Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Der Fall Jamal Kashoggi
ich denke das passt recht gut in den Thread hier.

DER MORD AN JAMAL KASHOGGI VIRTUELL REKONSTRUIERT

Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera hat ein Video veröffentlicht das den Mord an den saudischen Journalisten, Jamal Kashoggi, virtuell rekonstruiert .
Kashoggi betrat am 2.Oktober vergangenen Jahres das saudische Generalkonsulat in Istanbul, wo er nach bisherigem Kenntnisstand von einem 15 köpfigen saudischen Killerkommando eliminiert worden ist.

Diverse Mitglieder des Teams unterstehen dem direkten Befehl des Kronprinzen Saudi Arabiens, Mohammed Bin Salman, der seither schwer in Verruf geraten ist, und das feudale Königreich in Erklärungsnot brachte.

Riad weist sämtliche Vorwürfe in Bezug auf die vorsätzliche Ermordung des saudischen Journalisten von sich, und hat bislang lediglich eingeräumt das Jamal Kashoggi infolge eines Handgemenges getötet wurde. Die ausgemachten Schuldigen würden zur Rechenschaft gezogen werden. Laut des visuellen Al-Jazeera-Berichts entspräche dies nicht der Wahrheit und mehrere Verdächtige sollen sich immer noch auf freiem Fuß befinden.





Quelle
Antworten
@PrayingMantis meldet: Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera hat ein Video veröffentlicht das den Mord an den saudischen Journalisten, Jamal Kashoggi, virtuell rekonstruiert.  Kashoggi betrat am 2.Oktober vergangenen Jahres das saudische Generalkonsulat in Istanbul, wo er nach bisherigem Kenntnisstand von einem 15 köpfigen saudischen Killerkommando eliminiert worden ist.
 
Das Video zeigt keine einzige neue Videosequenz – es ist alles bekannt.
Das erstaunt dann doch, da wir ja alle wissen, dass dieser Mord sowohl per Wanze und Kamera aufgenommen worden sein soll.
Eine solche Beweislage ist ganz außerordentlich und im Normalfall extrem selten.
 
Unter diesen Umständen ist es dann besonders seltsam, wenn die angeblichen Fakten so unklar bleiben.
 
Richtig bizarr wird es wenn man den animierten Leichnam auf dem vermutlich noblen Schreibtisch liegen sieht, umkränzt von feinsten Ledersesseln, dessen gehobenes Ambiente sich in wenigen Minuten zu kaltem Entsetzen einer Leichensektion im finsteren Folterkeller wandelt.
 
Eigentlich ist die ganze Kiste komplett absurd, was ein Tötungsverbrechen natürlich nicht ausschließt.
Doch die Saudis stützen diese Theorie!
 
Der saudische Generalstaatsanwalt hat indes die Todesstrafe für fünf an der Tat Beteiligte gefordert. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Riad sagte am Donnerstag, der „Washington Post“-Kolumnist
 
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausl...92062.html
 
Was passierte damals wirklich?
Da helfen auch die hinterfragbaren Analysen des Rankanalyst nicht, der meint:

 
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Case Study ist der Fall Khashoggi noch nicht vollständig aufgearbeitet. Viele Aspekte liegen noch im Dunkeln. Wir konnten jedoch mit Hilfe von Google ein paar sehr interessante Beobachtungen festhalten, die als Indizien die Involvierung Saudi-Arabiens in diesem Fall dokumentieren. Die spezifischen politischen Gegebenheiten im Land und der hohe Marktanteil der Suchmaschine Google ermöglicht tiefe Einblicke in den landesweiten Umgang mit einem weltweit beachteten, brisanten Thema.
Eine Antwort auf die Frage, in wieweit der saudische Kronprinz, Mohammed bin Salman, direkt in diesen Fall verwickelt ist, kann diese Analyse nicht liefern. Dafür aber Material für neue Spekulationen.


Quelle: https://rankanalyst.de/der-fall-jamal-khashoggi-1268/7/
 
Weil man also in Saudistan mehr nach Khashoggi und den Involvierten googelte, steigt die Wahrscheinlichkeit, daß die Wüstenprinze Dreck am Stecken haben.
 
Ich denke gerade darüber nach, was solche Korrelationen eigentlich für die Plattform Geomatiko bedeuten könnten.
Nein, das Fazit schreibe ich jetzt nicht hin.  Big Grin
 
mfG
nereus
Antworten
Lang ist’s her.
Doch jetzt kommt etwas Neues.
Zumindest hat man den Termin gehalten.

Welche Rolle spielte Mohammed bin Salman bei der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi? Eine Uno-Menschenrechtsspezialistin sieht "glaubhafte Hinweise" für eine persönliche Verantwortung des saudischen Kronprinzen.

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/f...73199.html

Sie sieht das also?
Dann wollen wir auch mal sehen, ob wir etwas sehen.

Zur Klärung der Schuldfrage sei allerdings noch eine weiterführende Untersuchung nötig, schrieb Callamard in ihrem Bericht an den Uno-Menschenrechtsrat, der am Mittwoch in Genf veröffentlicht wurde.

Ach so, ich dachte ..  Confused

Callamard, Uno-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche, standrechtliche oder willkürliche Hinrichtungen, fordert internationale Sanktionen gegen den Kronprinzen. 
Zwar gelte für jeden immer die Unschuldsvermutung. Aber bei anderen Sanktionen werde darauf auch keine Rücksicht genommen.

Sehr interessant, eine UNO-Tante erklärt ohne rot zu werden, daß es gar keiner juristischen Beweise mehr bedarf.
Hätte ich in der PK vorne gesessen, hätte ich meinen Schuh nach Dir geworfen, Du blöde K.. .  Angry

Internationale Standards seien nicht bekannt. "Bis solche Standards veröffentlicht sind und ihre Anwendbarkeit auf Einzelpersonen ausgeführt ist, gibt es keinen Grund, warum Sanktionen nicht gegen den Kronprinzen und seinen persönlichen Besitz verhängt werden sollten", schrieb Callamard.

Sie kritisierte eine in ihren Augen schwache internationale Reaktion, auch wenn einige Staaten Sanktionen verhängt hätten. "Diese müssen fortgesetzt werden. Sie sind wichtig, aber unzureichend", erklärte Callamard. "Diese Sanktionen gegen 17 Personen vernebeln die Tatsache, dass der Staat verantwortlich ist."

Meine Güte, sabbele nicht, lege endlich Fakten auf Tisch!  Angry

Nach Einschätzung Callamards ist es nicht glaubhaft, dass die Entsendung des saudi-arabischen Mordkommandos ohne das Wissen von Kronprinz Mohammed bin Salman erfolgt sein könnte. Er habe allgemein die Verfolgung von Dissidenten zugelassen. Außerdem hätte die Zerstörung der Beweismittel nach dem Mord im Konsulat in Istanbul nicht stattfinden können, ohne dass der Kronprinz Bescheid gewusst habe.

Was ist das denn für ein Beweis?

"Die Sonderberichterstatterin ist zu dem Schluss gekommen, dass es glaubhafte Hinweise gibt, die weitere Untersuchungen zur individuellen Verantwortung ranghoher saudi-arabischer Vertreter, einschließlich des Kronprinzen, rechtfertigen", schrieb Callamard.

"Zur Schuld ist es zu keiner abschließenden Beurteilung gekommen. Der einzige Schluss ist, dass es glaubhafte Belege gibt, die weitere Untersuchungen durch geeignete Behörden verdienen, um festzustellen, ob die Schwelle krimineller Verantwortung überschritten worden ist."

Aha, die Schwelle einer kriminellen Verantwortung. Was ist denn das genau?  Huh
Und wo sind denn nun die Belege!

Es sei viel darüber spekuliert worden, ob Prinz persönlich den Auftrag zur Ermordung Khashoggis gegeben habe, schrieb Callamard. 
Diese Konzentration auf einen möglichen Befehl und die Suche nach einem "rauchenden Colt" wecke Erwartungen, die womöglich nicht erfüllt werden könnten.
Es sei bei Menschenrechtsverletzungen mindestens genauso wichtig, diejenigen zu identifizieren, die ihren Einfluss und ihre Macht ausgenutzt hätten, die nicht so sorgfältig gehandelt hätten, wie es ihr Amt verlange.

So in etwa habe ich mir das vorgestellt.
Palaver - Palaver – Palaver, jedoch nichts zum Anfassen.
Alles nur Geschwätz!

Übrigens, es gab da schon mal einen Befehl, der bis heute nicht gefunden wurde, aber dennoch dramatische Wirkung zeitigte.
Welche Wirkung gemeint ist, bleibt allerdings Interpretationssache.  Sad

mfG
nereus
Antworten
Grausame Details im Fall "Khashoggi": Ist das "Opfertier" eingetroffen?

Neue Details im Fall Khassoggi. Huh

Im Fall des ermordeten Khashoggi hat die Menschenrechtsexpertin und Uno-Sonderberichterstatterin, Angès Callamard, einen ausführlichen Bericht zum Ablauf der grausamen Tat verfasst. Sie plädiert für umfassende Ermittlungen gegen den saudischen Kronprinzen.

Im Bericht von Frau Callamard soll u.a. dies zu finden sein.

"Ist es möglich, den Rumpf in eine Tasche zu packen?", soll ein Agent um 13.02 Uhr Ortszeit, kurz vor der Ankunft Khashoggis, einen anderen Agenten gefragt haben. "Wir durchtrennen die Gelenke. Das ist kein Problem. Am Anfang schneide ich auf dem Boden. Wenn wir Plastikbeutel nehmen und ihn in Stücke schneiden, ist es geschafft. Wir werden jedes Teil einwickeln", soll der andere geantwortet haben. Das berichtet Callamard in ihrer knapp 100-seitigen Ausarbeitung zum Mord an dem ehemaligen Korrespondenten der "Washington Post". Sie bezieht sich dabei auf Tonmitschnitte, die der türkische Geheimdienst aufgenommen haben soll.

Quelle: https://www.focus.de/politik/ausland/uno...44916.html

Das klingt natürlich reißerisch und dem erschrockenen Leser fällt dabei die Kaffeetasse aus der Hand.
Allerdings findet ein solches Gespräch vermutlich nur in den stark an Demenz erkrankten Journalisten-Hirnen oder auch von UNO-Mitarbeitern statt, aber ganz sicher nicht, wenn Agenten real kommunizieren, denn die wissen das sie abgehört werden (können).
Irgendwie muß jedoch das Körperteile-Trenn-Massaker in die Köpfe katapultiert werden, um dort sein böses Werk zu verrichten. Da ist keine Ansage zu dämlich dafür.

Zwar sei der Name Khashoggi in diesem Gespräch nie erwähnt worden, dennoch scheint klar zu sein, dass es sich genau um diese Person handelte. "Ist das Opfertier eingetroffen?", soll kurz darauf gefragt worden sein. Um 13.13 Uhr sagte einer der Agenten: "Er ist angekommen." Um 13.15 Uhr traf Khashoggi dann wirklich im Konsulat ein. Auf Basis türkischer Ermittlungen geht Callamard in dem Bericht davon aus, dass er etwa 20 Minuten später tot gewesen sein soll.

Klar, ein wenig orientalisches Einsprengsel  - „Opfertier“ - muß es dazu als Beilage schon geben.

Doch wenn das so war und die Türken das Drama auf Ton und Bild bannten, warum haben sie dann nicht unverzüglich Alarm geschlagen, denn dann hätte ein türkisches Sondereinsatz-Kommando unmittelbar das Konsulat stürmen und die Verbrecher auf frischer Tat zu ertappen können.
Dann wäre zwar rausgekommen, daß der Sultan die Konsulate abhören läßt, aber genau das ist ja am Ende ohnehin ein Faktum.

Und warum werden uns nicht die Personen bei der Tathandlung unter verträglicher Ausblendung der Khashoggischen Einzelteile präsentiert, wenn es sie denn gäbe?

Beim Besuch vier Tage zuvor schien alles in Ordnung
Die Vorbereitungen für den Mord sollen vier Tage zuvor begonnen haben. Am 28. September 2018 wollte sich Jamal Khashoggi in der diplomatischen Vertretung eine Bescheinigung abholen, in der Saudi-Arabien bestätigt, dass er nicht verheiratet sei. Wenige Tage zuvor hatte er sich mit der Türkin Hatice Cengiz verlobt. An besagtem 28. September soll alles ohne Probleme verlaufen sein. Jedoch wurde Khashoggi dazu aufgefordert, sich das Dokument erst vier Tage später abzuholen. Daraufhin setzten die Verantwortlichen des Mordes ihre Tat in Gang.


Und was wurde aus dieser Eheschließung, von der Frau Cengiz nichts gewußt haben will.
In jedem Fall liefert diese Beziehung bessere Fotos als die Fake-Aufnahmen der offiziellen Posaunen.

Man vergleiche dieses Bild ..
[Bild: 2224660_4684f89e69f630e46f09c9bfd4f2c319...C338&ssl=1]

.. mit denen da.

[Bild: suudi-gazeteci-cemal-kasikci-nin-dini-ni...=640&ssl=.]

[Bild: suudi-gazeteci-cemal-kasikci-nin-dini-ni...=640&ssl=1]

Quelle: https://www.sehirmedya.com/manset-haberl...aya-cikti/

Wer hatte damals eigentlich die notwendigen Papiere ausgestellt? Huh

Am Tag des Mordes wurde Khashoggi in den zweiten Stock in das Büro des Generalkonsuls gebeten. Dort wollte man Khashoggi weismachen, dass er von Interpol gesucht würde und man ihn deshalb nach Saudi-Arabien zurückbringen müsste. "Wir kommen, um dich zu holen", sagte eine Person zu ihm. Khashoggi antwortete, dass "es kein Verfahren gegen mich gibt. Ich habe einige Leute draußen benachrichtigt, sie warten auf mich." Es war seine Verlobte, die auf ihn wartete.

Die Interpol-Story ist neu, die gab es zuvor ganz offiziell nicht, außer damals bei Al Jazeera, wo allerdings auch das Verlassen des Gebäudes (siehe weiter unten) dokumentiert worden war. Warum wird diese plötzlich den Gästen serviert?

"Wenn du uns nicht hilfst, weißt du was passieren wird"
Daraufhin soll er eine Nachricht per Handy an seinen Sohn schicken. Er weigerte sich. „Was soll ich schreiben? Wir sehen uns bald? Ich kann nichts über die Entführung sagen“, sagte Khashoggi. „Mach es kurz“, wurde er daraufhin aufgefordert. Er wehrte sich weiterhin etwas zu schreiben. „Tipp es, Mr. Jamal. Beeil dich. Hilf uns, damit wir dir helfen können, denn am Ende bringen wir dich zurück nach Saudi-Arabien, und wenn du uns nicht hilfst, weißt du, was am Ende passieren wird. Lass diese Sache ein gutes Ende finden." Um 13:33 Uhr sagte Khashoggi dann laut der Aufzeichnungen: "Hier ist ein Handtuch. Wirst du mir Drogen geben?" Die Antwort lautete: "Wir werden dich betäuben." Es folgen Geräusche eines Kampfes.


Auch diese Details gab es bislang nicht.
Wir erinnern uns.

Security forces in the Turkish city entered the Saudi consulate to search for Jamal Khashoggi on Tuesday, Al-Jazeera reported.
"Police entered the consulate building in the Besiktas area but failed to find him," the report said, citing the outlet's local correspondent.
"Police inspected footage taken by surveillance cameras, showing that Khashoggi left the building 20 minutes after entering," it said, adding that the journalist "had likely been kidnapped".


Quelle: https://www.alaraby.co.uk/english/news/2...-khashoggi

Übersetzung mit Deepl.com

Sicherheitskräfte in der türkischen Stadt betraten das saudische Konsulat, um am Dienstag nach Jamal Khashoggi zu suchen, berichtete Al-Jazeera.
"Die Polizei betrat das Konsulatsgebäude im Gebiet von Besiktas, konnte ihn aber nicht finden", sagte der Bericht und zitierte den lokalen Korrespondenten der Filiale.
"Die Polizei inspizierte
Filmmaterial, das von Überwachungskameras aufgenommen wurde und zeigte, dass Khashoggi das Gebäude 20 Minuten nach dem Betreten des Gebäudes verließ", sagte sie und fügte hinzu, dass der Journalist "wahrscheinlich entführt worden war".

Das ist doch sonderbar oder?
Doch wen interessiert noch das Geschwätz von gestern.
Wenden wir uns lieber wieder dem Kettensägen-Massaker zu.

Und nur wenige Minuten später soll man laut dem türkischen Geheimdienst Sägegeräusche auf dem Tonband hören. Etwa anderthalb Stunden später sollen Überwachungskameras an der Residenz des Generalkonsuls zeigen, wie drei Männer mit Plastikmüllsäcken und einem Rollkoffer eintreffen. Beim Verlassen der Residenz soll einer der Agenten sogar die Kleidung Khashoggis tragen.

Wie steht es eigentlich um die Abstimmung der türkischen Behörden?
Die Polizei sieht Khassogi lebendig aus dem Konsulat spazieren und der Geheimdienst 3 Männer mit Müllsäcken.

Im Anschluss soll das Konsulat gründlich gereinigt worden sein. Saudi-Arabien behauptete zwei Wochen lang, dass Khashoggi das Konsulat lebendig verlassen hätte. Erst dann bestätigte man den Tod des Journalisten, sprach aber von einer Auseinandersetzung, die aus dem Ruder gelaufen sein soll und mit dem Tod Khashoggis endete.

Wie erklärt sich das plausibel?
Das erklärt sich nur wenn 2 Parteien an einem Strang in unterschiedlicher Richtung ziehen. Wer sind diese Parteien?

Rund einen Monat später, am 15. November erklärte die Justiz von Riad, dass im Zusammenhang mit dem Fall Khashoggi 21 Personen festgenommen wurden. Elf von ihnen wurden bereits angeklagt. Fünf von ihnen sollten zum Tode verurteilt werden. Während des Prozesses behaupteten die Angeklagten, dass sie Anweisungen ihres Vorgesetzten gefolgt waren. Der Tod sei jedoch ein Unfall gewesen. Khashoggi habe geschrien. Als man ihm dem Mund zugedrückt hatte, sei er dabei gestorben. Ahmad al-Asiri, früherer Vizechef des Geheimdienstes, räumte ein, dass er dem Agententeam befohlen habe, Khashoggi nach Saudi-Arabien zurückzubringen. Eine Tötungsabsicht habe ihm nach aber nicht vorgelegen.

Den Mund zugehalten?
Gab es zuvor nicht die Tüte über den Kopf?
Übrigens, was ist eigentlich aus dem Auto und seinen „Gepäckstücken“ geworden, daß in irgendeinem Parkhaus abgestellt worden war?

Die türkische Verlobte Khashoggis, Hatice Cengiz, begrüßte den Bericht. In einem Tweet benutzte sie die populäre Namensabkürzung des Kronprinzen, "MBS", und schrieb: "Der Aufruf der UN-Sonderberichterstatterin, gegen MBS wegen des Mordes an meinem geliebten Jamal zu ermitteln, ist eine willkommene Entwicklung." Die Vereinten Nationen müssten der Empfehlung folgen. "Der Gerechtigkeit muss gedient und die Wahrheit enthüllt werden."

Wissen sie was, Frau Cengiz?
Sie wären eine der ersten Personen gegen die ich ermitteln würde damit wenigstens der Wahrheit eine Gasse geschlagen wird.

mfG
nereus
Antworten
Interessant!
 
Die Verlobte des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi verlangt von den Vereinten Nationen, Konsequenzen aus einem jüngst veröffentlichten UN-Bericht zu dem Mordfall zu ziehen. 
Die Vereinten Nationen müssten nun „den nächsten Schritt“ unternehmen, forderte Hatice Cengiz am Dienstag.
Sie nahm Bezug auf die in der vergangenen Woche veröffentlichte Empfehlung einer UN-Ermittlerin, eine Untersuchung über eine mögliche Beteiligung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman an dem Mord einzuleiten.

 
Quelle: https://www.lvz.de/Nachrichten/Politik/E...nsequenzen
 
Alles wie gehabt.
Doch jetzt kommt’s!
 
Khashoggis Tötung im saudischen Konsulat in Istanbul im vergangenen Oktober belaste sie nach wie vor sehr, erklärte Cengiz. 
Sie werde von dem Gedanken verfolgt, dass ihr Verlobter vielleicht doch nicht tot sei, da niemand seine Leiche gefunden habe.
 
Sapperlot!
Sie bezieht sich auf den Bericht der UN-Ermittlerin, der weitere schaurige Details enthüllt, und hegt dennoch Hoffnungen?  Huh
 
Das ist ja eine komplette Blutgrätsche gegen den Sultan, der alles auf Video und Audio hat .. oder zumindest so tut als wäre dem so.
War das nur ein schwacher Moment einer Trauernden oder will sie uns damit „irgendetwas“ sagen?
 
mfG
nereus
Antworten
Nach Mord im Konsulat Fünf Todesurteile im Fall Khashoggi verhängt

Im Oktober 2018 wird der Journalist Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in der Türkei von einem saudischen Spezialkommando brutal getötet. Nun verurteilt ein Gericht in Riad fünf Menschen wegen Mordes zum Tode.
Im Fall des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi hat die Justiz in Saudi-Arabien Todesurteile gegen fünf Angeklagte verhängt. Zwei ranghohe Berater von Kronprinz Mohammed bin Salman seien hingegen entlastet worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Riad mit. Eine "vorsätzliche" Tat sei nicht nachgewiesen worden. Der für die "Washington Post" tätige Journalist Khashoggi war im Oktober 2018 im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul ermordet worden.
"Das Gericht hat Todesurteile gegen fünf Männer verhängt, die direkt an dem Mord beteiligt waren", erklärte die Staatsanwaltschaft nach dem Urteil. Es sei festgestellt worden, dass die Tötung zu Beginn "nicht geplant war", sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Schalaan al-Schalaan wenig später auf einer Pressekonferenz.
Von den elf nicht namentlich genannten Angeklagten wurden neben den fünf zum Tode verurteilten Männern außerdem drei zu Gefängnisstrafen von insgesamt 24 Jahren verurteilt. Alle anderen wurden freigesprochen. Das Urteil kann noch angefochten werden. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nur Beobachter aus der Türkei und den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates wurden unter schwierigen Umständen zugelassen.
Unter den Freigesprochenen ist den Angaben zufolge der frühere Vize-Geheimdienstchef Ahmed al-Assiri. Die Ermittlungen gegen Saud al-Kahtani, einen der engsten Vertrauten des Kronprinzen, wurden hingegen aus "Mangel an Beweisen" eingestellt. Es wurde keine Anklage gegen ihn erhoben.
"Missachtung der Gerechtigkeit"
Die saudi-arabische Staatsanwaltschaft hatte al-Assiri verdächtigt, die Ermordung auf Anweisung des königlichen Medienberaters al-Kahtani beaufsichtigt zu haben. Viele der Angeklagten hätten vor Gericht ausgesagt, Befehle von al-Assiri ausgeführt zu haben, sagten Quellen der Nachrichtenagentur AFP. Er sei als der "Anführer" des Einsatzes bezeichnet worden. Sowohl al-Assiri als auch al-Kahtani waren nach dem Mord an Khashoggi ihrer Ämter enthoben worden.
Während al-Assiri bei den Gerichtsverhandlungen nach Angaben westlicher Quellen anwesend war, wird über den Verbleib von al-Kahtani heftig spekuliert. Al-Kahtani war im Königreich als "Trollmeister" bekannt, da er in den Online-Netzwerken eine Armee von Trollen lenkte, die Kritiker des Kronprinzen und anderer Mitglieder der Führung attackierten........

> https://www.n-tv.de/politik/Fuenf-Todesu...74646.html
 
Antworten
Gestern gab es eine Doku bei arte zum Thema: Khashoggi Mord und Verwicklung von MbS

Mord im Konsulat (1/2)
Mohammed bin Salman und der Fall Khashoggi

Ein Jahr nach der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat untersucht eine zweiteilige Dokumentation die Verstrickungen von Kronprinz Mohammed bin Salman in diesen Fall. Die Filmemacher analysieren den Aufstieg des Kronprinzen, seine Zukunftsvisionen für Saudi-Arabien, seinen Umgang mit Kritikern und seine Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.


Quelle: https://programm.ard.de/TV/arte/mord-im-...2614618991

Am 2. Oktober 2018 betrat Jamal Khashoggi, Kolumnist bei der "Washington Post", das saudische Konsulat in Istanbul, um Papiere für seine bevorstehende Hochzeit mit einer Türkin abzuholen. Er hat das Konsulat nie wieder verlassen. Innerhalb weniger Tage wurde bekannt, dass er von einem 15-köpfigen saudischen Killerkommando ermordet und zerstückelt worden war.
Welche Rolle spielte Kronprinz Mohammed bin Salman, kurz MbS, bei diesem spektakulären Mordfall, der die Welt schockierte? Und wer ist dieser junge Mann, der als Hoffnungsträger und Modernisierer des saudischen Königshauses galt und von US-Präsident Donald Trump bis heute gestützt wird?

Die zweiteilige Dokumentation "Mord im Konsulat" untersucht gut ein Jahr nach Khashoggis Ermordung die Verbindungen von MbS zu dem Mord, seine Beziehungen zu den USA, seine Vision für die Zukunft Saudi-Arabiens - und seinen Umgang mit Kritikern.
Für die Dokumentation hat der Filmemacher Martin Smith mit MbS gesprochen - zum ersten Mal ging dieser auf seine eigene Rolle und Verantwortung bei dem Mord an Khashoggi ein. Zahlreiche Interviews mit Protagonisten aus Saudi-Arabien - über Beamte des Königshauses, Dissidenten und Aktivisten bis hin zu Geheimdienstinsidern und Journalistenkollegen von Jamal Khashoggi - zeichnen das bisher umfassendste Porträt des Aufstiegs von MbS an die Macht.

Der Zweiteiler enthält als europäische TV-Premiere auch bislang unbekanntes Interviewmaterial mit Khashoggi selbst, das ein neues Licht auf seine Transformation vom Unterstützer zum Kritiker von MbS wirft - und ihm wahrscheinlich den Tod brachte.                

Dokumentation USA 2019


Hier geht es zu Teil 2: https://www.arte.tv/de/videos/088468-000...sulat-2-2/

Ich habe beide Teile angeschaut und war anfangs erstaunt, wie neutral die „Sache“ angegangen wurde, z.B. wenn es um die Bemühungen des Kronprinzen ging, das Land in die Moderne zu führen.
Auch Khashoggi bekam anfangs sein Fett weg, weil u.a. den Jemen-Krieg begrüßt hatte.

Ich war allerdings mehr daran interessiert, ob es Neuigkeiten zum Mordfall oder besser „Verschwinden“ des Journalisten geben könnte.
Das war leider nicht der Fall.
Alle alten Merkwürdigkeiten wurden neu aufgewärmt und kritische Fragen zur Beweisführung unterblieben vollständig. Es wurde nicht einmal der Versuch gemacht, das Szenario auch aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Selbst der Doppelgänger wurde gezeigt, aber diesmal ohne die verräterische Zeitleiste. Von der ägyptischen Nebenfrau hat Martin Smith auch nicht berichtet. Er wird wissen, warum.

Eines brachte der Zusammenschnitt der Ereignisse jedoch klar ans Licht.
Der Kronprinz hat die Machtverhältnisse entscheidend geändert und das gefiel nicht nur den zu kurz Gekommenen in Riad nicht, sondern auch den Staaten, die bislang mit der korrupten und ultra-religiösen Monarchie bestens zu Rande kamen. Dazu reicht die Kurzbezeichnung weltweiter Sumpf

Die Doku hat mich eher sogar bestärkt in der Annahme, das der Mord an Khashoggi nur im Zusammenhang mit der besonderen geopolitischen Konstellation im Nahen und Mittleren Osten begriffen werden kann.
Dieser Mord sollte den Prinzen massiv beschädigen und neutralisieren. Gewisse Kreise haben an einer Öffnung des Landes kein Interesse.

Nebenbei: Die Gefangenen im Ritz-Carlton konnten essen, schlafen und TV schauen, nur die Türen mußten sie offen lassen.

Wenn es wieder so eine Gefangennahme in Saudistan geben sollte, erkläre ich mich gerne für 14 Tage zum Gefangenaustausch bereit.
Mal zwei Wochen im Ritz dahin ritzen, könnte ich mir ganz gut vorstellen.  Cool

mfG
nereus
Antworten
Nur so am Rande.

Die Bilder der ägyptischen Ehefrau des Herrn Khashoggi, von der uns der Mainstream nichts wissen lassen wollte,  sind inzwischen alle aus den verlinkten Artikeln verschwunden.
Das war wohl für die Legende nicht so zielführend.

mfG
nereus
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste