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Bundestagsuntersuchungsausschuss "Breitscheidplatz"
(17.05.2019, 08:48)fhh schrieb: Amris Problem sei gewesen, dass man einen modernen Lastwagen nicht mehr einfach kurzschließen kann, um ihn zu starten. Er habe also ein Fahrzeug finden müssen, wo der Schlüssel im Zündschloss steckte. Immer wieder sei er am Friedrich-Krause-Ufer entlang gelaufen und habe die geparkten Fernlaster „abgeklinkt“, also ausprobiert, ob das Fahrerhaus offen stand. Damit sei das Gelingen des Anschlages von einem Zufallstreffer abhängig gewesen. Als Amri am Abend des 18. Dezember in einem Imbiss mit seinem Freund Bilel ben Ammar zusammensaß, habe er daher noch nicht wissen können, dass er am nächsten Tag erfolgreich sein würde."

Au weia, Hirnfick vom allerfeinsten!

Wie rum muss man das lesen? auf dem Kopf stehend oder seitlich liegend? Oder über der Kloschlüssel hängend? Da fehlen die Worte
Was sagt der UA dazu? Fanden sie es nicht erst kürzlich sehr seltsam, dass der LKW unweit der Stelle, wo Amri erschossen wurde, gestartet ist?
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Zitat:Amris Problem sei gewesen, dass man einen modernen Lastwagen nicht mehr einfach kurzschließen kann, um ihn zu starten. Er habe also ein Fahrzeug finden müssen, wo der Schlüssel im Zündschloss steckte. Immer wieder sei er am Friedrich-Krause-Ufer entlang gelaufen und habe die geparkten Fernlaster „abgeklinkt“, also ausprobiert, ob das Fahrerhaus offen stand. Damit sei das Gelingen des Anschlages von einem Zufallstreffer abhängig gewesen. Als Amri am Abend des 18. Dezember in einem Imbiss mit seinem Freund Bilel ben Ammar zusammensaß, habe er daher noch nicht wissen können, dass er am nächsten Tag erfolgreich sein würde."


Nicht nur, dass genau dieser LKW in der Nähe von Amris Todesbahnhof gestartet ist... war nicht auch erst kürzlich davon die Rede, dass der LWK schon vor Berlin einem Kaperversuch knapp entkommen ist..?
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Und was bitte ist mit Lukasc Urban? Ist der jetzt völlig vergessen worden oder was?

Wie hat man sich das vorzustellen? Amri hat also mit dem "Anklinken" Erfolg - die Tür ist offen und der Schlüssel steckt, endlich! War Urban in der Kabine, und Amri erschoss ihn? Oder kam Urban gerade zurück, Amri erschoss ihn draussen und hievte ihn dann in die Kabine? Oder zwang Amri Urban, einzusteigen und erschoss ihn dann? Und dann ging er erstmal ganz cool in die Moschee, wie in einem Tarantino-Film?

Und dann ist da ja noch diese frühe Meldung:

Das GPS des Lastwagens zeigt, dass etwas Ungewöhnliches vorgefallen ist: „Um 15.45 Uhr hat das Navi merkwürdige Bewegungen registriert. Jemand ist die ganze Zeit vor und zurück gefahren. Ein erfahrener Fahrer würde das nicht machen. Als hätte jemand gelernt, das Fahrzeug zu bedienen“, sagt Zurawski.

Chaos regiert.
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Hier eine genauere Timeline- ZEIT vom 20.12. 16

Zitat:Lukasz U. steuert den Lastwagen vom Gelände von ThyssenKrupp herunter und parkt ihn unweit der Niederlassung. Das geht aus GPS-Daten des Lastwagens hervor, die die Spedition ausgewertet hat. Auch der Transportleiter Wasik bestätigt das im Gespräch. Danach hat die Firma offenbar nur noch Telefonkontakt zu ihrem Fahrer. Im polnischen Fernsehen wird der Chef der Spedition, Ariel Żurawski, später sagen, dass er bis gegen 15 oder 16 Uhr noch gewusst habe, was mit dem Lastwagen los sei. "Lukasz hat mir sogar ein Foto aus dem Döner-Laden geschickt, in dem er gegessen hat." Danach bricht der Kontakt zu dem Mann im Truck vollständig ab.

Was in diesen Nachmittagsstunden geschieht, ist bisher unklar. Die GPS-Daten der Spedition liefern jedoch Anhaltspunkte. Das polnische Internetportal money.pl hat sie veröffentlicht, ZEIT ONLINE hat versucht, sie so weit wie möglich zu verifizieren. Demnach versucht um 15.44 Uhr jemand, den Lkw zu starten. Von 16.32 Uhr bis 17.34 Uhr ist der Motor wieder in Betrieb. Danach wird der Lkw noch mehrmals gestartet und bewegt. "Es sieht so aus, als ob jemand versuchte, sich mit dem Fahrzeug vertraut zu machen. Ein erfahrener Fahrer macht es nicht. Auch nicht, um die Kabine zu wärmen. Dafür gibt es andere Systeme", heißt es seitens der Spedition.



Der verlinkte polnische Text wurde am 19. 12. um 22:30 online gestellt, ist also superfrisch! Die haben sofort bei der Firma angerufen. Die Namen der polnischen Zeugen, Wasik und Zurawski, werden auch genannt. Für mich sind diese Daten deshalb authentisch und glaubhaft. Urban schickte wohl zwischen 15 und 16 Uhr ein letztes Foto aus einem Imbiss und meldete sich danach nicht mehr, was die Firma ungewöhnlich fand.

Das ergibt folgendes Szenario:

Die Schlüsselübergabe zwischen Urban und dem neuen Fahrer - nennen wir ihn Naved - findet so gegen 16 Uhr statt. Urban sagt Tschüs und Naved macht sich mit dem Fahrzeug vertraut. Vor allem erstmal die Heizung an! Gegen 17 Uhr kommt Amri zum ersten Mal vorbei und klärt mit Naved noch ein paar Sachen ab. Naved meint, er bräuchte noch ein bisschen Eingewöhnungszeit mit dem LKW. Amri sagt okay, verschwindet für eine halbe Stunde in der Moschee, kommt wieder und gibt Naved letzte Instruktionen - und sein Handy. Amri sagt tschüs, Naved übt noch ein bisschen und fährt um 9:34 los.
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(20.05.2019, 20:29)woodybox schrieb: Hier eine genauere Timeline- ZEIT vom 20.12. 16

Zitat:Lukasz U. steuert den Lastwagen vom Gelände von ThyssenKrupp herunter und parkt ihn unweit der Niederlassung. Das geht aus GPS-Daten des Lastwagens hervor, die die Spedition ausgewertet hat. Auch der Transportleiter Wasik bestätigt das im Gespräch. Danach hat die Firma offenbar nur noch Telefonkontakt zu ihrem Fahrer. Im polnischen Fernsehen wird der Chef der Spedition, Ariel Żurawski, später sagen, dass er bis gegen 15 oder 16 Uhr noch gewusst habe, was mit dem Lastwagen los sei. "Lukasz hat mir sogar ein Foto aus dem Döner-Laden geschickt, in dem er gegessen hat." Danach bricht der Kontakt zu dem Mann im Truck vollständig ab.

Was in diesen Nachmittagsstunden geschieht, ist bisher unklar. Die GPS-Daten der Spedition liefern jedoch Anhaltspunkte. Das polnische Internetportal money.pl hat sie veröffentlicht, ZEIT ONLINE hat versucht, sie so weit wie möglich zu verifizieren. Demnach versucht um 15.44 Uhr jemand, den Lkw zu starten. Von 16.32 Uhr bis 17.34 Uhr ist der Motor wieder in Betrieb. Danach wird der Lkw noch mehrmals gestartet und bewegt. "Es sieht so aus, als ob jemand versuchte, sich mit dem Fahrzeug vertraut zu machen. Ein erfahrener Fahrer macht es nicht. Auch nicht, um die Kabine zu wärmen. Dafür gibt es andere Systeme", heißt es seitens der Spedition.



Der verlinkte polnische Text wurde am 19. 12. um 22:30 online gestellt, ist also superfrisch! Die haben sofort bei der Firma angerufen. Die Namen der polnischen Zeugen, Wasik und Zurawski, werden auch genannt. Für mich sind diese Daten deshalb authentisch und glaubhaft. Urban schickte wohl zwischen 15 und 16 Uhr ein letztes Foto aus einem Imbiss und meldete sich danach nicht mehr, was die Firma ungewöhnlich fand.

Das ergibt folgendes Szenario:

Die Schlüsselübergabe zwischen Urban und dem neuen Fahrer - nennen wir ihn Naved - findet so gegen 16 Uhr statt. Urban sagt Tschüs und Naved macht sich mit dem Fahrzeug vertraut. Vor allem erstmal die Heizung an! Gegen 17 Uhr kommt Amri zum ersten Mal vorbei und klärt mit Naved noch ein paar Sachen ab. Naved meint, er bräuchte noch ein bisschen Eingewöhnungszeit mit dem LKW. Amri sagt okay, verschwindet für eine halbe Stunde in der Moschee, kommt wieder und gibt Naved letzte Instruktionen - und sein Handy. Amri sagt tschüs, Naved übt noch ein bisschen und fährt um 9:34 los.

Danke für den Hinweis auf den polnischen Artikel. Ich dokumentiere hier einen von Google übersetzten Ausschnitt:

Zitat:_ Update 2016-12-20 12:00 12:00

Łukasz Wąsik from the transport company to which the truck belonged, checked on the GPS what was happening with the Scania tractor unit. At 15.44, someone tried to turn on the car. Then there were no readings for an hour. Another attempt to start was at 16.52 and the engine worked until 17.37. During this time the car did not move.

There were to be several similar attempts. Then the truck was started at 19.34 and set off from Berlin.

- It was not turning on to warm up the engine and the cabin, because the driver was cold. Other systems serve for this. It looks as if someone tried to learn how to drive this car. He also had problems with its launch - describes the company's employee in an interview with WP money.

As he added, the car should not move today, only wait until tomorrow for unloading.


Demnach lief der Motor ununterbrochen von 16.52 Uhr bis 17.37 Uhr. Das war mir neu.

Nicht klar ist mir, wenn in Deinem Szenario der Fahrer Naveed heißt, wozu dann noch Amri gebraucht wird.
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Der kam mit dem Truck gerade aus Turin.
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(20.05.2019, 20:29)woodybox schrieb: [...]

Das ergibt folgendes Szenario:

Die Schlüsselübergabe zwischen Urban und dem neuen Fahrer - nennen wir ihn Naved - findet so gegen 16 Uhr statt. Urban sagt Tschüs und Naved macht sich mit dem Fahrzeug vertraut. Vor allem erstmal die Heizung an! Gegen 17 Uhr kommt Amri zum ersten Mal vorbei und klärt mit Naved noch ein paar Sachen ab. Naved meint, er bräuchte noch ein bisschen Eingewöhnungszeit mit dem LKW. Amri sagt okay, verschwindet für eine halbe Stunde in der Moschee, kommt wieder und gibt Naved letzte Instruktionen - und sein Handy. Amri sagt tschüs, Naved übt noch ein bisschen und fährt um 9:34 los.

Danke, daß sich ab und zu jemand der wirren "offiziellen" Timeline annimmt. Nicht ganz einverstanden bin ich mit "noch Eingewöhnungszeit brauchen". Das klingt nach Improvisation und die bezweifle ich stark. Der Zeitpunkt 20 Uhr für den sog. Anschlag dürfte lange festgestanden haben; Dunkelheit, tolle Weihnachtsmarkt-Gedächtniskirchen-Kulisse (Terror als Städtemarketing), sich leerender Markt, Berufsverkehr vorbei - und natürlich für die (bestellte?) Weltpresse und angereiste Journalisten: Nachrichtenzeit.
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@BSB: Amri hat die ganzen Spuren gelegt - er war der islamistische Bösewicht. Er konnte aber keinen LKW fahren. Dafür brauchte man Naved.

@fhh: meinst du? Dann wäre das ganze Bewegungsprofil von Amri in den Tagen vorher getürkt. Ich glaube aber, wie gesagt, dass er permanent auf dem Schirm des BKA war und Spuren legen sollte.
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@woodybox

Dein Modell, erweitert um den Gedanken eines Fahrers Turin-Berlin, der nicht Urban war, in Verbindung mit der Frage von BSB - ergibt die Möglichkeit, dass Amri mit dem LKW kam. Nicht unbedingt als Fahrer, aber evtl. mit im Gepäck.

Das HTC muss nicht unbedingt in Amris Händen gewesen sein. Und der Bürgermeister in Sesto San Giovanni wusste vom Aufenthalt Amris in der Gegend in der Woche vor dem 19.12.2016.
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Damit wären wir wieder bei dem doppelten Amri angelangt. Also mehrere Personen, die hinterher zu einer Identität zusammengefasst wurden.
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