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Landtagswahl Bayern 2018
#21
"This Is An Earthquake For Bavaria": CSU Suffers Stunning Defeat, Loses Absolute Majority In Worst Result Since 1950
Even more bad news for Angela Merkel's grand coalition in Berlin...
[Bild: merkel%20pissed.png?itok=ZcAkkhGN]

https://www.zerohedge.com/news/2018-10-1...esult-1950

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#22
Hier die einzelnen Endergebnisse, so sie denn vorliegen:

https://www.landtagswahl2018.bayern.de/
                                                                                     
"To vouch this is no proof" - Shakespeare: Othello
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#23
Don Alphonso‏Verifizierter Account @_donalphonso
Sorry to say, aber das ist der aktuelle Auszählungsstand. München und Nürnberg sind noch nicht dabei, aber in Ost- und Südbayern heisst der grosse Gewinner AfD und nicht Grüne. https://www.landtagswahl2018.bayern.de/ergebnis_bayern_gesamtstimmen_stimmkreis_mit_sondergebiete_gesamt_aktuell.html#anker …

[Bild: Dpft-SkXcAM1dbB.jpg]

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#24
IN MAXIMALER ENTFERNUNG ZUM WÄHLER

Angela Merkels Nicht-Schlüsse aus der Bayernwahl
Das vorgebliche Werben dieser Kanzlerin um Vertrauen erinnert an die Bitte, ungedeckte Schecks in Zahlung zu nehmen.
In einer Rede vor dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) kommentierte die Bundeskanzlerin den Ausgang der Bayernwahl. Sie konstatierte, dass gute Wirtschaftsdaten und Vollbeschäftigung nicht ausreichen würden, wenn das Vertrauen „in die politischen Akteure“ fehle.

Entrückter, entfernter von den Problemen der Bundesrepublik war wohl noch nie ein deutscher Regierungschef. Schließlich handelt sich bei den Ergebnissen der Großkoalitionäre von SPD und CSU in Bayern nicht um Umgangsformen, nicht um Metaphysik, nicht um eine moralische Größe, um etwas Gefühliges, eben nicht um Vertrauen. Der Verlust von Vertrauen ist nur ein Symptom, nicht die Ursache. Es geht darum, dass keine wirkliche und offene Diskussion über die Zukunft des Landes geführt wird, sondern eine bestimmte Konzeption im Alleingang der Kanzlerin, im Selbstlauf, notfalls auch ohne Wissen der Bürger durchgesetzt werden soll, die eine grundsätzliche Veränderung des Landes betrifft.
(....)
Die Resultate der Arbeit der Bundeskanzlerin sind sichtbar, sie lassen sich nicht verheimlichen und flößen alles andere als Vertrauen ein: sie äußern sich in der Tatsache einer gespaltenen Nation und der täglichen Vertiefung dieser Spaltung, in der Verwahrlosung des öffentlichen Raums, dem Schwinden der Rechtssicherheit und der Diskreditierung der Institutionen durch die Institutionen selbst, in dem täglichen Verlust an Zukunft.

Vertrauen wird die CDU mit dieser Bundeskanzlerin und Parteivorsitzenden nicht mehr zurückgewinnen, denn vertraut wird nur demjenigen, der ehrlich sagt, wofür er steht, was er tut und wie er die großen Probleme angehen will, der vor allem verdeutlicht, für wen er Politik macht. Es geht nicht um Vertrauen, es geht um Inhalte, es dreht sich darum, die Interessen der deutschen Bürger zu vertreten und den offenen Dialog über die Entwicklung dieses Landes in den Umbrüchen unserer Zeit zu führen. Es existiert kein Verlust an Vertrauen.
Es ist der Verlust an Zukunft, den die Bürger sehen und der sie von der CDU wegtreibt. Für was auch immer Angela Merkel stehen mag, für Zukunft jedenfalls nicht.
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-s...ayernwahl/

Martin L
Wieso sollte Merkel ein Problem haben. Die CSU hat sich verkleinert. Die AfD kam knapp über 10%. Ihre Lieblingspartei, die Grünen sind auf Platz 2. Es läuft doch für Merkel.
Und Hessen: Zur Not macht man eben Schwarz-Geld-Grün. Irgendwas wird schon gehen.
Falls das Geld nicht reichen sollte, gibt es eben mehr Wahlkampfkostenerstattung für die Parteien.
Ich finde Merkel passt wunderbar zu diesem Volk.


stefan.hiller.1957@gmx.de
Diese Kanzlerin ist nicht zu verstehen. CDU CSU und SPD, also die amtierende Koalition ist ebenfalls nicht zu verstehen.
Sowohl Angela Merkel als auch die Koalition haben über Jahre bewiesen, wie belehrungsresistent sie sich zeigten und die mahnenden Stimmen ignorierten. Die Entfernung zum eigenen Volk ist größer denn je und Ideen für eine sichere Zukunft des eigenen Volkes sind gänzlich verloren.
Nationalität wird verteufelt, und die angebliche und notwendige Globalisierung völlig überbewertet. Ein angeblicher freier Handel der Völker untereinander sei nur mit Abkommen möglich. Welch ein Schwachsinn.
Alles, was nahe zu wissenschaftlich belegt ist, wird von der Politik zum Teil missbraucht oder gar umgekehrt und für vermeintlich politische Ziele instrumentalisiert. Selbst das Ergebnis von Wahlen wird in der Form manipuliert, dass Verluste von über 10 Prozent zu keinerlei Konsequenzen führt.
Beim Interview von Frau Nahles und auf Frage des Reporter hinsichtlich persönlicher Verantwortung, dreht sich Nahles einfach weg und lässt den fragenden Reporter wie einen Dummen stehen.
Hat Frau Nahles vergessen, wem sie dient und rechenschaftspflichtig ist? Was ist das für ein Verhalten?
Nein, es ist nahezu die gesamte Politik, welche versagt und wessen Interesse sie zu vertreten hat. Neuwahlen sind zwingend erforderlich und ein Politikwechsel unumgänglich und zwar hin zum Interesse des Volkes und eigenen Nation.
Ich denke in 14 Tagen wird sich das Problem erneut und noch drastischer zeigen. Warten wir es ab.


Alfonso
Und die Zuhörer vom Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, alles Unternehmer und Manager aus der deutschen Wirtschaft, haben sicher der Frau Merkel zu ihrer Rede tüchtig applaudiert. Armes Deutschland!


Opa Heinrich
Selbst das scheintote Politbüro hat schneller kapiert, als unsere heutige Union. Die laufen mit gefüllten Pampers durch die Gegend und keiner traut sich, dieser Frau mal zu sagen dass over isch. Jeder bibbert um seine Karriere. Dabei hat Merkel fertig. Jeder mittelständische Unternehmer hat mehr Mumm in den Knochen, wie diese Berliner Statisten. Gerne würde ich mal zu irgend jemandem aufschauen, aber diese Leute hatten alle schon ein Staatsbegräbnis, leider. Wer Deutschland regieren will, muss Rückgrat haben. Ich sehe nur Kriecher.

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#25
Robin Alexander@robinalexander_

Ich möchte wirklich niemandem den Spaß verderben, aber auch die Wählerwanderungen in München (undefined) stützen die These nicht, dass enttäuschte liberalen CSUler in Massen zu den Grünen übergelaufen wären. Es tut mir leid. Quelle: muenchen.de/rathaus/Stadti… @welt #bayernwahl #LtwBY18
6:08 PM - Oct 15, 2018

[Bild: Dpj7OJZXcAAejQ3?format=jpg]
                                                                                     
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#26
Sie kehren mal wieder zur Sacharbeit zurück
Bayern: Das sich abzeichnende Ergebnis der Landtagswahl hat es in sich. Konsequenzen scheint aber insbesondere die schwarz-rote Koalition in Berlin nicht daraus ziehen zu wollen. Es ist nicht auszuschließen, dass auch nach diesem Wahlabend fast alles bleibt, wie es ist: Dass man der SPD weiter beim Sterben zusehen kann und der einzige Grad der Veränderung die Steigerung des Blässegrades in Andrea Nahles' Gesicht ist. Dass Markus Söder bayerischer Ministerpräsident bleibt und auch CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer sich gegen einen Rücktritt wehrt, als wäre nichts gewesen. Dass die AfD sich weiter auf allen Ebenen im deutschen Parteiensystem etabliert und derweil in Berlin die Protagonisten der Großen Koalition einmal mehr geloben, das Wahlergebnis genau zu analysieren, zur Sacharbeit zurückzukehren und weniger zu streiten.....

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#27
VERBIEGEN, BIS ES PASST

Nachwahl-Logik: Die Bayernwahl – medial betrachtet
Es hat sich etwas geändert in Bayern nach der Wahl, und doch ist es gleichgeblieben: Die CSU regiert, mit ein paar Ministern weniger. Wie Medien die Wahl analysieren.
„CSU. Die Partei, die das schöne Bayern erfunden hat“. Das war der provokante Titel des 1989 erschienenen Buches des legendären SZ-Reporters Herbert Riehl-Heyse und der Karikaturisten Erst Maria Lang und Horst Haitzinger. Die CSU hatte damals 55,6 Prozent der Stimmen und es lohnte, Spott und Ironie der massigen Wucht von Franz-Josef Strauß entgegenzusetzen.

Wer hat Bayern die Demokratie gebracht?

Heute könnte er lauten: „Die Grünen. Die Partei, die die Demokratie in Bayern erfunden hat.“ Aber gegen die Anmaßung einer 17,5-Prozent-Partei wehrt sich kaum jemand. Die CSU soll gefälligst mit den Grünen koalieren, und damit ein bisserl links in die Staatskanzlei holen, wenn doch schon SPD und Grüne zusammen 10 Prozentpunkte weniger Stimmen haben als die CSU allein. Was zählen schon Wähler, wenn die politischen Redaktionen es anders wollen?

Und es gehört zu den völlig ironiefreien Besonderheiten der neo-bayerischen Grünen, dass sie vor der Wahl auf die CSU eingedroschen und ihr Demokratie, Europafreundlichkeit und Rechtsstaatlichkeit abgesprochen haben, um weinerlich am Tag nach der Wahl unbedingt den Juniorpartner dabei abgeben zu wollen, wenn die Demokratie in Bayern verhindert, Europa geschreddert und die Natur vergewaltigt wird.

Ein grundstürzendes Ergebnis?
Aber das fällt den Nachkommen der süddeutschen Spötter und ihrem karikaturistenfeindlich gewordenen Prantlhausener Zeitung nicht auf. Auch andere Qualitätsmedien haben erstaunliche Erkenntnisse. Angelas Merkels Sprecher in der ZEIT, Bernd Ulrich, jubelte noch in der Wahlnacht Grün zum „grundstürzenden“ Sieger und die Landtagswahl zu einer der wichtigsten in der Geschichte hoch, weil Umweltschutz wichtiger sei als „Flüchtlinge”.  Ulrich – wie andere Kommentatoren –  hat nur die Kleinigkeit übersehen, dass das bürgerliche Lager aus CSU, Freien Wählern, FDP und auch der AfD dummerweise annähernd eine Zwei-Drittel-Mehrheit erhielt. Es hat sich viel geändert, die CSU ist erneut in einer Koalition, die sie in der vorletzten Legislaturperiode schon mal mit der FDP geschlossen hatte – eine Tatsache, die irgendwie in der aktuellen Berichterstattung nie vorkam, in der suggeriert wurde, Bayern sei immer CSU-allein-regiert gewesen. Dabei war der Sozi Wilhelm Hoegner zwei mal Ministerpräsident und die FDP Koalitionspartner von 2009 bis 2013. Aber das historische Gedächtnis ist kurz und die Wirklichkeit ist der Feind der Träume.....

weiter > https://www.tichyseinblick.de/tichys-ein...etrachtet/

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#28
Der rechte Block hat zugelegt

16. Oktober 2018  Peter Nowak
Monatelang beherrschte die Bayernwahl die Schlagzeilen. Nur hat sich erwartungsgemäß wenig geändert

Unrealistische Erwartungen haben in den letzten Wochen viele Medienvertreter in Bezug auf die Bayernwahl vertreten. Mindestens eine grünschwarze Koalition sollte das Ergebnis sein. Manche phantasierten gar von einer Regierung ohne die CSU in Bayern. All das hätte natürlich wenig grundsätzlich verändert.
Die reibungslose Kapitalverwertung wäre bei jeder denkbaren Konstellation gewahrt gewesen. Vielleicht hätte sogar manche Stütze der bürgerlichen Gesellschaft der CSU eine Reorganisation in der Opposition oder zumindest ein Korrektiv durch einen Regierungsantritt der Grünen gewünscht.
Schließlich ist diese Partei heute die größte Interessenvertreterin der modernen Kapitalfraktionen, die ausländische Arbeitskräfte ebenso brauchen wie neue Energieformen. Doch dazu wird es wohl nicht kommen.
Freie Wähler als "AfD light"
Der rechte Bürgerblock kann weiterregieren. Denn mit den Freien Wählern steht ein Koalitionspartner bereit, der sicher einige Personalfragen stellen und manche auch an der CSU-Basis umstrittene Großprojekte stoppen wird. Mit ökologischen oder flüchtlingsfreundlichen Forderungen dürften sie die CSU hingegen nicht behelligen.

Schließlich haben sich in dieser Frage führende Politiker der Freien Wähler wie CSU und AfD positioniert. Tatsächlich haben die meisten Medien trotz ihres Overkill an Bayernwahl-Informationen nicht erwähnt, dass die Wähler in Bayern eine rechte Alternative zur AfD hatten, die nicht so offen mit dem ganz rechten Rand kontaminier ist.
So hätte auch der Landshuter Landrat der Freien Wähler, Peter Dreier die AfD-Parole "Wir halten, was die CSU verspricht" plakatieren können. Im Januar 2016 schickte er Migranten, die in seiner Gemeinde aufgenommen wurden, nach Berlin und auch die konservative Presse übernahm das rechte Gerede, er habe die Flüchtlinge zu Merkel geschickt. Die Welt zitiert Dreier so:
Wenn Deutschland eine Million Flüchtlinge aufnimmt, entfallen rechnerisch auf meinen Landkreis 1.800. Die nehme ich auf, alle weiteren schicke ich per Bus weiter nach Berlin zum Kanzleramt.
Peter Dreier, Die Welt

Kommentare:
(contra)

Journalistenfilterblase
Ich habe mich im Vorfeld nur recht peripher mit der Bayernwahl beschäftigt. Was ich so mitgenommen habe im Vorfeld war in etwa das:
-die Mehrheit der Deutschen findet Merkels Politik toll, deswegen verliert die CSU
-es gibt in Bayern nicht wenige Landwirte, die anstelle von CSU Grün wählen werden
-Bayern besteht im Grunde nicht mehr aus sonderlich vielen Bayern, und all die Zugezogenen werden Grün wählen
-es gab diverse Demos, die ein Hinweis darauf sind, dass viele Leute Grün wählen
-es wird ein zweites BW geben
-die FW wurden im Vorfeld nicht mal großartig erwähnt, obwohl diese Koalition ja als recht wahrscheinlich abzusehen gewesen wäre.

Und noch am Montag bekam ich von einer Kollegin die Geschichte von den Grünen Landwirten reingesungen, derweil ich versuchte, ihre Aufmerksamkeit auf die SPD zu lenken und das Konzept der "Wählerwanderung" zu erklären.
Letztlich leider mal wieder ein Beleg für die Filterblase, in der sich manche Journalisten befinden.


Proseccolinks-Novak sollte mal auf die Fluchtgründe schauen
und diese so vehement angehen wie die angeblichen Nazis,die im Gegensatz zu ihm mit Millionen "Flüchtlingen"um Wohnung,Lohn,Tafel und Flaschenpfand konkurrieren müssen und dieses auch äussern.
Auf diese Idee kommen Gender-und Openborderwahnbefallene wie Novak natürlich nicht.In seiner gut verdienenden Wohlfühlblase interessiert ihn sowas einen Scheiss.


"das sozialdemokratische Lager bleibt insgesamt unter 15 %"
Falsch. Das sozialdemokratische Lager kommt nicht einmal auf 5%. Denn die SPD ist nicht sozialdemokratisch, auch wenn sie in alt bewährter Taschenspielermanier ab und an mal wieder das Spielchen "linke Tasche, rechte Tasche" spielt.
Die SPD ist der Hauptverantwortliche für Sozialabau und die Spaltung der Gesellschaft.
Wer hat denn Konzerne, Vermögende und Spitzenverdiener erst durch Steuergeschenke reich gemacht und ihnen dann durch die Lockerung der Regulierung der Finanzmärkte ermöglicht, mit dem frisch gewonnenen Spielgeld an den internationalen Finanzmärkten zu zocken?
Wer hat denn kommunale Wohnungsgebstände in großem Stil an private "Investoren" AKA (überwiegend) Schmarotzer verhökert und bedauert nun mit Krokodilstränen steigende Mieten?
Unsere Spezialdemokraten.
Nein, in Deutschland gibt es nur eine wirkliche linke Partei. Aber leider auch dort auch nur wenige Personen, die frei von Ideologien nicht jeden Scheiss befürworten, der uns unter wohlklingenden Begriffen wie "soziale Gerechtigkeit", "modernes Europa" oder "
offene Gesellschaft" von linken Ideologen verkauft wird.


Eine kleine Analyse des Artikels:
Unrealistische Erwartungen haben in den letzten Wochen viele Medienvertreter in Bezug auf die Bayernwahl vertreten.
und selbst, Herr Nowak?
dass die Wähler in Bayern eine rechte Alternative zur AfD hatten, die nicht so offen mit dem ganz rechten Rand kontaminier ist.
Kontamination? Kontakt-Schuld?
Von den Positionen unterscheiden sich FW, CSU und AfD ja kaum, wie Sie selbst schreiben - warum kann man sie nicht einfach daran messen?

Wenn solche Aktionen von einem AfD-Politiker gekommen wären, hätte es Empörung in der Republik gegeben. Bei einem Politiker der Freien Wähler gilt so etwas als mutige Tat.
Und Sie hätten ganz vorne mit auf der Empörungswelle gesurft.
Ist es Ihnen jetzt peinlich, dass sie die FW übersehen haben oder dämmert langsam die Einsicht, dass man auch mutige Lokalpolitiker braucht, die aufzeigen, dass ein "wir schaffen das" nunmal nicht reicht.

Die vor den Wahlen rauf und runter diskutierten personellen Konsequenzen in der CSU werden erstmal auf einen Termin nach den Hessenwahlen verschoben. Auch danach wird es weitere Gründe der Verzögerung geben.
Zu solchem Aktionismus gibt es bei der CSU mit stolzen 37% eigentlich auch keinen Grund - bei so einem Ergebnis wäre die Hessische CDU heilfroh!
Das muss für sie in einem Bundesland besonders schmerzlich sein, aus dem führende Gründer der Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit, einer der Quellparteien der Linken kommen.
Dämlicher Absatz. Die Linke oder auch die WASG hatten in Bayern noch nie etwas zu melden und waren noch nie im Landtag. Dass zufälliger Weise ein paar Gründer der WASG aus Bayern kamen tut nichts zur Sache.
Es soll nur niemand sagen, dass man hier sieht, dass die Partei den Anschluss an die Arbeiterklasse verloren hat.
Die jungen Menschen, die dort Wahlkampf machten, haben sicher schon Erfahrungen mit prekären Arbeitsverhältnissen in unterschiedlichen Zusammenhängen gemacht.

Gerneration Praktikum?
Sorry, aber die sind nicht stellvertretend für eine Arbeiterklasse in Bayern (die meist ordentlich verdienen)

Nur bleibt die Frage, ob es genug Kolleginnen und Kollegen gibt, die das genau so sehen.
Nein. Ein Blick auf den Arbeitsmarkt in Bayern hätte Ihnen diese Spekulation erspart.
Doch die Vorreiterfunktion für eine Entwicklung im emanzipatorischen Sinne liegt bei den Beschäftigten im Caresektor, im Krankenhaus etc. die eben nicht mehr dem Klischee der weißen, männlichen Fabrikarbeiter entsprechen.
Was ist denn das für ein Geschwurbel?
Als ob es jetzt den (auch in Bayern) zu schlecht bezahlten Angestellten im Pflegebereich auch noch großartig auf "Diversity" (und mehr Konkurrenz) ankäme!

In den letzten Monaten war viel über Großdemonstrationen gegen rechte Politik, gegen das neue Polizeigesetz und gegen hohe Mieten in Bayern die Rede. Im Wahlergebnis hat sich das aber nicht niedergeschlagen
Ja da schau an!
Jetzt finde ich das neue Polizeigesetz auch Scheiße, aber ironischer Weise haben die gleichen Leute dagegen demonstriert, die überhaupt erst die Rechtfertigung (unkontrollierte Massenzuwanderung) für dieses Gesetz geliefert haben! 
Da langt sich der Bayer eben ans Hirn!

Wirkliche gesellschaftliche Opposition wird es weiter nur auf der Straße und in Arbeitskämpfen geben.
Und gemeinsam werden sie die Internationale singen und dann "die Partei, die Partei..."
Träum weiter.


Das Problem bei solchen Bewertungen ist...
... dass die Wähler gar nicht wissen, wofür die konkreten Parteien stehen, was es überhaupt bedeutet, wenn eine Partei links oder rechts eingeordnet ist, von tiefer gehenden Details ganz zu schweigen.
Die Leute müsste eine Wahl habe, die sie verstehen - und per se überhaupt einmal das Menu wählen dürfen und nicht nur eine krude Schar an Kellnern, die danach tun was sie wollen.
Lehnen denn tatsächlich mehr Menschen in Deutschland die allgemeinen Menschenrechte und demokratischen Prinzipien ab und empfinden das Grundgesetz als zu überzogen und damit falsch? Dann würde das Land tatsächlich nach rechts rutschen.
Wenn aber letztlich Betrug, Propaganda und Co dazu führen, dass Menschen (sicherlich auch selbstverschuldet) gegen ihre eigenen Interessen entscheiden, so legt der riesige rechte Block zwar zu und festigt seine Macht noch mehr, aber das eben auch gänzlich anderen Gründen.
Diesem Land fehlt Aufklärung. Und das absichtlich.

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