Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Libyen 2018-2019
#11
Eskalation in Libyen: Der Spiegel verschweigt Hintergründe, beschuldigt aber Moskau

Aus Libyen gibt es seit einigen Tagen Schlagzeilen. Ein „Warlord“ namens Haftar ist in die Offensive gegangen und greift die vom Westen anerkannte Regierung an, die außer in der Hauptstadt Tripolis und dem Umland keine Macht und keine Unterstützung in Libyen hat.
Der Spiegel erklärt uns nun die Situation, allerdings ohne sie tatsächlich zu erklären. Stattdessen wird auch dieser Konflikt genutzt, um Russland für etwas zu beschuldigen, was es gar nicht getan hat. Außerdem fehlen zum Verständnis wichtige Informationen, wie ich an einem Artikel im Spiegel aufzeigen möchte.
Schon die Überschrift spricht Bände: „Kampf um Tripolis – Russland blockiert Libyen-Erklärung im Sicherheitsrat
Wieder einmal ist Russland also für Blutvergießen und gegen Frieden. Dass dies nicht stimmt, kann man dann im Artikel sogar lesen, aber jeder, der nur die Überschrift gesehen hat, hat einen falschen Eindruck vermittelt bekommen. Im Artikel kann man stattdessen lesen:
(....)
Wenn das die informative Berichterstattung der westlichen Medien ist, dann muss ich sagen, dass ich mir die russischen Medien lobe. Gestern gab es zu Libyen einen Bericht im russischen Fernsehen, der wesentlich genauer auf die Einzelheiten einging. Da konnte man auch sehen, dass die Person Haftar eine sehr komplexe Figur ist. Zuerst war er ein Unterstützer und Freund von Gaddafi, der in Moskau ausgebildet wurde, dann zerstritten sie sich und Haftar ging unter dem Schutz der CIA für zwanzig Jahre in die USA, bevor er dann zurückkehrte, um im Bürgerkrieg nach Gaddafis Sturz zu kämpfen. Heute hat er auch wieder Kontakt zu den Russen. Er ist also eine wirklich sehr undurchsichtige Figur.

Aber unabhängig davon muss Libyen seinen Weg selbst finden und da ist der russische Aufruf zu Verhandlungen eine bessere Idee, als der Vorschlag des Westens, die Kämpfe weitergehen zu lassen und einseitig die Regierung von Tripolis zu unterstützen, die außerhalb der Hauptstadt keinerlei Macht hat. Es ist auch und gerade im Interesse der EU, dass in Libyen Ruhe einkehrt und die Flüchtlingswelle dadurch eingedämmt werden kann.....

ganz hier > https://www.anti-spiegel.ru/2019/eskalat...rmationen/

Antworten
#12
Only functioning airport in Libya's Tripoli hit by air raid - reports

The only functioning airport in the Libyan capital of Tripoli has been hit in an air raid, local TV and several agencies report, citing eyewitnesses. Heavy fighting broke out between the forces of the country's two governments.
A military aircraft belonging to the Libyan National Army forces has reportedly targeted Mitiga airport, located in the Libyan capital’s eastern suburb. Commanded by Field Marshal Khalifa Haftar the group challenged the government in Tripoli for power.
The Libyan authorities confirmed that the airport was closed following the airstrike, but provided no additional information on casualties or damage resulting from it. Mitiga has been the only airport used for international flights since the capital’s international airport was destroyed back in 2014....

> https://www.rt.com/news/455880-airport-l...plane-hit/

Antworten
#13
Sascha D.‏ @McGeiz 22 Std.Vor 22 Stunden
Ihr erinnert euch an Libyen? Gaddafi war ein Mistkerl, aber Frauen hatten Rechte, die Gesundheitsversorgung war gut & die Menschen wohnten vorwiegend im Eigentum. Dann brachte Friedensnobelpreisträger Freiheit & Demokratie. Das Ergebnis spricht für sich selbst

[Bild: D3sXH2WX4AAUBJj.jpg]

Antworten
#14
Libya Is Our Regime Change Nightmare. We were warned, and now eight years after overthrowing Moammar Gaddafi, the country is being torn to shreds. 
https://www.theamericanconservative.com/articles/libya-is-our-regime-change-nightmare/ …

[Bild: D3zuLe4XkAAdTYN.jpg]

Antworten
#15
CDU-Politiker für Bundeswehr in Libyen

(Anm: Von dieser Meldung ist wohl niemand wirklich überrascht, oder?) Artikeltext: Die große Koalition muss sich nach Einschätzung von Unionsfraktionsvize Johann Wadephul auf einen Bundeswehreinsatz im Rahmen einer UN-Mission im Bürgerkriegsland Libyen einstellen. "Ich glaube, auch die SPD hat ein Interesse daran, diese humanitäre Katastrophe zu beenden", sagte der CDU-Politiker in Berlin. Zwar sei ein solcher Militäreinsatz "heute noch eine hypothetische Frage". Sollte sich in dem Konflikt aber weiterhin keine politische Lösung abzeichnen, müsse die Weltgemeinschaft "Bereitschaft zu klarerem Handeln erkennen lassen".

Antworten
#16
Der Ruf verklagt sein Echo

Libyen Erst ließ man das Land mit Anarchie, Clan-Rivalitäten und Terror allein, nun empört man sich über den Warlord Haftar. Das ist heuchlerisch

Lutz Herden

Eine autoritäre Lösung muss von vielen schlechten Optionen nicht die schlechteste sein. Sie ist möglich, sofern Khalifa Haftar mit seiner Libyschen Nationalarmee (LNA) wirklich in Tripolis einmarschiert. Er wird als Eroberer aus dem Osten das Land nicht einen, aber so weit führen können, dass weiterer Zerfall verlangsamt wird. Der Marschall vermag von allen Warlords am ehesten zu halten, was er verspricht. Er stützt sich auf disziplinierte Streitkräfte, den zuletzt gesicherten Terraingewinn im Süden und den arabischen Rückhalt besonders Ägyptens und der Vereinigten Arabischen Emirate.
Haftar hat in den vergangenen Jahren sein Potenzial genutzt, um im Osten und Süden Städte vom Kalifat des Islamischen Staates und der dschihadistischen „Ansar al-Scharia“-Miliz zu befreien. Und er verfügt über ein Wirtschaftsprogramm. Was also spricht gegen ihn? Dass er den USA, Großbritannien, Italien und, mit Abstrichen, Frankreich suspekt ist? Ausgerechnet den Staaten, die mit ihrer Intervention der Luftschläge 2011 maßgeblichen Anteil daran hatten, dass aus Libyen der „failed state“ wurde, der heute ein höchst kümmerliches Dasein fristet? Seinerzeit musste eine UN-Resolution herhalten, um durch den gewaltsamen Sturz von Staatschef Gaddafi einen „regime change“ auszulösen. Nur fehlte es an Verantwortung – man könnte sagen: Anstand –, um sich danach des Landes anzunehmen, das man gerade aus den Angeln zu heben wusste.

Libyen blieb allein.......

weiter > https://www.freitag.de/autoren/lutz-herd...ein-echo-2

Antworten
#17
Wird #Libyen Russlands neues #Syrien? #Russland hat sich in dem eskalierenden Konflikt bisher nicht klar für eine Seite ausgesprochen. Moskau-Korrespondentin @EmilyCSherwin berichtet https://p.dw.com/p/3Gd08

[Bild: D38Xyj1XkAALRQa.jpg]

Antworten
#18
Libyen – Kriegsbericht vom 23. April 2019: Mutmaßliche Unterstützung für den Vorstoß der LNA durch Luftangriffe einer ‘fremden Macht’





Während der vergangenen Tage hat die Libysche Nationalarmee (LNA) ihre Belagerungsversuche der von der Nationalen Einheitsregierung (GNA) in Libyen kontrollierten Stadt Tripolis fortgesetzt.
Unter Einsatz der kürzlich stationierten Verstärkungstruppen, hat die LNA etliche kleinere Vorstöße in der Region Ayn Zara unternommen und eine große Gegeoffensive in der Region Khaheli zurückgeschlagen. In der Nachbarschaft des Internationalen Flughafens von Tripolis haben sich erbitterten Gefechte fortgesetzt. GNA-freundliche Kräfte nutzen die Kontrolle über die Stadt Sawarii, um Druck auf Stellungen der LNA auszuüben.
Beide Seiten setzten ihre Luftstreitkräfte weiterhin für gegenseitige Angriffe ein. Gleichzeitig beschuldigen sich sowohl die LNA als auch die GNA am Tod von Zivilisten durch Luftangriffe.
Seit dem 18. April kursieren Beircht, nach denen eine fremde Macht den Vorstoß der LNA auf Tripolis mit Drohnenangriffen unterstützt. Ursrünglich wurde gemutmaßt, daß die Angriffe von der französischen Luftwaffe verübt worden sind, später jedoch wurde vermutet, daß die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Urheber der Luftangriffe sind.
Laut Satellitenbildern hatten die VAE auf dem Luftwaffenstützpunkt al-Khadim im Süden den Bezirks Marj in West-Libyen einen Militärstützpunkt. Eine im Satellitenaufnahme aus dem Jahr 2016, daß die VEA seinerzeit sechs leichte und wieder in Dienst gestellte Kampfflugzeuge vom Typ IOMAX AT-802i BPA, zwei Kampfdrohnen aus chinesischer Produktion vom Typ CAIG Wing Loong und zwei Hubschrauber vom Typ  Sikorsky UH-60 Black Hawk in der Region stationiert hatte.
Trotz mangelnden militärischen Erfolges hat die LNA an der diplomatischen Sieg einen wichtigen Sieg errungen. Am 19. April hat das Weiße Haus erklärt, daß Donald Trump am 15. April mit dem Oberbefehlshaber der LNA, Feldmarschal Khalifa Haftar, telefoniert und über die “gegenwärtigen Bemühungen zur Terrorismusbekämfung sowie der Notwendigkeit von Frieden und Stabilität in Libyen erörtert hat.
In einer offiziellen Stellungnahme hat das Weiße Haus erklärt, daß Präsident Trump Feldmarschal Haftars entscheidende Rolle bei der Terrorbefkämpfung und der Sicherung der libyschen Erdölressourcen anerkennt, und die beiden eine gemeinsame Vision zur Überführung Libyens in ein stabiles, demokratisches System erörtert haben.
Bislang haben die Vereinigten Staaten (VS) die GNA unterstützt. Allerdings hat die Erklärung des Weißen Hauses gezeigt, daß die realistische Möglichkeit der Anerkennung neuer Verhältnisse am Boden durch die VS besteht, falls es der LNA gelingt Tripolis einzunehmen. Diese Situation bestärkt die Führung der LNA in ihren Plänen zur Eroberung Tripolis´ ebenso wie die aktive Unterstützung aus Ägypten und den VAE.
Quelle: https://southfront.org/wp-content/uploads/2019/04/Foreign-strikes-280×160.jpg?x86250

Antworten
#19
TQM: EU am Wüstensand!
Die türkische "Daily Sabah" berichtet heute, daß die UN vor einem bevorstehenden Flüchtlingsstrom aus Libyen warnt. Die intensiven Kampfhandlungen um Tripoli könnten eine Massenflucht nach Europa auslösen. Während die EU, die mit UN-Mandat ausgestattete, "Zentralregierung" aus Islamisten und Lokalbanden stützt, marschiert General Haftar vor die Tore Tripolis.
Haftar ist von Russland, Ägypten und Israel gestützt, aber auch Trump pochte zuletzt durch öffentlich bekundetes Lob zu Haftar, auf eine Änderung des US-Kurses, weg von der de facto inexistenten, zahnlosesn "Zentralregierung", hin zu Haftar.
Der Wettlauf um dessen Gunst hat also voll eingesetzt, denn klar ist, daß die EU ihr Arab Spring-Ausgedinge in Tripoli nicht halten wird können.
Ebenso kann und will die EU nicht militärisch eingreifen. Fayez Al-Sarradsch, der EU-"Premierminister" in Tripoli, beklagte zuletzt die nicht einkehrende Unterstützung der EU in der Abwehr der Haftar Truppen. In Telefonaten mit Merkel, verkündete ihm diese Anfang des Monats ihre Unterstützung einerseits und ihre Ablehnung Haftars andererseits. Sarradsch wiederum drohte Europa 800.000 Flüchtlinge aus Libyen an, falls er falle.
Und schon wieder - besser gesagt, so wie immer, sei es Russland, Venezuela, die Ukraine, etc. steht die BRD auf der falschen Seite, verletzt deutsche Interessen und begibt sich in eine weitere Sackgasse - ganz abgesehen davon, daß die BRD weder politisch, noch militärisch ein Druckpotential darstellt.
Während führende BRD-Vertreter permanent deutsche Interessen verraten und sogar gegen die Energiesicherheit des deutsch-russischen Nordstream 2 Projekts agitieren, fällt Frankreich der BRD nicht nur bei Nordstream 2 in den Rücken, sondern nunmehr auch in Libyen.
Völlig ausgeblendet vom EU-Medienmainstream, ereigneten sich "seltsame Dinge" in Libyen, welche auf eine Wende Macrons hin zu Haftar deuten. Dabei geht es Macron nicht um französische Volksinteressen, jedoch immerhin um französische Konzerninteressen und zwar der Total Fina Elf.
Da es nicht länger gelingen wird Sarradsch zu halten und Frankreichs Ölkonzern aus Libyen zu fliegen droht, zieht Macron die Notbremse, während der innereuopäische Rivale Italien mit seiner ENI-Grupppe klandestin ausgestochen werden soll und man die Merkel BRD "blöd sterben" läßt.
Vor drei Tagen berichtete Al Jazeera, daß an der libysch-tunesischen Grenze eine Gruppe schwer bewaffneter Franzosen aufgegriffen und angehalten wurden. Eine Gruppe von 13 Franzosen, sowie eine Gruppe von 11, teils anderen Europäern, seien mit Diplomatenpässen ausgstattet aus Libyen ausgereist, wo sie General Haftar unterstützt haben sollen. Die Gruppe der 11 Europäer sei mit Schlauchbooten von Tunesien aus in Libyen "eingereist" und hätten Haftars Al-Watiya Luftwaffenstützpunkt unterstützt. Als dieser unter Beschuss der Sarradsch Truppen geriet, seien sie geflohen und an der tunesischen Grenze aufgegriffen worden.
Frankreich, das offiziell noch Sarradsch unterstützt wurde eiskalt ertappt. Paris behauptet, daß der schwer bewaffnete Stoßtrupp zur Sicherheit seines diplomatischen Personals in Tripoli diente. Eine billige Lüge, da sie in diesem Falle offiziell über Tripoli ein- und ausgereist wären. Die "Zentralregierung" in Tripoli bestreitet dies und deren Regierungsquellen stützten die Behauptung, daß die Franzosen Haftar unterstützten. Aufgrund "hochrangiger Intervention" wurden die festgesetzten Franzosen von tunesischen Sicherheitskräften zum Flughafen Djerba eskortiert und von dort aus per Flug nach Frankreich deportiert. 
Dieser Fall ist ein gutes Lehrbeispiel der EUropäischen Solidarität, der gemeinsamen EUropäischen "Sicherheits- und Außenpoliitk"! Was sagt Frau Mogherini??? War dies Teil der Dissonanzen zwischen Merkel und Macron? Wie wird nun Salvini reagieren? Wer gewinnt den Wettlauf um Libyen und um die Gunst Haftars? Was bleibt übrig? Nimmt Frankreich mit einer heimlichen Wende Teile der libyschen Ölfelder und die BRD dafür die "Flüchtlinge"? 
Rund einen Monat vor den EU-Wahlen bietet die EU ein jämmerliches Bild der hinterhältigen Intrigen und Gerangels um staatliche Ölinteressen. Politsch ist das "Friedenprojekt EUropa" tot. Die "Freude schöner Götterfunken" verpufft selbst am Fackelgas libyscher Ölfelder!

> https://bachheimer.com/geopolitik-konflikte-und-krieg

Antworten
#20
Nikita Gerassimow‏ @NikGerassimow 1 Std.Vor 1 Stunde
Jetzt, wo die Welt auf #Venezuela schaut, hat das US-Militär laut lokalen Quellen unauffällig Einsatzkräfte nach #Libyen in die Stadt Misrata verlegt. Genaues Einsatzziel im Moment unklar. Washington nutzt offenbar die Ablenkung, um im anderen Erd-Teil seine Ziele voranzutreiben

Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste