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Ein wahrlich historischer Monat
#1
http://thesaker.is/a-truly-historical-month-for-the-future-of-our-planet/
 
Ein wahrlich historischer Monat für die Zukunft

unseres Planeten

vom Saker, 23.03.2018 (geschrieben für Unz Review)
 
 
Der März 2018 wird als ein echt historischer Monat in die Geschichte eingehen.
 
1.März: Wladimir Putin hält seine historische Rede vor der russischen Bundesversammlung
 
4.März: Sergei Skripal, ein ehemaliger Spion für die Briten, wird angeblich in Britannien vergiftet.
 
8.März: Britische Behörden beschuldigen Russland, bei dem Mordversuch an Sergei Skripal Nervengas eingesetzt zu haben.
 
12.März: Theresa May beschuldigt offiziell Russland für die Vergiftung und stellt Russland ein 24 Stunden Ultimatum um sich zu rechtfertigen; die Russen ignorieren das Ultimatum. Am selben Tag droht die US-Repräsentantin beim UNSC mit einem Angriff auf Syrien, auch ohne UNSC-Mandat.
 
13.März: Der russische Chef des Generalstabs, Valery Gerasimov, warnt, dass „falls es zu einer lebensgefährlichen Bedrohung unseres Militärs kommt, die russischen Streitkräfte Gegenmaßnahmen ergreifen werden, sowohl gegen die Raketen als auch gegen ihre Abschussbasen.“ Am gleichen Tag kam es zu einem Telefonat zwischen dem Chef des Generalstabs der russischen Streitkräfte, stellvertr. Verteidigungsminister und Armeegeneral Valery Gerasimov und dem Vorsitzenden des US Joint Chiefs of Staff, General des Marine Corps, Joseph Dunford.
 
15.März: Britannien blockiert einen Antrag Russlands zu einer Aussage des Sicherheitsrats bezüglich des Skripal-Falls für eine „dringliche und zivilisierte Untersuchung“ Die USA, UK, Frankreich und Deutschland geben eine Stellungnahme ab und unterstützen Britannien und beschuldigen Russland. Der britische Verteidigungsminister sagt zu Russland „sie sollen das Maul halten und verschwinden.“
 
16.März: Generalmajor Igor Konashenkov nennt den britischen Verteidigungsminister eine „ungehobelte Giftnudel“ und „intellektuell impotent“.
 
17.März: Russische Generäle warnen, dass die USA in Syrien eine chemische False Flag planen.
 
18.März: Putin gewinnt mit überwältigender Mehrheit die Präsidentschaftswahl. Am selben Tag erklärt General Votel, der Kommandeur des CENTCOM in einer Aussage vor dem Streitkräfteausschuss, dass Differenzen mit Russland „über politische und diplomatische Kanäle“ gelöst werden sollten. Auf die Frage, ob es korrekt sei, dass „mit der Hilfe Russlands und des Iran Assad den Bürgerkrieg in Syrien gewonnen hat?“, antwortete General Votel: „Ich denke nicht, dass das eine zu – dass das eine zu starke Feststellung ist. Ich denke, sie haben ihm dazu die nötigen Mittel bereitgestellt, um – um derzeit die Oberhand zu haben.“
 
19.März: Der Rat für Auswärtige Angelegenheiten der EU gibt eine Stellungnahme heraus. Darin wird Britannien voll unterstützt.
 
21.März: Das russische Außenministerium zitiert sämtliche Botschafter zu einem Briefing über den Skripal-Fall. Die bei dem Briefing vom russischen Vertreter benutzte Sprache ist womöglich die schärfste eines russischen (oder gar sowjetischen) Vertreters gegenüber dem Westen seit dem 2. Weltkrieg. Der französische, der schwedische und der US-Vertreter erklären ihre „Solidarität“ mit Britannien.
 
22.März: Der Chef des russischen Generalstabs, stellvertr. Verteidigungsminister und Armeegeneral Valery Gerasimov hat ein weiteres Telefongespräch mit Marine Corps General Joseph Dunford, dem Vorsitzenden des Joint Chiefs of Staff der Vereinigten Staaten. Am gleichen Tag kommt es zu einem weiteren Telefonat zwischen General Gerasimov und dem Kommandeur des US European Command und NATO Supreme Allied Commander Europe, Armeegeneral Curtis Scaparotti.
 
Also was passiert hier wirklich? Sicher glaubt niemand ernsthaft, dass die Briten tatsächlich glauben, dass die Russen irgendein Motiv für einen Mordversuch an Skripal gehabt hätten, oder, was das angeht, wenn sie eine Motiv gehabt hätten, dass sie es auf so dumme Art getan hätten? Und was soll überhaupt die Sache mit Syrien? Wollten die USA ihre False Flag ausführen und bombardieren?
 
Ich denke, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht in den Details verlieren sollten. Da ist ein Wald hinter all den Bäumen. Was jetzt am wichtigsten ist, dass die mächtigsten Fraktionen der herrschenden Eliten des AngloZionistischen Imperiums eine gemeinsame Anstrengung unternehmen, um eine geeinte anti-russische Koalition zu schmieden. In der Beziehung ist es sehr aufschlussreich, dass die USA, Frankreich und Deutschland am 15. März eine Stellungnahme herausgaben, ohne sich mit ihren sogenannten „Alliierten“ in der NATO oder der EU abzusprechen. Man erkennt sofort, wer in solchen Situationen „der Boss“ ist, wenn der Rest des Euro-Gesindels einfach keine Rolle spielt (die armen Osteuropäer mit ihrer Wahnvorstellung, sie würden vom Westen geschätzt oder gar respektiert!) Darüber hinaus ist in diesem Fall ziemlich klar, dass die „Anglo“-Komponente des AngloZionistischen Imperiums weit mehr involviert ist als die Zionistische, zumindest was den Vordergrund anbelangt (hinter den Kulissen toben die Neokons über Trump, dass der Putin gratuliert hat und Verhandlungen anbietet). Ich denke, dass eine Vielzahl wichtiger Entwicklungen die USA und die Briten dazu gezwungen haben, den Rest der westlichen Nationen gewaltsam dazu zu zwingen, die Wagenburg um das Imperium enger zu ziehen:
 
  1. Die USA haben eine erniedrigende Niederlage dabei errungen, die DPRK zu schrecken und in die Unterwerfung zu zwingen.

  2. Die AngloZionisten haben den Bürgerkrieg in Syrien verloren.

  3. Die Briten und der Rest der NATO wird militärisch unbedeutend.

  4. Die Ukraine ist abgestürzt und brennt und ein Angriff der Ukronazis auf den Donbass ist sehr wahrscheinlich.

  5. Die politischen Kräfte in Europa, die gegen die anti-russische Politik sind, nehmen zu.

  6. Die Russen können viele EU-Länder durch wirtschaftliche Instrumente für sich einnehmen, einschließlich Nord Stream, während die Sanktionen die EU weit mehr treffen als Russland.

  7. Die Anti-Putin Kampagne ist kläglich gescheitert und Russland ist in seiner Haltung gegen das Imperium völlig geeint.
 
Was das alles bedeutet ist sehr einfach: Das Imperium muss entweder klein beigeben oder den Einsatz verdoppeln. Und klein beigeben ist einfach nichts, was die imperialen Eliten derzeit in Betracht ziehen. Aus diesem Grund benutzten sie jene Werkzeuge, die sie für die effektivsten halten:
 
  1. False Flags: Das ist wirklich eine altehrwürdige westliche Tradition, die von nahezu allen westlichen Mächten eingesetzt wird. Da die allgemeine Öffentlichkeit gehirngewaschen ist und sich zum großen Teil überhaupt nicht vorstellen kann, dass „freiheitsliebende liberale Demokratien“ solche Methoden benutzen könnten, die für gewöhnlich bösen, blutrünstigen und diktatorischen Regimen zugeschrieben werden, sind False Flags das ideale Mittel, um die öffentliche Meinung in den richtigen Geisteszustand zu versetzen, um eine aggressive, feindliche und auch gewalttätige Politik gegen die vermeintliche Bedrohung oder das Hindernis für die Hegemonie zu erlangen.

  2. Soft Power: Habt ihr bemerkt, wie bei den Oscars oder in Cannes immer genau jene „Künstler“ gewählt werden, die das Imperium zufällig politisch bewirbt? Nun, das gilt nicht nur für die Oscars oder Cannes, sondern für nahezu jedes kulturelle, soziale und politische Leben im Westen. Das trifft insbesondere für die sogenannten „Menschenrechte“ und die „Friedensorganisationen“ zu, die einfach politische Wadlbeißer sind, die man auf jedes Land hetzen kann, das einen Umsturz und/oder eine Intervention benötigt. Russland hat noch nie so ein politisches Werkzeug entwickelt.

  3. Verbale Eskalation: Diese Taktik ist extrem roh, aber doch sehr erfolgreich. Man fängt damit an, wütend irgendeine Fälschung zu behaupten. Die Tatsache, dass man das auf so wütende und übertriebene Art tut, erreicht gleich zwei sofortige Ergebnisse: es übermittelt den Freunden und Alliierten die deutliche Botschaft: „Ihr seid entweder für uns oder gegen uns“. Das lässt keine Spielraum für Nuancen oder Analysen und es lässt den ansonsten rückgratlosen Politikern keine Möglichkeit einzuknicken, somit wird ihre „Entschlossenheit“ gestärkt.

  4. Der Herdentrieb: Eine große Anzahl gibt Sicherheit. Wenn man es mit einem potentiell gefährlichen Feind zu tun hat, wie Russland, dann scharen sich die ganzen Kleinen umeinander um größer zu erscheinen, oder wenigstens schwerer aussortiert zu werden. Und: Wenn jeder verantwortlich ist, dann ist keiner verantwortlich. Und der Herdentrieb ist auch politisch zweckmäßig. Und schließlich ändert es die Beziehungsdynamik von Freunden oder Verbündeten zu etwas, das man typischerweise in der Komplizenschaft bei einem Verbrechen findet.

  5. Direkte Drohungen: Das Imperium ist jahrzehntelang mit Drohungen in alle Richtungen davongekommen, und das ist eine Gewohnheit, die man schwer loswird. Gestalten wie Nikki Haley oder Hillary Clinton glauben vermutlich ernsthaft, dass die USA quasi allmächtig sind, oder sie sind umgekehrt vielleicht so von dem schleichenden Verdacht verängstigt, dass das nicht so ist. Drohungen sind auch ein leichter, wenn auch ineffektiver Ersatz für Diplomatie und Verhandlungen, vor allem wenn deine Position objektiv falsch ist und die andere Seite einfach viel schlauer ist als du......
weiter hier:https://www.theblogcat.de/uebersetzungen...3-03-2018/
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#2
(24.03.2018, 14:09)Haifisch schrieb: 1.März: Wladimir Putin hält seine historische Rede vor der russischen Bundesversammlung

Die betreffende Rede findet sich hier. (Popcorn und Chips bereitlegen und vorher nochmal aufs Töpfchen)
                                                                                     
"To vouch this is no proof" - Shakespeare: Othello
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