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"Fakt" ohne Fakten gegen Mark Bartalmai
#1
Katrin McClean 03.07.2016
Wie ein Nachrichtenbeitrag sich selbst der Propaganda überführt
Am 28. Juni 2016 zeigte das kritische Nachrichtenmagazin "Fakt" einen Beitrag über den Dokumentarfilm "Ukrainian Agony" des deutschen Kriegsreporters Mark Bartalmai unter dem Titel "Propaganda im Sinne Russlands". Der Auftrag ist klar, der Zuschauer soll vor dem 100-minütigen Film gewarnt werden. Alles nur Kreml-Propaganda, das will Autor Tom Fugmann in seinem 6-minütigen Beitrag beweisen, mit Fakten. Der Text wimmelt von Vorwürfen an Person und Film wie "selbsternannter Reporter", "fake-storys", "absurde Geschichten", allein das Wort Propaganda wird in sechs Minuten acht Mal verwendet.

Die einzige konkrete Geschichte, die zur Begründung dieser Vorwürfe aufgeführt wird: Mark Bartalmai, der seit 2014 mit wenigen Unterbrechungen in der Ost-Ukraine vor Ort recherchiert, Filmmaterial und Interviews sammelt, hat sich einmal von einer Schauergeschichte des russischen Fernsehens beeindrucken lassen, die sich später als Lüge entpuppte.
Unter dem Eindruck des ersten Entsetzens hat er sie bei einem kurzen Besuch in Deutschland öffentlich weiter gegeben. Im Beitrag dazu befragt, gibt er allerdings unumwunden zu, dass die ungeprüfte Weitergabe ein Fehler war. In seinem Film kommt das Märchen auch gar nicht vor.

weiterlesen: http://www.heise.de/tp/artikel/48/48713/1.html
Antworten
#2
Falls man die "russsische Propaganda" noch nicht gesehen hat:





Quelle: NuoViso.tv
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