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Der Fall Jamal Kashoggi
(15.11.2018, 00:11)Stafford schrieb:
(14.11.2018, 16:34)nereus schrieb: .. was soll man da noch analysieren?

Alles was man dazu in die Hand nimmt, beginnt zwischen den Fingern zu zerrinnen.  Angry

mfG
nereus

Wie viele Dutzende Fälle werden und wurden nie richtig aufgeklärt? Motiv, Hergang und Hintergrund? Oder nicht ermittelt bzw. verhandelt, weil vermeintliche Täter tot sind.
Das wurde eingetrichtert, bis keiner mehr unterscheiden kann, ob eine Tat/Anschlag echt oder inszeniert war. Medienskripte,
Geheimdienstan-und vorgaben, Parteipolitik

Skripal als Beispiel, wie überflüssig Beweise geworden sind.
Skripal und seine Tochter waren mit Gift kontaminiert und sofort stand für die Briten fest, dass der russische Geheimdienst dafür verantwortlich war. Begründet wurde es damit, dass Skripal ein ehemaliger russischer Doppelagent war und dass das Gift in Russland entwickelt wurde.
Wenn Beweise für solche Behauptungen nicht erforderlich sind, dann braucht man auch nicht zu prüfen ob es keine anderen Motive für den Anschlag gab als die, dass Skripal ein ehemaliger russischer Doppelagent war und dann kann man auch darüber hinweggehen, dass dieses Gift von so gut wie allen Nato-Staaten kopiert wurde.
Besonders ekelhaft finde ich aber die kritiklose Bereitwillligkeit mit der die englischen Unterstellungen von den westlichen Demokratien übernommen wurden.

Yep, wir leben mittlerweile in einer selbstgemachten FAKE-WORLD, ohne zu wissen was ist real und was Fiktion.
Ziemlich unbefriedigender Zustand.
Antworten
Wird der Mord bzw. das Verschwinden des Journalisten Khashoggi aufgeklärt?

Der SPIEGEL meldet:

Jamal Khashoggis Mörder haben ihre Schuldigkeit getan, nun werden sie bald selbst ihrem Henker entgegentreten. Das ist die Quintessenz der Erklärung, die Saudi-Arabiens stellvertretender Generalstaatsanwalt Shaalan al-Shaalan am Donnerstag in Riad präsentiert hat.

Die Staatsanwaltschaft fordert die Todesstrafe für fünf Verdächtige.
Sie sollen gestanden haben, den Journalisten am 2. Oktober im Konsulat von Istanbul ermordet zu haben.
Sie hätten vorsätzlich die Überwachungskameras an dem Gebäude manipuliert, Khashoggi unter Drogen gesetzt und getötet, den Körper zerteilt und dann an einen Türken übergeben.
Dieser Kollaborateur habe die Leichenteile dann entsorgt.
Die Identität des Mannes sei unbekannt, aber immerhin sei man jetzt nach sechs Wochen kurz davor, den türkischen Behörden ein Phantombild des Unbekannten zu übermitteln.

Wo Khashoggis Leiche abgeblieben ist, wisse man leider nicht.
Soweit die saudi-arabischen Ermittler.
Das ist die neueste Version aus Riad.
Wie lange diese Bestand haben wird, ist offen - sie ist nur eine von vielen Erklärungen Saudi-Arabiens in dem Fall:


Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ja...38618.html

Gehen wir das einmal Schritt für Schritt durch.
Grundsätzlich bestätigen die Saudis die Horror-Story, so daß man annehmen sollte, daß sie den Tatsachen entspricht, trotz unterschiedlicher und widersprüchlicher Erzählweisen.

Die ganze Aktion war extrem dilettantisch aufgezogen und durchgeführt.
Es erübrigt sich an dieser Stelle alternative Operationen (Autounfall, Herzattacke, Fenstersturz usw.) aufzuführen.

Es verbleiben eine Menge Fragen.
Egal, wer die Mörder beauftragt hat, sie werden jetzt vermutlich dem Scharfrichter überantwortet.

Wie wahrscheinlich ist es, daß Profis eine derart hanebüchene Aktion inkl. des Hinterlassens von Elefantenspuren durchführen, bei der ein solches Risiko droht? Huh
Ich halte das für abwegig, aber gut, vielleicht denke ich auch zu rational.

Wie wahrscheinlich ist es, daß MbS eine solche Aktion befahl, unter Berücksichtigung der bekannten Fakten? Huh
Selbst wenn der Kronprinz eine derart idiotische Aktion veranlasste, hätten dann nicht seine Berater inkl. des Teams ihm die großen Gefahren nahelegen müssen?

Wie wahrscheinlich ist es, daß MbS, der gerade das Land in eine bessere Zukunft führen will – trotz des Jemenkriegs – sich einem derartigen Risiko aussetzt, daß ihn selbst in große Bedrängnis bringen könnte? Huh

Auch diese zwei Fragen ergeben für mich keinen Sinn.
Es paßt weder so noch so.

Der Auftrag MUSS daher von Leuten gekommen sein, die dem Kronprinz unter Druck setzen wollten, was auch nachdrücklich gelang.

Dahinter könnten inländische Gegner genauso gut stecken wie ausländische.
Es verbleibt jedoch der Dilettantismus der gesamten Aktion.
Wie kann das erklärt werden?

Wurde das so geplant?
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – nein.

Wurde vielleicht eine Entführung oder eben nur ein Deal geplant, der später außer Kontrolle geraten sollte?
Das halte ich für möglich.

Wir kennen das von anderen Operationen, bei den die Teilnehmer unter Vorspiegelung falscher Umstände/Annahmen in ein Szenario gelockt werden, bei denen sie sich einerseits (ahnungslos) Spuren legen, die Planung aber dann so geändert wird, so daß die Beteiligten kaum noch Chancen haben sich aus dieser Situation zu befreien.

Daher unterstelle ich, daß das Team, das getrennt anreiste, unter Gründen, die wir noch nicht kennen, nach Istanbul gelockt wurde.
Ein Indiz ist für mich das arglose Auftreten der Männer, das wenig konspirativ wirkt, unabhängig von der Problematik bei Team 2, die innerhalb der einen Stunde eigentlich nichts bewegen konnten.
Team 1 verfügte über diesen Zeitrahmen, daher gehe ich davon aus, daß die Anklage zur Todesstrafe ausschließlich gegen Mitglieder von Team 1 erfolgt.

Wer ist der türkische Leichenentsorger, der von Beginn an eine dubiose Rolle spielte?
Er (und sein Team) dürfte es auch sein, welche den Sultan mit Top-Infos versorgte.

Kann man sich vorstellen, daß der türkische Nachrichtendienst (oder einer, der diesem nahesteht) den saudischen in eine derart kompromittierende Aktion verwickelte?
Im Normalfall würde ich das nicht glauben, wenn allerdings saudische Kreise mitspielten, dann kann ich mir das gut vorstellen.

Fazit: Die machthabenden Saudis um MbS wurden grandios gelinkt, was u.a. auch die fast aberwitzige Informationspolitik anbelangt, siehe hier:

Am 5. Oktober behauptet Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman, Khashoggi habe das Konsulat lebend verlassen.
Am 15. Oktober verkündet US-Präsident Donald Trump nach einem Telefonat mit König Salman, Khashoggi könne Opfer "boshafter Killer" geworden sein, die ohne Auftrag aus Riad handelten.
Am 20. Oktober verkündet Riad, im Istanbuler Konsulat habe sich zwischen Khashoggi und den saudi-arabischen Agenten eine Schlägerei entwickelt, in deren Verlauf der 59-Jährige getötet wurde.
Nun heißt es, der Vizechef des saudi-arabischen Geheimdienstes, Ahmad Asiri, habe dem Agententeam den Auftrag gegeben, Khashoggi zur Rückkehr nach Saudi-Arabien zu überreden. Vor Ort habe der Anführer der Mission dann eigenmächtig den Entschluss gefasst, den Journalisten umzubringen - für den Fall, dass die "Verhandlungen" mit ihm scheitern.


Diese Informationspolitik erklärt sich entweder aufgrund allergrößter Dummheit oder auf Intrige innerhalb saudischer Kreise.
Ich tippe auf Letzteres.

Der SPIEGEL kritisiert nicht zu Unrecht das Vorgehen.

Auch die aktuelle Version strotzt vor Merkwürdigkeiten - wie etwa dem ominösen türkischen Helfer, dessen Existenz die türkischen Ermittler bislang bestreiten. Auch warum ein Team von insgesamt 15 Agenten notwendig gewesen sein soll, Khashoggi mit Argumenten von der Heimkehr nach Riad zu überzeugen, erklärt diese Version nicht. Ebenso wenig, warum das Team mit einer Knochensäge, Skalpellen und anderen Folterwerkzeugen nach Istanbul gereist war.

Das ist richtig, aber es indiziert einen vermutlich doppelten Plan, wie ich weiter oben ausführte.

Insgesamt haben die Ermittler laut Shaalan inzwischen 21 Verdächtige identifiziert und in Untersuchungshaft gesteckt, elf davon seien bereits angeklagt, fünf von ihnen sollen nach dem Willen der Staatsanwaltschaft hingerichtet werden. Der Prozess soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
Auch um die Identität der Verdächtigen macht Riad ein großes Geheimnis, die Rede ist lediglich davon, dass der Leiter des sogenannten Verhandlungsteams ein alter Bekannter Khashoggis gewesen sei.


Das könnte ein wichtiger Hinweis sein, Khashoggi in das Konsulat zu locken.
Ging es überhaupt um die Scheidungspapiere oder ging es um etwas ganz anderes?
Wird ein Bekannter des Journalisten benötigt, um einen simplen Behördenvorgang abzuwickeln?
Ich glaube das nicht, wenn es aber um politisch brisante Infos ging, dann wird eine Person des Vertrauens sehr wohl benötigt.
Und dann wird auch ein außer Kontrolle geratendes Szenario wahrscheinlich, dessen Hintergründe und Abläufe ich nicht herleiten kann, weil schlichtweg wesentliche Infos fehlen.

Bislang sind rund um den Khashoggi-Fall nur zwei Namen offiziell bekannt: Vizegeheimdienstchef Asiri soll den Befehl erteilt haben, den Journalisten zurück ins Land zu holen.

Ja, ich halte eine solche Option für möglich.
Khashoggi war kein Gegner der Königsfamilie, trotz diverser Kritiken.
Daher wäre ein Deal vorstellbar.

Saud al-Qahtani, enger Berater und fast schon fanatischer Unterstützer von Kronprinz Mohammed bin Salman, soll die Agenten vor ihrer Abreise nach Istanbul über Khashoggis Aktivitäten gebrieft haben.
Bis zum Abschluss der Ermittlungen gegen Qahtani gelte für ihn eine Ausreisesperre, sagte Shaalan. Ob sich Asiri in Haft oder auf freiem Fuß befindet, ist unklar.


Das klingt völlig irre, wenn ich auf meine anfänglich vorgetragenen Argumente verweise.
So blöd können beide nicht gewesen sein, außer man hat sie grandios hinter die Fichte geführt.
Der SPIEGEL berichtet in einem Verweis über die beiden Personen:

Das Regime macht zwei Vertraute des Kronprinzen verantwortlich: den Vize-Chef des Geheimdiensts und den "Steve Bannon von Saudi-Arabien".

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ja...34255.html

Steve Bannon?
Sehr spannend.

Sofort bekommt die Geschichte einen Richtungsanzeiger zur Quelle der Operation.
Nicht ganz ohne Grund schäumt die NWO-Clique seit Wochen Gift und Galle.
Hier darf der Absender vermutet werden.
Der Sultan wurde nur als Schnittstelle benutzt, weil er seinem Feind schaden konnte und korrupt bis in die Knochen ist.

Die Saudis stellen das Ganze als Unfall und Verkettung unglücklicher Umstände dar: Das Königshaus habe eine allgemeine Direktive erlassen, im Ausland lebende Dissidenten in die Heimat zurückzuholen. Als diese Anweisung dann in der Befehlskette nach unten weitergegeben wurde, sei es zu Missverständnissen gekommen. Diese hätten dann dazu geführt, dass sich im Istanbuler Konsulat zwischen Khashoggi und den saudischen Agenten eine Schlägerei entwickelte, in deren Verlauf der 59-jährige Journalist getötet wurde.

Ja, so in etwa dürfte es tatsächlich gelaufen sein, auch wenn natürlich die Saudis nicht die ganze Wahrheit sagen,
Aber diese Geschichte, einer aus dem Ruder gelaufenen Aktion – die eben aus dem Ruder laufen sollte – macht den ganzen Schwachsinn viel plausibler.

Nach offizieller Darstellung soll Asiri das 15-köpfige Agententeam zusammengestellt haben, das zum Treffen mit Khashoggi nach Istanbul geschickt wurde. Der General gehörte in den vergangenen Jahren zu den wenigen bekannten Gesichtern des saudi-arabischen Sicherheitsapparates. Massiv geschult von westlichen PR-Agenturen sollte der smarte Asiri vor allem westlichen Journalisten glaubhaft erklären, dass die Saudis rechtmäßig in den Krieg im Jemen eingegriffen hätten und sich an die internationalen Kriegskonventionen hielten.

Asiri war dazu viel unterwegs. Regelmäßig reiste er in die USA. Er tourte durch die europäischen Hauptstädte oder lud Journalisten nach Saudi-Arabien ein. Wenn er in Riad Hof hielt, ließ er seine Gäste die Aura seiner Macht spüren. Er war immer ein bisschen mehr als nur ein General und er machte, in fließendem Englisch oder Französisch, keinen Hehl daraus, dass er das Vertrauen des Kronprinzen genießt, der in Riad nur MBS genannt wird.


Kurzum, der General scheint eine wesentliche Figur im MbS-Machtapparat zu sein.
Wie kann ich eine Person diskreditieren, wenn ich auf sie selbst keinen direkten Zugriff habe?
Ich säge die Sprossen der Leiter an, die diese Person regelmäßig benutzt.
Asiri düfte eine solche Sprosse gewesen sein.

Wie plausibel das Gesagte ist, weiß der Geier.
Doch da ich absurde Stories gerne gerade biege, habe ich meinen Gedanken einmal freien Lauf gelassen.

Kritik daran wäre hochwillkommen.

mfG
nereus
Antworten
White House Will Release "Very Full Report" On Khashoggi Findings On Tuesday
In a wide-ranging Fox News interview released on Sunday, President Trump said he hadn't listened to the Khashoggi tape, one day after he praised the US's relationship with Saudi Arabia in response to reports that the CIA had identified Crown Prince Mohammad bin Salman as the mastermind of the plot to kill Jamal Khashoggi. And as speculation about the administration's ability to hold the Saudis accountable intensified, Trump said the administration will release a "very full report" on the killing on Tuesday, according to BBG.

Trump again denied that the CIA had made a final conclusion as to who is responsible for Khashoggi's killing, instead insisting that the US "hadn't assessed anything yet." In response to the Friday report in the Washington Post, Trump said that information was premature. "It’s too early. That was a very premature report."......

https://www.zerohedge.com/news/2018-11-1...gs-tuesday
 
Antworten
Arabnews meldet:

JEDDAH: Saudi Arabia’s ambassador to the US Prince Khalid bin Salman, has said he did not tell Saudi journalist Jamal Khashoggi to go to Turkey, and has requested the US government release information related to the claim, which was made by a US newspaper.
The Washington Post published an article citing anonymous sources, who it says are close to the CIA which suggests the Saudi Crown Prince Mohammad bin Salman ordered the killing of Khashoggi.
The article goes on to suggest also that Prince Khalid told Khashoggi to go to Turkey, which the Saudi ambassador denies.
“I never talked to him by phone and certainly never suggested he go to Turkey for any reason. I ask the US government to release any information regarding this claim,” Prince Khalid said in a tweet early Saturday morning.
“As we told the Washington Post the last contact I had with Mr. Khashoggi was via text on Oct 26 2017.”
Prince Khalid said that it was unfortunate that the Washington Post failed to publish the full Saudi response. “This is a serious accusation and should not be left to anonymous sources,” said the envoy, and provided a copy of the statement.


Quelle:  http://www.arabnews.com/node/1406096/saudi-arabia

https://twitter.com/kbsalsaud/status/106...udi-arabia

Nun ist es sicher nicht angebracht Saudi-Arabien als der Geburtsland der Wahrheitsliebe zu betrachten, aber wenn ich lese, was türkische und US-Medien in diesem Fall verbreiten, kann es sicher nicht verkehrt sein, diese Aussage zu berücksichtigen.
Das dies nicht ganz falsch sein muß, erklärt die Brainwashington Post auch.

However, it has been reported that the spy agency’s assessment isn’t based on “smoking gun” evidence of the crown prince’s involvement, but rather “an understanding of how Saudi Arabia works.” 
Meanwhile, a spokeswoman for the Saudi Embassy in Washington said in a statement on Friday: “The claims in this purported assessment are false. We have and continue to hear various theories without seeing the primary basis for these speculations.”

OK, in Hessen werden inzwischen Wahlergebnisse geschätzt, da darf man in den USA auch einmal Annahmen machen, wie andere Länder arbeiten/funktionieren.  Big Grin

mfG
nereus
Antworten
Weitere Sprachaufnahmen vom getöteten Journalisten.

Erneut sickern neue Details rund um die mutmaßliche Ermordung Jamal Khashoggis durch. Auf türkischen Aufnahmen ist zu hören: die Stimme Khashoggis und Geräusche, die auf Folter und Schläge schließen lassen.

Quelle: https://web.de/magazine/panorama/khashog...d-33426314

Die Türken verstehen sich auf physische Folter.
Ich vermute der Kronprinz hat schon einiges Inventar in Riad zu Bruch gehen lassen. 
Falls es irgendwann nochmals eine öffentliche Begegnung zwischen Erdogan und MbS gibt, möchte ich Augenzeuge sein.  Big Grin

Auf den Bändern sei zu hören, wie Khashoggi ruft: "Lass meinen Arm los, was denken Sie, was Sie da tun", heißt es in dem Bericht des Mediums "Habertürk", den die große Zeitung "Hürriyet" am Dienstag aufgriff. "Habertürk" berief sich auf Quellen aus Sicherheitskreisen.
..
Dem Medienbericht zufolge dokumentieren die Tonaufnahmen zunächst eine sieben Minuten lange Auseinandersetzung zwischen Khashoggi und vier Angreifern.


Niemand weiß, ob das authentisches Material ist – kann sein, kann nicht sein.

Den Bändern zufolge sei Khashoggi dann in einen anderen Bereich des Hauses, die "Abteilung B", gebracht worden - eine Version, die früheren Darstellungen widerspricht, wonach Khashoggi bereits kurz nach Betreten des Hauses tot gewesen sein soll.
..
Eine zweite Aufnahme aus diesem Teil des Hauses sei vier Minuten lang, berichten "Habertürk" und "Hürriyet" weiter. Zu hören sei nun eine weitere verbale Auseinandersetzung mit Khashoggi, aber auch die Geräusche eines Kampfes, dann die von "Schlägen" und "Folter". Die Aufnahmen seien aber auch fast zwei Stunden lang unterbrochen worden, vermutlich von Störgeräten der Saudis.


Ah ja.
Die Apple-Watch des Journalisten hat zwar trotz technischer Probleme reichlich aufgezeichnet, aber irgendwann haben die Saudis den Schalter des Störsenders betätigt.
Andererseits erinnern wir uns an die mobile Kamera, die da Grausen aufzeichnete.
Wenn die Saudis wirklich ihr „Tun“ aufzeichneten, was an sich schon abartig und höchst riskant war, wie kamen dann die Aufnahmen in türkische Hände?
Und zuvor hieß es doch Khashoggi wäre vom Empfangsraum zum Büro des Konsuls verbracht worden. Was soll denn jetzt der Hinweis auf Abteilung B?

Insgesamt seien die Stimmen von sieben Männern zu hören.
Türkischen Sicherheitsquellen zufolge, so heißt es weiter, sei einer der Sprecher als Mahir Mutrib identifiziert worden. Er soll gesagt haben: "Verräter. Du wirst zur Rechenschaft gezogen werden."
Das Stimmprofil wurde laut "Hürriyet" mit Stimmproben verglichen, die bei der Einreise des Mannes von Grenzbeamten aufgenommen worden seien. US-amerikanische Medien hatten Mutrib als regelmäßigen Begleiter des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman identifiziert.


Es fügt sich alles Naht auf Naht.
Doch es bleibt mysteriös.
Die Türken hatten zuerst von einer Spritze gesprochen, die man Khashoggi verabreichte.
Später wurde dann vom Sack berichtet, der dem Journalisten über den Kopf gezogen worden sein, um ihn zu ersticken.
Wie kann denn der Ablauf derartig variieren, wenn man Ton- und Bilddokumente hat?
Nun, das geht offenbar wenn man im Orient wohnt.

Mutribs Stimme sei auch in 19 Telefongesprächen mit Saudi-Arabien zu hören.
Vier dieser Gespräche seien mit dem persönlichen Berater des Kronprinzen, Saud al-Kahtani, geführt worden.


Früher hieß der Mann einmal Mitrib, aber andere Länder, schwierigere Namensnennung.

Das US-Finanzministerium hatte vergangene Woche erklärt, die Operation zur Tötung Khashoggis sei von Mutrib koordiniert worden.

Das Finanzministerium?
Woher wissen die denn das?
Haben die eine Überweisung von MbS an Mutrib abgefangen?

Kommen nach 7 Wochen endlich mal ein paar echte Spuren auf den Tisch oder wollen uns die Türken bis Weihnachten bei Laune halten?
Übrigens, die Huthis kündigen eine Waffenruhe im Jemenkrieg an.
Ich vermute, da gibt es eine Verbindung zwischen diesem Fall und dem Krieg.

mfG
nereus
Antworten
Weiter geht’s mit Auszügen aus den Audios.

Auf den Bändern sei zu hören, wie Khashoggi ruft: „Lass meinen Arm los, was denken Sie, was Sie da tun“, heißt es in dem Bericht des Mediums „Habertürk“, den die große Zeitung „Hürriyet“ am Dienstag aufgriff. „Habertürk“ berief sich auf Quellen aus Sicherheitskreisen.

Quelle: https://www.express.de/news/politik-und-...n-31624874

OK, das kannten wir schon.
Aber nun kommt etwas Neues.

Außerdem sei zu hören: „Verräter, wir werden dich zur Rechenschaft ziehen.” Und später:
„Es ist unheimlich, die Kleidung eines Mannes zu tragen, den wir vor 20 Minuten getötet haben.”

Das soll also der Text der Killer sein, damit nun auch wirklich in jedem Haushalt die Botschaft vernommen wird.
Man ist sich auch nicht zu blöd, den Fotovergleich einzustellen, der wie folgt kommentiert wird.

Überwachungsaufnahmen zeigen Jamal Khashoggi am 2. Oktober auf seinem Weg in die saudische Botschaft in Istanbul.
Rechts ist Khashoggis „Doppelgänger“ zu sehen, der nach der Ermordung Khashoggis in dessen Kleidung das Konsulat verließ, um eine falsche Spur zu legen.

[Bild: khashoggi-konsulat-ueberwachung-afp.jpg]

Die Dreistigkeit ist schon der Hammer!
Das komplette Foto hatten wir hier schon, daher nochmals der Vergleich.

[Bild: DqG8u7xW4AAiE0i.jpg]

Quelle: https://pbs.twimg.com/media/DqG8u7xW4AAiE0i.jpg

Selbst auf CNN ist das Video dazu noch abrufbar.
Eine Zeitdifferenz dürfte hier keine Rolle spielen, wenn die Kamera in Istanbul installiert war.
Oder stammen die Aufnahmen von einer Drohne, die wiederum via Satellit .. Huh

Der Doppelgänger trug die Khashoggi Klamotten also schon einen halben Tag vor dessen Ermordung. Cool

Was machen wir denn jetzt mit der Ansage der Audioaufnahme?
Time-Tunnel oder wie?

mfG
nereus
Antworten




Wir garantieren ein journalistisches Aha-Erlebnis.

Als Diskussionsteilnehmer waren im Studio:

   Rainer Rupp: Journalist und Publizist
   Patrik Baab: Politikwissenschaftler und NDR-Journalist
   Dirk Pohlmann: Investigativer Drehbuchautor

INP
Antworten
Die Sendung war sicher hörenswert, aber nur Dirk Pohlmann hat sich über einige Dinge der Berichterstattung gewundert, wobei die eher den Menschen Khashoggi betrafen als das seltsame Mordgeschehen.

Niemand – auch nicht Herr Rupp – hat die auffällige Elefantenherde kritisch beäugt und obwohl Herr Baab auf die ausschließlichen türkischen Infos hinwies, konnte er daraus kein alternatives Szenario entwickeln.

Das ist wie eine Diskussion um die NSU-Morde, wo die Teilnehmer viele Merkwürdigkeiten feststellen, aber alle unterstellen, daß 2 Uwes Jahr für Jahr Menschen ermordet haben.
Ken Jebsen hat sich nicht auf den Fall selbst konzentriert, sondern wieder den großen, von ihm sehr geliebten, Bogen gespannt.

Ich raffe das irgendwie nicht.
Man palavert über ein konkretes Ereignis, sieht sich jedoch nicht in der Lage Konkretes zu bewerten.
Das heilige Mantra, nur MbS kann den Mordbefehl erteilen, wird wie das Auge der Graien bewacht, andererseits jedoch munter darüber palavert, daß hunderte von Prinzen in den Luxus-Knast verbracht wurden und so sich automatisch Feindschaften bilden müssen.

Da kann man sich dann auch wieder den Leid-Medien Big Grin zuwenden.
Der Münchener Merkur berichtet:

Fast zwei Monate nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul hat die türkische Polizei eine Villa südlich der Metropole durchsucht.
Die Ermittler hätten bei der Aktion in der Provinz Yalova auch Spürhunde und Drohnen eingesetzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Angaben zu Besitzern der Villa wurden nicht gemacht.
Die regierungsnahe Zeitung „Yeni Safak“ berichtete, die Behörden konzentrierten sich vor allem auf den Garten der Luxusvilla.
Die Ermittler vermuteten demnach, dass die Leiche Khashoggis dort begraben sei.
Bereits im Oktober hatten die türkischen Behörden ein Gebäude in Yalova durchsucht. Nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan stellten Verdächtige vor dem Mord an Khashoggi nicht näher bestimmte „Nachforschungen“ in Yalova an.


Quelle: https://www.merkur.de/politik/mord-an-kh...09249.html

Also wenn er dort begraben wurde, kann die Säure-Story nicht stimmen, die wenige Zeilen darüber erwähnt wird.

Laut türkischen Ermittlungen soll Khashoggi in der saudischen Botschaft in Istanbul von einem Killerkommando getötet worden sein. Die Leiche sei danach in Säure aufgelöst und in die Kanalisation geschüttet worden.

Und was heißt nicht näher bestimmbare Nachforschungen?

Nach Donald Trumps umstrittener Stellungnahme zum Khashoggi-Mord wird der US-Präsident vom türkischen Außenminister Cavusoglu heftig kritisiert: „Eigentlich hat Trump gesagt: Ich drücke ein Auge zu, ganz egal, was passiert“, so Cavusoglu zu CNN Türk. Und jetzt wird es brisant: Es sind offenbar weitere Transkripte von Audio-Aufnahmen aus dem Saudi-Konsulat aufgetaucht - die türkische Zeitung Hürriyet Daily News hat diese veröffentlicht. Diese sollen die Grausamkeit der saudischen Agenten bei der Ermordung von Khashoggi belegen. Das wohl unheimlichste Zitat kommt laut Bild von Mustafa al-Madani, der bei der Vertuschung des Mordes als Doppelgänger fungierte.
„Es ist unheimlich, die Kleidung eines Mannes zu tragen, den wir vor 20 Minuten umgebracht haben“, soll al-Madani während der Vorbereitung auf seinen Doppelgänger-Auftritt zu seinen Kollegen gesagt haben. Dennoch zog sich der 57-Jährige Khashoggis Kleider über und spazierte durch Istanbul, wohl um mögliche Beobachter zu täuschen.

Doch dabei beging er einen Fehler: Weil ihm die Schuhe Khashoggis laut Bild zu klein waren, behielt er seine eigenen Turnschuhe an.
Doch auch die angeblichen Zitate Khashoggis kurz vor dessen Tod sind zum Schaudern: „Lass meinen Arm los! Was glaubst du, was du da machst?“, soll er kurz nach Betreten des Konsulatsgebäudes gerufen haben.

Man kommt sich vor wie in der Irrenanstalt. Angry
Würde die Journaille bitte mal das sonderbare Aufnahmedatum des Doppelgängers prüfen?
Hier nochmals der Link zu CNN: https://edition.cnn.com/2018/10/22/middl...index.html


mfG
nereus
Antworten
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusgolu spricht in einem Interview über den Inhalt der Tonaufnahmen von dem Mord an Jamal Khashoggi.
Er habe die Aufnahmen selbst angehört – sie seien „ekelhaft“.


Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...11734.html

Cavusgolu plappert nur das nach, was die Sultan-Presse im 24 h Zyklus seit 8 Wochen verklappt.

„Es ist zu hören, wie der Gerichtsmediziner die anderen instruiert: Sie sollten Musik hören, während er den Körper zerteilt. Man merkt, dass er es genießt.“ Weiter sagte Cavusoglu: „Er zerteilt gerne Menschen. Es ist ekelhaft.“
Auf die Frage, wie die türkischen Behörden an die Aufzeichnungen aus dem saudischen Konsulat gekommen seien, sagte Cavusoglu: „Die Geheimdienste geben ihre Quellen nicht preis.“


Alles wie gehabt – viel Geschwätz ohne Substanz.

mfG
nereus
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