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Saubere Luft- Dieseldebatte
#10
Verbrennungsmotor: Schweden steigt aus

23. Januar 2019 Wolfgang Pomrehn

Neue Regierung will ab 2030 die Neuzulassung von Pkw mit Benzin- oder Dioeselmotor unterbinden
So geht es auch. Schweden will dem Beispiel seiner skandinavischen Nachbarn folgen und das Ende des Verbrennungsmotors im Straßenverkehr einläuten. Wie die Zeit schreibt, hat der neue alte Ministerpräsident Stefan Löfven von den Sozialdemokraten in seiner Regierungserklärung ein entsprechendes Gesetzesvorhaben angekündigt. Demnach würden ab 2030 keine neuen Fahrzeuge mit Diesel- oder Benzinmotor mehr zugelassen.
Das sei ein Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen. In Deutschland trägt der Straßenverkehr knapp 20 Prozent zu den Emissionen bei. Wie berichtet ist der CO2-Ausstoß des Verkehrssektors in den letzten Jahren sogar angewachsen und inzwischen wieder höher als 1990.
Dennoch gefällt sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor allem darin, die Debatte um das Auto ao weit wie nur möglich emotional aufzuladen und die in der von der Regierung einberufenen "Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität" als Ideen für die interne Diskussion auf den Tisch gelegten Vorschläge öffentlich mit dem Holzhammer zu bearbeiten: Ein Tempolimit von maximal 130 Kilometer pro Stunde auf den Autobahnen sei "gegen jeden Menschenverstand".
So seriös gehen deutsche Minister mit den Zukunftsfragen um, die sich immer höher – sich dabei um keinerlei Grenzen kümmernd – vor der Menschheit auftürmen. Und wenn das beim Wähler nicht mehr so gut ankommt, sucht man sich halt ein paar Sündenböcke, möglichst die schwächsten Glieder, Flüchtlinge, auf die sich immer wohlfeil einprügeln lässt.
Derweil waren in Schweden im vergangenen Jahr etwas über acht Prozent der verkauften Pkw E-Autos, berichtet die Plattform InsideEVs. Hierzulande lag die Rate hingegen nach den Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes trotzt erheblicher Steigerung erst bei einem Prozent.
In China, dem weltweit mit Abstand größten Markt für Elektrofahrzeuge, dürfte der Anteil 2018 bereits bei fünf Prozent gelegen haben. Mit vermutlich 1,1 Millionen neu zugelassener Elektroautos, die fast vollständig im Inland hergestellt wurden, ist das Land zugleich der größte Produzent von E-Autos.
Und Deutschland? Hat einen Verkehrsminister Scheuer und einen Volkswagen-Konzern, der nur teure Elektroautos kann und betont dies auch noch ausdrücklich. Einig Land der Zukunftsverweigerer.

> https://www.heise.de/tp/news/Verbrennung...85773.html

Kommentare daraus:

Schweden kann das ...
... weil Schweden dünn bevölkert ist und tatsächlich allen Energiebedarf ohne fossile Brennstoffe oder Atomkraftwerke aus regenerativen Quellen decken kann.
Schweden ist auch ein bisschen größer:
ca. 450.000km²
ca. 10,1Mio Einwohner
ca. 22,5 Einwohner / km²
Deutschland dagegen:
ca. 360.000km²
ca. 82,8Mio Einwohner
ca. 230 Einwohner / km²
In Deutschland leben pro Flächeneinheit 10x soviele Menschen wie in Schweden. Wenn ein durchschnittlicher Schwede und ein durchschnittlicher Deutscher einen ähnlichen Energiebedarf haben, kann man den Energiebedarf auch direkt auf die Fläche beziehen und sagen: Deutschland hat einen 10x höheren Energiebedarf pro Flächeneinheit als Schweden.
Regenerative Energien sind i.d.R flächenintensiv (Solarenergie, Windenergie) oder stellen besondere Anforderungen für eine effiziente Nutzung (Geothermalenergie, Wasserkraft, Gezeitenkraft). Schweden hat die nötige Fläche, um auch flächenintensive regenerative Energien zur Bedarfsdeckung einzusetzen und kann Wasserkraft zur Grundlastsicherung einsetzen. Es ist aufgrund des zehnfach geringeren Energiebedarfs pro Flächeneinheit also einfacher, vollständig regenerative Energiequellen einzusetzen als in Deutschland.
Es fahren auch in Schweden 10x weniger Autos rum pro Flächeneinheit, die dann auch 10x weniger Energiebedarf haben als das der Fall wäre in Deutschland.
Stellt also Schweden geschlossen auf E-PKW um, passiert in Schweden nicht viel.
Stellt Deutschland geschlossen auf E-PKW um, haben wir ein überlastetes Stromnetz, Ausfälle & co. Es sei denn, wir laden all unsere PKW nur nachts zum Nachtstromtarif. Etz müsste nur noch die Sonne 24/7 scheinen, damit die Rechnung aufgeht ...
Noch Fragen?

Strompreise in N und S
In Norwegen kostet die kWh Strom 16 Cent, in Schweden 19 Cent.
In Deutschland über 30 Cent.
Noch Fragen?
Hoffentlich nicht, denn dann würde sich der Fragesteller als geistig unterbelichtet outen.
Ferner:
"Das sei ein Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen. In Deutschland trägt der Straßenverkehr knapp 20 Prozent zu den Emissionen bei. Wie berichtet ist der CO2-Ausstoß des Verkehrssektors in den letzten Jahren sogar angewachsen und inzwischen wieder höher als 1990."
20% der CO2-Emissionen, wobei ja bekanntlich Wasserdampf ein weitaus stärkeres Treibhausgas ist, kommen also vom Verkehr.
Davon wieviel % von Autos und wie groß ist der Anteil an LKW bzw. Transportern?
Dass der Verkehrssektor seit der EU-Osterweiterung in Deutschland explosionsartig wächst, wissen die 5-jährigen ohne Kita-Abschluss. Warum wissen das erwachsene Menschen nicht, wenn es um gestiegene Verkehrsemissionen geht?
Ebenso maßgeblich zu steigenden Emissionen tragen künstlich erzeugte Verkehrsbehinderungen bei, wie zum Beispiel Baustellen, die 90% der Zeit brach liegen aber trotzdem den Verkehr behindern und Staus verursachen, ebenso tragen von grün-grenzdebilen Stadtverwaltungen erzeugte "Rote-Wellen-Ampelstrecken", Umleitungen wegen "Feinstaub-Sperrungen" und Fahrbahnverengungen zur "Verkehrsberuhigung" in großem Ausmaß für steigende Emissionen bei.
Man kann also als Fazit sagen:
1) die Autos (PKW) sind nur ein kleiner Teil der Ursache, der größere Teil ist der Liefer/Transportverkehr in der EU
2) selbst wenn ein 130-Tempolimit kommen sollte, wird das maximal ca. 0,14% CO2-Emissionen verringern, da erstens selten schneller als 130 gefahren wird, zweitens durch hohe Verkehrsdichte selten überhaupt 130 erreicht werden können und drittens der verschwindend geringe Anteil an PKW, die schneller fahren ein Mückenschiss sind
3) da diese Fakten nun mal Realität sind, muss man schon recht geistig behindert sein, wenn man trotzdem meint, der PKW-Verkehr und erst recht 130 Tempolimit würde etwas relevantes zu Treibhausgasemssionen beitragen.
Ferner gilt als Fazit: in Ländern, in denen der Strompreis nur ein Bruchteil dem Deutschlands entspricht, mag E-Mobilität eine temporäre brauchbare Alternative darstellen. In Deutschland, als Strompreisspitzenreiter der EU sicher nicht. Dort kann das E-Auto BESTENFALLS eine Alternative für den Stadtverkehr sein. Entweder für Stadtbewohner, die selten ihren Termitenhügel verlassen, oder als Zweit-Auto für Landbewohner, die hin und wieder masochistische Anwandlungen haben und sich Stadtverkehr heutzutage antun wollen.
 
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Nachrichten in diesem Thema
Saubere Luft- Dieseldebatte - von Rundumblick - 12.10.2018, 16:51
RE: Saubere Luft- Dieseldebatte - von Rundumblick - 23.01.2019, 18:44

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