E-Autos weniger aufwendig ist - natürlich nur um hervorzustreichen, dass Arbeitsplätze verloren gehen werden. Die Entwicklung der Akkus bleibt nicht stehen, sie werden jährlich effizienter. Der Wirkungsgrad eines E-Motors ist weit höher als derjenige eines Verbrenners.
Selbstverständlich sind Autos mit E-Motoren nicht die Panazea gegen die Klimaerhitzung. Aber hat das irgendwer behauptet? Schon nur, dass sie Städte ruhiger machen und zu einer besseren Luftqualität beitragen ist ein Riesenvorteil.
(Dazu: Diverse Sharing-Formen führen zu weniger Autos. Der Anteil der Autobesitzer bei den jüngeren Jahrgängen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Es sind die über 40- und erst recht, die über 50-Jährigen, die glauben ohne eigenes Auto seien sie gleichsam amputiert. Je älter, umso vergifteter Auto-Verteidiger.)
Dann noch ein wenig vages China-Bashing, soll wohl auf globalen Durchblick verweisen. Natürlich pusht China E-Autos nicht aus Umweltschutzgründen, sondern wegen der extremen Smog-Problematik in chinesischen Städten und logischerweise, weil China beim Erdöl zu über 70 Prozent auf Importe angewiesen ist. Das ändert aber nichts an der relativen Sinnhaftigkeit von E-Motorrädern und -Autos.
Auch die übrigen Argumente sind bestenfalls tendenziös, wenn nicht schlicht gelogen. Wenn etwa drauf hingewiesen wird, dass E-Autos bis heute hauptsächlich im sogenannten Premium-Bereich angesiedelt sind. Das hat schlicht den Grund, dass im Hochpreissegment der teure Akku relativ zum Rest des Autos günstiger ist, also weniger ins Gewicht fällt. Die Akkus werden aber sehr schnell günstiger...
Und auch die abschliessenden Unkereien bezüglich Ladestationen fallen in dieselbe Kategorie. Es stimmt schon, dass die Umstellung aufwendig und nicht problemlos ist, aber es gibt, wie schon gesagt, technische Fortschritte. Die Ladedauer wird abnehmen. In Norwegen ist der Anteil an E-Autos bekanntlich schon beachtlich, steigt auch munter weiter. Offenbar sind die Probleme lösbar. (Norwegen hat keine eigne Autoindustrie...) An der Stromproduktion liegts nicht. Deutschland exportiert kräftig Strom. Abzuschaltende Kraftwerke werden ersetzt durch neue. Auch bei Totalumstellung auf Strom würde der Mobilitätsverbrauch nicht über 20 Prozent der Produktionskapazität steigen. Und wie gesagt, die nationale Flotte muss und wird kleiner werden.
Kurz; ein extrem ärgerlicher Beitrag, dem es massiv an Wahrhaftigkeit fehlt. Will ich bei Telepolis nicht lesen.


politische Entscheidungen der Vergangenheit, welche den CO2 Ausstoß erhöht haben
- Ideologie des Wirtschaftswachstums um jeden Preis
- Reduzierung des Streckenangebots der Bahn, Ausdünnung der Fahrpläne
- Aufgabe ganzer Zuggattungen, wie etwa Nightjet, Interregio)
- Förderung des freien Warenverkehrs, LKW als Haupt-Transporteur
- Abbau von Güter- und Rangierbahnhöfen
- schleppender Ausbau von Güterstrecken
- Rückzug von Staat und Wirtschaft aus der Fläche (Arbeitsplätze, Schulen, Einkaufen), mit der Folge längerer Wege
- Duldung des Betrugs der Autoindustrie bei getürkten Verbauchswerten vor allem von Straßenpanzern
- keine Besteuerung von Flugbenzin
Und nun soll der Bürger durch noch höhere Energiepreise dazu motiviert werden, CO2 zu sparen?
Die ganze Kampagne um die EInführung einer CO2 Steuer ist doch nichts anderes als der Versuch, von der Verantwortung der Politik für die umweltpolitischen Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte abzulenken.


Überflüssiger Artikel-"Furz". Mimimi, es müsste investiert und entwickelt werden
Jeder weiß, dass die Technik noch in der Entwicklung ist. Mit der Aussicht auf den Massenmarkt könnten Gelder fließen, die die Technik perfektionieren und verbilligen. So war das schon immer.
Und die immer gleiche Dumpfheit in der "Argumentation": "es gibt noch keine Ladestellen". Ach, nee. 
Vor Einführung von Verbrennungsmotoren gab es auch noch keine Tankstellen.

Typisch deutsche Erzkonservative: Statt Mut, Entwicklung und Überwindung von Problemen, depressive Unkerei, bis die Technik woanders entwicklt wurde.
Sabotage.
Und wieder werden Chinesen und Amis uns den Markt wegschnappen.
Dank an die Herren Saboteure.

Zugleich verhindern die neoliberalen Mafiosi an der Macht, dass wirklich nachhaltige Technik entwickelt wird, weil die Konzernbosse glauben, mit verknappten Rohstoffen noch mehr Geld zu verdienen.
Wieso wird das Wasserstoff-Auto nicht weiterentwickelt?


Interessanter Artikel
Auch wenn ich nicht jedes Einzelargument teile, die grundlegenden Argumentationslinien kann ich gut nachvollziehen. Die vielen Wellen und Reformen, die es schon mal in Bezug auf die Autobranche gegeben hat, hatte ich schon fast wieder vergessen.

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