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Gesucht: Politiker-/innen von Format
#1
Gesucht....und immer noch nicht gefunden:

Googelt man nach Sawsan Chebli, so stößt man auf Geschichten, wie diese. Hier wollte sie die Sexismus-Debatte anstoßen, nachdem sie ein Kompliment bekommen hat:

https://www.sueddeutsche.de/news/leben/g...-99-472648

Chebli schilderte am Wochenende in sozialen Netzwerken einen Vorfall bei einer internationalen Konferenz in Berlin, zu der sie als Rednerin eingeladen war. Der Versammlungsleiter, laut Chebli ein früherer Botschafter, habe erklärt: "Die Staatssekretärin ist nicht da. Ich würde sagen, wir fangen mit den Reden dennoch an." Daraufhin habe sie von ihrem Platz in der ersten Reihe aus geantwortet: "Die Staatssekretärin ist da und sitzt vor Ihnen." Der Mann habe dann gesagt: "Ich habe keine so junge Frau erwartet. Und dann sind Sie auch so schön."

Chebli schrieb auf Facebook weiter: "Ich war so geschockt und bin es immer noch. Ich bin jedenfalls ans Pult: "Sehr geehrter Herr Botschafter a. D., es ist schön, am Morgen mit so vielen Komplimenten behäuft zu werden."" Im Saal habe "Totenstille" geherrscht. "Klar, ich erlebe immer wieder Sexismus", ergänzte sie in dem Post. "Aber so etwas wie heute habe auch ich noch nicht erlebt."



Dazu ein Auszug aus einem Artikel von Birgit Kelle und Kommentare:

https://www.achgut.com/artikel/pusteblum...rzaust/P20

Genau solche Reaktionen auf ganz offensichtliche Komplimente, solche unsouveränen Überempfindlichkeiten und Skandalisierungen von einem großen „Nichts“ sind der Grund, warum echter Sexismus tatsächlich ein Problem bleibt.
Denn wir beschäftigen uns lieber mit emotionalen Kindergarten-Geschichten. Der Mann hat ihr also gesagt, dass sie jung und schön ist. Vor Publikum! Und schlimmer noch: Er hat sie nicht erkannt. War das vielleicht das größere Vergehen?


Kommentar / 17.10.2017

Bravo Frau Kelle, im Prinzip zeugt der Aufschrei der Frau Chebli von ihrem Narzissmus, hat sie doch durch die Veröffentlichung das Kompliment noch überhöht. Schaut her, ich bin so schön, aber Niemand darf es wagen, es zu erwähnen. Wir brauchen mehr Kelle als Chebli im öffentlichen Diskurs.


Kommentar/ 17.10.2017

Ich gebe Ihnen vollkommen Recht: Wo ist der Sexismus, die Anzüglichkeit? Insbesondere wenn man sich den Vorfall im Zusammenhang sieht, das das Kompliment eher dazu bestimmt war, eine Verlegenheit zu überspielen. Frauen wie Frau Chebli sind der Grund, warum Frauen die an Sexismus oder an sexuellen Übergriffen zu leiden haben, nicht mehr Ernst genommen werden.  Auch ich halte die Dame für extrem fragwürdig in ihren Einstellungen und Überzeugungen. Was mir bis heute ein Rätsel ist, was sie als Staatssekretärin qualifiziert. Solche Damen in Schlüsselpositionen machen mir eine Heidenangst um die Zukunft Deutschlands als freies Land.
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#2
(21.09.2018, 09:10)fhh schrieb: Der Mann habe dann gesagt: "Ich habe keine so junge Frau erwartet. Und dann sind Sie auch so schön."

Ich bin zwar alter Macho und nicht mehr im "aktiven Dienst", aber das ist eine plumpe Anmache, auf die schon zu meiner Zeit zickig reagiert wurde.

Fällt unter die Rubrik "schlüpfrige Altherrenwitze" ala Brüderle
                                                        
"Die Menschen verwechselten Messungen mit Verstehen. Und sie mußten sich immer in den Mittelpunkt allen Geschehens stellen. Das war ihr größter Dünkel. Die Erde erwärmt sich – es muß unsere Schuld sein! Der Berg vernichtet uns – wir haben die Götter nicht besänftigt! Es regnet zu viel, es regnet zu wenig – es ist tröstlich zu glauben, daß diese Dinge irgendwie mit unserem Verhalten zusammenhängen, daß, wenn wir nur ein bißchen besser, ein bißchen bescheidener lebten, unsere Tugenden belohnt würden." - Robert Harris "Pompeji" (2003)

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#3
(21.09.2018, 12:27)Rantanplan schrieb:
(21.09.2018, 09:10)fhh schrieb: Der Mann habe dann gesagt: "Ich habe keine so junge Frau erwartet. Und dann sind Sie auch so schön."

Ich bin zwar alter Macho und nicht mehr im "aktiven Dienst", aber das ist eine plumpe Anmache, auf die schon zu meiner Zeit zickig reagiert wurde.

Fällt unter die Rubrik "schlüpfrige Altherrenwitze" ala Brüderle

Ich verstehe das Problem auch durchaus. Man stelle sich vor, eine weibliche Moderatorin hätte einen männlichen Staatssekretär mit den Worten begrüßt: "Sie sind ja ein gutaussehenden Mann!" Das hätte jeder als grob unpassend empfunden, und wenn der so Angesprochene schlagfertig ist, würde er sagen: "Ich hoffe, daß ich nicht nur deshalb eingeladen wurde." Denn darum geht es: Reduktion auf das Äußere in der Öffentlichkeit.
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