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ALLES KLAR MIT DEN „AMOKLÄUFEN“ VON ERFURT UND WINNENDEN?
#1
10.1.2018

ALLES KLAR MIT DEN „AMOKLÄUFEN“ VON ERFURT UND WINNENDEN? TEIL 2

Die Einleitung ist hier:
Alles klar mit den „Amokläufen“ von Erfurt und Winnenden? Teil1

Es gibt Parallelen bei beiden „Amokläufen“, und es gibt jeweils einen „Chef-Zweifler“: Andreas Hauss und Eric Langer:
Die Parallelen der Massenmorde von Winnenden und Erfurt – Bericht des Opferanwaltes der Morde von Erfurt Eric T. Langer (website: http://www.eric-t-langer.de) – Moderation Andreas Hauss (website: http://www.medienanalyse-international.de) und Werner Ley – Veranstaltung am 30.03.2010 in Sulzbach an der Murr (siehe auch website: amoklauf-winnenden.polly-zeih.de)

RA Langer ist direkt betroffen, seine Lebensgefaehrtin starb in Erfurt beim Schulmassaker.

Wie war das nun in Erfurt, @nereus, leg los.

Erfurt-Amoklauf-2002, Teil 1

Am 26.04.2002 erschütterte ein Massenmord die deutsche Öffentlichkeit.
Der Abiturient Robert Steinhäuser soll aufgrund eines Schulverweises am Erfurter Gutenberg-Gymnasium einen eiskalten mörderischen Feldzug durchgeführt haben.
Am Ende gab es 17 Tote (inkl. Attentäter) möglicherweise aber auch 18. So richtig klar wurde das nie, dazu aber später mehr.
Eine solche Tragödie hatte es bislang in Deutschland noch nicht gegeben und sie war daher nicht zu Unrecht über Wochen ein Dauerbrenner in der Berichterstattung.
Doch hatten Polizei, Justiz und Medien das Ereignis wahrheitsgemäß wiedergegeben?
Diese Fragen stellte man sich vor allem in Erfurt, weil Schüler und Lehrer mehrere Täter gesehen haben wollen und der Hauptzeuge, Geschichtslehrer Rainer Heise, durch sonderbare Aussagen in den Fokus geriet. Nach einigen Wochen gab es einen vorläufigen Abschlussbericht, der nichts wirklich erklärte, doch mittlerweile war die Karawane des öffentlichen Interesses weitergezogen.
Nur ein mutiger Anwalt, Eric Langer, dessen Lebensgefährtin im Kugelhagel ihr Leben verlor, und eine sperrige Autorin, Ines Geipel, wollten die Merkwürdigkeiten nicht auf sich beruhen lassen und forderten eine gründliche Untersuchung der Vorgänge. Neben diversen Recherchen und späteren Strafanzeigen des Anwalts gipfelte die Kritik schließlich in einem kontroversen Buch mit dem Titel „Für heute reicht’s“, bei dem die Schwächen der Ermittlungen in einer fiktiven Handlung aufgearbeitet wurden.
Dieses unbequeme Werk führte schließlich zwei Jahre nach dem Massenmord zur Bildung einer Kommission, welche das Verbrechen abschließend bewerten und klären sollte. Mit dem „Bericht der Kommission Gutenberg-Gymnasium“ wurde das Ereignis „Amoklauf“ abgeschlossen. Die Kritik wurde in großen Teilen verworfen und schlussendlich die Version des vorläufigen Abschlussberichts von Juni 2002 zementiert.
Damit war Fall endgültig geklärt – oder besser – verklärt.
Wer sich kritisch mit den Ergebnissen der Polizei, der medialen Berichterstattung und den Einwänden des Anwalts auseinandersetzt, stellt verwundert oder auch frustriert fest, daß
überhaupt nichts geklärt worden war.
Ganz im Gegenteil!
Die Widersprüche wurden mit zunehmendem Abstand eher größer als kleiner und der Verdacht einer Verschleierung wurde schließlich zur Gewissheit.
In einer Reihe von aufeinander folgenden Artikeln sollen nochmals die Ungereimtheiten des ersten deutschen Amoklaufs nach der Wiedervereinigung dargestellt werden.
Die Texte werden die wahren Urheber des Anschlags nicht erhellen können, weil der Verdacht auf die Hintergründe des Massenmordes auf höchster politischen Ebene gemutmaßt wird, der nicht beweisbar ist und allerhöchstens indiziert werden kann.
Das ist aber auch nicht der wesentliche Punkt.
Viel entscheidender ist, daß die hiesige Staatsbürokratie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen terroristischen Anschlag durch Söldner auf Zivilisten – im vorliegenden Fall zumeist Lehrer – nicht aufklären will und sich somit die verstörende Frage stellt, von wem werden
wir eigentlich regiert?
Wenn Morde an hochgestellten Persönlichkeiten dem Generalbundesanwalt, Siegfried Buback, dem Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, oder dem Chef
der Treuhandanstalt, Detlev Karsten Rohwedder, zweifelhaft ermittelt werden und ungeklärt bleiben, dann ist das schon ein ordentlicher Skandal.
Wenn nun noch ausgebildete Killer sich an unschuldigen Zivilisten vergehen und der Staat die Aufklärung des Massakers verhindert, dann sollten sich die Bürger dieses Landes die Frage stellen, ob sich die politische Elite noch ausreichend legitimiert.
Denn wenn der Staat bei der Aufklärung von Verbrechen an seinen Bürgern regelrecht untätig bleibt, stellt sich automatisch die Frage:
Werden wir zum Teil von Kriminellen regiert?
Während sich zum NSU-Komplex und auch dem Amoklauf von Winnenden Initiativen bildeten, um die Widersprüche aufzuarbeiten und diese einem breiten Publikum näher zu
bringen, war das im Fall des Amoklaufes am Erfurter Gutenberg-Gymnasium noch nicht der Fall. Es existierte zwar ein Internetforum, doch hier blieben die Aufrufe begrenzt und
nach Jahren der Nichtaktivität wurde das Forum schließlich geschlossen.
Daher soll in diesem Blog das Ereignis erneut analysiert werden, um auch nach 14 Jahren den Lesern ein reales Bild – sofern dies möglich ist – von den damaligen Ereignissen zu vermitteln.

Quelle 1: http://www.eric-t-langer.de/index.php4?p...n=2&id=178

Quelle 2: http://www.amazon.de/Für-heute-reichts-A...3871344796

Autor: nereus
.

Dieselben Fragen zum Vertuscher-System BRD stellen sich die NSU-Insider ebenso, von den Ahnenden/Wissenden der Hintergruende zur Oktoberfestbombe 1980 ganz zu schweigen.
Ende Teil 2

ganz hier

Antworten
#2
http://www.eric-t-langer.de/

http://www.eric-t-langer.de/index.php4-p...d=178.html

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#3




Exclamation Exclamation Exclamation 

INP
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#4
Kurze Bemerkungen:
Danke, dass ich aufmerksam gemacht werde auf all das Neu-Aufgewärmte. Aber ich nehme dazu keine Stellung mehr, MAI ist vereist, und hier im Forum kommen viele Stimmen zu Wort, und das ist gut so. Womit wir bei einigen Formalia sind:
Mich als "Chefzweifler" zu bezeichnen, ist Quatsch. Weder bin/war ich Chef noch alleine, weder Hauptaktiver noch Richtungsweisender, weder war die Veranstaltung in Sulzbach irgendwie das "Ende" der Ermittlungen noch mein Vortrag in Stuttgart bzgl. Winnenden, weder ist das so bzgl. Winnenden noch zu Berlin, München usw..
Richtig ist, dass so wie es außer einem Fatalist auch einen AK NSU gibt, dass es auch zu Winnenden und erst recht zu all den anderen Ermittlungsgebieten viele Interessierte, Forschende, Aktive gab und gibt. Bei Winnenden sind es viele, die auch hier im Forum mitschreiben und auch ein "Kaffeetrinker" (der sich hier leider herausnahm aus dem Forum), der beim Prozess in Stuttgart den gesamten Prozessverlauf protokollierte. Diesen verdienst kann nichts schmälern, und das zeigt ja auch, dass die Ermittlungen noch weit später anhielten.
Und so ist es hier im Forum ja auch: da ist vieles in Diskussion, und viele nehmen teil.
Deshalb stößt mir der "ductus" auch so auf, dieses Lächerlichmachen und sich damit selbst über eine Diskussion zu stellen.
Als Beispiel: dass Merkel sich mit Opfern und Opferangehörigen traf, sei Argument (schlagendes, ausschließendes, finales) dagegen, dass es sich in Berlin um eine Feuerwehrübung mit Puppen und Darstellern gehandelt habe. Das ist die oberflächliche Abwatsche, wie sie in der bürgerlichen Journaille zu erwarten ist, entspricht aber nicht dem Diskussionsstand hier.
Nee, da mache ich nicht mit. Bei Fatalist gibt es so eine Tendenz, mit einem Ruck all das sorgsam Aufgebaute auf einen Streich wieder abzureißen, wichtige gute Erkenntnisse durch Kurzschlüsse zu kompromittieren, dass ich einfach nur sage: schade.
Antworten
#5
Auch ich werde mich an einer 'mein Schäufelchen ist aber größer' Frustrationsdebatte über Servergrenzen hinaus nicht beteiligen.

INP
Antworten
#6
Hier dann der dritte Teil:

ALLES KLAR MIT DEN „AMOKLÄUFEN“ VON ERFURT UND WINNENDEN? TEIL 3
http://fatalistblog.arbeitskreis-n.su/20...en-teil-3/

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#7
Liebe Leute

Der @fatalist ist ein alter Brummbär, aber einer der einen nicht im Regen stehen läßt.
Ich habe ein wenig versucht klarzustellen und zu vermitteln (siehe 2 Kommentare in seinem Blog).

Ja, das unangekündigte Hinein-Grätschen ist kein guter Stil – aber es ist halt, wie es ist.  Undecided
Wenn er auf diese Art Reklame macht, bleiben die Themen dennoch im Gespräch, auch wenn ich es mir etwas seriöser gewünscht hätte. 

Mal sehen, ob es überhaupt eine Reaktion geben wird.
Also, abwarten und Tee trinken.

Danke @Haifsch, für die Infos.   Wink

mfG
nereus
Antworten
#8
der 4.Teil:

HALBWAHRHEITEN, INSZENIERUNGEN, TERROR

ALLES KLAR MIT DEN „AMOKLÄUFEN“ VON ERFURT UND WINNENDEN? TEIL 4

Eine Serie von Nereus
.
Erfurt-Amoklauf-2002, Teil 4

Ein besonders beschämender Aspekt ist der Umstand, daß man möglicherweise schwerstverletzten Personen keine rechtzeitige Hilfe zu teil werden ließ.
Das ist natürlich ein schwerer Vorwurf, der angesichts der außergewöhnlichen Vorkommnisse zu begründen ist.
Rechtsanwalt Eric Langer hatte sich mit dem Thema intensiv beschäftigt und war in einer Beschwerde gegen den Einstellungsbeschluss am 16.11.2004 an die Staatsanwaltschaft
Gera vorgegangen. Hierbei liefert die Beweisführung einmal mehr interessante Aspekte zum „Aufklärungswillen“ von Ermittlern und der Justiz.
Vorab muß darauf hingewiesen werden, daß sie sogenannte Gutenberg-Kommission überhaupt keine echte Vollmacht hatte, was sie auch selbst betonte. Ausdrücklich darauf hinzuweisen ist, dass die Kommission nicht über staatsanwaltschaftliche oder kriminalpolizeiliche Ermittlungsbefugnisse verfügte und deshalb auf die freiwillige Kooperation der zur Aufklärung befragten Stellen und Behörden angewiesen war.
Wie kann es sein, daß ein unfertiger Vorabbericht, der viel Kritik hervorrief, nach 2 Jahren von Leuten beendet wird, die keine ausreichende Kompetenz besitzen und auch nicht ernsthaft nachfassen konnten? Immerhin ging es um ein bis dahin beispielloses
Verbrechen an Zivilisten.
Einschub: Den Bericht als PDF gibt es hier:  http://apps.thueringen.de/de/publikation...ad1488.pdf
Die Mitglieder:

[Bild: gut1.jpg]

Kein Wunder, das da alles glatt gebügelt wurde. Gewaltenverschränkte statt Unabhängige… eine Krähe hackt der anderen… nur allzu gut bekannt aus dem NSU-Komplex.

Einschub Ende.(....)

weiter hier:http://fatalistblog.arbeitskreis-n.su/20...en-teil-4/

Antworten
#9
ALLES KLAR MIT DEN „AMOKLÄUFEN“ VON ERFURT UND WINNENDEN? TEIL 5
http://fatalistblog.arbeitskreis-n.su/20...en-teil-5/

Antworten
#10
So, genug Traffic für den fatalist produziert.
Wer sich mit Winnenden auseinandersetzen möchte kann hier die ausgezeichnete Ausarbeitung von Rüdiger Rohde lesen, hätte übrigens auch fatalist gekommt, der Link ist ihm seit einem halben Jahrzehnt bekannt...

INP

PS: geomatiko.eu ist bemüht dogmenfrei zu sein und zu bleiben.
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